Schlagwort: Übelkeit

  • Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Ernährung und Nahrungsergänzungen für Sportler

    Zunächst ist es für alle Sportler wichtig, eine ausreichende Menge an Kohlenhydraten über die Nahrung aufzunehmen. Aus diesen bildet der Körper Glykogen, das den Muskeln Energie liefert. Auch die Nerven und das Gehirn decken ihren Energiebedarf fast ausschließlich durch Kohlenhydrate (Dextrose). Wird dem Körper eine zu geringe Menge an Kohlenhydraten zugeführt, leiden die Koordination und Konzentration darunter.

    Ausgeglichener Glykogenhaushalt

    Vor allem Hochleistungssportler sollten daher stets auf einen ausgeglichenen Glykogenhaushalt achten. Ein gut gefüllter Speicher spendet je nach Intensität und Dauer des Trainings für 1 bis 1,5 Stunden Energie. Um ausreichend große Vorräte anzulegen, empfiehlt es sich, täglich zwischen 50 und 60 Prozent der gesamten Energiezufuhr in Form von Kohlenhydraten aufzunehmen.

    Komplexe Kohlenhydrate, die vorwiegend in Brot, Reis, Teigwaren und Getreide sowie in Gemüse, Obst und Kartoffeln vorkommen, sind dabei besser als einfache Zucker (Fruchtzucker, Traubenzucker). Die Kohlenhydrate versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen, stellen kontinuierlich und langsam ihre Energie zur Verfügung und halten auch den Blutzuckerspiegel aufrecht.

    Proteine für Abwehr und Muskelaufbau

    Der menschliche Körper benötigt Proteine in seinem Abwehr- und Enzymsystem sowie zum Muskelaufbau. Eine tägliche Proteinaufnahme von 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht genügt für eine ausreichende Versorgung. Eine Kombination aus pflanzlichen und tierischem Eiweiß, zum Beispiel aus Milch, Kartoffeln, Getreide, Ei und Fisch ist empfehlenswert. Bei tierischen Eiweißlieferanten ist es ratsam, fettarme Produkte zu bevorzugen.

    Flüssigkeit und Mineralstoffe

    Der Verlust an Mineralstoffen beim Sport (über den Schweiß) ist zum Teil nicht unerheblich und muss regelmäßig ausgeglichen werden. Geeignet sind hierfür Mineralwasser, verdünnte Fruchtsäfte, fettarme Gemüsebrühe sowie Früchte- und Kräutertees. Gleichermaßen benötigen Sportler viel Eisen und Magnesium für einen optimalen Sauerstoff-Transport. Hier gibt es trotz ausreichender Flüssigkeitsaufnahme häufig einen Mangel. Durch eine Blutuntersuchung kann ein solcher Mangel nachgewiesen und mit einer ausgewogenen Ernährung wieder behoben werden.

    Pro Stunde können je nach Anstrengungsgrad und Art der sportlichen Betätigung zwischen einem und 1,5 Liter ausgeschwitzt werden. Der Körper holt sich zunächst die fehlende Flüssigkeit aus dem Gewebe und dem Blut zurück. Die Folge: Das Blut „dickt ein“. Dadurch fließt es langsamer, die Versorgung der Muskelzellen mit Nährstoffen und Sauerstoff verschlechtert sich und damit steigt die Gefahr von Muskelzerrungen und -krämpfen. Bereits ein Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent des Körpergewichts vermindert die Leistungsfähigkeit. In Einzelfällen kommt es zu Schwindel und Übelkeit oder sogar zum Kreislaufzusammenbruch.

    Tipp: Sportgetränke dürfen nicht zu kalt sein und sollten möglichst wenig Kohlensäure und Zucker enthalten. Koffeinhaltige und alkoholische Getränke sind ungeeignet. Prinzipiell sollte getrunken werden, bevor der Körper Durst signalisiert, in der Regel vor der sportlichen Betätigung. Während des Trainings ist es ratsam, immer wieder kleine Mengen Flüssigkeit aufzunehmen (je nach Trainingsdauer etwa alle 15 bis 30 Minuten).

    Zusätzliche Vitaminzufuhr

    Für Gelegenheitssportler ist eine zusätzliche Vitaminzufuhr in der Regel nicht notwendig, wenn sie sich ausgewogen und gesund ernähren. Bei Höchstleistungssportlern (Leistungssport) kann der Einsatz von entsprechenden Vitaminpräparaten sinnvoll sein. Dies ist im Einzelfall zu prüfen.

    Nahrungsergänzungen für Hochleistungssportler

    Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, die in Form von Dragees, Kapseln, Kau-, Lutsch- oder Brausetabletten, Pulver, Granulat, Flocken oder Saft angeboten werden. Sie enthalten verschiedene Substanzen in konzentrierter Form, darunter

    • Ballaststoffe,
    • Mineralstoffe,
    • Vitamine,
    • essentielle Fettsäuren,
    • Spurenelemente sowie,
    • Eiweiße (Aminosäuren)

    Bei Hochleistungssportlern, die während des Trainings sehr viele Kalorien und Mineralstoffe verlieren und einen erhöhten Bedarf an den genannten Inhaltsstoffen haben, können Nahrungsergänzungen unterstützend wirken und sinnvoll sein. Die zusätzliche Gabe sollte möglichst mit einem Arzt abgestimmt werden, um Überdosierungen zu vermeiden. Gleichermaßen muss abgeklärt werden, ob eventuelle Allergien gegen die Inhaltsstoffe der Nahrungsergänzungen vorliegen.

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  • Extremes Schwangerschaftserbrechen

    Extremes Schwangerschaftserbrechen

    Von extremen oder auch unstillbarem Schwangerschaftserbrechen sind etwa 0,5 bis 2 Prozent der Schwangeren betroffen. Die fachspezifische Bezeichnung dieser unangenehmen Erkrankung lautet Hyperemesis gravidarum. Sie gilt als eine der häufigsten Ursachen für einen Aufenthalt im Krankenhaus während der Schwangerschaft und beginnt in der Regel vor der fünften Schwangerschaftswoche. Bei einigen Frauen tritt die Übelkeit nur morgens auf, andere haben auch mittags und/oder abends damit zu kämpfen.

    Eine Abschwächung gibt es meist bis zur 14. Woche, in sehr seltenen Fällen kann sich das Erbrechen bis zum Ende der Schwangerschaft durchziehen. Das häufige, mindestens fünf mal über den Tag verteilte Erbrechen und die dauernd anhaltende Übelkeit kann die Schwangere während dieser Zeit stark einschränken. Das Leiden wird von Betroffenen in jedem Fall als sehr belastend erlebt und beschrieben. Eine frühzeitige Behandlung kann hier jedoch oft Abhilfe schaffen. Viele Möglichkeiten, Schwangerschaftserbrechen selbst mit Hausmitteln oder ähnlichem zu beeinflussen, haben Betroffene leider nicht.

    Neben dem Erbrechen klagen einige Schwangere noch über Schwindel oder Durchfall, auch Mattigkeit und verstärkte Müdigkeit werden beschrieben.

    Auslöser für eine Hyperemesis gravidarum
    Die genaue Ursache und Entstehung von extremen Schwangerschaftserbrechen ist noch nicht geklärt. Die hormonelle Veränderung während einer Schwangerschaft ist sicherlich nur ein Faktor, der zu diesem Leiden führt. Jedoch ist noch nicht abschließend geklärt ob es nur an einer Überempfindlichkeitsreaktion des Einzelnen auf den hormonellen (HCG-)Anstieg liegt oder ob die angestiegene Hormonkonzentration selbst Auslöser für eine Hyperemesis gravidarum ist. Letztlich können aber auch bestimmte Gerüche oder Speisen für Übelkeit und Erbrechen sorgen. Diese sollten dann gemieden werden.

    Entgegen landläufigen Meinungen kommt es nicht häufiger zum Erbrechen, wenn ein Mädchen erwartet wird. Manche Menschen wollen auf diese Weise das Geschlecht bestimmen können. Doch dies ist ein Ammenmärchen, bei einer Jungen-Schwangerschaft und selbst bei einer Mehrlingsschwangerschaft kann genauso die typische Übelkeit mit dem starken Erbrechen auftreten wie bei einer Mädchen-Schwangerschaft. Bei Mehrlingsschwangerschaften ist das Risiko des extremen Schwangerschaftserbrechens jedoch höher.

    Ob die Hyperemesis auftritt, ist von Schwangerschaft zu Schwangerschaft verschieden. Wer also beim ersten Kind Probleme hatte, muss diese bei weiteren Kindern nicht haben und umgekehrt. Ein Grund zur Sorge ist das Leiden dennoch nicht; das Baby leidet nicht und entwickelt sich trotzdem völlig normal, solange keine extreme Gewichtsabnahme oder Dehydrierung aufritt.

    Unterteilung der Hyperemesis gravidarum

    Die Hyperemesis gravidarum wird in zwei Grade unterteilt. Beim ersten Grad fühlt sich die Betroffene krank, aber die Stoffwechselparameter liegen dennoch im Bereich des Normalen. Beim zweiten Grad ist der Elektrolytenhaushalt bereits entgleist und die Schwangere hat ein sehr starkes Krankheitsgefühl. In diesem Fall muss eine stationäre Behandlung erfolgen.

    Selbsthilfe

    Ist der zweite Grad noch nicht erreicht, können zunächst einige Dinge selbst versucht werden. Sie können zur Linderung des Leidens beitragen:

    • Bereits vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit essen
    • Kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich nehmen
    • ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen
    • ausreichend schlafen
    • Speisen und Gerüche vermeiden, die Übelkeit hervorrufen
    • Verzicht auf scharfe und fettige Speisen
    • Stress möglichst komplett vermeiden

    Gemüsebrühe kann unterstützend wirken und den Elektrolytenhaushalt ausgleichen. Bei Anzeichen von Dehydration oder extremen Gewichtsverlust sollten Betroffene unbedingt einen Arzt konsultieren. Es ist damit zu rechnen, dass nicht nur die werdende Mutter gesundheitliche Probleme bekommen kann, sondern auch das heranwachsende ungeborene Leben! Deshalb sollte keine falsche Scheu aufkommen, sondern der Frauenarzt, die Notfallambulanz, die Rettungsstelle oder eine andere geeignete Stelle aufgesucht werden. Am besten ist ein Anruf bei der Notrufnummer 112, so dass ein Rettungswagen und gegebenenfalls auch gleich ein Notarzt bereitstehen.

    Behandlung der Hyperemesis gravidarum oft stationär

    Speziell für die Hyperemesis gravidarum gibt es kein Medikament, was zumindest für den deutschen Markt zugelassen ist. Ein Aufsuchen des (Frauen-)Arztes ist deshalb anzuraten, wobei dieser die Schwangere gegebenenfalls ins Krankenhaus überweist. Hier bekommen Betroffene intravenös Flüssigkeit mit Elektrolyten zugeführt. Ebenso erhalten sie ein Mittel gegen die Übelkeit. Eine normale Nahrungszufuhr ist bereits nach wenigen Tagen möglich und die Schwangere kann das Krankenhaus wieder verlassen. Nur in seltenen Fällen muss der Schwangeren künstlich Nahrung zugeführt werden.

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  • Was ist ein Schlaganfall?

    Was ist ein Schlaganfall?

    Ein Schlaganfall, oftmals auch Gehirnschlag genannt, ist kurz gesagt, entweder eine Minderdurchblutung z. B. durch einen Gefäßverschluss (ischämischer Infarkt) oder aber eine Blutung (hämorrhagischer Infarkt) im Gehirn. Manchmal verstopft ein Blutpfropf die Hirn versorgenden Arterien.

    Durch eine Mangelversorgung von Sauerstoff und Blut ist eine anhaltende Störung des Nervenzentralsystems die Folge. Möglich sind auch irreparable Schäden. Bei Anzeichen eines Schlaganfalls ist daher sofortige Hilfe notwendig, um Schlimmeres zu verhindern Idealerweise trifft die Unterstützung innerhalb der ersten 30 bis 60 Minuten ein. Der Patient sollte dann so schnell wie möglich auf eine Schlaganfall-Station bzw. Stroke Unit, die viele größeren Krankenhäuser vorhalten. Das Team dort ist auf die speziellen Erfordernisse im Rahmen des Schlaganfalls bestens vorbereitet.

    Medizinisch wird ein Schlaganfall übrigens als Apoplex bezeichnet. Aber auch die Begriffe apoplektischer Insult oder Ischämie (Vorstufe zum Schlaganfall) sind gebräuchlich.

    Anzeichen für einen Schlaganfall:

    • Orientierungsstörungen
    • Schluckstörungen
    • Kopfschmerzen
    • Taubheitsgefühl
    • Sehstörungen
    • fehlende Wahrnehmung von Umwelt und Körper
    • Schwindel, Übelkeit bis hin zum Erbrechen
    • Gangstörung sowie Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen
    • Verwirrtheit
    • Wortfindungsstörungen
    • Sprach-, Schrift- oder Verständnisstörung
    • Lähmung oder Schwäche im Gesicht, in einem Arm, Bein oder in einer ganzen Körperhälfte
    • hängender Mundwinkel

    Ursachen für einen Schlaganfall

    Die Ursachen sind, wie die Symptome, sehr vielfältig und können beispielsweise folgende sein:

    • arterielle Embolien (z. B. durch ein Blutgerinnsel)
    • Subarachnoidalblutung, sub- und/oder epidurale Hämatome (Einblutungen im Gehirn, „blaue Flecken“)
    • Thrombosen der venösen Abflussgefäße (Gefäßverschlüsse mit Gerinnselgefahr)
    • Spontanblutungen (z. B. durch gestörte Blutgerinnung)
    • Gefäßverengung (z. B. durch Gefäßverkrampfungen)
    • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)

    Was tun bei einem akuten Schlaganfall

    Bei einem nur geringsten Anzeichen das auf einen Schlaganfall deutet, ist unverzüglich ein Arzt hinzuzuziehen. Am besten wird gleich der Rettungswagen unter 112 angerufen. Beim Hinweis auf einen Insult wird wahrscheinlich gleich der Notarzt mit anreisen. Die Zeitspanne, auch „Time-to-needle“ genannt, beträgt 4,5 Stunden, um mit der Behandlung zu beginnen und um Schlimmeres verhindern zu können.

    Bis der Arzt eintrifft, sollte der Erkrankte definitiv keiner körperlichen Belastung ausgesetzt werden und zudem sollte der Oberkörper hoch gelagert sein. Der Erkrankte sollte zudem auch nichts trinken und auch nichts essen, da die Gefahr besteht, dass das Gehirn den Schluckvorgang nicht mehr richtig steuern kann und somit Erstickungsgefahr droht.

    Im Krankenhaus werden dann verschiedene Untersuchungen durchgeführt um die Diagnostik korrekt abzuschließen und es wird auch sofort mit einer medikamentösen Therapie begonnen.

    Vorbeugung

    Wie bei jeder Krankheit kann man natürlich auch einen Schlaganfall vorbeugen. Hierbei ist eine gesunde Lebensweise ausschlaggebend. Ein normaler Blutdruck sollte gehalten werden und stets ist Obacht auf die Blutzuckerwerte zu geben. Zudem ist es ratsam auf Nikotin zu verzichten. Übergewicht spielt für einen Schlaganfall ebenso eine große Rolle wie auch der Cholesterinhaushalt. Es gilt also Übergewicht zu vermeiden und den Cholesterinhaushalt ausgeglichen zu halten. Natürlich ist auch körperliche Aktivität ratsam, denn Bewegung wirkt sich positiv auf den Insulinwert und den Kreislauf aus. Mit Nordic Walking und anderen Sportarten im moderaten Ausdauerbereich werden Herz und Blutkreislauf sowie das Immunsystem gestärkt. Der Stoffwechsel wird ebenfalls positiv beeinflusst. Viel trinken (Tee, Mineralwasser, Saft) hilft dabei, das Blut dünnflüssig zu halten, was nicht nur optimal für den Blutdruck ist, sondern auch ein Verklumpen verhindert. Alleine ein geregelter Blutdruck senkt das Schlaganfallrisiko um rund 60 %.

    Rehabilitation

    Nach einem Schlaganfall ist oftmals nichts mehr, wie es zuvor war. Vieles muss neu erlernt werden, sodass es meist nach dem Krankenhausaufenthalt zur Reha geht. Hier wird vor allem die Körperwahrnehmung gefördert und im besten Falle vollständig rehabilitiert.

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  • Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, im medizinischen Sprachgebrauch chronische Pankreatitis genannt, steht in den meisten Fällen in direktem Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum. Diese lang anhaltende entzündliche Erkrankung des Pankreas betrifft mehr Männer als Frauen.

    Ursachen der Pankreatitis

    Sie tritt in aller Regel im Alter zwischen 30 und 60 Jahren auf – je nach ‚Alkoholiker-Karriere‘. Eher selten sind die Einnahme von bestimmten Medikamenten sowie Stoffwechselstörungen oder Irritationen des Hormonhaushaltes Auslöser.

    Der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung dagegen geht meist eine Gallenwegerkrankung voraus. Sie betrifft eher Frauen und verläuft seltener chronisch, wenngleich Gallensteine zu den Ursachen zählen können. Größtenteils verläuft die Akut-Form meist komplikationslos, obgleich sie mit heftigen Oberbauchschmerzen, dazu Übelkeit und Erbrechen, einhergeht.

    Neben dem häufigsten Grund für die schmerzhafte Entzündung der Bauspeicheldrüse, dem Alkoholabusus (Abhängigkeit von Alkohol), gibt es noch einige weitere Ursachen für eine chronische Pankreatitis. Rauchen beispielsweise kann einen Risikofaktor für die Entzündung der Bauchspeicheldrüse darstellen.

    Wenn die Pankreatitis bereits im Kindesalter auftritt, ist dies oft die Folge einer Genveränderung innerhalb der Schwangerschaft. Es kann sich auch um eine angeborene Fehlbildung der Bauchspeicheldrüse selbst handeln.

    Auch zu viel Kalzium im Blutkreislauf kann die Krankheit auslösen, zum Beispiel durch eine Überfunktion der Schilddrüse. Eine chronische Nierenentzündung oder -funktionsstörung kann durch die Ansammlung von Substanzen im Harn ebenfalls ein Auslöser sein.

    Symptome

    Die chronische Pankreatitis äußert sich anfangs zwar auch in den bereits beschriebenen, den Leib zusammenziehenden Oberbauchschmerzen. Sie treten zunächst aber nur sporadisch auf und können durch Essen oder Alkohol ausgelöst werden. Diese Schmerzen können bis in den Rücken ausstrahlen. Später dauern die Attacken dann jedoch über Tage oder sogar Wochen an. Im fortgeschrittenen Stadium kommen Verdauungsprobleme beim Verzehr fettreicher Speisen und schließlich ein spürbarer Gewichtsverlust hinzu, meist begleitet von Völlegefühl, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen.

    Klassisch sind voluminöse Fettstühle (Steatorrhö), d. h. der Stuhl ist auffallend lehmartig, klebrig und glänzend – bedingt durch eine gestörte Eiweiß- und Fettverdauung. Wiederholt kann es obendrein auch zu Gelbsucht kommen. Wenn das geschädigte Organ durch die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung nicht mehr richtig arbeitet, kommt als Folgeerkrankung Diabetes mellitus hinzu, da Insulin nicht mehr ausreichend produziert werden kann.

    Wie es zur Organschädigung genau kommt? Während eines akuten Schubs kommt es zur Freisetzung von Verdauungssäften in der Bauchspeicheldrüse. Die darin enthaltenen Enzyme sind normalerweise für die Eiweiß- und Fettverdauung verantwortlich. Doch im Fall einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung werden sie im Organ selbst aktiv und beginnen dieses zu verdauen und so zu zersetzen. Die Folge ist eine Selbstzerstörung des Organs und seiner Funktionsfähigkeit. Erstaunlich: Obgleich in diesem fortgeschrittenen Stadium der Pankreatitis die Bauchspeicheldrüse schon schwer geschädigt ist, sind die Betroffenen während entzündungsfreier Phasen oft schmerzfrei.

    Diagnostik der Bauchspeicheldrüsenentzündung

    In einer Röntgenuntersuchung oder Computertomographie des Bauchraumes kann die chronische Pankreatitis durch Organverkalkungen, Gangerweiterungen sowie Pseudozysten in der Bauchspeicheldrüse sichtbar gemacht werden. Ein Druckschmerz im Ober- und Mittelbauch ist ermittelbar. Körpergewicht und -größe stehen meist in einem Missverhältnis (Untergewicht).

    Im Blutbild ist ein akuter Entzündungsschub nachweisbar. Zur genaueren Abklärung kann eine Spezialuntersuchung, die so genannte endoskopische retrograde Cholangio-Pankreatikographie (ERCP) vorgenommen werden. Ihr Vorteil: Mit ihren mikrochirurgischen Instrumenten können gegebenenfalls gleich therapeutische Maßnahmen ergriffen werden. Dazu gehört, etwa vorhandene Pseudozysten zu entleeren (mittels Einlegen von so genannten Drainageschläuchen), Engstellen zu dehnen oder Gallensteine zu entfernen.

    So verläuft die Therapie einer Bauchspeicheldrüsenentzündung

    Bei einem akutem Entzündungsschub darf keine Nahrung aufgenommen werden. Die Patienten erhalten stattdessen via Infusion Flüssigkeit, Nährstoffe und Elektrolyte. Über eine Magensonde wird der Magensaft abgesaugt. Wenn sich die Entzündungsparameter normalisieren und die Beschwerden abklingen, kann mit einem Kostaufbau begonnen werden.

    Bei einer chronischen Pankreatitis sollte die Ernährung dabei idealerweise leicht verdaulich sein, dazu reich an Kohlenhydraten und fettarm. Häufig werden mehrere kleine Mahlzeiten besser vertragen als wenige große. Tabu sind Alkohol, Kaffee und Fett. Oft werden zudem Pankreasenzyme in Tablettenform eingenommen.

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  • Magenschmerzen – ein Symptom und viele Ursachen

    Magenschmerzen – ein Symptom und viele Ursachen

    Gastralgie lautet der medizinische Fachbegriff für Magenschmerzen und immer dann, wenn ein Patient über Magenschmerzen klagt, dann weiß der Arzt nie so genau, was dem Patienten eigentlich fehlt. Magenschmerzen können ziehend oder stechend sein, sie können krampfartig auftreten, aber sie haben in der Regel eines gemeinsam, sie treten besonders häufig im linksseitigen Bauchbereich auf. Nicht selten hat der Magen als Organ überhaupt nichts mit den Schmerzen zu tun, oft sind es andere Organe im Bauchraum, die für Probleme sorgen. Wenn die Magenschmerzen länger als drei Tage anhalten, dann wird es Zeit einen Arzt aufzusuchen.

    Wenn der Magen nach dem Essen schmerzt

    Wenn zu fett oder zu viel gegessen wird, dann kann das für Magenschmerzen sorgen. Auch wenn zusammen mit den Magenschmerzen Sodbrennen auftritt, dann ist der überlastete Magen selbst betroffen und die Schmerzen verschwinden in der Regel nach wenigen Stunden wieder. Kommt es zu Blähungen in Verbindung mit Magenschmerzen, dann liegt das in den meisten Fällen ebenfalls an der Nahrung, denn Kohl und Zwiebeln sind schwer verdaulich und der Magen hat viel zu tun, um diese Speisen zu verdauen.

    Ernster sollte man Magenschmerzen nehmen, wenn es zu einem ständigen Völlegefühl und zu Brechreiz kommt. Ist das der Fall, dann kann eine Gastritis, also eine entzündete Magenschleimhaut der Verursacher sein. Wird eine Gastritis nicht rechtzeitig behandelt, dann kommt es nicht selten zu Magenblutungen und zu Blut im Stuhlgang. Handelt es sich um eine Magenschleimhautentzündung, dann treten die Magenschmerzen meist nach 20 Minuten bis zwei Stunden nach dem Essen auf. Diese Schmerzen sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sofort einen Arzt aufsuchen.

    Wer häufig starke Magenschmerzen hat, der sollte sich auf eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse untersuchen lassen. Eine Pankreatitis kann sehr gefährlich werden, denn wenn die Entzündung chronisch wird, dann kann sich daraus Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickeln, der meist zu spät erkannt wird und daher häufig zum Tode führt. Starker Gewichtsverlust, ständige Magenschmerzen und Appetitlosigkeit können auch ein Zeichen für Magenkrebs sein, und wer diese Symptome hat, der sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.

    Grippe, Psyche oder Allergien

    Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und heftige Magenschmerzen können Anzeichen für eine Magen- und Darmgrippe sein, die ebenfalls medizinisch behandelt werden muss. Gesellen sich zu den Magenschmerzen Müdigkeit, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen, dann ist eine Laktoseintoleranz eine mögliche Ursache, aber auch eine allergische Reaktion auf Fruchtzucker kommt bei diesen Symptomen infrage. Ist die Unverträglichkeit sehr ausgeprägt, dann empfiehlt es sich, auf Fruchtzucker oder Milch und Milchprodukte komplett zu verzichten, dann verschwinden die Magenschmerzen schnell von selbst wieder.

    Nicht umsonst heißt es, mir ist etwas auf den Magen geschlagen, denn Magenschmerzen müssen nicht immer körperliche Ursachen haben, auch der Kopf ist schuld daran, wenn der Magen Probleme macht. Stress, Kummer, Nervosität, aber auch Ängste und Sorgen machen dem Magen zu schaffen, und das äußert sich durch Schmerzen, saures Aufstoßen und auch durch Übelkeit. Wer schon einmal unter Prüfungsstress stand, der kennt das Gefühl, wenn es etwas flau im Magen wird, ist der Stress vorbei, dann verschwinden auch die Magenschmerzen wieder.

    Wann sind Magenschmerzen gefährlich?

    Wenn der Schmerz unterhalb des rechten Rippenbogens sehr stark zu spüren ist, dann ist meist die Leber die Ursache. Hepatitis oder Gallensteine sorgen ebenfalls für Magenschmerzen, ohne dass der Magen daran schuld ist. Plötzlich auftretende sehr starke Bauchkrämpfe, ein aufgeblähter Bauch und das Erbrechen von Galle und Kot sind ein Zeichen für einen Darmverschluss. In diesem Fall darf keine Zeit verloren werden, denn ein Darmverschluss kann schnell lebensgefährlich werden.

    Das Gleiche gilt auch für eine Bauchfellentzündung, die ebenfalls mit starken Magenschmerzen beginnt, denn auch eine Entzündung des Bauchfells muss sofort und ohne jede Verzögerung in einem Krankenhaus behandelt werden.

  • Milchallergie oder Laktoseintoleranz

    Milchallergie oder Laktoseintoleranz

    Milchallergie oder Laktoseintoleranz – wo ist der Unterschied?

    Immer mehr Menschen können keine Milch mehr trinken oder Milchprodukte wie Käse, Joghurt oder Kefir vertragen. Schuld daran kann eine Laktoseintoleranz oder aber eine Milchallergie sein. Immer wenn es nach dem Genuss von Milch zu schmerzhaften Bauchkrämpfen oder zu Durchfall kommt, dann liegt entweder eine Milchallergie vor, oder derjenige leidet unter einer Laktoseintoleranz. Aber wo ist der Unterschied zwischen einer Milchallergie und einer Intoleranz gegenüber Laktose und wie kann der Arzt feststellen, um welche Form der Milchunverträglichkeit es sich tatsächlich handelt? Wie gefährlich ist eine Milchallergie und was kann man gegen eine Milchallergie tun, und was hilft bei einer Laktoseintoleranz?

    Welche Milchallergie Symptome gibt es und ist eine Milchallergie immer gleichbedeutend mit einer Kuhmilchallergie? Es gibt viele Fragen zu diesem Thema, aber auch immer die richtigen Antworten.

    Was ist eine Milchallergie?

    Von einer Milchallergie oder eine Kuhmilchallergie kann jeder betroffen sein, auch diejenigen, die eine Laktoseintoleranz haben. Eine Milchallergie oder Kuhmilchallergie kann schon bei Babys auftreten, sie wird aber im Säuglingsalter selten sofort erkannt. Die Milchallergie Symptome sind vor allem für ein Baby sehr schmerzhaft und bis die Ursache erkannt wird, können nicht selten viele Wochen vergehen. Im Erwachsenenalter ist eine Milchallergie ebenfalls keine Seltenheit, auch bei Menschen, die in ihrem bisherigen Leben noch nie Schwierigkeiten mit Milch hatten.

    Allerdings sind erwachsene Menschen eher selten von einer Milchallergie oder einer Kuhmilchallergie betroffen, eine Intoleranz gegen Laktose kommt hingegen deutlich öfter bei Erwachsenen vor, dafür weniger bei Kindern. Alle, die eine Milchallergie oder auch eine Kuhmilchallergie haben, sind im Grund durchaus in der Lage, Produkte aus Milch zu verdauen. Aber da ist noch das Immunsystem, das sich entschieden dagegen wehrt, wenn es Milch bekommt und es wird alles versuchen, den Eindringling wieder loszuwerden. Wenn eine Milchallergie diagnostiziert wird, dann reagiert der Körper nicht auf den Milchzucker, wie das bei einer Intoleranz gegen Laktose der Fall ist, der Körper reagiert vielmehr auf die in der Milch enthaltene Eiweiße, die Proteine.

    So wird eine Immunreaktion ausgelöst und die Milchallergie Symptome, die sich beim Genuss von Milch und Milchprodukten bemerkbar machen, sind immer sehr unterschiedlich und individuell. Je nach Ausprägung und Schwere der Milchallergie oder der Kuhmilchallergie, haben die einen mehr und die anderen weniger Milchallergie Symptome.

    Welche Milchallergie Symptome gibt es?

    Es ist für den Arzt nicht immer einfach, eine Milchallergie festzustellen, denn vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern können die Milchallergie Symptome sehr unterschiedlich sein. Die Milchallergie Symptome oder auch die Kuhmilchallergie Symptome treten meist nicht sofort, sondern entweder nach einigen Minuten oder sogar erst nach einigen Stunden auf. Zu diesen Milchallergie Symptomen gehören unter anderem:

    • Ein Anschwellen der Haut und der Schleimhäute im Gesicht oder auch im Rachen. Im Rachen stellt sich dann ein sogenanntes Kloßgefühl ein, also ein Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben, den man nicht hinunterschlucken kann.
    • Ein Asthmaanfall und Atemnot können zu den Milchallergie Symptomen gehören
    • Durchfall, Übelkeit und auch Erbrechen sind Milchallergie Symptome
    • Blassrote Haut, rote Hautausschläge bis hin zur Nesselsucht können ebenfalls zu den Milchallergie Symptomen gehören.

    Eine Milchallergie oder auch eine Kuhmilchallergie kann, wenn es schlimm kommt, zu einem lebensgefährlichen anaphylaktischen Schock führen. Aber das ist zum Glück nicht allzu oft der Fall, sondern tritt nur bei fünf bis zehn Prozent der Patienten auf, die unter einer Milchallergie leiden. Neben den bereits beschriebenen Milchallergie Symptomen treten bei einem anaphylaktischen Schock zusätzlich noch schwere Kreislaufstörungen auf, die wenn nicht sofort ärztliche Hilfe kommt, auch zu einem Zusammenbruch des Kreislaufs und damit zu Herzversagen führen können.

    Welche Alternativen zur Kuhmilch gibt es?

    Es gibt Milchallergie Symptome, die treten erst mit einer gewissen Verzögerung auf. Der zeitliche Rahmen für diese Milchallergie Symptome bewegt sich dabei zwischen einigen Stunden und sogar mehreren Wochen, nachdem die Milch getrunken oder ein Milchprodukt gegessen wurde. Das können zum Beispiel schwere Durchfälle sein, die sich erst nach Wochen bemerkbar machen, denn erst dann reagiert der Körper auf den Genuss von Milch allergisch, wenn die Schleimhaut des Darms angegriffen wird.

    In den meisten Fällen handelt es sich bei einer Milchallergie um eine Kuhmilchallergie, und die Betroffenen reagieren nicht allergisch, wenn sie die Milch von einem Schaf oder einer Ziege zu sich nehmen. Schafs- und Ziegenmilch ist allerdings eine Frage des Geschmacks, aber wer gerne Milch trinkt und nicht darauf verzichten möchte, der muss wohl oder übel auf Ziegenmilch oder Schafsmilch zurückgreifen, denn um die Milchallergie Symptome zu vermeiden, muss die Milch von der Kuh strikt vermieden werden.

    Großes Pech haben allerdings diejenigen, die gegen das sogenannte Kasein allergisch sind, denn wenn das der Fall ist, dann kann es nicht nur zu einer Kuhmilchallergie kommen, dann reagiert der Körper auch auf den Genuss von Ziegenmilch und der Milch vom Schaf. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Bestandteile der unterschiedlichen Milchsorten und ihre Unverträglichkeiten kann man im Internet finden. Wir haben ein Interessanten Anbieter zum Test von Milchintoleranz gefunden.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Da eine Milchallergie oder eine Kuhmilchallergie andere Vorgänge im Körper auslöst als eine Laktoseintoleranz, muss eine Milchallergie auch anders behandelt werden. Eine echte und damit vererbte Intoleranz gegen Laktose ist eine chronische Erkrankung, die nicht geheilt werden kann, das ist bei einer Milchallergie aber durchaus möglich. Das kann durch eine Desensibilisierung gelingen, bei der der Körper und vor allem das Immunsystem langsam an die Milch gewöhnt werden. Auf diese Weise kann eine Milchallergie wie viele andere Allergien, im Laufe der Zeit überwunden werden.

    Je nach Schwere der Milchallergie kann dieser Prozess zwischen anderthalb und zwei Jahren dauern. Zu Beginn einer Behandlung steht aber ein striktes Verbot für Milch und auch für Produkte aus Milch wie Käse, Butter, Joghurt oder auch Dickmilch und Kefir. Dieses Verbot haben die Milchallergie und auch die Laktoseintoleranz gemeinsam, aber anders als bei der Intoleranz gegen Laktose, verschwinden die Milchallergie Symptome mit der Zeit. Am Ende der Behandlung ist der Patient in der Regel frei von Beschwerden und kann wieder Milch trinken und Milchprodukte essen.

    Wer den Eindruck hat, dass eventuell eine Milchallergie oder eine spezielle Kuhmilchallergie vorliegen könnte, der sollte schnell zu einem Arzt gehen, der durch verschiedene Tests feststellen kann, ob es sich tatsächlich um eine Milchallergie oder um eine Kuhmilchallergie handelt.

    Bildquelle: Depositphotos.com // elemak