Schlagwort: Übergewicht

  • Männer und ihr gespaltenes Verhältnis zur Gesundheit

    Männer und ihr gespaltenes Verhältnis zur Gesundheit

    Männer weinen heimlich, das hat schon Herbert Grönemeyer erkannt, Männer haben als Jungen schlechtere Noten in der Schule als Mädchen und sie haben große Angst, zum Arzt zu gehen. Der internationale Weltmännertag hatte in diesem Jahr den Schwerpunkt Gesundheit und es wurde sehr schnell klar, dass Männer ein eher gespaltenes Verhältnis zum Thema Gesundheit haben und sie sind echte Feiglinge, wenn es um ihre Gesundheit geht.

    Männer mögen keine Vorsorgeuntersuchungen

    Männer und Vorsorgeuntersuchungen – das sind zwei verschiedene Welten. Die einen gehen aus reiner Bequemlichkeit nicht zum Arzt, die anderen haben zu viel Angst. Der Berufsverband der Deutschen Urologen legte jetzt Zahlen vor die zeigen, wie nachlässig die Herren der Schöpfung mit dem Thema Vorsorge umgehen. Seit 1974 haben Männer ab dem 45. Lebensjahr das gesetzlich verbriefte Recht, eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Krebs in Anspruch zu nehmen, aber bis heute ist das Interesse eher gering. Nur 14 % der Männer in dieser Altersgruppe geht regelmäßig zu dieser Vorsorgeuntersuchung, bei Frauen sind es 50 %.

    Männer nehmen Symptome nicht ernst

    Männer interessieren sich nicht für Vorsorgeuntersuchungen, aber sie pflegen dafür einen eher sehr ungesunden Lebensstil. Rauchen, Alkohol, übermäßiger Stress und auch Übergewicht, das alles kann zu ernsthaften Erkrankungen vor allem für Herz und Kreislauf führen. Kommt es zu den typischen Symptomen, dann nehmen die meisten Männer diese Symptome nicht ernst, sie ignorieren sie und wundern sich dann, wenn sie mit einem Herzinfarkt oder einem Kreislaufkollaps in der Klinik landen. Männer gehen sehr ungern zum Arzt und sie bekommen auch deutlich weniger Medikamente verschrieben als Frauen. Das ändert sich erst, wenn Männer älter werden, denn nach einem Arzneimittelreport der AOK nehmen Männer zwischen 60 und 75 Jahren ebenso viele Medikamente wie Frauen.

    Psychische Probleme sind für Männer ein Zeichen von Schwäche

    Der Psychoreport der DAK bringt es an den Tag: Männer nehmen psychische Probleme nicht ernst, sie halten sie vielmehr für ein Zeichen von Schwäche. Depressive Stimmungen werden nicht beachtet und selbst wenn eine Depression vom Arzt diagnostiziert wird, dann lassen sich Männern selten behandeln. Frauen sind doppelt so häufig psychisch krank wie Männer, was aber nicht bedeutet, dass Männer weniger Probleme mit der Psyche haben, sie haben nur Probleme damit, sich diese Probleme einzugestehen.

    Warum Frauen länger leben als Männer

    Im Schnitt leben Frauen fünf Jahre länger als Männer und das hat verschiedene Gründe. Ein Grund liegt darin, dass Männer risikofreudiger sind als Frauen. Sie lieben es, mit 300 km/h im Kreis zu fahren, sie scheuen sich nicht davor über hohe Klippen ins Meer zu springen, und sie machen sich auch keine Gedanken darüber, wie gefährlich es sein kann, mit einem Ultraleichtflieger über die Berge zu segeln. Frauen interessieren sich für diese fragwürdigen Freizeitaktivitäten nicht sonderlich, sie können Gefahren besser einschätzen und sind nicht so leichtsinnig. Frauen haben zudem ein anderes Verhältnis zur Gesundheit, sie nehmen Vorsorgeuntersuchungen wahr, sie deuten Symptome richtig und sie gehen lieber einmal mehr zum Arzt als einmal zu wenig.

    Ehemänner leben länger

    Es sind besonders die Junggesellen, die ihre Gesundheit vernachlässigen, wenn Männer Ja sagen, dann ändert sich auch ihr Verhältnis zu Krankheiten, Vorsorgeuntersuchungen und zu riskanten Freizeitvergnügungen. Es sind die Zuneigung, die Liebe und auch das Leben in der häuslichen Gemeinschaft, die bei Männern die Einstellung zur Gesundheit verändern. Wenn Männer verheiratet sind, dann bringt ihnen das zusätzliche acht Lebensjahre. Wie sehr die Ehe und die Familie ihre Gesundheit zum Positiven beeinflussen, das zeigt sich besonders dann, wenn sie einen Herzinfarkt erleiden. Vor allem das Jahr nach dem Herzinfarkt ist entscheidend, und laut einer neuen Studie aus England haben Männer, die verheiratet sind, doppelt so große Chancen zu überleben wie Männer, die ledig sind.

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  • Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Der stumme Herzinfarkt – eine Gefahr, die nicht erkannt wird

    Es gibt zwei unterschiedliche Formen, wenn es um den Herzinfarkt geht. Zum einen ist das der sogenannte laute Infarkt mit den bekannten Symptomen, die keiner übersehen kann, und zum anderen ist da der stumme Herzinfarkt, bei dem Betroffenen keine Schmerzen verspüren und den die Ärzte nicht selten sogar übersehen. Es ist der stumme Herzinfarkt, der besonders tückisch ist und der sehr gefährlich werden kann, wenn der Betroffene nicht sofort richtig behandelt wird.

    Der stumme Herzinfarkt – ein Infarkt ohne Drama

    Normalerweise sorgt ein Herzinfarkt für eine dramatische Situation. Die Betroffenen haben starke Schmerzen, sie leiden unter schrecklicher Atemnot und haben das Gefühl, dass ihr Brustkorb in einem Schraubstock steckt, der immer wieder angezogen wird. Aber diese Form des Herzinfarkts kommt seltener vor, als viele vielleicht denken, deutlich häufiger kommt der stumme Herzinfarkt vor. 80 % der Herzinfarkte sind stumme Infarkte, zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine neue US-Studie. Stumme Herzinfarkte sind aber nicht nur so gefährlich, weil sie keine Schmerzen verursachen, stumme Herzinfarkte sind auch auf dem EKG selten sichtbar. Aber was macht einen solchen Herzinfarkt dann so gefährlich?

    Warum ist der stumme Herzinfarkt so gefährlich?

    Der stumme Herzinfarkt kann ebenso wie der schmerzhafte Infarkt zum Tod führen und schuld daran ist nicht selten altes Narbengewebe. Diese Vernarbungen schwächen das Muskelgewebe des Herzens und das kann zum Herztod führen. Bei jedem Herzinfarkt kommt es immer zu einer akuten Durchblutungsstörung im Herzmuskelgewebe. Schuld ist meist ein Blutgerinnsel, das mehrere oder auch nur ein einziges Blutgefäß entweder nur verengt oder verstopft. Auf diese Weise werden die Muskelzellen des Herzens nicht mehr mit dem notwendigen Sauerstoff und mit Nährstoffen versorgt, sie sterben schließlich ab und der Herzmuskel wird auf Dauer beschädigt. Nach einem Herzinfarkt entsteht Narbengewebe, das sich nicht mehr ausdehnen kann und das gilt als das größte Risiko für einen stummen Herzinfarkt.

    Viele bemerken den Infarkt gar nicht

    Der stumme Herzinfarkt wird nach Schätzungen von US-Medizinern von 78 % der Betroffenen nicht wahrgenommen. Sie haben keine Symptome wie plötzlich auftretende Schmerzen in der linken Brustseite und im linken Arm, und auch die starken Schweißausbrüche und die Übelkeit, die Herzinfarkte oftmals begleiten, sind bei einem stummen Infarkt nicht vorhanden. Die Betroffenen verspüren zwar einen leicht ziehenden Schmerz in der Herzgegend, aber der Allgemeinzustand ist gut und kaum jemand kommt auf den Gedanken, dass es sich eventuell um einen Herzinfarkt handeln könnte.

    Gewissheit erst nach dem Tod

    Nur die wenigsten Menschen, die diese leichten Symptome erleiden, gehen mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt in ein Krankenhaus. Wer aber hingeht, der wird nicht selten falsch behandelt, da die Ärzte den stummen Herzinfarkt nicht feststellen konnten. Meist wird nur ein EKG gemacht, eine weiterführende Untersuchung im Herzkatheterlabor, die einen Herzinfarkt deutlich macht, wird selten angeordnet, weil die Verdachtsmomente nicht ausreichend sind. Wenn der stumme Herzinfarkt aber zum Tod führt, dann wird erst in der Pathologie deutlich, was wirklich geschehen ist. Bei einer Autopsie wird klar, dass es am Herz Vernarbungen gibt und dass diese alten Narben für einen nicht erkannten Herzinfarkt verantwortlich sind. So kann es immer wieder passieren, dass es zu einem stummen Herzinfarkt kommt und der Betroffene nicht behandelt wird. Passiert das mehr als einmal, dann steigt durch immer wieder neue Vernarbungen das Risiko, dass der nächste stumme Herzinfarkt der finale Infarkt sein kann. Besonders gefährdet sind Menschen, die Übergewicht haben oder die viel rauchen, denn hier ist das Herz meist schon vorbelastet, wenn es tatsächlich zu einem stummen Infarkt kommt.

    Alle, die immer wieder einen ziehenden Schmerz in der linken Brustseite verspüren, sollten unbedingt einen Kardiologen aufsuchen, der die möglichen Ursachen gründlich untersucht, um einen Herzinfarkt ausschließen zu können.

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  • Magenverkleinerung – wenn alle Diäten versagen

    Magenverkleinerung – wenn alle Diäten versagen

    Immer mehr Experten warnen davor, dass das deutsche Gesundheitssystem langsam aber sicher kollabiert, denn die Zahl der Deutschen, die krankhaft fettleibig sind, steigt kontinuierlich an. Immer mehr Deutsche sind nicht einfach nur dick, sie sind fett und um dieser Fettleibigkeit Herr zu werden, steigt auch die Zahl derjenigen, die sich einer Magenverkleinerung unterziehen. Diese sehr teure Operation ist für viele der letzte Ausweg, um ihre Gesundheit zu erhalten und abzunehmen, denn auch wenn es unendlich viele Diäten gibt, sie helfen nicht immer, extremes Übergewicht auf Dauer zu senken.

    Die Zahl der Operationen steigt

    Die Zahl der Übergewichtigen steigt und zunehmend legen sich diejenigen, die ihr Gewicht nicht mehr im Griff haben, unters Messer und lassen eine Magenverkleinerung vornehmen. Seit 2008 verzeichnen die gesetzlichen Krankenkassen einen Anstieg an operativen Eingriffen von 60 %, seit 2006 wurden alleine bei der Barmer GEK 400 % mehr Magenverkleinerungen vorgenommen. Bei diesen Zahlen entsteht sehr schnell der Eindruck, als würden sich viele Menschen mit starken Übergewicht einfach mal operieren lassen, weil ihnen die Disziplin fehlt, eine Diät durchzuhalten. Aber das stimmt so nicht, denn besonders nach einer Magenverkleinerung ist mehr Disziplin gefordert, als das bei einer klassischen Diät der Fall ist.

    Wenn keine Diät mehr hilft

    Wann rät der Arzt seinem Patienten zu einer Magenverkleinerung? Das ist immer dann der Fall, wenn der Body-Mass-Index, der sogenannte BMI über 40 liegt, denn in diesen Fällen handelt es sich um Adipositas, also krankhafte Fettleibigkeit und Kaloriensparen macht keinen Sinn mehr. Aus eigener Kraft können die Betroffenen ihre Kilos nicht mehr loswerden, hier hilft nur eine Verkleinerung des Magens, zum Beispiel durch ein Magenband. Immer dann, wenn zwischen 50 und 80 Kilo abgenommen werden müssten, um wieder ein gesundes Gewicht zu erreichen, dann hilft nur eine Magenverkleinerung, denn die Folgen des Übergewichts wie beispielsweise Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Diabetes können dramatische Ausmaße annehmen.

    Eine aufwendige Operation

    In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 2.500 und 3.000 Magenverkleinerungen vorgenommen. Diese Operationen sind nicht nur aus finanzieller Sicht aufwendig, auch die Zeit und das entsprechende Personal aus Ärzten, Ernährungsexperten und Psychologen erfordert mehr Aufwand als bei den meisten anderen Operationen. Die eigentliche Magenverkleinerung ist nur ein Schritt in ein schlankes und gesundes Leben, es kommt auch auf die Nachbetreuung der Patienten an. Sie müssen mit einem deutlich verkleinerten Magenvolumen leben und lernen, sich entsprechend zu ernähren. Wenn es um eine Magenverkleinerung geht, dann ist eine Spezialklinik oder eines der Adipositaszentren in Deutschland eine gute Adresse.

    Mit einer Magenverkleinerung leben

    Wer sich den Magen verkleinern lässt, der muss ein Leben lang mit dieser Entscheidung leben. Nicht nur das Gewicht des Patienten wird verringert, auch der Alltag ändert sich. Die Ernährung muss auf Dauer umgestellt werden und das verändert auch das gesellschaftliche Leben. Therapeuten empfehlen deshalb allen Betroffenen, sich mit Menschen zu treffen, die ebenfalls mit einer Magenverkleinerung leben oder Mitglied in einer entsprechenden Selbsthilfegruppe zu werden.

    Was kostet eine Magenverkleinerung?

    Eine Operation mit dem Ziel einer Magenverkleinerung ist sehr kostspielig und nur in sehr wenigen Fällen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die kompletten Kosten für die OP. Nur in wenigen Ausnahmefällen, wenn bereits viele Versuche gescheitert sind, auf klassische Weise abzunehmen, dann erklären sich die Kassen bereit, die Kosten zu übernehmen. In den USA gehört die Magenverkleinerung mit 50 Operationen auf 100.000 Einwohnern zu den am häufigsten durchgeführten Operationen. In Frankreich sind es noch 35 OPs auf 100.000 Einwohnern und in Deutschland sind es gerade mal drei Operationen. Experten beobachten aber einen Trend, wonach immer mehr Kassen sich bereit erklären, die Magenverkleinerung zu bezahlen, denn sie können sich ausrechnen, dass die gesundheitlichen Folgen, die die krankhafte Fettsucht mit sich bringt, im Endeffekt noch viel teurer werden.

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  • Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris – wenn das Herz nicht mehr mitmacht

    Angina pectoris bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt so viel wie Herzenge oder Brustenge, und genau das ist es, was die Menschen empfinden, die unter einer Angina pectoris leiden. Sie haben das Gefühl, dass ihre Brust in einem Schraubstock steckt, der sich immer enger um ihr Herz schließt, sie können nicht mehr richtig  durchatmen und meinen, dass sie ersticken müssen. Angina pectoris ist eine sogenannte koronale Herzerkrankung, die immer dann auftritt, wenn die Herzkranzgefäße, die koronalen Arterien, nicht mehr genug Sauerstoff bekommen.

    Angina pectoris – eine häufige Erkrankung

    In den westlichen Industrienationen gehört die Angina pectoris zu den häufigsten Todesursachen. Geschätzt 30 % der Männer und 15 % der Frauen leiden mindestens einmal im Leben unter einer Angina pectoris, und mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu dieser besonderen Form der Herzerkrankung kommt. Frauen sind vor allem während der Wechseljahre gefährdet, und verschiedene Studien zu diesem Thema sind zu der Erkenntnis gekommen, dass in diesem Zusammenhang das Hormon Östrogen eine wichtige Rolle spielt. Angina pectoris hat jedoch noch andere Ursachen wie zum Beispiel das Rauchen, auch Übergewicht und übermäßiger Alkoholgenuss können eine Herzkranzverengung auslösen.

    Wie macht sich Angina pectoris bemerkbar?

    Angina pectoris hat viele unterschiedliche Symptome, aber die meisten Betroffenen klagen über die typische Enge in der Brust. Auch ein dumpfes Gefühl und eine Art Brennen hinter dem Brustbein gehören zu den Symptomen einer Angina pectoris. Die Schmerzen können in den linken oder den rechten Arm bis in die Fingerspitzen ausstrahlen, und auch die Schultern, die Zähne, der Hals und der Magen können in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Schmerz wird meist nur sehr kurz wahrgenommen und hält in den meisten Fällen nur zwischen fünf und zehn Minuten an. Dann verschwinden die Schmerzen so plötzlich wieder, wie sie gekommen sind und die Betroffenen fühlen sich wieder gut. Schweißausbrüche und eine blasse Gesichtsfarbe gehören ebenfalls zu einer akuten Angina pectoris und viele Erkrankte haben während einer Schmerzattacke Todesangst oder Panik.

    Wie wird Angina pectoris behandelt?

    Kommt es zu einem akuten Anfall von Angina pectoris, dann werden die Betroffenen meist mit Nitro wie zum Beispiel Glyceroltrinitat behandelt, entweder als Spray oder auch als Kapsel, die der Patient zerbeißen muss. Nitrate haben den großen Vorteil, dass sie schon von der Mundschleimhaut aufgenommen werden und sofort ihre Wirkung entfalten. Nitro sollte aber nicht wie eine normale Tablette mit etwas Wasser eingenommen werden, denn es wird von der Leber zu schnell wieder abgebaut, bevor es die Blutbahn und damit auch das Herz erreichen kann. Wenn es wiederholt zu einen Anfall kommt, dann muss auf jeden Fall der Notarzt verständigt werden, und auch wenn die Beschwerden sehr massiv sind und nicht verschwinden, wenn der Betroffene zur Ruhe kommt, dann sollte umgehend der Notruf getätigt werden.

    Wie können Betroffene vorbeugen?

    Wer schon einmal eine Angina pectoris hatte, der kann effektiv vorbeugen, damit es nicht zu weiteren Attacken kommt. Hier kann der Verzicht auf Nikotin ebenso helfen wie auch eine Regulierung des Blutdrucks. Da auch die Patienten gefährdet sind, die unter Diabetes mellitus leiden, muss der Blutzuckerspiegel konsequent überwacht und optimiert werden. Abnehmen ist ein bewährtes Mittel, um Angina pectoris zu vermeiden, und wer sich viel bewegt, der minimiert das Risiko einer koronalen Herzerkrankung. Optimal sind 15 bis 60 Minuten leichtes Ausdauertraining an fünf Tagen in der Woche. Eine Umstellung der Ernährung ist bei Angina pectoris Pflicht, denn die Krankheit tritt nicht selten nach einem üppigen, fettreichen und schwerem Essen auf. Die Ernährung sollte reich an Ballaststoffen, möglichst fettarm und sehr vitaminreich sein. Auch vorbeugende Medikamente wie Aspirin können effektiv dabei helfen, die Angina pectoris auf Dauer in den Griff zu bekommen.

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  • Sind schwere Knochen schuld am Übergewicht?

    Sind schwere Knochen schuld am Übergewicht?

    Die meisten Menschen, die zu viele Kilos auf die Waage bringen, sind sehr versiert, wenn es um Ausreden geht. Mal sind die Gene schuld, mal ist die Beleuchtung gerade etwas ungünstig und sehr gerne sind es schwere Knochen, die das Übergewicht verursachen. Nur die wenigsten geben freimütig zu, dass sie eben gerne kalorienreich essen und deshalb zu viel wiegen. Aber wie ist das eigentlich mit den Knochen, können die wirklich zu schwer sein oder ist das nur eine faule Ausrede?

    Schwere Knochen – Das Gewicht kann variieren

    Natürlich wiegt das menschliche Skelett einiges, bei einem erwachsenen Mann machen die Knochen sogar 15 % des Gesamtgewichts aus, bei Frauen sind es immerhin noch 12 %. Ein Mann, der 80 Kilogramm wiegt, hat also alleine schon zwölf Kilogramm, die nur auf die Knochen entfallen, bei einer Frau, die 60 Kilogramm wiegt, sind es immerhin 7,2 Kilogramm, die alleine das Skelett auf die Waage bringt. Allerdings beschränkt sich dieses Gewicht auf die Knochendichte und die kann variieren. Wie dicht die Knochen sind, das ist von Mensch zu Mensch verschieden und von mehreren Faktoren abhängig. Die Masse und Dichte der Knochen variiert in der Regel um etwa zehn Prozent, je nachdem, wie sportlich derjenige ist. Auch die genetische Veranlagung spielt dabei eine Rolle, denn wer Eltern oder Großeltern hat, die eine hohe Knochendichte haben, der muss sich darauf einstellen, ebenfalls schwere Knochen zu haben.

    Schwere Knochen – Die Knochen passen sich an

    Knochen bestehen zu 23 % aus Mineralien, zu 15 % aus Fett, zu 12 % aus Knorpel und zu 50 % aus Wasser. Es sind die Knochen, die den Körper stützen und daher passt sich die Knochendichte auch dem Körpergewicht an, damit dieser stützende Effekt erhalten bleibt. Diese Anpassung hat jedoch ihre Grenzen, denn bei Menschen, die stark übergewichtig sind, wird der Stützeffekt immer geringer, die Knochen können das Wasser und das Fett des Körpers immer schwerer tragen und werden in der Folge instabil und zunehmend brüchig. Schwere Knochen sind nicht am Übergewicht schuld, eher das Gegenteil trifft zu, denn wenn eine bestimmte Knochendichte erreicht wird, dann werden die Knochen nicht schwerer.

    Wie kann die Knochendichte vermehrt werden?

    Wer schwere Knochen hat, der verfügt über ausreichend Knochendichte und damit über ein gutes „Gerüst“ für seinen Körper. Um die Dichte der Knochen zu erhöhen, ist Kalzium sehr wichtig und das setzt voraus, dass mit der Nahrung viel Vitamin D gegessen wird. Wer viel Vitamin D zu sich nimmt, der lagert das so wichtige Kalzium in den Knochen und die Knochenmasse verdichtet sich. Regelmäßige Bewegung kann ebenso für schwere Knochen sorgen, denn wenn die Muskeln ausreichend bewegt werden, dann regt das auch das Wachstum der Knochen an. Wer sich für regelmäßige sportliche Aktivitäten entscheidet, wie zum Beispiel laufen oder Tennis spielen und das Training einige Monate durchhält, der kann dann auf einem Röntgenbild sehen, wie sehr die Knochendichte zugenommen hat.

    Die Knochen werden schwerer

    Alle, sich die gesund und vor allen Dingen kalziumreich ernähren und dazu viel Sport treiben, die können damit rechnen, dass die Knochen im Verhältnis zum eigentlichen Körpergewicht ein wenig schwerer werden. Alle, die aber mit Sport nicht viel am Hut haben, sich dazu ungesund und kalorienreich ernähren, die werden zunehmen, schwere Knochen haben damit jedoch nichts zu tun. Schwere Knochen sind also für alle, die zu viele Problemzonen haben, keine logische Ausrede mehr. Wer abnehmen will, der sollte sich auch nicht darauf verlassen, dass die Knochendichte abnimmt und damit der Zeiger der Waage immer weiter nach unten zeigt. Die Dichte der Knochenmasse nimmt zwar ab, aber was viel wichtiger ist, die Menge an Fett muss schmelzen, denn nur dann verschwinden auch die überflüssigen Kilos.

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  • Fatburner lassen Pfunde schmelzen

    Fatburner lassen Pfunde schmelzen

    Der Lebensmittelmarkt bietet eine reichhaltige Auswahl tausender unterschiedlicher Nahrungsmittel, die für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas bieten. Beliebt sind jedoch ausgerechnet Lebensmittel mit einem Kaloriengehalt, Fettgehalt und Zuckergehalt. Jedoch sind es gerade diese Lebensmittel, die für Übergewicht, Fettleibigkeit, Diabetes und Herz-Kreislauf-Krankheiten verantwortlich sind. Das Übergewicht kann durch eine Ernährungsumstellung und regelmäßige Bewegung abgebaut werden. Die Fatburner unter den Lebensmitteln können die Pfunde so richtig zum schmelzen bringen und verhelfen zu einem besseren seelischen wie körperlichen Befinden.

    Fatburner verbrennen Kalorien

    Wer sein Gewicht reduzieren möchte dem können Fatburner sehr behilflich sein, um das Zielgewicht mittelfristig bis langfristig zu erreichen. Eine kurzfristige Lebensmittelumstellung und nur zeitweise Bewegung bringen nur eine Zeit lang den gewünschten Erfolg, weshalb die Gewichtsreduzierung auf Langfristigkeit ausgelegt sein sollte.

    Folgende Nahrungsmittel haben sich als Fatburner bewährt:

    Vollkorn-Knäckebrot und Tomaten

    Das Vollkorn-Knäckebrot ist ein echter Knüller für Ballaststoffe. Der Ballaststoffanteil des trocknen Brots ist sehr hoch und sorgt für eine Bindung des Cholesterins. Die Verdauung wird positiv beeinflusst und der Blutzuckerspiegel auf ein gesundes Level gesenkt.

    Die Tomaten haben einen hohen Kaliumgehalt und dienen der Förderung der Blutregulation. Vor allem in getrockneter Form sind sie ein Genuss, weil der Anteil an Fett und Kohlenhydraten gering ausfällt und die zweitrangigen Pflanzenstoffe dem Zellschutz dienen.

    Sellerie und Fisch

    Der Sellerie ist ein sehr gesundes Gemüse, welches den Körper lange beschäftigt und zu einem höheren Kalorienverbrauch führt als der Sellerie enthält. Die Verdauung des Sellerie dauert lange, weil der Fatburner sättigend ist und dem Hungergefühl entgegenwirkt.

    Der Fisch ist ein wertvoller Eiweißlieferant, da bereits eine kleine Menge für eine Abdeckung des Eiweißbedarfs bei uns Menschen sorgt. Der Gehalt an Vitalstoffen ist ebenso zu erwähnen wie der geringe Fettgehalt. Egal ob gedünstet, gegrillt oder gebraten. Eine Forelle schmeckt immer.

    Äpfel und Beeren

    Der Apfel enthält eine reiche Anzahl an Vitaminen und verfügt über Pektine. Die Pektine sorgen für eine Sättigung und bremsen das Appetitgefühl rapide. Je Mahlzeit werden bis zu 200 Kalorien weniger eingenommen, wenn vorher ein Apfel gegessen wird. Der Volksmund sagt, dass ein Apfel am Tag den Arzt ersetzt und dies stimmt. Der Vitamingehalt und die Pektine sind echte Gesundheitsförderer. Ein echter Fatburner!

    Die Beeren unabhängig davon ob Erdbeere, Himbeere oder Brombeere sind Quellfrüchte, die eine gute Sättigung gewährleisten. Im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter sind Beeren stets ein genussvoller Fatburner.

    Zitronen und rote Chili

    Die Zitrone und andere Zitrusfrüchte beinhalten unverdauliche Inhaltsstoffe. Zusammen mit den Zitrusfasern bieten diese sauren Fatburner eine erstklassige Sättigung. Der hohe Gehalt an Vitamin C lässt das Fett schmelzen. Ein Fruchtsalat oder Fruchtquark sind sehr lecker und lassen sich mit Chia-Samen bzw. Leinsamen ergänzen, um die Sättigung zu verstärken. Die Chia-Samen quellen im Körper auf und halten ihn für bis zu fünf Stunden satt.

    Die rote Chili ist ein scharfer natürlicher Fatburner und beinhaltet Capsaicin. Das Capsaicin sorgt für eine rapide Anregung des Stoffwechsels. Das Fett wird besser abgebaut und dies führt zu einer Gewichtsreduzierung.

    Ernährungsumstellung, Fatburner und Bewegung

    Eine Ernährungsumstellung, regelmäßige Bewegung und Fatburner bringen den Körper wieder ins Gleichgewicht. Jeder hat Sportarten, die er liebt und diese sollten regelmäßig durchgeführt werden. Im Zusammenspiel mit einer gesunden Ernährung kann das Gewicht langfristig gesenkt und die Gesundheit auf diese Weise gestärkt werden. Vor allem Gerichte, die aus den genannten Fatburnern als Zutaten bestehen sind eine Wohltat für den Körper. Je gesünder die Ernährung ist desto positiver sind die Effekte für jeden Einzelnen. Die genannten und weitere Fatburner sind eine sinnvolle Hilfe für alle Menschen, die abnehmen und gesünder leben möchten.

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