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  • Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Wichtige Fakten zum Thema Fett

    Die als ungesunden Dickmacher bezeichneten Fette erfüllen in unserem Körper wichtige Funktionen. Fett ist Energielieferant. Neun Kilokalorien entsprechen einem Gramm Fett. Somit liefert diese Menge doppelt so viel Energie wie Eiweiß oder Kohlenhydrate. Verbrennt der Körper nicht das gesamte Fett, legt er es in Depots an und bildet somit Energiereserven.

    Fette enthalten lebenswichtige Fettsäuren für den Körper. Diese sind für Stoffwechselvorgänge wichtig. Außerdem gelten sie als Wärmeschutz, Geschmacksträger und Träger für Vitamine A, D, E und K. Der Mensch sollte täglich 30 % der Kalorien aufnehmen, die aus Fett bestehen. Hierbei sollte allerdings auf die Art der Fette geachtet werden, denn wichtig sind Omega 3 und Omega 6.
    Hierbei handelt es sich um mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper im richtigen Verhältnis zu einander benötigt. In Sonnenblumenöl und Maiskeimöl sind beispielsweise zu viel Omega 6 Fettsäuren enthalten. Dies fördert unter anderem Entzündungen. Alternativ sollte man auf Rapsöl zurückgreifen, denn hier ist das Verhältnis der beiden Fettsäuren ausgeglichen. Besonders gut ist kaltgepresstes Öl, da es viele Inhaltstoffe hat, die wertvoll sind.

    Wer es richtig machen möchte, mischt die ungesättigten und die gesättigten Fettsäuren. Wer also ein Fleischgericht mit einem Salt kombiniert, der mit Rapsöl-Dressing angemacht ist, macht alles richtig. Vorsichtig sollte man aber mit Frittierfett oder fettigen Backwaren sein. Diese Fette können sich negativ auf den Kreislauf und auf das Herz auswirken.

    Wichtig ist nicht, wieviel Fett man ist, sondern wie viele Kalorien man zu sich nimmt. Verbrennt man weniger Kalorien, als man aufgenommen hat, dann nimmt man zu. Wer fettreich ist, ist schneller gesättigt. Treibt man dazu noch Sport regt man die Fettverbrennung zu dem noch an. Denn wer versucht Fett zu sparen greift automatisch zu Kohlenhydraten, diese steigern den Blutzucker.

    Kohlenhydrate steigern den Blutzuckergehalt und die Insulinproduktion

    Insulin – ein Hormon – wird in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert. Ist diese erkrankt, leiden Betroffene unter Diabetes mellitus, landläufig auch Zuckerkrankheit genannt. Zucker gehört zu den Kohlenhydraten, aber auch ballaststoffreiche Nahrung enthält Zucker und viele Produkte, bei denen man es nicht erwartet, wie z. B. Müsli, Joghurt oder Ketchup.
    Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil unserer Nahrung. Im Zuge der Verdauung werden sie zu Zucker umgewandelt und erhöhen damit den Blutzuckerspiegel. Mithilfe (körpereigenen) Insulins wird der Zucker dann als Energieträger in die Körperzellen transportiert. Das Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen den Zucker überhaupt aufnehmen können.

    Unsere moderne Kohlenhydrat reiche Ernährung erzwingt eine sehr hohe Insulinproduktion durch die Bauchspeicheldrüse. Das Stück Brot oder Schokolade, ein Powerriegel oder ein Stück Obst, das Glas Saft und der kleine Snack zwischendurch, führt zu einem ständig leicht erhöhten konstanten Zuckerspiegel. Auch ein Ernährungsplan mit 5 kleinen Mahlzeiten am Tag (anstatt nur 3) führt zu diesem Ergebnis.

    Verschiedene Lebensmittel bei gleicher Menge an Kohlenhydraten verursachen eine durchaus sehr unterschiedliche Steigerung des Blutzuckerspiegels mit Blick auf die Geschwindigkeit bzw. Steigerungsrate. Dieses Phänomen bezeichnet man auch als Blutzuckerwirksamkeit eines Nahrungsmittels, wofür extra der glykämische Index eingeführt wurde.
    Ein hoher Indexwert steht für ein Lebensmittel, das den Blutzuckerspiegel sehr schnell in die Höhe treibt. Als Beispiele seien hierzu der Industriezucker und alle mit ihm gesüßten Lebensmittel sowie Getränke genannt, aber auch Weißbrot oder weißer Reis gehören dazu. Lebensmittel mit geringerem glykämischen Index sind z. B. Vollkorn-Produkte, Obst und Gemüse, Salate oder Hülsenfrüchte. Grundsätzlich gilt, dass Ballaststoffe die Zuckeraufnahme verlangsamen.

    Sport ist die beste Lösung, wenn man abnehmen möchte. Ausdauersport regt die Fettverbrennung an. Die Fettzellen schmelzen, verschwinden aber nicht. Sie werden kleiner. Wer also die Fettzellen loswerden möchte, muss sich das Fett absaugen lassen. Hierbei läuft man aber Gefahr, dass die Fettzellen sich später an einer anderen Stelle neu ansiedeln.
    Fett lässt sich nicht gezielt verbrennen. Doch das richtige Sportprogramm führt zum gewünschten Erfolg. Muskelaufbau-Trainings sind hier sinnvoll, denn diese Kraftwerke sind für die Fettverbrennung unerlässlich.

    Bild: © Depositphotos.com / Spectral

  • Burn out – Was ist das eigentlich?

    Burn out – Was ist das eigentlich?

    Was ist eigentlich Burn out?

    Als Modeerscheinung abgetan, belächelt als Managerkrankheit und oft völlig verkannt ist das Burn Out Syndrom eine schwere Erkrankung mit ernstzunehmenden Symptomen und Folgen. Nicht Betroffene spielen die Krankheit häufig herunter. Man munkelt, dass es in Führungspositionen “zum guten Ton” gehören würde. Dabei leiden schon Schulkinder unter den Folgen von Leistungsdruck und Überforderung. Der ungesunde Dis-Stress, viel zu hohe Erwartungen und die Angst, die geforderten Leistungen nicht erbringen zu können gehören zu den Auslösern des Ausgebrannt-Seins. Die Bezeichnung kommt aus dem Englischen von burn out = ausbrennen.

    Unter einem Burn Out Syndrom kann heutzutage jeder leiden, vom Musiker bis zum Lehrer, vom Bandarbeiter bis zum Handwerker, von der Putzfrau bis zum Ingenieur, von der Krankenschwester bis zum Wissenschaftler – in den Führungsebenen genauso wie bei den Angestellten und – erschreckend: Häufig werden die Grundlagen dafür bereits in der Schule oder Ausbildung gelegt! Es kommt weder auf schulische Bildung an noch auf gesellschaftlichen Stand. Leider wird ein Burn Out Syndrom aber nicht als eine Krankheit international anerkannt. Es zählt vielmehr zu den Problemen der Lebensbewältigung mit geistiger, emotionaler und körperlicher Erschöpfung.

    Die Ursache, an einem Burn Out zu erkranken, liegt in der Persönlichkeit des Menschen. Während die eine Bevölkerungsgruppe belastbarer ist, können andere mit Überforderung und/oder ständiger Kritik schwerer umgehen. Ein Teufelskreis entsteht. Perfektionismus ist eine gute Grundlage, ein Burn Out Syndrom zu bekommen, wobei sich hier die Betroffenen den Druck selbst auferlegen.

    Burn Out Syndrom Symptome

    Die Burn Out Syndrom Symptome sind bei fast allen Betroffenen verschieden. In der Regel geht es aber mit körperlichen, geistigen und seelischen Faktoren einher und führt häufig in die Zukunftsangst, Illusionslosigkeit, Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Depression, Aggressivität bis hin zu einer erhöhten Suchtgefährdung. Es entsteht schleichend, unter anderem durch die Verdrängung eigener Wünsche und Bedürfnisse.

    Der Körper ist emotional erschöpft und kann seine gewünschte oder geforderte Leistung nicht mehr erbringen, die Belastbarkeit schwindet und damit das Selbstwertgefühl. Magenkrämpfe, Verspannungen, Kopfschmerzen, Migräne, Durchfall, Verstopfung und noch zahlreiche weitere körperliche Beschwerden sind Ausdruck des Burn Out Syndroms. Man gönnt sich keine Pausen oder Entspannungsphasen mehr, sondern arbeitet, wie besessen – bis nichts mehr geht.

    Man kennt das: Freudestrahlend macht man sein Hobby zum Beruf und gründet einen Hausmeisterservice. Man schraubt und bastelt, alle sind zufrieden. Nach den ersten finanziellen Fehlschlägen schleicht sich eine gewisse Zukunftsangst ein. Zunehmend können Rechnungen nicht mehr beglichen werden. Der psychische Druck hat Auswirkungen: Man macht Fehler, bekommt Beschwerden und Nacharbeiten.

    Hat man Angestellte, trägt man noch für deren Fehlverhalten die Konsequenzen. Irgendwann wächst einem alles über den Kopf und statt zu Beginn 3 Aufträgen im Monat werden es später nur noch einer in drei Monaten bis man überhaupt keine Lust mehr hat. Man fühlt eine innere Leere und fragt sich wozu das alles? Schließlich wirft man das Handtuch und aus dem einst schönen Arbeitsleben ist ein Leben in Angst, Lustlosigkeit und Depression oder Sucht geworden.

    Burn Out Therapie

    Ziel der Burn Out Therapie ist es, aus dem „schwarzen Loch“ herauszufinden. Dafür ist professionelle Untersützung nötig. Es gibt verschiedene Therapieansätze. So zählen in jedem Fall intensive Gesprächstherapie, kurz- oder langfristiges Coaching und homöopathische Wege zu den als effektiv beschriebenen Behandlungsmethoden. Der Betroffene muss sich über den Auslöser klar werden. Perfektionismus zum Beispiel kann gezielt wegtrainiert werden, hin zu einem stress- und druckfreien Leben.

    Häufig stecken hinter Burn Out auch Ängste, zu versagen, nicht gut genug zu sein. Hier arbeiten die Fachleute am Selbstwertgefühl. Deshalb sind wichtige Therapiebestandteil die Arbeit mit dem Unterbewusstsein und die Tiefenpsychologie. Gezielte Ablenkung, Besinnung auf das Wesentliche, (Wieder-)Entdecken der eigenen Wünsche und Fähigkeiten oder Neuorientierung, zum Beispiel durch Erlernen von neuen Hobbys, aber auch das Erlernen von Entspannungstechniken stehen im Fokus. Musik, kreative Tätigkeiten oder ausgedehnte Spaziergänge sind ein wunderbarer Ausgleich.

    Unterstützend können diese homöopathischen Mittel wirken – dazu aber unbedingt den Behandler fragen, da gerade in der Homöopathie viele Rezepturen speziell auf den Betroffenen abgestimmt werden und viele Einflüsse eine Rolle spielen:

    • Wenn man sich am Ende seiner Kräfte fühlt und nicht mehr entspannen kann: Arsenicum album D12.
    • Bei allgemeiner Nervenschwäche und geistigen Erschöpfungszuständen: Zincum metallicum D10
    • bei schleichendem Verlust der Lebenslust und -kraft: Causticum Hahnemanni D12
    • bei Überanstrengung bzw. Überlastung: Arnica D12
    • für eine ausgeglichene Tag-Nacht-Balance und ein ausgewogenes Verhältnis von Arbeit und Ruhe: spagyrische Zubereitungen

    Wichtig ist, dass man die schlechten Gewohnheiten ablegt, da sonst keine dauerhafte Regeneration möglich ist. Dazu zählt auch die rechtzeitige Nachtruhe, wobei der Schlaf durch Baldrian oder Kytta Sedativum im naturmedizinischen Bereich unterstützt werden kann.

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  • Kindheitsträume hinterlassen bleibende Spuren

    Kindheitsträume hinterlassen bleibende Spuren

    Das französische Institut für Gesundheit „Inserm“ hat untersucht, welche Folgen Kindheitserfahrungen auf den gesamten Lebensweg haben. Es wurden Daten einer britischen Langzeitstudie analysiert. Insgesamt wurden Informationen von 7500 Personen ausgewertet. Das Ergebnis fällt eindeutig aus. Männer und Frauen, die mindestens zwei traumatische Erlebnisse im frühen Kindesalter hatten, neigen stark dazu im Erwachsenenalter mit gesundheitlichen und sozialen Problemen zu kämpfen.

    Trauma in der Kindheit

    Die Analyse befasst sich mit Personen, die im Alter zwischen sieben und sechzehn Jahren mindestens zwei Erlebnisse hatten, die einen negativen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden hatten. Dabei geht es zum Großteil um Vernachlässigungen, ein Elternteil ist Alkoholiker oder auch psychisch erkrankte Elternteile. Hinzu kommen schwerwiegende Vorfälle wie Missbrauch.

    Anschließend wurde der weitere Lebensweg untersucht und verschiedene Daten der Gegenwart analysiert. Wie ist die finanzielle Situation? Welche Schulbildung haben die Betroffenen? Wie ist der gesundheitliche Zustand. Aus diesen Informationen kann die sogenannte allostatische Last errechnet werden. Diese beschreibt die Folgen, die durch Stress verursacht werden.

    Schlechte Bildung und Übergewicht

    Es konnte deutlich aufgezeigt werden, dass die betroffenen Personen eine sehr hohe allostatische Last haben. Sowohl Männer als auch Frauen sind betroffen. Drei Punkte stechen in allen Gruppen besonders hervor.

    Ungesundes Leben        Nahezu alle Probanden führen einen sehr ungesunden Lebensstil. Der Prozentsatz der Raucher ist bei den Männern und den Frauen wesentlich höher als in den Vergleichsgruppen. Übergewicht und eine unausgewogene Ernährung sind zu erkennen. Die Personen treiben kaum oder zu wenig Sport. Hinzu kommen hoher Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch. Auch hier sind die Zahlen erschreckend hoch. Dieser Lebensstil führt zu einer Erhöhung von Krankheitsbildern. Diabetes, Herzkrankheiten und Krebsdiagnosen betreffen viele der analysierten Personen.

    Bildung                                Erschreckend ist auch die hohe Zahl der Personen mit einem sehr niedrigen Bildungsstand. Es gibt kaum Akademiker und viele haben nur eine grundlegende schulische Ausbildung. Weiterführende Bildungswege werden oft abgebrochen oder gar nicht erst begonnen. Dementsprechend hoch ist die Rate der Arbeitslosen und Geringverdiener.

    Armut                                  Bedingt durch die schlechte Bildung, ist die finanzielle Situation häufig sehr schlecht. Das soziale Umfeld ist geprägt von Armut. Häufig haben die Partner einen ähnlich niedrigen Bildungsstand und ein ähnlich geringes Einkommen.

    In der Summe ergeben diese und andere Faktoren eine hohe allostatische Last. Es ist schwer für die Betroffenen, dem Kreis der Armut zu entfliehen.

    Wichtige Erkenntnisse für Trauma-Patienten

    Diese Daten machen es deutlich, wie wichtig es ist, Kinder in einer sicheren und geschützten Umgebung aufwachsen zu lassen. Es ist leider nicht immer möglich, Kinder frühzeitig aus einer bestimmten Situation zu retten. Wird man auf die Probleme aufmerksam, so ist es oft zu spät. Selbst dann steht nicht immer Hilfe zur Verfügung. Trauma-Behandlungen werden nur dann von der Krankenkasse übernommen, wenn von einem Psychologen eine akute Notwendigkeit bescheinigt wurde. Wird das Trauma durch ein Elternteil oder beide Elternteile verursacht, nehmen diese nicht unbedingt wahr, dass das Kind Hilfe benötigt.

    Es ist dabei nicht immer körperliche Gewalt, welche die Kinder negativ beeinflusst. Ist das familiäre Umfeld durch Alkohol zerrissen und hat man keinen Rückhalt von den eigenen Eltern, hinterlässt dies bleibende Narben. Eine Behandlung ist ein sehr gutes Hilfsmittel, um die psychischen Probleme zu beheben. Die Studie zeigt auch auf, dass Kinder, die in Behandlung waren, eine bessere Chance auf eine erfolgreiche Zukunft haben.

    Auswirkungen auf unsere Gesellschaft

    Wachsen die Trauma-Kinder also zu Erwachsenen heran, die einer hohen allostatischen Last ausgesetzt sind, ist die gesamte Gesellschaft davon betroffen. Ein niedriger Bildungsstand verursacht ein geringes Einkommen. Dies wirkt sich negativ auf die Lebensumstände aus. Die Personen sind häufiger krank, neigen zu exzessivem Missbrauch von narkotischen Substanzen und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, sich in ein kriminelles Umfeld zu begeben.

    Kinder aus solchen Familien sehen sich nun den gleichen Problemen gegenüber, die bereits ihre Eltern erlebt haben. Alkoholmissbrauch in der Familie, fehlende Elternteile und Vernachlässigung. Auch hier bleibt das Trauma unbehandelt und die Zukunft dieser Kinder wird denen ihrer Eltern in vieler Hinsicht gleichen. Dieser Kreis muss durchbrochen werden.

    Studien wie diese können als Grundlage genutzt werden, um Präventionen voranzutreiben. Programme, die sich gezielt damit befassen, Kinder zu schützen und ihnen die notwendige Hilfe zu geben. Auch Erwachsene können Hilfe in Anspruch nehmen. Vor allem im Bereich des Alkohol- und Drogenmissbrauchs gibt es sehr gute Hilfsnetzwerke.

  • Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Herzkrankheiten gehören zu den modernen Zivilisationskrankheiten. Fettleibigkeit, Rauchen und ein Mangel an Bewegung verursachen Herzkrankheiten unterschiedlicher Art. Dabei versterben viele Patienten aufgrund von Herzkrankheiten. Nun hat die Deutsche Herzstiftung einen Bericht herausgegeben, indem angegeben wird, dass die Zahl der Personen die an einer Herzkrankheit versterben zurückgegangen ist.

    Bessere Behandlungsmethoden sind ausschlaggebend

    In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Todesfälle im Bereich der Herzgefäßerkrankungen um 28 % gesenkt. Zusätzlich ist ein starker Rückgang bei akuten Herzinfarkten zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es 65,2 Todesfälle auf 100.000 Einwohner, im Jahr 1992 lag diese Zahl bei 108,9. Insgesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Im Jahr 2013 erlagen etwa 354.500 Personen den Folgen. Das macht ein Drittel aller Todesfälle in der Bundesrepublik aus. Dabei sterben die meisten von ihnen durch Herzschwäche und koronare Herzkrankheiten. 128.171 Personen starben 2012 an einer koronaren Herzgefäßerkrankung und 46.410 an einer Herzschwäche.

    Dabei ist der Hauptgrund für den Rückgang der Todesfälle eine Verbesserung der Behandlungsmethoden. Sowohl neue Erkenntnisse im Bereich der medikamentösen Behandlung als auch bessere Operationsmethoden, sowie Nachbehandlungen erhöhen den Behandlungserfolg. Hinzu kommt, dass sich das Notarzt- und Rettungssystem in den vergangenen 20 Jahren stark zum Positiven verändert hat. Mehr Einsatzfahrzeuge, eine bessere Erreichbarkeit und die höhere Anzahl an medizinischen Einrichtungen machen einen echten Unterschied.

    Bundesländer weisen Unterschiede auf

    Die deutsche Herzstiftung gibt in ihrem Herzbericht auch an, dass die einzelnen Bundesländer ganz verschiedene Sterberaten aufweisen. Im Osten gibt es demnach wesentlich mehr Todesfälle auf 100.000 Einwohner als im Rest des Landes. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen führen die Statistik mit je 105, bzw. 103 und 94 Todesfällen an. Am anderen Ende des Spektrums finden sich Schleswig-Holstein mit 46, Hessen mit 54 und Berlin mit 56 Todesfällen. Diese Kluft besteht bereits seit langen. In den vergangenen Jahren ist sie allerdings ein wenig kleiner geworden. Der Herzinfarkt ist das Krankheitsbild, an dem mehr Männer versterben. Alle anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten werden zum Großteil nicht von Frauen überlebt. So sind zum Beispiel im Jahr 2012 etwa doppelt so viele Frauen an Vorhofflimmern verstorben wie Männer. Ein Grund dafür ist, dass das Herz-Kreislauf-System von Männern und Frauen verschieden aufgebaut ist. Die Herzgefäße von Frauen sind generell feiner als die von Männern. Dies bedeutet, dass Operationen schwieriger sind und dass Medikamente mit mehr Vorsicht dosiert werden müssen.

    Ein ungesunder Lebensstil ist nicht immer der Auslöser für die Herzkrankheiten. Es gibt eine Vielzahl von Herzfehlern, die angeboren sind. Dabei ist etwa jedes 100. Kind betroffen. Damit ist ein angeborener Herzfehler die am häufigsten auftretende Fehlbildung in Neugeborenen. Auch hier ist die Sterberate in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen. Von 21.600 Kindern, die im Jahr 2012 in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt kamen, kam es zu lediglich 423 Todesfällen. Der Bericht verzeichnet über die letzten 20 Jahre einen Rückgang von 65 Prozent.

    Welche Herzkrankheiten gibt es?

    Die Zahl der Herzkrankheiten ist groß. Die bekanntesten sind wohl koronare Herzkrankheiten, Arrhythmien, Perikarditis, Kardiomyopathie und angeborenen Herzfehler.

    Koronare Herzkrankheiten

    Es handelt sich um eine Verstopfung der Arterien. Der Blutfluss ist stark beeinträchtigt und dies kann zur Entstehung eines Herzinfarktes führen. Die Verstopfung wird durch falsche Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung hervorgerufen. Neben einer Umstellung der Lebensgewohnheiten gibt es diverse Medikamente die helfen. Aber auch chirurgische Eingriffe wie ein Beipass oder eine Gefäßerweiterung sind möglich.

    Arrhythmie

    Eine Arrhythmie wird häufig durch eine Verstopfung der Arterien verursacht. Dies führt zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Aber auch ein beeinträchtigter Herzmuskel, Herzverletzungen durch einen Infarkt oder ungleichmäßiges Erregungsleitersystem können der Auslöser sein. In diesem Fall kommen die bekannten Blutverdünner und Beta-Blocker zum Einsatz. Ist die medikamentöse Behandlung nicht ausreichen, kommt ein Herzschrittmacher infrage.

    Perikarditis

    Der Herzmuskel ist von einem Sack umschlossen, der von einem Krankheitserreger befallen werden kann. Ist dies der Fall, gibt es diverse Arzneimittel, die sehr gute Ergebnisse zeigen. Darüber hinaus ist auch eine Operation eine mögliche Behandlung.

    Kardiomyopathie

    Diese Krankheit ist fortschreitend und wenn sie unbehandelt bleibt, kann es zu diversen Symptomen kommen. Neben Herzschlagaussetzern und Arrhythmie kommt es häufig zu einer Verdickung des Herzmuskels sowie zu einer Verhärtung und Vergrößerung. Je nachdem welche Symptome der Patient zeigt, gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden.

    Herzfehler

    Herzfehler sind angeboren und entwickeln sich nicht im Laufe der Zeit. Personen mit dieser Krankheit werden fortwährend mit Medikamenten behandelt und müssen ihren Lebensstil dieser besonderen Situation anpassen.

  • Gesünder leben mit den richtigen Küchengeräten

    Gesünder leben mit den richtigen Küchengeräten

    Ungesundes Essen ist eines der liebsten Laster der Deutschen. Eine aktuelle Umfrage der DVK hat ergeben, dass grade mal 11 % der Deutschen einen gesunden Lebensstil pflegen. Faktoren wie Rauchen, Alkohol und zu wenig Bewegung spielen hier natürlich auch eine wichtige Rolle, aber der Griff zu Pommes und Burger bleibt die liebste Sünde. Eine gesunde Ernährung ist dabei nicht immer nur eine Frage der Zutaten. Auch die Zubereitung kann einen großen Unterschied machen. Mit den passenden Küchenutensilien und Küchengeräten ist es ein Kinderspiel, eine ordentliche Anzahl von Kalorien aus allen Gerichten zu eliminieren.

    Non-Stick Pfannen

    Oma schwört auf ihre Bratpfanne aus Gusseisen und gibt ein halbes Kilo Butter in die Pfanne, bevor sie das Schnitzel darin anbrät. Natürlich wird es schön knusprig und goldbraun, aber es ist auch voll mit Kalorien, auf die man gut verzichten kann. Herkömmliche Pfannen benötigen häufig eine große Menge an Öl oder Butter, um zu verhindern, dass die Nahrung am Boden kleben bleibt und anbrennt. Moderne Pfannen haben verschiedene Beschichtungen, die es nahezu unmöglich machen, dass etwas darauf hängen bleibt. Und das Ganze funktioniert mit geringen Mengen von Fetten oder gar ganz ohne. Die Investition in eine Pfanne mit Non-Stick Boden ist absolut ratsam.

    Wasserfilter

    Das deutsche Trinkwasser ist ohne Frage von bester Qualität. Es unterliegt strengen Kontrollen und Auflagen. Dennoch gibt es immer wieder Streitpunkte über gewisse Grenzwerte, die in Deutschland gelten. So liegt der Grenzwert für Nitrit in Deutschland bei 0,5mg/l, in anderen Ländern ist dieser mit 0,1mg/l angegeben. Unser Wasser ist also durchaus gut, aber es könnte besser sein. Und um sicherzustellen, dass man nur das Beste Wasser zu sich nimmt, sollte man einen Wasserfilter nutzen. Es gibt Karaffen die einen Filter eingebaut haben. Man gießt das Wasser einfach durch den Filter und erhält reines, gesundes Wasser. Vor allem wenn man Kleinkinder im Haus hat, ist gefiltertes Wasser immer die bessere Wahl.

    Fritteusen

    Frittieren ist nicht automatisch ungesund. Moderne Fritteusen arbeiten mit geringen Ölmengen und Heißluft. Man kann mit den Geräten außerdem Backen und Kochen. Webseiten wie ekitchen bieten viele interessante Infos zu fettfreien Fritteusen und haben außerdem jede Menge leckerer Rezepte zu bieten.

    Es ist also nicht nur die Zutat, die ein gesundes Essen ausmacht. Mit den richtigen Küchengeräten kann man vor allem Fette und Öle reduzieren. Diese sind häufig ein Grund dafür, die Nahrung ihre gesunden Eigenschaften verliert.

  • Studie: Sitzen macht uns krank

    Studie: Sitzen macht uns krank

    Wer in Deutschland zwischen 18 und 29 Jahren alt ist, der sitzt im Schnitt neun Stunden am Tag. Dies hat eine Umfrage ergeben, welche die DKV – Deutsche Krankenversicherung im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Dabei wurden insgesamt über 300 Bundesbürger von der privaten Krankenkasse befragt. Die Umfrage beschäftigt sich nicht nur mit der Dauer des Sitzens, sondern auch mit den Gründen und mit den möglichen Folgen. Es stellt sich heraus, die Jugend sitzt am meisten und sitzen macht uns krank.

    Im Büro, auf der Couch und im Auto

    Wir sitzen, was das Zeug hält. Die Altersgruppe bis 29 verbringt also knapp neun Stunden täglich im Sitzen, bis zum Alter von 65 sind es dann nur noch 7,5 Stunden und darüber wird die aktivste Gruppe verzeichnet, hier kommt man auf einen Schnitt von 6,5 Stunden.

    Es ist vor allem die Zeit um Büro und zu Hause vor dem Rechner oder Fernseher, die wir mit sitzen verbringen. Aber auch im Auto oder der Bahn setzen wir uns hin. An der Universität, in Cafés, im Kino und in der Bücherei. Männer verbringen mehr Zeit vor dem TV und dem Computer als das es Frauen tun. Dafür sitzen Frauen öfter mit Freunden beim Kaffeeklatsch zusammen oder gehen ins Kino. Die Gruppe über 65 hat vor allem deshalb weniger Sitzstunden, weil die Arbeitszeiten wegfallen, die man täglich an einem Schreibtisch verbringt.

    Es wurden auch knapp 300 Eltern zum Verhalten ihrer Kinder befragt. Hier sieht es nicht viel besser aus. Bis zu vier Stunden verbringen die Kinder sitzend, und das ohne die Schulzeit. Nur 25% der Kinder zwischen 6 und 12 Jahren schaut weniger als eine Stunde am Tag Fernsehen. Hinzu kommt, dass etwa 72 % der Befragten angaben, dass die Kinder ein eigenes TV-Gerät in ihrem Zimmer haben. Auch einen eigenen Computer mit Internetanschluss kann man immerhin in 50 % der Kinderzimmer finden. Ebenfalls ersichtlich ist, dass Kinder von Eltern die viel sitzen, auch selber viel sitzen. Aktive Eltern unternehmen viel mit den Kindern und diese kopieren das Verhalten auch, ohne dass die Eltern anwesend sind.

    Weitere Studien belegen schwerwiegende Folge des Sitzens

    Die Universität Regensburg hat im vergangenen Jahr in einer Studie herausgefunden, dass häufiges Sitzen das Risiko auf bestimmte Erkrankungen wie Darmkrebs und Lungenkrebs erhöht. Der Grund dafür besteht darin, dass die Vorgänge im Körper sich negativ auf Zellen und Gewebe auswirken. So verlangsamt sich der Blutfluss, was zu einer geringeren Sauerstoffzufuhr führt. Dies wiederum lahmt den Zellstoffwechsel und Muskeln verlieren an Kraft. Der Körper ist auf eine regelmäßige Bewegung angewiesen.

    Sport gleicht das Sitzen nicht aus

    Wer nun denkt eine langer Spaziergang am Abend und viel Aktivitäten am Wochenende ist ein Ausgleich, der irrt leider. Sportwissenschaftler haben herausgefunden, dass es nur schwer ist, die Schäden des Dauersitzens zu kompensieren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man einfach auf Sport und Bewegung verzichten kann, wenn man eh viel Sitzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass eine erwachsene Person in der Woche mindestens 150 Minuten moderater Arbeit und 75 Minuten intensiver körperlicher Arbeit betreiben sollte. Man vermutet, dass die Sitzdauer ab acht Stunden täglich zu einem ernsthaften gesundheitlichen Problem wird.

    Hinzu kommt, dass ein Großteil der Vielsitzer auch weitere Dinge tun, die äußerst ungesund sind. Neben dem Mangel an Bewegung sind es vor allem eine schlechte Ernährung, Tabakkonsum und Alkoholgenuss, die sich schlecht auf die Gesundheit auswirken. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Stress. In der Studie der DKV stellt sich heraus, dass nur elf Prozent der Teilnehmer einen gesunden Lebensstil pflegen. Dabei hat die DVK bestimmt Parameter festgelegt, durch welche die einzelnen Personen in Risikogruppen eingeteilt werden konnten.

    Mecklenburg-Vorpommern geht mit gutem Beispiel voran

    Die Hauptstadt steht in der Studie ganz schlecht da. Hier trinken die Befragten wesentlich mehr als in anderen Teilen Deutschlands und sie rauchen, was das Zeug hält. In Sachen Ernährung finden Sie sich ebenfalls am unteren Ende der Skala. Viele von ihnen verbringen wesentlich mehr Zeit im Sitzen als das es gesund ist und der Bewegungsmangel ist in der Hauptstadt ist ebenfalls ein großes Problem. In Mecklenburg-Vorpommern fand die Umfrage die gesündesten Menschen. Hier liegen fast alle Werte über dem Schnitt.