Schlagwort: Universität Hohenheim

  • Tropische Zecken mit gefährlichem Infektionskeim nun auch in Deutschland

    Tropische Zecken mit gefährlichem Infektionskeim nun auch in Deutschland

    Experten fanden in Deutschland zahlreiche tropische Zecken. Davon trug ein Parasit den gefährlichen Infektionskeim des Fleckfiebers in sich. Wissenschaftler befürchten eine weitere Ausbreitung. Durch die Klimaerwärmung erhöht sich die Gefahr des Auftretens der Blutsauger.

     

    Gefahr durch tropische Zecken wächst

    Zecken können Infektionskrankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis – kurz FSME – sowie Borreliose übertragen. Jedoch entdeckten Forscher im Raum Deutschland jetzt Zeckenarten, die im deutschen Raum nicht beheimatet sind. In einem der Blutsauger ließ sich der gefährliche Erreger des Fleckfiebers feststellen. Wenn diese Krankheit nicht behandelt wird, führt sie zum Tod.

    Normalerweise kommt Fleckfieber in hoch liegenden, kälteren Gebieten Asiens, Süd-, West- und Zentralafrikas vor. Innerhalb zehn bis 14 Tagen können sich Beschwerden wie Gliederschmerzen, hohes Fieber, Kopfschmerzen und Schüttelfrost bemerkbar machen. Ferner tritt nach rund sechs Tagen ein rotfleckiger Hautausschlag auf.

     

    Ein Parasit trug gefährlichen Infektionskeim in sich

    In diesem Jahr fanden Zeckenforscher der Universität Hohenheim Stuttgart sowie Kollegen des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr München insgesamt sieben tropische Zecken der Art Hyalomma. Zwar hört sich diese Zahl gering an. Dennoch befürchten die Forscher eine Etablierung der Parasiten in unseren Breiten. Für weitere Beunruhigung sorgte das entdeckte gefährliche Bakterium in einem der Blutsauger.

     

    Weitere Funde tropischer Zecken an Schafen und Pferden

    Zudem entdeckten die Wissenschaftler aus München und Stuttgart insgesamt drei tropische Zecken an einem Pferd. Dazu gesellten sich weitere Exemplare an einem Schaf sowie an drei weiteren Pferden. Die entdeckten Arten gab es bislang weder in Nord- noch Mitteleuropa. Im Raum Eurasiens gelten diese als Überträger des Hämorrhagischen Krim-Kongo-Fiebers. Aber auch das Zecken-Fleckfieber übertragen die kleinen Blutsauger.

    Erwachsene Zecken saugen das Blut von zumeist großen Tieren. Ferner gilt auch der Mensch als möglicher Wirt. Dahingegen finden sich Nymphen und Larven hauptsächlich an kleinen Säugetieren und Vögeln wieder. Haben sie ein Tier gefunden, verbleiben sie dort bis zu 28 Tage. Somit können die gefährlichen Blutsauger mit den Zugvögeln bis nach Deutschland gelangen.

     

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  • Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

    Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

    Gesundheitsexperten zufolge ist ein effektiver Schutz vor Zecken wichtiger denn je. Denn Zecken sind bekannte Krankheitsüberträger.

    Zecken sind gefährliche Krankheitsüberträger

    Zecken saugen menschliches Blut. Dabei können sie äußerst gefährliche Infektionskrankheiten übertragen. Zu diesen gehören die Frühsommer-Meningoenzephalitis – FSME – sowie Borreliose. Während Erstere in den letzten Jahren hauptsächlich in vereinzelten Arealen von Süddeutschland auftraten, weisen Experten darauf hin, dass neuerdings in Norddeutschland FSME vermehrt auftritt.

     

    Neue Arten von Zecken in Deutschland

    Welche Gefahren von den neuen Zeckenarten ausgehen, können Forscher bislang kaum einschätzen. Virologen vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, der Universität Leipzig sowie Parasitologen von der Universität Hohenheim haben erstmalig 2016 eine vermehrte Einwanderung von der Auwaldzecke wahrgenommen. Diese überträgt das FSME-Virus.

    Zeitgleich stellte Dr. Chitimia-Dobler, Zeckenforscherin des Instituts für Mikrobiologie München, eine weitere Zeckenart in Deutschland fest. Bei dieser neuen Art handelt es sich um eine offensichtlich aus dem Raum des Mittelmeeres eingewanderte Zecke.

     

    Vermutlich Wetter verantwortlich für hohe Zahl an Erkrankungen

    Ferner gehen Forscher von einer Mitverantwortung des Wetters 2017 aus. Denn der Sommer 2017 war relativ kalt. Nachdem zwei Wochen später eine größere Wärme eintrat, nahmen die Krankheitsfälle zu. Die Wissenschaftler sind sich einig. Dies kann daran gelegen haben, dass alle Menschen nun die warmen Tage im Freien genießen wollten. Für die Zecken begann eine wahre Schlaraffenzeit.

     

    Zuverlässiger Schutz vor FSME ausschließlich durch Impfung möglich

    Laut der Ständigen Impfkommission – STIKO – sowie weiteren Gesundheitsexperten ist es ratsam, sich rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen. Insbesondere für Menschen, die sich sehr oft im Freien in FSME-Risikogebieten aufhalten, sollen von diesem Schutz Gebrauch machen.

    Nicht nur Landwirte und Fortarbeiter, die häufig im Freien arbeiten, sollen sich impfen lassen. Auch für Urlauber, die eine Auslandsreise in entsprechende Risikogebiete planen, macht die Impfung Sinn. Experten warnen vor einer Unterschätzung der Krankheit. Denn jene kann einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. Defektheilungen, Koma, Krampfanfälle und Lähmungserscheinungen sind nicht selten. Schlimmstenfalls müssen Sie sogar mit dem Tod rechnen.

     

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  • Zahnfleischbluten – hilfreiches Hausmittel Gemüsesaft

    Zahnfleischbluten – hilfreiches Hausmittel Gemüsesaft

    Nehmen Sie Zahnfleischbluten nicht auf die leichte Schulter! Die in Fachkreisen als Parodontitis bezeichnete Erkrankung des Zahnfleisches trägt auf die lange Sicht zur Zahnlockerung bei. Während einige Menschen durch eine gründliche Zahnreinigung das Problem in den Griff bekommen, kann für andere ein ganz besonderer Saft eine Hilfe sein.

     

    Gesundes Zahnfleisch dank Nitrate

    Topaktuell sind derzeit grüne Smoothies. Obwohl diese zuweilen einen etwas eigenartigen Geschmack aufweisen, sind sie sehr gesundheitsfördernd. Insbesondere Personen mit chronischem Zahnfleischbluten können von Gemüsesäften profitieren. Dies ist einer Studie der Universität Hohenheim entnehmbar.

     

    Während dieser erhielten 44 Probanden mit chronischem Zahnfleischbluten pro Tag Gemüsesaft, bestehend aus Rucola und Spinat. Schon 14 Tage später machten sich Verbesserungen der Zahnfleischentzündungen dank des nitrathaltigen Safts bemerkbar.

     

    Die Forscher gehen von folgender Wirksamkeit aus: Das in der Nahrung vorhandene Nitrat geht in den Magen und oberen Dünndarm über. Anschließend transportiert das Blut jenes zu den Speicheldrüsen. Dadurch erhöht sich nicht nur der Nitratwert während des Trinkens im Mundraum, sondern bleibt gleichzeitig für eine längere Zeitdauer erhalten.

     

    Antibakterielle Wirksamkeit gegen Zahnfleischbluten

    Manche sich im Rachenraum sowie in den Zahnzwischenräumen befindlichen Bakterien verwandeln Nitrat in Nitrit. Dies wirkt antimikrobiell gegen Keime im Mundraum. Ferner erfolgt eine Umwandlung von Nitrit in Stickstoffmonoxid. Jenes wirkt durchblutungssteigernd und blutdrucksenkend. Zudem kann es im Organismus eine entzündungshemmende Wirkung hervorrufen.

     

    Zwar hat Nitrat keinen guten Ruf. Denn es wandelt sich im menschlichen Körper zu Nitrosamine um, die als krebserregend gelten. Jedoch ist dies nicht der Fall, wenn die Nitrataufnahme zusammen mit Vitamin C erfolgt. Dies erläutert Dr. Ralf Schweiggert.

     

    Durch Vitamin C keine Bildung von Nitrosamin

    Im Gegensatz dazu, wer über Wurstwaren oder gepökeltem Fleisch Nitrat aufnimmt, ist die Nitrataufnahme über Gemüse weniger bedenklich. Laut den Wissenschaftlern ist in Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs genügend Vitamin C enthalten. Folglich muss die Nitrataufnahme aus Blattgemüse völlig anders bewertet werden als beispielsweise bei gepökeltem Fleisch. Dort erfolgt ein Hinzufügen von Nitrat respektive Nitrit.

     

    Aktuellen Studien zufolge lassen sich insbesondere bei Personen mit chronischem Zahnfleischbluten durch den Verzehr nitratreicher Blattgemüse positive gesundheitsfördernde Effekte nachweisen.

     

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  • Gesund grillen – mit der richtigen Marinade zum Fleisch

    Gesund grillen – mit der richtigen Marinade zum Fleisch

    Grillen gehört für viele einfach zum sommerlichen Feeling dazu. An lauen Sommerabenden mit Freunden und Nachbarn auf der Terrasse oder im Garten gemütlich zusammenzusitzen, während das Fleisch und die Würstchen auf dem Grill brutzeln, macht einfach Spaß. Leider ist es nicht immer auch ganz so gesund, denn beim Grillen können Substanzen entstehen, die Krebs auslösen können. Das lässt sich leider nicht komplett verhindern, aber es gibt Möglichkeiten, um das Risiko zu minimieren, zum Beispiel durch die richtigen Marinaden. Die Universität Hohenheim hat jetzt erforscht, was Grillfans tun müssen, um gesund zu bleiben.

    Drei gefährliche Stoffe

    Es sind drei Stoffe, die das Grillvergnügen trüben können: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, heterozyklische aromatische Amine (HAA) und Nitrosamine. Diese drei sind immer im Spiel, wenn gegrillt wird, aber wie stark sie bei jedem Grillvorgang freigesetzt werden, das haben diejenigen, die grillen, selbst in der Hand. Beim Grillen und auch bei der Zubereitung der Marinaden sollten einige Dinge beachtet werden.

    Was ist für gesundes Grillen wichtig?

    Kommt das Fleisch auf den Grill, dann ist es wichtig, dass kein Fett in die Glut tropft, denn der Qualm der sich dann bildet, enthält PAK. Nach Möglichkeit sollte das Fett, das vom Grillgut tropft, in einer Schale aus Aluminium aufgefangen werden, zudem sollte alles, was auf den Grill kommt, nach Möglichkeit sehr langsam garen. Es reicht, wenn das Fleisch kurz, scharf und vor allem heiß angebraten wird und dann am etwas kühleren Rand oder in einer Aluschale fertig gart. Die Kohle muss gut durchglühen, aber sie sollte nicht brennen. Papier und auch Holz, das mit viel Harz behaftet ist, gehört nicht ins Feuer, am besten sind Holzkohle und Briketts aus Holzkohle.

    Perfekt sind Grills, die mit Strom oder mit Gas betrieben werden, denn sie belasten die Gesundheit weniger, da sich kaum PAK bilden kann.

    Die optimale Marinade

    Eine leckere Marinade ist das A und O beim Grillen, aber nicht selten ist die köstliche Marinade nicht gut für die Gesundheit. Experten empfehlen, Zucker in jede Marinade zu geben, denn Fleisch hat von Natur aus sehr wenig Zucker. Der Zucker beschleunigt die Bräunung und verhindert, dass sich ungesundes HAA bilden kann. Vor allem, wenn Geflügel auf den Grill kommt, dann ist eine Prise Zucker eine sehr gute Idee, und der Zucker verleiht der Marinade dazu auch noch einen gewissen Pep.

    Auch antioxidative Gewürze können effektiv verhindern, das sich schädliches HAA bilden kann. Zwiebeln gehören dazu, aber auch Knoblauch, Rosmarin und Extrakte aus Traubenkernen. Perfekt ist nach Ansicht der Wissenschaftler von der Uni Hohenheim eine Marinade, die sowohl Cayenne-Pfeffer, Thymian, Knoblauch, Ingwer und Rosmarin enthält. Damit das Fleisch noch zarter wird, empfehlen die Forscher, es vor dem Grillen mit Traubenkernöl zu bestreichen, denn das verhindert die Bildung von HAA und macht das Fleisch sehr pikant, zart und saftig.

    Eine gesunde Marinade senkt die Bildung von HAA um 74 %. Jeder, der sein Fleisch, sein Gemüse oder auch den Fisch vom Grill genießen will, der verleiht der Marinade zum einen Geschmack und isst zum anderen auch noch gesund.

    Bild: © Depositphotos.com / shalamov