Schlagwort: Untersuchungen

  • Karies bei Kindern – ab wann sollen Kinderzähne behandelt werden?

    Karies bei Kindern – ab wann sollen Kinderzähne behandelt werden?

    Karies bei Kindern ist ein Problem, vor allem die Gruppe der unter Dreijährigen ist besonders von Karies betroffen. Während in allen Altersgruppen die Zahl der kariösen Zähne zurückgeht, steigt sie bei Kindern unter drei Jahren kontinuierlich an. Zahnärzte schlagen jetzt Alarm und empfehlen Karies bei Kindern schon im Babyalter zu behandeln. Kritiker sehen das anders und werfen den Zahnärzten vor, dass sie mit dem Problem Karies bei Kindern Geld verdienen wollen.

    Karies bei Kindern – das Problem heißt Nuckelflaschenkaries

    Im Mund sind nur noch schwarze Stummeln zu sehen, das Zahnfleisch ist entzündet, es eitert und ist angeschwollen – dieser Anblick bietet sich den Zahnärzten immer öfter, wenn sie Kindern unter drei Jahren in den Mund schauen. Meist müssen die Zähne dann unter Vollnarkose vollständig gezogen werden und bis die bleibenden Zähne nachwachsen, müssen die Kinder zahnlos bleiben. Ein Grund für diese katastrophalen Zustände ist der sogenannte Nuckelflaschenkaries, der durch zu zuckerhaltige Getränke ausgelöst wird, die Eltern ihren Kindern in die Nuckelflasche füllen. Rund 15 % aller Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren haben laut einer neuen Studie mindestens einen kariösen Zahn, in einigen Bundesländern sind es sogar noch mehr. Beim bleibenden Gebiss ist Karies bei Kindern seit einigen Jahren rückläufig, aber Kleinkinder sind immer öfter betroffen.

    Ab wann muss Karies bei Kindern behandelt werden?

    Nicht nur Zahnärzte sind heute der Ansicht, dass schon Kinder ab dem sechsten Monat zahnärztlich untersucht werden sollen, auch viele Kinderärzte befürworten diesen Vorschlag. Gerade die Milchzähne sind sehr empfindlich und besonders anfällig. Wenn der Zahnarzt die Zähne des Kindes regelmäßig kontrolliert, dann kommt es später nicht so häufig zu Karies bei Kindern. Leider werden die Zähne der Kinder bei den Eltern nicht so sehr berücksichtigt und sie gehen erst dann mit dem Kind zu einem Zahnarzt, wenn es schon zu spät ist. Eine wichtige Rolle kann in diesem Zusammenhang das bekannte gelbe Untersuchungsheft spielen, das alle Eltern nach der Geburt eines Kindes bekommen.

    Karies schon bei den U-Untersuchungen feststellen

    Karies bei Kindern entsteht, wie bei den meisten Erwachsenen auch, durch die falsche Nahrung, die falschen Getränke und auch durch mangelnde Zahnhygiene. Der gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte, Zahnärzte und Krankenkassen will jetzt etwas unternehmen und Kinder bereits im Säuglingsalter zahnärztlich behandeln lassen. Für den Vizepräsidenten der Bundeszahnärztekammer Dietmar Oesterreich, ist Karies bei Kindern die am häufigsten auftretende degenerative Erkrankung bei kleinen Kindern. Er schlägt vor, dass die Eltern zum Zahnarzt geschickt werden sollen, wenn der Kinderarzt bei einer der sogenannten U-Untersuchungen Karies entdeckt. Es gibt zehn von diesen Untersuchungen für Kinder unter sechs Jahren. Wenn die Eltern nicht zum vereinbarten Termin erscheinen, dann werden sie einer zentralen Stelle gemeldet und dann schriftlich aufgefordert, ihr Kind einem Kinderarzt vorzustellen.

    Wie kann Karies bei Kindern verhindert werden?

    Es gibt vieles, was Eltern falsch machen können, wenn es um die Zähne ihrer Kinder geht. So sollten sie den Kleinen zum Beispiel am Abend keine süßen Getränke mehr in die Flasche füllen und das Kind damit ins Bett legen. Obst ist bekanntlich sehr gesund, aber der im Obst enthaltene Fruchtzucker kann Karies bei Kindern auslösen. Zahnärzte empfehlen daher, Kindern nicht über den Tag verteilt immer mal wieder ein Stück Banane oder Apfel anzubieten, besser ist es, wenn die Kinder einmal am Tag eine Portion Obst bekommen. Vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien sind von Karies betroffen, und das liegt nicht nur an der falschen Ernährung. Nach Meinung von Gesundheitsexperten ist es die fehlende gesundheitliche Chancengleichheit, die immer wieder dafür sorgt, dass Kinder aus ärmeren Verhältnissen in der Schule, in der Kita oder im Kindergarten immer öfter bei Vorsorgeuntersuchungen durch den Rost fallen.

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  • Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Superfood aus Deutschland – besser als die Exoten?

    Gesunde Ernährung steht für viele Menschen immer mehr im Vordergrund. Besonders beliebt ist dabei das sogenannte Superfood aus exotischen Früchten und Pflanzen, wie Chia-Samen, Goji-Beeren, Quinoa oder auch Acai-Beeren. Dieses Superfood soll besonders gesund und nahrhaft sein, es soll das Herz schützen und die Verdauung in geregelte Bahnen lenken. Vielfach ist exotisches Superfood allerdings sehr teuer und so stellt sich die Frage, ob der gleiche Effekt nicht mit heimischem Superfood erzielt werden kann. Tatsächlich wachsen praktisch vor der Haustür viele gesunde Alternativen zum exotischen Superfood, die wenig kosten und sehr gesund sind.

    Superfood mit exotischem Flair

    Chia-Samen – das klingt besser als Weißkohl, und das, obwohl beide in die Rubrik Superfood gehören. Der Unterschied besteht darin, dass Chia-Samen aus Lateinamerika kommen und ziemlich teuer sind und der Weißkohl, der in Deutschland wächst, immer frisch zu haben ist und deutlich weniger kostet. Chia-Samen oder auch Acai-Beeren sind ohne Zweifel sehr gesund, aber sie verdanken ihre Beliebtheit vor allem ihrem exotischen Flair. Viele sind der Ansicht, dass alles, was vom anderen Ende der Welt importiert wird, zwangsläufig auch gut sein muss. Dabei wird gerne vergessen, dass auch in Deutschland viele Nahrungsmittel wachsen, die nicht weniger gesund sind. Exotisches Superfood ist im Trend, aber wer sich gesund ernähren will, der muss dazu nicht in die Ferne schweifen.

    Kohl – das lokale Superfood

    Jeder hat schon mal Weißkohl, Rotkohl oder Grünkohl gegessen, aber nur die wenigsten wissen, wie gesund sie in diesem Moment gegessen haben. Wissenschaftler haben sich jetzt mit dem Grünkohl und dem Weißkohl beschäftigt und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Ein heimlicher Star unter dem deutschen Superfood ist der Kohl. Grünkohl, Rotkohl und auch Weißkohl sind reich an Omega-3-Fettsäuren und hat jede Menge Vitamin K. Da Kohl auch viel Kalzium enthält, kann er für viele, die eine Laktoseintoleranz haben, eine Alternative zur Milch sein. Wenn der Weißkohl gerieben, gesalzen und dann gestampft wird, dann wird daraus Sauerkraut, ebenfalls ein Superfood aus deutschen Landen. Sauerkraut ist fermentiert und daher ein guter Lieferant für probiotische Kulturen, die die Verdauung unterstützen und die Fähigkeit haben, die Darmflora zu regenerieren. Auch der Rotkohl ist ein Superfood, das mit einem hohen Gehalt an Anthocyanen der Acai-Beere in nichts nachsteht.

    Nüsse und Maronen – gesund und lecker

    Wem auf dem Weihnachtsmarkt der verführerische Duft von frisch gerösteten Maronen in die Nase steigt, der sollte nicht zögern, sondern eine Portion kaufen. Die Edelkastanie enthält viel Vitamin B und da Maronen auch Tryptophan enthalten, einen Baustein für das Glückshormon Serotonin, haben sie eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung. Auch Walnüsse sind ein echtes Superfood, denn die Nüsse enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, Kalium und Magnesium, die das Herz, die Muskeln und den Kreislauf stärken und schützen. Die ebenfalls enthaltenen Vitamine C und K schützen die Haut vor vorzeitiger Alterung und sie senken den Blutdruck.

    Die gesunde Hagebutte

    Hagebutten sind die Scheinfrüchte der Heckenrose, und neben dem Sanddorn gibt es kein anderes heimisches Superfood, das so viel Vitamin C enthält. Auf 100 g Hagebutten kommen 1500 mg Vitamin, im Vergleich dazu bringt es die Zitrone nur auf 50 mg auf 100 g Früchte. Hagebutten stärken das Immunsystem, sie sind bei der Wundheilung sehr hilfreich und sie enthalten Gerbstoffe, die die Verdauung regulieren. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Hagebutten auch bei Arthrose und der Behandlung von Rückenschmerzen eine gute Wahl sind, denn die kleinen roten Früchte enthalten wertvolle Galaktolipide. Bei Erkältungen, Darmbeschwerden und auch bei einer Entzündung der Harnwege haben sich Hagebutten bestens bewährt. Damit die Hagebutten ihre ganze Kraft und ihren aromatischen Geschmack entfalten können, müssen sie einmal dem Frost ausgesetzt sein, erst dann können die Früchte zu leckerem Mus oder auch zu Marmelade verarbeitet werden.

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  • 40. SSW – Die 40. Schwangerschaftswoche

    40. SSW – Die 40. Schwangerschaftswoche

    In der 40. SSW, also am Ende des 10. Schwangerschaftsmonats, können es die meisten Frauen kaum noch erwarten, dass ihr Kind endlich zur Welt kommt. Der errechnete Termin für die Geburt rückt immer näher, aber ob sich das Kind auch an diesen Termin hält, das kann niemand vorhersagen, denn nicht selten lassen sich die Babys Zeit. Aus medizinischer Sicht ist gegen ein bisschen Trödelei auch nichts einzuwenden, wenn es dem Kind dabei gut geht. In der 40. SSW werden Mutter und Kind aber besonders genau überwacht, damit nichts mehr schiefgehen kann. In der letzten Schwangerschaftswoche muss die Mutter alle zwei Tage zum Arzt, Ende der 40. SSW sogar jeden Tag.

    Wie sieht das Baby in der 40. SSW aus?

    Ein Baby in der 40. SSW misst im Durchschnitt vom Scheitel bis zur Sohle 51 cm und es wiegt rund 3.440 Gramm. Mit diesen Maßen hat das Kind seine endgültige Körperlänge und sein Gewicht erreicht, es ist vollständig ausgewachsen. Natürlich hat jedes Kind seinen ganz eigenen Rhythmus, wenn es ums Wachstum geht und der Arzt kann bei den letzten Untersuchungen vor der Geburt das Wachstum nur noch schätzen, da das Baby vom Ultraschall nicht mehr komplett erfasst werden kann. Die Größe und das Gewicht machen in der 40. SSW Druck nach unten, was für viele Frauen der erste Vorgeschmack auf die bevorstehenden Wehen ist.

    Das Baby hat in der 40. SSW nicht nur die optimale Größe und das richtige Gewicht erreicht, es ist auch mit allem ausgestattet, was es für die Geburt und die ersten Tage seines eigenen Lebens braucht. Die Fettreserven haben in den letzten Wochen um rund 15 % des Körpergewichts zugelegt und die Leber hat damit begonnen Stärke zu speichern, die nach der Geburt zu Glukose wird. Auch die Flüssigkeitsreserven werden in der 40. SSW noch einmal aufgefüllt. Mit dieser Ausstattung kommt das Kind ohne Probleme durch die ersten Tage seines Lebens.

    In der 40. SSW wird der Platz eng

    Die Kindsbewegungen 40. Schwangerschaftswoche sind nicht mehr so intensiv wie in den Monaten vorher, denn das Baby hat in der 40. SSW kaum noch Platz in der Gebärmutter und das schränkt die Bewegungsfreiheit des Kindes natürlich enorm ein. Es liegt jetzt zusammengekauert im Uterus, und diese sogenannte fötale Stellung mit angezogenen Knien, verschränkten Armen und einem runden Rücken wird das Baby auch nach der Geburt noch öfter einnehmen. Noch steht dem Kind in der 40. SSW neben den eigenen Nahrungsreserven auch das Kolostrum, die Vormilch zur Verfügung. Diese Milch ist besonders nahrhaft und sie enthält wichtige Antikörper, die unter anderem dafür sorgen, dass das Kindspech ausgeschieden werden kann. Die eigentliche Muttermilch schießt erst nach zwei bis vier Tagen nach der Entbindung ein.

    Was erlebt das Baby während der Geburt?

    Wenn sich in der 40. SSW Anzeichen der Geburt zeigen, dann geht es auch wirklich los und nicht nur für die Mutter, sondern auch für das Baby beginnen sehr anstrengende Stunden. Die natürliche Geburtseinleitung zeigt dem Baby, dass es Zeit wird, die angeborenen Reflexe zu aktivieren, die während der Geburt eine große Rolle spielen werden. Wenn es in der 40. SSW Geburtsanzeichen gibt, dann sind das bereits die Eröffnungswehen, wenn sich die Gebärmutter in immer kürzeren Abständen zusammenzieht. Für das Baby sind diese Kontraktionen eine Art Massage und es fängt an, sich von oben nach unten zu bewegen. In der Phase bewegt es den Kopf und stößt sich mit den Füßen von der Wand der Gebärmutter ab, um sich so in den Geburtskanal zu schieben.

    Damit der Kopf geboren werden kann, muss das Kind im Becken der Mutter eine Biegung passieren, die fast rechteckig ist, und wenn das geschehen ist, dann lässt der erste Schrei des kleinen Menschen nicht mehr lange auf sich warten. Es gibt aber auch Babys, die schreien schon, wenn sie zur Hälfte noch im Geburtskanal stecken, andere schreien gar nicht, sondern jammern leise, seufzen hörbar oder holen erst einmal tief Luft. Auch Babys, die sich nicht durch lautes Schreien bemerkbar machen, sind vollkommen gesund und den berühmten Klaps der Hebamme auf den Po des Babys, gibt es heute nicht mehr.

    Die 40. SSW – die Vorbereitungen der Mutter

    In der 40. SSW beginnt auch für die Mutter die heiße Phase. Optimal ist es, wenn sie in dieser Zeit eine perfekte Mischung aus Aktivitäten und Ruhezeiten findet, denn das ist die beste Vorbereitung für die anstehende Geburt. Leichte körperliche Arbeiten sind erlaubt und wer in der 40. SSW Wehen fördern will, der sollte lange Spaziergänge machen, denn das verstärkt den Druck der Gebärmutter und des Babys auf den Muttermund. Auf diese Weise kann die Geburt auf sanfte Art in Gang gebracht werden. Auch ein warmes Bad kann wehenfördernd sein und es sorgt zudem dafür, dass die werdende Mutter sich entspannen kann. Da das warme Wasser auch die Wehen lindern kann und die Elastizität des Geburtskanals erhöht, bieten viele Krankenhäuser und Geburtshäuser auch eine Entbindung im warmen Wasser an.

    In der 40. SSW überprüfen entweder Arzt oder aber die Hebamme alle zwei Tage die Menge des Fruchtwassers und hören die Herztöne des Kindes ab. Wenn in der 40. SSW keine Wehen zu spüren sind, dann ist das kein Grund zur Panik, denn Ärzte und Hebammen rechnen zehn Tage vor oder nach dem errechneten Geburtstermin als eine Art Kulanzzeit. In der 40. SSW kann das Baby kommen, ohne dass es Probleme gibt. Bei Frauen, die schon einmal geboren haben, wird das Baby wahrscheinlich etwas früher als errechnet kommen, bei Erstgebärenden kann es hingegen manchmal etwas länger dauern. Ein sicheres Zeichen, dass die Geburt kurz bevorsteht, ist in der 40. SSW Ausfluss, denn wenn dieser Ausfluss gelblich-weiß, zäh und klumpig ist, dann ist das der sogenannte Schleimpfropf, der sich löst und damit deutlich macht, das Baby will geboren werden.

    In der 40. SSW sollte die Tasche für die Klinik schon fertig gepackt sein, denn jetzt es kann jeden Moment losgehen. Für die Mutter und auch für das Kind gehen in der 40. SSW neun ereignisreiche Monate zu Ende und beide können es nicht mehr abwarten, sich endlich kennenzulernen.

    Bild: © Depositphotos.com / pedro2009

  • 38. SSW – Die 38. Schwangerschaftswoche

    38. SSW – Die 38. Schwangerschaftswoche

    Ab der 38. SSW macht sich die bevorstehende Geburt körperlich bei der werdenden Mutter bemerkbar. Das Baby wird dann nicht mehr viel wachsen, wohl aber zwischen 20 und 30 Gramm pro Tag an Gewicht gewinnen. Der Bauch und der Kopf haben in der 38. SSW den gleichen Umfang. In den vergangenen Monaten hat die Plazenta das Kind mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schon bald wird diese aber nicht mehr benötigt. Nach und nach verringert sie die Nährstoffzufuhr. In der 38. SSW sammelt sich im Darm des Babys der erste Stuhl (auch als Mekonium bezeichnet), den es kurz vor oder unmittelbar nach der Geburt ausscheidet. Einige Babys haben in der 38. SSW bereits eine richtige Haarpracht auf ihren Köpfen. Generell wird die Käseschmiere in dieser Zeit weniger.

    Brustveränderung durch Hormone in der 38. SSW

    In der 38. SSW wächst jedoch nicht nur der Bauch der Mutter noch einmal kräftig an. Auch bei den Brüsten ist in den letzten Wochen der Schwangerschaft eine Veränderung zu bemerken, weil diese sich auf das Stillen vorbereiten. In einigen Fällen treten in der 38. SSW aus den Brustwarzen bereits einzelne Tropfen der Vormilch aus. In dieser gelblichen Flüssigkeit sind alle Nährstoffe enthalten, die das Neugeborene in den ersten Tagen und Wochen benötigt. Hormone sind für die Umstellung der Brüste verantwortlich. Bei neugeborenen Mädchen sind durch dieselben Hormone die Brustwarzen nach der Geburt häufig etwas angeschwollen. Bei Jungen sind es die Hoden, die zum restlichen Körper dann recht groß ausfallen. Derartige Erscheinungen sind normal und bilden sich alsbald zurück.

    Erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt

    Die ersten Anzeichen machen sich in der 38. SSW durch leichten Durchfall, innere Unruhe sowie Senkwehen bemerkbar. Die Unruhe gehört zu einem natürlichen Prozess; die Mutter entwickelt in der 38. SSW eine Art Nestbau-Trieb. Plötzlich sind noch unzählige Dinge zu erledigen. Schwangere sollten sich in dieser Zeit aber möglichst nicht überanstrengen und spätestens ab der 38. SSW den Kindesvater, Freunde und Familienmitglieder um Hilfe bei Alltagsarbeiten wie Einkaufen und Putzen bitten.

    Regelmäßige Kontrollen durch den Arzt

    Der Arzt wird nun verstärkt darauf achten, ob noch immer eine optimale Versorgung des Kindes über den Mutterkuchen stattfindet. Er prüft außerdem, ob das vorhandene Fruchtwasser in der 38. SSW ausreicht. Bei Auffälligkeiten wird die werdende Mutter häufiger von ihrem Frauenarzt/ihrer Frauenärztin untersucht. In einigen Fällen ist es sinnvoll, die Geburt vor dem errechneten Termin einzuleiten, damit es später nicht zu Komplikationen für das Baby und die Mutter kommt. Geplante Kaiserschnitte erfolgen in der Regel in der 38. SSW, damit das Kind dann nicht doch allein den Startschuss für die Geburt gibt. Denn die meisten Babys kommen zirka zehn Tage vor bis zehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt.

    Das Baby gibt das Startsignal

    Die Hauptperson während der gesamten Schwangerschaft ist das Baby. Besonders deutlich wird dies, wenn die Geburt bevorsteht. Ab der 38. SSW heißt es warten, und zwar so lange, bis das Kleine sich dazu entschließt, auf die Welt zu kommen. Wie der Startschuss, den das Kind gibt, aussieht, konnte bis heute nicht gänzlich geklärt werden. Klar ist jedoch, dass Hormone an diesem Prozess beteiligt sind. Sie lösen ungefähr in der 38. SSW die Kontraktionen der Gebärmutter aus.

    In der 38. SSW ist das Baby bereits gut vorbereitet. Kommt es jetzt zur Welt, muss sich die angehende Mutter keine Sorgen machen. Die Schädelplatten sind bei Babys noch nicht verwachsen, damit der Kopf bei der Geburt durch den engen Geburtskanal passt. Beim Durchtritt durch den Kanal werden sie zusammengeschoben und können sich sogar etwas übereinander schieben. Die Schädelnähte verknöchern im Laufe des ersten Lebensjahres.

    Darüber hinaus gibt es die sogenannten Fontanellen. Dabei handelt es sich um bindegewebig überbrückte Knochenspalten, die sich im Kinderschädel zwischen den Schädelknochen und den schon verknöcherten „Ossa plana“ (abgeflachte, platte Knochen) befinden. Üblicherweise befinden sie sich dort, wo mehrere Knochenplatten aneinander stoßen. Es existieren sechs Fontanellen: Fonticulus posterior, Fonticulus anterior sowie jeweils beidseitig Fonticuli sphenoidales und Fonticuli mastoidei. Die größte Fontanelle, die mit zirka 1,5 Jahren geschlossen ist, befindet sich auf dem Schädel.

    38. SSW – Der Weg in die Klinik

    In der 38. SSW, wenn die Geburt des Kindes vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lässt, denken die angehenden Eltern darüber nach, wann sie am besten in die Klinik fahren sollten. Wer einen Geburtsvorbereitungskurs besucht, erfährt in der Regel, dass eine werdende Mutter ins Krankenhaus gebracht werden muss, wenn die Wehen in einem Abstand von fünf Minuten auftreten.

    Allerdings stimmt diese Angabe bei Erstgeburten nicht immer. Gerade Erstgebärenden und jungen Müttern fällt es schwer, körperliche Signale während der Schwangerschaft und auch die Wehen richtig einzuordnen. Denn obwohl Schwangere ausreichend darüber beraten werden, wie eine Schwangerschaft und die anschließende Geburt verlaufen werden, handelt es sich doch um ganz individuelle Erfahrungen.

    Jede angehende Mutter entwickelt einen eigenen Rhythmus. Bei auftretenden Fragen oder Problemen gilt daher grundsätzlich: Bei dem behandelnden Arzt, der Hebamme oder in der Klinik anrufen und die Angelegenheit schildern. Selbst wenn kein wirkliches Problem vorliegt, so wirken vorsorgliche Untersuchungen durch die Ärzte und Hebammen doch beruhigend. Nicht selten werden die angehenden Mütter in der 38. SSW noch einmal nach Hause geschickt, wenn sie tatsächlich zu früh in die Klinik gekommen sind. Das ist aber völlig normal und passiert vielen Schwangeren.

    Babys Erstausstattung

    Für die werdende Mutter ist es nun sinnvoll, sich mit der Erstausstattung ihres Babys zu beschäftigen. Im Krankenhaus wird in der Regel erste Babykleidung für das Kind zur Verfügung gestellt. Wenn die Eltern ihr Kleines endlich zu Hause haben, wollen sie ihm gewiss eigene Babywäsche anziehen.

    Für die ersten Tage sollte daher folgende Wäsche vorhanden sein:

    • zwei Langarmhemden
    • zwei Wickelbodys
    • zwei Strampelhosen
    • ein bis zwei Mützen
    • eine Jacke
    • ein bis zwei Paar Söckchen
    • genügend Mullwindeln
    • mehrere Windelhöschen
    • Frotteehöschen
    • eine Baumwolldecke

    Die tatsächliche Menge richtet sich nach den eigenen Erfahrungen und Wünschen. Neben der Zusammenstellung der ersten Babyausstattung ist es ratsam, auch die Schlafumgebung und das Babybett in der 38. SSW herzurichten. Ein geeigneter Schlafsack ist wichtig, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu minimieren. Bei einer Decke besteht die Gefahr, dass das Baby diese über den Kopf zieht oder unter der es überwärmt wird. Kinderärzte empfehlen übrigens, Kinder in ihren ersten beiden Lebensjahren mit den Eltern oder den Geschwistern gemeinsam im Zimmer schlafen zu lassen. Die Nähe und die Schlafgeräusche wirken schlaffördernd. Das Kind kann dabei ruhig im eigenen Kinderbett schlafen.

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  • Warum ein Marathonlauf das Leben kosten kann

    Warum ein Marathonlauf das Leben kosten kann

    42 km sind die Läufer bei einem Marathonlauf unterwegs und für viele Läufer ist die Faszination für diese lange Strecke ungebrochen. Der Marathonlauf ist so etwas wie die Königsdisziplin im Laufsport und immer mehr Menschen nehmen die Qualen und die Mühen dieser 42 km in Kauf, ohne zu wissen, dass sie dabei vielleicht mit ihrem Leben spielen. Vor allem für Hobbyläufer, die sonst nur drei bis vier Kilometer durch den Park laufen, kann ein Marathonlauf sehr gefährlich werden, denn diese lange Strecke verlangt dem Körper alles ab.

    Marathonlauf – Ein Lauf mit Geschichte

    Es war ein Bote mit Namen Pheidippides, der im Jahre 490 vor Christus in nur zwei Tagen von Athen nach Sparta gelaufen sein soll, um die Spartaner um Unterstützung im Kampf gegen die Perser zu bitten. Die Perser wurden in der Schlacht von Marathon geschlagen und der Läufer lief die 40 km zurück nach Athen, wo er im Ziel tot zusammenbrach. Der Geschichtsschreiber Herodot hat diese Geschichte aufgeschrieben und sie wurde zur Legende. Der Marathonlauf geriet in Vergessenheit und wurde erst im 18. Jahrhundert wieder modern, an den historischen Ursprung dachte allerdings niemand mehr, denn in England, wo es die ersten Marathonläufe der Neuzeit gab, standen die Wetten im Vordergrund. 1896 wurde der Marathonlauf olympisch und seit 1984 dürfen auch die Frauen bei Olympischen Spielen auf die Marathonstrecke gehen.

    Nicht gesundheitsfördernd

    Sportmediziner stehen dem Marathonlauf sehr kritisch gegenüber, denn sie sehen in dieser langen Laufstrecke eine komplette Überanstrengung für den Körper, die keinesfalls gesundheitsfördernd ist. Studien beweisen, dass während eines Marathonlaufs vorübergehend sogar der Herzmuskel Schaden nimmt und dass viele Läufer bereits Vernarbungen am Herzen haben und unter Vorhofflimmern leiden. Der Herzmuskel erholt sich zwar wieder, aber nicht bei jedem Marathonläufer und das führt zu Verletzungen und nicht selten auch zum Tod.

    Marathonlauf nur mit Gesundheitscheck

    Es ist vielfach der Ehrgeiz, der die Läufer antreibt, um auf die Marathonstrecke zu gehen. Mediziner raten deshalb allen, die über 35 Jahre alt sind und die bisher nur nach Feierabend gelaufen sind, vor einem Marathonlauf einen Gesundheitscheck beim Arzt machen zu lassen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die der Meinung sind, dass diese Gesundheitschecks wenig Sinn machen, denn es werden bei diesen Untersuchungen lediglich die Patienten aussortiert, die eine Schädigung am Herzen haben. Über die tatsächliche Fitness sagen diese Checks nichts aus, das kann nur ein Leistungstest, der von einem Sportmediziner vorgenommen werden kann.

    Mehr fürs Ego

    Die Läuferweisheit „Der Halbmarathon ist für die Gesundheit, der Marathon ist nur fürs Ego“ ist nicht so ganz von der Hand zu weisen, denn jeder Kilometer, der mehr gelaufen wird, schadet der Gesundheit, aber es stärkt das Selbstbewusstsein des Läufers. Auch der Halbmarathon kann der Gesundheit schaden, vor allem dann, wenn der Läufer zu ehrgeizig ist. Ein Marathonlauf ist Wettkampfsport und damit nichts für Hobbyläufer, die sich etwas beweisen möchten.

    Lange trainieren

    Freizeitläufer, die unbedingt an einem Marathonlauf teilnehmen wollen, sollten diesen Lauf sehr genau planen und gezielt in diese Richtung trainieren. Sportmediziner empfehlen mindestens ein Jahr Trainingszeit, und in diesen zwölf Monaten sollte regelmäßig dreimal pro Woche trainiert werden. Für die Vorbereitung auf einen Marathon sollte die Länge der Strecke kontinuierlich gesteigert werden, auch kleinere Wettkämpfe zum Beispiel über die Distanz von zehn Kilometern, sind eine gute Vorbereitung auf einen klassischen Marathonlauf. Am Ende des gezielten Trainings sollte ein Halbmarathon stehen, denn wenn der Läufer über die halbe Distanz läuft, dann bekommt er ein Gefühl für die lange Strecke und kann seinen Rhythmus finden.

    Wer also im nächsten Jahr am Berlin Marathon teilnehmen will, der sollte schon heute mit dem Training beginnen, um für die 42 km durch die Hauptstadt fit zu sein.

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  • Brustkrebs-Screening – überschätzt oder nützlich?

    Brustkrebs-Screening – überschätzt oder nützlich?

    Das Brustkrebs-Screening steht nicht erst seit gestern in der Kritik, jedoch jetzt werden die Stimmen immer lauter, die von einer Überdiagnostik sprechen. Sicher ist das Screening, das den Brustkrebs erkennen soll, eine gute Sache, ob es aber wirklich nützlich ist, alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre flächendeckend zu untersuchen, daran zweifeln immer mehr Experten. Eine Studie der Harvard Universität in Cambridge ist jetzt zu einem überraschenden Ergebnis gekommen. Wenn es nach dieser Studie geht, dann wird das Brustkrebs-Screening deutlich überschätzt, denn es rettet weniger Leben als bisher angenommen wurde.

    Gute Diagnostik, gleich hohe Sterberate

    16 Millionen Frauen in den USA wurden für die Studie der Harvard Universität untersucht, ihre Daten wurden gesammelt und mit einem Krebsregister verglichen. Alle diese Frauen hatten zwischen 1998 und 1999 ein Brustkrebs-Screening, also eine Mammografie machen lassen. Die Wissenschaftler verglichen dann die Zahl der Frauen, die eine Brustkrebsdiagnose hatten, mit den Sterberaten. Das Ergebnis: Je häufiger ein Brustkrebs-Screening durchgeführt wurde, umso öfter gab es auch die Diagnose Brustkrebs. Was die Forscher allerdings überraschte, trotz des vermehrten Brustkrebs-Screening sank die Sterberate nicht und das lässt nur einen Schluss zu, dass nämlich das Brustkrebs-Screening keinerlei Einfluss auf die Überlebenschancen bei Brustkrebs hat.

    Brustkrebs-Screening – Die Gefahr der Überdiagnostik

    Die Diskrepanz zwischen einem flächendeckenden Brustkrebs-Screening und einer gleichbleibend hohen Sterberate führen Experten auf die sehr weit verbreitete Überdiagnostik zurück. So werden auch winzig kleine Tumore von weniger als zwei Zentimetern beim Brustkrebs-Screening entdeckt, die aber gutartig sind. Diese Tumore wachsen nicht weiter, sie machen keine Probleme und viele verschwinden von ganz alleine wieder. Das Brustkrebs-Screening schlägt aber Alarm, die Frauen werden in Panik versetzt und die anschließenden aufwendigen Untersuchungen oder Operationen belasten die Krankenkassen und in der Folge auch die gesetzlich Versicherten.

    Früherkennung verbessert die Heilungschancen

    Viele Frauen fragen sich, ob sie auf das Brustkrebs-Screening verzichten sollen. Die Ärzte raten davon nur bedingt ab, denn je früher Brustkrebs erkannt wird, umso besser sind auch die Chancen auf Heilung. Zudem ist die Behandlung in einem frühen Stadium nicht so belastend für die Frauen und die Möglichkeiten die Brust zu erhalten, sind größer. Das Brustkrebs-Screening das von den Krankenkassen angeboten wird, erfüllt alle Qualitätsansprüche und wird von Ärzten durchgeführt, die auf diese Art von Untersuchungen spezialisiert sind. Die digitalen Geräte der Mammografiezentren sind hochmodern und liefern präzise Bilder.

    Brustkrebs-Screening – Eine immer individuelle Entscheidung

    Ein Brustkrebs-Screening wird von den gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre angeboten, aber diese Untersuchungen sind kein Garant dafür, dass sich in diesen zwei Jahren kein Krebs entwickeln kann. Ärzte raten dazu, die Frauen individuell entscheiden zu lassen, ob sie ein Brustkrebs-Screening durchführen lassen oder nicht. Wichtig ist es, sich ausreichend über das Screening zu informieren und die Vorteile wie auch die Nachteile sehr genau gegeneinander abzuwägen. Eine Alternative zum Brustkrebs-Screening ist das regelmäßige Abtasten der Brust, was ein Frauenarzt im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung vornimmt. Allerdings werden bei dieser Tastuntersuchung nur Tumore entdeckt, die größer als ein Zentimeter sind und das kann gefährlich werden. Wenn es sich um invasive und sehr aggressive Karzinome handelt, dann kann es nämlich passieren, dass der Krebs zu spät erkannt wird.

    Andere Regeln für Risikogruppen

    Für Frauen, die zu einer sogenannten Risikogruppe gehören, gelten beim Thema Brustkrebs-Screening andere Regeln. Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten oder noch haben, gelten als Sonderfall, denn sie leben nicht selten mit genetischen Mutationen, die zum Brustkrebs führen können. In diesem Fall spielt das Alter keine Rolle und deshalb sollten auch junge Frauen, die erblich vorbelastet sind, regelmäßig ein Brustkrebs-Screening durchführen lassen. Das herkömmliche Verfahren des Abtastens reicht bei dieser Risikogruppe nicht mehr aus, nur das Röntgenverfahren mittels Screening bringt in diesem Fall Gewissheit.

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