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  • Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!

    Brustwarzen Schmerzen – ein hochsensibles Thema!

    Viele Frauen leiden unter Menstruationsbeschwerden, zu welchen auch Brustwarzen Schmerzen zählen. Hormonell bedingte, meistens gutartige Brustgewebsveränderungen erzeugen hierbei oft Beschwerden, welche Frauen zunächst schlecht einordnen können. Zu diesen teilweise periodisch auftretenden, schmerzhaften Begleiterscheinungen (Mastopathy, auch prämenstruelles Syndrom) gehören außerdem: Stimmungsschwankungen, Schweregefühl, Traurigkeit, leichte Gewichtszunahme aufgrund von Wassereinlagerungen, Kopfschmerzen, Unterleibsschmerzen und Kreislaufprobleme. Frauen, welche erheblich unter ihrer Monatsperiode leiden berichten über stechende, brennende Spannungsgefühle in Brustwarzengegend. Auch über direkte Brustwarzen Schmerzen, welche das Überstreifen von BH und Pulli erschweren. Jede noch so sanfte Berührung der empfindlichen Brustwarzen schmerzt. Die Tage zwischen den Tagen – manchmal auch schon zwei Wochen vor Eintritt der Periode – werden zur Hölle.

    Brustwarzen Schmerzen: Gründe und Hilfe

    Neben hormonellen Gründen kommen auch psychische entscheidend zum Tragen. Selbst Reizungen von außen, wie zum Beispiel: ein zu enger BH, Prellungen, Unverträglichkeit gegen Waschmittel, Body Lotion, auch Sonnenbrand oder zu trockene Haut haben massive Auswirkungen auf die Brustwarze. Fallen uns solche Überempfindlichkeiten auf, sollten wir die Ursachen schmerzhafter Brustwarzen schnellstmöglich beheben.

    Gehen Brustwarzen Schmerzen auf ein seelisches Ungleichgewicht zurück, helfen eingehende Gespräche mit versierten Psychotherapeuten oder Fachärzten, welche sich mit dieser diffizilen Materie bestens auskennen. Oft helfen Entspannungsübungen, Hobbys, Gespräche mit Freundinnen, den Brustwarzen-Schmerz zu lindern.

    Manchmal kommen diffuse Brustwarzen Schmerzen über Nacht. Frau wacht morgens auf und klagt über Schmerzen in einer Brust oder sogar gleich beiden Brüsten. Grund für dieses Missempfinden kann eine falsche Schlafhaltung sein. Etliche orthopädische Ursachen sind bei Schmerzen im Brustwarzenbereich nie ganz auszuschließen. Halten die Beschwerden länger an und treten diese auch außerhalb der Menstruation auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

    Weiterführende Untersuchungen sind wichtig, denn das beschriebene Beschwerdebild kann auf eine ernste Erkrankung hinweisen, welche schnellstmöglich behandelt werden sollte.

    Brustwarzen Schmerzen: Kontrolluntersuchungen retten Leben

    Bösartige Veränderungen der Brust rufen mitunter auch Brustwarzen Schmerzen hervor. Sie betreffen ältere Frauen – aber auch junge! Frauen über 40 Jahren sollten generell keine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen auslassen. Zudem wächst die Gefahr im Alter selbst  an Brustkrebs zu erkranken, wenn es in der Familie schon Brustkrebsfälle gab. Frühzeitig erkannter Brustkrebs gilt als sehr gut therapierbar. Da unsere Medizin immer weiter Fortschritte macht, ist eine Frau nach einem Brustkrebseingriff immer noch ganz Frau. Die operierte Brust wird der natürlichen Form der gesunden nachempfunden. Dies hilft seelische Tiefs nach der OP zu mildern bzw. ganz zu vermeiden.

    Brustwarzen Schmerzen: monatliches Abtasten der Brust beruhigt

    Brustschmerzen verunsichern und belasten. Sicher kann letztlich nur ein guter Gynäkologe sagen, ob wir uns Sorgen machen müssen oder nicht. Trotzdem haben wir die Chance, uns selbst zu beruhigen und durch  monatliches Abtasten beider Brüste ein gutes Stück Sicherheit zu schenken. Wie Frau ihre Brust richtig abtastet, was dabei zu beachten ist, erklärt am besten der Arzt vor Ort. Mit ein wenig Übung bekommt Frau ein Gefühl dafür und merkt selbst, wenn etwas nicht stimmt. Früher galt die Regel: verschiebbare Verhärtungen oder Knötchen sind in der Regel von harmloser Natur. Mag mitunter auch stimmen. Doch gibt es immer wieder Ausnahmen, welche diese alte „medizinische Weisheit“ eben doch nicht ganz unterstreichen und zu mehr Vorsicht, auch Achtsamkeit aufrufen!

    Brustwarzen Schmerzen: Schwangerschaft und Stillzeit

    Ganz natürlich hingegen ist der Brustwarzen-Schmerz, auch der allgemeine Brustschmerz während und nach der Schwangerschaft. „Die Milch schießt“ ein und sorgt zunehmend für Schwellung und erhöhtes Schmerzempfinden im ganzen Brustbereich. Auch wunde Brustwarzen während der Stillzeit melden sich mit brennenden oder stechenden Schmerzen. Dies ist dann aber kein Grund zur Beunruhig. Mutter Natur will es eben so!

    Tipp:
    Kühlende Umschläge, leichte Massagen, Entspannung und pflegende Salben schaffen das Brustschmerz-Problem schnell aus der Welt!

    Bild: © Depositphotos.com / Forgiss

  • Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Schmerzen in der Brust – Was steckt dahinter?

    Wir kennen es vom Liebeskummer oder nach einem düsteren Horrorfilm. Das Herz beginnt zu flattern, Stiche in Herzgegenden stellen sich ein. Der Brustkorb schmerzt ein wenig und wir fühlen uns ängstlich bis unsicher. Schmerzen in der Brust sind häufig harmlos und verschwinden nach Aufregung, Ärger oder Trauer. Doch es gibt auch Schmerzen in der Brust, welche immer wiederkehren, welche uns permanent das Atmen erschweren und mit teils anhaltender Müdigkeit untermauert sind. Bevor wir ins Grübeln geraten, sollten wir unseren Hausarzt kontaktieren und ihm unsere Beschwerden schildern. Nur er weiß Rat und kann durch medizinische Maßnahmen die Brustschmerzen lindern, wenn nicht sogar ganz heilen.

    Schmerzen in der Brust – Psyche oder ernsthaftes Leiden?

    „Er ist an gebrochenem Herz gestorben“ oder „Ihr blieb das Herz fast stehen“ und „Ihm ist das Herz in die Hose gerutscht“. Wer von uns kennt diese Art Herzschmerz, auch Herzleid nicht.

    Hier kommt die psychische Komponente ins Spiel. Unser Unterbewusstsein reagiert auf negative Einflüsse recht empfindlich und bringt seinen Missmut zum Beispiel auch in Form von Schmerzen zum Ausdruck. Doch „leider“ können sich hinter Schmerzen in der Brust auch ernsthafte, gar lebensbedrohliche Krankheiten verbergen. Angeborene Herzfehler, Herzmuskelentzündungen infolge einer übergangenen Viruserkrankung, Zahnvereiterung, chronische Mandelentzündungen, auch rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Herz-Kranz-Systems sind für Schmerzen im Brustkorb verantwortlich. Zudem ruft auch eine Speiseröhrenentzündung oder eine Magen-Darm-Erkrankung einen solch schmerzhaften Zustand hervor. Um Folgeschäden oder eine Verchronifizierung des Leides zu umgehen, ist es sinnvoll die Ursache des Schmerzes ausfindig zu machen.

    Ein versierter Hausarzt wird auf einen gründlichen Ganzkörper-Checkup bestehen. Dazu gehören neben einer Blutuntersuchung, auch EKG und Röntgenaufnahmen des Brustkorbes. Hat er alle Ergebnisse zusammen, wird er eine eindeutige Diagnose stellen, Therapievorschläge unterbreiten und Prognosen wagen.

    Schmerzen in der Brust – Erste Hilfe – Maßnahmen

    Er kommt aus heiterem Himmel. Ein Schmerz oder ein Stich in der Brustregion. Er jagt uns Angst und Schrecken ein. Was passiert gerade? Ist etwa unser Leben in Gefahr oder ist es „nur“ eine vorübergehende, harmlos lästige Erscheinung ohne gefährlichen Hintergrund?

    Wie auch immer der Fall gelagert ist. Nun sollten wir achtsam sein und um Hilfe bitten.

    Zunächst gilt es Ruhe zu bewahren, denn jede weitere Aufregung könnte unsere Situation verschlimmern und die Schmerzen erhöhen. Hinlegen oder Hinsetzen, ruhiges Durchatmen vertreibt die in uns aufkommende Panik. Wie entwickelt sich der Schmerz in der Brust? Nimmt er trotz Ruheposition zu, wird uns schwindlig oder übel? All diese Beobachtungen helfen dem kontaktierten Arzt bei seiner späteren Diagnosestellung. Kommt es zur Ohnmacht muss umgehend ein Notarzt gerufen werden. Dieser leistet erste Hilfe, stabilisiert und bereitet auf weitere medizinisch notwendigen Maßnahmen vor.

    Schmerzen in der Brust – Operation, Kur, Therapie

    Herzinfarkt ist ein bekanntes, tückisches Übel. Rechtzeitige medizinische Betreuung, auch eine nicht mehr aufschiebbare Herzoperation können wahrhaftig Leben retten und verlängern.

    Ist eine Operation geplant, ist absolute Schonung angesagt. Jede Art der Überbeanspruchung und Aufregung sollten möglichst vermieden werden. Auch nach dem medizinischen Eingriff ist Ruhe die beste Medizin. Oft werden Herzpatienten mit Schmerzen in der Brust zunächst einmal in Kur geschickt. Leichte Bewegungsübungen, Schwimmen, Spaziergänge helfen wieder gesund zu werden. Um den Gesundungsprozess zu unterstützen, folgt begleitend eine medikamentöse Therapie. Viele Patienten können nach gelungener Operation ein ganz normales, schmerzfreies Leben sogar ohne Medikamente genießen. Anderen bleibt eine angeordnete Dauermedikation nicht erspart. Dies hängt individuell vom Schweregrad der Erkrankung ab.

    Sinn und Zweck einer jeglichen Behandlung von diffusen Schmerzen in der Brust, ist die Befreiung von Angst und Leid. Wer gesundheitsbewusst leben will, sollte sich deshalb regelmäßigen Untersuchungen unterziehen. Diese helfen vorzubeugen, bessere Heilungschancen zu erzielen und schaffen mehr Freiraum für ein nahezu sorgenfreies, gesundes Leben!

    Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

  • Gehirnerschütterung – Erste Hilfe bei Kopfverletzungen

    Gehirnerschütterung – Erste Hilfe bei Kopfverletzungen

    Die erste Hilfe bei Kopfverletzungen kann unter Umständen lebensrettend sein. Deshalb ist es ganz wichtig zu wissen, was man bei einer Kopfverletzung an Maßnahmen einleiten muss. Krankenhausaufenthalte und mehrtägige Überwachungen sind in allen Fällen sinnvoll.

    Was tun gegen Kopfverletzungen

    Wirkt Gewalt von außen auf den Kopf ein, sei es durch einen Sturz, einen Schlag oder einen Verkehrsunfall, so kommt es im Bereich des Kopfes zu ganz unterschiedlichen Verletzungen. Babys drehen sich manchmal gerade dann, wenn sie unbeaufsichtigt sind und fallen aus ihrem Bettchen, vom Wickeltisch oder aus dem Stühlchen. Erwachsene stoßen sich den Kopf an Hinternissen oder bei einer Prügelei schlägt einer den anderen heftig auf den Kopf. Auch wer z. B. mit dem Pkw gegen ein Hindernis fährt, kann eine Kopfverletzung davon tragen.

    In der Klinik erfolgt auch eine umfangreiche bildgebende Diagnostik, um die Art der Erkrankung festzustellen und Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Ein Knochenbruch wird im Röntgen sichtbar, während für eine Wasseransammlung oder Blutung im Schädelinneren eine Magnetresonanztomographie oder eine Computertomographie durchgeführt werden.

    Gehirnerschütterung

    Häufig und vergleichsweise eine leichte Verletzung ist die Gehirnerschütterung. Der Patient ist meist sofort, aber nur ganz kurz, für ein paar Sekunden oder Minuten, ohne Bewustsein. Bei Bewusstlosigkeit ist der Patient auf die Seite zu legen, damit er nicht an Erbrochenem, Schleim oder seiner eigenen Zunge ersticken kann.

    Es kann sogar vorkommen, dass diese kurze Bewusstlosigkeit vom Helfer gar nicht bemerkt wird. Für eine Gehirnerschütterung sprechen Kopfschmerzen, Schwindel und manchmal eine Erinnerungslücke (Black-out). Hinzu kommen häufig Erbrechen – zum Teil mehrfach und bis zu einer Stunde nach der Verletzung – und Übelkeit. Der Patient kann müde bzw. benommen/verlangsamt wirken.

    Knochenbrüche

    Einen Schädelbruch erkennt man kaum an äußeren Anzeichen. Hat man jedoch den Verdacht, dass der Sturz oder Schlag besonders heftig war, kann man zur Sicherheit eine Praxis oder Klinik aufsuchen. Die Diagnostik von feinen Haarrissen im äußeren Schädelknochen erfolgt mittels bildgebender Diagnostik, vor allem Röntgen. Schädelbrüche sind recht selten, sollten aber dennoch ausgeschlossen werden, um Spätfolgen (häufiger Kopfschmerz, Migräne usw.) zu verhindern

    Einen Bruch der Schädelbasis erkennt man am austretenden Blut oder wässriger Flüssigkeit (Nervenwasser) aus Mund, Nase und/oder Ohr. Ein weiteres typisches Merkmal sind Blutergüsse, die sich an einem oder beiden Augen finden, sich meist jedoch erst eine Weile nach der Verletzung einstellen. Diese Blutergüsse werden auch wegen ihres Aussehens Brillenhämatom genannt. Der Patient ist hier meist bewusstlos, auch das Auftreten von Krämpfen ist möglich. Wurden Organge des Innenohres verletzt, so können Übelkeit, Schwindel und Erbrechen auftreten.

    In beiden Fällen ist hier schnell der Arzt bzw. die Notfallambulanz der nächsten Klinik aufzusuchen. Hier erfolgen dan weitere Untersuchungen, wie Röntgen, CT oder MRT. Eine offene Wunde am Kopf wird mit Hilfe einer Binde notfallmäßig versorgt, um die Blutung zu stoppen.

    Prellung oder Quetschung des Gehirns

    Bei einer Prellung oder Quetschung des Gehirns können die Blutgefäße platzen, die unmittelbar unter der Schädeldecke liegen. Hier kann der Bluterguss, der sich bildet, das Gehirn unter Druck setzen. Hier tritt oft sofort oder wenig später eine Bewusstlosigkeit ein. Es kann auch zunächst sein, dass der Patient erst einmal zunehmenden Kopfschmerz beklagt. Später kommen Erbrechen, Schluckauf, Lähmungen, Übelkeit sowie psychische auffällige Veränderungen hinzu. Der Patient wird entweder unruhig, desinteressiert, verlangsamt, abwesend oder sein Erinnerungsvermögen ist gestört.

    Hier muss schnell in der nächsten Klinik der Druck medikamentös genommen werden. Ohne Therapie kommt es zu Bewusstseinstrübungen und im weiteren Verlauf zum Koma. Der Patient ist in akuter Lebensgefahr und eine dringende Behandlung auf der Intensivstation muss unbedingt erfolgen!

    Bild: © Depositphotos.com / photographee.eu

  • Die Symptome von Darmkrebs

    Die Symptome von Darmkrebs

    Darmkrebs wird sehr häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Das liegt daran, dass ein Tumor im Dick- oder Enddarm sehr lange Zeit keinerlei Symptome mit sich bringt. Um Darmkrebs dennoch frühzeitig zu erkennen, können sich Menschen über 50 regelmäßig untersuchen lassen. Auf diese Weise werden die Behandlungschancen von Darmkrebs stark erhöht.

    Eine spät einsetzende Symptomatik bei Darmkrebs

    Darmkrebs gilt vor allem unter Männern als sehr gefürchtete Form der Tumor-Erkrankung. Vor allem der Fakt, dass der Krebsbefall im Darm häufig erst sehr spät festgestellt wird, sorgt für Verunsicherung und Furcht. Dass der Tumor so lange Zeit unbemerkt bleibt, liegt vor allem daran, dass er sehr lange Zeit keine Symptome mit sich bringt.

    Symptome, die im Zusammenhang mit Darmkrebs häufig auftreten, sind:

    • Veränderungen des Stuhlgangs: Ein Anzeichen für Darmkrebs ist der häufige Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung. Auch ein vermehrter Stuhldran kann als Hinweis auf Darmkrebs gedeutet werden.
    • Auffälligkeiten des Stuhlgangs: Vor allem Blut im Stuhl kann ein Symptom von Darmkrebs sein. Wichtig zu wissen ist, dass der Stuhl nicht zwangsweise immer rot gefärbt sein muss. Ist das Blut im Stuhl schon älter, färbt es diesen eher schwarz. Auch Schleim im Stuhl und besonders übelriechender Stuhl können Anzeichen für einen Tumor sein. Ist dieser schon weit entwickelt, kann er den Enddarm stark verengen. Das führt wiederum dazu, dass der Stuhl oft sehr dünn geformt austritt.
    • Verdauungsbeschwerden: Hierbei ist ausdrücklich zwischen natürlichen Beschwerden und Beschwerden im Zusammenhang mit Darmkrebs zu unterscheiden. Es ist vollkommen normal, gelegentlich unter Blähungen, Durchfall und Darmgeräuschen zu leiden. Treten diese Beschwerden jedoch vermehrt oder durchgängig aus, kann dies unter Umständen ein Hinweis auf Darmkrebs sein.
    • Schmerzen: Tumore lösen sehr lange Zeit keine Schmerzen aus. Auch das ist einer der Gründe, warum Krebs häufig erst spät entdeckt wird. Wenn Sie beim Stuhlgang heftige Schmerzen verspüren, könnte dies ein Anzeichen für Darmkrebs sein.

    Im fortgeschrittenen Stadium kann der Tumor auch zu einer Blutarmut führen, weil er dann häufig blutet. Patienten sehen dann sehr blass und ausgemergelt aus. Ein besonders großer Tumor kann außerdem mit den Händen ertastet werden und einen gefährliche Darmverschluss hervorrufen.

    Andere Symptome, die ganz allgemein auf einen Tumor hinweisen können, sind Kraftlosigkeit, Fieber und Schweißausbrüche in der Nacht.

    An dieser Stelle soll noch einmal ausdrücklich betont werden, dass all die aufgezählten Symptome Anzeichen von Darmkrebs sein könnten – aber nicht sein müssen. Sie können auch Boten von ganz anderen Krankheiten und Beschwerden sein.

    Gute Behandlungschancen dank Darmkrebs Früherkennung

    Wenn Sie eine oder mehrere dieser Auffälligkeiten feststellen, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen. Dieser wird eine Stuhlprobe untersuchen lassen und gegebenenfalls eine Darmspieglung anordnen. Auf diese Weise erhalten Sie schnell Gewissheit darüber, was mit Ihrem Körper nicht stimmt.

    Dadurch, dass Darmkrebs, wie bereits erwähnt, lange Zeit gar keine Symptome mit sich bringt, spielt die Früherkennung hierbei eine besonders große Rolle. Wie bei allen Krebsarten gilt auch beim Darm: Je eher der Tumor entdeckt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. Einige Patienten haben Glück, dass der Tumor gefunden wird, noch bevor es zu den oben genannten Symptomen kommt. Meist sind ganz andere Untersuchungen der Grund für die Entdeckung von Darmkrebs.

    Aus diesem Grund gibt es seit einigen Jahren ein spezielles Früherkennungsprogramm für alle Menschen ab einem Alter von 50 Jahren. Sowohl Privat- als auch Kassenpatienten können sich beim Arzt untersuchen lassen, um eine Darmkrebserkrankung ausschließen zu können.

    Patienten mit einer Vorbelastung oder einem erhöhten Risiko an Darmkrebs zu erkranken haben auch schon früher die Möglichkeit, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.

    Darmkrebs ist wie jede Tumorerkrankung eine äußerst ernstzunehmende Erkrankung. Wenn Sie Auffälligkeiten Ihres Stuhlgangs feststellen oder anhaltende Probleme mit der Verdauung haben, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Wenn Sie zur Risikogruppe über 50 gehören, sollten Sie unbedingt auch die Möglichkeiten der Früherkennung in Anspruch nehmen.

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  • Johanniskraut – Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Johanniskraut – Vorsicht vor Nebenwirkungen

    Nicht jeder, der unter innerer Unruhe, Ängsten und depressiven Verstimmungen leidet, möchte ein Antidepressivum einnehmen, sondern entscheidet sich stattdessen für ein rein pflanzliches Präparat wie zum Beispiel Johanniskraut. Vor allem bei leichten Depressionen, wie sie unter anderem in den Wechseljahren gerne auftreten, ist Johanniskraut eine gute Lösung. Wer jedoch Johanniskraut über einen längeren Zeitraum einnimmt, der sollte sich auch über die Gefahren im Klaren sein, die das Medikament auslösen kann. Eine neue Studie aus Australien hat sich jetzt mit den Nebenwirkungen des Johanniskrauts beschäftigt und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen.

    Gefährliche Nebenwirkungen

    Die Pharmazeuten der Universität im australischen Adelaide haben für ihre Studie untersucht, ob Johanniskraut Nebenwirkungen hat und wenn ja, wie sich diese Nebenwirkungen auf den Patienten auswirken können. Für diese Studie wurden zum einen das rein pflanzliche Johanniskraut und das Antidepressivum Fluoxetin untersucht, und im Rahmen der Untersuchungen stellte sich heraus, dass beide Mittel ähnlichen Nebenwirkungen haben. Die Probanden, die mit beiden Mitteln behandelt wurden, klagen sowohl nach der Einnahme von Johanniskraut als auch nach der Einnahme des klassischen Antidepressivums über Nebenwirkungen wie Übelkeit, Panikattacken und Müdigkeit, und es wurden auch Aggressionen beobachtet. Die Studie wurde zwischen den Jahren 2000 und 2013 durchgeführt und in diesem Zeitraum wurden 84 Nebenwirkungen beim Johanniskraut gezählt, aber 477 verschiedene Nebenwirkungen beim Fluoxetin. Werden beide Mittel zusammen eingenommen, dann kann das nach Angaben der Forscher lebensgefährliche Folgen haben.

    Johanniskraut – Auch ein Medikament

    Die meisten Menschen, die sich in der Apotheke oder in einer Drogerie Johanniskraut kaufen, wählen bewusst diese Form des Antidepressivums, weil sie der festen Ansicht sind, dass Johanniskraut ein Naturheilmittel und kein Medikament ist. Diese Annahme ist falsch, denn auch Johanniskraut gehört zu den Medikamenten, und zwar zu denen, die zwar frei verkäuflich sind, aber die dennoch neben einer Wirkung logischerweise auch Nebenwirkungen haben. Selbst wenn es zu den ersten Nebenwirkungen wie den Anstieg des Blutdrucks und zu einer erhöhten Körpertemperatur kommt, dann ist das Johanniskraut nicht im Verdacht, denn schließlich handelt es sich ja um ein rein pflanzliches Präparat und die haben keine Nebenwirkungen. Wer so denkt, der lebt nach Ansicht von Wissenschaftlern gefährlich, selbst wenn Johanniskraut auch pflanzlichen Ursprungs ist, es hat neben einer Wirkung auch Nebenwirkungen.

    Nicht jeder ist betroffen

    Die meisten Menschen, die Johanniskraut einnehmen, um ihre Depressionen, ihre Unruhe und ihre Ängste zu bekämpfen, werden keine Nebenwirkungen verspüren, aber es gibt Menschen, die sensibel reagieren, und in diesen Fällen kann es zu Nebenwirkungen kommen. Wer sich mit Johanniskraut selbst helfen möchte, der ist auf jeden Fall gut beraten, sich vor der Einnahme mit einem Arzt zu unterhalten, der über mögliche Nebenwirkungen aufklären kann. Es sind aber nicht nur die Nebenwirkungen, die gefährlich werden können, es ist auch möglich, dass es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann. Das gilt wie schon erwähnt, für die zeitgleiche Einnahme von Johanniskraut und Antidepressiva, aber auch für Verhütungsmittel wie die Pille. Wer ein Mittel zur Blutverdünnung einnehmen muss, der sollte ebenfalls mit Johanniskraut sehr vorsichtig umgehen, denn auch hier kann es unter Umständen zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen.

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  • Bessere Feinmotorik durch spätes Abnabeln

    Bessere Feinmotorik durch spätes Abnabeln

    Wenn ein Kind geboren wird, dann wird unmittelbar nach der Geburt die Nabelschnur, die Mutter und Kind neun Monate miteinander verbunden hat, durchgeschnitten. Das geschieht entweder durch die Hebamme, den Arzt oder auch durch den Vater, der meist sehr stolz die Nabelschnur von der Plazenta trennt. Das schnelle Abnabeln hat in der Geburtsmedizin eine lange Tradition, aber auch gesundheitliche Gründe. So soll unter anderem ein Nachbluten verhindert werden, was aber unsinnig ist, da der Kreislauf der Mutter und der des Kindes nach der Geburt nicht mehr miteinander verbunden sind. Was allerdings belegt ist, ist die Tatsache, dass bei einem schnellen Abnabeln die Eisenvorräte des neugeborenen Kindes dezimiert werden, denn das meiste Blut bleibt in der Plazenta zurück.

    Später ist besser

    Forscher der Universität im schwedischen Uppsala haben jetzt in einer Studie nachgewiesen, dass es große Vorteile hat, wenn die Nabelschnur nicht sofort nach der Entbindung, sondern erst einige Minuten später durchtrennt wird. Der Grund ist das im Blut reichlich vorhandene Eisen, denn das fließt bei einer späten Abnabelung in den Blutkreislauf des Kindes. Damit steigt der Eisenanteil im Blut um 30 bis 40 % an, das Eisen im Blut füllt die Eisenspeicher des Kindes auf und das macht sich in späteren Jahren positiv bemerkbar. Wenn man der Studie aus Schweden glauben darf, dann haben die Kinder, die später abgenabelt wurden, im Kindergartenalter eine deutlich bessere Feinmotorik als die Kinder, die nach ihrer Geburt sofort von der Nabelschnur getrennt wurden.

    Eine Langzeitstudie

    Die Studie wurde zeitgleich von der Universität in Uppsala und einem Krankenhaus in der Stadt Halmstad zwischen 2008 und 2010 durchgeführt, und jetzt konnten die Ärzte und Wissenschaftler die ersten relevanten Ergebnisse veröffentlichen. Die Kinder, die auf der Entbindungsstation in Halmstad für die Studie später als gewöhnlich abgenabelt wurden, haben das Schulalter erreicht. 122 Kinder, die für eine Vergleichsstudie zehn Sekunden nach der Geburt abgenabelt wurden, hatten gegenüber den 141 Kindern, die erst drei Minuten nach der Entbindung abgenabelt wurden, keine intellektuellen Nachteile, die Unterschiede wurden erst bei der Feinmotorik deutlich.

    Ein klarer Vorteil

    Die Untersuchungen der schwedischen Wissenschaftler konzentrierten sich vor allem auf die Feinmotorik und hier zeigten sich die ersten Unterschiede. Die 141 Kinder, die verzögert abgenabelt wurden, konnten zum Beispiel einen Stift besser halten und bewiesen bei Bastelaufgaben mehr Geschick als die 122 Studienteilnehmer, die sofort nach der Geburt von der Nabelschnur getrennt wurden. Im sozialen Verhalten gab es ebenfalls Unterschiede, denn auch in diesem Bereich waren die spät abgenabelten Kinder im Vorteil. Wie relevant die Studie ist, wird sich allerdings erst in einigen Jahren zeigen, denn die unterschiedliche Entwicklung kann auch andere Ursachen haben.

    In deutschen Kliniken und Geburtshäusern ist es üblich, Kinder anderthalb Minuten nach der Geburt abzunabeln. Vielfach ist man aber jetzt auch dazu übergegangen mit der Abnabelung zu warten, bis die Nabelschnur nicht mehr pulsiert. Damit das Blut und somit auch das wertvolle Eisen nicht in der Plazenta bleibt, ist es sinnvoll, mit der Abnabelung des Neugeborenen zu warten. Laut Experten ist eine Abnabelung nach drei Minuten ideal.

    Bild: © Depositphotos.com / phakimata