Schlagwort: Veränderungen

  • 17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    Frauen, die noch kein Kind geboren haben, fragen sich in der 17. SSW vielleicht, welcher Monat jetzt angebrochen ist. Die Antwort lautet: Die 17. SSW ist der Beginn des fünften Monats. Die Mehrzahl der Frauen hat sich zu diesem Zeitpunkt mit der Schwangerschaft arrangiert und auf die körperlichen Veränderungen eingestellt. Da in der 17. SSW der Bauch noch nicht allzu rund ist, sind die meisten Frauen noch sehr aktiv, sie arbeiten, treiben Sport und haben Spaß am gesellschaftlichen Leben. Auch das Kind empfindet diese Zeit als ruhig und sehr erholsam, es fängt an seine Fettschichten aufzubauen und kann jetzt zum ersten Mal seine Bewegungen gut koordinieren.

    Das Baby in der 17. SSW

    In der 17. SSW beobachtet der Arzt das Baby sehr genau, und nicht selten wird bei der Untersuchung der bisher errechnete Geburtstermin noch einmal korrigiert. Der Arzt berechnet die Größe in der 17. SSW und wenn alles nach Plan verläuft, dann misst das Baby jetzt zwischen elf und 13 Zentimetern. Da das Baby in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hat, wiegt es nun zwischen 100 und 140 Gramm. Auch der Umfang der Brust und des Kopfes, aber auch die Länge des Oberschenkels spielt jetzt eine wichtige Rolle, denn sie geben verlässliche Informationen über den Stand der Schwangerschaft.

    Auf die Eltern wartet in dieser Woche der Schwangerschaft erstmals ein besonders schönes Erlebnis, denn sie können durch das Ultraschallgerät die Herztöne des Babys hören, auch die Ultraschallbilder in der 17. SSW machen den Eltern klar, dass sie in Zukunft nicht mehr nur zu zweit, sondern zu dritt sein werden. Das Baby beschäftigt sich derweil mit seinem Wachstum, denn in der 17. SSW wächst das Baby nicht nur in der Länge, aus einer knorpelartigen Substanz bilden sich in dieser Phase der Schwangerschaft auch langsam die Skelettknochen. Auch die Nägel an den Fingern und Zehen prägen sich nun aus und um das Rückenmark und die Nervenzellen legt sich eine schützende Hülle.

    Die Reizleitungen, die sich durch die Nervenbahnen ziehen, nehmen jetzt Gestalt an, und in der 17. SSW wird das sogenannte Myelin gebildet, was in der Zukunft wichtige Aufgaben übernimmt. Besonders spannend ist aber, dass sich in der 17. SSW die Gesichtszüge des Kindes bilden. Die Augen sind jetzt nicht mehr an der Seite, sondern vorne und auch die Ohren haben ihre Position gefunden. Wenn in der 17. SSW die Bewegungen des Kindes sehr lebhaft sind, dann ist das vollkommen in Ordnung, denn das Baby freut sich über seine Beweglichkeit und trainiert seine Reflexe und auch seine Muskeln. Die immer besser funktionierende Koordination der Bewegungen zeigt deutlich, dass das Gehirn und die Nervenbahnen jetzt schon aktiv arbeiten.

    Gut ausgeprägt ist in der 17. SSW bereits das Gehör, wenn es zum Beispiel zu einem lauten Geräusch wie einem plötzlichen Knall kommt, dann zuckt das Baby zusammen. Es kann jetzt auch Berührungen wahrnehmen und freut sich, wenn die Mutter den Bauch sanft streichelt. Dieses Streicheln beruhigt das Baby und es trainiert gleichzeitig auch seinen Gleichgewichtssinn. Die Mutter sollte daher jeden Tag mit ihrem Kind eine kleine Kuschelstunde einlegen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 17. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in dieser Schwangerschaftswoche sehr wohl. Frauen, die schon ein Baby geboren haben, fühlen in der 17. SSW die ersten Bewegungen und da die Gebärmutter kontinuierlich an Größe zunimmt, machen sich die Mutterbänder erstmals bemerkbar. Schwanger in der 17. Woche heißt aber auch, dass sich jetzt äußerlich ebenfalls einiges verändert. So färben sich die Brustwarzen und die Warzenhöfe dunkelbraun und auf der Mitte des Bauches zeigt sich die sogenannte Linea Negra, eine dunkle schmale Linie, die ungefähr vom Nabel bis hin zum Schambein reicht. Auch an anderen Stellen des Körpers sind Pigmentierungen zu erkennen, die aber nach der Entbindung immer blasser werden und dann irgendwann ganz verschwinden werden.

    Der Ischias-Nerv, der genau unter der Gebärmutter verläuft, kann sich in der 17. SSW schmerzhaft bemerkbar machen. Vor allem bei einseitigen Bewegungen kommt es nicht selten zu sehr heftigen Schmerzen, daher sollten langes Stehen und Laufen nach Möglichkeit vermieden werden. Um nachts besser und erholsamer schlafen zu können, ist es eine gute Idee, ein Stillkissen mit ins Bett zu nehmen, denn dieses speziell geformte Kissen sorgt für eine spürbare Entlastung.

    Die meisten Frauen verzeichnen in der 17. SSW keine große Gewichtszunahme, aber sie kommen deutlich schneller ins Schwitzen als sonst. Das liegt an der permanent größer werdenden Blutmenge, die die Körpertemperatur nach oben steigen lässt. Eine gesunde und vor allem ausgewogene, vollwertige Ernährung ist ab jetzt ein Muss für die Mutter, denn das Baby braucht vor allem reichlich Jod, Eisen und Kalzium. Frisches Blattgemüse wie beispielsweise Spinat, aber auch Fleisch, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte sollten in der 17. SSW auf dem Speiseplan stehen. Wenn die Versorgung mit Eisen durch die Ernährung nicht ausreichen sollte, dann wird der Arzt ein entsprechendes Präparat verschreiben.

    So wichtig ist die Pflege der Venen in der 17. SSW

    Da die Gebärmutter und das Kind tüchtig wachsen, muss der Kreislauf der Mutter in den kommenden Wochen und Monaten wahre Höchstleistungen vollbringen. Das führt wiederum zu einem verstärkten Druck auf die Venen und rund die Hälfte der Schwangeren leidet unter Varizen, einer Erweiterung der Venen. Vor allem Frauen, die Zwillinge erwarten oder die vielleicht durch ihren Beruf bedingt, lange stehen müssen, die können Krampfadern oder Hämorrhoiden bekommen. Auch Krampfadern im Schambereich sind möglich, die aber nach der Entbindung recht schnell wieder verschwunden sind. Bilden sich in den Beinen Krampfadern, dann haben die betroffenen Frauen leider noch länger damit zu tun. Eine Erweiterung der Venen kann unangenehm und auch schmerzhaft sein, eine regelmäßige Pflege der Venen ist daher unerlässlich.

    Sport ist eine gute Möglichkeit, um das Venenleiden zu bekämpfen, aber es sollte sich um einen sanften Sport handeln. Vitamin C hat die Fähigkeit, die Venen elastisch zu erhalten und auch Beckenbodengymnastik stärkt die Venen und bereitet zudem den Körper auf die kommenden Belastungen durch die Schwangerschaft optimal vor. Salben auf Kräuterbasis sind perfekt für die Pflege der Venen, und auch Stützstrümpfe leisten in der Schwangerschaft gute Dienste.

    Bild: © Depositphotos.com / photography33

  • Schwanger trotz Periode

    Schwanger trotz Periode

    Während manche Frauen eine Schwangerschaft sofort spüren, kommt für andere die Nachricht wiederum komplett überraschend. Vor allem dann, wenn sie schwanger trotz Periode sein könnten. Auch wenn es immer wieder im wahrsten Sinn des Wortes unglaublich klingt, haben es viele Frauen schon am eigenen Leib erfahren. Es gibt durchaus Fälle, in denen Sie bereits schwanger trotz Periode sind, diese jedoch von den Betreffenden nicht erkannt wird, da sie weiterhin menstruieren.

    Schwanger trotz Periode – Unter gewissen Umständen

    Klar ist allerdings, dass es sich in solchen Fällen nicht um die klassische monatliche Periode handelt. Denn im Verlauf der ersten Monate einer Schwangerschaft kann es durchaus zu Blutungen kommen, die zwar mit der Periode verwechselt werden, aber tatsächlich einen anderen medizinischen Hintergrund haben. Aus gynäkologischer Sicht ist nämlich ein gleichzeitiges Auftreten von Schwangerschaft und Periode einfach unmöglich, da ein Zusammenhang zwischen Befruchtungs- und Einnistungsvorgang im weiblichen Körper besteht. Dieser ist nämlich von Natur aus so programmiert, dass sich Einnistung und Periode quasi gegenseitig ausschließen.

    Die Funktionsweise des weiblichen Zyklus

    Um hier etwas Einblick in die Vorgänge rund um die Schwangerschaft und die monatliche Periode zu geben, lohnt ein Blick auf den weiblichen Zyklus. Dieser dauert grundsätzlich 28 Tage, wobei die Zeit vor, während und nach der Periode von Frauen sehr individuell erlebt und empfunden wird. Hat sich die reife Eizelle in den Eileiter abgesetzt, besteht die Möglichkeit für die männlichen Spermien während der fruchtbaren Tage die Möglichkeit die Eizelle zu befruchten. Kommt es tatsächlich dazu, beginnt sich das Ei in der Gebärmutter einzunisten, womit sich auch der Körper ab diesem Zeitpunkt auf ein mögliches schwanger werden vorzubereiten beginnt. Gibt es keine Befruchtung, wird das unbefruchtete Ei samt der Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und es kommt zur monatlichen Regelblutung. Betrachtet man diese beiden Entwicklungen genauer, wird eines schnell klar: es handelt sich dabei um zwei komplett entgegen gesetzte Entwicklungen im weiblichen Körper. Damit ist auch logisch, dass es schwanger trotz Periode schon rein aus körperlicher Sicht nicht geben kann.

    Blutungen im ersten Trimester der Schwangerschaft

    Wer sich jetzt fragt, warum trotzdem schwangere Frauen über das Phänomen schwanger trotz Periode berichten, so kann dies ganz einfach erklärt werden. Denn es kann im bereits schwangeren Körper durchaus zu leichten Blutungen kommen, die – wenn sie im zeitlichen Umfeld der normalen Periode stattfinden – fälschlicherweise als schwanger trotz Periode eingestuft werden. In Wahrheit handelt es sich um vaginale Blutungen, die jedoch anders einzustufen sind. Wahrscheinlich sind etwa sogenannte Nidationsblutungen, die auch als Einnistungsblutungen bezeichnet werden. Diese entwickeln sich im Zuge der Einnistung des befruchteten Eis und können ungefähr 12 Tage nach dem Eisprung auftreten. Wenn eine Frau ihren Körper gut kennt und ihn einzuschätzen weiß, kann sie trotz der zeitlichen Nähe zwischen dieser Blutung und der Periode Unterschiede feststellen. Denn Nidationsblutungen sind weitaus schwächer und dauern meist nur drei Tage. Auch der während der Schwangerschaft veränderte Hormonhaushalt kann leichte Blutungen auslösen. Der weibliche Körper arbeitet während der ersten Phase der Schwangerschaft buchstäblich auf Hochtouren, um die bestmögliche Entwicklung des Fötus im Mutterleib zu gewährleisten. Dabei kann es zu aufgrund der starken Veränderung des Hormonspiegels durchaus zu leichten Blutungen kommen. Der dritte Grund für vaginale Blutungen während der Anfangsphase einer Schwangerschaft kann in der Pille seinen Grund haben. Denn wenn eine Frau mittels Pille verhütet, wird ihr Zyklus ja quasi künstlich erzeugt und auch reguliert. Damit kann es vorkommen, dass es weiterhin zu einer Menstruation kommt, obwohl die Eizelle bereits befruchtet ist.

    Schwanger trotz Periode – Auf Signale des Körpers achten

    Grundsätzlich kennen Frauen ihren Körper ganz genau und erkennen auch sofort die Veränderungen im Zuge einer beginnenden Schwangerschaft. Neben ungewohnter Müdigkeit kommt es dabei auch zu verstärktem Harndrang und einer zunehmenden Empfindlichkeit der Brüste. Übelkeit am Morgen ist natürlich ein klassisches Zeichen dafür, dass sich Nachwuchs ankündigt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte schnellstmöglich ein Schwangerschaftstest durchgeführt und der Termin beim Gynäkologen vereinbart werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Mitrofan

  • 34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    34. SSW – für das Baby wird es langsam eng

    In der 34. SSW sind es nur noch sechs Wochen bis zur Geburt, wenn alles nach Plan läuft und das Kind zum errechneten Geburtstermin zur Welt kommt. Für die Mutter beginnt jetzt eine ganz besondere Phase, denn sie kann in den Mutterschutz gehen, wenn sie möchte und die verbleibenden sechs Wochen dazu nutzen, Kraft für die bevorstehende Geburt zu tanken. Sie hat Zeit für sich, kann das Kinderzimmer fertig einrichten und alles das kaufen, was das Baby noch benötigt. Auch für das Baby ist die 34. SSW eine entscheidende Woche, denn es bereitet sich auf seine Art vor, das Licht der Welt zu erblicken.

    Das Baby in der 34. SSW

    45 cm groß und etwa 2.250 Gramm schwer ist das Baby in der 34. SSW. Es wird nur noch in den kommenden zwei Wochen weiter wachsen und an Gewicht zulegen, danach ist das Wachstum abgeschlossen. Wie die Mutter, so sammelt auch das Kind in der 34. SSW Kraft und Energie für die Geburt. Das Baby hat in der 34. SSW alle wichtigen Phasen seiner Entwicklung bereits durchlaufen, die es braucht, um auch außerhalb des schützenden Mutterleibs zurechtzukommen. Seine Lungen haben sich weitgehend entfaltet und sind ausgereift, auch das Gehör ist jetzt feiner. Das Baby lauscht der Mutter, die ihm etwas vorliest, es mag Musik und auch die Babygespräche, die die meisten Mütter mit ihrem ungeborenen Kind führen, werden jetzt deutlicher wahrgenommen. Das Baby hört aber nicht nur besser, Studien haben nachgewiesen, dass das Kind auch auf bestimmte akustische Reize reagiert.

    In der 34. SSW werden noch einige Feinarbeiten vorgenommen und die Entwicklung des Gehirns ist fast abgeschlossen. Der Bedarf an Kalzium ist in der 34. SSW besonders hoch und das Kind nimmt davon so viel wie eben möglich, aus dem Blut der Mutter auf. Es ist wichtig, dass sich die Mutter in der 34. SSW besonders kalziumreich ernährt, denn das ist für den Aufbau des kindlichen Skeletts unabdingbar. Optimal ist es, wenn in der 34. SSW der Gehalt an Kalzium beim Baby höher ist als bei der Mutter.

    In der 34. SSW wird es eng

    Langsam wird der Platz für das Baby in der Gebärmutter eng. In der 34. SSW kann es sich nur noch nach links oder rechts drehen, Purzelbäume sind nicht mehr möglich. Aber es kann noch seine Dehnübungen machen und die nehmen die endgültige Beckenendlage 34. SSW ein. Zum ersten Mal kann das Kind in der 34. SSW die Wände der Gebärmutter direkt berühren und die Mutter kann deutlich sehen, ob gerade ein Fuß, der Po oder eine Hand oben oder unten ist. In der 34. SSW sind Kinder zum Leidwesen der werdenden Mutter besonders in der Nacht aktiv und verschlafen gerne den Tag.

    Ist das ungeborene Kind ein kleiner Junge, dann befinden sich in der 34. SSW die Hoden bereits im Hodensack und auf den Ultraschallbildern, die in der 34. SSW gemacht werden, erscheinen die Hoden überproportional groß. Das Bild täuscht allerdings, denn es handelt sich dabei lediglich um eine Ansammlung von Flüssigkeit, die von selbst wieder verschwindet.

    Die körperlichen Veränderungen in der 34. SSW

    Nicht nur das Baby verändert sich in der 34. SSW, auch die Mutter spürt viele körperliche Veränderungen. Ist in der 34. SSW Druck nach unten zu spüren, ist es vollkommen normal und besonders zierlich gebaute Frauen merken in der 34. SSW Größe und Gewicht des Babys sehr deutlich. Auch der obere Rand der Gebärmutter macht der Mutter in der 34. SSW zu schaffen, denn er erreicht seinen höchsten Stand und drückt unangenehm gegen die Rippen, den Magen und auf das Zwerchfell. Viele Frauen haben in dieser Phase der Schwangerschaft nur noch wenig Appetit und sollten auf kleine leckere Mahlzeiten und gesunde Snacks umsteigen. Nicht selten spannt sich in der 34. SSW der Bauch so sehr, dass der Nabel sich nach außen wölbt oder abflacht, und in der Mitte des Bauchs zeigt sich eine dunkle Linie, die sogenannte Linea Negra. Immer wenn in der 34. SSW das Gewicht des Baby auf den Beckennerv drückt, dann ist auch ein taubes Gefühl oder ein leichtes Kribbeln in der Beckenregion keine Seltenheit.

    Wenn die Belastung für die Mutter zu groß wird, dann können lauwarme Bäder, Massagen oder auch eine sanfte Form des Yoga für Erleichterung sorgen. In der 34. SSW wird es langsam aber sicher Zeit, nach einem geeigneten Krankenhaus oder Geburtshaus zu suchen. Frauen, die zu Hause entbinden wollen, sollten mit der Hebamme alle wichtigen und relevanten Dinge besprechen. Selbst wenn es bis zur Geburt noch sechs Wochen sind, kann es nicht schaden, die Tasche für die Klinik schon mal zu packen, denn es gibt Babys, die halten sich nicht an vereinbarte Termine.

    Welche Vorbereitungen kann die Mutter noch treffen?

    Um zu verhindern, dass der Damm während der Geburt geschnitten werden muss oder reißt, sollte in der 34. Schwangerschaftswoche mit der Massage des Damms begonnen werden, um ihn elastisch zu machen. Möglich sind eine äußere oder eine innere vaginale Massage, deren Wirkung sich mit einem milden, naturbelassenen Öl noch verstärken lässt. Täglich fünf bis maximal zehn Minuten Dammmassage reichen aus, um die Durchblutung anzuregen. Vor der 34. SSW sollte mit der Massage des Damms allerdings nicht begonnen werden, dann das kann im schlimmsten Fall Wehen auslösen.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 34. Schwangerschaftswoche?

    Sind in der 34. SSW Senkwehen zu spüren, dann ist das kein Grund zur Panik, denn wenn das Kind bereits in der Beckenendlage liegt, dann drückt das Köpfchen nach unten. Eine Frühgeburt in der 34. SSW ist keine Seltenheit, aber wenn das Kind die durchschnittlichen Werte beim Gewicht und der Größe mitbringt, dann gilt es zwar offiziell als 34. SSW Frühchen, aber es hat alle Chancen, gesund auf die Welt zu kommen. Nicht selten kommen Zwillinge in der 34. SSW auf die Welt und da in diesem Fall beide Kinder meist recht leicht sind, müssen sie für einige Zeit in den Brutkasten.

    Die körperliche Entwicklung des Kindes ist in der 34. Schwangerschaftswoche beinahe abgeschlossen und da die Lungen bereits gut entwickelt sind, überlebt der überwiegende Teil der Kinder die frühe Geburt.

    Bild: © Depositphotos.com / andresr

  • 37. SSW – Die 37. Schwangerschaftswoche

    37. SSW – Die 37. Schwangerschaftswoche

    In der 37. SSW neigt sich die Zeit, in der sich Mutter und Kind besonders nahe sind, langsam aber sicher dem Ende entgegen, denn es sind nur noch wenige Wochen bis zur Geburt. Vielen Frauen wird diese Zeit sehr lang, denn der Bauch ist in der 37. SSW schon kugelrund, das Schlafen auf dem Bauch ist unmöglich geworden und viele haben unter den typischen Symptomen im letzten Drittel der Schwangerschaft zu leiden. Sodbrennen gehört ebenso dazu wie auch Wassereinlagerungen in den Beinen, die ein langes Stehen und Gehen zur Qual machen. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind erwarten, fangen in der 37. SSW an die Tage zu zählen, sie packen die Tasche für die Klinik und warten gespannt darauf, wann die Wehen einsetzen werden.

    Bereit zur Geburt in der 37. SSW

    In der 37. SSW verlagert das Baby seine Lage ins Becken und es beginnt, sich ebenfalls auf die Geburt vorzubereiten. Theoretisch könnte das Baby am Ende der 37. SSW schon zur Welt kommen, denn ab diesem Zeitpunkt spricht man nicht mehr von einer Frühgeburt. In der 37. SSW haben zwar viele Babys, wenn sie geboren werden, noch Schwierigkeiten mit der Körpertemperatur und mit dem Blutzucker, aber mit jedem Tag, den das Baby im Mutterleib verbringt, werden diese Probleme kleiner. Wenn sich die Geburt in der 37. SSW ankündigt, dann besteht kein Grund zur Panik.

    Das Baby kann in der 37. SSW schon richtig kräftig zugreifen und auch das Nervensystem ist bereits voll ausgebildet. Die Atmung funktioniert schon selbstständig und neuste Studien beweisen, dass sich der Fötus schon nach einem hellen Licht orientieren kann. Der Blutkreislauf unterscheidet sich allerdings noch von dem Blutkreislauf nach der Geburt. Da das sauerstoffreiche Blut noch über die Nabelschnur fließt, die Mutter und Kind miteinander verbindet, nimmt es ein paar Abkürzungen, die aber nach der Geburt verschlossen werden.

    Kleine Veränderungen

    So befindet sich im Herzen des ungeborenen Kindes noch ein kleines ovales Loch, durch das das Blut vom rechten direkt in den linken Herzvorhof fließen kann. Nach der Geburt entfaltet sich mit dem ersten Schrei die Lunge, und der Druck auf den linken Herzvorhof steigt an. Auf diese Weise wird das kleine ovale Loch im Herzen für immer verschlossen. Zudem wird durch den sogenannten Ductus venosus das sauerstoffreiche Blut von der Nabelvene in die untere Hohlvene transportiert, die sich unter dem Herzen befindet und dabei wird die Leber umgangen.

    Durch den Ductus arteriosus Botalli fließt Blut, das keinen so guten Sauerstoffgehalt hat, von der Stammarterie der Lunge bis zur Hauptschlagader. Der Ductus Botalli aber mündet erst nach einer Abzweigung der Arm- und Kopfgefäße in die Aorta und daher bekommt die untere Hälfte des Körpers Blut, das weniger Sauerstoff enthält als die obere Hälfte. Ist das Kind geboren, dann bilden sich diese beiden Verbindungen vollständig zurück und beide Körperhälften werden wieder mit dem gleichen sauerstoffreichen Blut versorgt.

    Wie geht es der Mutter?

    Nicht nur das Baby bereitet sich langsam auf die Niederkunft vor, auch die Mutter spürt jetzt deutlich, dass es bald so weit ist. Bei vielen Frauen macht sich in der 37. SSW ein leichtes Ziehen in den Leisten oder im Rücken bemerkbar. Dabei kann es sich um die ersten Senkwehen handeln. Es ist aber wahrscheinlicher, dass das Baby mit dem Kopf voran immer tiefer ins Becken rutscht. Kinder, die ein hohes Geburtsgewicht haben, machen es sich jetzt im Becken der Mutter bequem und das Ziehen ist ein sicheres Zeichen dafür, dass die Niederkunft nicht mehr allzu weit entfernt ist. Wenn das Kind immer tiefer ins Becken rutscht, dann hat das für die Mutter einen sehr angenehmen Nebeneffekt, denn die Lunge hat wieder mehr Platz und die angehende Mutter kann endlich mal wieder tief durchatmen.

    Auch das lästige Sodbrennen lässt nach, da das Kind nicht mehr so viel Platz einnimmt. Typisch wird in der 37. SSW aber der berühmte „Pinguin-Gang“, der die meisten Frauen watscheln lässt. Viele Dinge wie zum Beispiel das Zubinden der Schuhe, fällt so kurz vor der Geburt schwer und viele Frauen können aufgrund des Bauchumfangs nur noch seitlich zum Tisch sitzen.

    37. SSW – Die Planung für den Tag der Geburt

    Die Tasche für die Klinik sollte in der 37. SSW schon fertig gepackt sein, aber steht auch schon fest, wie lange die Fahrt von Zuhause bis zur Klinik dauern wird? Es gibt einige Dinge, die jetzt überlegt sein wollen, denn die letzten Wochen vergehen wie im Flug und wenn das Baby da ist, dann sollte alles perfekt vorbereitet sein.

    Wer schon Kinder hat, der sollte am Ende der 37. SSW einen Babysitter organisieren. Optimal sind die Großeltern, denn an die sind die Kinder schon gewöhnt und die Trennung von der Mutter fällt vor allem kleinen Kindern dann nicht allzu schwer.

    Alle wichtigen Telefonnummern wie die Nummer der Klinik, der Hebamme und die Rufnummer eines Taxiunternehmens sollten gut sichtbar neben dem Telefon platziert werden. Wenn die Klinik weiter entfernt ist, dann sollte man den Weg einmal abfahren, um abschätzen zu können, wie lange man unterwegs ist. Gibt es eventuell Staus auf der Fahrstrecke? Wie sind die Ampeln geschaltet, und auch ist von Interesse, ob es einen sogenannten „Starenkasten“ gibt, denn werdende Väter neigen gerne dazu, ein wenig fester aufs Gaspedal zu treten.

    Wer mehr über die Klinik wissen will, der sollte eine Führung durch die Entbindungsstation machen und sich zeigen lassen, welche Möglichkeiten für die Geburt geboten werden. Kann man auch unter Wasser das Kind zur Welt bringen und kann der Partner die ganze Zeit dabei bleiben? Die Hebammen und Ärzte stehen bei einer solchen Besichtigung Rede und Antwort. Wichtig ist es auch sich danach zu erkundigen, welcher Eingang der Klinik Tag und Nacht geöffnet ist.

    Sollte es in der 37. SSW zu Blutungen oder aber zu einem Sprung der Fruchtblase kommen, dann darf keine Zeit verloren werden und die Mutter muss unverzüglich ins nächste Krankenhaus gebracht werden. Wer in dieser Situation allein zu Hause ist, der sollte nicht zögern, sondern sofort den Notruf 112 wählen und um einen Krankenwagen bitten, der die Mutter und das ungeborene Kind ohne Umwege in die Klinik bringt.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Syphilis – die „galante“ Krankheit

    Die Syphilis, die bis heute noch immer als Kavalierskrankheit bezeichnet wird, hat viele Namen und ist bekannt, wie kaum eine andere Krankheit. Franzosenkrankheit, harter Schanker, Lues – das sind nur einige Namen für die Syphilis, gemeint ist aber immer eine Infektionskrankheit, die so gar nichts Galantes hat und die im schlimmsten Fall das zentrale Nervensystem komplett zerstören kann. Mozart soll unter Syphilis gelitten haben und auch der Dichter Hölderlin und der Komponist Franz Schubert. Der Preußenkönig Friedrich II. soll sich schon in seiner Jugend infiziert haben und auch einige französische Herrscher sollen Opfer der Syphilis geworden sein. Heute hat die Krankheit viel von ihrem Schrecken verloren, aber sie birgt nach wie vor Gefahren.

    Was genau ist Syphilis?

    Syphilis ist eine Infektionskrankheit, die durch sexuelle Kontakte übertragen wird und in vier Stadien verläuft. Ausgelöst wird die Krankheit durch Bakterien, die die Schleimhäute befallen. Im ersten Stadium sind deshalb zunächst nur die Schleimhäute betroffen, an denen sich Geschwüre bilden. Im zweiten Stadium schwellen die Lymphknoten an und die Betroffenen verspüren Schmerzen, in den letzten beiden Stadien greifen die Bakterien schließlich das zentrale Nervensystem an und zerstören es. Wenn die Syphilis nicht frühzeitig behandelt und chronisch wird, dann führt sie zum Tod. Was Syphilis so gefährlich macht, das ist die relativ lange Inkubationszeit, die bis zu drei Monate dauern kann. In diesem Zeitraum spüren die Betroffenen nicht und geben die Krankheit unbewusst weiter. In Deutschland erkranken vor allem Männer zwischen 30 und 40 Jahren an Syphilis, und in vier von fünf Fällen fand die Ansteckung durch homosexuelle Kontakte statt. Syphilis ist meldepflichtig, jede Erkrankung muss dem Robert-Koch Institut gemeldet werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Wenn das für die Syphilis zuständige Bakterium Treponema pallidum durch Geschlechtsverkehr oder durch küssen übertragen wird, dann zeigen sich nach der Inkubationszeit die ersten Geschwüre in der Mundhöhle, später sind diese Geschwüre auch an dem Lymphknoten zum Beispiel unter den Armen oder am Hals zu sehen. In der Folge treten Veränderungen am Knochenbau und später auch am Herzen auf. Dann befällt das Bakterium die inneren Organe und schließlich das Nervensystem. Unterschieden wird die Krankheit in eine primäre und eine sekundäre Syphilis, es gibt aber auch eine sogenannte latente Form. Ist der Verlauf der Krankheit latent, dann kommt es zu langen Intervallen, in denen die Betroffenen keine Beschwerden haben, bricht die Syphilis dann aber wieder aus, dann ist sie in der Regel schon sehr weit fortgeschritten.

    Ist Syphilis heilbar?

    Syphilis war in den 1990er kaum noch ein Thema. Die meisten Menschen hatten in dieser Zeit Angst vor einer HIV-Infektion und Kondome verhinderten nicht nur eine Ansteckung mit dem HIV-Virus, sondern schützten auch vor Syphilis. Heute hat die Zahl der Erkrankungen wieder stark zugenommen, denn die Hysterie um AIDS ist abgeflaut, die Menschen gehen wieder leichtsinnig mit der Sexualität um. War Syphilis in früheren Zeiten eine Krankheit, die zu einem langsamen und qualvollen Tod führte, so werden heute mit Antibiotika große Erfolge erzielt. Syphilis ist nicht heilbar, wie schwer der Verlauf der Krankheit aber ist, das hängt davon ab, wie schnell sie erkannt wird. Befindet sich die Syphilis in einem frühen Stadium, dann bestehen gute Chancen, dass die Betroffenen ohne Beschwerden ein langes Leben haben. Wird sie aber zu spät diagnostiziert, dann kann sie auch heute noch zum Tod führen.

    Ein sicherer Schutz

    Die einzige Möglichkeit, einer Ansteckung mit Syphilis zu entgehen, heißt Safer Sex, denn Kondome können eine Ansteckung effektiv verhindern. Auch die Wahl der Sexualpraktiken sollte genau überlegt werden, da Syphilis auch durch oralen Sex übertragen werden kann. Es ist ein Mythos, dass nur Männer Syphilis bekommen können, Frauen sind ebenso gefährdet und schwangere Frauen können die Krankheit auch auf ihre ungeborenen Kinder übertragen.

    Bild: © Depositphotos.com / gustavofrazao

  • Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Das amerikanische Kinsey Institute an der University of Indiana stellte in einer Studie fest, dass ein aktives Sexualleben das Immunsystem stärken kann. Wie die Forscher herausfanden, löst sexuelle Aktivität körperliche Veränderungen aus. Die Möglichkeit schwanger zu werden erhöhe sich und ein aktives Sexualleben trage zu einem gesunden Immunsystem bei.

    Sex wirkt sich auf Immunsystem aus

    Nach Angaben der Studienautorin Tierney Lorenz sei der Körper des Menschen auf Fortpflanzung fixiert und bisher war nur wenig darüber bekannt, wie sich Sex auf den Gesundheitszustand auswirkt. Im Rahmen der Studie wurden 30 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon eine Gruppe sexuell aktiv war. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Frauen, die sich für ein abstintentes Leben entschieden hatten. Bei den Typ 2 T-Helferzellen wurden bei der sexuell aktiven Frauengruppe eine stärkere Veränderung festgestellt und dies betraf auch die Proteine der Zellen. Die T-Helferzellen sind hauptverantwortlich für die Immunabwehr des Körpers und zerstören Mikroben.

    Die Immunglobuine sind Antikörper, die im Mittelpunkt bei der Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge von außen stehen. Gegen äußerliche Eindringlinge kämpft die Typ T1-Helferzellen, während Typ 2 dieser Zellen die Aufnahme von Eindringlingen unterstützt. Zu den gewünschten Eindringlingen zählt zum Beispiel Sperma und sich in Entwicklung befindliche Embryonen. Der Körper würde Sperma und Embryonen als Gefahr betrachten und eine Abstoßung veranlassen, wenn die Typ 2 T-Helferzellen nicht existieren würden. Eine Schwangerschaft wäre dann auf keinen Fall möglich.

    Bessere Vorbereitung auf Schwangerschaft

    Bei den sexuell aktiveren Frauen stellte die Studie eine bessere Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft fest. Regelmäßiger Sex erhöht dem Studienergebnis zufolge die Chance schwanger zu werden. Bisher war die Forschung der Ansicht, dass Paare nur zu bestimmten Zeiten den Beischlaf vollziehen müssen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird Paaren nun dazu geraten regelmäßig Sex zu haben. In der so genannten Lutealphase, auch als Sekretionsphase bezeichnet, verzeichneten die Forscher in der Studie bei den sexuell aktiven Frauen eine höhere Zahl an Typ 2 T-Helferzellen. Die Sekretionsphase erfolgt kurz vor dem Eisprung und der Anstieg der Anzahl der Typ 2 T-Helferzellen führt dazu, dass der Körper sich besser auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Die abstinent lebenden Frauen erlebten der Studie zufolge keine Veränderung in ihrer Immunabwehr.

    Wie die Studienautorin berichtet, würde sich das Immunsystem sich dem Sozialverhalten anpassen, weshalb es als ein proaktives System bezeichnet werden kann. Das Immunsystem würde auf externe Signale reagieren, wozu etwa das Sozialverhalten und Umwelteinflüsse zählen.

    Auf Basis der Ergebnisse der Studie kann ein aktives Sexualleben sich also positiv auf die Gesundheit und vor allem dem Immunsystem auswirken. Wer regelmäßig Sex hat, profitiert von positiven Effekten einer verstärkten Immunabwehr und Frauen erhöhen zugleich die Chance schwanger zu werden. Ein Leben ohne Sexualkontakt hingegen könnte langfristig schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Denn einige Studien haben ergeben, dass bei wenigen oder kein Sex sich das maximale Lebensalter verkürzen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov