Schlagwort: Volkskrankheit

  • Demenz – die neue Volkskrankheit

    Demenz – die neue Volkskrankheit

    Demenz wird langsam aber sicher zu einer Volkskrankheit, denn die Zahl der Erkrankten steigt dramatisch an. Der aktuelle Alzheimer-Bericht legt Zahlen vor, die erschrecken, denn alle 3,2 Sekunden erkrankt irgendwo auf der Welt ein Mensch an Demenz. Aber nicht nur die Anzahl der Kranken steigt drastisch, auch die Kosten, die die Krankheit nach sich zieht, explodieren.

    Demenz vorbeugen und investieren

    Bis zum Jahr 2050, so schätzen Experten, wird sich die Zahl derjenigen, die an Demenz erkrankt sind, verdreifacht haben. Aktuell leben fast 50 Millionen Menschen weltweit mit Demenz, 2030 werden es 74 Millionen sein. 60 % der Erkrankten lebt in armen Ländern und hier wird sich die Lage in den nächsten Jahren drastisch zuspitzen. Die Kosten von 711 Milliarden Euro, die für die Behandlung und die Früherkennung von Demenz jedes Jahr anfallen, werden kaum noch zu stemmen sein. Damit die Sozial- und Gesundheitssysteme nicht an ihre Grenzen stoßen, raten die Experten, die jetzt in London den neuen Alzheimer-Bericht vorgestellt haben, besser vorzubeugen und noch mehr in Präventivmaßnahmen gegen Alzheimer zu investieren.

    Eine Herausforderung auch für Deutschland

    In Deutschland leben momentan über 1,5 Millionen an Demenz erkrankte Menschen. Die meisten der Betroffenen sind an Alzheimer erkrankt und über die Hälfte ist älter als 60 Jahre. Auch wenn es verschiedene Formen der Demenz gibt, alle Erkrankungen haben eines gemeinsam: Die Nervenzellen im Gehirn sterben ab, geistige Fähigkeiten wie Motorik und Sprache lassen immer mehr nach, die Kranken sind bald nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen und ihren Alltag zu bewältigen. In der Folge müssen mehr Heimplätze geschaffen werden und auch die Zahl der benötigten Pflegekräfte müsste dementsprechend erhöht werden. Da die Ursachen für Demenz nach wie vor noch unbekannt sind, wird es schwer, präventive Maßnahme zu finden, und genau hier sehen Wissenschaftler die größte Herausforderung.

    Hohe Kosten

    Zwar wird es kaum möglich sein, die Zahl der Demenzkranken zu reduzieren, aber die Forschung braucht deutlich mehr Geld, um der immer noch geheimnisvollen Krankheit auf die Spur zu kommen. Es gibt nach wie vor keine Medikamente, die effektiv dabei helfen Demenz zu heilen oder der Krankheit vorzubeugen. Aber nicht nur die Forschung ist gefordert, auch die Gesundheitssysteme werden ihre Schwierigkeiten bekommen, für die an Demenz oder Alzheimer erkrankten Menschen lebenswürdige Bedingungen zu schaffen. Mit dem Bau neuer Heime ist es leider nicht getan, es müssen auch Fachkräfte gefunden werden, die sich um die Erkrankten kümmern.

    Die Folgen der Demenz für die Familien

    Sollte sich der jetzt vorgestellte Alzheimer-Bericht bewahrheiten, dann kommen auch auf immer mehr Familien immer größer werdende Herausforderungen zu. Nicht alle Familien können es sich leisten, die Mutter oder den Vater in ein Heim zu geben, oftmals muss die Pflege eines an Demenz erkrankten Angehörigen von zu Hause aus gemanagt werden. Ob das neue Pflegegesetz, das zum ersten Mal auch die Demenzkranken berücksichtigt, die Familien wirklich entlasten kann, das muss sich zeigen. Es ist für viele Familien nicht nur ein zeitliches und finanzielles Problem einen an Demenz erkrankten Angehörigen zu pflegen, auch die physischen und psychischen Herausforderungen sind enorm groß.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Fersensporn – eine schmerzhafte Volkserkrankung am Fuß

    Fersensporn – eine schmerzhafte Volkserkrankung am Fuß

    Beim Auftreten mit dem Fuß durchzuckt den einen oder anderen ein starker Schmerz. Das könnte an einem Fersensporn liegen, der fast als Volkskrankheit bezeichnet werden kann. Welche Ursachen und Behandlungen Abhilfe bzw. Linderung verschaffen und wann eine Operation unumgänglich ist, lesen Sie im nachfolgenden Bericht.

    Betroffene können sich den Fersensporn fast wie einen zusätzlichen kleinen Knochen am Fuß vorstellen, der sich nachträglich gebildet hat. Grundsätzlich kommt das sehr häufig vor und ist auch weder schmerzhaft, noch macht es Probleme. Nur wenn sich die Plantarsehen an der Fußsohle entzündet und es zu einer sogenannten Plantarfsziitis kommt, kommt auch der Schmerz beim Auftreten. Fast jeder dritte Mensch leidet an einem Fersensporn, wobei die Häufigkeit bei älteren Personen, die über 50 Jahre alt sind, stark zunimmt.

    Zwei Arten der Erkrankung

    Mediziner unterscheiden zwei Varianten der schmerzhaften Fußerkrankung. Es gibt den oberen Fersensporn, der sich unmittelbar an der Hacke bildet und der untere, der sich unter der Fußsohle bildet. Letzter ist der häufigere. Die Symptome sind unterschiedlich, wobei manche Betroffene gar nicht erst merken, wenn sie einen Fersensporn haben. Sogar wenn er in einer Röntgenaufnahme deutlich zu erkennen ist, muss es nicht heißen, dass er Schmerzen verursacht. Klar ist, dass die Tatsache, dass er beim Röntgen zu sehen ist, darauf hinweist, dass die Erkrankung bereits schon länger besteht. Grundsätzlich ist sie nämlich ein Indiz dafür, dass es an dieser Stelle am Fuß bereits einmal eine entzündliche Veränderung, die meist den Muskel-Sehnen-Ansatz betroffen hat, gegeben hat. Typisch für den Fersensporn ist die Tatsache, dass die ersten Schritte nach dem morgendlichen Aufstehen am meisten Schmerzen verursachen. Das liegt daran, dass die Füße während der Nacht meist in einer Beugestellung waren, sich die Wadenmuskulatur morgens aber dehnt. Und ist die Plantasehne entzündet, tut genau das weh.

    Risikofaktoren und Therapiemaßnahmen

    Frauen leiden wesentlich häufiger an Fersensporn als Männer. Wobei Patienten mit Rheuma überdurchschnittlich oft betroffen sind. Auch Menschen, die von Natur aus Senk- oder Plattfüße haben, sind gefährdet, nach einigen Jahren das Überbein am Fuß zu erleiden. Neben dem weiteren Risikofaktor Übergewicht, gibt es einen äußeren Faktor, der die Krankheit fördert. Die Rede ist von der Schuhmode, die vor allem dann zur Gefahr wird, wenn sie auf hohe Absätze setzt. Denn so wird die Verkürzung der Wadenmuskulatur gefördert, womit die Gefahr für eine Plantarfasziitis steigt.
    Optimale Therapien sehen vor allem eine Dehnung der Wadenmuskulatur durch geeignete Physiotherapie vor. Diese bringen meist schon nach kurzer Zeit eine Besserung. Sinnvoll ist es, wenn gewisse Dehnübungen über mehrere Monate hinweg durchgeführt werden, bis die Schmerzen abklingen. Eine operative Behandlung des Fersensporn ist eher selten. Wird sie dennoch durchgeführt, erfolgt dabei eine Ablösung der Sehne vom Knochen. Eine weitere Möglichkeit der Therapie sind Kortisonspritzen, die vor allem gegen die Entzündung helfen.

    Vorbeugende Maßnahmen sind wichtig

    Wer einmal an Fersensporn gelitten hat, ist immer wieder gefährdet. Deshalb macht es Sinn, wenn man zu einer der Risikogruppen zählt oder aber gerne hohe Schuhe trägt, sich beim Orthopäden entsprechende Einlagen mit sogenannten Softspots für die Schuhe zu besorgen. Diese sorgen für optimalen Komfort im Schuh und sind quasi Wellness für die Füße. Wer bereits an der entzündlichen Erkrankung im Fuß leidet, für den kommen diese Einlagen zu spät. Bei der Plantarfasziitis gibt es eine Selbstheilungstendenz, das heißt früher oder später klingen die Symptome wieder ab, wobei man durchschnittlich ein Dreiviertel Jahr dafür rechnen muss. Wer den Heilungsprozess unterstützen möchte, der sollte viel Aktivität machen, am besten solche, die die Wadenmuskulatur trainiert. Auch Joggen wäre eine Option, um dem Fersensporn den Kampf anzusagen. Wer auch nach Monaten noch nicht beschwerdefrei ist und Schmerzen hat, der leidet vermutlich an einem Nervenkompressionssyndrom, das sich beim Fersensporn gebildet hat. Das ist eine sehr spezielle Form dieser Fußerkrankung, bei der nur mehr eine Operation hilft.

    Bild: © Depositphotos.com / stasique

  • So halten Sie Ihre Augen gesund

    So halten Sie Ihre Augen gesund

    Gefahren für den perfekten Durchblick

    Dass die Augen unser wichtigstes Sinnesorgan sind, ist unbestritten. Laut Schätzungen werden 70 Prozent aller Informationen über das Sehen wahr genommen. Damit die Sehkraft im wahrsten Sinn des Wortes auch noch im Alter erhalten bleibt, muss den Augen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bekannte Risikofaktoren wie im nachfolgenden Text aufgelistet, sollten hingegen vermieden werden.

    Grauer Star ist Risiko im Alter

    Vor allem Personen ab dem 50. Lebensjahr sind gefährdet an der Volkskrankheit Grauer Star zu leiden. Diese setzen dem Sehvermögen erheblich zu, unter anderem das Anfangsstadium, der sogenannte Katarakt. Beim Grauen Star kristallisiert sich das Eiweiß, das sich in der Augenlinse befindet, aus und trübt den Block. Betroffene klagen, dass sie wie durch Milchglas sehen. Wer hingegen unter Grünem Star leidet, der im Fachjargon auch Glaukom genannt wird, muss sich damit auseinander setzen, dass aufgrund eines erhöhten Augeninnendruckes der Sehnerv langsam zerstört wird. Wird diese Krankheit nicht behandelt, droht die komplette Erblindung.

    Risiko UV-Licht wird oftmals unterschätzt

    Die Sonne tut Körper und Seele ja gut, wie allgemein bekannt ist. Doch zu viel UV-Licht kann Schäden an der Linse und der Netzhaut des Auges führen. Gefährlich ist dabei, dass der Betroffene erstmal gar nichts davon bemerkt, sondern erst Jahre später unter Grauem Star oder einer Makuladegeneration leidet. Besonders wenn Sonne in Kombination mit Schnee auftritt, sind die Augen entsprechend zu schützen, sonst droht Schneeblindheit. Denn die obersten Zelllagen der Hornhaut können hier beschädigt werden, was nicht nur erhebliche Schmerzen, sondern auch kurzzeitige Sehprobleme verursacht. Abhilfe schafft hier eine gute Sonnenbrille, die sowohl im Fachhandel als auch beim Optiker erhältlich ist. Wichtig ist, dass sie über ausreichend hohen UV-Schutz verfügt und ausreichend groß ist, um bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand zu reichen.

    Rauchen schädigt auch die Augen

    Dass Rauchen ungesund ist, ist hinlänglich bekannt. Doch dass der blaue Dunst auch für die Augen kritisch werden kann, wissen weniger. Doch es gilt als erwiesen, dass Rauchen zu einer früheren Entwicklung der Makuladegeneration führt. Diese ist die häufigste Ursache für Blindheit im Alter. Abgesehen davon hemmen die Schadstoffe in den Zigaretten die Durchblutung im Auge, was wiederum zu einer Verschlechterung der Sehkraft führt.

    Bluthochdruck und Diabetes sind Gefahr für die Augen

    Unbehandelter Bluthochdruck oder auch schlecht eingestellte Diabetes setzen den Augen ebenfalls langfristig zu. Denn durch beide Krankheitsbilder können die feinen Gefäße, die für die Blutversorgung in der Netzhaut zuständig sind, zerstört werden. Die sogenannte diabetische Retinopathie gehört demnach zu den häufigsten Komplikationen und Begleiterscheinungen von Zuckerkrankheit im Alter. Zudem sind Diabetiker verstärkt gefährdet, an Grauem Star zu erkranken. Ein regelmäßiger Check beim Augenarzt ist unbedingt erforderlich.

    Kontaktlinsen nicht zu lange tragen

    Viele schaffen bei Fehlsichtigkeit mit Kontaktlinsen Abhilfe. Doch auch hier ist Vorsicht geboten, denn zu lange getragene Linsen können die Sauerstoffzufuhr zum Auge hemmen. Vor allem die Hornhaut, die besonders empfindlich ist, kann mit sogenannten Gefäßeinsprossungen reagieren. Das heißt, Blutäderchen wachsen in Richtung Hornhaut und sind über kurz oder lang deutlich sichtbar. Haben sie sich einmal gebildet, gehen sie auch nicht mehr weg.

    Sicca-Syndrom aufgrund von Alkoholgenuss

    Auch Alkohol kann negative Wirkungen auf die Augengesundheit haben. Es gibt Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Sicca- Syndrom, also dem trockenen Auge, und dem Konsum von Alkohol nachweisen. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Alkohol in die Tränenflüssigkeit vordringt und deren Zusammensetzung so beeinträchtigt, dass die Augen mit Brennen, Rötungen und vermehrtem Tränenfluss reagiert. Letztendlich ist dadurch auch das Sehvermögen beeinträchtigt.

    Damit die Augen lange gesund und die Sehkraft erhalten bleibt, sollte ein regelmäßiger Check beim Augenarzt erfolgen. Klar ist, dass bei Beschwerden oder gar Schmerzen und Sehbeeinträchtigungen, unbedingt medizinischer Rat eingeholt werden muss. Vor allem wessen Sehvermögen durch Punkte, Schatten oder Blitze gestört wird, sollte hierbei Eile an den Tag legen, um Schlimmeres zu vermeiden.

    Bild: © Depositphotos.com / nejron

  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

    Bild: © Depositphotos.com / redcarpett

  • Adipositas – die neue Volkskrankheit?

    Adipositas – die neue Volkskrankheit?

    Immer mehr Menschen in den großen Industrienationen wie Deutschland, bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Schuld an diesem negativen Trend sind zum einen zu wenig Bewegung und zum anderen eine falsche Ernährung, die bei vielen nur noch aus Fertiggerichten und Fast Food besteht. Die Folgen dieser Lebensweise sind gravierend, und immer öfter stellen die Ärzte die Diagnose Adipositas, also krankhafte Fettsucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert das krankhafte Übergewicht nach dem sogenannten Body-Mass-Index, und wenn dieser Wert jenseits der 30 liegt, dann ist von Adipositas die Rede. Aber was genau ist Adipositas und wie kann man effektiv dagegen angehen?

    Keine richtige Krankheit

    In Deutschland wird Adipositas nicht als eigenständige Krankheit anerkannt, sondern gilt entweder als ein körperlicher Zustand oder als eine Gesundheitsstörung mit einem chronischen Verlauf. Allerdings gehören Adipositas und die Folgeerkrankung Übergewicht auch zu den Ursachen für schwere Folgeerkrankungen, denn wer zu viel wiegt, der riskiert schwerwiegende Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzerkrankungen und auch Diabetes Typ 2. Krebs kann zu den Folgen einer Adipositas gehören, ebenso wie eine Reihe von orthopädischen Erkrankungen, und auch psychische Leiden wie zum Beispiel Depressionen können von der krankhaften Fettsucht ausgelöst werden.

    Die Ursachen für Adipositas

    Neben fehlender körperlicher Bewegung und einer falschen Ernährung gibt es noch mehr Faktoren, die Adipositas auslösen können. Bei einigen Patienten spielt die genetische Veranlagung eine entscheidende Rolle, denn wer übergewichtige Eltern oder Großeltern hat, der lebt mit einem großen Risiko, selbst an Adipositas zu erkranken. Stress und vor allem auch Frust gehören ebenfalls zu den Risiken, die für krankhaftes Übergewicht infrage kommen.  In den meisten Fällen ist es aber eine ungesunde Lebensführung, die für Adipositas sorgt.

    Die Diagnose Adipositas

    Die krankhafte Fettsucht zu diagnostizieren, ist für den Arzt relativ einfach, er kann eine sogenannte Blickdiagnose stellen. Das äußere Erscheinungsbild des Patienten ist aber nur ein Teil der Diagnose, denn auch wenn feststeht, dass es sich um Adipositas handelt, möchte der Arzt der Gesundheitsstörung natürlich auf den Grund gehen. Zur weiteren Diagnose wird der Body-Mass-Index ermittelt und der Patient wird vermessen. Es folgt dann eine Blutuntersuchung, bei der sowohl die Harnsäure als auch die Blutfettwerte bestimmt werden. Auch ein EKG kann dem Arzt dabei helfen, die endgültige Diagnose zu stellen.

    Welche Therapien gibt es?

    Die Therapie bei Adipositas hat nur ein Ziel – die Betroffenen müssen abnehmen, und das funktioniert am besten mit einer kompletten Umstellung der Ernährung. Immer dann, wenn dem Körper weniger Energie zugeführt wird, dann greift er automatisch auf die gespeicherten Kalorien zurück und das Gewicht sinkt langsam, aber sicher. Die Grundlage jeder Adipositas Therapie ist deshalb die Zahl der Kalorien zu drosseln, um den Körper dazu zu bringen, die gespeicherten Kalorien zu verbrauchen. Ein entscheidender Punkt bei jeder Adipositas Therapie ist aber die Motivation des Patienten, denn der Weg zur Normalfigur besteht aus einem festen Willen, viel Disziplin und auch Mut, eine solch langfristige Therapie zu machen. Wenn die Patienten an Gewicht verloren haben, dann ist die Therapie noch lange nicht beendet, denn es gilt das Gewicht zu halten und das geht letztendlich nur über eine gesunde Lebensweise.

    Gibt es Medikamente gegen Adipositas?

    Eine medikamentöse Behandlung kommt immer nur dann infrage, wenn der Betroffene es nicht schafft, seinen Body-Mass-Index dauerhaft unter 30 zu halten. Auch wenn es bereits zu Folgeerkrankungen gekommen ist, dann entscheiden sich die Ärzte für Medikamente, die die Therapie unterstützen sollen. Ein bewährtes Mittel ist der Wirkstoff Orlistat, der die Aufnahme von Fett im Darm verringert. Wenn der Patient zu viel Fett isst, dann löst der Wirkstoff heftigste Blähungen aus und das sorgt bei den meisten Patienten dafür, dass sie sehr schnell keine Lust mehr auf zu fettes Essen haben.

    Bild: © Depositphotos.com / olly18

  • Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Viele Menschen nehmen Kopfschmerztabletten, aber nur die wenigsten wissen, dass eine Einnahme von Kopfschmerztabletten über einen längeren Zeitraum wieder Kopfschmerzen auslöst, die nicht selten stärker sind als die Schmerzen, gegen die das Mittel eingenommen wurde. Vor allem Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und auch Paracetamol sind dafür verantwortlich, wenn es zu dumpfen und drückenden Schmerzen im Kopf kommt. Besonders oft sind diejenigen betroffen, die unter Migräne leiden und daher viel und oft zu Kopfschmerztabletten greifen. Vor allem wenn spezielle Migräne Mittel eingenommen werden, dann kann es zu sehr schmerzhaften Attacken kommen.

    Eine Pause einlegen

    Die dauerhafte Einnahme von Migräne- oder Kopfschmerztabletten kann schnell zu einer Art Teufelskreis führen. Das Mittel wird genommen, wenn die Kopfschmerzen auftreten, aber nach relativ kurzer Zeit ist der Schmerz omnipräsent und es müssen mehr Tabletten eingenommen werden, immer in der Hoffnung, dass der Schmerz verschwindet. Das ist bei längerer Einnahme nicht mehr der Fall, denn die vermeintlichen Helfer entpuppen sich als diejenigen, die den Schmerz erst auslösen. Immer dann, wenn sich dauerhafte Schmerzen im Kopf einstellen, dann muss eine Pause eingelegt werden, die mindestens zwei Wochen dauern sollte. In etwa 80 % der Fälle geht es den Betroffenen dann deutlich besser und die Kopfschmerzen sind verschwunden.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte ein Facharzt aufgesucht werden, der der Ursache der Kopfschmerzen auf den Grund geht und dann eine entsprechende Therapie einleitet.

    Kopfschmerztabletten richtig einnehmen

    Wer bei gelegentlichen Kopfschmerzen mal eine Tablette nimmt, der muss nicht befürchten, dass die Schmerzen durch die Einnahme schlimmer werden. Ohne Anweisung des Arztes sollten Kopfschmerztabletten und auch spezielle Mittel gegen Migräne jedoch nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Auch wer länger als drei Tage hintereinander zur Kopfschmerztablette greift, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schmerz nicht verschwindet, sondern im Gegenteil noch stärker wird.

    Einfache Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Wer häufig Kopfschmerzen hat, der kann mit einfachen Mitteln dagegen ankämpfen. So kann es zum Beispiel helfen, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, spazieren zu gehen oder ein- bis zweimal pro Woche zu schwimmen. Auch wenn die Migräne es zulässt, dann kann sportliche Betätigung hilfreich sein. Alle, die unter starken Migräneattacken leiden, sind gut beraten nicht nur sportlich aktiv zu werden, sondern auch ein Training zur Entspannung der Muskeln zu machen. Mit progressiver Muskelentspannung kann der Dauerkopfschmerz wirkungsvoll bekämpft werden.

    Migräne muss nicht zwangsläufig mit Medikamenten behandelt werden. Besonders dann, wenn sich nach der Einnahme der Medikamente keine dauerhafte Besserung gibt, sollten sich die Betroffenen für eine Alternative entscheiden. Akupunktur kann eine dieser Alternativen sein, denn Akupunktur wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Der Nachteil bei einer Akupunkturbehandlung ist aber, dass sie in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur wenn die Migräneattacken so schlimm sind, dass sie das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen, weil die Betroffenen zum Beispiel nicht mehr arbeiten gehen können, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine alternative Behandlung. Auch Patienten, die keine starken Medikamente vertragen können, bekommen eine alternative Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

    Kopfschmerzen und auch Migräne haben sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile ist die Migräne die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung in Deutschland, an der bis zu 14 % der Frauen und 8 % der Männer leiden. Wer häufig Kopfschmerzen hat und wenn die Schmerzen trotz der Einnahme von Kopfschmerztabletten nicht verschwinden, dann ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen, um die Ursache der Schmerzen zu klären. Die Tabletten einfach weiter einzunehmen und zu hoffen, dass die Schmerzen dann verschwinden, kann ein Fehler sein.

    Bild: © Depositphotos.com / mobi68