Schlagwort: Wechsel

  • Schützt Nervennahrung wirklich vor Stress?

    Schützt Nervennahrung wirklich vor Stress?

    Sahne, Zucker und Butter sind das beste Nervenfutter, sagt der Volksmund, aber stimmt das tatsächlich oder gehören solche Weisheiten eher in das Reich der Mythen? Gibt es Nahrungsmittel, die den Kopf auf Trab bringen und die uns besser denken lassen? Ist eine Tafel Schokolade wirklich Balsam für die Nerven? Viele Fragen, die nach einer Antwort verlangen, ob und wie Nervennahrung in stressigen Lebenslagen helfen kann.

    Fisch – ein wahrer Alleskönner

    Fisch ist eine hervorragende Nervennahrung, denn Fisch enthält viel Eiweiß und vor allem die lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Wer viel Fisch isst, der behält lange ein gutes Gedächtnis und stärkt sein Immunsystem. Zudem ist Fisch gut für Herz und Kreislauf, und auch für die Stimmung kann frischer Fisch Wunder bewirken, und Depressionen sind kein Thema mehr.

    Nervennahrung – Gemüse hält den Kopf fit

    Gemüse ist bekanntlich gesund, aber wer drei Portionen Gemüse wie Spinat, Mangold oder auch Salat zu sich nimmt, der kann seine Gedächtnisleistung um 40 % erhöhen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie mit 3000 älteren Probanden am Rush University Media Center in Chicago.

    Erdbeeren und Blaubeeren – perfekt gegen Alzheimer

    Erdbeeren und Blaubeeren gehören ebenfalls zur Nervennahrung und das völlig zu Recht. Erdbeeren sind reich an Fistein, einem effektiven Antioxidans, das die Nervenzellen vor dem Absterben bewahrt. Erdbeeren haben außerdem viel Jod, das die Bildung von Schilddrüsenhormonen anregt. Auch Blaubeeren sind ideal für alle, die viel Nervennahrung brauchen, denn die blauen Beeren schützen das Gehirn vor Alterung, sie sind gut für die Feinmotorik und sie steigern die Leistungsfähigkeit.

    Walnüsse und Kürbiskerne – klein, aber wirksam

    Bei vielen Menschen sinkt am Nachmittag die Leistungskurve steil nach unten. Um wieder fit zu werden, hilft es ein paar Walnüsse oder Kürbiskerne zu knabbern. Walnüsse haben viel B-Lecithin, Cholin, Magnesium und auch Omega-3-Fettsäuren. Allerdings haben Nüsse auch viel Fett, und wer auf seine Figur achtet, der sollte nicht mehr als eine Handvoll am Tag essen. Kürbiskerne enthalten vor allem viel Zink, was sich positiv auf den Stoffwechsel auswirkt. Die kleinen Kerne steigern das Kurzzeitgedächtnis und wer unter Stress steht und sich konzentrieren muss, der sollte Kürbiskerne als Nervennahrung naschen.

    Olivenöl und Kakao – lecker und wirksam

    Wirklich gutes Olivenöl sollte als Nervennahrung immer in den Speiseplan eingebaut werden, denn auch Olivenöl ist reich an Omega-3-Fettsäuren, wirkt gegen Depressionen, unterstützt die Nerven und hilft dabei, die Zellmembranen wieder aufzubauen. Auch Schokolade ist Nervennahrung pur, aber noch besser ist Kakao. Echter Kakao enthält Flavonoide, die bei der Durchblutung der Zellen im Gehirn behilflich sind. Kakao wie auch Schokolade kurbeln das Glücksgefühl an, sie spenden mentale Kraft und sie wirken ebenfalls Depressionen entgegen. Besonders wirksam ist dunkle bittere Schokolade, weiße Schokolade und Vollmilch schmecken zwar lecker, aber sie machen dick. Wer Kakao als Nervennahrung einsetzen möchte, der sollte deshalb echten Bio-Kakao kaufen.

    Bild: © Depositphotos.com / nanaplus

  • Wie schädlich ist Aluminiumchlorid im Deo?

    Wie schädlich ist Aluminiumchlorid im Deo?

    Schwitzen ist natürlich und auch notwendig, da der Körper über den Schweiß seine Temperatur reguliert. Wird aber zu viel geschwitzt, dann wird es unangenehm, denn keiner möchte nach Schweiß riechen oder will große Schweißflecken unter den Achselhöhlen haben. Um das zu verhindern, gibt es eine Menge Deodorants, die versprechen, dass sie das Schweißproblem schnell und sicher lösen können. Die meisten dieser Deos enthalten Aluminiumchlorid, ein Salz, was sich in die Poren der Haut setzt und so die Schweißbildung verhindern kann. Aus hygienischer Sicht ist dieser Prozess wünschenswert, aus gesundheitlicher Sicht gibt es gegen Aluminiumchlorid im Deo erhebliche Vorbehalte.

    Wie entsteht Achselschweiß?

    Jeder Mensch hat zwischen zwei und fünf Millionen Schweißdrüsen im Körper, die sich über die ganze Haut verteilen. Nur ein sehr kleiner Teil der Drüsen befindet sich in den beiden Achselhöhlen, ein Bereich des Körpers, an dem gerne und auch viel geschwitzt wird. In den Achselhöhlen liegen die Schweißdrüsen sehr eng beieinander und das hat zur Folge, dass der Schweiß, der über diese Drüsen austritt, nicht so gut verdunsten kann. So entsteht der Eindruck, dass unter den Armen besonders viel geschwitzt wird, was aber im Vergleich zu anderen Körperregionen nicht der Fall ist. Der menschliche Schweiß ist von Natur aus geruchlos, Schweiß beginnt immer nur dann zu riechen, wenn er von den Bakterien die auf der Haut sitzen, zersetzt wird. Es entsteht ein unangenehmer Geruch, der von den Achselhaaren noch verstärkt wird. Die Achselhaare sorgen zudem dafür, dass sich der Schweiß großflächig verteilen kann.

    Giftstoffe bleiben im Körper

    Aluminiumchlorid im Deo erzielt den gewünschten Effekt, in dem es verhindert, dass sich die Schweißdrüsen öffnen und dann für einen unangenehmen Geruch und für unschöne Flecken auf der Kleidung sorgen. Wenn die Salze des Chlorid aber die Schweißdrüsen blockieren oder komplett verstopfen, dann können die Giftstoffe, die eigentlich mit dem Schweiß ausgespült werden, nicht mehr aus den Schweißdrüsen abfließen und das kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Viele Menschen vertragen Aluminiumchlorid im Deo nicht und reagieren allergisch auf das Salz, es kommt zu Reizungen der empfindlichen Haut und im schlimmsten Fall sogar zu Hautausschlägen. Lokale Rötungen in den Achselhöhlen sind oft ein Zeichen dafür, dass das Aluminiumchlorid im Deo nicht vertragen wird, auch wenn die Haut an dieser Stelle juckt, dann sollte das Deo gewechselt werden.

    Aluminiumchlorid ist Gift

    Die meisten, die jeden Tag ein Deo mit Aluminiumchlorid benutzen, um gut zu duften, wissen nicht, dass sie sich ein Nervengift unter die Arme sprühen. Wird Aluminiumchlorid zu hoch dosiert, dann bewirkt dieses Gift die sogenannte Blut-Hirn-Schranke, was die DNA dauerhaft schwer schädigen kann. Aluminiumchlorid hat zudem sogenannte epigenetische Effekte, die schon vor vielen Jahren in Tierversuchen nachgewiesen wurden. Studien verschiedener Universitäten wie der University of Missouri und der Universität von Pittsburgh legen den Verdacht nahe, dass Aluminiumchlorid im Zusammenhang mit Alzheimer steht. Gesicherte oder eindeutige Beweise für diese Vermutungen gibt es aber bislang nicht.

    Aluminiumchlorid – Die Verbraucher reagieren

    Die Gefahr, die von Aluminiumchlorid in Deos ausgeht, hat viele Verbraucher zutiefst verunsichert. Immer mehr Menschen steigen auf Deodorants um, die kein Aluminiumchlorid mehr enthalten. Die Industrie hat entsprechend schnell reagiert und bietet jetzt Deos ohne das Chlorid an. Es war ein österreichischer Journalist, der den Stein ins Rollen gebracht hat, denn Bert Ehgartner veröffentlichte 2013 die „Akte Alu“ und informierte damit eine breite Öffentlichkeit über die möglichen Gefahren, die vom Aluminiumchlorid im Deo ausgehen können. Bei der kosmetischen Industrie wurde der Report des Journalisten zunächst mit Befremden aufgenommen und es wurde vonseiten der Hersteller heftig dementiert, dass Aluminiumchlorid für die Gesundheit schädlich ist. Als es dann einige Studien zu diesem Thema gab, die zum gleichen Ergebnis wie Ehgartner kamen, stellten die Hersteller ihr Sortiment dauerhaft um.

    Bild: © Depositphotos.com / gpointstudio

  • Wiederbelebung – es kommt auf jede Minute an

    Wiederbelebung – es kommt auf jede Minute an

    Am 19. September beginnt die bundesweite Woche der Wiederbelebung, die noch bis zum 26. September dauern wird. In dieser Aktionswoche möchte die Deutsche Herzstiftung die Menschen darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, sich mit der Wiederbelebung nach einem Herzstillstand auszukennen. Die Deutsche Herzstiftung möchte aber auch erreichen, dass jeder weiß, wie man sich richtig verhält, wenn es darum geht, ein Menschenleben zu retten und Erste Hilfe zu leisten. Was ist zu tun, wenn es zu einem Kollaps kommt und eine Wiederbelebung notwendig wird?

    Wiederbelebung – Schnell handeln

    Nur die Wenigsten können sich noch an den Erste-Hilfe-Kurs erinnern, der anlässlich der Führerscheinprüfung gemacht werden musste. Kommt es aber zum Herzstillstand, dann bleibt keine Zeit mehr, sich die richtige Wiederbelebung ins Gedächtnis zu rufen, dann ist schnelles Handeln gefragt. Die Wiederbelebung ist die einzige Maßnahme, um ein Leben zu retten, und deshalb muss jeder Handgriff sitzen. Kommt es zum Kollaps, dann sollte zunächst überprüft werden, ob der Betroffene überhaupt ansprechbar ist. Lautes Rufen und auch kräftiges Schütteln an den Schultern gibt darüber Auskunft, ob es zur Bewusstlosigkeit gekommen ist. Wenn der Betroffene nicht reagiert, dann muss so schnell wie möglich der Notarzt alarmiert werden.

    Sofortmaßnahmen einleiten

    Bis der Notarztwagen eintrifft, vergeht wertvolle Zeit und wer vor Ort ist, der kann mit einer Wiederbelebung den Betroffenen stabilisieren, bis die Rettung eintrifft. So muss die Atmung überprüft werden und dazu sollte der Patient auf den Rücken gelegt werden. Der Kopf wird überstreckt und das Kinn muss angehoben werden. Wenn der Betroffene nach Luft schnappt oder röchelt, dann ist das keine normale Atmung und es muss mit der Wiederbelebung begonnen werden. Um eine Herzdruckmassage richtig durchführen zu können, kniet der Helfer seitlich neben dem Bewusstlosen und legt dann beide Handballen übereinander genau auf die Stelle, wo sich die Brustwarzen und das Brustbein kreuzen. Anschließend wird der Brustkorb mindestens einhundertmal pro Minute fünf Zentimeter tief in Richtung der Wirbelsäule gedrückt. Diese Wiederbelebung muss so lange praktiziert werden, bis die Rettung eintrifft. Sind mehrere Helfer vor Ort, dann sollte man sich abwechseln, denn eine Herzdruckmassage ist anstrengend und erfordert viel Kraft.

    Keine Mund-zu-Mund-Beatmung machen

    In Filmen wird immer wieder gezeigt, wie Menschen mit einer Mund-zu-Mund-Beatmung ins Leben zurückgeholt werden, in der Realität ist diese Form der Wiederbelebung aber nicht zu empfehlen. Sind die Helfer jedoch geschult und kennen sich mit der Wiederbelebung aus, dann sollten im Wechsel nach 30 Herzdruckmassagen immer zwei Beatmungen von Mund zu Mund durchgeführt werden. Ist ein Defibrillator in der Nähe, wie das zum Beispiel in vielen öffentlichen Gebäuden oder auch in vielen Banken der Fall ist, dann kann die Wiederbelebung damit durchgeführt werden, denn wenn das Herz geschockt wird, dann steigen die Überlebenschancen um ein Vielfaches.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1

  • Wetterwechsel begünstigen Migräne

    Wetterwechsel begünstigen Migräne

    Migräne hat bis heute einen schweren Stand, denn noch immer wird diese Art von Kopfschmerzen vor allem Frauen zugerechnet, die als ein wenig „hysterisch“ gelten. Alle, die das denken, haben in ihrem Leben wahrscheinlich noch nie Migräne gehabt, denn diese starken Kopfschmerzen können das Leben der Betroffenen sehr einschränken. Was eine Migräne auslöst, das ist noch nicht genau erforscht, aber nach einer neuen Studie ist ein Wetterwechsel oft der Grund, warum es zu einer Migräneattacke kommt.

    Das Gewitter im Kopf

    Sieben bis zehn Prozent der Männer und 15 % der Frauen in Deutschland leiden unter jenen pulsierenden Kopfschmerzen, die so typisch für eine Migräne sind. Viele können die Attacken nur in einem abgedunkelten Raum ertragen, andere werden während einer heftigen Schmerzattacke auf einem Auge blind, und oftmals helfen auch die stärksten Kopfschmerztabletten nicht mehr. Migräne ist weitaus mehr als nur Kopfschmerzen, die Weltgesundheitsorganisation WHO zählt Migräne zu den 20 Leiden, die das Leben der Betroffenen am meisten beeinträchtigt. Eine neue Studie bestätigt jetzt das, was viele Migräne Patienten sagen, dass sie die ersten Anzeichen einer Migräne spüren können, und zwar schon Stunden, bevor das Wetter umschlägt.

    Migräne Patienten sind sensibel

    Die Mehrzahl derjenigen, die regelmäßig unter einer Migräne zu leiden haben, sind besonders sensibel und reagieren auf bestimmte Reize. Kommt es zu einer Überflutung von Reizen, dann werden Botenstoffe in großen Mengen ausgeschüttet, die Gefäße im Kopf verengen sich und es kommt zu einer Kaskade von Schmerzen. Die Ernährung kann ebenso zu einer Reizüberflutung führen wie auch ein gestörter Schlaf- und Wachrhythmus, aber auch ein Wetterwechsel macht den Betroffenen zu schaffen. Sie reagieren darauf, wenn das Wetter umschlägt, viele haben Schwierigkeiten bei Hitze und einem nahenden Gewitter, andere bekommen Kopfschmerzen, wenn das Thermometer sinkt. Eine Untersuchung unter 20.000 Migräne Patienten ergab: Wenn das Thermometer nur um fünf Grad sinkt, dann haben 20 % mehr und vor allem auch stärkere Kopfschmerzen.

    Kopfschmerzen als Wetterradar

    Wissenschaftler an der Hochschule im bayrischen Hof haben zusammen mit der Migräne- und Kopfschmerzklinik Königstein und der Universität Rostock Fakten und Daten von Migräne Patienten gesammelt, die besonders heftig auf Wetterumschwünge reagieren. Sie fanden heraus, dass einige Patienten besonders heftig reagieren, andere spüren den kommenden Wetterwechsel, aber sie reagieren nur mit leichten Schmerzen. Interessant ist auch, dass diejenigen, denen die Migräne „vererbt“ wurde, es mit besonders starken Kopfschmerzen zu tun haben. Da man das Wetter nicht ändern kann, bleibt den Migräne Patienten nichts anderes übrig, als zu lernen, mit dem Schmerz umzugehen. Entspannungsübungen können helfen, und die Betroffenen sollten mit diesen Übungen beginnen, wenn sie die ersten Anzeichen einer Migräne fühlen, auch Ausdauersport kann hilfreich sein. Die Ärzte raten ihren Patienten in der Regel zu Dunkelheit und Ruhe, wenn die Attacken von Ausfallerscheinungen begleitet werden.

    Bild: © Depositphotos.com / robertprzybysz

  • Rauchen vermehrt Wechseljahres-Beschwerden

    Viermal so häufig Hitzewallungen im Vergleich zu Nichtraucherinnen

    Baierbrunn (ots) – Mit Beginn der Wechseljahre leiden rund drei von vier Frauen unter Hitzewallungen – Raucherinnen jedoch ganz besonders, berichtet die „Apotheken Umschau“. Dies habe eine Studie der Universität von Illinois (USA) mit 761 Frauen zwischen 45 und 54 Jahren ergeben. Verglichen mit Nichtraucherinnen haben sie ein vierfach höheres Risiko für Hitzewallungen. Zudem treten die Symptome deutlich stärker und häufiger auf. Auch diese Studie zeigte, wie ratsam Aufhören ist: Wer schon vor mindestens fünf Jahren vom Glimmstängel abließ, hatte deutlich weniger Beschwerden.

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2015 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3116237
  • Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Was man bei Rückenschmerzen nicht tun sollte

    Jeder hat schon einmal Rückenschmerzen gehabt, besonders wer dauerhaft einer sitzenden Tätigkeit nachgeht, weiß, dass der Rücken große Probleme bereiten kann. Es gibt unendliche viele Tipps, die den Rückenschmerzen den Kampf ansagen sollen, aber nicht jeder dieser Tipps ist auch der Richtige, um die Schmerzen im Rücken loszuwerden. Welche Maßnahmen sollten auf jeden Fall vermieden werden, weil sie den Rücken noch mehr belasten?

    Sitzbälle sind Gift

    Wer Rückenschmerzen hat, der sollte starres Sitzen vermeiden, sondern sich stattdessen auf einem Sitzball den ganzen Tag bewegen. Das stärkt die Rückenmuskulatur, sagten die Mediziner ihren ahnungslosen Patienten. Jetzt steht fest, dass ein Ball so gar geeignet ist, um darauf den ganzen Tag zu sitzen. Höchstens eine halbe Stunde am Tag erträgt die Muskulatur des Rückens diese Tortur, die nicht zur Stärkung, sondern nur zu noch mehr Rückenschmerzen führt.

    Immer schön gerade sitzen

    Schon Kindern wird beigebracht, dass sie gerade sitzen sollen, denn wenn die Wirbelsäule zu arg gekrümmt wird, dann sorgt das für Rückenschmerzen. Auch das ist falsch, denn wer sich permanent gerade hält, der versteift seinen Rücken, die Muskeln verkrampfen und das führt dann zu quälenden Rückenschmerzen. Besser ist es, eine gerade Haltung mit einer leicht gebeugten Haltung abzuwechseln.

    Wer sportlich ist, hat keine Rückenschmerzen

    Sport ist und bleibt gesund, aber nicht jede Sportart ist auch eine Wohltat für den Rücken. Tennis und auch Gymnastik mit vielen Streckbewegungen sind nicht gesund, sie provozieren vielmehr Rückenschmerzen, und auch das klassische Brustschwimmen ist für den Rücken nicht geeignet und fördert das sogenannte Hohlkreuz. Sinnvoller ist es, auf dem Rücken zu schwimmen oder zu kraulen.

    Eine harte Matratze ist gesund

    Optimal für den Rücken ist es, wenn er gestützt und seine Muskulatur entlastet wird, und das möglichst auch im Schlaf. Für Verkäufer in den meisten Matratzengeschäften heißt das, sie empfehlen ihren Kunden eine möglichst harte Matratze. Wer sich für diese harte Matratze entscheidet, der sollte sich nicht über Rückenschmerzen wundern, denn die harte Unterlage im Bett sorgt dafür, dass die Wirbel in einem Hohlraum liegen und die Muskeln angespannt werden. Besser ist eine mittelharte Matratze, auf der die Wirbelsäule gerade liegt.

    Hilft Paracetamol gegen Rückenschmerzen?

    Viele, die unter Rückenschmerzen leiden, kaufen in der Apotheke Paracetamol oder bekommen den Wirkstoff von ihrem Arzt verschrieben. Mittlerweile ist Paracetamol das am meisten verkaufte Schmerzmittel überhaupt, aber eine aktuelle Studie zeigt, dass der Wirkstoff gegen Rückenschmerzen wenig ausrichten kann. Bei Versuchen mit Probanden stellte sich nämlich heraus, dass Paracetamol mehr oder weniger einen Placebo-Effekt hat. Ein anderer Wirkstoff hat sich allerdings gegen Rückenschmerzen bewährt, und zwar Diclofenac. Patienten, die im Rahmen der Studie Diclofenac bekamen, waren innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums komplett schmerzfrei. Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte also Diclofenac nehmen, aber nur nach Absprache mit dem Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / lightwavemedia