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  • Gesundheit am Arbeitsplatz – darauf ist zu achten

    Gesundheit am Arbeitsplatz – darauf ist zu achten

    Von Januar bis Dezember 2015 ereigneten sich in Deutschland mehr als 866.000 Arbeitsunfälle, die meldepflichtig waren und eine Arbeitsunfähigkeit (AU) der Betroffenen von wenigsten drei Tagen nach sich zogen. Diese Zahl der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unterstreicht, wie wichtig Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist. Denn im Vergleich mit früheren Jahren ist das Arbeitsunfallgeschehen deutlich zurückgegangen. Beispiel: 1995 ereigneten sich in der Bundesrepublik mehr als 1,65 Millionen Arbeitsunfälle. Der Rückgang ist einerseits Zeichen für das gestiegene Maß an Gesundheitsfürsorge der Unternehmen. Auf der anderen Seite lässt sich die Entwicklung auch auf den über Jahre verbesserten Arbeitsschutz zurückführen.

    Arbeitsunfälle sind am Ende aber nur eine Seite der Medaille. In der Betrachtung der Gesundheitsfelder müssen auch Erkrankungen eine Rolle spielen, die nicht durch ein plötzlich von außen wirkendes Ereignis entstehen – sondern Ergebnis eines lange andauernden Prozesses sind. Und nicht immer fallen diese Einschränkungen in die Gruppe der Berufskrankheiten. Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule oder der Knie gehen nicht selten schlicht auf Fehlhaltungen der Betroffenen am Arbeitsplatz zurück. Seit einigen Jahren spielen auch psychische Erkrankungen immer wieder eine Rolle.

     

    Rückenschmerzen
    Abbildung 1: Rückenschmerzen im Büro können zu einem echten gesundheitlichen Problem werden – mit entsprechender Vorsorge lässt sich dieses Problem zumindest abmildern.

    Rückenschmerzen im Büro

    Grundsätzlich lassen sich gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz nicht verallgemeinern. Dafür sind die Profile der verschiedenen Tätigkeiten zu speziell. Wer einen Bürojob hat, kann genauso unter Rückenbeschwerden leiden wie der Maurer oder Dachdecker auf dem Bau. Allerdings sind die Ursachen unterschiedlich.

    In körperlich sehr fordernden Berufen macht sich irgendwann der Verschleiß bemerkbar. Im Büro sind es sehr häufig Fehlhaltungen vor dem Bildschirm, die zu einem Problem werden. Einfaches Beispiel: Nach einer Fahrt zum Arbeitsplatz von circa 45 Minuten wird der Rechner hochgefahren, sich der Kaffee geschnappt – und bis zur Mittagspause vor dem Bildschirm gesessen.

    Drei bis vier Stunden am Stück vornübergebeugt sitzen, den Kopf leicht gesenkt und die Schultern hängen lassen – die typische Haltung während der Büroarbeit. Kein Wunder, dass ohne Ausgleich Muskeln verspannen und sich der Rücken irgendwann einfach zu Wort meldet. Welche Tricks helfen gegen den „Bürorücken“?

    • Position regelmäßig wechseln: Selbst die korrekte Sitzhaltung wirkt irgendwann starr. Am besten beugen regelmäßige Wechsel der Sitzposition Rückenschmerzen vor. Dabei können Haltung und Position gewechselt werden.
    • Sich von der Hardware unterstützen lassen: Bürostühle sind in aller Regel höhenverstellbar. Beine und Arme sollten beim Sitzen einen rechten Winkel bilden können. Ideal sind im Übrigen Tische mit höhenverstellbarer Mechanik. Auf diese Weise kann im Stehen gearbeitet werden.
    • Bewegungspausen einbauen: Eine Ursache für den schmerzenden Rücken ist der fehlende Ausgleich. Gerade im Büro wird nicht mehr im Zimmer, sondern über den Netzwerkdrucker am Ende des Gangs gedruckt. Oder statt Fahrstuhl wird einfach mal die Treppe auf dem Weg ins Archiv genutzt.

     

    Psychische Belastungen am Arbeitsplatz

    Lange stand beim Thema Gesundheit am Arbeitsplatz die Physis im Vordergrund. Seit einigen Jahren fokussiert sich das Interesse auch auf psychische Erkrankungen, die mit dem Stress am Arbeitsplatz in Verbindung stehen.

    Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes entsteht aus dem beruflichen Stress für etwa 16 Prozent der Beschäftigten ein gewisser Leidensdruck. Sehr häufig ist ein Missverhältnis aus zur Verfügung stehender Zeit und den übertragenen Aufgaben eine Ursache. Allerdings leidet ein Teil der Erwerbstätigen auch unter Aspekten wie:

    • Mobbing
    • Sexueller Belästigung
    • Gewaltandrohung.

    Dieser Bereich ist natürlich wesentlich schwieriger zu kontrollieren. Beispiel Mobbing: Geht es von Kollegen aus, sind nicht selten mehrere Personen involviert. Sobald Vorgesetzte einzelne Mitarbeiter zum Ziel für Mobbing machen, wird es für die Betroffenen nicht nur schwer, sich erfolgreich zu Wehr zu setzen. Kollegen schauen in dieser Situation sehr oft weg – aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz. Vertrauensbildende Maßnahmen von Seiten des Betriebsrates können in einem solchen Fall jedoch sehr hilfreich sein.

     

    Weitere wichtige Gesundheitsfelder am Arbeitsplatz

    Gesundheitsförderung hat in den letzten Jahren in vielen Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Wie diese im Detail aussieht, richtet sich nach sehr unterschiedlichen Faktoren. Ein Punkt kann beispielsweise das Thema Ernährung sein.

    Hier richtet sich der Fokus zum Beispiel auf ein gesundes und ausgewogenes Kantinenessen. Oder die Frage, ob Obst oder Salate und Nussmischungen als Snack nicht vielleicht doch Vorteile haben. Parallel kann ein Gesundheitsfeld natürlich darin liegen, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass körperliche Belastungen reduziert werden.

    Technische Hilfsmittel wie in ihrer Höhe anpassbare Transportwagen sind ein solcher Aspekt. Mit deren Hilfe befördern Mitarbeiter Lasten von A nach B in der Produktionshalle. Oder das Unternehmen sorgt für Arbeitsgeräte, welche die Belastungen durch Arbeiten über Kopf reduzieren. Letztlich sind die Gesundheitsfelder am Arbeitsplatz aber eines: Die Summe der arbeitsplatzspezifischen Anforderungen und individuellen Rahmenbedingungen jedes einzelnen Mitarbeiters.

     

    Arbeitsunfälle: Welcher Versicherer ist zuständig

    Egal, wie gut:

    • Arbeitsschutz
    • Gesundheitsmanagement
    • Eigeninitiative

    auch sind – Unfälle auf dem Weg zur Arbeit oder am Arbeitsplatz werden sich nie verhindern lassen. Zur Fürsorge der Unternehmen sollte am Ende auch die gezielte Schulung einzelner Mitarbeiter im Hinblick auf die Maßnahmen der Sofort- und Ersthilfe sein.

    Wie geht es dann aber weiter? Und wer ist eigentlich für die Kosten zuständig, die sich aus einer Behandlung nach einem Arbeitsunfall ergeben? In Deutschland greift hier die gesetzliche Unfallversicherung – kurz DGUV. Diese ist für:

    • Arbeitsunfälle
    • Wegeunfälle (direkter Arbeitsweg)
    • Berufskrankheiten
    • Wiedereingliederung

    zuständig. Finanziert werden die Leistungen aus den Beiträgen, welche allein die Unternehmer zu tragen haben.

    Mobbing
    Abbildung 2: Mobbing kann im Büro zu einem echten Problem werden und am Ende die Leistungsfähigkeit ganzer Abteilungen mindern. Entsprechende Gegenmaßnahmen helfen allen Beteiligten.

    Fazit: Gesundheitsmanagement im Job hat viele Gesichter

    Mitarbeiter auf Verschleiß fahren – von dieser Haltung haben sich Unternehmen in der Vergangenheit verabschiedet. Zielgerichtet Gesundheitsmanagement umzusetzen ist aber aller andere als einfach. Es kommt auch auf die Initiative und Mitarbeit der Beschäftigten an. Gerade in der Umsetzung hinsichtlich eines rückenschonenden Arbeitens oder des Arbeitsschutzes geht es nicht ohne die Mitarbeiter. Andere Aspekte kontrolliert primär das Unternehmen – etwa im Hinblick auf den Stress am Arbeitsplatz. Und auch beim Thema Mobbing halten Unternehmen die Fäden mit in der Hand.

     

    Bildquellen:

    Abbildung 1: @ Clker-Free-Vector-Images (CC0-Lizenz) / pixabay.com

    Abbildung 2: @ geralt (CC0-Lizenz) / pixabay.com

  • Diese Körpersignale sollte niemand ignorieren

    Diese Körpersignale sollte niemand ignorieren

    Der menschliche Körper ist ein echtes Wunderwerk. Er hält viele Belastungen aus und kommt mit den unterschiedlichsten Bedingungen zurecht. Stimmt aber mal etwas nicht, dann sendet uns dieser Alarmsignale. Viele davon werden aber einfach ignoriert, sodass eventuelle Krankheiten unentdeckt bleiben. Klar, nicht alle davon sind ernst, doch besser man nimmt diese Signale einmal zu oft als zu wenig unter die Lupe. Besonders wachsam sollte man bei den folgenden Beobachtungen sein.

    Auffällig dunkle Augenringe

    Den wahren Grund dafür zu finden ist nicht so einfach, denn es kann viele Ursachen haben. Zigaretten, Alkohol oder auch wenig Schlaf wären solche Beispiele. Es kann aber auch eine Vererbung sein, sodass der eigene Lebensstil gar keinen Einfluss hat. Wer sich unsicher ist, der sollte seinen Arzt des Vertrauens besuchen, um Stoffwechselerkrankungen und Probleme mit Leber und Niere auszuschließen.

    Heißhunger

    Die bekannten Heißhungerattacken kommen immer dann, wenn der Blutzuckerspiegel sinkt. Der Griff zur Schokolade ist aber leider nicht ideal, da weder der Körper noch die Waage Freude damit haben. Besser sind ein Löffel Honig, Nüsse oder eine Frucht. Wer allerdings beispielsweise überdurchschnittlich oft das Verlangen nach etwas Salzigem hat, der könnte unter Umständen im Körper eine Entzündung haben. Große Lust nach Saurem hingegen sind Hinweise auf Ungereimtheiten mit der Blase beziehungsweise Leber.

    Brüchige Fingernägel

    Stumpfe Haare und spröde Nägel sind meist ein Indiz für zu wenig Kalzium und Vitamin B. Beide Mineralstoffe sind unter anderem in Milch, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und in Getreide zu finden. Sind beide Vorräte wieder gefüllt, dann legt sich in der Regel auch das mit den Haaren und Nägeln.

    Blutendes Zahnfleisch

    In den meisten Fällen ist zu wenig Vitamin C vorhanden, wenn es zum Zahnfleischbluten kommt. Als Gegenmaßnahme helfen zum Beispiel Orangen, Zitronen, Grapefruits oder Kiwis. Auch ist das Überdenken der Zahnpflege kein Fehler, denn die Zähne dürfen nicht zu fest geputzt werden und auch der Umgang mit Zahnseide sollte gelernt sein.

    Rötliche Verfärbung im Urin

    Rosa, Orange und Grün, bei diesen Farben im Urin muss man sich meist keine Sorgen machen. Es handelt sich in der Regel nur um einen Farbstoff, welcher über die Nahrung aufgenommen wurde. Anders sieht es bei einer rötlichen Verfärbung aus, hier ist ein Urintest Pflicht. Harnsteine, Tumore oder auch eine Blasenentzündung, all diese Krankheiten könnten die Ursache sein.
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  • Zusammenhang: Graue Haare und Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

    Zusammenhang: Graue Haare und Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung

    Wem geht es nicht so: Beim Blick in den Spiegel erste graue Haare und der Schreck ist groß! Folglich kommen Haarfärbemittel zum Einsatz.

     

    Neue Studie gibt Aufschluss

     

    Einer neuen Studie zufolge – vorgestellt auf dem Kongress „EuroPrevent 2017“ – kann ein Risiko zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und grauem Haar bestehen. Dementsprechend sind insbesondere Männer, die frühzeitig graue Haare bekommen, besonders anfällig für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Dr. Samuel rät, des Öfteren zu Kontrolluntersuchungen zu gehen.

     

    Die aus Ägypten stammende Kardiologin sieht frühzeitige graue Haare als erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. In ihrer Studie untersuchte sie 545 männliche Probanden. Dabei kam es zur Untergliederung der Teilnehmer in fünf Kategorien. Zudem zog sie weitere Risikofaktoren wie

     

    • Bluthochdruck
    • Diabetes
    • Dyslipidämie (eine Störung des Fettstoffwechsels)
    • Rauchen
    • Vorliegen von koronaren Herzkrankheiten innerhalb der Familie

     

    in Betracht.

     

    Mehr Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei zeitigem grauen Haar

     

    Resultierend aus der Studie ergab sich, dass in der Tat Personen, die zeitig graue Haare bekommen, eine erhöhte Neigung zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems aufweisen. Dabei spielt das reale Alter der Probanden keine Rolle.

     

    Frühzeitig auftretende graue Haare im Zusammenhang mit Herzerkrankungen führen Forscher auf Mechanismen ähnlich einer Arterienverkalkung zurück. Demgemäß handelt es sich um Beeinträchtigungen der DNA-Reparatur, Entzündungsprozesse, hormonellen Veränderungen, oxidativem Stress sowie die Einstellung der Zellteilung von funktionellen Zellen.

     

    Vorsorgeuntersuchungen für betroffene Personen

     

    Laut Frau Dr. Samuels Studienresultaten ist es ratsam auf die Warnzeichen zu achten, die graue Haare in jüngeren Jahren mit sich bringen. Allerdings räumt sie ein, dass weitere Studien notwendig sind. Aus diesen kann mehr über genetische Ursachen und eventuell abwendbare Umweltfaktoren herausgefunden werden.

     

    Zur endgültigen Bestätigung eines Zusammenhangs der frühzeitigen Aufhellung der Haare und Herz-Kreislauf-Erkrankungen machen sich größere Stichproben bei Frauen und Männern erforderlich. Erfolgt eine weitere Bestätigung, bestehen gute Chancen, im Rahmen regelmäßig durchgeführter Vorsorgeuntersuchungen Risikopatienten zu identifizieren. Demzufolge lassen sich in Zukunft vorsorgliche therapeutische Maßnahmen einleiten.

  • Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma – Erste Anzeichen, Symptome und Behandlung

    Rheuma kann alle Altersgruppen treffen. Insgesamt existieren etwa 100 verschiedene Formen rheumatischer Erkrankungen. Es gibt erste Anzeichen, auf die man achten sollte und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Auf diese Weise können Patienten nicht nur ihren Alltag meistern, sondern ihn auch genießen.

     

    Bild: Rheuma hat viele unterschiedliche Krankheitsverläufe und Symptome.
    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

    Eine regelmäßige Physiotherapie ist oft ein wichtiger Teil der Rheuma-Behandlung, weil Übungen dabei helfen, die Gelenke beweglich zu halten und Muskeln aufzubauen. Eine weitere wichtige Säule der Therapie ist die Ergotherapie. Viele Patienten profitieren außerdem von einer physikalischen Therapie, also vom Einsatz von Wärme-, Kälte- oder Elektrotherapie. Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der zerstörte Gelenke durch eine Prothese ersetzt werden oder, wenn dies möglich ist, zum Beispiel versteift werden.

     

    Die richtige Ernährung zur Therapie-Unterstützung

    Auch eine spezielle Ernährung kann die Therapie positiv unterstützen. Laut den Experten von www.kurkuma-wirkung.de kann das jahrtausendealte Heilmittel mit dem Inhaltsstoff Kurkumin genauso wirksam gegen Entzündungen im Körper vorgehen wie so manch einschlägiges Medikament. Was aber ist Rheuma genau? Und was sind die ersten Anzeichen?

     

    Rheuma – Was ist das? 

    Das Wort Rheuma hat seinen Ursprung im griechischen Wort „rheo“ (zu deutsch: „Ich fließe“). Für die heutige Medizin wird es frei mit „ziehende Schmerzen“ übersetzt. Die Krankheit umfasst Schmerzkrankheiten und die Bewegungseinschränkung von Sehnen, Muskeln, Gelenke, Knochen und der Wirbelsäule. Die insgesamt 100 Erkrankungen, die unter dem Oberbegriff „Rheuma“ zusammengefasst werden, teilt man in vier Hauptgruppen ein:

     

    Gruppe Beispiele
    Entzündlich rheumatische Erkrankungen z.B. Vaskulitiden, Morbus Bechterew, Rheumatioide Arthritis, Kollagonesen
    Degenerative rheumatische Erkrankungen z.B. Arthrose
    Erkrankungen des Bewegungssystems z.B. durch Störungen beim Stoffwechsel bei Diabetes, Osteoporose, Gicht
    Rheumatische Schmerzkrankheiten z.B. Fibromyalgie

    Tabelle: Die Anzahl der unterschiedlichen rheumatischen Erkrankungen ist so groß, dass es sinnvoll ist, diese in mehrere Hauptgruppen zu unterteilen.

     

    Neben Knochen und Gelenken können aber auch verschiedene Organe von rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Dazu gehören unter anderem Augen, Herzmuskel, der Darm und sogar Nerven.

     

    Wo kommt Rheuma her?

    Wie genau Rheuma entsteht, ist bisher nicht bekannt, allerdings spielen oft erbliche Faktoren eine Rolle. Kristallablagerungen, Infektionen im Gewebe sowie Autoimmunkrankheiten führen zu entzündlich-rheumatischen Krankheiten. Auch wenn Knorpel, Gelenke und deren Strukturen durch Überbelastung oder falsche Belastung geschädigt werden, folgen Gelenkkrankheiten und Arthrosen. Greifen Stoffwechselstörungen etwa die Knochenmasse an und bauen diese ab, werden die Knochen brüchig. Überlastungen beim Sport oder ein steifer Nacken können ebenfalls chronische Schmerzen hervorrufen.

     

    Wie fängt Rheuma an? 

    Die ersten Symptome erscheinen noch relativ harmlos. Zum Beispiel kommt es zu leichtem Fieber, Verlust des Appetits und Müdigkeit. Diese Anzeichen prägen sich nach einer gewissen Zeit noch stärker aus: Gelenke schwellen an, erwärmen sich, erröten und sind morgens versteift. Anfangs schmerzen vor allem Zehen und Finger. Die Krankheit tritt meist symmetrisch auf. Das heißt, es sind z.B. beide Handgelenke, Schultern, beide Füße oder beide Knie betroffen.

     

    Können Kinder oder Jugendliche von Rheuma betroffen sein?    

    Rheuma betrifft nicht nur ältere Menschen. Kinder, Jugendliche, sogar Kleinkinder können erkranken. Die heute als juvenile idiopathische Arthritis bekannte Krankheit hat ebenso wie das Rheuma bei Erwachsenen viele unterschiedliche Symptome und Verlaufsformen. Diese können sowohl Knochen als auch Organsysteme befallen. In Deutschland gehören insgesamt etwa 15.000 Kinder zu den Erkrankten.

     

    Wie Rheuma diagnostizieren? 

    Untersuchen lassen sollte man sich:

    • wenn mehr als zwei Gelenke von Schwellungen betroffen sind
    • wenn die Morgensteifheit bei Gelenken länger als 30 Minuten anhält
    • wenn Finger und Zehen bei Druck schmerzen

     

    Wichtig für eine umfassende Diagnose ist auch eine umfassende Historie des Patienten:

    • liegen bereits bei anderen Familienmitgliedern ähnliche Erkrankungen vor?
    • verändert sich die Art der Schmerzen während Tag und Nacht?
    • welche Gelenke schmerzen?
    • wandert der Schmerz?
    • wie schnell schreitet die Krankheit voran?

     

    Zusätzlich nimmt der Arzt Blutuntersuchungen vor. Bildgebende Untersuchungen wie Röntgenschall und Röntgenaufnahmen zeigen außerdem, ob sich Flüssigkeiten in den Gelenken angesammelt haben bzw. ob Gelenk- oder Knochenschädigungen vorliegen. Mit dem

    Kernspintomografen lassen sich Schädigungen sogar schon wesentlich vorher erkennen.

    Infografik Zunahmen von Krankheiten allgemein und spezifisch Rheuma-Kranken in Deutschland.

     

     

     

     

     

     

     

    Wie kann man Rheuma behandeln?

    Für Rheuma-Patienten gibt es viele verschiedene Therapieformen, die den Verlauf für die Betroffenen angenehmer gestalten. Ziel ist das Aufhalten, also die Remission und die Linderung bzw. die komplette Abwesenheit von Schmerzen:

     

    Behandlungsmethode Beschreibung Nebenwirkungen
    Medikamente •  nichtsteroidale Antirheumatika haben keinen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit, lindern aber Schmerzen und Steifheit in den Gelenken

    •  Krankheitsmodifizierende Medikamente wirken dagegen auf das Immunsystem ein und verhindern eine Überreaktion auf die Krankheit, sie verlangsamen oder halten den Krankheitsverlauf ganz auf.

    Die zweite Medikamentengruppe wirkt auf das Immunsystems ein, was wiederum zu einer erhöhten Infektionsgefahr führen kann. Das wäre aber auch bei einer aktiven rheumatoiden Arthritis der Fall, die nicht medikamentös behandelt wird.
    Cortison (Steroide) In Kombination mit den Medikamenten hilft auch das Hormon der Nebennierenrinde namens Kortison. In kleinen Dosen wirkt es entzündungshemmend. Nur bei intensiven Krankheitsschüben wird die Dosis erhöht. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur über einen kurzen Zeitraum geschehen, weil eine längere Einnahme zu Knochenverlust und Zunahme von Gewicht führen kann.
    Physiotherapie Mit physikalischen Therapieformen und Bewegungsübungen soll die Muskulatur gestärkt und die Mobilität der Gelenke weiterhin gesichert werden. Hierzu zählen vor allem Krankengymnastik und Bewegungsbäder. Außerdem sind Wärmebehandlungen wie heiße Bädern, Fango oder Moor hilfreich, aber auch Kältebehandlungen durch Kyropackungen oder in der Kältekammer. Zu den weiteren Behandlungsmethoden gehören: Ultraschall, Infrarotbestrahlung, Hochfrequenztherapie Bei Krankheitsschüben sollte die Therapie vorsichtig vonstatten gehen. Eine zu starke Belastung kann nämlich zu weiteren Schäden führen. Eine zu intensive Wärmebehandlung hat ebenfalls schädliche Folgen.
    Ergotherapie Fokussiert sich darauf, wie der Patient Alltagsbewegungen (Zuhause und am Arbeitsplatz) möglichst gelenkschonend durchführen kann.

    Tabelle: Wichtig bei diesen Behandlungsmethoden ist, dass sie schon früh beginnen müssen, damit sie tatsächlich zum erwünschten Erfolg führen. Dies sollte spätestens drei Monate nach einer entsprechenden Diagnose beginnen.

     

    Wie sollten sich Rheumapatienten ernähren?

    Fettige Lebensmittel wie z.B. Leber, Butter, Schmalz, fettreicher Käse oder Wurst sollte der Patient vermeiden. Gemüse und Obst und vegetarische Gerichte sind sehr hilfreich. Zweimal in der Woche Fisch sollte ebenfalls im Diätplan stehen. Pflanzliche Öle wie Raps-, Lein-, Soja- oder Walnussöl enthalten Vitamine und wichtige Fettsäuren. Einen halben Liter fettarme Milch sollten Patienten täglich zu sich nehmen oder entsprechende Milchprodukte.

     

     

    Bildquelle: Melodia plus photos – 114116071 / Shutterstock.com

  • Der digitale Assistent Watson soll Ärzten weiterhelfen

    Der digitale Assistent Watson soll Ärzten weiterhelfen

    Seitens des Computerproduzenten IBM wird aktuell der digitale Assistent Watson mit Medizinern weiterentwickelt. Der Superrechner soll Medizinern künftig bei der Diagnostik helfen.

     

    Erleichterung des Diagnoseverfahrens mithilfe eines Superrechners

    Allein in Deutschland leiden rund vier Millionen Patienten an seltenen Erkrankungen. Zur Erleichterung der Diagnostik entwickelt der US-Computerproduzent IBM in Zusammenarbeit mit Ärzten der Universitätsklinik Marburg ein erweitertes Modell von Watson. Dabei handelt es sich um einen Superrechner, der in der Lage sein kann zur

    • Auswertung von Patientenakten
    • Erkennung vorliegender Symptome
    • Nennung von Vorschlägen von Diagnosen

     

    Laut Äußerungen des Leiters vom Zentrum für seltene Erkrankungen, Professor Jürgen Schäfer, gehen Mediziner diese Vorschläge durch. Dabei werden weniger relevante Krankheiten außer Acht gelassen und vermutlich vorliegende Erkrankungen bestätigt. Der digitale Assistent Watson kann den Arzt jedoch nicht ersetzen.

     

    Stattfindender Sichtweisenwechsel durch Umgang mit IT

    Auf Grund der Nutzung von kognitiven IT-Systemen erfolgt ein Wechsel der Sichtweisen im Umgang mit IT. Denn dieser digitale Assistent kann Daten aus ganz verschiedenen Quellen und Formaten in einem hohen Tempo verarbeiten. Dabei ist eine Interaktion mit den Menschen in einer natürlichen Sprache möglich.

     

    Ferner arbeiten derartige lernende Systeme mit analytischen Konzepten. Hierdurch ist ein Abwägen und Vorschlagen verschiedener Optionen möglich. Der digitale Assistent Watson von IBM ist durch ein gezieltes Training in der Lage, eigene Fähigkeiten sowie sein eigenes Können und Wissen stetig zu erweitern.

     

    Bedeutsamstes Einsatzgebiet in der Krebsforschung

    Zu dem bedeutsamsten Einsatzgebieten von Watson zählt die Krebsforschung. Aktuell wird der digitale Assistent Watson durch die Zusammenarbeit von bekannten Krebskliniken und IBM auf die Diagnostik sowie Entwicklung individueller Krebstherapien trainiert. Infolgedessen erfolgt eine kurze Auswertung hoher Datenmengen binnen weniger Sekunden. Hiervon profitieren insbesondere Mediziner, da diese schneller gegen seltene Erkrankungen vorgehen können.

     

    Dabei arbeitet der Superrechner mit mehreren Textanalyse-Tools wie auch dem beliebten Machine Learning. Ferner nutzt Watson neuronale Netzwerke und derzeit etwa 50 verschiedene APIs. Dies sind Schnittstellen, über die der digitale Assistent Watson mit speziellem Wissen versorgt wird.

  • Mit Ernährung und sportlicher Aktivität Leistungskraft steigern

    Mit Ernährung und sportlicher Aktivität Leistungskraft steigern

    Nicht nur für Leistungssportler ist es essentiell, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Auch wer Sport als Hobby betrachtet kann mithilfe einer gesunden Ernährungsweise viel für eine gesteigerte Leistungskraft tun.

     

    Sportler profitieren von bewusster Ernährung

     

    Wer sportlich aktiv ist kann von einer gesunden Lebensweise profitieren. Hierdurch lässt sich die Leistung positiv steigern. Auch wenn die Gewichtsreduktion im Fokus steht, ist die Kombination von sportlicher Aktivität und ausgewogener Ernährung essentiell. Ohne diese steigt das Risiko eines Rückfalls.

     

    Doch nicht immer haben wir die Möglichkeit, die richtigen Nahrungsmittel zu uns zu nehmen. In diesem Fall sind in Ausnahmefällen auch so genannte Nahrungsergänzungen erlaubt. Qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel können unter anderem in ausgewählten Online-Shops erworben werden.

     

    Einer dieser elitären Online-Shops ist Bevisan. Einerseits erhalten interessierte Sportler hier eine gute Auswahl an Produkten für Lifestyle und Gesundheit. Darunter befinden sich in der Hauptsache Präparate zur Erhöhung

     

    • der körperlichen Leistung sowie
    • von Ausdauer im Fitness- wie auch Sportbereich.

     

    Andererseits finden sich bei Bevisan zahlreiche ausführliche Informationen und Hinweise zu den einzelnen Präparaten.

     

    So lässt sich Leistung im Ausdauersport steigern

     

    Zuerst macht sich zur Erreichung einer Erhöhung der Leistung im Ausdauersport ein theoretisches Grundverständnis erforderlich. Demzufolge muss sich jeder Trainierende darüber im Klaren sein, dass die körperliche Belastbarkeit nicht ausschließlich abhängig ist von einer Milchsäureansammlung im Muskelbereich.

     

    Bislang ist bei dieser Übersäuerung auf die Sauerstoffsättigung des Blutes hingewiesen worden. Allerdings zeigen aktuelle Studien, dass diese Vermutung falsch ist.

     

    Zusammenhang zwischen Ernährung und Ausdauersport

     

    Die mit der Ernährung aufgenommenen Kohlenhydrate sind für Ausdauersportler sehr bedeutsam. Denn die Energiegewinnung einzig aus Eiweiß und Fett führt einen schnelle Senkung der Leistung herbei. So ist es unabdingbar, auf Kohlenhydrate zurückzugreifen.

     

    Allerdings besteht ein kleiner Nachteil. Denn der menschliche Körper ist bei einer untrainierten Person nur in der Lage 300 g an Kohlenhydraten aufzunehmen. Dementgegen ist beim Trainierten eine Aufnahme von 600 g Kohlenhydrate möglich. Diese geringen Mengen sind ausreichend für eine Stunde bis höchstens 1,5 Stunden bei intensivem Training.

     

    Daher macht sich bei geplanten längeren sportlichen Belastungen ein frühzeitiger Beginn der Aufnahme von Nahrung erforderlich. Denn nur so kann einem starken Leistungsabfall entgegengewirkt werden. Aus diesem Grund müssen mit der Ernährung die Kohlenhydratspeicher in regelmäßigen Abständen aufgefüllt werden. Mit der Nahrungsaufnahme sollte idealerweise drei Stunden vor Beginn der sportlichen Betätigung begonnen werden.

     

    Ein Mix von Frucht- und Traubenzucker kann während Belastungssituationen zu einer Erhöhung der Kohlenhydratverwertung von 60 auf 105 g je Stunde führen. Jene Erkenntnisse basieren auf durchgeführte Studien an Radsportlern von der Universität Birmingham. Somit ist mit der Ernährung eine Leistungssteigerung von acht Prozent machbar.

     

    Zur Energieaufnahme eignen sich für Sportler insbesondere Energieriegel – bestehend aus Früchten, Getreide und Zucker.

     

    Trinken essentiell für Sportler

     

    Darüber hinaus dürfen sportlich aktive Menschen zur Leistungssteigerung nicht vergessen viel zu trinken. Und zwar nicht erst dann, wenn sich Durst einstellt.

     

    Einer Studie vom Institut für Leistungsdiagnostik und Gesundheitsförderung, Universität Halle-Wittenberg, zufolge lässt die Ernährung unter anderem auch von Wettkampfathleten unter Belastung zu wünschen übrig.

     

    Zu einer gesunden Ernährung zählt das ausreichende Trinken. Empfehlenswert sind zum überwiegenden Teil Wasser und ungesüßte Tees – vorzugsweise Kräutertees.

     

    Aber auch Koffeintabletten eignen sich zur Steigerung der Leistung. Denn Koffein senkt das Ermüdungs- und Erschöpfungsrisiko. Empfehlenswert ist die Aufnahme zwischen drei bis sechs Milligramm Koffein je Körpergewicht. Bei einer Zuführung von 450 mg zeigt sich Koffein als besonders wirksam. Im besten Fall findet die Aufnahme eine halbe Stunde vor Beginn der sportlichen Betätigung statt.

     

    Auch wenn die übliche Tasse Kaffee getrunken wird, kann eine ähnliche Wirkung erzielt werden. Jedoch sind in einer Tasse Kaffee nur etwa bis zu 100 mg Koffein enthalten. Dieses gebundene Koffein lässt sich wesentlich schlechter nutzen als bei Aufnahme in Form von Tabletten.

     

    Jedoch sollte eine untrainierte Person keine Wunder erwarten. Einzig von Koffein kann diese keine Leistungssteigerung erwarten. Es macht ein monatelanges Training des Stoffwechsels in Kombination mit Koffein erforderlich.