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  • Wie viel Gift steckt im Burger?

    Wie viel Gift steckt im Burger?

    „Essen mit Spaß“ oder „der Geschmack ist King“ – so oder ähnlich lauten die Werbeslogans der bekannten Fast Food Restaurants. Wer herzhaft in einen Big Mac oder in einen Whopper beißt, der denkt an Genuss und Spaß, aber bestimmt nicht an Gift oder an Phthalate, die in den sogenannten Weichmachern zu finden sind. Eine aktuelle Studie sorgt jetzt für Aufregung, denn genau diese Weichmacher wurden im Fast Food oder genauer gesagt im Blut derjenigen gefunden, die viel Fast Food konsumieren.

    Von allem zu viel

    Burger schmecken gut, aber sie sind für die Gesundheit nicht vorteilhaft, da sie von allem etwas zu viel haben. Zu viel Salz, zu viel Fett und viel zu viele einfache Kohlehydrate – Burger sind das genaue Gegenteil von dem, was man eine ausgewogene Ernährung nennt. Forscher haben jetzt noch mehr Argumente gefunden, die gegen das schnelle Essen sprechen: Fast Food Fans haben stark erhöhte Phthalat-Werte, jene Weichmacher, die giftig sind.

    Die Verpackung ist schuld

    Damit es keine Missverständnisse gibt, der Burger selbst enthält kein Weichmacher, es ist vielmehr die Verpackung, die das beliebte Essen giftig macht. Offensichtlich kontaminieren die Schachteln, in den die Burger bis zum Verzehr ihren Platz finden, den Inhalt. Das zeigen die Forschungen der George Washington University, die sowohl im Fast Food, als auch in den Konsumenten Weichmacher gefunden haben. So hatten Studienteilnehmer, die viel und gerne Burger essen, einen erhöhten Wert an Phthalaten von 40 %.

    Welche Auswirkungen haben die Weichmacher?

    Besonders bei Kindern sehen die Wissenschaftler eine reale Gefahr, wenn sie mittels Fast Food Giftstoffe zu sich nehmen, aber auch bei erwachsenen Konsumenten können die Chemikalien ernsthafte Folgen haben. Diverse Untersuchungen sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Weichmacher einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Noch gibt es allerdings keine gesicherten Daten, inwiefern sich der Konsum von Fast Food auf die Fortpflanzungsorgane auswirken kann.

    Bild: © Depositphotos.com / malino

  • Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen

    Immer mehr Menschen leiden unter Depressionen

    Die WHO ist besorgt, denn die Zahl der Menschen, die unter Depressionen leiden, steigt stetig an. Weltweit sind heute rund zehn Prozent von Angstzuständen und Depressionen betroffen, das sind 615 Millionen Menschen. Die Zahlen steigen aber weiter, denn die Welt befindet sich aktuell in Krisenzeiten und das macht immer mehr Menschen zu schaffen.

    Schwere wirtschaftliche Schäden

    Die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank treffen sich in dieser Woche in der amerikanischen Hauptstadt Washington zu einer Konferenz, bei der es unter anderem auch um die wirtschaftlichen Schäden geht, die die steigende Zahl an Depressionen verursacht. Experten vermuten Schäden in Höhe von 1000 Milliarden US-Dollar, die jedes Jahr durch Fehlzeiten im Beruf, durch Produktionsausfälle und auch durch Unfälle der Mitarbeiter verursacht werden. Die WHO fordert, dass Menschen mit Depressionen medizinisch besser behandelt werden und effektive Behandlungsmethoden für alle Betroffenen.

    Zu wenig Geld

    Durchschnittlich werden in den Ländern rund drei Prozent des Gesundheitsbudgets für die Behandlung von Depressionen ausgegeben, in ärmeren Staaten und in den meisten Entwicklungsländern liegt die Zahl sogar nur bei rund einem Prozent. Das große Problem, was die WHO jetzt auf viele Länder weltweit zukommen sieht, ist, dass die Zahl der depressiven Patienten, bedingt durch die diversen Krisen, drastisch ansteigen wird.

    Zu viele Krisen

    Der Bürgerkrieg in Syrien, die steigende Zahl der Flüchtlinge, die vermehrte Kriminalität in den Großstädten – das alles sind Sorgen, die Menschen in eine Depression treiben können. Aber auch die Menschen, die aus den Kriegs- und Krisengebieten fliehen, leiden zunehmend unter Angststörungen und unter Depressionen, die behandelt werden müssen. Sorgen macht der WHO die große Zahl von Kindern und Jugendlichen, die traumatisiert sind und dringend behandelt werden müssen. Geschätzt wird, dass rund 20 % der Flüchtlinge, die aus Syrien nach Europa kommen, ein Problem mit Depressionen oder Angst haben, und diesen Menschen muss daher schnell geholfen werden.

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  • Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Infektion mit Chlamydien – Geschlechtskrankheit und Folgen

    Eine Infektion mit Chlamydien ist die häufigste Form der Geschlechtskrankheiten. Betroffen sind vor allem die Geschlechtsorgane, aber auch die Atemwege und die Augen können von dieser Krankheit befallen sein, die von Bakterien ausgelöst wird. Chlamydien sind, wenn sie rechtzeitig und richtig behandelt werden, heilbar, aber es kann auch zu schwerwiegenden Komplikationen kommen. Daher sollte eine Chlamydien-Infektion auf jeden Fall von einem Arzt behandelt werden.

    Eine Infektion und drei Erreger

    Für eine Infektion mit Chlamydien gibt es drei verschiedene Verursacher: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci. Diese drei Erreger teilen sich dann noch einmal in verschiedene Untergruppen. So kann Chlamydia pneumoniae Infektionen der Atemwege auslösen, während Chlamydia trachomatis in erster Linie die Geschlechtsorgane, aber auch die Augen betreffen kann. Die drei Erreger und ihre zahlreichen Untergruppen haben nur eines gemeinsam, die Inkubationszeit, also die Zeit, in der die Chlamydien-Erreger ansteckend sind, in der Regel sind das ein bis vier Wochen.

    Eine unterschätzte Gefahr

    Die meisten Menschen haben nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr Angst, sich mit dem HIV-Erreger oder mit Syphilis infiziert zu haben, nur die wenigsten denken dabei an eine Infektion mit Chlamydien. Wie hoch die Zahl der Infektionen ist, lässt sich leider nur sehr schwer schätzen, denn in Deutschland müssen diese Infektionen nicht dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Eine Ausnahme bildet aber das Land Sachsen, denn dort werden die Fälle seit 2001 ohne die Nennung des Patientennamens gemeldet. Eine Infektion mit Chlamydien ist eine unterschätzte Gefahr, denn in Deutschland stecken sich jedes Jahr rund sechs Prozent Frauen und Männer mit Chlamydien an. Vor allem junge Frauen zwischen 16 und 19 Jahren sind betroffen, bei den männlichen Patienten ist es die Gruppe zwischen 20 und 24 Jahren, weltweit schätzt die WHO die Zahl der Infizierten auf über 100 Millionen Menschen.

    Welche Symptome hat eine Infektion mit Chlamydien?

    Welche Symptome bei einer Infektion mit Chlamydien auftreten können, das richtet sich immer nach der jeweiligen Körperregion, die von der Infektion betroffen ist. In 80 % aller Fälle, in denen Frauen infiziert wurden, spüren die Betroffenen gar keine Symptome, bei den Männern sind es rund 50 %. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schmierblutungen, die darauf hindeuten, dass die Gebärmutter von der Infektion betroffen ist. Im weiteren Verlauf können Schmerzen im Becken und Unterbauch dazukommen, aber auch Fieber und eine Schwellung des Unterbauches sind möglich. Krämpfe, Juckreiz und auch ein blutiger Stuhl sind Symptome, die im Rahmen einer Infektion mit Chlamydien auftreten können. Wenn die Erreger das Auge befallen, dann sind Bindehautentzündungen die Folge, zudem sind die Augen stark gerötet und es kommt zu eitrig-schleimigen Absonderungen.

    Welche Folgen kann eine Infektion haben?

    Eine Infektion mit Chlamydien kann weitreichende Folgen für die Gesundheit haben. Eine Lungenentzündung kann die Folge einer Chlamydien-Infektion sein, wobei auch die Nasennebenhöhlen und die Bronchien in Mittelleidenschaft gezogen werden. Gefährlich ist auch eine sogenannte Ornithose, bei der die Patienten plötzlich sehr hohes Fieber, starke Kopf- und Muskelschmerzen und Schüttelfrost bekommen, nicht selten zeigt sich auch ein Ausschlag auf der Haut und es kommt zu einem anhaltenden Reizhusten. Betrifft die Infektion mit Chlamydien die Augen, dann kann das im schlimmsten Fall zur völligen Erblindung führen. Bei schwangeren Frauen kann es zu einer Fehlgeburt kommen, auch die Gefahr, dass das Kind krank oder behindert zur Welt kommt, ist bei einer Chlamydien-Infektion sehr groß.

    Wie wird die Infektion behandelt?

    Wenn der Verdacht auf eine Infektion mit Chlamydien besteht, dann muss unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Frauen wenden sich an einen Gynäkologen, Männer an einen Urologen. Um die Erreger nachweisen zu können, muss eine Blutuntersuchung gemacht werden. Zur Behandlung der Infektion werden Antibiotika eingesetzt, wobei der Sexualpartner ebenfalls behandelt werden muss, um weiteren Infektionen effektiv vorzubeugen.

    Bild: © Depositphotos.com / DmytroKozak

  • Zahl der Diabetiker steigt stark an

    Zahl der Diabetiker steigt stark an

    Die Zahlen sind alarmierend – in nur einem Jahrzehnt ist die Zahl der Menschen, die unter Diabetes leiden, um das Vierfache angestiegen. War die Zuckerkrankheit früher nur eine Krankheit der Bürger in den reichen Industrieländern, so werden jetzt auch hohe Zahlen aus den ärmeren Ländern der Welt gemeldet. Da die adäquate Behandlung vor allem in den Entwicklungsländern jedoch nicht gegeben ist, steigt hier auch die Zahl der Toten drastisch an.

    Die Zahlen der WHO

    In der kommenden Woche wird die Weltgesundheitsorganisation WHO ihren ersten internationalen Diabetes-Bericht vorlegen, die Ergebnisse liegen aber jetzt schon vor. Weltweit ist die Zahl der Diabetiker auf 422 Millionen angestiegen. Im Vergleich dazu lag die Zahl im Jahre 1980 bei nur 108 Millionen Menschen. Längst ist Diabetes nicht mehr nur die Krankheit der reichen Länder, die Zahl der Neuerkrankungen steigt überall auf der Welt dramatisch an.

    Immer mehr Fälle aus armen Ländern

    1,5 Millionen Menschen sind 2012 an den Folgen der Zuckerkrankheit gestorben und rund 80 % der Fälle kam aus Ländern mit einem mittleren bis sehr geringen Einkommen. In den armen Ländern wird die Krankheit oftmals viel zu spät erkannt und die Menschen können sich die Medikamente wie das lebensnotwendige Insulin, nicht leisten. Weitere 2,2 Millionen Menschen sind aufgrund des viel zu hohen Blutzuckerspiegels gestorben, viele aber auch an Herzkreislauferkrankungen, die der Diabetes vorangegangen sind.

    Es muss etwas geschehen

    Die WHO mahnt in ihrem neuen Bericht, dass umfassende Gegenmaßnahmen unternommen werden müssen, denn sonst wird Diabetes schon 2030 weltweit zu den sieben häufigsten Todesursachen gehören. In Deutschland leben aktuell sechs Millionen Menschen mit Diabetes und jeder Fünfte weiß nicht einmal, dass er krank ist. Besonders dramatisch ist die Zahl der jungen Menschen, die unter Diabetes Typ-2 leiden, denn alleine in Deutschland hat sich die Zahl der jugendlichen Zuckerkranken in den vergangenen Jahren verfünffacht.

    Bild: © Depositphotos.com / dml5050

  • Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Neue Studie warnt – die Menschen werden immer dicker

    Immer mehr Menschen weltweit bringen immer mehr Pfunde auf die Waage. Eine neue Studie, die am vergangenen Freitag veröffentlicht wurde, nennt erschreckende Zahlen, wonach mehr als 640 Millionen Menschen zu dick oder sogar fettleibig sind, das sind fast 13 % der Weltbevölkerung. Wenn sich an diesen Zahlen nicht bald etwas ändert, dann wird es in neun Jahren 1,1 Milliarden dicke Menschen geben.

    Weniger Unterernährte

    Noch vor rund 40 Jahren lebten auf der Erde zweimal mehr untergewichtige als fettleibige Menschen, heute sieht das anders aus, denn heute gibt es mehr Menschen mit Über- als mit Untergewicht. Das ist das Ergebnis der neuen Studie, die in der britischen Zeitschrift „The Lancet“ veröffentlicht wurde. Für die Studie, die 18 Jahre dauerte, wurden die persönlichen Daten von 19 Millionen Menschen aus 186 Ländern ausgewertet. 375 Millionen Frauen und 266 Millionen Männer rund um den Globus leiden unter starkem bis extremem Übergewicht, im Vergleich dazu waren es von 40 Jahren noch 105 Millionen Menschen.

    Welche Gründe gibt es?

    Warum werden immer mehr Menschen immer dicker? Die Gründe für den fast schon explosionsartigen Anstieg liegen zum einen in den veränderten Essgewohnheiten und zum anderen an der genetischen Veranlagung. Nach den Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation WHO gilt ein Mensch dann als zu dick, wenn sein Body-Mass-Index über 25 steigt, fettleibig und damit adipös sind alle, deren BMI mehr als 35 aufweist. Berechnet wird der international gültige Body-Mass-Index, indem das Gewicht in Kilogramm durch die Größe in Metern im Quadrat geteilt wird. In den letzten 40 Jahren hat sich auch der BMI verändert, denn bei Frauen stieg er von 22,1 auf 24,4 und bei den Männern von 21,7 auf 24,2.

    Die zucker- und fetthaltigen Lebensmittel stellen in diesem Zusammenhang das größte Risiko dar, und mit jedem Kilogramm steigt die Gefahr von Herz- und Kreislaufkrankheiten an.

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  • Gefährliche Blitzdiäten – schlank sein um jeden Preis?

    Gefährliche Blitzdiäten – schlank sein um jeden Preis?

    Zu wenig Bewegung und zu viel günstiges, ungesundes Essen sorgen dafür, dass Europas Bürger in den vergangenen Jahren stetig in die Breite gegangen sind. Selbst die WHO schlug im vergangenen Jahr Alarm und vermeldete für einige Länder, dass 2030 voraussichtlich kaum noch jemand normalgewichtig sein wird. Demnach werden fast die Hälfte aller Frauen und knapp zwei Drittel der Männer Übergewicht haben, besonders schlimm steht es dabei um Irland. Eine positive Entwicklung ist hingegen in den Niederlanden zu sehen. In Deutschland steigt die Anzahl der Übergewichtigen laut WHO ebenfalls, hierzulande sollen 2030 etwa 47 Prozent der Frauen (2010 waren es 44 Prozent) und 65 Prozent der Männer (2010 waren es 62 Prozent) übergewichtig sein. Weitere Details können beispielsweise bei der Wirtschaftswoche nachgelesen werden.

    Schnell und einfach – klappt das Abnehmen auf diesem Weg wirklich?

    Es überrascht bei diesen Zahlen kaum, dass viele Menschen sich um eine Gewichtsabnahme bemühen, nur selten wird dafür jedoch der gesunde und langfristige Weg gewählt. Viel verlockender sind hingegen die sogenannten Blitzdiäten, die mit schnellen Abnahmen locken und gleichzeitig eine Diät ohne Genusseinbußen versprechen. Wo eigentlich gesunde Ernährung und viel Bewegung auf dem Programm stehen sollten, wird das Essen stattdessen radikal gestrichen oder zu eher fragwürdigen Hilfsmitteln gegriffen. Vorbild sind hierbei oftmals die Hollywood-Stars, die nicht selten zwischen Über- und Untergewicht hin- und herpendeln, je nachdem, ob gerade ein Auftritt auf dem roten Teppich ansteht oder eben nicht. Auch der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente oder sonstiger „Wunderpillen“, die sich auf dem Markt zahlreich tummeln, werden vielfach genutzt, um das Fett auf den Hüften schmelzen zu lassen.

    Die sogenannten Blitz- oder auch Crashdiäten sorgen in der Regel zwar tatsächlich für Erfolge, diese sind jedoch oft nur von kurzer Dauer und bringen zudem einige nicht zu unterschätzende Gefahren mit sich. Ernährungsberaterin Sonja Mannhard warnt, dass die Magerkuren den Körper unter Stress setzen und das System von Hunger und Sättigung durcheinander bringen. Dementsprechend sei es sehr viel besser, vor und während des Abnehmens seinen Körper und dessen Signale kennenzulernen.

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    Absurde und gefährliche Diäten im Trend

    Neben etlichen mehr oder weniger etablierten Diäten wie der Paleo- oder auch Steinzeit-Diät, der Low-Carb-Diät oder der Atkins-Diät, schaffen es Jahr für Jahr etliche neue Varianten auf den Markt. Viele von ihnen sind Modediäten und als solche nicht medizinisch untersucht. Sie versprechen meist eine ganz neue, bequeme oder besonders schnelle Art des Abnehmens, sind oftmals aber nicht ganz ungefährlich und schaden mehr als dass sie helfen. Der folgende Auszug zeigt, wie unterschiedlich es dabei zugehen kann – gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass im Grunde nahezu jede Crashdiät ihre Schattenseite hat.

    • Asthmaspray-Diät

    Angeblich soll Asthmaspray die Fettverbrennung anregen, indem es die Körpertemperatur erhöht. Tatsächlich gelten die enthaltenen Beta-2-Sympathomimetika als Anabolika und werden dementsprechend auch zum Doping genutzt, in hoher Dosierung wirken sie fettabbauend und muskelaufbauend. In den für Asthmatikern üblichen Dosen lässt sich dies in der Regel allerdings nicht erreichen, sodass sie zum Abnehmen nicht geeignet sind. Stattdessen haben sie insbesondere in hoher Dosierung massive Nebenwirkungen wie Muskelzittern und -krämpfe, Kopfschmerzen oder einen unregelmäßigen und schnelleren Herzschlag. Menschen, die ohnehin schon ein vorgeschädigtes Herz haben, begeben sich so mitunter sogar in Lebensgefahr.

    • Abführmittel-Diät

    Die Abführmittel-Diät funktioniert ganz einfach: Ein Mittel wie beispielsweise Glaubersalz wird eingenommen, nach dem automatisch ein abführender Effekt stattfindet. Danach fühlen sich die „Abnehmenden“ leichter und der Bauch ist flacher. Bei dieser Diät verlässt die Nahrung den Körper schneller, als dass dieser Energie herausziehen kann. Beliebt ist diese Form der Diät gerade bei jungen Mädchen, die sich über diese und weitere fragwürdige Tipps in Abnehm-Foren online austauschen. Wer seine Verdauung jedoch vorzeitig beschleunigt, kann auf diesem Weg nicht dauerhaft abnehmen. Allein schon deshalb, weil die betreffende Person nicht lernt, wie eine ausgewogene und richtige Ernährung funktioniert. Nach einem Absetzen des Abführmittels wird es daher schnell wieder zu dem bekannten Jojo-Effekt kommen. Wer darüber hinaus dauerhaft zu Abführmitteln greift, provoziert Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, vor allem die großen Kaliumverluste sind hierbei zu nennen. Ebenso könnte der Körper früher oder später unter Nährstoffmangel leiden. Zwar wird die Waage zunächst tatsächlich weniger Körpergewicht anzeigen, dies wird aber vor allem am Wasserverlust liegen und spätestens am Ende der Kur folgt eine erneute Gewichtszunahme.

    • Rohkost-Diät

    Generell ist der Genuss von Rohkost nicht unbedingt negativ, immerhin ist rohes Gemüse gesund und sättigt meist besser als die gekochte Variante, da Gemüse viel Wasser enthält und es durch das Kochen viel Volumen einbüßt. Zudem muss rohes Gemüse länger gekaut werden, was ebenfalls für einen Sättigungseffekt sorgt.

    Quelle: Spiegel.de
    Quelle: Spiegel.de

    Dennoch gibt es auch Nachteile dieser Ernährungsform: Denn nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung leiden Rohköstler häufiger unter Nährstoffmangel, insbesondere Protein, Vitamin B12, D, B2, Kalzium und Zink sind davon betroffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass auf Milchprodukte und Getreide verzichtet wird und auch kaum fettlösliche Vitamine zu sich genommen werden. Langfristig ist diese Ernährungsweise demnach nicht geeignet – an sich ist der Verzehr von Rohkost aber keineswegs schlimm und kann durchaus in den Alltag eingebaut werden, um hier und da eine Mahlzeit zu ersetzen oder täglich eine gewisse Menge gesundes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.

    • Bockwurst-Wodka-Diät

    Diese absurd klingende Diätvariante war laut Zeitzeugen bereits in der DDR beliebt. Getrunken wird hierbei sowohl morgens als auch abends ein kleines Glas Wodka, mittags ein großes. Dazu wird mittags außerdem eine Bockwurst gegessen. Angeblich werden auf diese Weise weniger Kalorien zu sich genommen als verbraucht werden, dementsprechend entsteht ein Gewichtsverlust. Eine solch unausgewogene Ernährung macht jedoch nicht dauerhaft schlank und schadet zudem noch der Gesundheit, denn der regelmäßige Alkoholkonsum kann abhängig und sogar krank machen – schlimmstenfalls kann das Trinken zu Leberzirrhose und einer Fettleber führen, aber auch Organe wie Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel werden geschädigt. Nicht zuletzt könnte durch die einseitige Ernährung außerdem eine Mangelversorgung mit Nährstoffen entstehen.

    • Diäten der Hollywood-Stars

    Gefährliche-Blitzdiäten---schlank-sein-um-jeden-Preis4Gerade die Diven Hollywoods setzen so manches Mal auf gefährliche Diättrends, die zwar sehr effektiv, aber nur selten gesund sind. Laut Woman verlor Beyoncé beispielsweise innerhalb von wenigen Tagen vor dem Dreh des Films „Dreamgirls“ ganze neun Kilo. Dafür setzte sie auf das Master Cleanse System, bei dem 10 bis 45 Tage lang nur ein Getränk aus heißem Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayennepfeffer getrunken wird. Die Methode ist durchaus gefährlich und provoziert regelrecht einen Jojo-Effekt, denn zwar ist die Flüssigkeitszufuhr hoch, doch der Körper hungert im Grunde. Gefährlich ist hierbei vor allem die Tatsache, dass die Stars als Vorbild herangezogen werden und insbesondere ihre jungen Fans beeinflussen.

    Crashdiät vs. gesunde Ernährung

    Gefährliche-Blitzdiäten---schlank-sein-um-jeden-Preis5Letztendlich ist festzuhalten, dass Crashdiäten zwar einen kurzfristigen Erfolg mit sich bringen, dauerhaft jedoch nur selten sinnvoll sind. Eine Veränderung der Gewohnheiten findet nicht statt, wenngleich eine Diät aber durchaus als kurzfristige Hilfestellung und Unterstützung in der Anfangsphase einer Ernährungsumstellung dienen kann. Hierbei sind es vor allem die schnellen Erfolge, die für Motivation und Durchhaltevermögen sorgen, langfristig betrachtet sollte im Anschluss jedoch eine echte Umstellung des Essverhaltens folgen. Eine solche nachhaltige Diät lebt laut des Fitnessexperten Peak.ag vor allem von drei Säulen – Motivation, Sport und Ernährung. Sie sind voneinander abhängig und bestimmen den Trainings- und Abnehmerfolg enorm. Wer Schwierigkeiten hat, einen ersten Einstieg in eine gesunde Diät zu finden, der kann sich außerdem an folgende Tipps halten:

    • Diättagebuch

    Viele Ernährungsexperten raten zu einem sogenannten Diättagebuch, in dem einfach alles aufgeschrieben wird, was konsumiert wird. So lässt sich die aktuelle Situation abschätzen und verbessern. Idealerweise werden die Aufzeichnungen von einem Experten analysiert, sodass die Basis für eine Ernährungsberatung geschaffen wird. Wichtig ist es im Anschluss, realistische Ziele zu setzen und sich auch über kleine Teilerfolge zu freuen. So steigt letztendlich auch die Motivation.

    • Diät in den Alltag integrieren

    Wer sich an einer Diät versucht, der sollte unbedingt darauf achten, dass sie sich in den Alltag einbinden lässt. Sind die Rezepte einfach umsetzbar? Lassen sich die Zutaten einfach besorgen? Welche Kosten bringt die Diät mit sich? Kann auf bestimmte Lebensmittel wirklich verzichtet werden? Auch hier sollte aber von Anfang an klar sein, dass kein Diätprogramm bei Gewichtsproblemen als dauerhafte Lösung zu betrachten ist. Sie können lediglich dabei helfen, die Ernährungsumstellung einzuleiten.

    • Stoffwechsel ankurbeln

    Nur selten reicht gesundes Essen für eine Abnahme aus, meist mangelt es auch an Bewegung. Hierbei ist aber nicht nur der gewählte Sport wichtig (der in erster Linie vor allem Spaß machen sollte), sondern auch eine gute Mischung aus Ausdauer und Krafttraining. Denn zwar sorgt Ausdauersport für einen besseren Stoffwechsel, ein trainierter Körper verbrennt jedoch mehr und tut dies vor allem auch im Ruhezustand.

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