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  • Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wurst und Schinken – wie krebserregend sind sie wirklich?

    Wer gerne Wurst und Schinken isst, wird die Nachricht der Weltgesundheitsorganisation WHO mit Schrecken gehört haben, denn die WHO warnt vor dem Verzehr von Wurst und Schinken, weil diese krebserregend sein können. Aber nicht nur Wurst und Schinken stehen im Kreuzfeuer, auch rotes Fleisch vom Rind und Schwein soll nicht gesund sein, und das Risiko an Darmkrebs zu erkranken, steigt demnach mit jedem gegessenen Steak. Müssen sich jetzt alle Sorgen machen, die gerne Steaks, Wurst und Schinken essen?

    Wurst und Schinken sind beliebt

    Am Morgen die Scheibe Salami aufs Frühstücksbrötchen, zum Mittagessen eine leckere Brat- oder Currywurst und am Abend vielleicht noch ein saftiges Rumpsteak mit Beilagen – Fleisch, Wurst und Schinken gehören bei vielen Menschen bei der Ernährung einfach dazu. Pro Jahr essen die Deutschen rund 38,1 % Schweinefleisch und 12,9 % Rindfleisch, genauso beliebt ist der Schinken vom Schwein, sowie diverse Wurstsorten wie Fleischwurst, Salami oder Leberwurst. 85 % der Deutschen essen beinahe jeden Tag Wurst und Schinken, wobei Männer mit 42 % beim Fleisch- und Wurstkonsum weit vorne liegen. Bei den Damen sind es 23 %, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen.

    800 Studien

    Die WHO hat für ihren neuen Bericht 800 unterschiedliche Studien ausgewertet, die sich mit einem eventuellen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Fleisch, Wurst und Schinken und einem erhöhten Krebsrisiko beschäftigt haben. Das Ergebnis ist, dass die Gefahr an Krebs zu erkranken, sehr gering ist, selbst für diejenigen, die gerne Fleisch, Wurst und Schinken essen. Es kommt nach Ansicht der WHO jedoch auf die Menge an und auch die Verarbeitung der Fleisch- und Wurstwaren spielt eine entscheidende Rolle, ob die Gefahr besteht, an Krebs zu erkranken oder eher nicht. Die WHO musste allerdings einräumen, dass es nicht nur Fleisch- und Wurstwaren sind, die Krebs erzeugen können, auch viele andere Faktoren spielen dabei eine Rolle.

    Wurst und Schinken – es kommt auf die Verarbeitung an

    Um Fleisch, Wurst und Schinken haltbar zu machen, werden sie gepökelt, gesalzen, geräuchert oder auch fermentiert. Und genau das ist es, was Fleisch, Wurst und Schinken nach Ansicht der WHO gefährlich macht. Besonders gilt das für Würstchen, Dosenfleisch, Trockenfleisch und Soßen, die auf der Basis von rotem Fleisch hergestellt werden. Die WHO geht sogar noch einen Schritt weiter und stuft diese Fleisch- und Wurstwaren als genauso gefährlich ein, wie Tabak und Asbest.

    Was empfiehlt die DGE zum Thema Wurst und Schinken?

    Auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, DGE, hat sich Gedanken zum Verzehr und zur Gefahr von Wurst und Schinken gemacht. Die DGE sieht das Risiko jedoch deutlich geringer als die WHO, ihrer Ansicht nach sollten es nicht mehr als maximal 600 Gramm Fleisch, Wurst und Schinken am Tag sein. Es ist vor allem der männliche Teil der Bevölkerung, der deutlich mehr isst. 61 % der Männer gaben bei einer Umfrage an, jeden Tag und zu jeder Mahlzeit Wurst und Schinken zu essen, bei den Frauen sind es nur 31 %. Diese Zahlen zeigen, dass Fleisch- und Wurstwaren bei den Deutschen einfach zur Ernährung gehören.

    Das vegane Angebot wird größer

    Rund die Hälfte der Deutschen kann sich nicht nur vorstellen, den Fleisch- und Wurstkonsum zu senken, 49 % versuchen es sogar. Immer mehr Deutsche sind bereit, ihre Essgewohnheiten bei Fleisch, Wurst und Schinken grundlegend zu ändern. Auch die Zahl derer, die sich zukünftig vegetarisch oder sogar vegan ernähren wollen, steigt stetig an. Ein Grund für diesen Trend ist auch das immer größer werdende Angebot der Industrie an veganen oder vegetarischen Lebensmitteln. Wie groß das Angebot ist, das zeigte auch die Ernährungsmesse Anuga in Köln, denn knapp die Hälfte der Aussteller hatte vegane oder vegetarische Lebensmittel im Programm.

    Bild: © Depositphotos.com / dar19.30

  • Die Grippewelle rollt – wie gut ist der neue Impfstoff?

    Die Grippewelle rollt – wie gut ist der neue Impfstoff?

    Wenn die Tage kürzer werden, dann ist auch die Grippe wieder da. Wie in jedem Jahr steigt im Herbst und Winter die Zahl der Erkrankungen, und alle, die sich schützen wollen, sollten sich jetzt impfen lassen. Das Paul-Ehrlich-Institut hat bislang 21 Millionen Einheiten Impfstoff freigegeben, aber ob der Impfstoff gegen die diesjährige Grippewelle helfen wird, daran zweifeln viele Experten. Besonders der sogenannte Dreifach-Impfstoff, der Antigene aus drei akut zirkulierenden Grippeviren enthält, steht in der Kritik.

    Ist der neue Impfstoff effektiv?

    Der Impfstoff, der zurzeit zur Verfügung steht, schützt vor zwei Varianten des Grippetyps A und vor einer Variante des Grippetyps B. Das reicht bei Weitem nicht aus, kritisieren viele Ärzte. Sie raten dazu, den in Deutschland eher selten verabreichten Vierfach-Impfschutz in die Grippeimpfung aufzunehmen, denn dieser Impfstoff enthält noch einen weiteren Schutz gegen die B-Variante. Nach Auskunft des Paul-Ehrlich-Instituts gibt es jedoch schon jetzt erhebliche Engpässe, der vierfache Schutz ist momentan nur noch im Großhandel zu bekommen.

    Was die WHO empfiehlt

    Jedes Jahr gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO eine neue Empfehlung über die Zusammensetzung des aktuellen Grippeimpfstoffes heraus. Diese Empfehlung erfolgt jedes Jahr, allerdings weit vor Beginn der neuen Grippesaison. Das birgt die große Gefahr, dass sich das Grippevirus bis zum eigentlichen Ausbruch der Grippe noch genetisch verändern kann. Im schlimmsten Fall ist das im Impfstoff enthaltene Eiweiß nicht mehr mit dem Oberflächeneiweiß des eigentlichen Grippeerregers kompatibel, das menschliche Immunsystem muss praktisch blind auf den noch unbekannten Virus reagieren. Das Ganze erinnert dann an eine Art Lotterie, denn nicht bei jedem, der sich impfen lässt, erkennt das Immunsystem den Impfstoff.

    Keine Gefahr durch den bewährten Impfstoff

    Die Krankenkasse Barmer GEK sieht momentan keine Gefahr und ist sich sicher, dass der Dreifach-Impfstoff vollkommen ausreichen wird, bei der kommenden Grippewelle den notwendigen Schutz zu bieten. Der Vierfach-Impfstoff ist zudem sehr viel teurer als der bekannte und bewährte dreifache Schutz, außerdem kostet der aktuelle Impfstoff nach Angaben der Barmer weniger als ein Drittel des Vierfach-Impfstoffes. Nach Ansicht der Klinik für Infektiologie und Pneumologie der Berliner Charité ist die Einschätzung der Krankenkasse irrelevant, denn es kann nicht sein, so die Experten der Charité, dass man auf gut Glück impft und hofft, dass kein Patient den gefährlichen zweiten B-Typ des Grippevirus hat. Das Robert-Koch-Institut betont aber, dass es sehr sich wichtig ist, sich überhaupt impfen zu lassen, denn während der Grippewelle im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 6,2 Millionen Menschen aufgrund grippaler Symptome behandelt.

    Nur ein Bruchteil

    In weiten Teilen der Bevölkerung wird eine echte Grippe immer noch mit einem grippalen Infekt verwechselt, also mit einer normalen Erkältung. Daher ist es sehr schwer, genaue Schätzungen abzugeben, wie viele der 6,2 Millionen Bürger auch tatsächlich eine Grippe hatten. 2014 wurden nur in knapp 70.000 Blutproben echte Grippeerreger nachgewiesen, und auch die Zahl der Todesfälle schwankt von Jahr zu Jahr. Besonders hoch war die Zahl allerdings zwischen 2012 und 2013, damals starben rund 20.000 Menschen an den Folgen einer Grippe.

    Die Impfquoten sinken

    Die Ärzte beklagen eine zunehmenden Impfmüdigkeit der Deutschen. In der Gruppe der Menschen über 60 lassen sich 50 % impfen, in diesem Alter empfiehlt die Ständige Impfkommission aber auch eine Impfung. Beim jüngeren Teil der Bevölkerung ist hingegen nur jeder vierte Deutsche gegen die Grippe geimpft. Ein Grund für das fehlende Interesse an einer Immunisierung ist, dass die Grippe für eine eher harmlose Krankheit gehalten wird, was aus dem Unwissen über den Unterschied zwischen einer harmlosen Erkältung und einer echten Grippe resultiert.

    In diesem Jahr wird sich nach Ansicht von Experten die Grippewelle verschärfen, denn die Vielzahl der Flüchtlinge, die eng zusammen in ihren Unterkünften leben, können für Massenausbrüche der Grippe sorgen.

    Bild: © Depositphotos.com / Esbenklinker

  • Die Pest existiert schon 5000 Jahre

    Die Pest existiert schon 5000 Jahre

    Die Pest ist älter als bislang gedacht und zwar fanden Forscher heraus, dass der Erreger schon 5000 Jahre lang die Menschheit mit Pandemien heimsucht. Der erste Pestausbruch fand dem Ergebnis der Studie der Universität Kopenhagen um das Forscherteam von Eske Willerslev zufolge schon in der Bronzezeit statt. In der Zeitschrift Cell wurden die Entdeckung veröffentlicht.

    Tödliche Pest

    Das Bakterium Yersinia ist für die Auslösung der Pest verantwortlich und kann sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Die Übertragung erfolgt durch Flöhe, die über Nagetiere wie Ratten mit dem Erreger infiziert wurden. Im Jahr 1000 vor Christus entwickelte der Erreger die Eigenschaft sich Flöhe als Zwischenwirt nutzbar zu machen und dies führte zu der tödlichen Beulenpest. Ausgelöst werden kann neben der Beulenpest auch die Pestsepsis.

    Die Pestsepsis entsteht indem die Bakterien in die Blutbahn gelangen. Die Lungenpest gilt als besonders heimtückisch, da das Bakterium leicht von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

    Im Rahmen ihrer Forschungsarbeit untersuchte das Team um Willerslev die Zähne von 101 Menschen aus der Bronzezeit auf Spuren des Bakteriums Yersinia. Die Zähne erhielt das Forscherteam von Museen oder Ausgrabungen. Bei sieben Bronzemenschen fanden sie tatsächlich genetische Hinweise für einen Pestbefall. Die Pestkranken lebten in der Zeit von 2794 bis 951 Jahre vor Christi Geburt.

    Die weltweit erste geschichtlich belegte Pest war die Justianische Pest im Jahr 541 nach Christi Geburt im Land der Pharaonen. Die Wissenschaftler analysierten 55 Gene intensiver, welche hauptverantwortlich für die Krankheitswirkung des Bakteriums sind. Das Bakterium verfügte in der Frühzeit nicht über das ymt-Gen und konnte sich deshalb nicht mittels Flöhen übertragen. Das Gen konnte erst in Pest-Bakterien aus dem Jahr 951 vor Christus nachgewiesen werden.

    Das weiterentwickelte Bakterium führte zu seiner schnelleren Verbreitung und löste die Beulenpest aus. Bekannt wurde die Pest als Schwarzer Tod, der im 14.Jahrhundert der WHO zufolge weltweit 50 Millionen Menschen das Leben kostete. Der Pestarzt und Seher Michel de Nostredame (Nostradamus) besiegte im Jahr 1544 einen Pestausbrauch im französischen Marseille.

    Der gefährliche Keim ist bis heute nicht besiegt, auch wenn die Pest mit Antibiotika behandelt werden kann. Im Jahr 2013 gab es weltweit 783 Pestkranke von denen 126 Personen ihr Leben verloren. Die Pest wütet heute noch besonders stark im Kongo, auf Madagaskar und Peru.

    Die USA sind im Jahr 2015 ebenfalls von dem Erreger heimgesucht worden und zwar steckten sich zwei Touristen mit der Pest an und mussten in ärztliche Behandlung. Bei den Infizierten handelte es sich um ein Kind und einen Mann. Die Erkrankten wurden offenbar von Flöhen gebissen, die das Pest-Bakterium in sich trugen. Nach einer antibiotischen Behandlung konnten sie das Krankenhaus wieder gesund verlassen. Im Yosemite Nationalpark kämpfen die Parkmitarbeiter und Gesundheitsbehörde schon seit Jahren gegen die Infektionskrankheit. Vor allem Ratten, Eichhörnchen und Streifenhörnchen können mit dem Pestbakterium infiziert sein. Der Park hat den Besuchern ein Futterverbot für Nagetiere erteilt.

    Auf Empfehlung der Parkbetreiber sollte nicht neben Nagetierbauten gecampt und auch kein Picknick gemacht werden. Zum Schutz sollen lange Hosen getragen und diese in die Socken gesteckt werden, damit Flöhe nicht zubeissen können. Zusätzlich wurde Insektenschutz gegen Flöhe empfohlen. Erste Anzeichen einer Pest-Infektion sind hohes Fieber, Schwäche, Schwindelgefühl und geschwollene Lymphknoten. Bei Auftauchen dieser Symptome sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. In europäischen Ländern sind seit Jahrzehnten keine Pestfälle mehr aufgetaucht. Wissenschaftler warnen jedoch davor, dass es jederzeit wieder zu einer Pest-Pandemie kommen könnte und deshalb Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden sollten.

    Bild: © Depositphotos.com / Vonschonertagen

  • WHO verzeichnet zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

    WHO verzeichnet zwei neue Ebola-Fälle in Guinea

    Die Weltgesundheitsorganisation WHO stellte in Guinea zwei neue Fälle fest, wo Menschen mit dem hochgefährlichen Virus Ebola angesteckt wurden. Die beiden Ebola-Infektionen wurden in der Hauptstadt Conakry und einer Nachbarstadt festgestellt.

    Eine Woche lang keine Ebola-Infektion

    Die WHO berichtete am 8.Oktober 2015 dass es seit dem Ausbruch der Ebola-Epidemie in Guinea, Sierra Leone und Liberia im März 2014 für sieben Tage zu keinem erneuten Ausbruch der Krankheit kam. Jedoch hatte die Organisation eine Warnung herausgegeben nach der es in Zukunft zu weiteren Ausbrüchen von Ebola in den drei Ländern kommen könnte. In Guinea befinden sich zahlreiche Menschen noch immer unter Beobachtung, die in Verbindung mit Ebola-Erkrankten standen. Wie die WHO berichtet, seien in Westafrika insgesamt über 28.000 Ebola-Fälle registriert worden und davon seien rund 11.300 Menschen gestorben.

    Eine beunruhigende Entdeckung stellten Forscher des Gesundministeriums von Sierra Leone zusammen mit der US-Gesundheitsbehörde CDC fest. Nach ihrer Kenntnis können Ebola-Viren bis zu einem Jahr in Sperma überleben. Bisher konnte allerdings nicht geklärt werden, ob eine Ansteckung mit Ebola beim Geschlechtsverkehr möglich ist. Auf Grund dieser Ergebnisse sei eine ärztliche Betreuung von Überlebenden einer Ebola-Erkrankung für einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten erforderlich. Vor sieben Monaten registrierten die Forscher den Fall einer Frau aus Liberia, die sich durch einen Geschlechtsakt mit dem gefährlichen Virus angesteckt hatte. Bei ihrem Sexpartner war ein halbes Jahr zuvor das Ebola-Virus festgestellt worden. An der Studie nahmen 93 Männer aus Sierra Leone teil.

    Was ist Ebola?

    Bei Ebola handelt es sich um ein hochansteckendes gefährliches Virus, dessen Ursprung bis heute nicht vollständig geklärt werden konnte. Nach bisheriger Forschung könnten Fledermäuse, Affenfleisch oder Insekten die Quelle von Ebola sein. Als Herkunftsort konnten vor allem Zentralafrika und Südostasien ermittelt werden. Im Jahr 1976 wurde in Yambuku (Zaire) der erste Ebola-Fall festgestellt. Damals gab es 318 Ebola-Erkrankte von denen 280 Menschen starben und einer Sterbequote von fast 90 Prozent entsprach. Wie sich Menschen mit dem Virus genau anstecken, ist unklar, da die Übertragungswege noch nicht exakt festgestellt werden konnten. Bislang gelten das Buschfleisch von Wildtieren wie Affen und Mensch-zu-Mensch-Kontakte als Übertragungswege für das Ebola-Virus. Die Inkubationszeit beläuft sich bis zum Ausbruch einer Ebola-Erkrankung auf 2 bis 21 Tage. Die Wissenschaft stellte bislang die Ebola-Virentypen Zaire-Ebola und Reston-Ebolavirus fest.

    Die Ebolaviren lösen das Ebolafieber aus, in deren Folge ein mit dem Virus infizierter Mensch innerhalb weniger Tage sterben kann. Die inneren Organe lösen sich dabei langsam auf und es kommt zu dramatischen Blutungen. Bei der Ebola-Epidemie in Westafrika im Jahr 2014 kam der experimentelle Impfstoff VSV-EBOV zur Behandlung an Ebola erkrankter Menschen zum Einsatz. In Guinea wurde der Impfstoff erfolgreich getestet und konnte die Ebola-Fälle in einem erheblichen Umfang reduzieren. Jedoch gilt der Impfstoff als umstritten, weil er zu Nebenwirkungen wie Gliederschmerzen und anderen wenig erfreulichen gesundheitlichen Negativfolgen für einen Betroffenen führt.

    Outbreak – Lautlose Killer mit Ebola als Thema

    Der Film »Outbreak – Lautlose Killer « von Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1994 mit Donald Sutherland, Morgan Freeman, Rene Russo und Dustin Hoffmann behandelt das Ebola-Virus als Thema. In der Filmhandlung wurde ein mutiertes Ebola-Virus entdeckt, welches in einer US-Kleinstadt durch ein kleines Äffchen verbreitete und schließlich zur hermetischen Abriegelung führte. Das Äffchen kann eingefangen und aus dessen Blut eine Impfstoff erzeugt werden. Das Ebola-Virus stellt sich in den Film als biologische Waffe des US-Militärs heraus. An den Kinokassen war der Thriller ein internationaler Erfolg. Der US-Sender ABC kündigte 2013 eine Fernsehserie basierend auf den Kinofilm an.

    Bild: © Depositphotos.com / valeniker

  • Sterberisiko steigt durch Stehen und Sitzen

    Sterberisiko steigt durch Stehen und Sitzen

    Nach einer umfassenden Studie der University of Exeter kann Stehen wie Sitzen zu einer Erhöhung des Sterberisikos und Krankheitsrisikos führen. Im Rahmen der Studie wurden 1412 Frauen und 3720 Männer untersucht. Die Daten der Studienteilnehmer entstammten der Kohortenstudie Whitehall II, die über 16 Jahre lief und insgesamt 5100 Teilnehmer zählte. Die Studie endete am 31.Juli 2014.

    Sitzzeit erfasst

    Die Männer und Frauen mussten ihre wöchentliche Sitzzeit aufschreiben und angeben wie viel Zeit sie in der Woche einer mittelschweren bis kräftigen Aktivität nachgingen. Die Probanden waren 35 bis 55 Jahre alt und mussten auch ihre tägliche Gehzeit in einem Fragebogen niederschreiben. Die Lebensgewohnheiten und der Gesundheitszustand wurden seit dem Jahr 1985 aufgezeichnet. In der Zeit der Studie verstarben 450 Teilnehmer, deren Todesursache aber weder mit Sitzen noch Stehen in Verbindung gebracht werden konnte. Zahlreiche Studienteilnehmer standen durchschnittlich 43 Minuten länger auf ihren Beinen als der Durchschnitt der Briten.

    Basierend auf dem Studienergebnis kann Bewegung die Gesundheit davor schützen durch zuviel Sitzen Schaden zu nehmen. Wie der Mediziner Dr. Hillsdon berichtete, der die Studie begleitete, seien alle ruhenden Positionen mit einem zu niedrigen Energieverbrauch negativ für die Gesundheit.

    Sitzen beeinflusst Stoffwechsel

    Wie die Forscher herausfanden, kann sich der Stoffwechsel des Menschen ändern je nachdem ob er geht, sitzt oder steht. Das Studienergebnis konnte nicht genau feststellen wie stark sich ein zu langes Stehen oder Sitzen auf den Stoffwechselprozess des Körpers auswirken kann. Eine weitere Forschung soll ergründen, ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen einem zu langen Sitzen oder Stehen und Diabetes Typ-2 bzw. Herzkrankheiten besteht.

    Bewegung positiv für die Gesundheit

    Die Studienautoren empfehlen auf Grund ihrer Erkenntnisse aus der Studie eine regelmäßige Bewegung, um das Risiko eine Herzkrankheit oder Diabetes Typ-2 zu erleiden zu vermindern. Das Sterberisiko könne durch körperliche Aktivität ebenfalls auf ein Minimum begrenzt werden. Als Beispiele für Bewegungen wurde das Treppensteigen, Spaziergänge, Gehen und Aufstehen genannt.

    Vor allem Büroberufe sind von einer zu langen Sitzzeit betroffen. Je länger jemand sitzt desto höher kann das Krankheitsrisiko sein oder im schlimmsten Fall ein früher Tod die Folge sein. Wer sich zu wenig bewegt, kann übergewichtig oder fettleibig werden und als Folge an Diabetes Typ-2 oder einer Herzkrankheit erkranken. Ein zu langes Sitzen kann zu Fehlhaltungen führen und auf Dauer ungesund für den Körper sein. In der Mittagspause empfiehlt sich nach einem stundenlangen Sitzen oder Stehen ein Spaziergang an der frischen Luft. Alternativ können kleine Fitnessübungen am Schreibtisch helfen die Folgen von zu langem Sitzen abzumildern. Kleine Fitnessübungen können Kniebeugen, Streckübungen oder der Hampelmann sein. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine körperliche Aktivität von mindestens einer Stunde täglich und ist auch ratsam, weil bei zu wenig Bewegung das Krankheitsrisiko steigen kann.

    Die Teilnahme an Fitnesskursen wird von Krankenkassen auf Antrag bezuschusst und kann hilft dabei in Bewegung zu bleiben. Jeder Mensch hat Freude an einer bestimmten Sportart und diese sollte regelmäßig ausgeführt werden.

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  • Seelisch Kranke werden nach wie vor ausgrenzt

    Seelisch Kranke werden nach wie vor ausgrenzt

    Körperlich kranke Menschen bekommen Mitleid, Menschen, deren Seele krank ist, werden bestenfalls belächelt und hinter vorgehaltener Hand für verrückt erklärt. Beinahe jeder Dritte leidet zumindest einmal in seinem Leben an einer psychisch bedingten Krankheit, aber bis heute werden diese Menschen oftmals unwürdig behandelt. Das geht aus einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO zum Tag der seelischen Gesundheit hervor. Die WHO hat einen Appell gestartet, in dem sie dazu aufruft, seelisch kranke Menschen nicht länger zu stigmatisieren und auszugrenzen.

    Mehr Aufklärung

    Den Tag der seelischen Gesundheit gibt es seit 1992, ins Leben gerufen wurde er von der World Federation for Mental Health, kurz WFMH. Diese Organisation gibt es bereits seit 1948 und sie setzt sich seitdem für Menschen ein, die aufgrund einer seelischen Erkrankung in vielen Bereichen des täglichen Lebens beleidigt, benachteiligt oder sogar drangsaliert werden. Die WFMH will zusammen mit der WHO erreichen, dass Menschen, die zum Beispiel unter Depressionen leiden, nicht länger ausgegrenzt und nicht mehr sozial benachteiligt werden. Die Organisation kämpft für mehr Aufklärung, damit es weniger Vorurteile gegenüber Menschen mit seelischen Erkrankungen gibt.

    Angemessene Behandlung für seelisch Kranke

    Die Ausgrenzung von psychisch Kranken findet in vielen Bereichen des Lebens statt. So dürfen diejenigen, die schon einmal wegen einer seelischen Erkrankung in Behandlung waren, keinen Jagdschein machen und auch nicht mehr als Polizeibeamte arbeiten. Die WFMH und auch die WHO setzen sich nicht erst seit gestern dafür ein, dass diese Menschen in ihrer Berufswahl nicht benachteiligt werden dürfen, nur weil sie schon einmal wegen eines seelischen Leidens ambulant oder stationär behandelt worden sind. Sie sollten die gleichen Chancen wie alle anderen Menschen  haben, denn auch sie haben ein Anrecht darauf, angemessen behandelt zu werden.

    Eigenständige Menschen

    Dass immer noch viele Menschen, die seelisch krank sind oder waren, in vielen Dingen nicht mehr als eigenständige Personen behandelt werden, auch darauf sollen die geplanten Aktionen der WHO und der WFMH aufmerksam machen. Viele Menschen, die schon einmal seelisch krank waren, beklagen zum Beispiel, dass sie bei den Ärzten und Behörden nicht als selbstständige denkende Menschen behandelt werden und oftmals als verrückt abgestempelt werden. Nicht selten führt diese Haltung die Betroffenen dann in die soziale Isolation, sie verlieren an Selbstwertgefühl und werden letztendlich auch wieder krank.

    Die gleiche Behandlung

    Die WHO und die WFMH fordern, dass seelisch Kranke genauso behandelt werden wie diejenigen, die körperlich krank sind. Das gilt aber nicht nur für das tägliche Leben und den Beruf, sondern vor allen Dingen auch für die soziale, die medizinische und die rechtliche Behandlung. Die WHO will mit ihrem Appell aber nicht nur auf die Situation der psychisch Kranken aufmerksam machen, sie will auch darüber aufklären, wie sich Erkrankungen der Seele verhindern lassen und welche Vorbeugemaßnahmen in Hinsicht auf diese Erkrankungen getroffen werden können.

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