Schlagwort: Wirbelsäule

  • Vrikshasana – der starke Baum

    Vrikshasana – der starke Baum

    Yoga und Natur gehören zusammen und vielen Anhängern der alt-indischen Lehre gefällt besonders die naturverbundene Philosophie. Wie sehr sich Yoga an der Natur orientiert, das wird auch in vielen Übungen deutlich, wie zum Beispiel bei der Übung Vrikshasana, das übersetzt der Baum heißt. Der Baum steht fest in der Erde, verwurzelt oft seit Jahrhunderten auf seinem Platz, er vermittelt Stärke, Kraft und Beständigkeit, Eigenschaften, die sich auch viele Menschen für ihre Persönlichkeit wünschen.

    Mit der Yoga Übung Vrikshasana kann jeder ein bisschen zu einem Baum werden, denn der Baum hilft dabei auch im Leben beständig zu sein, nicht so schnell zu wanken und Stabilität zu beweisen. Besonders im Frühling ist Vrikshasana besonders symbolträchtig, denn im Frühling beginnt der Baum nach einem langen, harten Winter wieder zu blühen und er findet zu seiner alten Kraft und Stärke zurück.

    Vrikshasana – die Symbolik

    Wie keine andere Pflanze steht der Baum symbolisch für das Leben. Aus einem kleinen Setzling wird mit den Jahren ein Baum mit einem kräftigen Stamm, der allen Witterungsbedingungen trotzt und den so schnell nichts umwerfen kann. An einem Baum wird deutlich, wie sich das Leben verändert, aber wie der Baum, so bleibt auch der Mensch zwar flexibel, aber immer auch standhaft und fest verwurzelt.

    Die Yoga Übung Vrikshasana symbolisiert aber nicht nur das Leben, sie sorgt auch für Festigkeit und Stärke des Körpers. Wer den Baum in sein Übungsprogramm aufnimmt, der

    • Stärkt seine Füße, die Kniegelenke und seine Beine
    • Regt die Durchblutung der Beine an
    • Kräftigt seinen Rumpf und die Muskulatur seiner Arme
    • Schult die aufrechte Haltung der Wirbelsäule
    • Stärkt die Schultern
    • Trainiert sein Gleichgewicht
    • Lernt seinen Körper besser zu beherrschen

    Wie wird der Baum korrekt ausgeführt?

    Vrikshasana, der Baum schult vor allem das Gleichgewicht, und deshalb muss ein fester Stand auf dem Boden gefunden werden. Wer im Yoga geübt ist, der kann sich auch auf ein Bein stellen, wenn es aber die Tagesform nicht erlaubt, dann ist auch ein Stand auf zwei Beinen kein Problem. Es ist wichtiger, nicht das Gleichgewicht zu verlieren, als unbedingt auf einem Bein zu balancieren.

    Zunächst geht es in einen aufrechten Stand mit geschlossenen Beinen, wobei das Gewicht auf das linke Bein verlagert wird. Dann wird der rechte Fuß auf Höhe des Knöchels angehoben und in der Hüfte nach rechts gedreht, wobei der Beckenboden angespannt sein sollte. Anschließend werden die Arme über die Seite in eine senkrechte Haltung gehoben und die Handflächen berühren sich. Wahlweise können die Arme aber auch zur Seite ausgestreckt oder vor dem Brustkorb zusammengeführt werden.

    Jetzt muss ein Punkt fixiert werden, und die Schultern werden leicht gesenkt. Die Halswirbelsäule ist nun eine natürliche Verlängerung der Brustwirbelsäule. Die Augen werden geschlossen und man stellt sich beim Einatmen vor ein Baum zu sein, der nach oben zur Sonne wächst. Beim Ausatmen verwurzelt der Baum tief in der Erde. Man sollte so lange in dieser Position bleiben, bis das Bein Ermüdungserscheinungen zeigt, ist das der Fall, dann wird das Standbein gewechselt.

    Alle, die schwache Gelenke haben, sollten wenn überhaupt, den Baum nur sehr kurz durchführen. Wenn die Gelenke entzündet sind, dann ist es sinnvoll, vorher mit einem Arzt zu sprechen, ob Vrikshasana infrage kommt. Wenn sich ein Schwindelgefühl bemerkbar macht, dann ist es besser, bei dieser Übung an einer Wand zu stehen.

    Für den Baum gibt es einige Varianten. Wer genug Übung hat, der kann zum Beispiel seine Haltung mit einer Seitenlage verbinden oder das gebeugte Bein mit der Hand umfassen und dann durchstrecken. Wer es sich nicht zutraut, der muss nicht mit geschlossenen Augen stehen, die Augen dürfen bei dieser Übung auch geöffnet werden.

     

  • Paschimottanasana – der Jungbrunnen

    Paschimottanasana – der Jungbrunnen

    Yoga hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr von einem Trend zu einer Bewegung entwickelt. Immer mehr Menschen nutzen Yoga, um fit und gesund zu bleiben oder um den stetig steigenden Stress des Alltags besser bewältigen zu können. Yoga ist eine alte indische Lehre, die schon 700 Jahre vor Christus erstmals erwähnt wurde. Das Wort Yoga stammt aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie anspannen, zusammenbinden oder anschirren.

    Yoga ist ideal, um Körper und Geist zu vereinen, und diejenigen, die Yoga als eine Art Philosophie sehen, nützen die Übungen, um sich mental zu stärken. Es gibt eine mehr als große Anzahl an verschiedenen Yoga Übungen und eine dieser Übungen nennt sich Paschimottanasana.

    Paschimottanasana – Die sitzende Vorbeuge

    Paschimottanasana ist die sitzende Vorbeuge und gilt als ein wahrer Jungbrunnen für den Körper. Vor allem die Bandscheiben und Wirbelkörper werden wie das Immunsystem durch das Vorbeugen mit der sitzenden Vorbeuge gestärkt. Mit Paschimottanasana werden die Bandscheiben von den Wirbelkörpern gelöst und die Energie kann frei durch den ganzen Rücken fließen. Aber auch die Schultern, die Beine und der Bauch profitieren von dieser Yoga Übung, denn sie werden dank Paschimottanasana gestärkt, die Organe, die im Bauchraum liegen, werden gleichzeitig massiert und auch die Verdauung wird angeregt.

    Wie funktioniert Paschimottanasana?

    Wer noch keine allzu große Übung im Yoga hat, der sollte an die sitzende Vorbeuge mit Vorsicht herangehen, denn wer sich dabei überanstrengt, der riskiert Schäden an der Wirbelsäule. Anfänger, die sich zum ersten Mal in der sitzenden Vorbeuge üben, sollten ein klein wenig erhöht sitzen. Ideal ist es, ein kleines Kissen oder auch die zusammengerollte Yogamatte als Unterlage zu benutzen. Die Höhe der jeweiligen Unterlage ist aber auch von der Beweglichkeit abhängig und wie sehr die Hüften und die Rückseiten der Oberschenkel gedehnt werden können.

    Bevor es losgehen kann, müssen die Muskeln der Oberschenkel durch dehnen gewärmt werden. Damit es nicht zu einer Überdehnung der Arme kommt, ist es für Anfänger einfacher und hilfreich, einen ca. 1,50 m langen Gurt aus Baumwolle quer über die Fußballen zu legen, denn auf diese Weise können die Arme in einer leicht gebeugten Haltung bleiben.

    Zunächst geht es in den Langsitz, und man sitzt mit ausgestreckten Beinen und mit aufrechtem Oberkörper auf dem Boden. Dann wird tief eingeatmet und die Arme sowie die Wirbelsäule werden nach oben zur Decke gestreckt. Anschließend ausatmen und den geraden Rücken aus dem Becken heraus nach vorn strecken.

    Dabei sollte, wenn Paschimottanasana richtig ausgeübt wird, der Bauch auf den Oberschenkeln liegen. Auf diese Weise wird der Rücken effektiv vor einer Überdehnung und Überlastung geschützt und diese Haltung unterstützt die tiefe Atmung. Die Arme werden dann neben die Füße gelegt und wer schon ein wenig mehr Übung hat, der kann den Kopf nach einiger Zeit auch in Richtung des Knies nach vorne sinken lassen.

    Wann sollte auf die sitzende Vorbeuge verzichtet werden?

    Nicht jeder kann die Paschimottanasana Übung machen. So wird unter anderem den Menschen, die Probleme mit der Wirbelsäule oder mit den Bandscheiben zum Beispiel nach einem Bandscheibenvorfall haben, dringend davon abgeraten, diese Yoga Übung zu machen. Auch wer unter akuten Schmerzen der Wirbelsäule leidet, sollte von der Übung absehen, denn im schlimmsten Fall kann sie die Schmerzen noch weiter verstärken. Abzuraten ist Paschimottanasana auch, wenn es Entzündungen im Bauchraum gibt. Schwangere Frauen, die im zweiten Drittel der Schwangerschaft sind, sollten ebenfalls von dieser Übung absehen.

    Wer aber gesund ist und seiner Wirbelsäule von Zeit zu Zeit etwas Gutes tun will, der sollte bei seinen Yoga Übungen nicht auf Paschimottanasana verzichten, denn diese spezielle Übung verbessert zum einen die Beweglichkeit der Wirbelsäule und hilft zum anderen sehr effektiv dabei, den Bauchraum zu entlasten.

  • Sport in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

    Sport in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

    Eine Schwangerschaft ist bekanntlich keine Krankheit und daher ist auch Sport in der Schwangerschaft erlaubt. Die sportlichen Aktivitäten müssen sich allerdings in bestimmten Grenzen halten, besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft, aber alle Frauen, die sich fit und gesund fühlen, sind gut beraten sich während der Schwangerschaft sportlich zu betätigen.

    Sport in der Schwangerschaft hat viele Vorteile und nicht nur Frauen, die nach der Geburt schnell wieder schlank sein wollen, sollten sich eine Sportart suchen, die ihnen zusagt, auch wenn es um die Fitness für die Geburt geht, dann bietet Sport dazu die beste Gelegenheit.

    Warum ist Sport in der Schwangerschaft so sinnvoll?

    Sport und Bewegung sind perfekt für den Aufbau der Muskeln und sorgen zudem für mehr Ausdauer und mehr Kraft. Frauen, die sportlich sind, haben leichter am zunehmenden Gewicht zu tragen und sie bereiten sich optimal auf die Anstrengungen der Geburt vor. Mit Sport in der Schwangerschaft fällt es nach der Entbindung leichter, wieder zur alten Figur zurückzufinden, aber das ist noch nicht alles, was Sport in der Schwangerschaft so positiv macht.

    Mit den richtigen Übungen können die körperlichen Probleme, die bei einer Schwangerschaft auftreten, effektiv gelindert werden. Rückenschmerzen und Verstopfung, geschwollene Beine und Füße sowie Müdigkeit lassen sich mit Sport sehr gut vertreiben. Auch wer in der Schwangerschaft nicht mehr so gut schläft, der kann mit Sport für einen gesunden Schlaf sorgen.

    Welche Sportarten sind besonders geeignet?

    Walken und joggen, schwimmen und auch Radfahren sind Sportarten, die für schwangere Frauen besonders gut geeignet sind. Auch das Training auf dem Hometrainer ist zu empfehlen. Sport in der Schwangerschaft kann aber auch Tennis sein, und wer im Winter schwanger ist, der darf sich auf die Langlaufskier stellen. Allerdings sollte im letzten Drittel der Schwangerschaft auf Tennis und Skilanglauf verzichtet werden, denn das könnte dem Kind schaden.

    Pilates und Yoga sind nicht nur für die Gelenkigkeit zu empfehlen, sie können auch effektiv dabei helfen, sich auf die Geburt vorzubereiten. Wer schon mal Pilates und Yoga gemacht hat, der kann zu Hause seine Übungen machen, alle, die aber noch keine Erfahrungen haben, sollten nach einem Kurs suchen, der speziell für Schwangere angeboten wird.

    Welche Sportarten sind nicht zu empfehlen?

    Es gibt einige Sportarten, die in der Schwangerschaft verboten sind. Dazu gehört unter anderem das Reiten, denn die Erschütterungen können im schlimmsten Fall eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen. Auch Inlineskaten sollte ein Tabu sein, ebenso wie Ski alpin und Wasserskilaufen. Hochschwangere sollten sich auch nicht mehr auf ein Fahrrad setzen, denn die Unfallgefahr ist zu hoch.

    Wann ist Sport in der Schwangerschaft verboten?

    Nicht für alle Frauen kommt Sport in der Schwangerschaft infrage und nicht immer ist Sport in der Schwangerschaft auch erlaubt. Nicht erlaubt sind sportliche Aktivitäten bei Frauen:

    • Die schon mal eine Frühgeburt hatten
    • Bei denen es zu einer Fehlgeburt gekommen ist
    • Wenn die Plazenta zu tief liegt
    • Wenn das Risiko für verfrühte Wehen besteht
    • Wenn es zu Schmierblutungen gekommen ist
    • Bei Schmerzen oder Problemen mit der Wirbelsäule
    • Wenn eine Krankheit vorliegt
    • Bei einem zu hohen Blutdruck
    • Wenn eine Mehrlingsgeburt erwartet wird

    Nach der Geburt können Frauen langsam wieder mit dem Sport beginnen, aber erst, wenn sie sich komplett von der anstrengenden Geburt erholt haben und wieder zu Kräften gekommen sind.

  • Chemotherapie bei Rheuma

    Chemotherapie bei Rheuma

    In Deutschland sind etwa 1,5 Millionen Personen von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Dies entspricht rund 2 % der gesamten erwachsenen Bevölkerung. Aufgrund der Natur der Erkrankung war es bisher schwer eine heilende Behandlung zu finden. In den meisten Fällen ist eine lebenslange, medikamentöse Behandlung der einzig Ausweg. In einem Artikel auf dem Gesundheitsportal lifeline ist nun nachzulesen, dass die Zukunft für Rheuma-Patienten eine Heilung in Sicht haben könnte. Eine Möglichkeit ist Chemotherapie bei Rheuma.

    Warum ist Rheuma bisher nicht heilbar?

    Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, die Krankheit zu verstehen. Rheuma wird durch eine Fehlfunktion der sogenannten Gedächtniszellen hervorgerufen. Diese Zellen sind ein wichtiger Bestandteil eines intakten Immunsystems. Sie speichern Informationen zu Viren und Bakterien ab. Sollten sie erneut mit den gleichen Erregern in Kontakt kommen, haben sie die gespeicherten Informationen sofort vorliegen und können schneller reagieren, als Zellen, denen dieses Gedächtnis fehlt. Nun kann es dazu kommen, dass eben diese Zellen eine Fehlfunktion erleiden und sich gegen den eigenen Körper richten. Diese Zellen greifen das Gewebe an und können dadurch erheblichen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall kann eine Rheumaerkrankung zum Tode führen. Die Krankheit hat sehr verschiedene Symptome, hat aber fast immer Verformungen der Gelenke und starke Gliederschmerzen zur Folge. Typische Symptome sind dabei:

    • Gelenkschmerzen auf beiden Körperseiten
    • Schwellungen der Gelenke
    • Beweglichkeit der Gelenke ist eingeschränkt
    • Überwärmung der Gelenke

    Dabei kann Rheuma in verschiedenen Gelenken auftreten. Sehr selten kommt es im Kiefergelenk und in den Hüftgelenken vor. Häufig zu finden ist es in folgenden Gelenken:

    • Sprunggelenk
    • Handgelenk
    • Schultergelenk
    • Kniegelenk
    • Wirbelsäule

    Bisher ist es möglich, diese Fehlfunktion mithilfe von Medikamenten zu unterdrücken. Die Zellen werden „entwaffnet“ und können so keinen Schaden anrichten. Dies ist allerdings an eine fortwährende Einnahme der Medikamente gebunden. Werden diese abgesetzt, so erinnern sich die Zellen an die falschen Informationen und beginnen erneut damit das Gewebe anzugreifen.

    Offensichtlich ist es nicht ideal, das eigene Immunsystem mit Medikamenten zu schwächen. Die Gedächtniszellen sind ein äußert wichtiger Teil der Immunabwehr und man ist einer größeren Infektionsgefahr ausgesetzt, wenn diese nicht auf voller Leistung arbeiten können. Daher arbeite Forscher weltweit daran eine Lösung zu finden, die eine Heilung und keine Kontrolle der Krankheit bietet.

    Herkömmliche Behandlungen

    Momentan werden Rheuma-Patienten zumeist mit verschiedenen Medikamenten behandelt. Welche Mittel verwendet, werden hängt stark von der Art und dem Stadium der Erkrankung ab. Außerdem reagiert nicht jeder Patient gleich auf die Medikamente. So ist Kortison ein häufig genutzter Stoff, der allerdings zu schweren allergischen Reaktionen führen kann. Es gibt neben den Medikamenten ein paar weiterer Methoden, die regelmäßig zum Einsatz kommen.

    Radiosynoviorthese

    In diesem Fall wird eine radioaktive Flüssigkeit direkt in das Gelenk gespritzt. Die Radioaktivität ist zu schwach um ernsthaften Schaden anzurichten, aber hoch genug, um die oberste Gelenkhautschicht zu entfernen. Hier ist die Entzündung akut und durch das Entfernen dieser Schicht wird nicht nur eine Schmerzlinderung erzielt, es kommt auch zu einer Erhöhung der Zell-Regenerationsrate.

    Biologika

    Bei den sogenannten Biologika handelt es sich um biotechnologisch hergestellte Eiweiße. Diese sind ähnlich zu unseren körpereigenen Substanzen. Sie werden eingesetzt, um bestimmt Mechanismen im Körper zu steuern und zu beeinflussen. So können die Biologika zum Beispiel die Rate erhöhen im welcher Immunzellen an erkrankte Gelenke andocken. Dies beschleunigt den Regenerationsprozess. Biologika werden in Form von Tabletten eingenommen.

    Physiotherapie

    Die Physiotherapie wir dazu verwendet, Schmerzen zu lindern und Funktionsdefizite auszugleichen. Ein gezieltes Gelenktraining und das Verwenden von anregenden Reizen stärkt das Gewebe und verbessert Bewegungsabläufe. Vor allem im frühen Stadium der Erkrankung ist diese Therapie sehr erfolgreich. Je weiter fortgeschritten, umso schwieriger ist es, die Gelenke zu trainieren.

    Wie funktioniert die Behandlung mit Chemotherapie?

    Während einer Chemotherapie werden das Immunsystem und dessen Zellen angegriffen und zerstört. Die Therapie ist dabei so tief greifend, dass der Körper die alten Immunzellen nicht reproduzieren kann. Nach der Therapie wird durch eine Behandlung mit Stammzellen der Aufbau eines neuen Immunsystems in Gang gesetzt.

    Das neue Immunsystem hat keine „Erinnerung“ an die fehlerhaften Zellen und bildet daher keine Gedächtniszellen, welche das körpereigene Gewebe angreifen. Dies hat also zur Folge, dass die Krankheit komplett verschwunden ist. Vor Beginn der Chemotherapie werden dem Patienten für die Stammzellengewinnung weiße Blutkörperchen entnommen. Offensichtlich sind hier die fehlerhaften Gedächtniszellen enthalten. Diese können mithilfe eines speziellen Vorgangs herausgefiltert werden. Übrig bleiben lediglich die gesunden Zellen, welche dann verwendet werden um ein neues, gesundes Immunsystem aufzubauen.

    Bisher befindet sich dieses Vorgehen noch in der frühen Phase. Es gibt Patienten, die erfolgreich mit dieser Methode behandelt wurden. Sie birgt aber auch ein hohes Risiko. In der Phase zwischen der Chemotherapie und den Neuaufbau des Immunsystems ist der Patient praktisch ohne körpereigene Abwehr. Damit riskiert man die Ansteckung an einer lebensbedrohlichen Krankheit. Diese Therapie kommt daher nicht für Patienten infrage, die körperlich nicht die richtigen Voraussetzungen bringen.

    Dennoch sind Ärzte zuversichtlich. Die Zukunft für die Behandlung von Rheuma-Patienten ist auf einem guten Weg. Eine Heilung ist eindeutig in Sicht.

  • Rückenschmerzen – das Kreuz mit dem Kreuz

    Rückenschmerzen – das Kreuz mit dem Kreuz

    Die menschliche Wirbelsäule ist ein echter Geniestreich der Natur. Sie sorgt dafür, dass wir aufrecht gehen können, sie trägt einen großen Teil unseres Gewichts, sie ist ausgesprochen stabil und durch ihre vielen Gelenke immer beweglich. Trotzdem haben es immer mehr Deutsche „im Kreuz“ und klagen über Rückenschmerzen. Mittlerweile ist jeder Dritte aufgrund von Rückenschmerzen in Behandlung und die Zahl der Betroffenen steigt stetig an.

    Wer Rückenschmerzen vorbeugen will, der muss mit seinem Rücken gut umgehen und auf Warnsignale hören.

    Wie funktioniert die Wirbelsäule?

    Die Wirbelsäule besteht aus vielen verschiedenen Bausteinen. Da gibt es die Wirbelkörper, die für Stabilität sorgen. Dann gibt es die Bandscheiben und die Wirbelgelenke, die durch ihre große Flexibilität eine große Beweglichkeit garantieren. Dazu kommen dann noch Kapseln, Sehnen, Nerven, Muskeln und Bänder. Alle zusammen machen uns beweglich, sie machen die Wirbelsäule stabil und sie verteilen die Lasten.

    Insgesamt hat jeder Mensch sieben Halswirbel, zwölf Brustwirbel und fünf Lendenwirbel, die wie an einer Kette aneinandergereiht sind. Dazwischen haben die Bandscheiben ihren Platz, die die Funktion von Puffern übernehmen. Ihre Stabilität bekommt die Wirbelsäule aber durch ihre Form, die an ein doppeltes S erinnert. Die Wirbelbögen und die Wirbelkörper bilden zudem eine Art Kanal, durch den geschützt eine zentrale Nervenbahn verläuft, die das Gehirn mit dem Körper verbindet – das Rückenmark. Diese Komplexität sorgt aber auch für Probleme, und wer Rückenschmerzen vorbeugen will, der muss dafür sorgen, dass die Wirbelsäule als Ganzes gesund bleibt.

    Der Hexenschuss

    Lumbago nennen ihn die Mediziner, den meisten ist er aber unter dem Namen Hexenschuss bekannt und gefürchtet. Hexenschuss ist keine Diagnose, sondern eine Art Sammelbegriff für Nervenschmerzen im Rücken. Der Schmerz tritt unvermittelt und meist sehr heftig auf. Auslöser können eingeengte Nerven sein oder Sehnen, die sich verhärtet haben, und auch Gelenke, die blockiert werden, können für einen Hexenschuss sorgen. Manchmal reicht aber schon eine unbedachte Bewegung und schon ist der Schmerz da, er klingt in den meisten Fällen auch schnell wieder ab. Diesen Rückenschmerzen vorzubeugen ist kaum möglich, aber die meisten Betroffenen sind nach relativ kurzer Zeit wieder schmerzfrei.

    Der Ischiasnerv

    Fällt die Diagnose Ischias, dann handelt es sich streng genommen auch um einen Hexenschuss, aber der Schmerz lässt sich in diesem Fall zuordnen. Dieser Nerv beginnt am Kreuzbein, geht über das Gesäß und die hintere Seite des Oberschenkels bis zum Fuß. Daher sind Schmerzen in den Beinen und am Gesäß nicht untypisch. Nicht selten haben die Schmerzen ihren Ursprung in den Bandscheiben und in schweren Fällen kann es auch zu Lähmungserscheinungen kommen. Wie beim Hexenschuss, so vergehen diese Rückenschmerzen schnell wieder von selbst.

    Der Bandscheibenvorfall

    Ein Bandscheibenvorfall ist für sehr starke Rückenschmerzen verantwortlich, aber was passiert bei einem Bandscheibenvorfall überhaupt? Es gibt 23 Bandscheiben, die mit einem flexiblen Gallertkern gefüllt sind. Dieser Kern funktioniert wie ein Stoßdämpfer und fängt jede Bewegung auf, die wir machen. Im Alter oder bei einer zu hohen Belastung verschleißen die Bandscheiben, sie werden dünn, rissig und spröde. In dieser Situation kann es passieren, dass der Kern aus den Bandscheiben rutscht und das bezeichnen Mediziner dann als Bandscheibenvorfall. Das Gewebe übt Druck auf den Wirbelkanal aus, die Nerven werden gereizt und es kommt zu starken Rückenschmerzen, mitunter sogar zu Lähmungserscheinungen.

    Um diese Rückenschmerzen zu bekämpfen, bekommen die Betroffenen Infusionen und mithilfe der Physiotherapie wird versucht, das Gelkissen wieder in die Bandscheibe zu drücken. Wenn das allerdings nicht hilft, dann bleibt nur die Option einer OP, bei der das beschädigte Kissen entfernt und durch ein Implantat ersetzt wird. Nach dieser Behandlung verschwinden die Rückenschmerzen meist schnell wieder.

    Wer von Rückenschmerzen verschont bleiben will, der sollte kein Übergewicht haben, sich viel bewegen und nicht zu viel sitzen.

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  • Rückenerkrankung – Rückenschmerzen

    Rückenerkrankung – Rückenschmerzen

    Rückenerkrankungen sind im Vormarsch

    Die Erkrankung des Rückens ist in der Gesundheit ein aktuelles sowie vielschichtiges Thema. Fast jeder kennt es, der Rücken ist verspannt und der Mensch macht eine unbedachte Bewegung, die er sonst immer getan hat und auf einmal „schießt“ es in den Rücken. Zuerst denkt jeder an einen Hexenschuss, der zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich ist. Dennoch sollte in der Regel nach ein paar Tagen eine Besserung eintreten, behandelt wird er für gewöhnlich von den Ärzten mit Spritzen oder Schmerzmitteln. Eine leichte Bewegung wird da angeraten. Wenn er nach einigen Tagen nicht vorbei ist, muss abgeklärt werden, ob noch etwas anderes vorliegen könnte. Denn weitere Möglichkeiten könnten sein, dass der Ischias oder ein eingeklemmter Nerv die Ursache sind, die den Schmerz auslösen. Wobei im Allgemeinen angenommen wird, dass bei Hexenschuss und Ischias auch erste Anzeichen für eine Erkrankung der Rückenwirbel vorliegen könnten. Dies muss durch eine eingehende Untersuchung abgeklärt werden. Dies geschieht für gewöhnlich mittels einer Computertomographie, aber in den letzten Jahren wird mehr die Magnetresonanztomographie (MRT) bevorzugt, da sie wesentlich genauer ist. Hier ist es möglich, Weichteile genauer anzusehen, sowie Entzündungen im Körper zu entdecken, die ohne weiteres zu Problemen im Rücken führen können. Somit kann die Ursache dann gezielter behandelt werden, damit der Patient schneller wieder schmerzfrei wird.

    Mögliche Gründe für Rückenschmerzen

    Eine andere Möglichkeit der Rückenschmerzen ist der eingeklemmte Nerv, welcher überaus schmerzhaft ist und der Patient kann sich nur selten normal bewegen. Dieser rührt in der Regel von einer zu schwachen Rückenmuskulatur, was dazu führt, dass der Nerv sich immer wieder bei gewissen Bewegungen einklemmen kann, die Rückenmuskulatur ist verhärtet und der Nerv wird sich nur schwer befreien. Als erste Hilfe gibt es bestimmte Übungen, die den Nerv wieder in die ursprüngliche Position bringen und die Schmerzen lindern sollen. Wenn dies aber nicht hilft, ist der Arztbesuch unaufschiebbar. Je nachdem, wie stark der Schmerz ist, wird der Patient gestreckt und bekommt eine Schmerzspritze. Ist der Schmerz vorbei, erhält der Patient eine Physiotherapie, welche die Muskulatur geschmeidig hält und nicht wieder verhärtet.  Um die Rückenmuskulatur aber dauerhaft zu stärken, ist es nötig, dass sie wieder aufgebaut wird. Dies geschieht mittels einer Rückenschule, bei denen bestimmte Übungen durchgeführt werden, die ebenfalls zuhause angewendet werden müssen. Hier gibt es Übungen für alle Muskelgruppen, die den Rücken sowie die Wirbelsäule dauerhaft unterstützen. Es wird angedacht, dass das Programm mehrfach in der Woche durchgeführt wird, aber Menschen mit bereits vorhandenen Rückenproblemen sollten die Übungen unbedingt unter Aufsicht machen und sich entsprechend einweisen lassen.

    Rückenerkrankungen können nicht nur durch Verspannungen kommen, mittlerweile ist auch bekannt, dass sie durch seelische Belastungen auftreten. Hier wäre für den Patienten zu überlegen, inwiefern diese mit reinspielen können und ob sich der Lebensstandard entsprechend stressfreier gestalten lässt, dass die Gesundheit darunter nicht leiden muss. Denn auch hier häufen sich die Krankheitsbilder, bei denen in erster Linie die Symptome behandelt werden, solange die Ursache nicht gefunden wurde. Zur Behandlung gehört seit wenigen Jahren die Chirotherapie, die der Arzt durchführt. Diese Methode ist zwar nicht neu, findet aber wieder mehr Beachtung in der Medizin.