Schlagwort: Wirkung

  • Ständiges Räuspern kann Anzeichen für eine Krankheit sein

    Ständiges Räuspern kann Anzeichen für eine Krankheit sein

    Viele kennen es aus eigener Erfahrung – man hat ein Kratzen im Hals oder räuspert sich öfters aus Nervosität oder weil man Schleim im Hals hat. Eigentlich ja nichts Ungewöhnliches, und doch sollte man den Auslöser für das häufige Räuspern zu eruieren versuchen. Denn es kann ein Hinweis dafür sein, dass im Hals etwas nicht in Ordnung ist. Wir erklären nachfolgend, was die häufigsten Ursachen sind und was hinter dem sogenannten Postnasal-Drip-Syndrom steckt.

    Beim Räuspern entsteht ein mehr oder weniger kräftiger Luftzug, der Sekret und Fremdkörper aus dem Hals befördert. Diese sind oft für einen unangenehmen Juckreiz zuständig. Wer sich allerdings häufiger räuspert, der erlebt das erleichternde Gefühl dabei eher nur kurz. Denn die dabei entstehende Reizung an Schleimhaut, Kehlkopf und Stimmlippen können einen echten Teufelskreis auslösen. Der HNO-Experte Dr. Michael Deeg warnt davor, sich häufig zu räuspern. Denn um sich zu schützen, produzieren die Schleimhäute noch mehr Sekret, das sehr dickflüssig ist. Dies verstärkt wiederum den Räusper-Drang, womit über kurz oder lang ein wunder Hals riskiert wird. Auch kann es auf Dauer zu Veränderungen der Schleimhaut kommen, die erhebliche Auswirkungen auf die Stimme haben. Diese klingt dann eher belegt und heiser. Geht es nach dem Mediziner, sollte man das Räuspern am besten einfach unterdrücken und dem Auslöser dafür auf den Grund gehen.

    Das Postnasal-Drip-Syndrom äußert sich mit Räuspern

    Eine der häufigsten Ursachen für das häufige Räuspern ist das sogenannte Postnasal-Drip-Syndrom, kurz auch PNDS genannt. Dabei handelt es sich um ein fortwährendes Fremdkörpergefühl im Hals, das vor allem durch zähflüssigen Schleim ausgelöst wird. Oft ist es während und auch noch nach einer schlimmen Erkältung zu beobachten. An und für sich ist PNDS als harmlos einzustufen, es ist für den Betroffenen einfach unangenehm und störend. Statt sich zu räuspern, empfiehlt der Experte, dass ausgiebig Flüssigkeit zugeführt wird. Das verdünnt den Schleim, der damit auch besser abfließen kann.

    Ebenfalls ein Auslöser für das häufige Räuspern kann Sodbrennen bzw. der Säure-Reflux sein. Denn wenn ein Teil des Mageninhaltes die Speiseröhre hinauf steigt, greift die Säure dabei die empfindlichen Schleimhäute an. Die Reizungen werden als Brennen und Kratzen wahrgenommen und führen zu einem quasi Reflex, dass sich der Betroffene räuspert. Auch hier heißt es wieder, viel trinken, damit die Säure verdünnt wird und sich der Hals beruhigt. Klar ist aber auch, dass das Sodbrennen entsprechend behandelt werden muss, was meist durch die Gabe von Säurehemmern geschieht.

    Eine dritte Möglichkeit, die häufiges Räuspern auslöst, ist eine Allergie. Denn wenn der Hals juckt, kratzt und sich einfach belegt anfühlt, versuchen viele, dieses Gefühl dadurch weg zu bekommen. Vor allem Allergiker auf Birkenpollen oder auf Nüsse und Äpfel sind davon betroffen und sollten in Zeiten, in denen der allergische Reiz besteht, vermehrt auf ihren Hals achten.

    Bei Drang zu räuspern viel trinken

    Wer ausreichend trinkt, der lernt meist gut, dem Drang sich zu räuspern, zu widerstehen. Wichtig ist allerdings, dass dabei auf frucht- und kohlensäurehaltige Getränke verzichtet wird. Am besten geeignet ist da stilles Wasser, das der Betroffene in kleinen Schlucken zu sich nehmen sollte. Auch Bonbons können den Hals befeuchten und damit beruhigen. Doch solche mit Pfefferminz sollten es besser nicht sein, denn die ätherischen Öle können die empfindlichen Schleimhäute erheblich reizen. Besser sind da Bonbons mit Kamille oder Salbei zu lutschen.

    Temperatur-Extreme wie kaltes Eis oder heißer Tee können ebenfalls die Schleimhaut reizen, weshalb am besten lauwarme Getränke helfen. Eis hilft zwar, aber nur kurzfristig, denn die Kälte, etwa wenn man Eiswürfel lutscht, wirkt betäubend. Doch damit sich die Schleimhäute quasi wieder aufwärmen, wird die Durchblutung in ihnen verstärkt, womit Reizungen und sogar Schwellungen die Folge sein können. Und damit wäre der Drang sich zu räuspern schnell wieder da, noch dazu wo die Schleimhäute ohnehin schon angegriffen sind.

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  • Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Fast jeder war mit diesem Problem schon einmal konfrontiert: Tränensäcke, die die Augen verquollen und müde wirken lassen. Es gibt verschiedene Gründe warum sie auftreten und viele kleine Tipps, um sie zu kaschieren oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nicht immer ist es im Übrigen ein unsteter Lebenswandel, der zu dieser beeinträchtigenden Optik führt, manchmal ist es auch einfach Veranlagung.

    Die Haut um die Augenpartie ist sehr dünn, ja fast durchscheinend. Damit ist sie besonders empfindlich und auch nicht fest mit der Unterhaut verwachsen. So kann sich gerade hier gut sichtbar Flüssigkeit ansammeln. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum sich Tränensäcke bilden. Eines ist jedoch klar, mit ungeweinten Tränen haben die Ausbuchtungen unter dem Auge nichts zu tun.

    Ursachen für Tränensäcke sind vielfältig

    Vor allem, wenn der Lymphfluss nicht richtig funktioniert oder einfach aus seinem normalen Rhythmus kommt, entstehen Tränensäcke. Die Flüssigkeit sammelt sich unter dem Auge, wobei sich quasi im Laufe des Tages die dabei entstandene Schwellung wieder zurück bildet. Auslöser können zum Beispiel Allergien oder zu wenig Schlaf sein, aber auch individuelle Entzündungen am Auge oder aber Flüssigkeitsmangel und in der Folge trockene Augen, Es spielt aber auch das Alter eine Rolle, vor allem dann, wenn etwa die Schwellung nicht mehr ganz so leicht und rasch verschwindet. Liegt zudem eine erbliche Belastung vor, verliert das Bindegewebe an Straffheit und das Fettgewebe rund um das Auge sackt ab. Diese „hängenden Unterlider“ werden ebenfalls oft als Tränensäcke bezeichnet.

    Auf der Liste der gewünschten Schönheitsoperationen steht das Entfernen dieser Augenfalten für viele Betroffene ganz oben. Doch eigentlich muss man nicht gleich das Skalpell zum Einsatz kommen lassen, mit einfachen Tricks und einem gesunden Lebensstil lassen sich die Schwellungen unter dem Auge, die erhebliche optische Auswirkungen haben und damit auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen beeinträchtigen, korrigieren.

    Tränensäcke können auch auf Krankheiten hinweisen. Wer also bemerkt, dass sich die Schwellungen, die meist prall und voll mit Flüssigkeit sind, nicht zurück bilden, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn eine mögliche Ursache könnte in diesem Fall dann eine Herz- oder Nierenschwäche sein.

    Tränensäcke und Augenringe beeinträchtigen das Lebensgefühl

    Neben den Tränensäcken sind es aber auch Augenringe, die so manchen alt und gestresst aussehen lassen. Bläuliche Schatten bilden sich dann an und um die Augen, diese können entweder durch eine starke Pigmentierung der Haut entstehen. In diesem Fall wäre es schlicht und einfach Veranlagung. Doch die Ursache dafür kann auch anatomisch bedingt sein. Denn es ist eigentlich klar und bestens bekannt, dass Nikotin, Alkohol sowie Schlaf- und Flüssigkeitsmangel die Konsistenz des Blutes verändern können. Damit kann die Region um die Augen dunkler erscheinen, wogegen am besten ein im Hautton abgestimmter Concealer, also ein Abdeckstift, helfen kann.

    Tipps, die noch helfen oder vorbeugend wirken:

    • ausgiebige Nachtruhe von knapp 6 Stunden in einem nicht zu warm temperierten Raum
    • richtige Liegeposition, bei der der Kopf nicht zu hoch auf einem Polster gebettet ist; eine waagrechte Lage verhindert den Lymphfluss
    • bei Frauen, die Make-up nutzen: immer abschminken
    • aufs Rauchen verzichten, denn Nikotin schwächt die Kollagenbildung in der Haut
    • ausgiebige Feuchtigkeitspflege mit einer entsprechenden Creme, die morgens und abends aufgetragen wird. Inhaltsstoffe wie Koffein, grüner Tee oder chinesische Süßholzwurzel sind perfekt geeignet
    • eine leichte Massage der Augen regt die Mikrozirkulation an und sorgt für Entschlackung
    • Gurkenmasken hin und wieder auflegen, denn die verschaffen den Augen Kühlung und wirken entzündungshemmend
    • wer gerade keine Gurken im Kühlschrank hat, kann auch kleine kalte Metalllöffel oder eine Kühlbrille aus der Apotheke auf die Augen legen
    • Lauwarme Teebeutel mit Schwarztee wirken beruhigend auf geschwollene Augen

    Wer diese Tipps beherzigt, und zugleich darauf achtet, dass er gerade an heißen Tagen genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, der tut genau das Richtige für schön glänzende Augen und einen klaren Blick.

    Bild: © Depositphotos.com / nelka7812

  • Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Eigenblutbehandlung – sinnvoll oder gefährlich?

    Menschen, die unter Allergien leiden, haben es nicht leicht. Es kann dauern, bis das passende Medikament gefunden wird, das tatsächlich hilft und gegen einige Allergien ist gar kein Kraut gewachsen. Diese Tatsache machen sich viele Heilpraktiker und selbst ernannte Wunderheiler zunutze und bieten eine Eigenblutbehandlung als Retter in der Not an. Gegen eine Eigenblutbehandlung ist im Grunde nichts einzuwenden, aber nicht jeder Arzt oder Heilpraktiker führt eine Eigenblutbehandlung auch so korrekt durch, wie sie eigentlich gedacht ist. Der Fall einer Ärztin, die ihre Patienten mit ihrem eigenen Blut behandelt hat, stand jetzt vor Gericht, denn sie hat die Therapie sehr eigenwillig angewandt und ihren Patienten mehr geschadet, als geholfen.

    Was ist eine Eigenblutbehandlung?

    Bei einer Eigenblutbehandlung wird aus einer Vene Blut entnommen, das Blut wird mit Sauerstoff angereichert und dann wieder in den Körper zurückgeführt. Auf diese Weise werden Reize ausgelöst, um das Immunsystem zu aktivieren. Das Ziel einer Eigenblutbehandlung ist immer, die Abwehrkraft des Körpers zu steigen und den Organismus zu stabilisieren. Für Menschen, die häufig unter Erkältungen, grippalen Infekten oder unter Allergien leiden, ist die Eigenblutbehandlung eine klassische Therapie, auch wenn viele Schulmediziner den Nutzen dieser Behandlung nach wie vor anzweifeln.

    Eine Alternative zum Kortison?

    Schwere Allergien werden in der Schulmedizin gerne mit Kortison behandelt, denn das Medikament ist wirksam, aber nicht ungefährlich. Vor allem bei der Behandlung von Kindern ist Kortison umstritten, denn Kortison kann das Wachstum hemmen, Osteoporose oder das sogenannte Cushing-Syndrom auslösen. Das hat zur Folge, dass ein Vollmondgesicht, Stiernacken und ein alarmierend erhöhter Blutzuckerspiegel auftreten können. Das alles sind Gründe, Kortison abzulehnen und eine Eigenblutbehandlung vornehmen zu lassen. Auch eine Familie aus Westfalen wollte keine Chemiekeule und ging deshalb zu einer Ärztin, die, so wurde berichtet, wahre Wunder mit Eigenblutbehandlungen bewirken konnte.

    Ein Wunder mit Nebenwirkungen

    Die Familie war von Allergien geplagt. Die Kinder litten unter Neurodermitis und Asthma, die Mutter unter starkem Heuschnupfen. Bekannte hatten den Eltern eine Ärztin empfohlen, die bei der Behandlung von Allergien aller Art Wunder vollbringen konnte, und tatsächlich, nach nur wenigen Eigenblutbehandlungen ließen die Beschwerden bei den Kindern nach. Die Familie hatte sich bewusst gegen eine klassische Behandlung mit Kortison entschieden, denn die Mutter war bereits mit dem Hormon behandelt worden, und leidet jetzt unter einer sehr schmerzhaften Hüftkopfnekrose, die auf eine Kortisonbehandlung zurückzuführen ist. Nun also die Eigenblutbehandlung, in die die Familie ihre ganze Hoffnung setzte.

    Was die Familie und andere Patienten, die von der Ärztin mit einer vermeintlichen Eigenblutbehandlung „geheilt“ wurden, nicht wussten: Nach der Blutabnahme mischte die Medizinerin heimlich Kortison unter das Blut der Patienten und spritzte ihnen diese Mischung dann wieder in die Vene. So ging das acht Jahre lang, bis eine Ärztin mit ihrem von Allergien geplagten Sohn zu ihrer Kollegin ging, um eine Eigenbluttherapie durchführen zu lassen. Auch die Allergie des fünfjährigen Jungen ließ schnell nach, zu schnell nach Ansicht der Mutter. Sie wurde misstrauisch und ließ den Urin ihres Sohnes untersuchen. Die Analyse brachte die Wahrheit ans Licht und die Wunderheilerin vor Gericht. Jetzt wurde die Ärztin vom Paderborner Landgericht wegen Körperverletzung in 1773 Fällen zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und einem dreijährigen Berufsverbot verurteilt. Dem Staatsanwalt war das Urteil zu milde, er ging in Berufung und nun hat der Bundesgerichtshof das letzte Wort.

    Eigenblut – eine wirksame Therapie?

    Mediziner der Universitätsklinik in Marburg haben die Behandlung mit Eigenblut unter die Lupe genommen und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das „Wirkungsprinzip nicht nachvollziehbar ist“. Sie setzen weiter auf Kortison, wenn auch bei Kindern nur als Salbe und nicht als Injektion. Wer mit Eigenblut behandelt wurde und seine Beschwerden los ist, der wird wahrscheinlich anders darüber denken.

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  • Gallenschmerzen mit Hausmitteln lindern

    Gallenschmerzen mit Hausmitteln lindern

    Wenn nach einem schweren und üppigen Essen plötzlich Schmerzen im Bereich des Oberbauchs unterhalb des rechten Rippenbogens auftreten, dann ist das sehr wahrscheinlich die Galle, die sich über das allzu fette Essen beschwert. Die Beschwerden sind sehr schmerzhaft, denn die Galle reagiert auf zu fettes schweres Essen, in dem sie Gallensteine produziert. Wer häufig unter Gallenschmerzen leidet, der sollte über die Umstellung seiner Nahrung nachdenken und zu fettes Essen meiden. Eine Operation, bei der die Gallenblase entfernt wird, ist heute ohne große Probleme möglich, aber bevor es so weit kommt, können verschiedene Hausmittel effektiv dabei helfen, die Gallenschmerzen zu lindern.

    Wann treten Gallenschmerzen auf?

    Immer dann, wenn die Galle gereizt wird, dann reagiert sie mit heftigen Schmerzen. Fettes Essen reizt die Galle ebenso, wie hastig zu essen, denn wer seine Mahlzeiten im Eiltempo zu sich nimmt, der sollte sich anschließend nicht darüber beschweren, dass die Galle Probleme macht. Jeder, der mit Gallenschmerzen zu tun hat, ist gut beraten, sein Essen nicht schnell im Stehen herunterzuschlingen, sondern sich Zeit für die Mahlzeit zu nehmen. Auch zu süßes Essen kann für heftige Gallenkoliken sorgen, und wer für eine Zeit lang auf zu süßes und zu fettes Essen verzichtet, der wird schnell feststellen, dass die Galle Ruhe gibt und die Schmerzen verschwinden. Ist die Galle aber chronisch gereizt, dann gibt es die Möglichkeit, mit Hausmitteln etwas gegen die Gallenschmerzen zu tun.

    Artischocken und Schöllkraut

    Viele kennen das Schöllkraut als wirksames Hausmittel gegen Warzen, aber auch bei Beschwerden mit der Galle hat sich das Heilkraut bewährt. In Form von Tabletten oder als Lösung eingenommen, lindert Schöllkraut die Gallenschmerzen. Nicht zu empfehlen ist ein Tee aus Schöllkraut, denn Tees enthalten einen zu hohen Wert an Chelidonin, und dieser Wirkstoff kann bei einer zu hohen Dosis die Leber schwer schädigen. Auch Artischocken haben einen guten Ruf als Hausmittel gegen Gallenschmerzen. In der mediterranen Küche spielt das Gemüse eine große Rolle, denn die Blätter und die Böden der Artischocke schmecken gekocht oder gebraten, einfach köstlich. Die Artischocke senkt zudem die Fettwerte im Blut und schützt die Leber vor freien Radikalen. Wer jeden Tag fünf Gramm getrocknete Artischockenblätter vor den Mahlzeiten isst, der wird keine Gallenschmerzen mehr haben.

    Löwenzahn und Bockshornklee

    Um die Gallenbeschwerden in den Griff zu bekommen, haben sich auch der Löwenzahn und der Bockshornklee bewährt. Die Bitterstoffe im Löwenzahn regen die Gallentätigkeit an und wirken sich zudem auch noch positiv auf den Darm aus. Für einen Tee wird ein Esslöffel der Löwenzahnwurzel zerkleinert und mit kochendem Wasser übergossen. Das Ganze muss dann ca. zehn Minuten ziehen und wird anschließend in kleinen Schlucken zweimal am Tag getrunken. Auch wenn sich über den Geschmack streiten lässt, die heilsame Wirkung des Löwenzahns ist unbestritten. Kommt Bockshornklee gegen Gallenschmerzen zum Einsatz, dann sind es die Samen der Pflanze in der Form von feinem Pulver, das fertig gekauft werden kann. 25 Gramm des Pulvers werden in ein Glas Wasser gerührt und dann getrunken.

    Was ist bei Gallenschmerzen zu beachten?

    Wer einem guten Essen nicht widerstehen kann, aber keine Beschwerden mit der Galle riskieren möchte, der sollte vor dem Essen einen gehäuften Esslöffel Wermutkraut mit 250 ml Wasser übergießen, den Tee fünf Minuten ziehen lassen und dann eine Tasse trinken. Gallenschmerzen sollten auf gar keinen Fall mit Wärme, wie zum Beispiel mit einer Wärmflasche oder einem Heizkissen behandelt werden, denn das macht die Beschwerden nur noch schlimmer und verstärkt die Schmerzen. Bei akuten Schmerzen sollte auch nichts gegessen werden, denn das reizt die Galle noch mehr. Zudem gilt: Hände weg vom Alkohol, denn das kann eine gereizte Galle noch mehr in Wallung bringen und das gilt auch für den beliebten Magenbitter nach einer üppigen Mahlzeit.

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  • Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Die Nesselsucht, man nennt sie auch Urtikaria, ist eine in Deutschland weitverbreitete Erkrankung der Haut. Mehr als 800.000 Menschen sind in unserem Land an einer chronischen Nesselsucht erkrankt. Ihre Leitsymptome sind Hautrötungen, Quaddeln und ein starker Juckreiz. Ausgelöst werden kann sie zum Beispiel durch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente, aber auch durch physikalische Reize wie Kälte, Wärme oder Reibung. Die Suche nach einer Ursache steht immer an erster Stelle einer Nesselsuchtbehandlung – bis diese bekannt ist, geht es dabei um die Linderung der Symptome.

    Ein Leiden und viele mögliche Auslöser

    Ihren Namen hat die Nesselsucht vom lateinischen Wort für Brennnessel (Urtica) – tatsächlich ähneln ihre Symptome den Hautreaktionen, die sich nach einem Kontakt mit der Pflanze zeigen. Diese werden durch den körpereigenen Botenstoff Histamin verursacht, der als fehlerhafte Reaktion des Immunsystems in großen Mengen freigesetzt wird. Histamin sorgt dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und es so zu Wassereinlagerungen in der Lederhaut, den Quaddeln, kommt. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen ist eine Allergie die Ursache des Leidens – diese kann zum Beispiel gegen bestimmte Medikamente oder Lebensmittel bestehen. Häufig sind jedoch auch Infektionen, Viruserkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder äußere Reize wie Hitze, Kälte, Reibung oder Licht die Auslöser einer Urtikaria. Psychische Faktoren können bei der Entstehung der Nesselsucht ebenfalls eine Rolle spielen. Als sicher gilt, dass sich Stress negativ auf den Verlauf einer Urtikaria auswirken kann. Weitere Informationen über die möglichen Ursachen einer Nesselsucht finden sich auf www.nesselsuchtinfo.de.

    Unverwechselbar: die Symptome

    Plötzliche Entstehung von Quaddeln und ein Juckreiz, der sich vor allem nachts bis ins Unerträgliche steigern kann: Eine Nesselsucht erzeugt echten Leidensdruck. Die Quaddeln können sowohl am gesamten Körper als auch nur an bestimmten Stellen auftreten – ein besonders typisches Zeichen einer Urtikaria ist es auch, dass die Quaddeln an einer Stelle plötzlich verschwinden, um an einer anderen wieder aufzutauchen. Häufig kommt es zusätzlich zu sogenannten Angioödemen, Schwellungen im Unterhautgewebe, die auch Mund, Rachen und Kehlkopf betreffen können. In diesem Fall können lebensbedrohliche Situationen eintreten, die umgehend den Einsatz eines Notarztes erforderlich machen. Nesselsuchtsymptome klingen in der Regel nach spätestens 24 Stunden wieder ab, manchmal sind sie auch nur eine halbe Stunde lang vorhanden, können aber immer wieder auftreten. Ein ganzer Nesselsucht-Schub kann sich über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.

    Verschiedene Unterformen der Erkrankung

    Man unterscheidet verschiedene Unterformen der Nesselsucht:

    • Die spontane Nesselsucht, deren Symptome ganz plötzlich und ohne einen erkennbaren Auslöser auftauchen.
    • Die cholinergische Nesselsucht, die durch einen Anstieg der Körpertemperatur ausgelöst wird und vor allem bei jüngeren Menschen auftritt.
    • Die physikalische Nesselsucht, die durch äußere Reize wie Wärme, Druck, Kälte, Licht oder Reibung ausgelöst wird.
    • Kontakt-Nesselsucht, die ihre Symptome genau an der Stelle zeigt, die mit dem Auslöser direkt in Berührung gekommen ist.

    Nesselsucht behandeln – die Ursache ist entscheidend

    Als erster Schritt zur Behandlung einer Urtikaria sollte versucht werden, ihre Auslöser zu vermeiden. Sind diese nicht zu ermitteln, werden bei chronischen Verlaufsformen Antihistaminika oder Glucocorticoide wie Cortison verabreicht. Beide unterdrücken vorübergehend die Nesselsucht-Symptome, sollten aber wegen ihrer Nebenwirkungen nur über kürzere Zeiträume eingenommen werden. Eine sehr gute Wirkung zeigt auch der Wirkstoff Omalizumab, der normalerweise in der Asthma-Therapie eingesetzt wird.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Sonnenstich – die unterschätzte Lebensgefahr

    Sonnenstich – die unterschätzte Lebensgefahr

    Sommer, Sonne, Hitze – was für viele vor allem im Urlaub perfekt erscheint, kann bei Temperaturen über 30 Grad schnell zur Belastung werden. Viele Menschen leiden dann unter Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Nicht immer ist das harmlos, manchmal kann ein Hitzeschlag oder Sonnenstich dahinter stehen. Erste Anzeichen erkennen bzw. sich richtig schützen, kann Schlimmeres verhindern.

    Hohe Temperatur ist gefährlich

    Es sind nicht die UV-Strahlen, die die unangenehmen Beschwerden auslösen, sondern die hohen Temperaturen. Diese kann der Körper zwar anfangs noch durch Schwitzen ausgleichen, doch ist man zu lange starker Hitze ausgesetzt, gerät das biologische Kühlsystem außer Takt. Abgesehen davon führt eine lange und direkt auf den Kopf gerichtete Sonneneinstrahlung dazu, dass die Hirnhaut gereizt wird. Deshalb sind Säuglinge, Kleinkinder, deren Kopf wenig oder gar nicht behaart ist, extrem gefährdet. Die meist noch offene Fontanelle, also die Knochenlücke am Kinderschädel und die dünne Schädeldecke verstärken die Gefahr ebenso. Auch Erwachsene mit Glatze oder geringem Haarwuchs reagieren auf direkte Sonneneinstrahlung am Kopf besonders empfindlich. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass dichtes Haar vor Sonnenstich und Hitzschlag schützen kann.

    Symptome meist erst spät erkennbar

    Erleidet jemand einen Sonnenstich, sind Kopf und Nacken deutlich gerötet. Der übrige Körper ist hingegen unauffällig. Schwindel und Kreislaufprobleme sind typische Begleiterscheinungen ebenso wie Nacken- und Kopfschmerzen. Der Betroffene klagt über Übelkeit, Erschöpfung und Kreislaufprobleme. Die Körpertemperatur selbst bleibt meist anfangs noch unauffällig, erst wenn man aus der Sonne draußen ist, kann Fieber auftreten. Im Unterschied zum Sonnenstich ist der Hitzschlag lebensbedrohlich, da der damit verbundene Kreislaufkollaps vor allem Nieren und Gehirn schädigt. Die Symptome treten plötzlich auf und äußern sich in Kopfschmerzen, Erbrechen und geröteter, trockener Haut. Innerhalb kürzester Zeit kann die Körpertemperatur auf 40 Grad ansteigen, was vor allem für den schwachen Kreislauf von Kindern, Babys und älteren Menschen zur Gefahr wird. Zu hoher Puls und niedriger Blutdruck sind typische Begleiterscheinungen, die sich mit Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen und Krämpfen äußern.

    Was tun bei Hitzschlag?

    Klar ist, dass Kühlung als erste und wichtigste Maßnahme gefragt ist. Dennoch ist eine eiskalte Dusche nicht das richtige Mittel, besser ist es da, ein Bettlaken in kaltes Wasser einzutauchen und den Körper darin einzuwickeln. Auch Zufächeln von Luft und das Lagern des Betroffenen im Schatten hilft im ersten Moment, wobei Kopf und Oberkörper leicht erhöht sein sollten. Natürlich ist es auch wichtig, genügend Flüssigkeit zu verabreichen. Ist eine apathische oder gar bewusstlose Wirkung festzustellen, muss umgehend der Notarzt verständigt werden.
    Abgesehen davon, dass man bei ersten Symptomen des Hitzschlags für genügend Flüssigkeitszufuhr sorgen sollte, gilt überhaupt, dass man bei heißen Temperaturen ausreichend trinken sollte. Richtlinien sprechen hier von zwei bis drei Litern pro Tag, besser ist noch etwas mehr. So gut es auch tut, eiskalte Getränke durch die Kehle rinnen zu lassen, so wenig trägt es zum Wohlbefinden bei heißen Temperaturen bei. Denn um den Temperaturausgleich zwischen der kalten Flüssigkeit und dem heißen Körper auszugleichen, produziert dieser noch mehr Wärme. Endergebnis dann: man schwitzt noch mehr. Auch stark gesüßte Getränke sowie Koffein tragen nichts zur Abkühlung bei, am besten greift man zu normal temperierten Mineralwasser oder ungesüßten Tees. Auch verdünnte Säfte oder Limos sind brauchbar und liefern Flüssigkeit.

    Lange Sonneneinstrahlung und Mittagshitze meiden

    Gerade Kinder und Babys, aber auch empfindliche Erwachsene sollten in der Sonne immer den Kopf bedecken. Ideal sind dazu Sonnenhüte aus hellem Material. Auch ein Sonnenschirm spendet Schatten. Wer unbedingt direkte Sonnenstrahlen genießen möchte, der sollte dies nur über einen kurzen Zeitraum tun, unterbrochen von regelmäßigen Pausen im Schatten und nicht unbedingt zur Mittagszeit. Denn dann steht die Sonne am höchsten und die Hitze trifft direkt auf den Kopf. Für alle, die auf ihre tägliche Bewegung nicht verzichten möchten, gilt, dass sie sportliche Aktivitäten am besten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen sollten.

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