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  • TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    Immer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zur modernen, technisch hochgerüsteten Apparatemedizin und immer öfter fällt dabei die Wahl auf die traditionelle chinesische Medizin, kurz auch TCM genannt. Auch wenn es den Begriff traditionelle chinesische Medizin erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, die Verfahren, Behandlungen und Therapien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Die Chinesen nennen die TCM auch die Fünf-Elemente-Lehre und sie begründet sich auf die Lehren des Konfuzius. Heute ist TCM auch im Westen sehr populär, zu den bekanntesten Behandlungsformen gehört die Akupunktur. Die traditionelle chinesische Medizin hat aber noch mehr zu bieten.

    Was beinhaltet die traditionelle chinesische Medizin?

    TCM ist ein eigenständiges und sehr komplexes medizinisches System mit Diagnose- und mit Therapieverfahren. Die klassische Schulmedizin und TCM müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Schwere chronische Erkrankungen und auch Krankheiten wie Krebs müssen mithilfe der modernen Schulmedizin behandelt werden, aber wenn es zum Beispiel darum geht, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, dann ist die traditionelle chinesische Medizin eine große Hilfe. Auch von vielen Ärzten wird TCM heute als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet, die bei vielen Leiden helfen kann. Zum Einsatz kommt TCM unter anderem bei:

    • Rheumatischen Beschwerden
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Schmerzen nach Amputationen
    • Ischias und Hexenschuss
    • Muskelverspannungen
    • Erkältungen, Bronchitis und Asthma
    • Magenschleimhautentzündung
    • Niedrigem Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden
    • Allergien wie Heuschnupfen
    • Schlafstörungen
    • Blasenentzündungen

    Selbst Unfruchtbarkeit, Schuppenflechte oder Neurodermitis können mit den Methoden der traditionellen chinesischen Medizin erfolgreich behandelt werden.

    Wie funktioniert TCM?

    Die traditionelle chinesische Medizin funktioniert im Grunde nach einem sehr einfachen Prinzip: Sie hilft dem Körper dabei, sich selbst zu heilen. Durch gezielte Reize werden die natürlichen Heilkräfte praktisch geweckt und dann gestärkt. Von der klassischen Schulmedizin unterschiedet sich TCM in einigen Punkten. So wird immer der Körper als Ganzes gesehen und die Therapien zielen darauf ab, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert zum Beispiel durch Yin und Yang, aber auch durch Qi, die Lebensenergie. Wenn eine der Kräfte ungleich stärker oder schwächer wird, dann kann durch TCM das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

    Die Diagnose wird in der traditionellen chinesischen Medizin mit der Hilfe von vier Methoden gestellt.

    1. Die Befragung
    2. Die Betrachtung
    3. Das Hören und Riechen
    4. Das Betasten

    Wie in der Schulmedizin, so beruht auch die traditionelle chinesische Medizin auf einer gründlichen Anamnese und wenn es sich nicht um schwerwiegende Erkrankungen handelt, dann kann auch die Behandlung mit TCM durchgeführt werden.

    Die Medizin der Gegensätze

    Balance und Ausgeglichenheit sind die Eckpfeiler der traditionellen chinesischen Medizin. Wer friert, der wird mit Wärme behandelt, wer schwitzt, mit Kälte. Ist der Körper schwach, dann wird er angeregt, ist er aber überaktiv, dann wird er beruhigt. Eine wichtige Rolle nimmt die Therapie mit traditionellen Arzneimittel ein. Die Grundlagen dieser Arzneimittel sind immer natürlichen Ursprungs und können sowohl tierisch als auch pflanzlich sein. Verschiedene Stoffe, die sich aber ergänzen, werden gemischt und dann zum Beispiel als Tee aufgebrüht und getrunken. Alle Tees, die Verwendung finden, werden zunächst in kaltes klares Wasser gegeben, dann zweimal aufgekocht und schließlich abgegossen.

    Auch die äußere Anwendung von Hilfsmitteln ist in der TCM ein wichtiger Bestandteil. Akupunktur ist eine der bekanntesten Therapieformen, die auch in der Schulmedizin ihren Platz gefunden hat. Jeder Mensch hat bestimmte Akupunkturpunkte und über diese Punkte können mit der Hilfe von Nadeln der Organismus, aber auch einzelne Organe beeinflusst werden. Verstärkt wird die Akupunktur durch das Abbrennen der sogenannten Moxa-Wolle, die an den Nadeln abgebrannt wird. Die erhitzten Nadeln werden unter anderem bei kalten Füßen oder Händen eingesetzt. Auch wenn es um eine Narkose geht, dann ist Akupunktur heute ein bewährtes Mittel und macht so manches Narkotikum überflüssig.

    Bild: © Depositphotos.com / jochenschneider

  • Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Neue Tablette soll Alkoholikern helfen

    Alkohol ist aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Getrunken wird überall und zu jedem erdenklichen Anlass, aber viele haben sich auch daran gewöhnt, am Abend das eine oder andere Glas Wein oder Glas Bier zu trinken. Die Grenzen zwischen dem reinen Genusstrinken und der Sucht nach Alkohol ist fließend, denn es gibt keinen Punkt an dem feststeht, dass jemand zum Alkoholiker geworden ist. Wenn die Sucht nach Alkohol aber die Oberhand gewinnt, dann steht den Betroffenen ein sehr langer Leidensweg bevor, denn vom Alkohol loszukommen ist ein langer schmerzhafter Prozess, der nicht selten mit einem Rückschlag endet. Jetzt gibt es ein Medikament, was das Bedürfnis nach Alkohol vermindern soll und dieses Mittel wurde vor wenigen Tagen im Rahmen eines Vortrags offiziell vorgestellt.

    Neue Hoffnung

    In Deutschland sind geschätzt 1,3 Millionen Menschen vom Alkohol abhängig. Auch wenn jeder Alkoholkranke weiß, dass seine Sucht lebensgefährlich sein kann, die Hürde, ganz auf Alkohol zu verzichten, ist nicht so leicht zu nehmen. Eine neue Hoffnung wurde jetzt an der medizinischen Fakultät der Universität Marburg vorgestellt und diese Hoffnung trägt den Namen Nalmefen. Nalmefen ist ein neues Medikament, das einem Alkoholkranken effektiv dabei helfen kann, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken, um so eine Chance zu bekommen, ganz mit dem Trinken aufzuhören.

    Gedacht ist das Medikament für alle diejenigen, die einen starken Alkoholkonsum haben, denn mit der Einnahme von Nalmefen wird das Bedürfnis Alkohol zu trinken, deutlich gesenkt. Nalmefen hat aber keine berauschende Wirkung und darin sehen Kritiker das größte Problem. Eingenommen werden soll das Mittel immer dann, wenn die Betroffenen das starke Bedürfnis haben zu trinken, idealerweise zwei Stunden vor dem Alkoholkonsum. Wurde bereits getrunken, dann sollte das Mittel so schnell wie möglich eingenommen werden. Allerdings liegt die höchste Dosierung bei nur einer Tablette pro Tag und es ist wichtig, dass ein Arzt die Behandlung begleitet und den Patienten regelmäßig untersucht.

    Erfolgreiche Studien

    Auch wenn die Studien vor der Zulassung von Nalmefen sehr erfolgreich waren, sie haben trotzdem gezeigt, dass es nicht ausreicht, eine Tablette zu nehmen, die Betroffenen müssen auch die entsprechende Motivation mitbringen, ihre Alkoholsucht besiegen zu wollen. Deutlich wurde das vor allem, weil bei der entsprechenden Studie neben dem neuen Medikament auch Placebos verabreicht wurden. Alle diejenigen, die im Rahmen der Studie Placebos bekommen haben, verspürten ebenfalls keine Lust mehr darauf zu trinken, einfach nur, weil sie bereit waren, keinen Alkohol mehr zu sich zu nehmen.

    Eine andere Studie, in der ausschließlich Nalmefen gegeben wurde, zeigte schon deutlich erfolgreichere Ergebnisse. Bei den 2.000 Probanden, die an der Studie teilgenommen haben und die im Durchschnitt jeden Tag bis zu anderthalb Flaschen Wein konsumiert haben, wurde der Alkoholkonsum unter der Einnahme von Nalmefen in sechs Monaten um 60 % gesenkt. Die Probanden haben also nur noch eine halbe Flasche pro Tag getrunken.

    Der Kopf entscheidet

    Wie alle Süchte, so ist auch die Sucht nach Alkohol eine Kopfsache. Wer mental bereit ist, keinen Alkohol mehr zu trinken, der wird seine Sucht schneller besiegen können. Viele, die über einen langen Zeitraum viel Alkohol trinken, wollen nicht von einer zur anderen Minute aufhören, denn sie fürchten sich vor den körperlichen Entzugserscheinungen. Experten empfehlen diesen Patienten, unbedingt unter ärztlicher Aufsicht einen körperlichen Entzug zu machen, bevor eine Therapie mit Nalmefen beginnen kann.

    Ob das neue Medikament schwere Alkoholiker heilen kann, das darf bezweifelt werden, aber es kann auf dem Weg zum trockenen Alkoholiker eine Art Stütze sein, denn mit jeder Tablette sinkt die Lust, Alkohol zu trinken. Alkoholsucht ist eine Krankheit und Nalmefen ein Medikament, das den Kranken Hoffnung gibt und sie in ihrem Vorhaben unterstützt, dem Alkohol eines Tages komplett und für immer zu entsagen.

    Bild: © Depositphotos.com / cwzahner

  • Flibanserin – Viagra für die Damen

    Flibanserin – Viagra für die Damen

    Viele Männer wollen, doch sie können nicht. Fast alle Frauen können, aber sie wollen nicht. Wenn Mann will, aber nicht kann, dann hilft die kleine blaue Pille, aber was ist, wenn Frau zwar kann, aber nicht will? Dieses Problem könnte bald der Vergangenheit angehören, denn amerikanische Wissenschaftler haben sie endlich entwickelt, die Pille, die bei Frauen die sexuelle Lust steigen soll. Flibanserin heißt das Viagra für die Frau und wenn alles klappt, dann wird die Pille ganz in Pink auch zugelassen, und damit gibt es dann ein Problem weniger auf dieser Welt. Aber noch ist es nicht so weit, denn zweimal fiel die Pink Viagra schon bei der amerikanische Arzneizulassungsbehörde FDA durch, jetzt soll es beim dritten Anlauf endlich gelingen.

    Eine hitzige Debatte

    Die Zulassung von Flibanserin hat in den USA für heftige Debatte gesorgt, denn nach Ansicht der FDA hat die kleine Tablette, die die weibliche Libido anschieben soll, noch zu viele Risiken und Nebenwirkungen. Feministinnen rufen schon lange nach dieser Pille, denn schließlich gibt es 26 verschiedene Mittel, die die männliche Potenz steigern, für die Damen aber gibt es nichts Vergleichbares. Auch wenn Frauenrechtlerinnen Sturm laufen, so einfach ist es leider nicht, denn die weibliche Sexualität ist ein wenig komplexer als die der Herren. Bei Frauen müssen die Rahmenbedingungen stimmen, sie können ihre Libido nicht einfach wie ein Licht anknipsen.

    Bei Männern ist das aus rein medizinischer Sicht deutlich einfacher, denn sie nehmen eine Tablette, die Blutzufuhr im Penis wird angekurbelt, es kommt zur Erektion und schon klappt es wieder. Bei den Damen ist es in den meisten Fällen psychisch bedingt, wenn sie keine Lust auf Sex haben, biologische Ursachen sind sekundär. Es gibt allerdings Frauen, die unter Hypoactive Sexual Desire Disorder, kurz HSDD leiden, ihnen fehlen bestimmte Botenstoffe im Gehirn. Hier soll die neue Pille ansetzen.

    Flibanserin – Reiner Zufall

    Flibanserin wurde wie Viagra auch durch Zufall entdeckt. In den 1990er Jahre suchte die Firma Pfizer nach einem neuen Mittel gegen Bluthochdruck und als Probanden das Mittel nahmen, kam es vermehrt zu Erektionen, Viagra war geboren und sorgte bei Pfizer für Rekordumsätze. Bei Flibanserin war es ähnlich, das deutsche Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim wollte eigentlich nur ein Mittel gegen Depressionen entwickeln, aber als sich nach den ersten Tests zeigte, dass bei Frauen die Lust auf Sex steigt, forschte das Unternehmen in dieser Richtung weiter. Nachdem der erste Versuch der Zulassung nicht geklappt hatte, verkaufte Boehringer Ingelheim die Lizenz für das Mittel in die USA und seit dem wird weiter um die Marktzulassung verbittert gekämpft.

    Jetzt taucht ein Silberstreif am Horizont auf, denn wenn die Amerikaner nachweisen können, dass Flibanserin HSDD heilen kann, dann steigen die Chancen, dass die Pink Viagra doch noch auf den Markt kommt. Durch Flibanserin werden die Botenstoffe im Gehirn angekurbelt und damit steigt auch die Lust am Sex. Viele Frauen leiden unter ihrer Unlust und setzen sich selbst unter Druck, um ihrem Partner eine erfüllte Sexualität bieten zu können. Diesen Frauen kann die Pille in Pink helfen, und wenn diese Argumente die FDA überzeugen, dann wird die Pille, so sehen Experten, nicht nur in den USA, sondern auch in Europa freigegeben.

    Erste Erfolge

    In den USA haben mittlerweile 11.000 Frauen das Mittel im Rahmen einer doppelblinden und placebokontrollierten Studie getestet, und jetzt hat die FDA reagiert und erklärt, dass das Mittel einen hohen Einfluss auf die weibliche Libido hat. Die Zulassung gab es aber trotzdem nicht und das, obwohl die Probandinnen von erfüllten sexuellen Erfahrungen gesprochen haben. Die Wirkung sei nur mäßig, aber die Nebenwirkungen, zu denen unter anderem starke Müdigkeit und auch starker Schwindel gehören, seien einfach noch zu stark.

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  • Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Kopfschmerztabletten können dauerhafte Schmerzen auslösen

    Viele Menschen nehmen Kopfschmerztabletten, aber nur die wenigsten wissen, dass eine Einnahme von Kopfschmerztabletten über einen längeren Zeitraum wieder Kopfschmerzen auslöst, die nicht selten stärker sind als die Schmerzen, gegen die das Mittel eingenommen wurde. Vor allem Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und auch Paracetamol sind dafür verantwortlich, wenn es zu dumpfen und drückenden Schmerzen im Kopf kommt. Besonders oft sind diejenigen betroffen, die unter Migräne leiden und daher viel und oft zu Kopfschmerztabletten greifen. Vor allem wenn spezielle Migräne Mittel eingenommen werden, dann kann es zu sehr schmerzhaften Attacken kommen.

    Eine Pause einlegen

    Die dauerhafte Einnahme von Migräne- oder Kopfschmerztabletten kann schnell zu einer Art Teufelskreis führen. Das Mittel wird genommen, wenn die Kopfschmerzen auftreten, aber nach relativ kurzer Zeit ist der Schmerz omnipräsent und es müssen mehr Tabletten eingenommen werden, immer in der Hoffnung, dass der Schmerz verschwindet. Das ist bei längerer Einnahme nicht mehr der Fall, denn die vermeintlichen Helfer entpuppen sich als diejenigen, die den Schmerz erst auslösen. Immer dann, wenn sich dauerhafte Schmerzen im Kopf einstellen, dann muss eine Pause eingelegt werden, die mindestens zwei Wochen dauern sollte. In etwa 80 % der Fälle geht es den Betroffenen dann deutlich besser und die Kopfschmerzen sind verschwunden.

    Ist das nicht der Fall, dann sollte ein Facharzt aufgesucht werden, der der Ursache der Kopfschmerzen auf den Grund geht und dann eine entsprechende Therapie einleitet.

    Kopfschmerztabletten richtig einnehmen

    Wer bei gelegentlichen Kopfschmerzen mal eine Tablette nimmt, der muss nicht befürchten, dass die Schmerzen durch die Einnahme schlimmer werden. Ohne Anweisung des Arztes sollten Kopfschmerztabletten und auch spezielle Mittel gegen Migräne jedoch nicht häufiger als zehnmal im Monat eingenommen werden. Auch wer länger als drei Tage hintereinander zur Kopfschmerztablette greift, der sollte sich nicht wundern, wenn der Schmerz nicht verschwindet, sondern im Gegenteil noch stärker wird.

    Einfache Mittel gegen Kopfschmerzen und Migräne

    Wer häufig Kopfschmerzen hat, der kann mit einfachen Mitteln dagegen ankämpfen. So kann es zum Beispiel helfen, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, spazieren zu gehen oder ein- bis zweimal pro Woche zu schwimmen. Auch wenn die Migräne es zulässt, dann kann sportliche Betätigung hilfreich sein. Alle, die unter starken Migräneattacken leiden, sind gut beraten nicht nur sportlich aktiv zu werden, sondern auch ein Training zur Entspannung der Muskeln zu machen. Mit progressiver Muskelentspannung kann der Dauerkopfschmerz wirkungsvoll bekämpft werden.

    Migräne muss nicht zwangsläufig mit Medikamenten behandelt werden. Besonders dann, wenn sich nach der Einnahme der Medikamente keine dauerhafte Besserung gibt, sollten sich die Betroffenen für eine Alternative entscheiden. Akupunktur kann eine dieser Alternativen sein, denn Akupunktur wird von den meisten Patienten sehr gut vertragen und hat keine schädlichen Nebenwirkungen, wie das bei Medikamenten der Fall ist. Der Nachteil bei einer Akupunkturbehandlung ist aber, dass sie in den meisten Fällen aus eigener Tasche bezahlt werden muss. Nur wenn die Migräneattacken so schlimm sind, dass sie das tägliche Leben nachhaltig beeinflussen, weil die Betroffenen zum Beispiel nicht mehr arbeiten gehen können, dann übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für eine alternative Behandlung. Auch Patienten, die keine starken Medikamente vertragen können, bekommen eine alternative Therapie von der Krankenkasse bezahlt.

    Kopfschmerzen und auch Migräne haben sich in den letzten Jahren zu einer Art Volkskrankheit entwickelt. Mittlerweile ist die Migräne die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung in Deutschland, an der bis zu 14 % der Frauen und 8 % der Männer leiden. Wer häufig Kopfschmerzen hat und wenn die Schmerzen trotz der Einnahme von Kopfschmerztabletten nicht verschwinden, dann ist ein Besuch beim Arzt zu empfehlen, um die Ursache der Schmerzen zu klären. Die Tabletten einfach weiter einzunehmen und zu hoffen, dass die Schmerzen dann verschwinden, kann ein Fehler sein.

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  • Neue Studien beweisen – Alkohol schädigt das Herz

    Neue Studien beweisen – Alkohol schädigt das Herz

    Dass Alkohol in Mengen genossen schädlich ist, das sollte jedem bekannt sein, aber wie groß die Gefahr speziell für das Herz ist, das hat jetzt eine neue Studie aus den USA bewiesen. Es sind besonders die Frauen, deren Herz vom Alkoholgenuss geschädigt werden kann, und es reichen schon relativ kleine Mengen aus, um das Herz krank zu machen. An der Studie nahmen 4.400 Personen teil, sie wurden über einen längeren Zeitraum mit der Hilfe eines EKG beobachtet, und die Ergebnisse der Studie sind alarmierend.

    Ein einziges Glas reicht aus

    Mithilfe des Echokardiogramms wurden für die Studie zunächst Untersuchungen am Herzen durchgeführt. Die Größe, die Struktur und auch die Bewegungen des Herzens wurden untersucht und galten als Grundlage für die Studie. Schon die ersten Ergebnisse waren eine Überraschung, denn es reicht offenbar schon ein einziges Glas Alkohol am Tag aus, um bei Frauen eine Verringerung der Herzfunktion herbei zu führen. Auch das Herz von Männern wird geschädigt, aber hier ist die tägliche Menge größer, bevor es zu negativen Veränderungen kommt. Vor allem die linke Herzkammerwand wurde in Mitleidenschaft gezogen.

    Interessant ist, dass die neue Studie der amerikanischen Wissenschaftler einer älteren Studie in fast allen Punkten widerspricht. In dieser Studie, die vor einigen Jahren veröffentlicht wurde, kam man zu der Erkenntnis, dass ein moderater Genuss von Alkohol nicht schädlich ist, sondern im Gegenteil das Risiko eines Schlaganfalls oder eines Herzinfarktes sogar senken kann. Die Autorin dieser Studie Dr. Alexandra Goncalves, musste sich jetzt revidieren, zwar ist Dr. Goncalves nach wie vor der Ansicht, dass ein moderater Alkoholgenuss für das Herz tatsächlich von Vorteil sein kann, aber sie lässt offen, bei welcher Menge dieser moderate Genuss anfängt.

    Das Herz leidet

    Frauen sind laut der amerikanischen Studie deutlich anfälliger für die toxische Wirkung des Alkohols, als das bei Männern der Fall ist. Wenn Frauen die gleiche Menge Alkohol trinken, dann zeichnet sich schon viel früher das Risiko ab, dass es zu einer Erkrankung des Herzens kommen kann. Die Organisation „American Heart Association“ warnt eindringlich davor, Alkohol nur aufgrund der vermeintlichen Vorteile für die Gesundheit zu trinken, denn das ist ein Trugschluss und kann im schlimmsten Fall der Weg in die Abhängigkeit sein.

    Alle, die dennoch nicht auf Alkohol verzichten wollen, sollten unbedingt Maß halten und nicht mehr als ein bis zwei Gläser am Tag trinken.

    Wann beginnt die Abhängigkeit?

    Wer ab und zu ein Glas Bier oder Wein trinkt, der muss sich keine Sorgen darüber machen, ob die Gefahr einer Abhängigkeit besteht. Zwar sind die Grenzen zwischen dem Alkoholgenuss und der Alkoholabhängigkeit fließend, aber es gibt bestimmte Regeln die zeigen, wann der Zeitpunkt gekommen ist und der Weg in die Sucht beginnt. Streng genommen wird Alkohol immer dann gefährlich, wenn es zu einem Rausch kommt, aber Alkoholmissbrauch liegt auch dann vor, wenn die betroffene Person sich und ihrer Umwelt im Alkoholrausch schaden kann.

    Zwar verspüren die wenigsten, die schon einmal einen Kater hatten, danach das Bedürfnis weiter zu trinken, aber alleine der Rausch ist schon gefährlich und erhöht das Risiko, abhängig zu werden. Die meisten Alkoholiker wollen nicht einsehen, dass sie die Grenze bereits überschritten haben, und reden sich ständig ein, dass sie jederzeit mit dem Trinken aufhören können. Das zwanghafte Verlangen nach Alkohol ist nur ein Symptom, dass es sich um eine Abhängigkeit handelt, auch wer die Kontrolle über die getrunkene Menge verliert, gilt im medizinischen Sinn bereits als alkoholabhängig.

    Ein weiteres Zeichen, dass es sich um Alkoholabhängigkeit handelt, ist, dass es zu Entzugserscheinungen kommt und wieder Alkohol getrunken werden muss, um diese Entzugserscheinungen zu verringern. Oftmals reicht ein Selbsttest aus, um festzustellen, ob man bereits süchtig ist oder nicht.

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  • Behandlungen hinterfragen – so wichtig sind die W-Fragen

    Behandlungen hinterfragen – so wichtig sind die W-Fragen

    Wer sich krank fühlt, der geht zum Arzt, der Arzt macht seine Untersuchungen und sagt dem Patienten, welche Behandlung oder welche Therapie die richtige ist. Der Patient willigt ein, denn schließlich ist der Arzt ja der Fachmann und weiß, was das Richtige ist. Leider ist das nicht immer der Fall, wie jetzt eine Studie herausfand. Viele Ärzte verschreiben die falschen Behandlungen und ordnen sündhaft teure Therapien an, die im Grunde keine Wirkung haben oder schlichtweg falsch sind. Die meisten Patienten wagen es nicht, ihrem Arzt zu widersprechen, aber das kann sinnvoll sein. Wer nicht im Unklaren bleiben will, der sollte die sogenannten W-Fragen stellen.

    Was sollte der Patient den Arzt fragen?

    Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland UPD hat einen kleinen Katalog mit W-Fragen zusammengestellt, die jeder Patient seinem Arzt stellen sollte, wenn es um Behandlungen und Therapien geht:

    • Wie dringend ist die Behandlung?
    • Welche eventuellen Risiken gibt es?
    • Welchen Nutzen hat die Behandlung?

    Diese drei Fragen verhindern, dass der Arzt nur mit Ja oder Nein antworten kann, er muss diese Fragen präzise beantworten. Dem Patienten wird damit die Möglichkeit gegeben, die vorgeschlagene Behandlung noch einmal zu überdenken oder nach einer Alternative zu suchen. Auch die Art der Fragestellung spielt eine wichtige Rolle, denn statt zu fragen „Ist diese Behandlung gut erforscht?“ sollte die Frage stattdessen lauten: „Wie gut ist diese Behandlung erforscht?“. Zudem kann es sehr hilfreich sein, sich während des Gesprächs mit dem Arzt Notizen zu machen oder Stichworte aufzuschreiben, die später sehr hilfreich sein können, wenn es um eine alternative Behandlung oder Therapie geht.

    Nicht nur im Internet forschen

    Immer mehr Menschen vertrauen auf „Dr. Google“ und informieren sich im Internet, welche Krankheit zu ihren Symptomen passt und welche möglichen Therapien, Medikamente und Behandlungsmethoden es gibt. Die Suchmaschinen finden auf alles eine Antwort, ob diese aber richtig ist, das sei dahingestellt. Nicht alle Seiten sind wirklich seriös und nicht alle Aussagen sind auch richtig. Um sich unabhängig zu informieren, ist die Webseite des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen eine gute Wahl, denn hier kann man sich auf die Richtigkeit der Aussagen und die Seriosität verlassen.

    Eine weitere Möglichkeit sich richtig zu informieren, bietet der sogenannte HON-Code, der auf einigen Webseiten zu finden ist. Der HON-Code steht für „Health On The Net“, und dieses Zertifikat bekommen nur die Anbieter von Webseiten, die ganz bestimmte Kriterien für Qualität erfüllen. Zu diesen Kriterien gehört, dass der Verfasser der Seite eine Qualifikation nachweisen kann, und es spielt auch eine Rolle, wie und von wem die Seite finanziert wird. Die Hinweise auf Risiken und Nutzen von bestimmten Behandlungen müssen zudem belegt werden können.

    Mehrere Meinungen einholen

    Alle, die dem Internet nicht so richtig vertrauen, haben noch eine andere Möglichkeit um herauszufinden, ob eine Behandlung wirklich gut ist, sie müssen nur einen anderen Arzt um seine Meinung bitten. In Deutschland gibt es die freie Arztwahl, und wer meint, ein anderes Gutachten einholen zu müssen, der kann das ohne Probleme tun. Immer dann, wenn es sich um eine umfangreiche oder auch um eine sehr langwierige Therapie oder Behandlung handelt, dann macht es durchaus Sinn, eine zweite oder wenn nötig auch eine dritte und vierte Meinung einzuholen.

    Wer zum Beispiel vor einer schwierigen Operation steht und sich nicht ganz so sicher ist, ob diese OP nach einem bestimmten Verfahren durchgeführt werden soll, der ist gut beraten, einen zweiten Arzt zu fragen. Wenn dieser Arzt anderer Meinung ist, dann kann auch ein dritter Kollege befragt werden, die Kosten für die mehrfachen Konsultationen zahlt die Krankenkasse. Sind aber zwei Ärzte der Meinung, dass nur diese Behandlung oder Therapie infrage kommen, dann sollte der Patient zustimmen.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths