Schlagwort: Zahn

  • Teebaumöl heilt und hält gesund

    Teebaumöl heilt und hält gesund

    Das Teebaumöl ist seit dem 18.Jahrhundert bekannt, als ein Botaniker den berühmten Seefahrer James Cook auf seinen Reisen ins ferne Australien begleitet. Die dort lebenden Ureinwohner Aborigines fertigten aus dem Sud des Teebaumes ein Mittel mit dem sie Verletzungen und Hautprobleme effektiv behandelten. Die antibakterielle, antiseptische und gesundheitliche Wirkung des Teebaumöls wurde erst in den 1920er-Jahren erkannt.

    Teebaum als Ölquelle

    Die Quelle für das gesunde Öl ist der Teebaum, der zu den Myrtengewächsen zählt und besonders in Australien stark verbreitet ist. Das Teebaumöl wird per Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweige erzeugt. Die Destillation ist nach ein bis drei Stunden abgeschlossen. Das duftende Öl hat eine klare oder minimal gelbliche Färbung. Der Geruch ist frisch und würzig. Die Heilwirkung stammt vor allem von den Inhaltsstoffen Cineol und Terpin. Auf Grund der recht kostenintensiven Ölgewinnung ist Teebaumöl sehr teuer. Ein Fläschchen mit 20 ml Inhalt kostet etwa 4 bis 10 Euro. Generell sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass das Teebaumöl aus einem ökologischen Anbau stammt und eine gute bis sehr gute Qualität hat. Die Qualität hat einen entscheidenden Einfluß auf die Wirksamkeit des ätherischen Öls.

    Teebaumöl vielseitig einsetzbar

    Das Teebaumöl kann auf vielseitige Weise eingesetzt werden. Das wertvolle Öl hat eine entzündungshemmende Wirkung und wirkt wundheilend. Zur Bekämpfung von Warzen, Pickeln, Akne und weiteren Hautkrankheiten eignet sich das ätherische Öl optimal. Auf Hautpilze hat das Teebaumöl eine tödliche Wirksamkeit und gegen eine Entzündung des Zahnfleisches ist es sehr effizient. Eine Erkältung kann gelindert werden, indem ein paar Tropfen in Wasser oder Tee gegeben werden.

    Der größte Vorteil ist seine gewebeschonende Anwendung, jedoch kann es in seltenen Fällen zu einer allergischen Reaktion kommen. Auf Grund einer möglichen Allergie sollte das Teebaumöl vorher auf der Haut aufgetragen und getestet werden. Zeigt die Haut keine Rötung besteht keine Allergie und das gesunde Öl ist ohne Sorgen einsetzbar. In die Augen und auf Schleimhäute sollte Teebaumöl nicht geraten, weil dies schmerzhaft sein und Schäden verursachen kann.

    Bei seelischen Problemen helfen die hohen Anteile bestimmter Alkohole des Teebaumöls. Es werden Ängste abgebaut und an Selbstbewusstsein gewonnen. Depressive Stimmungen verfliegen mit dem wirksamen ätherischen Öl und sorgen wieder für ein gutes psychisches Wohlbefinden. Seine Wirksamkeit entfaltet das Teebaumöl auch bei Antriebslosigkeit, fehlender Motivation und Mattheit. Wer sportlich aktiv ist, dem sei ein Fußbad mit ein paar Tropfen Teebaumöl empfohlen, wodurch erschöpfte Füße wieder munter werden.

    Bewährtes Hausmittel

    Als Hausmittel hat sich das Öl des Teebaums mittlerweile fest in vielen Haushalten etabliert. Ein Fläschchen Teebaumöl sollte in keinem Haushalt fehlen. Auf Grund seiner vielfältigen Einsatzbereiche kann das Öl so manches teures Medikament, wie zum Beispiel gegen Erkältung, Pickel oder Warzen ersetzen. Je nach Verbrauch kann ein Fläschchen zwei bis drei Monate oder länger halten. Die Gesundheit wird es einem danken, wenn man bei Beschwerden und Zipperlein auf das natürliche Teebaumöl statt Medikamenten mit Nebenwirkungen vertraut.

    Bild: © Depositphotos.com / vladvitek

  • Zähneknirschen schlecht für die Zahngesundheit

    Zähneknirschen schlecht für die Zahngesundheit

    Das Zähneknirschen wird fachlich als Bruxismus bezeichnet. Die Ursachen dafür sind Stress, nicht korrekt eingesetzte Zahn-Implantate und Bissfehlstellungen. Als Konsequenz können Zahnschäden drohen und im schlimmsten Fall müssen die Zähne komplett erneuert werden. Nach Studien wirkt sich das feste Zubeißen der Zähne positiv auf Stress aus. Wer Stress ausgesetzt ist, der nutzt das Zähneknirschen zur Entlastung und dient dem Stressabbau. Die Zahnsubstanz wird bei dauerhaften Zähneknirschen mit der Zeit abgebaut.

    Der Bruxismus äußert sich mit einem Kraftaufwand von 800 Newton auf die Zähne und sind umgerechnet etwa 100 Kilogramm. Sollte die Belastung länger anhalten, so kommt es zu einer Aufweichung des Zahnschmelz und zur Sichtbarkeit des Zahnbeins (Dentin). Das Dentin ist ein Knochengewebe, welches quasi das Gerüst des Zahns bildet. Gegenüber Wärme und Kälte reagieren die betroffenen Zähne auf Grund des Verlust ihres Reliefs mit einer hohen Empfindlichkeit.

    Die Zahnärzte verordnen Bruxismus-Patienten oft eine Kieferschiene. Die Schiene wird in der Nacht getragen und dient dem Schutz der Kauflächen vor Abnutzung. So genannte Okklusionsschienen halten den Oberkiefer und Unterkiefer auf Abstand. Die Muskelspannung und Belastung der Kiefergelenke vermindert sich durch die sehr teuren Okklusionsschienen. Neben Kieferschienen ist eine Physiotherapie bei der Behandlung von Zähneknirschen sinnvoll. Im Rahmen einer Physiotherapie werden spezielle Lockerungsübungen, Dehnübungen und Spezialmassagen durchgeführt. Die Übungen können die Patienten zuhause durchführen und lernen dabei die aktive Muskelentspannung kennen.

    Sollte das Zähneknirschen zu einer vollständigen Zerstörung der Zahnsubstanz geführt haben, ist eine Restauration die Folge. Die Kosten der Restauration können sich je nach Schadensgrad auf mehrere 10.000 Euro belaufen. Die Krankenkassen und die Zahnzusatzversicherungen übernehmen nur einen Teil der Kosten. Der Patient trägt einen Eigenanteil. Nach einer erfolgreichen Restauration fühlen sich Betroffene wohler und haben jahrelang Ruhe.

    Gegen das Zähneknirschen helfen Alternativen, wie das Autogene Training, wo Körper und Geist begleitet von Musik oder einer Stimme vom Band entspannt werden. Die Entspannung hilft beim Stressabbau und verhindert es mit den Zähnen zu knirschen. Die Zahnpflege spielt eine elementare Rolle für die allgemeine Zahngesundheit, weshalb die Zähne mindestens zwei Minuten lang nach jeder großen Mahlzeit geputzt werden sollten. Eine jährliche Zahnreinigung, die zwischen 30 und 50 Euro kostet, unterstützt zusätzlich die Zahngesundheit. Der regelmäßige Zahnarztbesuch sorgt für dauerhaft gesunde Zähne.

    Der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung ist heute unabdingbar, weil die Krankenkassen nur noch die Kosten für die Regelversorgung übernehmen. In der Kostenübernahme sind zum Beispiel Zahnkronen aus Keramik nicht mehr enthalten. Die jährlichen Kosten für eine Zahnzusatzversicherung sind je nach Versicherungsgesellschaft und den gebotenen Leistungen unterschiedlich. Jeder, der an Zähneknirschen leidet, sollte vorsorglich eine derartige Zusatzversicherung für seine Zähne abschließen, damit im schlimmsten Fall bei einer Wiederherstellung der kaputten Zähne keine allzu hohen Kosten drohen. Der Eigenanteil an den Gesamtkosten einer Zahnbehandlung beläuft sich auf 10 bis 20 Prozent und muss an die Zahnzusatzversicherung gezahlt werden, wobei auch eine Ratenzahlung möglich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / monkeybusiness

  • Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Das Broken-Heart-Syndrom – wenn das Herz im Stress ist

    Wie eng die Psyche und der Körper miteinander verbunden sind, das zeigt sich sehr deutlich besonders am sogenannten Broken-Heart-Syndrom. Vom Syndrom des gebrochenen Herzens wird immer wieder im Zusammenhang mit Liebeskummer gesprochen, aber das Broken-Heart-Syndrom tritt nicht nur dann auf, wenn eine Liebe unglücklich verläuft, es kann auch bei großem Stress, bei extremer Angst und auch bei Trauer zum Broken-Heart-Syndrom kommen. Nicht selten wird das Broken-Heart-Syndrom aber auch mit dem sehr viel gefährlichen Herzinfarkt verwechselt, da die Symptome ähnlich sind, und meist kann erst ein EKG Aufschluss genau darüber Auskunft geben, um was es sich handelt.

    Das EKG bringt Klarheit

    Die Symptome ähneln sich, denn wie bei einem Herzinfarkt, so fühlen auch diejenigen, die ein Broken-Heart-Syndrom erleiden, quälende Schmerzen in der Brust, sie haben starke Probleme mit der Atmung und bekommen Todesangst. Erst beim EKG kann der Arzt sehen, ob es ein Broken-Heart-Syndrom oder tatsächlich ein Herzinfarkt ist. Bei einem Broken-Heart-Syndrom schlägt das Herz in der Spitze mit verminderter Leistung und die Form der linken Herzkammer ist verändert, anders als das bei einem Infarkt der Fall ist. In der Regel sieht der Arzt diese Veränderungen schon beim EKG oder bei einer Ultraschalluntersuchung, wenn der Befund aber nicht eindeutig ist, dann kann eine letztendlich nur eine Herzkatheteruntersuchung Klarheit bringen.

    Broken-Heart-Syndrom – Eine Überflutung des Herzmuskels

    Ärzte sprechen beim Broken-Heart-Syndrom auch von Stress-Kardiomyopathie, denn Stress ist einer der Hauptgründe, warum es überhaupt zu diesem Syndrom kommt. Forscher vermuten, dass eine extreme psychische oder körperliche Belastung das Broken-Heart-Syndrom auslösen kann, wenn zum Beispiel das vegetative Nervensystem zu stark aktiviert wird. Das führt dann zu einer Überreizung der Herzwand, und das besonders in der Nähe der Herzspitze. Zudem werden massiv Stresshormone ins Blut abgegeben und das einströmende Kalzium in den Zellen sorgt schließlich für eine Verkrampfung des Herzmuskels, was dann zu heftigen Schmerzen und zu Luftnot führt. Kein anderes akutes Krankheitsbild zeigt in dieser Deutlichkeit, wie eng doch Körper und Seele miteinander verbunden sind.

    Ältere Frauen sind besonders gefährdet

    Das Broken-Heart-Syndrom trifft meist ältere Frauen, die die Menopause bereits hinter sich haben und die durch einen schweren Schicksalsschlag, wie zum Beispiel durch den Tod des Ehemanns, starken psychischen Belastungen und Stress ausgesetzt sind. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen junge Frauen nach einem heftigen Streit mit dem Partner mit dem Broken-Heart-Syndrom in die Notaufnahme eingeliefert wurden. Aber es gibt noch andere Gründe für eine Stress-Myokardiopathie, beispielsweise die Angst vor einen großen operativen Eingriff oder die Diagnose Krebs, sogar vor einem Besuch beim Zahnarzt kann es zum Broken-Heart-Syndrom kommen.

    Wie wird ein Broken-Heart-Syndrom behandelt?

    Bei ca. zwei Prozent der Patienten, die mit einem Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommen, handelt es sich nach einer genauen Untersuchung um das Broken-Heart-Syndrom. Die Dunkelziffer dürfte aber weitaus höher sein, weil das Syndrom nicht immer erkannt wird. Eine gründliche Untersuchung ist jedoch für die richtige Therapie entscheidend. Bei einem Herzinfarkt müssen die Ärzte ein Gerinnsel behandeln, das den Blutfluss blockiert, bei der Behandlung des Broken-Heart-Syndroms geht es aber darum, die Stresshormone zu bekämpfen, die außer Kontrolle geraten sind. In der Regel werden Betablocker gegeben, die das Herz beruhigen sollen, aber auch die Behandlung mit einem Beruhigungsmittel erzielt meist den gewünschten Erfolg. Die Betroffenen werden zudem einige Tage auf der Intensivstation überwacht, denn es besteht immer die Gefahr, dass die Patienten in einen Schockzustand rutschen, dass der Kreislauf zusammenbricht und dass es zu einem Multiorganversagen kommt.

    Das Broken-Heart-Syndrom verursacht anders als ein akuter Herzinfarkt, keine bleibenden Schäden bei den Patienten, in der Regel erholen sie sich sehr schnell wieder. Wenn das EKG unauffällig bleibt, dann besteht keine Gefahr mehr und die Patienten können nach Hause entlassen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / Garsya

  • Stillen hat offenbar einen positiven Einfluss auf die Zähne

    Training für den Mund

    Baierbrunn (ots) – Babys, die gestillt werden, entwickeln seltener Zahnfehlstellungen, berichtet das Apothekenmagazin „Baby und Familie“. Eine Langzeitstudie der Universität Adelaide mit mehr als 1300 Kindern ergab: Kleine, die drei bis sechs Monate lang gestillt wurden, hatten ein um 33 Prozent niedrigeres Risiko für einen Überbiss und ein um 41 Prozent niedrigeres Risiko für schiefe Zähne. Vermutlich fördere das Stillen die Entwicklung der Muskeln im Mund. Der Grund: Das Kind setzt Kiefer und Zunge kräftiger ein als beim Trinken aus der Flasche. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Apothekenmagazin „Baby und Familie“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3123122
  • Rauchen schadet auch den Zähnen

    Rauchen schadet auch den Zähnen

    Nicht nur die Lungen und das Herz werden durch das Rauchen belastet, auch die Zähne leiden. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung in Potsdam. Wer dauerhaft raucht, der muss damit rechnen, dass er seine Zähne einige Jahre eher verliert als derjenige, der noch nie eine Zigarette angefasst hat. Es gibt allerdings auch eine gute Nachricht, denn wer auf das Rauchen verzichtet, der senkt das Risiko bleibender Zahnschäden sehr schnell.

    Das Zahnfleisch leidet

    Noch immer ist Karies die Hauptursache dafür, dass die Zähne krank werden, aber wer raucht, der schadet auf Dauer auch seinem Zahnfleisch. Rauchen ist für Parodontitis das größte Risiko, denn der Zahnverlust bei Rauchern wird in den meisten Fällen durch häufige Zahnfleischentzündungen verursacht. Bis heute lässt sich leider nicht klären, ob rauchen auch Einfluss auf Karies hat. Wer mit Rauchen aufhört, der verringert innerhalb von kürzester Zeit das Risiko, seine Zähne zu schädigen. Allerdings dauert es bis zu zehn Jahre, um den gesundheitlichen Status eines Nichtrauchers zu erreichen.

    Das Ergebnis der Langzeitstudie

    In Deutschland haben 20 % der Raucher in der Altersgruppe zwischen 65 und 74 keine Zähne mehr. Die Langzeitstudie kommt zu dem Schluss, dass es in den nächsten Jahren noch mehr Menschen sein werden, die durch das Rauchen frühzeitig ihre Zähne verlieren. Wer in jungen Jahren raucht und sich diese Sucht frühzeitig wieder abgewöhnt, der wird auch bis ins hohe Alter ein gesundes Gebiss haben. An der Studie der Potsdamer Wissenschaftler nahmen 23.300 Menschen, Raucher und auch Nichtraucher teil, die über einen Zeitraum von mehreren Jahren beobachtet wurden. Die Herausgeber der Studie betonten aber auch, dass nicht nur das Rauchen für einen frühen Zahnverlust sorgen kann, es gibt noch andere Faktoren, wie zum Beispiel eine fehlende Mundhygiene, falsche Ernährung. Auch eine genetische Veranlagung kann dazu führen, dass die Zähne früh ausfallen oder von einem Zahnarzt gezogen werden müssen.

    Rauchen verkürzt das Leben

    Raucher müssen aber nicht nur damit leben das sie früher ihre Zähne verlieren als Nichtraucher, sie müssen auch davon ausgehen, dass ihre Lebenszeit kürzer ist. Rauchen schädigt das Zahnfleisch, aber auch die Atemorgane wie die Lunge und die Bronchien, es schwächt das Herz und ist Gift für die Blutgefäße. Lungenkrebs ist nur eine mögliche Diagnose für alle die Rauchen, auch Herzerkrankungen wie ein Infarkt oder eine Herzkranzverengung stellen ein großes Risiko für Raucher dar.

    Regelmäßig zum Zahnarzt gehen

    Wer trotz aller Gefahren die Hände nicht von der Zigarette lassen kann, der sollte mindestens zweimal im Jahr seine Zähne und vor allem sein Zahnfleisch untersuchen lassen. In diesem Fall können prophylaktische Maßnahmen helfen, die Zähne und das Zahnfleisch gesund zu erhalten. Zusammen mit einer guten und gründlichen Zahnhygiene können Raucher verhindern das sie frühzeitig ihre Zähne verlieren.

    Bild: © Depositphotos.com / thegoatman

  • Patientenberatung – immer mehr Menschen suchen Hilfe

    Patientenberatung – immer mehr Menschen suchen Hilfe

    Offensichtlich besteht in Deutschland viel Beratungsbedarf bei gesundheitlichen und medizinischen Fragen, denn immer mehr Menschen wenden sich an die Patientenberatung. Im vergangenen Jahr waren es rund 80.000 Bundesbürger, die sich an eine Patientenberatung gewandt haben, und in 82 % der Fragen drehte es sich um rechtliche Dinge. Immer mehr Menschen haben Fragen zum Thema Krankengeld und zu medizinischen Hilfsmitteln, und auch Kuren und Rehabilitationsmaßnahmen standen im Mittelpunkt, wenn es um Fragen an die Patientenberatung ging.

    Viele Fragen

    Die Auswertung bei den Beratungsstellen, die zwischen April 2014 und März 2015 Menschen geholfen und beraten haben, hat ergeben, dass die meisten Bürger Fragen zu grundsätzlichen Dingen haben. Es geht unter anderem darum, wie man Einsicht in die Krankenakte bekommt und welche Möglichkeiten es gibt, eine zweite medizinische Meinung einzuholen. Bei rund einem Fünftel der Fragen drehte es sich um diese oder verwandte Themen. Die Patientenberatung wurde aber auch gefragt, wenn es um Zuzahlungen zum Beispiel beim Zahnersatz ging. So ging es in 9.285 Fällen nur um die von Zahnärzten ausgestellten Rechnungen. Auch die Terminvergabe bei Ärzten steht bei der Patientenberatung im Fokus, und immer wieder ist es auch das Krankengeld, mit dem es offensichtlich viele Probleme gibt.

    Immer wieder im Gespräch: medizinische Hilfsmittel

    Medizinische Hilfsmittel sind ein viel gefragtes Thema bei der Patientenberatung. So zum Beispiel, wenn es um Inkontinenz geht, ein sensibler Bereich für die Mitarbeiter der Beratungsstellen. Viele rufen an oder mailen, weil viele Krankenkassen sich weigern, Windeln für Erwachsene zu zahlen. Die Menschen wollen klare Auskünfte und keine Beschwichtigungen oder Verzögerungstaktiken, die sie zur Genüge von den Krankenkassen kennen, erzählen die Mitarbeiter, die in einer Patientenberatung arbeiten. Nicht selten kommen aber auch Beschwerden darüber, dass die Windeln gegen Inkontinenz, die von den Kassen bezahlt werden, undicht sind oder eine sehr schlechte Qualität haben.

    Hilfe bei rechtlichen Fragen

    Fragen, die in der Patientenberatung immer wieder auftauchen, drehen sich auch um rechtliche Fragen. Behandlungsfehler und auch vermeintliche Kunstfehler beschäftigen viele Anrufer und sie möchten wissen, wie sie sich in einer solchen Situation verhalten sollen. Die Berater können und dürfen am Telefon oder per Mail keine juristischen Auskünfte gegen, was sie aber tun können, sie können auf einen Anwalt verweisen, der sich auf Medizinrecht spezialisiert hat. Viele Menschen wollen zudem wissen, wie ihre Chancen stehen, wenn sie ihren Arzt vor Gericht bringen, und auch hier darf die Patientenberatung keine verbindlichen Auskünfte geben.

    Patientenberatungen sind eine sehr vernünftige Einrichtung. Schon nach der letzten Gesundheitsreform wurde sehr schnell klar, dass es immer mehr Menschen gibt, die eine Beratung benötigen und die viele Fragen haben, wenn es um Änderungen der gesetzlichen Regelungen geht. Die Zahlen derjenigen, die sich an eine Beratungsstelle wenden, steigt stetig an. Das zeigt, wie wichtig die Patientenberatung ist.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths