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  • Niereninsuffizienz – Ursachen und Therapien

    Niereninsuffizienz – Ursachen und Therapien

    Sie sind nur zehn Zentimeter groß und jede wiegt nur knapp 200 g, trotzdem sind sie für den Körper unverzichtbar – die Nieren. Die beiden Nieren, die links und rechts im oberen Bauchraum liegen, sind so etwas wie die Kläranlage für den Organismus, denn sie sorgen dafür, dass alle Gifte und andere Abfallprodukte über den Urin ausgeschieden werden. Wenn die Nieren nicht mehr funktionieren, dann kann das sehr schnell sehr gefährlich werden. Eine Niereninsuffizienz gehört zu den Krankheiten, die gefährlich werden können, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden.

    Was genau ist eine Niereninsuffizienz?

    Wenn das Nierengewebe erkrankt und damit seine Fähigkeit verliert die Schadstoffe zu sammeln und über den Urin auszuscheiden, dann spricht man von einer sogenannten Niereninsuffizienz. Der Körper wird vergiftet und lagert zudem Wasser ein, was schließlich zu einer Überwässerung führt. Wenn die Nierenschmerzen plötzlich auftreten, dann spricht man von einer akuten Niereninsuffizienz. Wenn es über einen längeren Zeitraum Beschwerden gibt und wenn diese Beschwerden sich sogar verschlimmern, dann ist es eine chronische Niereninsuffizienz.

    Es ist möglich, längere Zeit mit einer Niereninsuffizienz zu leben, denn wenn nur eine der Nieren erkrankt ist, dann übernimmt die andere ihre Aufgaben. Das ist auch ein Grund, warum bei vielen Patienten die Niereninsuffizienz relativ spät erkannt wird.

    Was sind die Ursachen für eine Niereninsuffizienz?

    Eine Niereninsuffizienz kann viele verschiedene Ursachen haben. Eine mangelnde Durchblutung der Nieren ist eine Ursache für ein akutes Nierenversagen. Wenn es zum Beispiel nach einem Unfall zu starken inneren Blutungen kommt oder wenn der Blutdruck plötzlich stark abfällt, dann kann eine Niereninsuffizienz die Folge sein. Häufig sind es aber auch Vergiftungen, die das Gewebe der Nieren schädigen, oder die Nierenkörperchen werden durch einen Pilz, durch Medikamente oder durch ein bei Röntgenaufnahmen gespritztes Kontrastmittel so geschädigt, dass sie versagen.

    Handelt es sich um eine chronische Niereninsuffizienz, dann ist in der Regel eine Entzündung der Nierenkörperchen daran schuld. Auch eine Schädigung der Nieren, zum Beispiel durch Diabetes oder ständigen Bluthochdruck können eine Niereninsuffizienz auslösen. Selten sind Nierensteine, Zysten oder eine Entzündung der Harnwege und des Nierenbeckens schuld, wenn die Nieren auf Dauer versagen.

    Welche Symptome bei Niereninsuffizienz gibt es?

    Welcher Patient welche Beschwerden hat, das ist immer individuell und hängt zum einen vom Stadium und von der Form der Erkrankung ab. Bei einer akuten Niereninsuffizienz vermindert sich der Harndrang oder versiegt ganz. Die Patienten sind müde, sie klagen über Übelkeit und sind kaum noch ansprechbar. Da sich Wasser in großen Mengen im Körper ansammelt, kann es auch zu Herzrhythmusstörungen kommen und der Patient leidet nicht selten unter akuter Atemnot. Die Beschwerden bei einer akuten Niereninsuffizienz müssen schnell erkannt werden, denn sonst besteht Lebensgefahr.

    Bei einer chronischen Niereninsuffizienz verläuft die Krankheit in vier Phasen. Zu den ersten Anzeichen gehört ein häufiger Harndrang, der Patient fühlt sich unwohl und kann schlechter schlafen. Da keine Schmerzen auftreten, gehen nur wenige Menschen zum Arzt. Dass mit den Nieren etwas nicht stimmt, kann in dieser Phase nur durch einen Labortest festgestellt werden. In der zweiten Phase werden die Beschwerden stärker, es kommt zu einer leichten Gelbfärbung der Haut und die Haut juckt, da die eingelagerten Giftstoffe nicht mehr abtransportiert werden können und viele klagen über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. In der Folge kann auch der Blutdruck stark schwanken, es treten Probleme mit der Atmung auf und das Herz kommt aus dem Rhythmus.

    Vereinzelt kommt es auch zu einer Blutarmut, die Anfälligkeit für Infektionen nimmt zu und die Knochen können weicher werden. Im vierten und letzten Stadium kommt es dann zu einer Harnvergiftung und zu schweren Störungen im Nervensystem, was Krampfanfälle, Benommenheit und Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma auslösen kann. In dieser Phase kann nur eine schnelle Behandlung mit der Dialyse oder aber eine Nierentransplantation das Leben retten.

    Welche Behandlungen bei Niereninsuffizienz gibt es?

    So individuell wie die Niereninsuffizienz, so individuell ist auch die Behandlung. Bei den ersten Anzeichen einer akuten Niereninsuffizienz muss der Patient so schnell wie eben möglich in ein Krankenhaus. Wenn die Prognose der Ärzte günstig ist, was bei Veränderungen im Nierengewebe meist der Fall ist, dann besteht die Möglichkeit, dass die Veränderungen von selbst wieder zurückgehen. Aber auch Behandlungen durch Infusionen, Medikamente und eine Umstellung der Ernährung können hilfreich sein. Nicht selten ist aber auch eine vorübergehende Behandlung an der Dialyse nötig.

    Bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist das Gewebe der Nieren ein für alle Mal geschädigt. In einem frühen Stadium werden der Zucker und der Blutdruck eingestellt und der Patient muss eine Diät machen. Wenn es Nierensteine gibt, dann müssen diese so schnell wie möglich entfernt werden. Ist eine Blutarmut der Auslöser, dann wird in der Regel das Hormon Erythropoetin gespritzt. Wird die Krankheit erst sehr spät erkannt, dann heißt das entweder eine lebenslange Dialyse oder aber eine neue Niere.

    Wie kann eine Niereninsuffizienz verhindert werden?

    In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 80.000 Menschen an einer akuten oder an einer chronischen Niereninsuffizienz und die Zahlen sind steigend. In der Regel sind mehr Männer als Frauen betroffen und das durchschnittliche Alter liegt bei 64 Jahren. Um einem Nierenversagen vorzubeugen, kann es schon helfen auf die Ernährung zu achten. Die Ernährung sollte wenig Eiweiß, Phosphor und Kalium enthalten, dafür sollte das Essen reich an Kalzium sein. Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, der sollte auf jeden Fall mit einem Arzt darüber sprechen, inwiefern diese Medikamente die Funktion der Nieren beeinträchtigen können. Das gilt besonders dann, wenn Medikamente ohne Wissen des Arztes eingenommen werden. Wichtig ist es auch, alle Infektionen so schnell wie möglich völlig auszukurieren.

  • Ernährung in der Schwangerschaft

    Ernährung in der Schwangerschaft

    So wichtig ist die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

    Noch immer glauben viele Frauen, wenn sie schwanger werden, dass sie in den nächsten neun Monaten für Zwei essen müssen. Dieser Irrglaube führt immer wieder dazu, dass es zu einer enormen Gewichtszunahme kommt, und auch das spätere Essverhalten des Kindes wird negativ beeinflusst, wenn die Mutter während der Schwangerschaft zu viel zunimmt. Klasse statt Masse sollte das Motto der Schwangerschaftsernährung lauten, denn Frauen, die die Qualität der Quantität vorziehen, haben während und auch nach der Schwangerschaft deutlich weniger Probleme.

    Schwangere Frauen, die zu viel an Gewicht zulegen, riskieren zudem eine Schwangerschaftsdiabetes, die für Mutter und Kind sehr gefährlich werden kann. Aber wie sollte die richtige Ernährung während der 40 Wochen Schwangerschaft aussehen? Was sollten die zukünftigen Mütter essen und was sollten sie besser von der Speisekarte streichen?

    Ernährung in der Schwangerschaft – Die wichtigen Bausteine

    Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat steigt die Zahl der Kalorien, die Mutter und Kind brauchen, nur unerheblich an, was aber sehr wichtig ist, das sind die Bausteine für eine gesunde Ernährung. Dazu gehören unter anderem Spurenelemente, Vitamine und auch Mineralstoffe. Frisches Obst und Gemüse sowie Milchprodukte sollten jetzt auf dem Speiseplan stehen, denn diese Lebensmittel enthalten alles, was das Baby braucht, um gesund und munter ins Leben zu starten.

    Tierische Fette sollten durch pflanzliche Fette ersetzt werden und da schwangere Frauen zu Verstopfungen neigen, ist es eine gute Idee auf eine ballaststoffreiche Ernährung umzusteigen und viele Vollkornprodukte einzubauen. Frauen, die gerne Fisch essen, sollten dieser Leidenschaft frönen und mindestens zwei mal in der Woche leckere Fischgerichte essen.

    Was gehört nicht zu einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft?

    Es gibt einige Lebensmittel, die nicht zur gesunden Ernährung in der  Schwangerschaft gehören. So sollten Schwangere zum Beispiel auf Käse aus Rohmilch wie Camembert, Feta und Brie ganz verzichten. Auch Fast Food sollte nicht zu einem Teil der Ernährung gehören, denn Hamburger, Pommes frites und Pizza haben viele Kalorien, aber kaum Nährwerte. Rohe Eier gehören auch nicht zu den Dingen, die schwangere Frauen essen sollten und auch Tatar ist daher in der Schwangerschaft ein Tabu.

    Zu den Lebensmitteln, die schädlich sein können, gehören auch die Salami und geräucherter Fisch, wie beispielsweise die Forelle und der Lachs. Es versteht sich von selbst, dass auch Alkohol kein Thema für Schwangere ist. Kaffee ist nur in Maßen erlaubt, auf Cola sollte aber nach Möglichkeit verzichtet werden, denn sie enthält neben einer Menge Zucker auch Koffein. Nahrungsergänzungsmittel sind bei der Ernährung von schwangeren Frauen nicht unbedingt notwendig, aber es gibt eine Ausnahme und die heißt Folsäure. Da es in der Schwangerschaft auch zu Eisenmangel kommen kann, sollte der Arzt ein Eisenpräparat verschreiben, das bedenkenlos eingenommen werden kann.

    Was müssen Veganerinnen und Vegetarierinnen beachten?

    Frauen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, müssen während der Schwangerschaft nicht Fleisch und Fisch essen, sie sollten aber darauf achten, dass sie ausreichend Vitamine bekommen. Das ist bei einer veganen Ernährung in der Schwangerschaft nicht immer der Fall, denn häufig fehlen die wichtigen Bausteine wie Kalzium, die Vitamine D3 und B12, aber auch Eisen. Damit es nicht zu gefährlichen Mangelerscheinungen kommt, sollte der Speiseplan für die nächsten neun Monate mit dem Frauenarzt abgesprochen werden. Viele Frauenärzte haben für ihre vegan lebenden Patienten einen Ernährungsplan, an den sich die Schwangere halten sollte, damit das Baby immer mit allem versorgt wird, was es dringend braucht.

  • Sodbrennen – Was hilft

    Sodbrennen – Was hilft

    Was hilft gegen Sodbrennen?

    Ein gutes und reichhaltiges Abendessen, zum Nachtisch ein süßes Dessert und zum Abschluss eine Tasse Mokka und ein Schnaps – das alles kann in der Nacht zu einer unangenehmen Überraschung führen, nämlich zu Sodbrennen. Fast jeder zweite Deutsche ab dem 40. Lebensjahr wird in der Nacht wach, weil die Speiseröhre und der Magen wie Feuer brennen. Sodbrennen ist aber nicht nur schmerzhaft, es kann auch chronisch werden und wenn Sodbrennen nicht behandelt wird, dann kann sich sogar ein bösartiger Tumor bilden.

    Aber Sodbrennen muss nicht sein, denn wer sich richtig ernährt, der wird aller Voraussicht nach, damit auch keine Probleme bekommen. Wer aber zu häufigem Sodbrennen neigt, der kann das mit einer Reihe von guten alten Hausmitteln sicher bekämpfen.

    Wie entsteht Sodbrennen?

    Für das unangenehme Brennen ist ein Ringmuskel verantwortlich, der genau zwischen der Speiseröhre und dem Magen liegt. Dieser Muskel schließt nicht mehr so, wie er sollte und der Inhalt des Magens kann dann samt der Magensäure ungehindert in die Speiseröhre laufen. Da die Magensäure zu einem großen Teil aus ätzender Salzsäure besteht, die eigentlich dazu gedacht ist, die Nahrung zu zersetzen und die schädlichen Keime abzutöten, verursacht sie in den Schleimhäuten der Speiseröhre große Schmerzen, die sich wie eine Verbrennung anfühlen. Dem Magen selbst macht die Säure nichts aus, denn er ist auf sie eingerichtet.

    Gegen das schmerzhafte Brennen gibt es eine Vielzahl von Medikamenten, die die Salzsäure binden sollen, aber es gibt auch einige sehr gute Hausmittel, die dafür sorgen, dass es erst gar nicht zu Sodbrennen kommen kann.

    Wirksame Gemüse und Kräuter gegen Sodbrennen

    Bekanntlich ist gegen alles ein passendes Kraut gewachsen und das ist auch der Fall, wenn es ums Sodbrennen geht. Das Kraut, das hier helfen kann, heißt bitteres Tausendguldenkraut. Gekauft werden kann das Kraut, das schon die Oma kannte, als Tee in jeder Apotheke. Ein halber Teelöffel Tausendguldenkraut wird am Abend in ein Glas in ein viertel Liter kaltes Wasser gegeben. Am nächsten Morgen wird das Ganze durch ein Sieb gegossen und dann leicht erwärmt in kleinen Schlucken getrunken. Zwar macht das bittere Kraut seinem Namen alle Ehre, aber es hilft nicht nur bei Sodbrennen, sondern auch bei Blähungen, bei Völlegefühl und auch bei anderen Schwierigkeiten mit der Verdauung.

    Ein anderes wirksames Mittel gegen Sodbrennen ist Sellerie, und auch hier ist es ein Tee, der für Linderung sorgt. Die frischen grünen Blätter des Sellerie werden gewaschen, klein gehackt und dann in einem Liter Wasser aufgekocht. Anschließend müssen sie fünf Minuten ziehen und werden dann durch ein Sieb geschüttet. Der Saft wird dann lauwarm und ungesüßt am besten nach dem Essen getrunken. So wird verhindert, dass sich zu viel Magensäure bildet. Natürlich ist auch Sellerie als Salat eine gute Sache, die schon die Römer zu schätzen wussten. Sie füllten unter anderem Spanferkel mit Pinienkernen, Datteln und Sellerieblättern.

    Sodbrennen in der Nacht verhindern

    Das schmerzhafte Brennen tritt vor allem nachts auf. Wer es verhindern will, der sollte am Abend weder fettes Fleisch noch Hülsenfrüchte essen und auch auf süße Nachspeisen verzichten. Zucker und Fruchtsäure lösen in den meisten Fällen Sodbrennen aus, aber auch Alkohol und Nikotin sind nichts für Menschen, die mit Sodbrennen zu kämpfen haben. Während der Nacht sollte der Kopf zudem ein wenig erhöht liegen, denn das verhindert, dass die Magensäure ungehindert in die Speiseröhre aufsteigen kann.

     

  • Stevia – eine Alternative zum Zucker

    Stevia – eine Alternative zum Zucker

    Ohne Zucker ist das Leben kaum vorstellbar, denn Zucker versüßt im wahrsten Sinne des Wortes den Alltag und macht ihn um einiges angenehmer. Aber leider hat Zucker auch einige gravierende Nachteile, denn Zucker macht dick und ist, wenn er in größeren Mengen genossen wird, auch nicht gut für die Gesundheit.

    Was wären aber der Kuchen und der Pudding zum Nachtisch ohne Zucker? Es gibt die Möglichkeit mit Honig oder mit Süßstoff zu süßen, aber nicht jeder mag Honig oder die künstliche Süße. Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit das Leben süßer zu machen, und diese Möglichkeit heißt Stevia.

    Was genau ist Stevia?

    Stevia ist ein natürlicher Süßstoff, der aus einer Pflanze gewonnen wird, genauer gesagt aus der Stevia rebaudiana. Diese Pflanze wird auch Honigkraut genannt und wächst in Südamerika. Stevia ist von Natur aus mehr als 30mal so süß wie der Zucker, der aus Rüben hergestellt wird. Dabei hat das Honigkraut aber im Gegensatz zum Haushaltszucker keine einzige Kalorie.

    Die Süße der Stevia-Pflanze wird Steviosid genannt und sie hat viele gesunde Eigenschaften, die unter anderem dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel im Gleichgewicht bleibt. Das ist vor allem für Menschen sehr wichtig, die unter Diabetes leiden. Allerdings muss man mit der Süße aus der Pflanze sehr vorsichtig umgehen, denn sonst kann es passieren, dass Speisen zu süß und damit nicht mehr genießbar werden.

    Mit Stevia – Gesund süßen

    Zucker ist bekanntlich einer der größten Feinde, wenn es um eine schlanke Figur geht. Auch wer bewusst weitgehend auf zuckerhaltige Nahrungsmittel verzichtet, der muss doch mit dem versteckten Zucker leben, der fast überall enthalten ist. Wer gesund abnehmen will, der ist gut beraten den Zucker komplett verschwinden zu lassen und stattdessen mit Stevia zu süßen. So kann auch während einer Diät ein Pudding ohne schlechtes Gewissen gegessen werden und ein Stück Kuchen sorgt nicht mehr dafür, dass die Waage nach oben klettert.
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    Zucker ist aber auch Gift für die Zähne, denn zu viel Zucker bedeutet Karies und damit auch Zahnschmerzen und häufige Besuche beim Zahnarzt. Obwohl Stevia sehr süß ist, greift es die Zähne nicht an und auch der schädliche Zahnbelag, der bei einem zu hohen Zuckerkonsum auftritt, ist beim Genuss der zuckersüßen Pflanze kein Thema mehr.

    Stevia – Ein Nahrungsergänzungsmittel

    Lange Zeit hatte die Stevia-Pflanze einen eher schlechten Ruf und war bis 2011 sogar verboten. Schuld an diesem Verbot waren zweifelhafte Studien eines Herstellers für Süßstoff, die mittlerweile aber wiederlegt worden sind. Heute darf Stevia als Nahrungsergänzungsmittel verkauft werden und erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit.

    Den Herstellern von Zucker und Süßstoffen ist natürlich sehr daran gelegen, dass die natürliche Pflanzensüße nicht zu sehr in den Handel eingreift, aber immer mehr Lebensmittelkonzerne greifen statt Zucker lieber zur Stevia-Pflanze und haben damit großen Erfolg. Wer bewusst auf seine Figur oder seine Gesundheit achten will, der sollte sich im Internet informieren, wer alles die süße Pflanze in seinen Produkten verwendet.

  • Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Die Schilddrüse – die Steuerzentrale des Stoffwechsels

    Der Einfluss der Schilddrüse auf den menschlichen Körper

    Die Schilddrüse lässt sich völlig zu Recht als die Steuerzentrale des Stoffwechsels bezeichnen. Die von ihr gebildeten Hormone wirken auf die Funktionen sämtlicher inneren Organe des Menschen. Über eine so genannte negative Rückkopplung in Form von Botenstoffen sorgt die Schilddrüse dafür, dass die Werte des Stoffwechsels auf einem konstanten Niveau gehalten werden. Daraus wird schon klar, dass sich Störungen der Funktion der Schilddrüse als Symptome einer Fehlfunktion des Stoffwechsels manifestieren. Davon ist der Bindegewebsstoffwechsel genauso betroffen wie der Fettstoffwechsel und der Zuckerstoffwechsel.

    Außerdem beeinflussen die Hormone der Schilddrüse auch die Körpertemperatur. Das wird erreicht, indem diese Hormone den Grundumsatz des Körpers bei der Energieverbrennung steuern. Sie wirken sich ebenfalls auf die Tätigkeit der Schweißdrüsen aus, die bekanntlich das natürliche Kühlsystem des menschlichen Körpers sind. Sogar die Peristaltik des Darms wird über die Schilddrüsenhormone gesteuert. Calciumstoffwechsel und damit das Wachstum werden ebenfalls von der Hormonzentrale Schilddrüse überwacht.

    Daran zeigt sich bereits, wie vielfältig die Palette der Symptome für eine Erkrankung der Schilddrüse sein können. Unklare Erregungszustände können genau wie eine ständige Erschöpfung Anzeichen dafür sein, dass die Schilddrüse nicht richtig funktioniert. Gravierende Änderungen des Körpergewichts ohne Veränderungen der Ess- und Bewegungsgewohnheiten können ebenfalls einen Hinweis auf eine Erkrankung der Schilddrüse sein.

    Zu den weiteren möglichen Symptomen gehören Darmträgheit und Darmüberaktivität. Störungen bei der Entwicklung von motorischen und kognitiven Fähigkeiten bei Kleinkindern müssen keine neurologischen Ursachen haben, sondern können durch eine nicht normgerechte Steuerung durch die Schilddrüse hervor gerufen werden.

    Ständiger Druck und Reiz im Hals ist ebenfalls eines der Anzeichen, die den Arzt dazu bewegen sollten, eine Untersuchung der Schilddrüse durchzuführen. Dafür stehen verschiedene Möglichkeiten vom Labortest über Ultraschall bis hin zu bildgebenden Verfahren mit Kontrastmitteln zur Verfügung. Von ihren Ergebnissen hängt es ab, mit welcher Art der Therapie die Fehlfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann.

    Hypothyreose alias Schilddrüsenunterfunktion

    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, die der Mediziner auch als Hypothyreose bezeichnet, kommt es zu einer Mangelversorgung des Körpers mit Thyroxin und Trijodthyronin. Sie kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein.
    Eine angeborene Schilddrüsenunterfunktion wird heute durch die Standarduntersuchungen bei Säuglingen sehr früh erkannt. Sie lässt sich durch einen einfachen Bluttest nachweisen. Statistiken gehen davon aus, dass es bei zehntausend Neugeborenen zwei Betroffene gibt. Wird der Hormonmangel nicht behandelt, fällt das Baby dadurch auf, dass die typische Neugeborenengelbsucht länger dauert, und dass sie ein deutlich über dem Durchschnitt liegendes Schlafbedürfnis haben. Auch optische Abweichungen des Gesichts von der „Norm“ sind sehr bald zu beobachten. Im weiteren Verlauf sind Verzögerungen beim Wachstum und Störungen der geistigen Entwicklung auffällig.

    Erste Anzeichen einer angeborenen Schilddrüsenunterfunktion sind Antriebslosigkeit und Minderungen der Leistungsfähigkeit. Menschen mit dieser Erkrankungen tendieren auch zum schnellen Frieren, da die Schilddrüse auch für die Steuerung der Körpertemperatur zuständig ist. Der Appetit lässt nach und es zeigen sich Minderungen in der Gedächtnisleistung. Ist die Schilddrüsenunterfunktion stärker ausgeprägt, kann es auch zu vorübergehenden oder dauerhaften Depressionen kommen.

    Weitere Hinweise auf eine Schilddrüsenunterfunktion sind Verstopfungen, ein niedriger Blutdruck sowie ein verlangsamter Puls. Eine durch mangelnden Sport oder eine Umstellung nicht zu erklärende Gewichtszunahme könnte ebenfalls ein Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

    Die Diagnostik ist mit der Kombination aus bildgebenden Verfahren und Laboruntersuchungen möglich. Eine Therapie der Schilddrüsenunterfunktion ist recht einfach durch die Verabreichung von Thyroxin in Tablettenform möglich. Diese sind gut verträglich und weisen bei einer optimalen Anpassung der Dosis kaum nennenswerte Nebenwirkungen auf. Diese Anpassung setzt jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen voraus.

    Hyperthyreose alias Schilddrüsenüberfunktion

    Entdeckt wurde die Schilddrüsenüberfunktion als Erkrankung bereits zum Ende des 18. Jahrhunderts durch Paul Julius Möbius. Andere Wissenschaftler hatten zwar vor ihm die Symptome beschrieben, die Schilddrüse jedoch nicht als Ursache dafür ausgemacht. Inzwischen sind sie nach dem ICD-10-Standard unter den Kennziffern E 05.0 bis E 05.9 nach verschiedenen Kriterien klassifiziert worden.

    Dabei wird eine Unterscheidung der Schilddrüsenüberfunktion einerseits nach den Ursachen und andererseits nach dem Grad der Ausprägung vorgenommen. Zu den häufigsten Gründen zählen Autoimmunreaktionen. Tumore in der Schilddrüse selbst können ebenfalls zu einer Überfunktion der Schilddrüse führen. Außerdem kann diese als begleitendes Symptom eines bösartigen Tumors an anderen Stellen des Körpers auftreten. Eine weitere häufig ausgemachte Ursache einer Schilddrüsenüberfunktion sind chronische entzündliche Prozesse. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion durch eine zu stark gewählte Dosierung bei der Therapie einer Schilddrüsenunterfunktion ausgelöst werden können. Beim Schweregrad wird die Hyperthyreose in die latente, die subklinische und die manifeste Schilddrüsenüberfunktion unterteilt. Die schwerste Form ist die tyreotoxische Krise, die bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen führt.

    Die typischen Anzeichen einer Schilddrüsenüberfunktion sind eine ständige innere Unruhe, Auffälligkeiten bei der Amplitude des Blutdrucks sowie eine sonst nicht zu erklärende Schlaflosigkeit. Auch Hitzewallungen und eine starke Gewichtsabnahme trotz steigenden Appetits können Anzeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse sein.

    Die Diagnose erfolgt über Blutanalysen, Erfassen der Symptome und verschiedene bildgebende Verfahren, die zum Teil mit der Hilfe von Kontrastmitteln arbeiten. Die Palette der möglichen Therapien reicht von der Gabe von Medikamenten über operative Eingriffe bis hin zur Radiojodtherapie. Sie wird immer auf die jeweils für die Schilddrüsenüberfunktion ermittelte Ursache abgestellt.

    Das tägliche Leben mit Schilddrüsen Erkrankungen

    Wie sich das Leben mit den Schilddrüsen Erkrankungen gestalten lässt, hängt immer von deren Art und Ursache ab. Grundsätzlich werden sechs verschiedene Erkrankungen klassifiziert. Dazu zählen Störungen der Funktionalität und der Autonomie des Organs genauso wie Entzündungen, Veränderungen der Organgröße und -struktur sowie Struma. Die gefährlichste aller möglichen Formen ist der Schilddrüsenkrebs.

    Ist die Schilddrüse stark vergrößert und bildet einen Kropf, dann wird vom Struma gesprochen. Hier kann mit einer Gabe von jodhaltigen Präparaten gegengesteuert werden. Dabei bildet sich der Kropf meistens wieder zurück. Ist er akut vorhanden, kann das sogar bis zur Beeinträchtigung der Atmung und/oder der Stimme führen. Deshalb wird von großen körperlichen Anstrengungen abgeraten.

    Bei der Bildung von Knoten kommt es darauf an, ob es sich um „kalte“ oder „heiße“ Knoten handelt. Gehen von „kalten“ Knoten keine Beeinträchtigungen aus, werden sie üblicherweise nur beobachtet, während „heiße“ Knoten zumeist chirurgisch entfernt werden. Die Chirurgie ist auch hilfreich, wenn Schilddrüsenkrebs diagnostiziert wird. Je früher dieser erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Ob zusätzlich zur Entfernung der Tumore Strahlentherapien oder Chemotherapien angesetzt werden, hängt immer davon ab, wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist, und ob bereits eine Metastasenbildung eingesetzt hat.

    Die Strahlentherapie ist auch eines der Mittel, mit denen eine Überfunktion der Schilddrüse behandelt werden kann. Eine gründliche Beratung der Patienten ist hier sehr wichtig. Mit moderner Technik ist inzwischen eine Bestrahlung möglich, die auch in größeren Tiefen des Gewebes punktgenau ausgerichtet und dosiert werden kann, so dass sich die damit verbundenen Nebenwirkungen auf ein unvermeidliches Minimum reduzieren lassen. Am einfachsten ist die Behandlung einer Unterfunktion, denn hier lassen sich die Symptome allein mit der Gabe von Thyroxin zumeist vollständig beseitigen.

  • Mit Joghurt Diabetes vorbeugen

    Mit Joghurt Diabetes vorbeugen

    Rund 350 Millionen Menschen weltweit leiden unter Diabetes und diese Zahl steigt jedes Jahr an. Zu viele Menschen ernähren sich falsch und gehen damit ein hohes Risiko ein, an Zucker zu erkranken und mit dieser chronischen Krankheit ihr Leben lang umgehen zu müssen.

    Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler eine erstaunliche Entdeckung gemacht, denn sie haben in Langzeitstudien nachgewiesen, dass der regelmäßige Genuss von Joghurt dabei helfen kann, das Risiko an Diabetes zu erkranken, deutlich zu verringern.

    Joghurt – ein neues Wundermittel?

    Joghurt ist ohne Zweifel sehr gesund, Joghurt kann dabei helfen schlank zu werden und auch schlank zu bleiben, aber wie kann Joghurt effektiv dabei helfen, das Diabetesrisiko zu verringern? Die Wissenschaftler der Universität Harvard haben unter Mitarbeit der Fachzeitschrift BMJ Medicine nachgewiesen, dass schon 28 Gramm Joghurt am Tag ausreichen, das Risiko an Diabetes zu erkranken, um 18 % zu senken. Wer also jeden Tag einen Becher Joghurt isst, der senkt auch die Gefahr an Diabetes zu erkranken.

    Mit einem Joghurtbecher pro Tag ist es aber natürlich nicht getan, denn auch der Rest der Ernährung muss stimmen. Wenig Fett, wenig Zucker, dafür aber viel frisches Obst und Gemüse, Fisch und Geflügel sorgen dafür, dass es erst gar nicht zu Übergewicht kommt, denn Übergewicht ist ein Grund, warum es überhaupt zu Diabetes kommt. Die Forscher haben auch andere Milchprodukte wie Käse und Kefir getestet, aber hier gibt es keinen Hinweis darauf, dass das Risiko Diabetes zu bekommen, durch diese Milchprodukte gesenkt wird.

    Was macht Joghurt so besonders?

    Was macht Joghurt zu einem vorbeugenden Mittel, wenn es um Diabetes Typ 2 geht? Es ist vermutlich die Zusammensetzung, denn das geht aus anderen Forschungen hervor, die schon vor einigen Jahren zu einem ähnlichen Ergebnis kamen. Joghurt enthält viel Kalzium und Magnesium, aber auch ganz spezielle Fettsäuren, die das Risiko an Diabetes zu erkranken, senken können. Dazu kommen probiotische Bakterien und Antioxidanzien, die einen positiven Einfluss haben, wenn es um Diabetes geht.

    Weitere Forschungen zu Diabetes und Jogurt

    Nicht nur Forscher aus den USA haben die Feststellung gemacht, dass ein Joghurtbecher am Tag das Diabetesrisiko senkt, auch eine britische Studie legt diese Vermutung nahe. Die Forscher in England haben in Norfolk eine Studie mit 3.500 Probanden durchgeführt. 750 der Versuchspersonen erkrankten in einem Zeitraum von elf Jahren an Diabetes Typ 2. Die Forscher nahmen anschließend alle Gründe, die zu einer Zuckererkrankung führen können, wie Lebensstil, Übergewicht und Essgewohnheiten aus der Studie raus und konzentrierten sich nur auf die Milchprodukte, die die Teilnehmer der Gruppe in diesem Zeitraum zu sich genommen hatten.

    Sie stellten fest, dass weder Milch noch Magermilch oder Käse einen Einfluss auf die Erkrankung hatten. Anders sah es beim Fruchtjoghurt aus, denn dieser schien einen positiven Einfluss zu haben. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die vier Becher Fruchtjoghurt à 125 Gramm pro Woche gegessen hatten, nicht an Diabetes vom Typ 2 erkrankt waren.