Autor: Andreas Krämer

  • Entspannen wie Robin Hood beim Bogenschießen

    Entspannen wie Robin Hood beim Bogenschießen

    Der englische Held Robin Hood hat nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen tatsächlich gelebt und lebte in den Wäldern des Sherwood Forest. Als Bogenschütze soll er das Bogenschießen wie kein Zweiter beherrscht haben. Er beraubte die Reichen und schenkte einen Teil des Diebesguts den Armen, wodurch er im Verlauf der Zeit zu einer Legende wurde. Heute hat sich das Bogenschießen zu einer beliebten Sportart entwickelt, die sich seelisch und körperlich positiv auswirken kann. Ohne eine ruhige Hand und entspannter Einstellung zum Leben wäre Robin Hood wohl kaum zu einer Berühmtheit geworden.

    Bogenschießen gut für die Gesundheit

    Das Bogenschießen baut Stress ab, entspannt, erhöht die Konzentration und verbessert die Körperhaltung. Ein Bogenschütze muss ruhig sein, sich auf die Zielscheibe konzentrieren und gerade mit festen Füßen auf den Boden stehen. Nur wer entspannt ist, kann den Pfeil sicher ins Gold bringen. Die Muskulatur der Oberarme wird auf Grund der Ziehkraft des Bogens gestärkt.

    Der Einstieg in den Bogensport erfolgt am besten über eine Schnupperstunde eines örtlichen Bogensportvereins. Im Rahmen dieser Schnupperstunde kann man meist feststellen, ob einem das Bogenschießen überhaupt liegt. Für den Einstieg enpfiehlt sich ein Bogen ohne Visier und dieser wird als Blankbogen bezeichnet. Beim Bogen kann zwischen einem Recurvebogen, Compoundbogen, Langbogen, Reflexbogen und weiteren Bogenarten gewählt werden. Die Compoundbögen sind technisch hochgerüstete Bögen, die mit einer Wasserwaage, Zielvorrichtung und weiteren Hilfsmitteln ausgestattet sind, um die Zielsicherheit mit Hilfe der Technik zu erhöhen. Ein echter Bogenschütze verwendet einen Recurvebogen ohne Visier.

    Ein Einsteigerbogen wiegt zwischen 10 und 20 Pfund. Je länger das Bogenschießen betrieben wird, desto höher steigt das Gewicht bzw. kann entscheiden, ob man mit einem leichten, mittleren oder schweren Bogenschießen möchte. In der ersten Zeit empfiehlt sich ein Leihbogen, um ein Gefühl für den Bogensport zu bekommen. Ein eigener Bogen ist allerdings optimal und der Kauf sollte mit Unterstützung eines erfahrenen Bogenschützen oder des Vereinsvorsitzenden erfolgen. Beim Bogenschießen zählen die Pfeile zum Verbrauchsmaterial, welches durchaus sehr teuer werden kann, wenn der Pfeil zu oft ins Holz statt Scheibe trifft oder unauffindbar in der Wiese landet.

    Kurzer Erfahrungsbericht

    Ich bin seit August 2012 als Bogenschütze in einem Schmallenberger Bogensportverein aktiv. Nach drei Jahren kann ich berichten, dass ich ruhiger und entspannter geworden bin, wofür der Bogensport neben Zumba mitverantwortlich ist. Ich habe mit einem 12 Pfund leichten Recurvebogen angefangen und versuchte mit Visier zu schießen, was jedoch nicht klappte und entschied mich beim Blankbogen zu bleiben.

    Heute hat mein eigener Recurvebogen ein Zuggewicht von 32 Pfund. Ich nehme relativ regelmäßig an Turnieren teil und trainiere wöchentlich. Mir macht das Bogenschießen Spaß, weil ich von den gesundheitlichen positiven Aspekten profitiere. Das Vereinsleben steuert allerdings zu einem gewissen Teil ebenso zum Wohlbefinden bei. Wer im Alltag gestress ist oder einfach nur abschalten möchte, dem kann ich den Bogensport sehr empfehlen. Bei der Konzentration auf die Zielscheibe sinkt der Puls, man atmet ruhig und wird generell im Alltag auch ohne Bogen in der Hand entspannter.

    Bild: © Depositphotos.com / lightpoet

  • Neue Diätpille soll den Körper austricksen

    Neue Diätpille soll den Körper austricksen

    Eine neue Diätpille soll dazu beitragen das steigende Problem des Übergewichts in den Industrieländern zu lösen. Die Forscher des Salk-Institute for Biological Studies in La Jolla unter der Leitung von Sungsoon Fang haben eine spezielle Diätpille entwickelt, die dem Körper einen Kalorienkonsum vortäuscht und auf diese Weise ein Gewichtszunahme verhindern soll.

    Imaginäre Mahlzeit

    Nach Angaben von Ronald Evans vom Salk-Institute sei die Diätpille wie eine imaginäre Mahlzeit. Die Diätpille würde die gleichen Signale senden wie als wenn eine Menge gegessen wird. Im Anschluss würde der Körper damit beginnen Platz zu schaffen, damit die vermeintliche Nahrung gespeichert werden kann. Wie das Forscherteam berichtet, seien in der Pille keine Kalorien enthalten und sie habe keinen Einfluss auf das Appetitverhalten. Das Protein mit der Bezeichnung Farnesoid X Rezeptor (FXR) zeichnet sich hauptverantwortlich für diese Wirkung und wird aktiv sobald eine Mahlzeit eingenommen wird. Der FXR-Rezeptor spielt eine große Rolle bezüglich der Freisetzung von Gallensäure aus der Leber, der Essens-Verdauung, der Speicherung von Fetten und Zucker.

    Diätpille – Geringe Nebenwirkungen und erhöhte Fettverbrennung

    Das Medikament weist nach Angaben der Forscher nur eine geringe Anzahl Nebenwirkungen auf. Andere Diätmittel beinhalten bereits den FXR-Rezeptor, der die Fettverbrennung startet, aber zugleich das Protein ebenfalls außerhalb des Verdauungssystems aktiv schalten. Die Folge sind gefährliche Nebenwirkungen. Das Forscherteam versichert, dass ihre Diätpille im Darm verbleibt und nicht ins Blut gelangen würde, wodurch die Nebenwirkungen auf ein Minimum reduziert werden sollen.

    Als Basis für das Abnehm-Medikament veränderten die Wissenschaftler das Gerüst der Diätpille und setzten dabei auf den selbstentwickelten Wirkstoff Fexaramin. Bei Versuchen mit Mäusen wurde eine schonendere Wirkung festgestellt, da das Medikament im Darm blieb und keine Ausbreitung im gesamten Körper erfolgte. Fettleibige Mäuse erhielten fünf Wochen lang täglich eine Fexamarin-Pille in deren Folge die Fettverbrennung gesteigert und Fett abgebaut wurde. Neben dem Fettabbau wurde eine Senkung des Blutzucker- und Cholesterinspiegels festgestellt. Die Körpertemperatur der Mäuse stieg und deutete auf einen verstärkten Stoffwechsel hin verbunden mit einer erhöhten Fettverbrennung.

    Klinische Studien in Vorbereitung

    Das Forscherteam testete die Diätpille bislang nur an Mäusen, aber es befinden sich mittlerweile klinische Studien in Vorbereitung in deren Rahmen das Medikament an Menschen unter ärztlicher Aufsicht getestet werden soll. Die Studien sollen die Wirksamkeit des Wirkstoffs Fexamarin auf Übergewicht und weitere Stoffwechselkrankheiten testen. Im Idealfall soll die Diätpille im Rahmen einer Diät unter Aufsicht eines Arztes eingesetzt werden.

    Nach Abschluss der klinischen Studien am Menschen dürfte es nur noch wenige Jahre dauern, bis die Diätpille auf den Markt kommen könnte. Das Übergewicht (Adipositas) hat sich zu einem erheblichen Problem in den USA, Europa, Asien und weiteren Regionen der Welt entwickelt. Vor allem die Industrieländer sind davon betroffen und versuchen das Problem durch staatliche Sport- und Fitnessprogramme zu lösen.

    Die Gründe für die steigende Zahl Übergewichtiger sind Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung und der Genuss kalorienhaltiger Getränke wie Cola. Die Folgen des Übergewichts sind Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten, welche die Gesundheitssysteme der betroffenen Länder mit steigenden Milliardenkosten belasten.

    Bild: © Depositphotos.com / zaretskaya

  • Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Je mehr Sex desto stärker das Immunsystem

    Das amerikanische Kinsey Institute an der University of Indiana stellte in einer Studie fest, dass ein aktives Sexualleben das Immunsystem stärken kann. Wie die Forscher herausfanden, löst sexuelle Aktivität körperliche Veränderungen aus. Die Möglichkeit schwanger zu werden erhöhe sich und ein aktives Sexualleben trage zu einem gesunden Immunsystem bei.

    Sex wirkt sich auf Immunsystem aus

    Nach Angaben der Studienautorin Tierney Lorenz sei der Körper des Menschen auf Fortpflanzung fixiert und bisher war nur wenig darüber bekannt, wie sich Sex auf den Gesundheitszustand auswirkt. Im Rahmen der Studie wurden 30 Frauen in zwei Gruppen aufgeteilt, wovon eine Gruppe sexuell aktiv war. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Frauen, die sich für ein abstintentes Leben entschieden hatten. Bei den Typ 2 T-Helferzellen wurden bei der sexuell aktiven Frauengruppe eine stärkere Veränderung festgestellt und dies betraf auch die Proteine der Zellen. Die T-Helferzellen sind hauptverantwortlich für die Immunabwehr des Körpers und zerstören Mikroben.

    Die Immunglobuine sind Antikörper, die im Mittelpunkt bei der Abwehr des Körpers gegen Eindringlinge von außen stehen. Gegen äußerliche Eindringlinge kämpft die Typ T1-Helferzellen, während Typ 2 dieser Zellen die Aufnahme von Eindringlingen unterstützt. Zu den gewünschten Eindringlingen zählt zum Beispiel Sperma und sich in Entwicklung befindliche Embryonen. Der Körper würde Sperma und Embryonen als Gefahr betrachten und eine Abstoßung veranlassen, wenn die Typ 2 T-Helferzellen nicht existieren würden. Eine Schwangerschaft wäre dann auf keinen Fall möglich.

    Bessere Vorbereitung auf Schwangerschaft

    Bei den sexuell aktiveren Frauen stellte die Studie eine bessere Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft fest. Regelmäßiger Sex erhöht dem Studienergebnis zufolge die Chance schwanger zu werden. Bisher war die Forschung der Ansicht, dass Paare nur zu bestimmten Zeiten den Beischlaf vollziehen müssen, um die Möglichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Basierend auf den Ergebnissen der Studie wird Paaren nun dazu geraten regelmäßig Sex zu haben. In der so genannten Lutealphase, auch als Sekretionsphase bezeichnet, verzeichneten die Forscher in der Studie bei den sexuell aktiven Frauen eine höhere Zahl an Typ 2 T-Helferzellen. Die Sekretionsphase erfolgt kurz vor dem Eisprung und der Anstieg der Anzahl der Typ 2 T-Helferzellen führt dazu, dass der Körper sich besser auf eine Schwangerschaft vorbereiten kann. Die abstinent lebenden Frauen erlebten der Studie zufolge keine Veränderung in ihrer Immunabwehr.

    Wie die Studienautorin berichtet, würde sich das Immunsystem sich dem Sozialverhalten anpassen, weshalb es als ein proaktives System bezeichnet werden kann. Das Immunsystem würde auf externe Signale reagieren, wozu etwa das Sozialverhalten und Umwelteinflüsse zählen.

    Auf Basis der Ergebnisse der Studie kann ein aktives Sexualleben sich also positiv auf die Gesundheit und vor allem dem Immunsystem auswirken. Wer regelmäßig Sex hat, profitiert von positiven Effekten einer verstärkten Immunabwehr und Frauen erhöhen zugleich die Chance schwanger zu werden. Ein Leben ohne Sexualkontakt hingegen könnte langfristig schlechte Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Denn einige Studien haben ergeben, dass bei wenigen oder kein Sex sich das maximale Lebensalter verkürzen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • Sportsucht – Sport kann sich zu einer Sucht entwickeln

    Sportsucht – Sport kann sich zu einer Sucht entwickeln

    Eine sportliche Betätigung kann sich zu einer Sportsucht entwickeln, wenn über ein bestimmtes Maß hinaus Sport betrieben wird und zwar nicht mehr aus Freude, sondern Zwang an der Bewegung. Von einer Sportsucht betroffen sind Forschungen zufolge besonders Menschen, die an einer Essstörung leiden und aus diesem Grund zu sportlich aktiv sind. Wenn jemand an einer Sportsucht leidet, kann es im schlimmsten Fall soweit gehen, dass der Betroffene sogar Verletzungen ignoriert und weiter wie ein Drogenabhängiger agiert, der nach seiner nächsten Dosis verlangt. Gesunde Menschen bewegen sich mit Freude, sei es Radfahren, Zumba, Joggen oder Schwimmen.

    Sportsucht – Läufer stark betroffen

    In den meisten Fällen sind Läufer von einer Sportsucht betroffen, weil sie sich schlecht fühlen, sobald sie sich nicht mehr bewegen und dies resultiert in einem Kontrollverlust. Die Betroffenen denken den Tag über nur über ihren nächsten Lauf nach und geben den Gedanken oft nach. Die Sportsucht wird der Verhaltenssucht und nicht den stoffgebundenen Süchten, wie Rauchen oder Alkoholsucht zugeordnet.

    Dramatische Folgen

    Die Folgen für die Sportsüchtigen können dramatisch ausfallen. Sie schränken ihre sozialen Kontakte ein und können sogar ihren Job verlieren. Die Konsequenz dieses Verhaltens sind Reizbarkeit, Schlafstörungen und Depressionen auf Grund des Sport-Entzugs. Bei vielen Menschen, die an einer Sportsucht leiden, gehen mit der Zeit die Freunde verloren, Beziehungen und die Ehe kaputt. Der Fokus ihres Lebens ist auf den Sport ausgelegt und kann bei ausbleibender Behandlung durch einen Facharzt, wie einen Psychologen, zu einer schweren seelischen Krise führen. Vor allem bei Menschen, die ein geringes Selbstwertgefühl haben und bei denen alles perfekt sein muss, sind von dem Risiko der Sportsucht bedroht. Beim Sport kommt es zur Ausschüttung des Glückshormons Endorphin, wodurch sich der Körper in einem Rauschzustand befindet und auch einer der Auslöser für die Sucht nach der nächsten sportlichen Dosis sein soll, aber diese These gilt in der Forschung als umstritten.

    Zwei Formen der Sportabhängigkeit

    In der Wissenschaft wird zwischen einer primären und sekundären Sportsucht unterschieden. An der primären Sportabhängigkeit leiden in Deutschland kaum mehr als ein Prozent. Die sekundäre Sportsucht ist hingegen am stärksten verbreitet und basiert auf einer Grunderkrankung. Zu dieser Grunderkrankung zählen Essstörungen, Zwangsverhalten, Magersucht, Bolimie und eine gestörte Körperwahrnehmung. Der Sport hat bei Betroffenen die Aufgabe zwangsweise Kalorien zu verbrauchen verbunden mit einer Gewichtsreduzierung.

    Eine Therapie kann Sportsüchtigen helfen ihre Krankheit zu besiegen, indem ihnen vermittelt wird das Sport gesund ist und nicht nur das Ziel hat Kalorien zu verbrennen oder das Gewicht zu reduzieren. Der Sport kann das Selbstwertgefühl steigern und das eigene Körpergefühl verbessern.

    Von Fachleuten wird empfohlen eine Therapie zu beginnen, die aus einer Verhaltenstherapie und Psychoanalyse besteht. Das Ziel der Therapie ist es den Sportsüchtigen zu vermitteln, dass der Sport nicht der zentrale Schwerpunkt und Thema des eigenen Lebens sein muss. Das Leben bietet mehr als Sport und kann interessanter werden, wenn Betroffene wieder zu einem gesunden Maß an sportlicher Bewegung zurückfinden.

    Bild: © Depositphotos.com / Maridav

  • Neue Trendsportart Soulcycle erobert New York und die USA

    Neue Trendsportart Soulcycle erobert New York und die USA

    Die Stadt die niemals schläft nennt sich New York und trägt ihren Namen zurecht, denn hier pulsiert das Leben wie sonst in keiner anderen Metropole auf der Welt. In der Metropole erlebt derzeit die Trendsportart Soulcycle ihren Höhepunkt. Vor 9 Jahren bereits wurde von den Fitnesstrainerinnen Julie Rice und Elizabeth Cutler das erste Fitnesscenter eröffnet. Sie zeichnen für die Erfindung von Soulcycle verantwortlich.

    Soulcylce – Mix aus Spinning, Party und Chillen

    Bei Soulcycle handelt es sich um eine Trendsportart, die Spinning mit Partyatmosphäre, fetziger Musik und Entspannung verbindet. Die Teilnehmer zahlen pro Trainingseinheit einen stolzen Preis von umgerechnet 35 Euro und zirka 4 Euro für Leihschuhe sowie die gleiche Leihgebühr für Wasserflaschen. Das Spinning ist ein Cardio-Workout auf einem speziellen Fahrrad, welches fest auf seinem Platz steht und sich nicht wie ein normaler Drahtesel auf einer Strasse fortbewegt. Im Rahmen einer Trainingsstunde Soulcycle wird zu bekannten und unbekannten Songs in die Pedale getreten. Die Trainerin gibt den Takt vor, bewegt ihren Körper nach der Musik und im weiteren Verlauf kommen Hanteln hinzu. Auf dem Rad werden unter anderem Liegestützen gemacht. Die Arme werden mit den Hanteln trainiert, während zugleich weiter fleißig in die Pedale getreten wird. Gefahren wird dabei in Höchstgeschwindigkeit, so schnell wie die Teilnehmer können. In die Ruhephase gelangt Soulcycle nach rund 30 Minuten, wo die Radler aufgefordert werden langsamer in die Pedale zu treten und ihren Kopf zu befreien. Begleitet von ruhiger Musik lassen die Teilnehmer ihre Seele baumeln. Das Leben der Kunden soll mit Soulcycle verändert werden und die steigende Teilnehmerzahl spricht für das Fitnesskonzept.

    Börsengang geplant

    Im Jahr 2014 konnte Soulcycle einen Gewinn von 25 Millionen US-Dollar erzielen und plant nun den Börsengang. Seit der Gründung wurden landesweit in den USA über 40 Filialen eröffnet in denen Teilnehmer unter Leitung eines erfahrenen Trainers in die Pedale treten, begleitet von fetziger, stimmungsvoller und ruhiger Musik verbunden mit einer Entspannungseinheit in der Hälfte des 60 Minuten dauernden Cardio-Workout bei dem vor allem die Arme, Beine, Muskeln und Gelenke trainiert werden.

    Das Fitnesskonzept hat Deutschland noch nicht erreicht, aber in vielen Fitnessstudios werden Spinning-Kurse gegeben, die ebenfalls mit Musik laufen und steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen. Was bei diesen Spinning-Kursen fehlt, ist die halbstündige Entspannungsphase, wie bei Soulcycle. Wenn Soulcycle in andere Länder expandieren sollte, dann dürfte es nicht mehr lange dauern bis die neue Trendsportart auch Deutschland erreichen wird. Wie Zumba dürfte Soulcycle dann Millionen Fans auf dem gesamten Globus zählen.

    Die hohen Kosten von umgerechnet rund 35 Euro pro Teilnahme plus Leihgebühren für Schuhe und Wasserflaschen dürften hierzulande allerdings viele Normalverdiener abschrecken, außer die Betreiber von Fitnesscentern bieten Soulcycle-Kurse im Rahmen ihrer monatlichen Mitgliedsgebühr an. Die Fitnesskonzepte, welche Sport mit Musik und Party verbinden, sind nicht immer erfolgreich, wie zum Beispiel das Tanzfitness-Workout Bokwa, dass im Vergleich zu Zumba bislang nur ein Nischendasein führt und eine eher überschaubare Fangemeinde zählt.

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  • MRSA und multiresistente Keime treten seltener auf

    MRSA und multiresistente Keime treten seltener auf

    Nach einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) werden die gefährlichen MRSA-Keime in Deutschland immer seltener. Jedes Jahr werden bis zu 6000 Sterbefälle registriert, die auf multiresistente Keime als Ursache zurückzuführen sind. Seit sieben Jahren analysieren die Forscher der RKI die Weiterentwicklung des Bakteriums mit denen sich Menschen vor allem in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Arztpraxen infizieren können.

    Auswertungen zu multiresistenten Keimen

    Die Auswertung des RKI zu den multiresistenten Keimen basierte auf Daten von 7000 Arztpraxen und rund 500 Krankenhäusern. Im Jahr 2014 stellten die Forscher einen laufenden Rückgang der Resistenzrate des häufigsten multiresistenten Erregers MRSA fest. Bei VRE (Vancomycin-resistente Enterokokken) wurde eine gleichbleibendes Niveau der Resistenz festgestellt, aber noch immer liege der Wert über dem Durchschnitt anderer Länder Europas. Eine minimale und dennoch laufend steigende Resistenzrate verzeichneten die Wissenschaftler bei Erregern wie dem ESBL (Beta-Lactamase produzierende Enterobakterien), die sich immer stärker verbreiten.

    Multiresistente Keime passen sich an

    Auf Antibiotika reagieren die multiresistenten Keime nur noch in einem geringen Umfang oder überhaupt nicht mehr. Nach Angaben des RKI entwickeln MRSA und andere Erreger effektive Strategien in deren Rahmen die Wirkmechanismen der Arzneimittel deaktiviert werden. Die ESBL-Keime finden sich vor allem Magen-Darm-Bereich und verfügen über Enzyme, die gegenüber einem Großteil der verfügbaren Antibiotika-Klassen immun sind. Beide Keimarten MRSA und ESBL sind für die Mehrzahl der schwersten Infektionsfälle in Kliniken verantwortlich. Der Grund für die erhöhte Verbreitung der resistenten Keime ist bis heute ungeklärt. Das RKI vermutet die Nahrungsaufnahme als Ursache und ESBL sei in Hühnchen aus Supermärkten gefunden worden.

    Die Experten des Instituts empfehlen auf Grund der Befunde eine strikte Trennung von Fleisch und Rohkost während der Zubereitung.

    Warnung vor gefährlichen Keimen seit Jahren

    Die Wissenschaft warnt schon seit Jahren vor der Gefährlichkeit multiresistenter Keime und verweist in diesen Zusammenhang auf einen dramatischen Vergleich. Bei ausbleibenden Gegenmaßnahmen könnten künftig mehr Menschen an MRSA, ESBL und anderen Keimen sterben als durch Krebs. Die deutsche Politik erkannte zwar mittlerweile die Gefahr und stellte einen 10-Punkte-Plan auf, aber die hochriskanten Erreger konnten noch nicht verbannt werden. Der Plan beinhaltet auch eine Meldepflicht klinischer Einrichtungen, wenn Keime festgestellt werden, die einen sehr hohen Grad an Gefährlichkeit aufweisen.

    Die Antibiotika-Resistenzen legen auf der ganzen Welt zu und einer der Hauptgründe dafür sei wissenschaftlichen Forschungen zufolge vor allem der nicht sachgemäße Einsatz von Antibiotika. Im Kreuzfeuer der Kritik stehen in erster Linie Allgemeinmediziner, die zu leichtfertig antibiotische Arzneien verordnen würden.

    MRSA – Verschärfte Hygienevorschriften

    Im Kampf gegen MRSA setzen die Krankenhäuser in Deutschland und weltweit verstärkt auf Hygiene. Die Hygiene-Vorschriften sind verschärft worden in deren Rahmen das Personal dazu verpflichtet wird, sehr sorgfältig und hygienisch zu arbeiten. Zum Beispiel müssen nach einer Visite oder Untersuchung eines Patienten die Hände gründlich gereinigt werden. Generell muss das Pflegepersonal in den Kliniken und Krankenhäusern auf eine saubere Umgebung achten. In den Fluren und Zimmern müssen vor allem die Türklinken, Wasserhähne und Betten gründlich mit starken Desinfektionsmitteln gereinigt werden, um eine Verbreitung von MRSA und Infektionen zu verhindern.

    Bild: © Depositphotos.com / fffranzzz