Autor: Andreas Krämer

  • Gesünder leben mit Chia-Samen & Co.

    Gesünder leben mit Chia-Samen & Co.

    Das Leben wird in der heutigen Zeit vor allem durch den Konsum bestimmt und die günstigen Preise in den Supermärkten verlocken dazu leckere kalorienreiche Nahrungsmittel wie Nougatringe, Nutella, Plätzchen, Steaks oder Fertiggerichte zu kaufen. Auf die Gesundheit wirken sich solche und ähnliche Gerichte mit suboptimaler Nährstoffbilanz auf Dauer negativ aus. Eine Umstellung auf gesunde alternative Lebensmittel bringt für den Körper langfristig positive Erfolge, vor allem in Bezug auf das Gewicht und dem seelischen Wohlbefinden.

    Chia-Samen – Powerfood aus Mexiko

    Das südamerikanische Volk der Maya hat schon gesund gelebt, indem sie Chia-Samen in ihren täglichen Ernährungsplan aufgenommen haben. Vor allem die Boten profitierten von dem hohen Nährstoffgehalt der Chia-Samen. Im Magen quellen die Samen auf und halten das Hungergefühl für drei bis fünf Stunden auf Abstand. Heute sind Chia-Samen als Powerfood bekannt und werden mittlerweile überall angeboten. Bei Rossmann, DM und einigen Supermarktketten sind die gesunden Samen für weniger als 10,00 Euro für eine 350 bis 500 Gramm Packung zu haben. Eine Ernährungsumstellung sollte die Chia-Samen beinhalten. Denn in ihnen stecken die wertvollen Inhaltsstoffe Kalzium, Kalium, Eisen, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren mit denen der Körper gesund ernährt wird. Der Kalziumgehalt ist 500 mal höher als in Milch und die Verdauung anderer Lebensmittel wird in Verbindung mit Chia-Samen erleichtert.

    Wer die Nährstoffbomben in Wasser aufweicht, wird deren hohe Wasseraufnahme bemerken, weshalb sie sich optimal für eine Regulierung des Wasserhaushalts eignen. Bei sportlichen Aktivitäten wirken die Chia-Samen wunderbar als Energielieferant und sind dazu noch glutenfrei. Geeignet sind die mexikanischen Powersamen zur Ernährungsumstellung, Wundheilung, Linderung von Gelenkschmerzen, Diabetes, Gewichtsreduzierung, Sodbrennen und vielen weiteren Problemen. In Wasser aufgequellt eignen sie sich als Eiersatz beim Backen. Ein Chia-Pudding ist sehr lecker und entsteht indem die Samen in eine Schüssel Milch gelegt werden. Nach rund fünf Stunden sind sie fest geworden und haben einen gesunden Pudding als Alternative zu industriellen Puddingcremes aus der Tüte gebildet.

    Dinkel statt Weizenmehl

    Eine Alternative zu klassischem Mehl stellen Dinkel und Leinsamen dar. Das Dinkelkorn zählt zu den Spelzgetreiden und ist eine Weizenart. In Ägypten wurde der Dinkel im Altertum angebaut und fand dann Verbreitung bis nach Europa. Die berühmte Heilerin Hildegard von Bingen schwörte auf das Dinkelkorn und empfahl des allen Menschen in jeder Lebenslage als ein gesundes Nahrungsmittel.

    Im Vergleich zum Weizenmehl der Type 405 oder 450 enthält Dinkelmehl deutlich mehr Mineralstoffe. Neben den Mineralstoffen ist der Anteil an Spurenelementen ebenfalls höher. Der starke Kieselsäure-Gehalt wirkt sich zudem positiv auf das Hautbild aus. Der Gehalt an Vitamin B1, B2, B3, B6 und E ist anteilig höher als beim Weizenmehl. Zur Vorbeugung vor Krankheiten eignet sich das Dinkelkorn und Dinkelmehl, vor allem weil die enthaltenen Fettsäuren, Nährstoffe und Aminosäuren qualitativ sehr hochwertig sind. Auf die Stimmung wirkt sich Dinkel positiv aus und dafür verantwortlich ist eine spezielle Aminosäure. Die körperliche und geistige Leistung kann durch den Verzehr von Dinkel nachhaltig gesteigert werden. Der Verzicht auf Weizenmehl und Dinkel als Alternative ist ein Gewinn für die Gesundheit.

    Eine Ernährungsumstellung, in welcher Chia-Samen und Dinkelmehl in den Ernährungsplan aufgenommen werden, wirkt sich langfristig positiv auf das gesundheitliche Wohlbefinden aus. Es gibt wunderbare Rezepte für leckere Gerichte aus Dinkel und Chia-Samen mit denen der Speiseplan bereichert werden kann.

    Bild: © Depositphotos.com / al1962

  • Koffein am Abend schlecht für innere Uhr

    Koffein am Abend schlecht für innere Uhr

    Nach einer Studie des britischen Medical Research Laboratory of Molecular Biology und der University of Colorado kann sich ein abendlicher Kaffee negativ auf die innere Uhr des Menschen auswirken. Wie die Forscher herausfanden, wird der Takt der Uhr beeinflusst und würde nicht mehr korrekt laufen. Das Koffein im Kaffee trägt die Hauptverantwortung für diesen Effekt.

    Innere Uhr als Taktgeber

    Die innere Uhr wird auch zirkadianer Rhythmus genannt und befindet sich in jeder Zelle des Körpers. Sie wirkt sich auf die Gene zu verschiedenen Zeiten aus verbunden mit dem Ziel, dass wir Menschen uns dem täglichen Ablauf von Tag und Nacht anpassen können. Das Hormon Melatonin arbeitet mit einem bestimmten Auslöser und wird aktiv, sobald zum Beispiel es draußen dunkler oder das Licht gedimmt wird. Wenn dieser Ablauf gestört sein sollte, wie etwa durch Schichtarbeit oder Jetlag, kann dies zu ungewollten Schlafzuständen führen und als Konsequenz können sogar Krankheiten drohen. Als Krankheiten können Alzheimer, Herzerkrankungen, Diabetes Typ 2 und psychische Krankheitsbilder ausgelöst werden.

    Koffein – Doppelter Espresso dreht Uhr zurück

    Beim Trinken eines doppelten Espresso drei Stunden vor dem Schlafengehen, wird die innere Uhr zurückgedreht und die Ausschüttung von Melatonin verzögert. In den USA schlafen den Zahlen des CDC zufolge 25 Prozent der US-Bevölkerung nicht ausreichend genug und zirka 10 Prozent seien von chronischer Schlaflosigkeit betroffen. Die Studienteilnehmer sind einem hellen bzw. gedimmten Licht ausgesetzt worden. Die zirkadiane Phase kann durch helles Licht und dazu zählt auch der Stoff Koffein verlängert werden. Drei Stunden vor ihrer Bettruhe mussten die Teilnehmer das Gegenstück eines doppelten Espresso oder ein Placebo einnehmen. Am nächsten Tag wurde ihr Speichel analysiert, um festzustellen welche Menge Melantonin der Körper produziert hat. Der Melatonin-Spiegel stieg bei den Teilnehmern rund 40 Minuten später an, die Koffein erhalten hatten. Bei Placebo-Teilnehmern stieg der Melatonin-Level normal an.

    Labortest zur Bestätigung

    In einem Labortest versetzten die Forscher zur Untermauerung der Ergebnisse menschliche Zellen mit Koffein. Als Folge wurde die gleiche zeitliche Veränderung in der inneren Uhr verzeichnet. Das Koffein zeigte eine direkte Auswirkung auf die Adenosin-Rezeptoren, die in jeder Körperzelle vorhanden sind. Eine Erhöhung des gewichtigen intrazellularen Botenstoffs zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP) wurde festgestellt.

    Basierend auf dem erlangten Wissen durch die Studie könnte den Forschern zufolge eine Behandlungsmethode zur Minimierung des Jetlag entwickelt werden. Nach langen Flügen fühlen sich viele Menschen wegen der Zeitverschiebung schlecht, weil die innere Uhr sich erst auf den neuen Zeitrhythmus im Reiseland einstellen muss. Erst nach zwei bis drei Tagen oder länger hat sich der Körper akklimatisiert und der Reisende kann seinen Urlaub zum Beispiel in den USA genießen.

    Als Fazit der Studie sollte auf den Genuss von Koffein in den Abendstunden verzichtet werden, um einen schlechten Schlaf vorzubeugen. Der Verzicht auf einen abendlichen Kaffee, Cappuccino oder Espresso kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken und das Auftreten von Krankheiten verhindern.

    Bild: © Depositphotos.com / pmakin

  • Startup Kukimi mit gesundem Diätkonzept auf Erfolgskurs

    Startup Kukimi mit gesundem Diätkonzept auf Erfolgskurs

    Das Startup Kukimi mit seinen drei Gründern Daniel Verst (CEO), Laurent Kaestli (COO) und Laura Kroth haben ein Diät-Konzept entwickelt mit dem vor allem Zeit bei der Zubereitung von Gerichten gespart werden kann. Das Berliner Unternehmen bietet gesunde Speisen für das eigenentwickelte Diät-Programm an. Geliefert wird das Programm direkt nach Hause zum Kunden im Form abgepackter Gerichte. Die Speisen befinden sich in so genannten »Aroma-Beuteln«, wie Kukimi selbst schreibt. Der Geschmack und die Nährstoffe bleiben Firmenangaben zufolge durch die Beutel in den Gerichten erhalten. Zur Zeit arbeiten fünf Mitarbeiter für das Unternehmen und Mitgründerin Laura Kroth verließ Kukimi im Januar.

    Kurze Garzeit

    Die leckeren gesunden Gerichte sollen in nur 9 Minuten fertig gekocht auf dem Tisch stehen. Der Kunde muss dafür den Beutel nur in ein heißes Wasserbad legen und dies bedeutet einen sehr geringen Zeitaufwand. Der mininale Zeiteinsatz dürfte vor allem Kunden ansprechen, die wegen ihrer Arbeit zeitlich stark eingebunden sind und keine Zeit haben ein Mittagessen zuzubereiten.

    Kukimi – Start im Jahr 2014

    Gegründet wurde Kukimi im letzten Jahr von der Firma Atlantic Internet, die sich auf Neugründungen spezialisiert hat und dem erfolgreichen Unternehmer Christopher Maire gehört. Das innovative Startup erhielt nun 500.000 Euro über Atlantic Labs (neuer Name von Atlantic Internet) vom High-Tech-Gründerfonds (HTGF), Seedcamp und dem Business Angel Lars Dittrich. Die Gesamtsumme beläuft sich im siebenstelligen Bereich und soll in die Expansion, Produktentwicklung und Marketing investiert werden.

    Vier Diätprogramme zur Auswahl

    Der Kunde kann auf der Internetseite von Kukimi unter www.kukimi.de zwischen den vier Diätprogrammen Classic, Vegan, Fitness und Kennenlernen wählen. Wenn zum Beispiel die Fitness-Diät ausgewählt wird, belaufen sich die Kosten auf 102,20 Euro pro Woche und entspricht 7,20 Euro pro Gericht. Das Kennenlernpaket kostet wöchentlich 99,95 Euro und beinhaltet wie alle anderen Diätprogramme jeweils 14 Gerichte. Als Laufzeit sind beim Kennenlernpaket maximal zwei Wochen wählbar. Bei der Classic-Diät, Vegan-Diät und Fitness-Diät sind es ein bis vier Wochen. Der Preis wird umso günsiger je mehr Gerichte auf einmal geordert werden. Zur Auswahl stehen insgesamt 20 Gerichte.

    Die Fertiggerichte werden mit Sous-vide-Technik zubereitet. Bei diesem Verfahren werden alle Zutaten unter Vakuum gegart, in Kunststofftüten verpackt und anschließend postalisch zum Kunden versendet. Das Angebot soll in nächster Zeit um Paleo- und Detox-Gerichte erweitert werden.

    Die Kosten für die Diätprogramme sind relativ hoch, weshalb sich diese effektive Diät nur Personen mit entsprechendem Einkommen leisten können. Je stärker die Nachfrage ist desto eher dürften die Preise sinken und Kukumi auch für Kleinverdiener erschwinglich werden.

    Erfolge

    Auf der Webseite von Kukimi können Erfolge von Kunden nachgelesen werden, die mit den Gerichten des Unternehmens ihr Leben verändert und abgenommen haben. Eine Kundin berichtet, dass sie ohne Hungergefühl 5,5 Kilogramm verloren habe und die Schauspielerin Judith Hoersch zeigt begeistert, weil Kukimi ihr half sich ausgewogen und gesund zu ernähren.

    Bild: © Depositphotos.com / stockasso

  • Kann ein Gehirn-Chip Alzheimer-Patienten retten?

    Kann ein Gehirn-Chip Alzheimer-Patienten retten?

    Der Neurowissenschaftler Ted Berger arbeitet seit Mitte der 1990er-Jahre an der Entwicklung eines elektronischen Implantats mit dem die Erinnerungsfähigkeit zum Beispiel bei Alzheimer-Patienten verbessert werden soll. Nach einem Bericht des Magazins »Technology Review« (http://www.heise.de/tr/artikel/Der-richtige-Code-zum-Erinnern-2837890.html) wäre er nun einen Schritt weiter. Bei der Entwicklung des Gehirnchips arbeitet er mit Wissenschaftlerkollegen der University of Southern California und des Wake Forest Baptist Medical Centers zusammen.

    Gestörte Signalkette bei Alzheimer

    Die Eindrücke und Erlebnisse, die ein gesunder Mensch verzeichnet, werden in seinem Gehirn in elektrische Signal umgewandelt und in die verschiedenen Regionen des Hippocampus geleitet. Die Signale werden in allen Bereichen neu übersetzt und schließlich im Langzeitgedächtnis gespeichert. Jedoch weist diese Signalübertragung bei Alzheimer-Patienten eine Störung auf. Der Gehirnchip soll hier als Hilfsmittel dienen und sowohl die Übersetzung als auch Weiterleitung der Signale übernehmen.

    Test mit Epilepsie-Patienten

    Im Rahmen eines Test mit neuen Epilepsie-Patienten wurde geprüft, ob der Gehirnchip die Signale richtig und störungsfrei übertragen kann. Die Epilepsie-Patienten hatten Elektroden-Implantate in ihrem Gehirn, mit denen sie ihre Anfälle kontrollieren können, aber zugleich lassen mit den Elektroden die Signale und ihre Weiterleitungsart auslesen. Die herausgefilterten Signale sind anschließend an den Gehirnchip gesendet worden, der diese für die Weitergabe an den Hippocampus übersetzte. Es wurden hunderte Tests mit der Kontrollgruppe durchgeführt und in allen Fällen wurden die Codes zu 90 Prozent exakt so wiedergegeben, wie sie die Nervenzellen der Testpersonen übermitteln würden. Nach Angaben der Forscher seien vor der Implantation der Gehirnchips noch weitere Tests und Analysen erforderlich.

    Ziel des Gehirnchips

    Die Idee einen Chip zu entwickeln, der die Leistung des Gehirns erreicht, ist alt aber bislang galt eine solche Technik aus neurowissenschaftlicher Sicht als quasi nicht umsetzbar. Ted Berger konnte mit seinem Gehirnchip und dem beschrieben Test an Epilepsie-Patienten das Gegenteil beweisen. Das Ziel des Chips ist es das Erinnerungsvermögen von Menschen zu verbessern, deren Langzeitgedächtnis auf Grund einer Krankheit nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktioniert. Im Rahmen eines Mailänder Fachkongresses stellte Berger die Ergebnisse seiner Arbeit zusammen mit Kollegen der University of Southern California (USC) und vom Wake Forest Baptist Medical Center den versammelten Wissenschaftlern vor.

    Der Gehirnchip setzt sich aus einem Siliziumchip zusammen, der Einnerungen des Kurzzeitgedächtnis mittels elektrischer Signale in das Langzeitgedächtnis überträgt. Bei Alzheimer-Patienten ist diese Übertragung fehlerhaft. Der Chip dient als Übersetzer der Signale und speichert Erinnerungen im Langzeitgedächtnis ab. Nach Angaben von Robert Hampson des Wake Forest Medical Centers könnte das Implantat dazu in der Lage sein beschädigte Gehirnteile zu unterstützen oder sei fähig diese zu ersetzen. In der nächsten Phase soll nun ein Patient, dessen Region um den Hippocampus herum eine Beschädigung aufweist, die per Chip erzeugten Signale direkt erhalten. Die Signale werden dann als Langzeiterinnerungen gespeichert. Wenn der Gehirnchip bei weiteren Tests erfolgreich arbeitet, dürfte es nur noch wenige Jahre dauern bis dieses technische Meisterwerk tatsächlich Menschen hilft, die wegen Krankheiten wie Alzheimer kein oder nur noch ein stark eingeschränktes Langzeitgedächtnis haben.

    Bild: © Depositphotos.com / kentoh

  • Teenager leiden unter Schlafmangel

    Teenager leiden unter Schlafmangel

    Bei Jugendlichen verändert sich das Gehirn und führt zu einer Anpassung des Schlaf-Wach-Rhythmus. In der Folge leiden viele Teenager am Schlafmangel und dies sorgt für eine schlechtere Leistung in der Schule. Die Wissenschaftler schlagen bereits Alarm und fordern einen späteren Schulbeginn. Auf diese wissenschaftliche Forderungen haben schon die ersten weiterführenden Schulen reagiert. Der Schulbeginn ist dort statt um 7:00 Uhr um 8:30 Uhr, was zu einem positiven Feedback durch die Schüler und Eltern führte.

    Die innere Uhr ist hauptverantwortlich für den Schlafmangel, wodurch sich Jugendliche zum so genannten Spättypen unabhängig von der abendlichen Aktivität entwickeln und länger wach bleiben. In der Pubertät befindet sich das Gehirn in einer Umbauphase und in diesem Zusammenhang fällt es Teenagern schwer am frühen Morgen aufzustehen.

    Die Einschlafzeiten verschieben sich im Alter von 9 und 11 Jahren. Der Rhythmus wird durch das Hormon Melatonin gesteuert mit der Folge, dass sich dieser Zyklus immer später in die Nachtstunden verschiebt, wie eine Studie des Rush University Medical Center aus Chicago feststellte. Die Forscher beobachteten jahrelang das Schlafverhalten und den Tagesablauf von 9 bis 15 Jahren alten Jugendlichen. Nach dem Studienergebnis blieben die Jugendlichen länger auf je älter sie wurden, obwohl Melatonin von ihrem Gehirn ausgeschüttet wurde und zum Schlafengehen anregte. Auf Grund der zu kurzen Schlafzeit konnte das Melantonin nicht vollständig abgebaut werden und hatte eine Müdigkeit bei den Teenagern zur Folge.

    Ein Großteil der Schüler erscheint unausgeschlafen in der Klasse, aber daran Schuld seien eher die Lehrer mit ihren unflexiblen Stundenplänen als die Teenager selbst. Auf Empfehlung der Studienautoren sollte die Schule später beginnen, weil es nichts bringen würde Jugendliche früher zum Schlafengehen zu schicken. In Deutschland haben bislang nur sehr wenige Schulen den Schulbeginn nach hinten verschoben, weshalb nach wie vor die meisten Schüler unausgeschlafen dem Unterricht folgen. Das frühe Aufstehen gegen 6:30 Uhr führt bei vielen Familien zu Konflikten je älter die Kinder werden. Schlafforscher empfehlen Jugendlichen vor dem Schlafengehen ein Buch zu lesen anstatt Fernsehen zu schauen oder mit der Spielkonsole zu spielen.

    Das Gehirn würde nämlich Zeit benötigen runterzufahren und da sei ein Buch eine sinnvollere Hilfe als zum Beispiel ein spannender actionreicher Spielfilm. Ein Teenager benötigt mindestens acht bis neun Stunden Schlaf in der Nacht, um morgens ausgeschlafen und ausgeruht in der Schule erscheinen zu können. Der Umbau des Gehirns endet etwa mit 21 Jahren und bis dahin entscheidet es sich, ob der Teenager eher zu den Nachtschwärmern oder Frühaustehern zählt. Im Vorfeld der Bettruhe kann es außerdem von Vorteil sein auf Süßigkeiten und Snacks zu verzichten, da diese vor allem Zucker enthalten.

    Der Zucker hält den Körper weiter in Schwung und in Konsequenz bleibt man länger wach. Effektiver sind Tees wie Kamillentee oder Fencheltee, die dabei helfen besser und früher einzuschlafen. Die Umstellung der Ernährung auf gesunde Lebensmittel und Verzicht auf Fastfood trägt ebenso zu einem gesunden Schlaf bei wie sportliche Aktivitäten. Wer vor dem Schlafengehen sportlich aktiv ist oder einen Spaziergang unternimmt schläft bisherigen Kenntnissen zufolge besser.

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  • Pegane Ernährung im Aufwind

    Pegane Ernährung im Aufwind

    Eine neue Ernährungsweise hat der US-Mediziner Dr. Mark Hyman mit der peganen Ernährung erfunden. Er kombinierte die Paleo-Diät mit der veganen Ernährung. Bei der Paleo-Diät steht vor allem wie einst in der Steinzeit Fleisch auf dem Speiseplan. Die vegane Ernährung hingegen verzichtet komplett auf Fleisch, stattdessen wird auf Obst, Gemüse und Fleischalternativen, wie Tofu oder Soja gesetzt. Beide Ernährungsweisen eint eine Gemeinsamkeit und zwar dass die Lebensmittel nach Möglichkeit frisch und unverarbeitet sind. Die Nahrungsmittel sollten auf keinen Fall Konservierungsstoffe, Farbstoffe und Aromastoffe enthalten. Auf Milchprodukte wird im Rahmen der peganen Ernährung verzichtet.

    Alle Peganer und solche die es werden wollen, sollten sich Hyman zufolge an seine Richtlinien halten. Diese Richtlinien beinhalten die Vermeidung der Aufnahme von Kohlenhydraten, die besonders in Kartoffeln, Brot, Nudeln und Zucker enthalten sind. Er empfiehlt Hirse, Buchweizen und Quinoa als Alternative.

    Der Verzicht auf Süßes fällt nicht allen leicht, weshalb ein unregelmäßiger Genuss von Honig bzw. Ahornsirup erlaubt ist. Auf dem Speiseplan eines Peganers sollten vor allem Obst und Gemüse stehen. Die Mahlzeiten sollten aus einem Obst- und Gemüseanteil von 50 bis 70 Prozent bestehen. Im Bereich Fette wird in der peganen Ernährung zwischen guten und schlechten Fetten unterschieden. Als gute Fette gelten zum Beispiel Olivenöl, Nussöle und Avocado-Öle, während industriell hergestellte Öle aus Raps und Sonnenblumenkernen als schlecht eingestuft sind.

    Der Fleischanteil in der peganen Ernährung sollte sich nach den Vorgaben von Hyman auf maximal 25 Prozent belaufen. Bei den Fleischprodukten sollte es sich um Biofleisch handeln und die Tiere artgerecht gehalten worden sein. Auf Milchprodukte wird verzichtet, weil sie für Diabetes, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich sind. Ein weiterer Verzicht sind Gluten, ein Klebeeiweiss, welches im Weizen vorhanden ist. Peganer dürfen Hülsenfrüchte essen, aber ausschließlich eine Tasse am Tag, weil ein erhöhter Verzehr zu Verdauungsproblemen führen könnte.

    Nach Ansicht von Mark Hyman handelt sich bei seiner peganen Ernährungsweise um die gesündeste Variante der Ernährung. Der Cholesterinspiegel würde sinken und sich das Körperfett mit der Zeit reduzieren. Er empfiehlt regelmäßig Obst und Gemüse zu essen. Die Wissenschaft ist sich uneins darüber, ob Milchprodukte und Getreide sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken. Auf ungesunde Auswirkungen verweisen einige Studien, aber andere Studien sehen das Gegenteil. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung sieht in Kohlenhydraten und Milchprodukten einen wichtigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. In der TV-Sendung »Galileo« von ProSieben probierte ein Moderator die pegane Ernährung aus und verzeichnete dabei tatsächlich eine Gewichtsabnahme.

    Wer die pegane Ernährung ausprobieren möchte, sollte sich an die Regeln seines Erfinders halten, um langfristig gesundheitlich davon profitieren zu können. Vorab sollte jedoch der Hausarzt konsultiert werden, ob diese Ernährungsweise bezogen auf den aktuellen Gesundheitszustand, Kondition und Fitness geeignet erscheint. Auf jeden Fall dürften Peganer gesünder leben als ein Großteil der Menschen, die täglich Fertignahrung essen oder zur Mittagszeit ein Fastfood-Restaurant besuchen. Auf den Geldbeutel dürfte sich die pegane Ernährungsweise ebenfalls positiv auswirken, weil Fleisch auf dem Speiseplan nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt und auf Milchprodukte sowie Kohlenhydrate ganz verzichtet wird. Auch Green Smoothies sind gut für eine dauerhafte gesunde Ernährung. Wer sicher gehen will kann sich über den Stand-Mixer Test informieren.

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