Autor: Chris Reichmann

  • Ist Weihwasser wirklich unhygienisch?

    Ist Weihwasser wirklich unhygienisch?

    Für die katholische Kirche spielt das Weihwasser eine sehr wichtige Rolle. Damit segnen Priester Lebensmittel oder Menschenmengen, aber auch Gläubige nutzen es und machen das Kreuzzeichen damit (vor dem Eintritt in ein Gotteshaus). Das bedeutet aber auch, dass das Weihwasser an unzähligen Menschen Verwendung findet . Beim Thema Hygiene stellt sich daher die Frage, ob das Ganze eigentlich gefährlich ist oder nicht. Klar, zum Trinken ist es keinesfalls geeignet, doch trotzdem befeuchten viele die Finger, die Stirn oder sogar die Lippen damit. Es kommen also unzählige Hände zusammen, die für Bakterien eine ideale Brutstätte sind. Solche Bedenken bestehen nicht nur am Blatt Papier, aufgrund von Laboranalysen konnte man diese auch bestätigen. Die Proben stammen aus Kirchen verschiedener Länder, darunter fallen deutsche, österreichische und spanische Gotteshäuser. Das Ergebnis: Weihwasserbecken sind das perfekte zu Hause für Mikroorganismen. Des Weiteren können sich die krankmachenden Keime so auch sehr einfach vermehren.

    Eine Gefahr ist nicht ausgeschlossen

    Grundsätzlich sind die Forschungen auf diesem Gebiet begrenzt. Man kann also keine detaillierten Zahlen und Fakten vorweisen, die dafür oder dagegen sprechen. Doch eines ist trotzdem klar, in speziellen Situationen kann das verkeimte Weihwasser tatsächlich die Gesundheit gefährden. Dies zeigt auch ein Fall in einem Krankenhaus, in dem zwei Patienten von ihren Angehörigen besucht und mit Weihwasser besprengt worden sind. Am Ende erlitten diese schwere Infektionen, was mit höchster Wahrscheinlichkeit auf das Weihwasser zurückzuführen ist. Man sollte also mit dem Thema nicht zu locker umgehen und sich vor allem von Körperstellen wie den Lippen fernhalten.

    Eine mögliche Lösung

    Es ist natürlich auch nicht im Sinne der Kirche, dass Menschen ein Gotteshaus besuchen und sich dann eine Krankheit zuziehen. Aus diesem Grund wurden auch schon Lösungen gesucht, die das Hygieneproblem beenden. Ganz oben auf der Liste stehen automatische Weihwasserspender, sodass das Eintauchen in das Becken nicht mehr nötig ist. Die Idee ist aber nicht neu, bereits vor 110 Jahren hat man den Plan am Wiener Steinhof (Spitalskirche) in die Tat umgesetzt. Hier gibt es einen goldenen Spender, der das Weihwasser tropfenweise abgibt. Mit dieser Maßnahme haben Infektionen (wie beispielsweise Tuberkulose) so gut wie keine Chance.

     

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  • Kuscheln fördert die Gesundheit

    Kuscheln fördert die Gesundheit

    Es gibt viele Dinge, die unsere Gesundheit beeinflussen. Mal sind sie positiv und mal sind sie negativ. Zur guten Seite gehört zum Beispiel das Kuscheln, vor allem im Winter ist der Bedarf groß. Der Partner ist natürlich perfekt dafür geeignet, aber auch die Familienmitglieder nimmt man gerne in den Arm. In den folgenden Zeilen gibt es nun ein paar Gründe, wieso Kuscheln einen positiven Einfluss hat. Man kann aber zumindest schon jetzt sagen, dass die Nähe beziehungsweise das Knuddeln mit dem Partner/Familienmitglieder einen höheren Stellenwert bekommen sollte.

    Liebeshormone werden ausgeschüttet

    Durch die körperliche Nähe kommt das Liebeshormon Oxytocin zum Vorschein. Küsse, Umarmungen oder auch Streicheleinheiten, all diese Faktoren sorgen für den tollen Hormonschub. Es macht uns außerdem glücklich und zufrieden. Nach einem stressigen Tag ist Kuscheln also ideal und es kommt zu einer tiefen Entspannung.

    Emotionale Bindung

    Wenn sich Menschen umarmen beziehungsweise sich körperlich annähern, dann kommt es zu einer emotionalen Bindung. Dieses Phänomen ist in erster Linie bei Eltern und ihren Kindern zu sehen. Davon sind aber auch Paare und Freunde nicht ausgenommen, in beiden Fällen kommt es zu einer Stärkung der Beziehung.

    Stress abbauen

    Viele Menschen sind auf der Arbeit Stress ausgesetzt. Die Papiere stapeln sich und der Chef macht auch noch Druck. Am Ende des Tages kommt man dann gestresst und völlig fertig nach Hause, doch die ideale Entspannung wartet bereits. Man sollte sich nämlich in so einem Fall an seinen Lieblingsmenschen oder Partner kuscheln und die Seele baumeln lassen. Forscher sind der Überzeugung, dass die körperliche Nähe Aufregungen und Stress abbauen kann.

    Besser schlafen

    Ein guter Schlaf ist wichtig. Liegen wir dabei neben einer uns wertvollen Person, dann gelingt das Einschlafen einfacher und es kommt auch zu einem erholsameren und längeren Schlaf. Diese Erkenntnis erlangte man unter anderem durch verschiedene Studien. Sollte also jemand Schlafprobleme haben, dann kann er es mit Kuscheleinheiten versuchen.

    Gestärktes Immunsystem

    Körperliche Nähe und Kuscheln stärken das Immunsystem. Dies bestätigt auch eine Forschungsreihe, die im Jahre 2014 entstanden ist. Sie besagt, dass sich Menschen, die zum Beispiel andere regelmäßig in den Arm nehmen, deutlich seltener eine Erkältung holen. Für den Winter ist dies eine geniale Strategie, um gesund und fit zu bleiben.

    Stärkt das Herz

    Händchen halten und kuscheln sind nicht nur etwas Schönes, sondern das Herz freut sich ebenfalls über solche Minuten. Laut einer Untersuchung hilft es gegen Bluthochdruck und es kommt seltener zu einem Herzinfarkt.

  • Schlaganfall – dank Hirnschrittmacher wieder gehen können

    Schlaganfall – dank Hirnschrittmacher wieder gehen können

    Einen Schlaganfall zu erleiden kann im schlimmsten Fall das ganze Leben verändern. Dabei spielt es eine große Rolle, wie schnell der Patient eine medizinische Versorgung erhält. Ist es in einer Frühphase, dann haben sich die Möglichkeiten der Behandlungen drastisch verbessert. Man hat also keine oder nur minimale Folgen. Etwa ein Drittel hat jedoch weniger Glück, sie können selbst nach 12 Monaten noch nicht ohne Hilfe gehen. Der Heilungsprozess nimmt bei ihnen wesentlich mehr Zeit ein, auch stehen bislang keine entsprechenden Medikamente für eine Beschleunigung zur Verfügung. Dafür aber könnte es schon bald einen neuen Ansatz in Form eines Hirnschrittmachers geben. Während diese Methode bei Parkinsonerkrankten gängig ist, könnte das Verfahren in Zukunft auch bei Schlaganfallpatienten angewendet werden. Die bisherigen Ergebnisse sind erstaunlich und greifen im besten Fall bei Mensch und Tier gleich.

    So soll es funktionieren

    Bei Tierversuchen konnte man bereits beweisen, dass sich mithilfe eines Hirnschrittmachers Lähmungen rückgängig machen lassen. Gelähmte Glieder waren also wieder beweglich. Verantwortlich dafür ist eine implantierte Elektrode, die elektrische Impulse abgibt. Genauer gesagt ist das Gewebe das Ziel, welches für die Bewegung verantwortlich ist. Im Hirn gibt es nämlich eine eigene Region, die diesen Prozess steuert. Wurde diese also durch den Impuls angeregt, so konnten die behandelten Tiere zum größten Teil wieder normal gehen. Die Schritte waren fast so schnell und lang wie bei gesunden Tieren. Erstaunlich ist auch, dass sie bei komplexen Gehtests weniger Fehler machten.

    Die Zukunft verspricht großes

    Bleiben auch weitere Untersuchungen positiv, dann könnte es bald zu einem realen Einsatz des Hirnschrittmachers für Schlaganfallpatienten kommen. Dazu zählt auch herauszufinden, welche speziellen Nervenzellen eigentlich zu stimulieren sind. Auch ist es wichtig zu erforschen, wie die Langzeitwirkung ausfällt und ob der Erfolg dauerhaft bleibt. Die Versuche mit den Tieren geben aber zumindest Hoffnung und machen Betroffenen Mut. Zu früh sollte man sich aber nicht darauf stürzen, schließlich soll die implantierte Elektrode eine Hilfe und keine Last sein.

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  • Wenn Shishas zur Lebensgefahr werden

    Wenn Shishas zur Lebensgefahr werden

    Shishas haben im Grunde genommen einen guten Ruf, schließlich schmecken sie besser als Zigaretten (zum Beispiel nach Minze, Apfel oder Kirsche) und sind bei der jungen Generation sehr beliebt. Auf Partys oder am Wochenende kommen sie oft zum Einsatz, doch die tatsächliche Gefahr wird meist unterschätzt. Schuld ist unter anderem der feine Duft, der die Folgen quasi auflöst. Beunruhigend ist auch, dass Kliniken immer öfters Betroffene behandeln müssen. Sie kommen mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen ins Spital und müssen dann in die Druckkammer. Der Prozess sorgt dafür, dass das gefährliche Kohlenmonoxid aus Organgeweben (beispielsweise dem Gehirn) verdrängt wird. Das Ganze erfolgt mittels Überdruck, der letztendlich 100 Prozent Sauerstoff abgibt. Die Dauer der Behandlung hängt von der Menge des Kohlenmonoxids ab, so sind zwischen 45 Minuten und sechs Stunden möglich.

    Die Zahl steigt

    2015 hatte es die Düsseldorfer Uniklinik mit einem Fall zu tun, 2016 stieg diese schon auf fünf an. Noch dramatischer war es 2017, es wurden bereits 40 Fälle registriert. Mit der gleichen Problematik hat auch die Schweiz zu kämpfen. Die letzten fünf Jahre waren 50 Shisha-Notfälle eingetroffen, bereits 18 waren es aber schon alleine 2016. Auch hier geht die Tendenz ganz klar nach oben. Die Zielgruppe sind in erster Linie Jugendliche ohne entsprechende Erfahrung und Nichtraucher. Sicher ist davor aber niemand, es kann auch jederzeit erfahrene Nikotinkonsumenten treffen.

    Erste Maßnahmen

    Die Probleme entstehen meist dann, wenn jemand zu schnell und ohne Frischluftzufuhr Shisha raucht. Der Verbrennungsprozess gibt Kohlenmonoxid frei und es kommt immer weniger Sauerstoff in den Körper. Irgendwann hat man dann Kopfschmerzen, neigt zu Übelkeit und wird müde. Die nächste Folge wäre die Bewusstlosigkeit. All diese Anzeichen sprechen für eine Vergiftung und man sollte schnellstmöglich reagieren. Das heißt Fenster öffnen, aus dem Raum gehen und einen Anruf bei der Feuerwehr absetzen. Viele wissen nämlich gar nicht, dass eine Kohlenmonoxidvergiftung tödlich sein kann.

    Mediziner geben der Shisha aber nicht von Haus aus schlechte Noten, man sollte es aber mit Bedacht angeben. Das bedeutet langsam konsumieren, bei der Masse nicht übertreiben, Rauchpausen einlegen, auf Frischluftzufuhr achten und keinen Mix mit Alkohol oder Drogen riskieren. Wer dies berücksichtigt, der kann die Shisha in vollen Zügen und ohne Krankenhausaufenthalt genießen.

     

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  • Erkältung – hilft die Kapland-Pelargonie?

    Erkältung – hilft die Kapland-Pelargonie?

    Wenn feuchtkaltes Wetter und ein grauer Morgen gemeinsam in den Tag starten, dann sind Erkältungen vorprogrammiert. Jedes Jahr sind wir rund zwei oder dreimal davon betroffen, bei Kindern steigt dieser Wert sogar. Kein Wunder, viele sind draußen unterwegs und haben keine Angst vor Schlamm und Dreck. Die Verursacher hören auf den Namen Rhinoviren und sollten am besten so schnell wie möglich wieder das Weite suchen. Aus diesem Grund greift man in der Regel zu rezeptfreien Hilfsmitteln, wobei eine Option besonders interessant ist. Enthält nämlich ein Produkt Bestandteile der Kapland-Pelargonie, dann soll es zu einer überdurchschnittlich schnellen Hilfe kommen. Doch stimmt das tatsächlich?

    Wissenschaftliche Belege fehlen

    Die Geschichte der Wurzel der Pflanze klingt vielversprechend, sie gilt nämlich in der südafrikanischen Heimat als Heilmittel. Aber nicht nur das, die Medizin schwört auch hierzulande darauf. So gibt es verschiedene rezeptfreie Erkältungsmittel, die Extrakte der Kapland-Pelargonie enthalten. Doch trotz ihrer positiven Eigenschaften gibt es keine beziehungsweise kaum wissenschaftliche Belege. Man weiß also nicht, ob die Kraft der Pflanze bei einer gewöhnlichen Erkältung tatsächlich hilft. Es gibt auf diesem Gebiet einfach keine Studien, außer in Bezug auf Bronchitis. Nimmt man in so einem Fall Pelargonium-Tropfen ein, dann verschwindet der daraus resultierende Husten ein wenig schneller. Doch auch hier fehlen eindeutige Beweise, man darf sie lediglich als vorsichtige Hinweise ansehen. Komisch aber wahr, es gibt mehr Belege was die unerwünschten Wirkungen betrifft. Die Palette reicht zwar von Durchfall bis hin zu Übelkeit, doch wirklich schwere Nebenwirkungen sind nicht bekannt.

    Nicht immer gleich zu Erkältungsmitteln greifen

    Obwohl solche Mittel helfen, sollte man nicht sofort zu ihnen greifen. Die Schnupfenviren sind zwar lästig, aber auch ohne eine entsprechende Behandlung wird das Immunsystem damit fertig. Im Durchschnitt tritt eine Besserung nach etwa einer Woche ein, bei einem schlimmeren Husten kann es aber auch mal etwas länger dauern. Mit Erkältungsmitteln würde man lediglich einen Zeitvorteil herausholen, und das muss nicht unbedingt sein. Es gilt nämlich: Je weniger Medikamente man nimmt, umso besser ist es. Außerdem bekommt der Körper so etwas zu tun und er verlernt das Kämpfen gegen die bösen Bakterien/Viren nicht.

  • Die heimlichen Kräfte der Muskulatur

    Die heimlichen Kräfte der Muskulatur

    Der Mensch besitzt über 650 Skelettmuskeln, in den meisten Fällen nimmt man diese aber gar nicht richtig wahr. Schließlich spürt man sie erst dann, wenn sie verspannen oder es zu Rückenschmerzen kommt. Ein Fehler, denn Muskeln können in Wahrheit mehr als zunächst angenommen. So ermöglichen diese nicht nur die Ausführung sämtlicher Bewegungen, sondern es handelt sich auch um das größte Stoffwechselorgan des Körpers. Stolze 40 Prozent vom Körpergewicht macht es aus. Und nicht nur das, sie haben auch Selbstheilungskräfte.

    Positiven Einfluss auf Erkrankungen

    Die Forschung beginnt die Muskeln und deren Kräfte erst jetzt richtig zu verstehen. So soll die Muskulatur ein komplett eigenes Kommunikationssystem besitzen, das mit anderen Körperorganen kommuniziert. Und das völlig ohne Gehirn und Nerven. Des Weiteren kommen bei jeder Bewegung Botenstoffe (Myokine) zum Vorschein, welche einen positiven Einfluss auf Erkrankungen haben. In diese Kategorie fallen unter anderem Herz-Kreislauf-Probleme, Demenz, Krebs, Diabetes und Osteoporose. Doch es geht noch weiter: Die „muskuläre Hausapotheke“ kann auch dazu beitragen, dass die Gedächtnisleistung verbessert wird. Dies ist zwar auch schon in jungen Jahren nicht unwichtig, doch vor allem im höheren Alter machen sich die Übungen positiv bemerkbar. Zu Ende ist die Liste aber auch jetzt noch nicht, die Muskeln sollen nämlich auch Schmerzen bekämpfen (beispielsweise bei Rheuma oder Arthrose) und depressiven Verstimmungen vorbeugen.

    Zusammenfassend ist es echt erstaunlich, welche Kräfte die Muskulatur eigentlich hat. Im Alltag geht dies leider unter, erst wenn sich daraus Schmerzen entwickeln, werden wir darauf aufmerksam. Dabei hat diese direkten Einfluss auf den Gesundheitszustand des Menschen.

    Muskeltraining ist unverzichtbar

    Damit die Muskeln ihre Wirkung voll entfalten können, muss man natürlich regelmäßig entsprechende Übungen machen. Es sei allerdings gesagt, das Ausdauertraining alleine nicht reicht. Die besten Voraussetzungen bestehen dann, wenn bereits früh damit begonnen wird. Vor allem aber mit zunehmenden Alter ist es immer wichtiger, dass muskelkräftigende Übungen den Einzug in den Alltag finden. So kann man unter anderem dem Muskelschwund mit Erfolg entgegenwirken. Zu guter Letzt gibt es noch zwei gute Nachrichten: Punkt eins ist, dass es fürs Training nie zu spät ist. Außerdem ist es eine ideale Motivation, wenn man die wahren Kräfte der Muskulatur kennt.