Autor: Jessika Fichtel

  • Sex während der Periode: 5 wissenswerte Fakten

    Sex während der Periode: 5 wissenswerte Fakten

    Auch wenn wir heute in einer aufgeklärten und offenen Gesellschaft leben, gibt es doch noch gewisse Themen, die als Tabu gelten. Eines davon ist Sex während der Periode. Die Mehrheit der Menschen in unserem Kulturkreis empfindet den Geschlechtsverkehr während der Monatsblutung als unangenehm oder gar eklig. Die, die trotzdem während der Periode Sex haben, sprechen oftmals nicht offen darüber. Was im eigenen Schlafzimmer passiert, passiert nun einmal hinter verschlossenen Türen. Dabei kann es überaus interessant sein, über das Thema „Sex während der Periode“ zu sprechen. Die nachfolgenden fünf Fakten verraten Ihnen auch, warum das so ist.

    Fakt #1: Die Periode schützt nicht vor Schwangerschaft

    Frauen, die während der Periode Sex mit einem Mann haben, müssen eines unbedingt wissen: Die Blutung schützt keinesfalls vor einer Schwangerschaft. Es ist trotz der Periode möglich, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen und anschließend die Eizelle der Frau befruchten. Daher gilt beim Sex während der Periode genauso wie sonst auch: Achten Sie auf Verhütung!

    Übrigens: Die meisten Paare greifen während der Periode (zusätzlich zur Antibaby-Pille) auf ein Kondom zurück, da der Akt dadurch hygienischer erscheint. Auf welche Weise Sie verhüten, ist Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie es tun, wenn Sie nicht schwanger werden wollen.

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    Fakt #2: Sex während der Periode wirkt entspannend

    Sie leiden während Ihrer Monatsblutung unter schmerzhaften Krämpfen und/oder starken Stimmungsschwankungen? Dann kann es durchaus empfehlenswert sein, es einmal mit Sex während der Periode zu probieren. Der Geschlechtsakt wirkt nicht nur überaus entspannend, sondern setzt auch Glückshormone frei. Auch wenn der Effekt nicht dauerhaft anhält, kann ein Schäferstündchen doch für einen Moment die Menstruationsbeschwerden lindern.

    Übrigens: Sex während der Periode muss nicht immer den eigentlichen Geschlechtsakt, also die Penetration der Scheide durch den Penis, umfassen. Viele Paare werden während der Menstruation auch nur auf oralem Weg intim miteinander. Auch hierbei ist ein entspannender und glücklich machender Effekt zu verzeichnen

    Fakt #3: Es gibt „Hilfsmittel“ für den Sex während der Periode

    Auch wenn es rein theoretisch möglich ist, Sex zu haben, während sich in der Scheide der Frau ein herkömmlicher Tampon befindet, ist diese Praktik doch eher weniger empfehlenswert. Wenn Sie beim Geschlechtsverkehr dennoch auf kleine Helfer für mehr Hygiene setzen wollen, können Sie auf sogenannte Soft-Tampons zurückgreifen. Diese speziellen Damen-Hygieneartikel erinnern an kleine Schwämmchen, die vaginal eingeführt werden und das Blut auffangen. Anders als normale Tampons sind Soft-Tampons während des Geschlechtsverkehrs nicht zu spüren. Sie sind mit einer kleinen Lasche oder einem Loch ausgestattet und können deswegen ganz ohne Bändchen, dafür mit dem Finger herausgeholt werden.

    Info: Soft-Tampons sind in der Apotheke, aber auch in Sex-Shops erhältlich.

    Fakt #4: Die Periode erhöht die Lust bei einigen Frauen

    Während sich die einen aufgrund von Krämpfen, Übelkeit und anderen Beschwerden einfach nur verkriechen wollen, haben die anderen in der Zeit ihrer Periode besonders viel Lust auf Geschlechtsverkehr. Dagegen ist auch nichts auszusetzen, denn generell ist Sex während der Periode ja nicht verboten. Der Grund für die gesteigerte Lust der Frau ist übrigens die verstärkte Durchblutung der weiblichen Geschlechtsorgane.

    Aber: Es ist keinesfalls vorgeschrieben, dass die Frau bei jeder Monatsblutung vermehrt Lust auf Sex hat. Das Empfinden kann jedes Mal anders sein und von totaler Unlust bis hin zu starker Lust schwanken. Kommunikation zwischen den Partnern ist hier unverzichtbar.

    Fakt #5: Beim Sex während der Periode ist alles erlaubt

    Egal ob unter der Dusche, in einer exotischen Stellung oder einfach mal komplett anders. Es gibt nichts, was während der Menstruation nicht erlaubt wäre – solange alle Beteiligten Spaß daran haben und sich niemand unwohl fühlt. Es ist ein Märchen, beim Sex während der Periode auf bestimmte Stellungen oder Praktiken verzichten zu müssen. Natürlich kann es sein, dass im Eifer des Gefechts etwas Blut auf die Laken tropft, aber das sollte bei guter Kommunikation niemanden stören.

    Tipp: Legen Sie beim Sex während der Periode einfach ein altes Handtuch unter, um das Bettlaken zu schützen.

    Bild: © Depositphotos.com / nd3000

  • Aufregende Fesselspiele mit der Spreizstange

    Aufregende Fesselspiele mit der Spreizstange

    BDSM – also „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ ist längst mehr als ein erotischer Fetisch, der als Tabu gilt. Spätestens seit der Buch-Verfilmung „50 Shades of Grey“ ist klar: Fesselspiele sind salonfähig geworden. Und so wagen es immer mehr Pärchen, sich in die Welt von BDSM vorzutasten und unterschiedliche Praktiken und Spielzeuge auszuprobieren. Eines davon ist die sogenannte Spreizstange, ein Utensil, das zum Fesseln des passiven beziehungsweise unterwürfigen Partners genutzt wird und diesen gleichzeitig in eine sehr einladende Position bringt.

    Was kann man sich unter der Spreizstange vorstellen?

    Bondage, also die Kunst des erotischen Fesselns, lebt vom Einsatz zahlreicher Hilfsmittel. Während die meisten Paare den Einstieg mit klassischen Handschallen, Seidenschals und Seilen bestreiten, steigen die Neugier und der Wunsch nach Neuem schnell. So passiert es früher oder später immer, dass sich die Bondage-Fans auch an außergewöhnliche Spielzeuge heranwagen. Die Spreizstange ist ein sehr gutes Beispiel hierfür.

    Es handelt sich dabei – der Name lässt es bereits vermuten – um eine Stange, die eingesetzt wird, um bestimmte Körperteile zu spreizen. In der Regel handelt es sich hierbei um die Beine. Es ist aber genauso gut möglich, die Arme mithilfe der Spreizstange zu fesseln und auseinanderzuspreizen. Einige hochwertige Spreizstangen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, alle Gliedmaßen zu fixieren und in eine bestimmte – sehr offene beziehungsweise empfängliche – Position zu bringen. Auf diese Weise werden dem Partner, der gefesselt wird, alle Bewegungsfreiheiten entzogen, was für viele den Reiz von Bondage ausmacht.

    Um die Spreizstange perfekt an die eigenen Bedürfnisse anzupassen, greifen viele auf das Prinzip der Teleskopstange zurück. Das bedeutet, dass die Stange nach Belieben verstellt und in ihrer Breite verändert werden kann. Das hat zur Folge, dass Arme und/oder Beine mal mehr und mal weniger weit gespreizt werden. Auch hier wird wieder deutlich, wie wichtig die persönlichen und individuellen Vorlieben beim Bondage sind. Die Fetisch-Richtung folgt keinen bestimmten Mustern, sondern ermöglicht es jedem, sie nach Lust und Laune auszuleben und auf eine spezielle Weise zu interpretieren.

    Die Spreizstange im Überblick

    • Stange, die meist aus Metall oder Kunststoff besteht
    • Oftmals individuell in der Breite verstellbar (Teleskop-Stange)
    • Mit mehreren Fesseln für Arme und/oder Beine ausgestattet

    Tipp: Hochwertige Spreizstangen weisen in der Regel Fesseln auf, die aus weichem Leder bestehen. Diese haben den großen Vorteil, sich nicht unangenehm auf der Haut anzufühlen oder diese zu reizen. Darüber hinaus wird das Material Leder von vielen BDSM-Fans als besonders erregend und erotisch empfunden.

    Die Rollenverteilung von Top und Bottom

    Auch wenn beim Bondage alles erlaubt ist, was (allen Beteiligten) gefällt, gibt es doch eine kleine Reihe ausgesprochen wichtiger Regeln. Eine davon legt fest, dass es bei den Fesselspielen immer eine klare Rollenaufteilung gibt: Den Top und den Bottom.

    Top (auch Dom genannt) Bottom (auch Sub genannt)
    Der Top ist der aktive Part während einer Bondage-Session. Er bestimmt, was getan wird, fesselt, einen oder mehrere andere Partner und übt im Anschluss diverse sexuelle Praktiken aus. Außerdem ist es der Top, der eventuelle Bestrafungen durchführt, um die sogenannten Lustschmerzen zu verursachen. Der Partner, der die Rolle des Bottom einnimmt, ordnet sich dem Top unter und tut, was ihm befohlen wird. Das bedeutet in der Regel, sich fesseln zu lassen und den sexuellen Wünschen des Top auszusetzen. Der Bottom kann allgemein als passiv und unterwürfig beschrieben werden.

     

    Sowohl Bottom als auch Top können männlich und weiblich sein. Es ist keinesfalls vorgeschrieben, dass Männer beim Bondage beispielsweise immer dominierend und Frauen unterwürfig sind. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Rollen während einer Fessel-Session zu tauschen, um dem Liebesspiel noch mehr Varianz zu verleihen. Eine andere Variante vom Bondage sieht mehrere Tops oder mehrere Bottoms vor. Das bedeutet, dass Fesselspiele nicht immer nur zwischen zwei Personen stattfinden müssen.

    Der Einsatz der Spreizstange beim Bondage

    Wenn Sie sich auf ein Fesselspiel einlassen und dabei beispielsweise eine Spreizstange nutzen wollen, ist es wichtig, zu wissen, dass diese immer dem Bottom angelegt wird. Ziel ist es, diesen eine körperliche Situation zu bringen, die Bewegungen unmöglich machen.

    Außerdem werden Spreizstangen in aller Regel eingesetzt, um die Beine des Bottoms für eine problemlose Penetration zu spreizen. An dieser Stelle muss allerdings auch ausdrücklich erwähnt werden, dass der eigentliche Geschlechtsakt kein Muss beim Bondage ist. Viele Anhänger finden den Reiz gerade darin, die Penetration möglichst lang hinauszuzögern oder gänzlich zu vermeiden. Wie die Spreizstange beim Liebesspiel eingesetzt wird, ist daher jedem selbst überlassen. Es gibt keine „Spielregeln“, die bestimmen, wie die Praxis-Anwendung auszusehen hat.

    Wichtige Informationen zum Umgang mit einer Spreizstange

    Auch wenn die Spreizstange salopp als „Sex-Toy“ bezeichnet werden kann, handelt es sich hierbei keinesfalls um ein Spielzeug. Wer bisher gar keine oder nur wenige Erfahrungen im Bereich der Fesselspiele sammeln konnte, sollte sich langsam an die Spreizstange herantasten.

    Der Grund hierfür: Während des Fesselns wird der Körper in eine für ihn gänzlich unübliche Position gebracht – was ja auch Sinn der Sache ist. Was aber eigentlich zur sexuellen Luststeigerung beitragen soll, löst bei Ungeübten in der Regel erst einmal Krämpfe und Schmerzen aus. Darüber hinaus kann die mangelnde Bewegungsfreiheit bei einigen unerwartete Beklemmungsgefühle verursachen.

    Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie den Umgang mit der Spreizstange Schritt für Schritt üben. Legen Sie sie Ihrem Partner zu Beginn erst einmal für ein oder zwei Minuten an, damit sich dieser an das neue Gefühl und die veränderte Körperhaltung gewöhnen kann. Oftmals merkt man schon beim ersten Mal, ob diese sexuelle Praktik eher Lust oder Frust auslöst.

    Wenn alle Beteiligten – sowohl Bottom als auch Top – zu der Übereinkunft gekommen sind, das „richtige“ Liebesspiel mit der Spreizstange auszuprobieren, gilt es im Vorfeld noch, ein Notfallwort zu vereinbaren. Dieses ermöglicht es sowohl dem dominanten als auch dem unterwürfigen Teilnehmer, das Fesselspiel jederzeit zu beenden. Die Verwendung von solchen Signalwörtern ist eine Sicherheitsmaßnahme, die im gesamten BDSM-Bereich verbreitet ist und jedem ans Herz gelegt wird.

    Spreizstange

    Tipp: Ein einfaches „Stopp“ oder „Halt“ empfiehlt sich nicht als Signalwort, da es den meisten Menschen viel schneller als gewollt über die Lippen kommt. Überlegen Sie sich lieber ein ausgefallenes Wort, das nicht unbedingt etwas mit dem Fesselspiel zu tun haben muss.

    Der Umgang mit der Spreizstange im Überblick

    • Schrittweises Herantasten an die Fesselung
    • Ausprobieren, ob es allen Beteiligten gefällt
    • Festlegen von einem Signalwort, das das Fesselspiel zu jeder Zeit beenden kann

    Bild: © Depositphotos.com / sakkmesterke

  • Die Geschichte des Kondoms

    Die Geschichte des Kondoms

    Vom Stoffsäckchen zum sicheren Verhütungsmittel

    Pariser, Lümmeltüte, Verhüterli, Gummi – Es gibt viele Namen für das Kondom. Kaum verwunderlich, immerhin handelt es sich hierbei um eines der am meisten verwendeten Verhütungsmittel weltweit. Das Prinzip des Kondoms ist ebenso einfach wie genial. Es gehört zu den sogenannten Barriere-Methoden zur Empfängnisverhütung. Das bedeutet, dass die Spermien abgefangen werden, ehe sie in die Gebärmutter der Frau eindringen können. Damit die Methode möglichst sicher ist, bestehen Kondome heute überwiegend aus Latex. Das war jedoch nicht immer so, wie ein Blick in die Geschichte des Kondoms verrät.

    Vom Aberglaube der alten Ägypter und der Sagenwelt der Griechen

    Wenn man das Kondom als „Hülle, die über den Penis gestülpt wird“ definiert und den Aspekt der Verhütung außer Acht lässt, dann kann man sagen, dass die Geschichte des Kondoms wahrscheinlich bei den alten Ägyptern begann. Diese kleideten ihre Genitalien in Säckchen, die vermutlich dem Schutz beim Kampf dienten. Außerdem wird davon ausgegangen, dass sich die ägyptischen Männer vor Geistern schützen wollten, die über ihren Penis in den Körper gelangen konnten. Darüber hinaus wurden die „Ur-Kondome“ wahrscheinlich als Statussymbole und Schmuckstücke verstanden.

    Der erste, der das Kondom zum Schutz beim Geschlechtsverkehr trug, war – zumindest wenn man der Sage glaubt – der griechische König Minos. Dessen Samen soll giftig gewesen sein. Um seine Frau zu schützen und dennoch intim mit ihr zu verkehren, nutzte der König mit einer Art Kondom, das aus einer Ziegenblase bestand. Ob diese Erzählung wissenschaftlichen Wert für die Geschichte des Kondoms hat, ist natürlich mehr als fraglich.

    Dennoch belegen diverse Quellen, dass das Kondom seinen Ursprung wahrscheinlich im antiken Griechenland hat. Damals diente es vorrangig dem Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Ob die Menschen damit auch eine Schwangerschaft verhindern wollten, kann nicht eindeutig bestimmt werden. Interessant ist, dass die alten Griechen sehr kreativ waren, wenn es um die Wahl des Materials ging. Die Geschichte vom Kondom zeigt, dass sie neben Tierdärmen beispielsweise auch Blätter, Leder und sogar Metall nutzen.

    Warum die Syphilis die Geschichte des Kondoms beeinflusst hat

    Als Seefahrer im 16. Jahrhundert aus der „neuen Welt“ zurückkamen, brachten sie nicht nur viele Eindrücke und exotische Schätze mit, sondern auch die gefährliche Geschlechtskrankheit Syphilis. Die Krankheit verbreitete sich schnell. Um ihr den Kampf anzusagen, erfand ein Arzt aus Italien eine Art Stoffsäckchen, das in verschiedene Flüssigkeiten getränkt wurde. Diese frühe Form des Kondoms sollte die Menschen vor Syphilis schützen, diente aber immer noch nicht der Empfängnisverhütung. Dennoch waren die Stoffsäckchen ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Kondoms. Denn sie brachten immer mehr Menschen auf die Idee, die Thematik weiterzudenken. So kam schließlich auch der Gedanke auf, die Hüllen zu nutzen, um Schwangerschaften zu vermeiden.

    Die ersten (halbwegs) wirkungsvollen Kondome bestanden schließlich aus Schafsdärmen und anderen tierischen Membranen. Es wird davon ausgegangen, dass selbst Casanova, der wohl berühmteste Liebhaber der Welt, die sogenannten „English Overcoats“ nutzte, um sich vor Krankheiten zu schützen. Einige berichten sogar darüber, dass der Italiener wahre Luxus-Modelle nutzte, die mit Seide oder Samt ausgekleidet waren. Kein Zweifel: Das waren die elegantesten „Verhüterlis“ in der Geschichte des Kondoms.

    Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte des Kondoms: Die Vulkanisation

    Was hat die Geschichte des Kondom mit Autoreifen zu tun? Eine ganze Menge, denn ohne Charles Goodyears Entdeckung aus dem Jahr 1839 sähe das heutige Kondom wahrscheinlich ganz anders aus. Der US-Amerikaner entdeckte nämlich die Vulkanisation, ein Verfahren, mit dem man Natur-Kautschuk dauerhaft elastisch machen kann. Dieser weitere Schlüsselmoment in der Geschichte des Kondoms führte zu einer bahnbrechenden Veränderung. Statt Tierdärmen wurde nun Gummi genutzt, um die Verhütungsmittel herzustellen. Das erste Gummi-Kondom von Goodyear wurde im Jahr 1855 hergestellt. 1870 begann die Massenproduktion.

    Ein letzter entscheidender Schritt in der Geschichte des Kondoms fand schließlich im Jahr 1930 statt. Seit diesem Jahr werden Kondome aus Latex hergestellt.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • Hormonfreie Verhütung: Schonend und sicher

    Hormonfreie Verhütung: Schonend und sicher

    Wenn es um das Thema Verhütung geht, denken sowohl Männer als auch Frauen meist als erstes an die Antibaby-Pille. Diese verspricht, regelmäßig eingenommen, einen sehr hohen Verhütungsschutz und wird deswegen häufig verwendet. Immer öfter wird die „Pille“, so ihr Spitzname, von Frauen aber auch in Frage gestellt. Die darin enthaltenen Hormone haben nicht nur einen massiven Einfluss auf den Körper. Längst ist nachgewiesen, dass die Antibaby-Pille auch Erkrankungen wie Thrombose und Depressionen hervorrufen kann. Kein Wunder also, dass der Trend wieder hin zur hormonfreien Verhütung geht. Aber welche Möglichkeiten gibt es diesbezüglich eigentlich?

    Die Vorteile von hormonfreier Verhütung

    Hormonfrei verhüten – das bedeutet in erster Linie: Keinen künstlichen Einfluss auf die Abläufe im Körper nehmen. Während beispielsweise Antibaby-Pille oder das Verhütungspflaster dem weiblichen Organismus vorspielen, dauerhaft schwanger zu sein, wirken nichthormonelle Verhütungsmittel auf völlig andere Weise. Hier geht es darum, das Sperma durch eine Barriere davon abzuhalten, zur weiblichen Eizelle vorzudringen. Eine Befruchtung wird also (sozusagen) manuell verhindert. Die Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung werden auch als Barrieremethoden bezeichnet. Ihre Vorteile lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    • Körper wird nicht belastet oder hormonell beeinflusst
    • Teilweiser Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten
    • Hohe Sicherheit bei richtiger Verwendung

    Die Nachteile von hormonfreier Verhütung

    Wo es Vorteile gibt, sind Nachteile häufig nicht weit entfernt. Auch im Fall der hormonfreien Verhütung gibt es einige Schattenseiten, die an dieser Stelle natürlich nicht unerwähnt bleiben sollen. Im Falle der nichthormonellen Verhütung lassen sich die folgenden Nachteile festhalten:

    • Geschlechtsverkehr ist nicht immer spontan möglich (wenn das Verhütungsmittel nicht parat ist)
    • Es ist immer eine gewisse Vorbereitung notwendig
    • Bei falscher Handhabung oder Beschädigung verschwindet der Verhütungsschutz

    Die meisten Menschen, die nach wie vor auf die hormonelle Verhütung schwören, wissen die Spontanität zu schätzen. Antibaby-Pille, Spirale, Pflaster und Co. sorgen dafür, dass nur selten aktiv über Verhütung nachgedacht werden muss. Sex wird infolgedessen als spontaner, natürlicher und oftmals auch intimer wahrgenommen. Das nervöse Herumfummeln mit einem Kondom oder das ungeschickte Einsetzen eines Diaphragmas gelten nach wie vor als klassische Stimmungskiller, die die Lust schnell zum Frust werden lassen.

    Der Klassiker der hormonfreien Verhütung: Das Kondom

    Wenn es um Verhütung mithilfe von Barrieremethoden geht, muss natürlich zu allererst das altbewährte Kondom genannt werden. Die Geschichte dieser Verhütungsmethode ist lang und eng mit der Sexualität des Menschen verbunden. Während vor langer Zeit nicht nur Tierdärme, sondern auch Leinensäckchen, Häute, Leder und viele andere Materialien genutzt wurden, um das Sperma abzuhalten, hat sich inzwischen Latex durchgesetzt. Das ist nicht nur für die meisten Menschen verträglich, sondern auch besonders „gefühlsecht“. Die Handhabung des Kondoms ist einfach:

    • Setzen Sie das Kondom auf die Eichel
    • Drücken Sie das Reservoir vorsichtig mit zwei Fingern zu
    • Rollen Sie das Kondom nach unten bis zum Schaft
    • Überprüfen Sie den sicheren Sitz

    Kondome gelten als sichere Verhütungsmethode – wenn sie nicht ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben und nicht beschädigt wurden. Einen riesigen Pluspunkt erhalten die „Verhüterlis“, weil sie der einzige wirkungsvolle Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten sind. Darum sollten Kondome immer dann zum Einsatz kommen, wenn Sie sexuellen Kontakt zu einer fremden Person haben.

    Verhütung mit zwei Komponenten: Das Diaphragma

    Das Diaphragma funktioniert ähnlich wie das Kondom, wird aber in die Scheide der Frau eingesetzt. Hier umschließt es den Muttermund und sorgt dafür, dass keine Spermien eindringen können. Wichtig: Wenn Sie sich für die hormonfreie Verhütung mit einem Diaphragma entscheiden, müssen Sie immer auch ein spezielles Gel verwenden. Dieses lähmt die Spermien und tötet sie letztendlich ab. Diaphragmen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich und können mehrmals verwendet werden.

    Weitere Möglichkeiten der hormonfreien Verhütung

    Kupferspirale Abgegebene Kupferionen verhindern eine Befruchtung. Die Kupferspirale wird vom Frauenarzt eingesetzt.
    Temperaturmethode Diese Methode kann zur hormonfreien Verhütung oder beim Kinderwunsch genutzt werden. Durch akribisches Messen der Körpertemperatur und Protokollierung werden fruchtbare Tage ermittelt.
    Beobachtung vom Zervixschleim Diese Form der hormonfreien Verhütung wird auch als Zwei-Tage- oder Billings-Methode bezeichnet. Durch Beobachtung und Dokumentation des Zerfixschleims werden fruchtbare Tage bestimmt.

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  • Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Die Mehrheit der Menschen, die einen veganen Lebensstil führen, achten insbesondere im Bereich Ernährung darauf, nicht mit tierischen Produkten in Kontakt zu kommen. Andere machen auch bei ihrer Kleidungswahl Abstriche und verzichten auf Leder, Pelz und Co. Veganismus ist längst mehr als nur ein Trend. Es ist zu einer Lebenseinstellung geworden, die in immer mehr Bereichen des Alltags Einzug hält. So legen auch immer mehr Menschen großen Wert darauf, dass ihre Kosmetik vegan ist. Doch was genau versteht man eigentlich unter veganen Kosmetikprodukten?

    Ein hoher Preis für verträgliche Kosmetik

    Es ist der Alptraum eines jeden Kosmetik-Herstellers: Das neue Produkt, das frisch auf dem Markt ist und die Massen begeistern soll, löst bei etlichen Menschen allergische Reaktionen aus. Juckreiz, Rötungen und ein spannendes Gefühl sind alles andere als gute Werbung und so wird schon im Vorfeld genau überlegt, wie Szenarien wie diese vermieden werden können.

    Bevor ein Kosmetik- oder Pflegeprodukt auf den Markt kommt, werden die verschiedenen Inhaltsstoffe in der Regel Tierversuchen auf ihre Verträglichkeit getestet. Vom Duschgel über Make Up bis hin zum Lippenstift – die unterschiedlichsten Produkte werden zum Beispiel an Mäusen und Kaninchen getestet. Die Tiere leiden meist stark unter den Versuchen und sterben nicht selten auch dabei.

    Das erschüttert nicht nur Tierschützer, sondern ruft auch immer mehr überzeugte Veganer auf den Plan. Die Forderung ist klar: Stoppt Tierversuche und kauft vermehrt vegane Kosmetik.

    Wodurch zeichnet sich vegane Kosmetik aus?

    Damit Kosmetik als vegan bezeichnet werden kann, muss sie selbstverständlich verschiedene Kriterien erfüllen.

    • Frei von tierischen Produkten: Vegane Kosmetik kommt selbstverständlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Was in unseren Breitengraden (zum Glück) als Selbstverständlichkeit gilt, ist in anderen Ländern Gang und Gäbe. Vor allem im asiatischen Raum sind tierische Produkte wie Hörner, Krallen oder Fell fester Bestandteil der Kosmetik.
    • Verzicht auf Tierversuche: Ein zweiter wichtiger Faktor, der vegane Kosmetik auszeichnet, ist der Verzicht auf die bereits angesprochenen Tierversuche. Wenn ein Kosmetikprodukt als vegan eingestuft werden soll, dürfen im Vorfeld keine Tiere dafür leiden müssen.

    Vegane Kosmetik im Laden erkennen

    Wenn Sie Ihre Pflegeprodukte auf vegane Kosmetik umstellen wollen, bedeutet das natürlich, beim nächsten Einkauf etwas mehr Zeit einzuplanen und wählerischer zu sein. Die meisten Kosmetikprodukte, die das Prädikat „vegan“ verdient haben, tragen dieses meist auch stolz und gut sichtbar auf der Verpackung. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, kann hierzu ein praktisches Hilfsmittel einsetzen.

    Die App barcoo ist ein Barcode-Scanner für das Smartphone. Wenn Sie ein Produkt mit der Anwendung scannen, spuckt diese anschließend zahlreiche interessante Infos aus. So wird unter anderem auch auf einen Blick klar, ob es sich hierbei um vegane Kosmetik handelt oder nicht.

    Sind Tierversuche in Deutschland noch erlaubt?

    Wenn die Rede von veganer Kosmetik und ethisch mehr als zweifelhaften Tierversuchen ist, dann stellen sich viele Menschen die gleiche Frage: Sind Tierversuche in Deutschland überhaupt noch erlaubt?

    Tatsächlich lautet die Antwort: Nein. Am 11. März 2013 entschied das Europäische Parlament, Kosmetikfirmen zu verbieten,

    • Tierversuche durchzuführen
    • Tierversuche in Auftrag zu geben
    • Tierversuch-Produkte innerhalb der EU zu vermarkten

    Auch wenn es sich hierbei um einen großen Erfolg für Tierschützer und einen Meilenstein in der Geschichte der veganen Kosmetik handelt, wird die Freude getrübt. Wie jedes Gesetz hat auch dieses typische Schlupflöcher, die natürlich von den Herstellern genutzt werden:

    • Das Gesetz gilt ausschließlich für neue Produkte, d.h. dass bereits getestete Produkte weiterhin verkauft werden dürfen
    • Das Verbot gilt nur für Inhaltsstoffe, die speziell für Kosmetika eingesetzt werden, d.h. andere Inhaltsstoffe – beispielsweise Duft- und Farbstoffe – dürfen weiterhin getestet werden

    Vegane Kosmetik ist auf dem Vormarsch. Der stark ausgeprägte und omnipräsente Aspekt des Tierschutzes sorgt dafür, dass auch Menschen, die eigentlich gar nicht vegan leben, auf diese Pflegeprodukte zurückgreifen – und dass, obwohl vegane Kosmetik häufig teurer als herkömmlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / annakhomulo

  • Reiten ist gesund, weil …

    Reiten ist gesund, weil …

    Das Pferd gehört zu den ältesten Nutztieren des Menschen. Es wird seit Jahrtausenden eingesetzt, um Lasten zu tragen, Menschen und Gegenstände zu transportieren und auch um hungrige Bäuche zu füllen. In der heutigen Zeit sind all diese Aspekte jedoch mehr und mehr in den Hintergrund gerückt. Pferde gelten heute in erster Linie als Haustiere, die von ihren Besitzern jede Menge Liebe erhalten.

    Außerdem sind Pferde ein wichtiger Bestandteil für verschiedene Sportarten wie zum Beispiel Sprung- oder Dressurreiten.

    Reiten als Sportart ist nicht nur bei jungen Mädchen sehr beliebt. Die Aktivität verbindet verschiedene Faktoren miteinander.

    Hierzu gehören:

    • Die Interaktion mit einem Tier
    • Der Aufenthalt in der Natur
    • Die sportliche Aktivierung des gesamten Körper

    Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass Reiten gesund ist und sowohl dem Körper als auch der Seele guttut. Vor allem das Reiten in Dänemark ist gerade sehr beliebt.

    Reiten ist gesund, weil der gesamte Körper angespannt wird

    Wer schon mal auf dem Rücken eines Pferdes saß, weiß, dass dort oben Disziplin und Rückgrat gefragt sind. Reiten beansprucht den gesamten Körper und sorgt dafür, dass er gleichmäßig angespannt wird. Das wiederum hat einen positiven Effekt auf verschiedene Muskelpartien. Hierzu gehören auch Muskeln, die im Alltag eher wenig beansprucht werden. Reiten ist also eine abwechslungsreiche Sportart, die den Körper auf besondere Weise fordert und fördert. Durch das permanente An- und Entspannen der Muskel werden diese gestärkt und in Form gebracht.

    Reiten ist gesund, weil neue Bewegungsabläufe erlernt werden

    Mit dem Reiten ist es wie mit dem Fahrradfahren: Wenn man es erst einmal erlernt hat, sitzt man fest im Sattel. Bis es soweit ist und man sich zu 100 % sicher auf dem Pferd fühlt, sind Geduld und Durchhaltekraft gefordert. Beim Reiten gilt es in erster Linie, die Balance auf dem Pferd zu halten. Dafür ist es notwendig, dass der Körper gänzlich neue Bewegungsabläufe erlernt. Das ist nicht nur gut für die Haltung und die Muskulatur, sondern regt auch das Gehirn an. Reiten ist gesund, weil es sowohl den Körper als auch den Geist beansprucht.

    Reiten ist gesund, weil es Stress abbaut

    Pferde genießen allgemein einen äußerst positiven Ruf. Sie gelten als ruhige und ausgeglichene Tiere, die diese positive Kraft auch auf ihre Reiter übertragen können. In der Tat ist Reiten eine tolle Möglichkeit, um Stress abzubauen und sich selbst eine Auszeit zu gönnen. Auch dies ist ein Fakt, der bestätigt: Reiten ist gesund!

    [quote]Tipp: Nicht nur das Reiten an sich, sondern auch die Pflege des Pferdes entspannt. Lassen Sie sich daher ruhig Zeit beim Putzen, Striegeln und Füttern des Treuen Vierbeiners.[/quote]

    Reiten ist gesund, weil man an der frischen Luft ist

    Reiten ist, mit Ausnahme von wenigen Disziplinen, ein waschechter Outdoor-Sport. Das bedeutet, dass Sie bei einem ausgedehnten Ausritt jede Menge frische Luft aufnehmen. Darüber hinaus kann der Körper, wenn die Sonne scheint, das lebenswichtige Vitamin D produzieren. Dieses sorgt unter anderem für gute Laune und ein allgemeines Wohlbefinden.

    Wann Reiten nicht geeignet ist

    Es kann an dieser Stelle festgehalten werden: Reiten ist gesund und trainiert den gesamten Körper. Dennoch ist die Sportart nicht für alle geeignet. Das gilt insbesondere für Menschen, die…

    • … eine Pferdehaar-Allergie haben
    • … einen Bandscheiben-Vorfall hatten
    • … eine Verletzung an der Wirbelsäule haben oder hatten

    Vor allem bei einer Schädigung der Wirbelsäule ist Reiten absolut nicht empfehlenswert. Das liegt daran, dass ein Großteil der Bewegungsabläufe auf dem Pferd über die Wirbelsäule stattfindet. Durch das stetige Auf- und Abwippen beim Reiten ist die Wirbelsäule hohen Kräften ausgesetzt, die sie nicht immer einwandfrei abfedern kann.

    [quote]Tipp: Wenn Sie nach mehrmaligem Reiten unter starken Rückenschmerzen leiden, sollten Sie einen Arzt konsultieren. Wenn die Schmerzen ein Resultat falscher Haltung sind, kann außerdem ein Reitlehrer helfen.[/quote]

    Bild: © Depositphotos.com / pirita