Autor: Ulrike Dietz

  • Die Pille absetzen – was sollten Frauen beachten?

    Die Pille absetzen – was sollten Frauen beachten?

    Es gibt viele Frauen, die die Pille absetzen und das aus ganz unterschiedlichen Gründen. Eine geplante Schwangerschaft kann einer dieser Gründe sein, auch eine Unverträglichkeit oder zu viele Nebenwirkungen sind Faktoren, warum Frauen die Pille absetzen. In einigen Situationen ist es zudem aus gesundheitlicher Sicht notwendig, die Pille abzusetzen. Vor allem Frauen, die die Pille über einen langen Zeitraum eingenommen haben, sollten sich vor dem Absetzen über mögliche Reaktionen des Körpers informieren, denn nicht immer ist es so einfach, die Pille einfach abzusetzen.

    Die Vorteile der Pille

    Millionen Frauen zwischen 14 und 49 Jahren nehmen weltweit die Antibabypille. Selbst wenn die Pille in den letzten Wochen und Monaten negativ in die Schlagzeilen gekommen ist, bietet sie auch einige Vorteile. Wenn sie richtig eingenommen wird, dann ist die Pille ein sicheres Verhütungsmittel, außerdem ist die monatliche Blutung deutlich schwächer und kürzer. Frauen, die mit Hautunreinheiten zu kämpfen haben, können das mit der Pille beheben, trotzdem sollte die Pille nicht als eine Art Lifestyle-Produkt betrachtet werden, das für eine schönere Haut, festere Fingernägel und dichtes, glänzendes Haar sorgt.

    Welche Gesundheitsrisiken gibt es?

    Nicht jede Frau kann die Pille einnehmen, und wenn sich bestimmte Krankheitsbilder zeigen, dann müssen Frauen sogar die Pille absetzen. Das ist bei einer tiefen Beinthrombose der Fall, aber auch bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse und nach einem Herzinfarkt. Wenn Frauen zu Gallenblasenkoliken neigen, dann sollten sie die Pille absetzen, das Gleiche gilt auch bei epileptischen Anfällen. Auch muss die Pille sofort abgesetzt werden, wenn plötzliche Sehstörungen auftreten, sich starke Kopfschmerzen einstellen oder der Blutdruck ansteigt.

    Die möglichen Nebenwirkungen

    Die Rezeptur der Pille wurde in den vergangenen Jahren immer wieder verbessert, trotzdem lassen sich Nebenwirkungen nicht ganz ausschließen. Eine deutliche Gewichtszunahme kann eine Nebenwirkung der Pille sein, ebenso wie Übelkeit und Erbrechen. Kopfschmerzen und sexuelle Unlust machen vielen Frauen zu schaffen, wenn sie die Pille nehmen, auch häufige Pilzinfektionen und Stimmungsschwankungen gehören zu den Nebenwirkungen und veranlassen Frauen, die Pille abzusetzen.

    Die Pille absetzen – ändert sich der Zyklus?

    Frauen, die die Pille absetzen, müssen mit Veränderungen ihres Zyklus rechnen. Wird die Pille abgesetzt, dann stellt der Körper wieder auf den natürlichen Hormonzyklus um, der Zustand der künstlichen Schwangerschaft wird aufgegeben. Die Pille absetzen heißt, es kommt wieder in regelmäßigen Abständen zu einem Eisprung und damit auch zur Periode. Rund die Hälfte der Frauen, die die Pille absetzt, hat keinerlei Beschwerden, bei ihnen pendelt sich der Zyklus schnell wieder ein. Bei anderen Frauen verläuft das Absetzen der Antibabypille aber nicht so reibungslos, sie bekommen Zwischenblutungen und haben einen verkürzten oder verlängerten Zyklus. Vielfach wird die Periode von starken Schmerzen begleitet, das ist vor allem bei Frauen zu beobachten, die schon in jungen Jahren die Pille eingenommen haben, als der Zyklus sich noch nicht eingependelt hatte.

    Mögliche Risiken für die Gesundheit

    Wird die Pille abgesetzt, dann reagiert auch die Haut, es können sich Pickel bilden, zudem ist eine starke Akne nicht auszuschließen und es kann zu Haarausfall und zu fettigen Haaren kommen. Diese „Nebenwirkungen“ verschwinden wieder, aber ein Gang zum Arzt kann sich trotzdem lohnen, denn es stehen Medikamente und Therapien gegen diese Beschwerden zur Verfügung. Die Pille absetzen kann auch Folgen für die Psyche haben, und zu diesem Thema gibt es interessante Studien. Evolutionsbedingt suchen sich Frauen nach ihrer genetischen Verfassung einen Mann aus. Frauen, die keine Pille nehmen, legen mehr Wert auf das äußere Erscheinungsbild eines Mannes. Frauen, die die Pille nehmen, achten weniger auf das Aussehen, vermutlich weil ihnen ihr Körper suggeriert, sie seien schwanger und müssen daher nicht an Nachwuchs denken. Wird die Pille hingegen abgesetzt, kann es sein, dass der Partner dann nicht mehr so attraktiv ist.

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  • Ginseng – eine Wohltat für Körper und Geist

    Ginseng – eine Wohltat für Körper und Geist

    Ginseng gehört zu den ältesten und wohl auch bekanntesten Heilpflanzen weltweit. Die Pflanze wächst bevorzugt in den gebirgigen und stark bewaldeten Regionen Sibiriens, Chinas und Südkoreas, kultiviert wird die Pflanze mittlerweile aber auch in Europa. Die Geschichte des Ginseng reicht sehr weit zurück, denn schon 40 vor Christus wird die außergewöhnliche Heilkraft des Ginseng in alten Schriften erwähnt. In der traditionellen chinesischen Medizin hat Ginseng schon lange einen festen Platz und als niederländische Seeleute die Pflanze im 17. Jahrhundert nach Europa brachten, dauerte es nicht lange, bis die Heilpflanze auch hier bekannt wurde.

    Was macht Ginseng so besonders?

    Nicht alle Bestandteile der Ginsengpflanze werden als Heilmittel genutzt, meist ist es die Wurzel, die Verwendung findet. Im 20. Jahrhundert gab es die ersten Studien zur Ginsengwurzel, die nachweislich die gesunde Wirkung beschrieben haben und bis heute genießt die Pflanze einen ausgezeichneten Ruf. Es sind vor allem die sogenannten Ginsenoside und die ätherischen Öle, die die Ginsengwurzel so gesund machen, aber auch Peptidoglycane und Phytosterole, die in der Pflanze enthalten sind, haben eine heilende Wirkung. Je älter und kleiner die Wurzeln sind, umso höher die Konzentration der Wirkstoffe, zu denen Aminosäuren ebenso zählen wie auch Vitamine, Spurenelemente, ätherische Öle, Fettsäuren und verschiedene Spurenelemente wie Selen, Magnesium, Kalzium und Kalium.

    Wie wirkt Ginseng?

    Durch die vielfältigen Inhaltsstoffe kann die Ginsengwurzel auch eine vielfältige Wirkung entfalten. So sorgt die Wurzel unter anderem dafür, dass die für das Gehirn so wichtigen Botenstoffe Serotonin und Dopamin verstärkt produziert werden, was die Gedächtnisleistung, aber auch die Funktion von Nieren und Herz stärkt. Das Immunsystem wird stimuliert und da Ginseng auch die Energie des Gehirns steigert, stellt sich ein allgemeines Wohlbefinden ein. Der Körper ist in der Lage, körperliche aber auch seelische Anstrengungen und Belastungen leichter und schneller zu verkraften. Studien aus der traditionellen chinesischen Medizin belegen, dass der Körper durch die Inhaltsstoffe der Ginsengwurzel gestärkt wird, Müdigkeit und Abgeschlagenheit lassen schnell nach und auch die Konzentration wird gesteigert. Zu den positiven Effekten gehört auch die Fähigkeit in psychischer Hinsicht, denn die Wurzel kommt bei nervlich bedingten Erkrankungen wie beispielsweise bei Angstzuständen ebenfalls zum Einsatz.

    Wie wird die Ginsengwurzel angewendet?

    Ginseng ist nicht nur ein Heilmittel, er kann auch ein ganz normaler Bestandteil der Nahrung sein. So werden heute Suppen und Getränke mit dem Extrakt der asiatischen Wurzel angeboten, in ihrer Heimat wird mit der Wurzel sogar gekocht. Die Wurzeln werden gedünstet, frittiert oder auch gebraten und sind so ein Teil der Speisekarte. Besonders beliebt ist Tee, der aus der Ginsengpflanze gekocht wird, der als sehr aromatisch und lecker gilt. Ähnlich wie beim Ingwertee, so wird auch der Ginsengtee entweder als Pulver oder als Granulat angeboten und muss dann nur noch mit heißen Wasser aufgegossen werden. Möglich ist es aber auch, aus der Wurzel selbst einen Tee zu kochen. Dafür wird die Wurzel in dünne Scheiben geschnitten, dann mit heißem Wasser übergossen und anschließend kann mit Honig gesund gesüßt werden. Als Heilpflanze wird die Ginsengwurzel in Form von Kapseln und als Pulver zum Anrühren mit Wasser in Apotheken, Reformhäusern und Bioläden angeboten.

    Ginseng in der Kosmetik

    Die Heilpflanze hat sich zudem als Zutat für verschiedene Kosmetika einen guten Namen gemacht und wird zum Beispiel für Shampoos, Hautcremes und Körperöle verwendet. Zusammen mit ätherischen Ölen, Jojobaöl und anderen Zutaten kann man Ginseng auch selbst zu einer Creme oder einer Körperlotion verarbeiten und hat dann ein gutes und vor allem ein natürliches Hautpflegemittel.

    Die Ginsengwurzel ist ein Allrounder, der für Körper und Geist gleichermaßen zum Einsatz kommen kann und der aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe seit langer Zeit sehr geschätzt wird.

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  • Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Das griechische Wort Ataxia bedeutet Unordnung und das trifft das Krankheitsbild, das bei Ataxie entsteht, recht gut, denn die Betroffenen leiden unter Bewegungsstörungen, die alle Körperteile betreffen können. So sind zum Beispiel normale Bewegungsabläufe nicht mehr möglich, aber auch das Sehen und das Sprechen kann betroffen sein. Bewegungsstörungen durch Ataxie sind vielfältig und für die Betroffenen immer mehr als nur unangenehm. Aber wie kommt es zu einer Ataxie und welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

    Die unterschiedlichen Formen der Ataxie

    Das Wort Ataxie ist ein Überbegriff für Bewegungsstörungen, die auch die kleinsten Muskelpartien betreffen kann. Bewegungsstörungen durch Ataxie, die nur das Gehen betreffen, werden Gangataxie genannt, die Betroffenen haben Probleme damit, aufrecht zu gehen und fallen entweder durch einen kleinschrittigen Gang oder durch einen sehr unsicheren, breitbeinigen Gang auf. Wenn das Stehen oder Sitzen betroffen ist, dann spricht die Medizin von einer Rumpfataxie, hier können die Betroffenen nur schlecht ohne Hilfe stehen und neigen dazu, zu fallen. Eine Gliedmaßenataxie liegt dann vor, wenn das Schreiben nicht mehr möglich ist und bei einer Dysarthrie ist es nicht mehr möglich, sich zu artikulieren, die Sprache wird undeutlich, die Sätze sind abgehakt und die Stimme klingt verschwommen. Bewegungsstörungen durch Ataxie können aber auch die Augen und die Hände betreffen. In diesem Fall spricht man von einer optischen Ataxie, denn die Betroffenen sind unfähig, mit Kontrolle durch die Augen, bestimmte Handbewegungen zu machen.

    Welche Ursachen haben die Bewegungsstörungen durch Ataxie?

    Wenn es zu Bewegungsstörungen durch Ataxie kommt, dann sind keine Feinabstimmungen der einzelnen Bewegungen mehr möglich, die vom Kleinhirn und dem Rückenmark gesteuert werden. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Kooperation zwischen den verantwortlichen Zentren verhindern können. Einige werden im Laufe des Lebens erworben, bei anderen Formen sind genetische Ursachen schuld. Besonders häufig werden die Bewegungsstörungen durch Ataxie im Laufe des Lebens erworben, aber auch entzündliche Erkrankungen können das Kleinhirn so schädigen, dass es die Koordination und das Zusammenspiel der Bewegungen nicht mehr planen und durchführen kann. Das ist beispielsweise bei der Nervenkrankheit Multiple Sklerose der Fall, aber auch ein Tumor kann Bewegungsstörungen durch Ataxie auslösen.

    Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie sind ein Symptom für viele neurologische Krankheiten, und immer wenn es zu solchen Störungen kommt, dann muss ein Arzt aufgesucht werden, der den möglichen Hintergrund abklärt. Wer sich im Sitzen oder beim Stehen unsicher fühlt oder merkt, dass der Gang nicht mehr sicher ist oder taumelnd wird, der muss zum Arzt. Auch wenn es plötzlich nicht mehr möglich ist, die Handfläche nach oben zu drehen oder wenn die Hände stark zittern, ist ein Arztbesuch unumgänglich, denn dann kann es sich um Ataxie handeln. Treten die Probleme urplötzlich auf, sind das möglicherweise erste Anzeichen für einen Schlaganfall.

    Wie wird Ataxie behandelt?

    Der richtige Ansprechpartner ist ein Neurologe, der sich zunächst mit gezielten Fragen einen ersten Überblick verschafft, was als Ursache infrage kommen kann. Anschließend werden die Funktionen des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks, aber auch die Reflexe überprüft. Ein MRT, also eine Magnetresonanztomografie kann für Klarheit sorgen, aber auch Blutuntersuchungen und eine Nervenwasseruntersuchung können Auskunft über die Ursache der Ataxie geben. In der Regel ist es schwierig, eine Ataxie zu behandeln, und es gibt auch sehr wenige spezielle Therapieformen. Eine regelmäßige Physiotherapie verspricht vielfach Erfolge, denn zusammen mit einem Therapeuten lernen die Betroffenen wieder, ihre Bewegungen zu steuern. Die Übungen können auch zu Hause gemacht werden, in besonders schweren Fällen ist eine Kur ebenfalls eine sehr gute Idee. Wichtig ist ein völliger Verzicht auf Alkohol, denn der Genuss von Alkohol kann die Bewegungsstörungen noch verstärken. Ein Ansprechpartner ist hier die Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft-Bundesverband e. V.

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  • Flohsamen – vielseitig für die Gesundheit im Einsatz

    Flohsamen – vielseitig für die Gesundheit im Einsatz

    Der Name Flohsamen führt ein wenig in die Irre, denn mit den kleinen Krabbeltieren hat die populäre Heilpflanze nichts zu tun. Allerdings verdankt die Pflanze ihren Namen dem Aussehen der Insekten, denn der Flohsamen oder besser gesagt, die Flohsamenschalen sind länglich geformt und haben mit ihrer rötlich-braunen Farbe durchaus Ähnlichkeit mit einem Floh. Flohsamen hat sich als Heilpflanze für den Magen- und Darmbereich einen guten Namen gemacht und gilt durch seine Ballaststoffe als wirksames Mittel gegen Verstopfung.

    Welche Inhaltsstoffe sind im Flohsamen zu finden?

    In der Heilpflanze, die vor allem in Mitteleuropa als Flohwegerich wächst, sind Ballaststoffe und Proteine zu finden, die den Körper mit lebensnotwendigem Eiweiß versorgen. Auch Flavonoide sind in den Samen zu finden, die antioxidativ wirken und für die Vorbeugung von Krankheiten eine große Rolle spielen. Primär sind es aber die Ballaststoffe, die die heilsame Wirkung ausmachen, denn in Wasser aufgelöst quellen die Samen auf, sie bilden durch das Fett, das in ihnen enthalten ist, eine weiche, geschmeidige Konsistenz und können so alle Bereiche des Darms erreichen.

    Die gesundheitliche Wirkung

    Flohsamen kommt vor allem bei Beschwerden des Darms zum Einsatz, und entfaltet seine Wirkung bei Verstopfung ebenso wie beim Reizdarmsyndrom und bei Durchfall. Darmfissuren, Divertikel und besonders Hämorrhoiden können den täglichen Stuhlgang problematisch und auch sehr schmerzhaft machen, Flohsamenschalen, die im Wasser aufgequollen sind, machen den Stuhl weicher und starkes Pressen ist nicht mehr nötig. Das macht den Samen zudem zu einer guten Alternative, wenn es um Abführmittel geht, denn die Samen machen ein chemisches Mittel überflüssig. Flohsamen kann aber auch den Cholesterinspiegel senken und ist ein hilfreiches Mittel für eine Diät. Da der Samen im Wasser sein Volumen deutlich vergrößert, entsteht im Magen schneller das Gefühl, satt zu sein, und auf diese Weise wird der Flohsamen zum Appetitzügler.

    Die Anwendungsgebiete von Flohsamenschalen

    Flohsamen sind ein anerkanntes Heilmittel bei Diabetes und entzündlichen Darmerkrankungen wie zum Beispiel Morbus Crohn, aber auch schwangere Frauen können ihrem Darm, der in der Schwangerschaft gerne mal ein wenig träge ist, mit Flohsamenschalen natürlich auf die Sprünge helfen. Da Flohsamen ein natürliches Heilmittel sind, gibt es so gut wie keine Nebenwirkungen und auch die Anwendung ist einfach, da die Samen auch in praktischen Kapseln angeboten werden. Bei Beschwerden mit dem Darm empfiehlt es sich, die Samen in Form von Pulver einzunehmen, denn zusammen mit Wasser können sie dann ihre heilsame Wirkung entfalten.

    Flohsamen richtig einnehmen

    Alle, die zum ersten Mal die Samen einnehmen, sollten sich darauf einstellen, dass die abführende Wirkung innerhalb von zwölf Stunden auftritt, aber es können auch bis zu drei Tage vergehen, bevor der Darm auf Trab kommt. Für die Dosierung gilt, ein bis zwei Teelöffel des Samens reichen als Tagesdosis in der Regel aus, sie werden mit 100 Millilitern Wasser verrührt und müssen dann quellen. Der Samen quillt anschließend im Körper noch weiter auf, deshalb sollte die Mischung auch im Liegen getrunken werden, damit die Atemwege nicht beeinträchtigt werden können. Optimal ist es, das Gemisch aus Flohsamen und Wasser morgens und abends zu trinken, ein regelmäßiger Stuhlgang stellt sich aber erst nach einer Woche ein.

    Wo kann man Flohsamen kaufen?

    Flohsamenschalen können in Apotheken, Reformhäusern und in der Drogerie gekauft werden. Bei nur leichten Beschwerden kann der Samen hilfreich sein, sollte es aber einen Verdacht auf Darmverschluss geben, dann dürfen die Samen nicht mehr eingenommen werden. Zudem ist es wichtig, dass keine allergischen Beschwerden zu befürchten sind. Die Samen können leichte Blähungen verursachen und auch ein Völlegefühl ist möglich, das jedoch in der Regel nur vorübergehend ist. Wenn bestimmte Medikamente eingenommen werden, dann sollte vor der Einnahme von Flohsamen der Arzt gefragt werden.

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  • TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    TIA – Warnzeichen für den kleinen Schlaganfall

    Fast jedem Schlaganfall gehen Warnzeichen voraus und diese alarmierenden Zeichen werden als transitorische ischämische Attacken oder kurz TIA genannt. Die TIA Warnzeichen treten von einer Minute auf die andere auf und sie verschwinden in der Regel auch ebenso schnell wieder. Da die Attacken blitzschnell kommen und gehen, suchen nur die wenigsten einen Arzt auf, aber das kann fatale Folgen haben. Wenn dann der Schlaganfall kommt, wird die Zeit knapp, und es kann sehr schnell um Leben oder Tod gehen.

    Welche Vorzeichen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen sind vielfältig und individuell stark oder weniger stark ausgeprägt. Praktisch wie aus heiterem Himmel kann es zu Sehstörungen kommen, die Betroffenen sehen verschwommen oder wie durch eine Milchglasscheibe, aber auch eine plötzliche Blindheit ist möglich. Arme und Beine können sich taub und pelzig anfühlen, manche Menschen sind nicht mehr in der Lage, ganze Sätze zu sprechen oder es fehlen die richtigen Worte. Alle diese TIA Warnzeichen dauern meist nur wenige Sekunden oder Minuten, in einigen Fällen aber auch Stunden. Vor allem wenn es um Ausfälle geht, die nur Sekunden dauern, kommen nur die wenigsten auf den Gedanken, den Notruf zu wählen und betrachten das Ganze als ein vorübergehendes Phänomen.

    TIA Warnzeichen künden einen Schlaganfall an

    Nicht alle TIA Warnzeichen weisen auf einen kurz bevorstehenden Schlaganfall hin, aber bei 40 % der Schlaganfallpatienten ging eine transitorische ischämische Attacke voraus. Mediziner sprechen daher von einem kleinen Schlaganfall, den jeder ernst nehmen sollte. Was den „richtigen“ Schlaganfall von TIA unterscheidet, ist der zeitliche Ablauf, denn während bei den TIA Warnzeichen nur ein sehr kurzer Zeitraum vergeht, können die Symptome bei einem Schlaganfall bis zu 24 Stunden andauern.

    Welche Ursachen gibt es?

    Die TIA Warnzeichen werden in den meisten Fällen durch einen Blutpfropfen verursacht, der für kurze Zeit ein kleines Gefäß im Gehirn verstopft. Die eigentliche Ursache ist in der Regel jedoch eine Verkalkung der Arterien, in deren Folge sich ein Pfropfen aus der Halsschlagader löst und dann eine sogenannte Karotisstenose auslöst. Auch ein Vorhofflimmern kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einem Blutgerinnsel kommt. Da die Durchblutungsstörung nur vorübergehend ist, kann man sie nicht mit einem Schlaganfall gleichsetzen, trotzdem gilt TIA immer als medizinischer Notfall. Die TIA Warnzeichen erhöhen das Risiko, einen Hirninfarkt zu erleiden und dann geht es um jede Minute. Meist kommt es bei mehr als zehn Prozent der Betroffenen nach vier Wochen zu einem Schlaganfall und innerhalb von drei Monaten steigt die Zahl auf 17 %.

    Wie wird TIA behandelt?

    Wenn TIA Warnzeichen auftreten, dann sollte ohne zu zögern der Notruf 112 angerufen werden, selbst dann, wenn die Symptome bereits wieder nachlassen. Der Notarzt wird den Patienten ins Krankenhaus einweisen, wo er dann 24 Stunden lang auf der Intensivstation beobachtet wird. In weiteren Untersuchungen suchen die Ärzte nach anderen Erkrankungen, die die Symptome ausgelöst haben könnten, wie zum Beispiel Epilepsie oder auch Migräne. Wenn die Patienten wieder nach Hause entlassen werden, dann ist es wichtig, den Auslöser von TIA richtig zu behandeln. Wer unter zu hohem Blutdruck, unter Vorhofflimmern, unter Diabetes oder unter einer Arteriosklerose leidet, ist ein Risikopatient und muss diese Erkrankungen unter ärztlicher Aussicht in den Griff bekommen. Medikamente müssen regelmäßig und konsequent eingenommen werden und sollte die Halsschlagader schon verengt sein, dann ist eine Operation die einzige Option der Behandlung. Patienten, die unter einem Vorhofflimmern leiden, müssen Medikamente einnehmen, die das Blut verdünnen.

    Damit es erst gar nicht zu TIA oder zu einem Schlaganfall kommt, ist es hilfreich, den Lebenswandel zu ändern. Rauchen ist ebenso ein Risikofaktor wie Übergewicht und der Mangel an Bewegung, auch eine ungesunde Ernährung erhöht die Gefahr, einen kleinen oder klassischen Schlaganfall zu erleiden.

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  • Gelee Royal – ein königliches Heilmittel

    Gelee Royal – ein königliches Heilmittel

    Die Bienen sind ein sehr fleißiges Völkchen und jede Biene hat eine bestimmte Aufgabe. Die Arbeiterbienen fliegen aus, um Nektar zu sammeln, die Drohnen sind für den Nachwuchs im Bienenstock zuständig und die Königinnen haben eine Schlüsselrolle, denn sie legen bis zu 2000 Eier jeden Tag. Die Königin eines Bienenvolks unterscheidet sich von den Arbeitern und den Drohnen nicht nur durch ihre Größe und ihre längere Lebensdauer, die Königinnen werden auch besser ernährt als das gemeine Bienenvolk. Nur die Königin bekommt das Gelee Royal, das königliche Gelee, und wenn man sich die Inhaltsstoffe dieses besonderen Gelees anschaut, dann kann man auch verstehen, warum die Königinnen eine Sonderrolle im Bienenstock einnehmen.

    Unverzichtbar für das Bienenvolk

    Die Larven der Bienen müssen eine besondere Nahrung bekommen, damit sie zügig wachsen können. Das passiert nicht, wenn die Larven nur den einfachen Honig bekommen, denn dieser hat zu wenig Eiweiß. Anders sieht das beim Gelee Royal aus, denn in diesem Gelee ist eine Menge Eiweiß zu finden, und auch ein bestimmtes Protein, das den Namen Royalactin trägt, sorgt dafür, dass die Larven schnell wachsen können. Das Protein lässt aber nicht nur die Larven schneller wachsen, es ist auch für den großen körperlichen Unterschied zwischen den Arbeiterbienen und ihrer Königin verantwortlich. Es sind die Arbeiterbienen, die das Gelee für ihre Königin herstellen, und zwar während des Stoffwechsels. Die Bienen sammeln das Gelee Royal in den Schlunddrüsen, sie scheiden das Gelee aus und verfüttern es drei Tage lang an die Larven. Der Rest dieser kostbaren Flüssigkeit ist für die Königin bestimmt und es hilft ihr dabei, über viele Jahre für den Nachwuchs im Bienenstock zu sorgen.

    Woraus besteht das königliche Gelee?

    Die genaue Zusammensetzung des Gelees ist bis heute wissenschaftlich noch nicht restlos geklärt, einige Inhaltsstoffe konnten aber identifiziert werden. Dazu gehören Vitamin E, Carotinoide, Nitratkonzentration sowie Malz, Pollen und Hefe, auch Kohlehydrate in Form von Fructose, Glucose und Saccharose konnten ebenso wie Eiweiß nachgewiesen werden. Über die Hälfte des Gelees für die Bienenkönigin besteht aus Wasser, rund ein Viertel aus Zucker und weitere 20 % sind Proteine und Aminosäuren.

    Wie wird Gelee Royal gewonnen?

    Die Gewinnung von Gelee Royal ist unter Imkern höchst umstritten, und einige Imker lehnen es generell ab, das Gelee zu „ernten“. Um das Gelee zu gewinnen, muss der Imker nicht nur die entsprechende Geräte, sondern auch sehr viel Erfahrung haben. Die Königin wird von ihrem Volk getrennt, daraufhin geraten die Arbeiterbienen unter großen Stress und beginnen damit, viel mehr Gelee Royal zu produzieren, als normalerweise notwendig ist. Viele Imker sehen das als Tierquälerei an und lehnen es ab, die Tiere auf diese Weise auszubeuten. Das besondere Gelee wird entweder in Ampullen, in kleinen Trinkfläschen, als Kapseln oder als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und in Reformhäusern, Kosmetikstudios oder in der Apotheke angeboten. Während einer Saison können nur 500 Gramm Gelee gewonnen werden. Unmittelbar nach der Entnahme ist es weißlich-gelb und hat einen leicht säuerlichen bis bitteren oder auch pikanten Geschmack.

    Wie wirkt das Gelee der Königin?

    Dass Gelee Royal dem Bienenvolk gesunden Nachwuchs beschert, ist bekannt, aber welche Wirkung hat das Gelee auf den Menschen? Die königliche Nahrung kann helfen, Stress besser zu bewältigen, oder bei der Nikotinentwöhnung behilflich sein. Auch Kinder, die keinen Appetit haben, sollen besser essen, wenn sie das Gelee der Königin als Nahrungsergänzungsmittel bekommen. Das Gelee hat sich vor allem im Kosmetikbereich einen guten Namen gemacht, denn es kann der Hautalterung vorbeugen, die freien Radikalen bekämpfen und die Körperzellen effektiv schützen. Es soll die Stimmung aufhellen und für ein ausgeglichenes Wesen sorgen und auch den Cholesterinspiegel senken können. Wissenschaftlich erwiesen ist das aber leider noch nicht.

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