Autor: Ulrike Dietz

  • Was hilft gegen trockene Augen?

    Was hilft gegen trockene Augen?

    Das digitale Zeitalter hat viele Erleichterungen in den Alltag gebracht, aber es auch einiges, was in diesem Zusammenhang nicht so positiv ist. Immer mehr Menschen arbeiten heute am PC und sitzen nicht selten acht Stunden oder sogar mehr vor dem Computerbildschirm. Die meisten, die lange Zeit vor dem Computer verbringen, vergessen oftmals zu blinzeln, was aber sehr wichtig ist, damit die Augen nicht austrocknen. Augenärzte behandeln immer mehr Patienten, die trockene Augen haben, aber nicht nur der PC ist daran schuld, auch Zugluft und zu langes Fernsehen sorgt für trockene Augen.

    Das sind die Symptome

    Wenn die Buchstaben auf dem Bildschirm immer wieder verschwimmen und wenn die Augen anfangen zu brennen und zu jucken, dann sind das deutliche Zeichen für trockene Augen. Wer sich also nach einem langen Arbeitstag vor dem Computer öfter mal die Augen reiben muss, der sollte das nicht nur auf die Müdigkeit schieben, sondern darauf, dass die Augen zu trocken sind. Trockene Augen können auf Dauer auch zu unangenehmen Kopfschmerzen führen und da die Hornhaut unter der Augentrockenheit leidet, sollte man trockene Augen nie auf die leichte Schulter nehmen.

    Was verursacht trockene Augen?

    Immer wenn die Augen trocken werden, dann ist nicht ausreichend Tränenflüssigkeit vorhanden. Normalerweise blinzeln wir alle paar Sekunden ganz automatisch, auch ohne dass es uns bewusst ist. Auf diese Weise wird die Hornhaut ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. Die Tränenflüssigkeit schützt die Hornhaut und wenn dieser Schutz fehlt, dann wird die Hornhaut trocken, sie fängt an zu brennen, zu jucken und kann sich unter Umständen auch rot färben. Vielfach stellt sich auch das Gefühl ein, als würde sich ein Fremdkörper im Auge befinden. Oft werden trockene Augen vom Pollenflug verursacht, und auch Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, haben oft Probleme mit trockenen Augen. Tabakqualm kann die Augen ebenso austrocknen, aber auch Autoabgase und einige Medikamente wie zum Beispiel Betablocker, sorgen für trockene Augen. Wer in einem gut klimatisierten Büro arbeitet, in dem die Fenster nicht geöffnet werden können, sollte sich nicht wundern, wenn die Augen austrocknen. Möglich ist ebenfalls eine Erkrankung der Tränendrüse, denn Menschen, die unter Diabetes, einer Erkrankung der Schilddrüse oder unter rheumatischer Arthritis leiden, haben als Folgeerkrankung oft mit trockenen Augen zu kämpfen.

    Was hilft gegen trockene Augen?

    Damit die Augen nicht noch mehr austrocknen können, muss ein Ersatzmittel für die Tränenflüssigkeit zum Einsatz kommen. Diese Ersatzflüssigkeit gibt es in unterschiedlichen Formen, beispielsweise als Tropfen oder auch als Salbe. In welcher Form und in welcher Dosierung diese Ersatzflüssigkeiten einsetzt werden, das wird immer individuell mit dem Augenarzt abgesprochen. Bei trockenen Augen kann es zudem sehr hilfreich sein, die Tränendrüsen anzuregen. Das passiert immer dann, wenn ausreichend getrunken wird, aber auch die Augen vor Zugluft und vor zu viel Sonnenlicht zu schützen, kann effektiv dabei helfen, dass die Augen nicht austrocknen.

    Was sollte beachtet werden?

    Wer häufig unter trockenen Augen leidet, der kann auch zu Hause vorbeugen. So sollten Luftbefeuchter in den Räumen aufgestellt werden, denn das erhöht die Feuchtigkeit im Raum und auch Schalen, die mit Wasser gefüllt werden, sorgen für Luftfeuchtigkeit. Im Winter ist es immer hilfreich, feuchte Tücher über die Heizkörper zu hängen, denn wenn die Feuchtigkeit nach und nach verdunstet, dann haben die Augen keine Chance mehr, auszutrocknen. Wer Kontaktlinsen trägt, der sollte das Pflegeprodukt für die Linsen öfter wechseln oder eine Zeit lang wieder eine Brille tragen, damit die Augen sich erholen können. Manchmal hilft es auch auf Make-up zu verzichten, denn besonders Wimperntusche und Eyeliner können die Augen austrocknen lassen.

    Mit den richtigen Mitteln gehören trockene Augen schnell der Vergangenheit an und die Augen werden wieder mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

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  • Happy Halloween – wenn Angst richtig Spaß macht

    Happy Halloween – wenn Angst richtig Spaß macht

    Sigmund Freud hat den Satz geprägt: „Es gibt keine Angst, es gibt nur die Angst vor der Angst“. Im Grunde hat der große Psychoanalytiker recht, denn Angst ist etwas Surreales, aber gleichzeitig etwas Reales. Keiner hat gerne Angst, trotzdem müssen wir Angst haben, denn Angst ist eine Art Alarmanlage im Kopf. Kommt es zu einer bedrohlichen Situation, dann geht diese Alarmanlage an und warnt uns, vorsichtiger zu agieren. Angst ist unangenehm, aber nützlich und manchmal ist es ein schönes Gefühl mit der Angst zu spielen, zum Beispiel, wenn es wieder heißt: Happy Halloween.

    Das wohlige Gruseln

    Angst und Schrecken gehören zu Halloween einfach dazu. Die Deko und die Kostüme sind gruselig und jeder, der Halloween feiert, der will sich gruseln und richtig viel Angst bekommen. Aber warum wird der Körper an diesem besonderen Tag nicht in den Schutz- und Fluchtmodus versetzt? Warum schlägt das Herz nicht wie wild, warum werden keine Unmengen Adrenalin ausgeschüttet? Das ist auch für Psychologen ein Rätsel, denn für den Körper sind Angst und Erschrecken immer gleich, der Körper kann nicht unterscheiden, ob es sich um Halloween oder um eine tatsächliche Gefahr handelt. Kommt es zu unerwarteten Reizen, dann lenkt das Gehirn all seine Aufmerksamkeit nur in diese Richtung. Das Gehirn übersetzt diese Reize sofort in Angst und reagiert entsprechend, aber kaum jemand gerät dabei in Panik, wie das bei einer echten Angstattacke der Fall ist.

    Angst – ein immer individuelles Gefühl

    Es gibt einen Unterschied zwischen der echten, realen Angst und der gefühlten, surrealen Angst. Während die körperlichen Reaktionen bei der echten Angst über einen längeren Zeitraum andauern, verfliegt der Schrecken vor gruseligen oder angsteinflößenden Situationen wie es sie zu Halloween gibt, schon nach zwei Minuten wieder, zurück bleibt nur ein angenehmes Gefühl der Erleichterung. Angst ist immer ein individuelles Gefühl und es kommt aufs Temperament an, wie schnell sich jemand in Angst und Schrecken versetzen lässt oder nicht. Dazu kommen die persönlichen Erfahrungen, denn wer vielleicht als Kind ein Angstszenario erleben musste, der wird auch als Erwachsener vor bestimmen Situationen immer wieder Angst haben. Zwar lässt die Angst im Laufe der Jahre nach, auch weil mit zunehmendem Alter der Verstand über die Angst siegt, aber ein unangenehmes Gefühl wird immer bleiben.

    Mit der Angst spielen

    Während die meisten Menschen, wie Sigmund Freud richtig erkannt hat, Angst vor der Angst haben, gibt es rund zehn Prozent der Deutschen, die gerne mit der Angst spielen. Sie mögen das Gefühl, wenn das Herz schneller schlägt, wenn sich der Speichelfluss verlangsamt und der Puls rast. Die Menschen wollen an ihre Grenzen und auch darüber hinaus gehen, sie wollen den sicheren Hafen verlassen und ausloten, was dann passiert. Wer mit der Angst bewusst spielt, der fährt gerne mit der Achterbahn oder macht einen Bungee-Sprung, und an Halloween kann es gar nicht gruselig genug sein. Zwar sind Schrecken und Angst im ersten Moment auch für diese „Adrenalinjunkies“ unangenehm, aber sie wissen auch, dass das Erlebnis selbst umso intensiver wahrgenommen wird, und das macht wacher und man fühlt sich lebendiger. Dieses Gefühl kann süchtig machen, aber das kann gefährlich werden, denn wenn der Kick nachlässt, dann muss eine neue Herausforderung gesucht werden, die noch größer ist.

    Das sichere Gefühl

    Man kann lernen, die Angst zu besiegen, aber kein Mensch wird immer vollkommen angstfrei sein. Angst gehört zum Leben und sie macht es ein Stück weit sicherer. Auch Angsthasen können sich an Halloween wohlfühlen, aber nur dann, wenn sie sich noch sicher fühlen. Angst in kleinen und wohl dosierten Mengen kann sogar Spaß machen, und wer mit seinen Freunden in der Halloween Nacht Party machen möchte, der wird es genießen, erschreckt zu werden.

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  • Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Es ist immer die Dosis, die das Gift macht, aber wenn es um Vergiftungen geht, dann ist es immer wichtig zu wissen, welche Maßnahmen richtig sind. Was Vergiftungen so gefährlich macht, ist zum einen, dass es sehr viele verschiedenen Möglichkeiten einer Vergiftung gibt und zum anderen, dass jedes Gift anders wirkt. Für Laien ist es daher besonders schwer, immer richtig zu reagieren, denn sie können nicht einschätzen, wie gefährlich die Situation ist. Es gibt jedoch einige Grundregeln, wie man mit Vergiftungen umgehen muss und was zu beachten ist, damit es nicht noch schlimmer wird.

    Viele verschiedene Gifte

    Wir sind von Giften der unterschiedlichsten Art umgeben. Wer die falschen Pilze isst, der spielt mit seinem Leben und auch Medikamente können, wenn sie nicht richtig dosiert werden, schnell sehr giftig sein. Haushaltsreiniger können zu Vergiftungen führen, Hygieneartikel ebenso und selbst einige Lebensmittel können giftig sein, wenn sie falsch zubereitet werden. Wenn der Frühling mit seiner Blütenpracht kommt, auch dann wird es giftig, denn Goldregen, Seidelbast oder die herrlichen duftenden Maiglöckchen lösen schwere Vergiftungen aus, wenn die Blüten oder die Samen gegessen werden. Kommt es zu einer Vergiftung, dann ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Nerven zu bewahren.

    Erste Hilfe bei Vergiftungen

    Besteht der Verdacht, dass es zu einer Vergiftung gekommen ist, dann muss unverzüglich der Notarzt gerufen werden. Neben dem Notruf 112 gibt es in Deutschland noch die sogenannten Giftnotrufe, die im Internet einzusehen sind. Auch die Leitstelle der Feuerwehr weiß, welches Krankenhaus eine Giftnotrufzentrale hat. Wer dort anruft, der muss folgende Fragen beantworten können:

    • Ist ein Kind oder ein erwachsener Mensch betroffen?
    • Wie alt ist der Betroffene?
    • Wie viel der giftigen Substanz wurde eingenommen?
    • Wann wurde das Gift genommen?
    • Welches Gewicht hat der Betroffene ungefähr?
    • Was genau wurde eingenommen?
    • In welchem Zustand befindet sich der Betroffene?

    Wer dazu aufgefordert wird ins Krankenhaus zu kommen, der sollte das Gift mitnehmen, beispielsweise die Blüten der Pflanze, die Tablettenschachtel oder auch die Flasche mit dem Haushaltsreiniger. Kommt der Notarzt ins Haus, dann muss der Auslöser der Vergiftung bereit liegen, damit der Arzt sofort weiß, welche Therapie er einleiten muss.

    Wie sollte man bei Vergiftungen reagieren?

    Bis der Arzt kommt, können einige Minuten vergehen. Wenn der Betroffene das Bewusstsein verloren hat, dann muss er in eine stabile Seitenlage gebracht werden und auch die Atmung muss kontrolliert werden. Wenn die Atmung aussetzt, muss eine Herz-Lungen-Wiederbelebung gemacht werden, solange bis der Notarzt eintrifft. Wer in Erster Hilfe geübt ist, sollte im Wechsel mit der Herzdruckmassage auch eine Mund-zu-Mund-Beatmung vornehmen.

    Worauf muss geachtet werden?

    Es gibt einige Dinge, die müssen bei der Ersten Hilfe bei Vergiftungen unbedingt beachtet werden. So darf der Betroffene auf keinen Fall zum Erbrechen gebracht werden. Sollten sich ätzende Substanzen im Magen befinden, wie das bei Vergiftungen mit Haushaltsreinigern und auch Hygieneartikeln vielfach der Fall ist, kann es beim Erbrechen zu Verätzungen der Speiseröhre kommen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Erbrochene in die Lunge oder in die Luftröhre gelangt und das kann zu lebensgefährlichen Erstickungen führen. Auch Kohletabletten sollten nie eigenmächtig, sondern nur nach Absprache mit einem Arzt gegeben werden. Vielfach ist bei Vergiftungen eine endoskopische Untersuchung notwendig, wenn der Betroffene aber zuvor ein Kohlepräparat eingenommen hat, dann ist eine solche wichtige Untersuchung nur noch schwer möglich.

    Effektiv vorbeugen

    Damit es nicht zu Vergiftungen kommt, sollten giftige Substanzen wie Reiniger oder Kosmetika stets sicher aufbewahrt werden. Medikamente sollten immer weggeschlossen werden und das gilt besonders dann, wenn kleine Kinder im Haus sind. Wer gerne Pilze sammelt, der ist gut beraten, die gesammelten Pilze dem örtlichen Förster zu zeigen, in vielen Orten gibt es auch sachkundig geführte Pilzwanderungen, denen man sich anschließen sollte.

    Bild: © Depositphotos.com / AndreyPopov

  • Voll verzuckert – ein Film, der Gefahren aufdeckt

    Voll verzuckert – ein Film, der Gefahren aufdeckt

    Wer den Dokumentarfilm „Super Size Me“ kennt, der weiß wie gefährlich es sein kann, sich von Fast Food zu ernähren. Jetzt hat der Filmemacher Damon Gameau seinen neuen Film vorgestellt, der in Deutschland unter dem Titel „Voll verzuckert“ in die Kinos kommt. Wie bei „Super Size Me“, so ist auch in „Voll verzuckert“ Damon Gameau Hauptdarsteller und Regisseur in einer Person und er zeigt auch in „Voll verzuckert“, wie gefährlich es sein kann, sich falsch zu ernähren.

    Voll verzuckert – ein Experiment

    Damon Gameau hat für seinen neuen Film „Voll verzuckert“ jeden Tag 160 Gramm Zucker in unterschiedlichster Form zu sich genommen. In der Folge hatte er denkbar schlechte Leberwerte, er nahm massiv zu und das alles, ohne dass er seine Kalorienzufuhr geändert hat. Wie kann das sein und wie gefährlich ist Zucker eigentlich? Schokolade, Gummibärchen und auch süße Limonaden sind bekannt dafür, dass sie mehr als nötig Zucker enthalten, aber wie sieht es eigentlich mit dem vermeintlich gesunden Müsli zum Frühstück aus? Der australische Filmemacher hat die Erfahrung gemacht, dass er alleine mit Joghurt und Müsli zum Frühstück schon 50 Gramm Zucker zu sich genommen hat. Im Verlauf des Films „Voll verzuckert“ versucht Damon Gameau mit 160 Gramm Zucker auszukommen, was ungefähr 40 Teelöffeln entspricht, und das ist nach seiner Ansicht so gut wie unmöglich.

    Keine klassischen Süßigkeiten

    Drei Jahre bevor Damon Gameau mit den Dreharbeiten für seinen Film „Voll verzuckert“ begann, verzichtete er komplett auf Industriezucker und nahm Zucker nur in Gemüse, in Früchten oder in Milchprodukten zu sich. Als „Voll verzuckert“ dann gedreht wurde, orientierte sich Gameau an dem Zuckerverbrauch, der für viele Jugendliche und Kinder in Australien normal ist. Er verzichtete während der Arbeiten an seinem Film aber auf die klassischen Süßigkeiten und auch auf Softdrinks und konzentrierte sich dafür auf die vielen versteckten Zuckeranteile in ganz normalen Lebensmitteln. Nach 60 Tagen und 2.400 Teelöffeln Zucker hatte Damon Gameau knapp neun Kilogramm zugenommen, der Umfang seines Bauches war um zehn Zentimeter gewachsen und sein Anteil an Körperfett war um satte sieben Prozent angestiegen. Seine Blut- und auch seine Leberwerte hatten sich drastisch verschlechtert und wenn der Dokumentarfilmer noch zwei Monate so weiter gemacht hätte, dann hätte er sehr wahrscheinlich eine Fettleber, eine Diabetes oder eine Resistenz gegen Insulin bekommen.

    Voll verzuckert – ein Film der Angst macht

    Ernährungswissenschaftler sehen den Film „Voll verzuckert“ mit einiger Skepsis. Dass die Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums sich tatsächlich so negativ auf die Gesundheit auswirken können, das halten viele Experten für eher unwahrscheinlich. Damon Gameau ist nach ihrer Ansicht ein krasser Einzelfall, und ob sich das Experiment tatsächlich so eindeutig ausgefallen ist, dafür fehlen wissenschaftlich fundierte Beweise. Zudem ist nicht ganz genau bekannt, was der Australier tatsächlich alles auf dem Teller hatte und inwiefern sich seine bisherige Ernährung und sein persönlicher Lebensstil auf die Ergebnisse seines Experiments ausgewirkt haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht den Film „Voll verzuckert“ allerdings als realistisch an und empfiehlt den Zuckerkonsum auf maximal 25 Gramm pro Tag zu begrenzen.

    Warum hat Damon Gameau zugenommen?

    Besonders erstaunlich ist, dass der Filmemacher auch während des Zuckerexperiments jeden Tag 2.300 Kalorien zu sich genommen hat und das bei immer gleichen körperlichen Aktivitäten. Für den Australier liegt diese Tatsache an der Herkunft der Kalorien. Sein Fazit ist, dass die Zunahme an Gewicht und auch sein schlechter körperlicher Zustand nichts mit der Zusammenstellung der Nahrung zu tun hat, sondern dass der Ursprung der Kalorien verändert wurde. In einer aktuellen Studie der Universität von San Francisco kommt man zum gleichen Fazit. So wurde bei 43 fettleibigen Kindern der Zucker durch Kohlehydrate ersetzt, und alle Probanden verloren sofort an Gewicht und hatten bessere gesundheitliche Werte.

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  • Wie riskant ist eine Zangengeburt?

    Wie riskant ist eine Zangengeburt?

    Alle werdenden Mütter möchten ihr Kind nach Möglichkeit auf eine natürliche Art zur Welt bringen, aber das funktioniert leider nicht immer. Wenn eine Geburt zu lange dauert, wenn das Baby eine hintere Hinterhauptlage hat, wenn die Wehen zu schwach sind oder wenn die Mutter nach vielen Stunden Wehen einfach zu erschöpft ist, um noch ausreichend zu pressen, dann entscheiden sich viele Ärzte auch heute noch für die sogenannte Zangengeburt. Die Zange kommt zwar nur noch selten zum Einsatz, trotzdem fürchten viele Frauen sich vor dieser Form der Geburtshilfe.

    Die Zangengeburt als Alternative zum Kaiserschnitt?

    Bei vielen Entbindungen ist der natürliche Weg nicht mehr möglich und es wird von Anfang an ein Kaiserschnitt eingeplant. Aber es gibt auch während der Geburt Situationen, in denen die Ärzte eine Zangengeburt machen müssen, um Mutter und Kind zu schützen. Wenn das Kind zum Beispiel bereits im Geburtskanal steckt und wenn sich der Muttermund schon vollständig geöffnet hat, dann reicht die Zeit für einen Kaiserschnitt nicht mehr aus und es kommt zu einer Zangengeburt. Wenn die kindlichen Herztöne immer schwächer werden, dann muss sofort gehandelt werden und ein Kaiserschnitt oder auch eine Geburt mit der Saugglocke nicht mehr möglich ist, dann heißt die Alternative ebenfalls Zangengeburt. In diesem Fall wird das ungeborene Kind nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt und das kann zu bleibenden Schäden führen.

    Wie läuft eine Zangengeburt ab?

    Der Gedanke an ein Instrument aus kaltem glänzenden Stahl macht wahrscheinlich jeder Frau Angst, aber selbst wenn die Zange furchteinflößend aussieht, sie hilft effektiv dabei, ein Kind gesund auf die Welt zu holen. Die Zangengeburt beginnt erst dann, wenn sich der Muttermund komplett geöffnet hat und das Baby schon im Geburtskanal ist. Bei einer Zangengeburt wird das Baby vom Arzt aus dem Geburtskanal gehoben und nicht gezogen, wie viele Frauen immer noch annehmen. Damit der Kopf des Kindes Halt findet, wird er von der Zange umschlossen. Meist reicht eine Presswehe aus, um die Zange anzusetzen und das Kind ans Licht der Welt zu heben.

    Wie riskant ist eine Zangengeburt?

    Zangengeburten sind heute selten geworden, aber wenn es notwendig ist, dann holen Ärzte Kinder immer noch auf diese schon im Mittelalter bekannte Weise. Die Zange hinterlässt auf der weichen empfindlichen Haut des Kindes Spuren, aber das Köpfchen bekommt nach spätestens zwei Tagen wieder eine normale Form. Weder der Kopf noch das Gehirn werden bei dieser Geburtsform in irgendeiner Weise beschädigt. Bei jeder Zangengeburt muss der Arzt einen sogenannten Dammschnitt machen, aber auch das ist kein Grund, Angst zu haben. Gegen die Schmerzen setzt der Arzt einen Pudendusblock, der die Sitzbeinhöcker, den Ausgang der Scheide, die Schamlippen und den Damm betäubt. Diese Betäubung hält für mindestens eine Stunde an und damit reicht die Zeit aus, um den Dammschnitt nach der Geburt zu vernähen.

    Wie oft wird heute noch eine Zangengeburt vorgenommen?

    Die erste Zangengeburt wurde nachweislich im 16. Jahrhundert vorgenommen. Es war der englische Arzt Peter Chamberlen, der als Erster ein Kind mittels einer Zange auf die Welt geholt hat und seine Methode war eine Art Familiengeheimnis. Chamberlen benutze die Zange nur bei ausgewählten Patientinnen, um diesen die Geburt zu erleichtern, und er soll auch einigen königlichen Kindern mit der Zangengeburt auf die Welt geholfen haben. Im Jahre 2009 waren nur 0,7 Geburten eine Zangengeburt und laut des Berufsverbandes der Deutschen Frauenärzte ging die Zahl in den letzten Jahren auf 0,5 zurück. Ein Grund für den Rückgang der Zangengeburt ist, dass wenn die Kinder kurz vor der Geburt nicht richtig liegen, gleich ein Kaiserschnitt gemacht wird.

    Auch wenn es früher viele schreckliche Geschichten über die Zangengeburt gab, sie kann noch heute dabei helfen, ein Kind gesund ins Leben zu holen.

    Bild: © Depositphotos.com / mishatc

  • Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol in vernünftigen Mengen genossen, ist für den Körper nicht allzu schädlich, aber wenn die Menge steigt, dann wird es in jeder Hinsicht gefährlich. Dass Alkohol süchtig macht, das ist bekannt und auch die Folgen der Alkoholsucht sind hinreichend wissenschaftlich dokumentiert. Neu ist aber, dass Alkohol Brustkrebs auslösen kann, denn zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie der Universität von Murcia. Durchgeführt wurde die Studie von Wissenschaftlern aus zehn europäischen Ländern und das Ergebnis dieser Studie ist erschreckend.

    Nur zehn Gramm zu viel können Brustkrebs auslösen

    An der europäischen Studie haben 300.000 Frauen teilgenommen, die regelmäßig Alkohol trinken. Die Forscher fanden bei der Langzeitstudie heraus, dass wenn nur zehn Gramm Alkohol am Tag mehr konsumiert werden, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um vier Prozent ansteigt. Das heißt, dass Frauen Gefahr laufen an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie am Abend statt einem Glas Sekt, Wein oder Bier zwei Gläser trinken. Aber nicht nur die Menge ist entscheidend, ob das Risiko steigt an Brustkrebs zu erkranken, auch der Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird, spielt eine wichtige Rolle. Eine weitere Studie der Universität von Seattle kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wissenschaftler in den USA stellten in einer Langzeitstudie fest, dass schon kleine Mengen Alkohol die Gefahr Brustkrebs zu bekommen, stark erhöht. Schon ein Glas mehr pro Woche reicht aus, um das Brustkrebsrisiko zu verdoppeln. Das trifft allerdings nicht auf den Brustkrebs an den Milchdrüsen zu, denn dieser Brustkrebs ist zu 70 % der Auslöser für bösartige Tumore. Nur in zehn bis 15 % aller Brustkrebsfälle entsteht der Krebs an den sogenannten Drüsenläppchen, und bei dieser Form von Brustkrebs kann Alkohol der entscheidende Faktor sein.

    Ein großes Risiko für Brustkrebs

    Je länger Frauen regelmäßig Alkohol trinken, umso höher steigt das Brustkrebsrisiko – zu dieser Erkenntnis kommt das Journal of Cancer. Noch größer ist die Gefahr für Frauen, die auch in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Zunächst wurde angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Wirkung des Alkohols und den weiblichen Hormonen gibt, aber diese Vermutung konnte nicht bestätigt werden. Dass es aber einen Zusammenhang zwischen den sensiblen Hormonen und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken gibt, das ist unbestritten. Einige Forscher sind jetzt der Meinung, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Wachstum der Krebszellen beschleunigen kann, allerdings spielen auch andere Komponenten eine entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Frauen, die eine genetische Veranlagung haben, aber auch Frauen, die schon in jungen Jahren zu viel Alkohol trinken, riskieren, dass sie in späteren Jahren an Brustkrebs erkranken.

    Keinen Alkohol trinken?

    Alkohol ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, für viele Menschen gehören das Glas Wein oder Bier am Abend einfach dazu. Gegen ein Glas Wein oder Sekt ist auch nichts einzuwenden, aber wenn die Dosis kontinuierlich ansteigt, dann besteht nicht nur das Risiko, süchtig zu werden, bei Frauen kann es zudem auch Brustkrebs auslösen. Ärzte raten vor allem Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken oder noch besser, ganz auf Alkohol zu verzichten. Auch schwangere Frauen sollten keinen Alkohol trinken, denn das schadet nicht nur dem ungeborenen Kind, sondern erhöht ebenfalls das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

    Die Studie aus Seattle und auch die Studie, die zehn europäische Länder erstellt haben, sind in die Kritik geraten. Wissenschaftler kritisieren ihre Kollegen, dass sie die Teilnehmerinnen nur zu Beginn der Studien über ihren Alkoholkonsum befragt haben. Ob und wie sich der Alkoholkonsum im Verlauf der Studie bei jeder einzelnen Frau zum Positiven oder zum Negativem verändert hat, darüber geben beide Studien leider keine Auskunft. Insofern können die Studien auch nicht relevant sein.

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