Kategorie: Gesundheit & Krankheit

Gesundheit & Krankheit im Gesundheits-Magazin.net

Die Gesundheit ist bekanntlich das höchste Gut, denn wer gesund ist, der fühlt sich wohl und kann die Anforderungen des Lebens meistern. Es ist nicht allzu schwer, gesund zu bleiben, trotzdem haben in der heutigen Zeit viele Menschen Probleme mit ihrer Gesundheit. Wer gesund bleiben will, der muss sich richtig ernähren, nach Möglichkeit Sport treiben und sollte weder rauchen noch übermäßig Alkohol trinken. Aber es gibt noch vieles mehr, was der Gesundheit nachhaltig schaden kann, denn auch wenn es um die Ernährung geht, dann kann man vieles falsch machen. Zu fettes Essen ist schädlich und auch wenn zu viel Zucker im Spiel ist, dann ist das auf Dauer nicht gesund. Zu wenig frische Luft kann krank machen und wer sich körperlich nicht genug betätigt, der läuft Gefahr, ernsthaft zu erkranken.

Aber nicht nur der Körper, auch die Seele kann krank werden. Es sind die physischen Erkrankungen, die immer mehr zunehmen. In der heutigen Zeit schreiben die Ärzte viele Menschen krank, die sich mental nicht mehr gesund fühlen. Wenn es um Krankschreibungen geht, liegen nach neusten Studien die Erkrankungen der Seele an zweiter Stelle nach den Problemen mit dem Bewegungsapparat. Viele Menschen fühlen sich ausgebrannt, müde, erschöpft und haben Angst nicht mehr die Leistungen zu erbringen, die von ihnen gefordert werden. In der Folge kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nicht selten führt eine Erkrankung der Seele auch in die Sucht. Alle, die bis ins hohe Alter gesund bleiben wollen, müssen auf ihre Ernährung achten, sich nach Möglichkeit viel bewegen und mental fit bleiben.

  • Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Niedriger Blutdruck – die unterschätzte Volkskrankheit

    Müdigkeit, Unkonzentriert, manchmal sogar Kopfschmerzen – das alles sind Symptome, unter denen viele leiden, die gar nicht so richtig krank sind. Sie leiden vermutlich unter zu niedrigem Blutdruck, der natürlich Auswirkungen wie ungenügende Blut- und Sauerstoffversorgung von Herz, Gehirn und anderen wichtigen Organen hat. Auch wenn die Krankheit meist harmlos ist, können Betroffene gut entgegen wirken.

    Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

    Von einer Hypotension oder niedrigem Blutdruck spricht der Mediziner dann, wenn die Blutdruckwerte unter 95/65 mm/Hg (Millimeter-Quecksilbersäule) liegen. Eine besondere Form dieses Krankheitsbildes kann bei rascher Änderung der Körperlage auftreten, etwa wenn jemand rasch aufsteht. Dann versackt das Blut in die untere Körperhälfte und das Gehirn wird mit zu wenig Sauerstoff versorgt. Die Gefahr eines Kreislaufkollaps ist damit gegeben.

    Ursachen und Beschwerden sind vielfältig

    Niedriger Blutdruck kann viele Ursachen haben, unter anderem kann er im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzens oder des Hormonsystems oder aber auch des Nervensystems entstehen. Weitere häufige Ursachen können Infektionen, ein starker Blutverlust oder ein Flüssigkeitsmangel bzw. eine Schwangerschaft sein. Typische Beschwerden für einen zu niedrigen Blutdruck können Schwindel oder Schwarzwerden vor Augen sein oder aber auch Kopfschmerzen und ein Kribbeln in den Gliedmaßen. Weitere Anzeichen sind oftmals Schlaflosigkeit trotz Müdigkeit und eine gewisse Antriebslosigkeit, aber auch Herzklopfen und Ohrensausen.

    Gewisse Personengruppen sind besonders betroffen

    Wie bei vielen anderen Erkrankungen gibt es Personengruppen, die öfters unter zu niedrigem Blutdruck leiden als andere. Dazu gehören vor allem große, sehr hagere Menschen und ältere Menschen. Manchmal sind auch Jugendliche, die gerade einen Wachstumsschub erleben, davon betroffen ebenso wie schwangere Frauen.

    Diagnose und Behandlung ist einfach

    Auch wenn zu niedriger Blutdruck eigentlich keine Krankheit im herkömmlichen Sinn ist, sollten Betroffene bei häufigen Auftreten der genannten Symptome zum Arzt gehen. Dieser kann sehr rasch und effizient das Krankheitsbild abklären und entsprechende Therapien vorschlagen. Um tatsächlich feststellen zu können, ob die Werte des Blutdrucks unter dem Normalwert liegen, ist die richtige Messung wichtig. Neben der Verwendung von geeichten Geräten muss die Prozedur während einer absoluten Ruhephase des Patienten erfolgen. Am besten wird am Handgelenk gemessen, wobei mehrmaliges Messen hintereinander sinnvoll ist. Auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Tagesverlaufes kann Unterschiede bei den Messwerten ergeben. Für Betroffene macht es Sinn, dass sie über mehrere Wochen hinweg eine Art Tagebuch mit den Messergebnissen führen, um einen Überblick über das Krankheitsbild gewinnen zu können.

    Bei der Behandlung geht es in erster Linie darum, den Kreislauf des Betroffenen zu stärken. Das erfolgt mittels einfacher Maßnahmen und beginnt dabei, dass sich die Lebensgewohnheiten ändern müssen. Jeder, der unter zu niedrigem Blutdruck leidet, sollte sich morgens zum Aufstehen aus dem Bett viel Zeit lassen und erstmals seinen Körper im Bett ausgiebig dehnen und strecken. Anschließend helfen warm-kalte Wechselduschen, die immer mit kaltem Wasser beendet werden sollen und Bürstenmassagen dem Kreislauf auf die Sprünge. Ein wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung und Sport, wobei hier vor allem Schwimmen, Laufen und Tennis ratsam ist. Wer gerne in die Sauna geht, kann seinem Kreislauf auch noch was Gutes tun, indem er das in wöchentlichen Abständen regelmäßig wiederholt. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser oder ungesüsster Tee, ist wichtig. Für akute Hilfe bei niedrigem Blutdruck ist es sinnvoll blutdrucksteigernde Medikamente einzunehmen. Wer hier auf den Wirkstoff Etilefrin setzt, liegt richtig. Auch pflanzliche Mittel wie Weißdorn, Schafgarbe oder Mistel und Melisse sind hier zu empfehlen. Wichtig zu wissen ist, dass Betroffene mit dem Genuss von Koffein keine dauerhafte oder längerfristige Abhilfe bei den Beschwerden erreichen.

    Hilfe vom Arzt

    Wer mit den Hausmitteln und den Naturkräutern als Tee und Tinktur keine Linderung seiner Beschwerden erreicht, sollte sich vom Arzt helfen lassen. Der kann kreislaufstärkende Medikamente des Dihydergot-Typs verschreiben.

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  • Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Kurzdarmsyndrom – ein unangenehmes Leiden

    Viele Patienten mit Morbus Crohn, die einen Tumor im Darm haben oder deren Darm nur unzureichend durchblutet wird, leiden nicht selten unter dem sogenannten Kurzdarmsyndrom. Auch wer eine Thrombose hatte oder mit der Verengung eines Blutgefäßes lebt, der muss damit rechnen, dass dieses unangenehme Syndrom auftritt. Wer ein Kurzdarmsyndrom hat, der geht unter Umständen einen langen Leidensweg, denn das Kurzdarmsyndrom kann das Leben komplett auf den Kopf stellen. Aber nicht nur für Erwachsene kann das Syndrom sehr gefährlich werden, auch Kinder, die mit dem Defekt geboren werden, können nicht so aufwachsen wie gesunde Kinder.

    Was ist ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn die Diagnose Kurzdarmsyndrom fällt, dann handelt es sich immer um einen Verlust eines Darmabschnitts, und das hat nicht nur Auswirkungen auf die Ernährung, sondern auch auf den normalen Alltag. Patienten mit einem Kurzdarmsyndrom leiden unter schweren Durchfällen, unter einem drastischen Verlust ihres Gewichts und auch Mangelerscheinungen sind bei diesem Syndrom keine Seltenheit. Bei einem strukturellen Kurzdarmsyndrom wurden Teile des Darms durch eine Operation entfernt, was bei Tumoren und auch bei Morbus Crohn der Fall ist.

    Handelt es sich aber um ein funktionelles Kurzdarmsyndrom, dann ist der Darm geschädigt und kann nicht mehr wie gewohnt funktionieren. Das ist häufig der Fall, wenn es zuvor zu einer Bestrahlung gekommen ist, wie zum Beispiel bei einer Krebserkrankung.

    Welche Folgen hat ein Kurzdarmsyndrom?

    Wenn der Darm nicht mehr richtig arbeiten kann, dann führt das zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und in der Folge auch zu Mangelerscheinungen. So bekommt der Körper nicht mehr genügend Mineralstoffe und wichtige Nährstoffe, es fehlt an Eisen, an Folsäure und auch an Kalzium, Magnesium und an Vitamin B12. Außerdem wird bei einem Kurzdarmsyndrom vermehrt Gallensäure produziert, was wiederum für Gallensteine sorgt und die Fettverdauung beeinträchtigt.

    Die Nahrung bleibt nicht mehr so lange im Darm und es wird nicht mehr ausreichend Wasser resorbiert, was wieder für einen flüssigen Stuhlgang sorgt. Wenn es zur teilweisen Entfernung des Dickdarms kommt, dann werden vermehrt Wasser und Salze ausgeschieden, was wieder zu schweren Durchfällen führt.

    Wie wird das Kurzdarmsyndrom behandelt?

    Darmverluste von nicht mehr als 50 cm in der Länge werden von den Betroffenen in der Regel gut kompensiert, erst wenn mehr als die Hälfte des Dünndarms fehlt, dann werden die Beschwerden massiv. Je nachdem, wie stark der Darm beschädigt ist oder wie viel von ihm fehlt, müssen die Patienten in regelmäßigen Abständen mit Infusionen behandelt werden, die den Mangel an Nährstoffen und Mineralstoffen wieder ausgleichen und eine Austrocknung des Körpers verhindern. Eine wichtige Rolle spielt die Umstellung der Ernährung, denn die Patienten müssen sich, was die tägliche Ernährung angeht, auf die verminderte Funktion des Darms einstellen.

    In schweren Fällen erfolgt die Ernährung auch über einen parenteralen Katheter, wie zum Beispiel einen Port oder auch einen Hickman-Katheter. Diese beiden Katheterformen bergen aber immer das große Risiko einer Infektion, und deshalb sollte die parenterale Ernährung nur so lange wie es wirklich nötig ist, aber so kurz wie möglich durchgeführt werden. Es gibt auch einige Medikamente, die die Symptome lindern können, wie beispielsweise Omeprazol oder auch Pantoprazol. Helfen kann auch das künstlich hergestellte Hormon Teduglutid, das die Aufnahme von wichtigen Nährstoffen im Darm fördert. Das Hormon gibt es allerdings nicht in Tablettenform, es muss vielmehr jeden Tag durch das Unterfettgewebe der Haut gespritzt werden. Patienten, denen mehr als die Hälfte des Darms fehlt und die unter schweren Beschwerden leiden, müssen nach einem gewissen Zeitraum künstlich ernährt werden.

    Das Kurzdarmsyndrom ist sehr individuell und die Schwere der Erkrankung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Junge Menschen und vor allem auch Kinder kommen mit der Verkürzung des Darms im Allgemeinen sehr viel besser zurecht als ältere Menschen, denn sie passen sich der veränderten Situation schneller an.

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  • Parkinson – die Schüttellähmung

    Parkinson – die Schüttellähmung

    Es war der Arzt und Apotheker James Parkinson, der im Jahre 1817 einen ersten ausführlichen Bericht über eine Krankheit schrieb, die er Schüttellähmung nannte und die heute seinen Namen trägt. Als James Parkinson lebte, konnte den Menschen, die unter Schüttellähmung litten, nicht geholfen werden, heute ist es dank der richtigen Medikamente möglich, den Betroffenen ein halbwegs normales Leben ohne große Beschwerden zu ermöglichen. Aber bis heute ist Parkinson eine chronische Krankheit, für die es noch keine Heilung gibt. Was genau ist Morbus Parkinson und wie kann die Krankheit heute behandelt werden? Gibt es vielleicht schon ein Medikament, das die Betroffenen heilen kann?

    Was genau ist Parkinson?

    Parkinson ist eine neurologische Krankheit, bei der langsam aber sicher bestimmte Zellen im Gehirn nach und nach absterben. Diese Zellen haben eigentlich die Aufgabe, als eine Art Bote zu fungieren, um Dopamin zu transportieren, denn nur wenn das Dopamin an die richtigen Stellen kommt, kann es die Bewegungen steuern. Wenn jedoch die Zellen absterben, die das Dopamin produzieren, dann kommt es zwangsläufig zu einem Mangel an Dopamin und die Patienten zeigen die typischen Symptome wie ein unkontrolliertes Zittern der Hände, den sogenannten Tremor, eine Verlangsamung der Bewegungen und eine Versteifung der Muskeln.

    Wen betrifft Parkinson?

    Es sind überwiegend ältere Menschen, die von Parkinson betroffen sind, denn die Krankheit trifft überwiegend bei Menschen auf, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sind. Nur ungefähr zehn Prozent der Patienten ist unter 40 Jahre alt und Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen. Die Deutsche Parkinsongesellschaft schätzt, dass in Deutschland ca. 250.000 bis 300.000 Menschen unter Parkinson leiden. Bedingt durch die steigende Lebenserwartung in den nächsten Jahren muss damit gerechnet werden, dass sich die Zahl der Parkinson Patienten bis 2030 mehr als verdoppelt hat.

    Unterschiedliche Krankheitsbilder

    Auch wenn die Symptome bei Parkinson signifikant sind, die Krankheit wird von jedem Patienten anders wahrgenommen. Das mag daran liegen, dass es unterschiedliche Störungen, bewusste und auch unbewusste Abläufe der einzelnen Bewegungen gibt. Kompliziert wird es aber erst dann, wenn es sich nicht um echtes Parkinson handelt, denn es gibt noch eine Reihe von Unterarten. Vom Idiopathischen Parkinson-Syndrom spricht der Arzt, wenn die Untersuchungen keine logische Ursache zulassen, der Patient aber gleichzeitig viele Symptome aufweist, die zu Morbus Parkinson passen.

    Ein symptomatisches Parkinson-Syndrom liegt immer dann vor, wenn die Ursache für die Symptome feststeht. Das ist immer dann der Fall, wenn der Patient zum Beispiel Medikamente eingenommen hat, die für ein Parkinson-ähnliches Krankheitsbild sorgen. Werden die Medikamente abgesetzt, dann verschwinden auch die Symptome. Atypisch ist Parkinson, wenn der Patient zwar die typischen Symptome hat, es sich aber um eine andere, sehr ähnliche neurologische Krankheit handelt.

    Wie wird Parkinson behandelt?

    Bislang gibt es nur die Möglichkeit, Parkinson mit verschiedenen Medikamenten zu behandeln, die alle eines gemeinsam haben: Sie können die Krankheit nicht stoppen, aber sie können die Beschwerden immerhin mildern. Da jede Erkrankung anders verläuft, muss die Behandlung immer auf den jeweiligen Patienten abgestimmt werden. Die meisten Betroffenen werden mit einem Medikament behandelt, was den Mangel an Dopamin ausgleicht, und mit diesen Medikamenten werden heute auch die größten Erfolge erzielt. Bei Patienten über 70 wird gerne L-Dopa eingesetzt, ein Medikament, das in den meisten Fällen gut wirkt und das von allen Parkinson Medikamenten die wenigsten Nebenwirkungen hat.

    In einigen Fällen bietet sich auch eine tiefe Hirnstimulation an, die von einer medikamentösen Therapie begleitet wird. Ob diese Stimulanz infrage kommen kann, das richtet sich zum einen nach dem Alter und zum anderen nach dem Stadium der Krankheit. Auch Logopädie und eine Ergotherapie können den Patienten helfen, mit den Symptomen besser umzugehen. Sinnvoll ist es aber immer, in einer speziellen Parkinson Klinik behandelt zu werden.

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  • Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Wer schon einmal Nasenbluten gehabt hat, der weiß, dass es meist viel schlimmer aussieht als es eigentlich ist. Das ist auch der Grund, warum viele in Panik geraten, wenn die Nase blutet und zu Mitteln greifen, die nicht sonderlich geeignet sind, das Nasenbluten zu stoppen. Es sind meist nur Kleinigkeiten, die die Nase zum Bluten bringen, eine zu trockene Nase im Winter, heftiges Schneuzen, Niesen oder auch ein zu spitzer Fingernagel sorgt für blutende Nasen, und wenn es dazu kommt, dann ist das kein Grund, unüberlegt zu reagieren.

    Gut durchblutet

    Die Nase gehört zu den Körperteilen, die am meisten durchblutet werden. Der Grund für diese üppige Durchblutung ist ein dichtes Netz an Gefäßen, das auf der Nasenscheidewand liegt. Dieses Netz liegt vorne an der Nase und trägt den etwas seltsamen Namen Locus Kiesselbach, nach seinem Entdecker, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus dem 19. Jahrhundert. Das Netz, das aus vielen feinen Adern und Venen besteht, ist eine Art Schwellkörper und für eine ausgeglichene Temperatur zuständig, die für die Atemluft sehr wichtig ist. Über das Netz spannt sich eine sehr dünne Schleimhaut und diese Schleimhaut ist sehr empfindlich.

    Wenn die Nase blutet, dann meist an dieser Stelle, und so schnell, wie das Nasenbluten begonnen hat, so schnell hört es auch wieder auf. Wenn aber die Nase ohne einen ersichtlichen Grund heftig blutet oder wenn sich das Nasenbluten in regelmäßigen Abständen wiederholt, dann steckt eventuell eine andere Ursache dahinter, und in diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

    Was tun bei Nasenbluten?

    Wenn die Nase blutet, dann heißt es Ruhe bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Aufrechtes Sitzen ist sehr wichtig und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest den Oberkörper hoch lagern. Der Kopf muss nach vorne gebeugt und die Stirn abgestützt werden, damit das Blut aus der Nase abfließen kann. Wenn möglich, sollte entweder ein Tuch oder aber ein Gefäß unter die Nase gehalten werden. Wichtig ist, dass der Betroffene ruhig und gleichmäßig durch den Mund atmet.

    Eine effektive Hilfe ist auch der sogenannte Nasenflügeldruck. Mit Daumen und Zeigefinger wird der blutende Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten fest zusammengedrückt. Der Druck sollte erst dann gelöst werden, wenn die Nase nicht mehr blutet. Wenn die Nase aber nach einer Verletzung geschwollen oder verformt ist, dann ist der Nasenflügeldruck keine gute Idee, denn wenn die Nase gebrochen ist, dann wäre der Druck wenig hilfreich und dazu auch noch sehr schmerzhaft. Auch das Kühlen der Nase durch einen Eisbeutel oder ein feuchtes kaltes Handtuch ist eine gute Idee, denn durch die plötzliche Kälte ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und die Blutung wird zum Stillstand gebracht.

    Welche Maßnahmen sind falsch?

    Immer wieder kommt es bei Nasenbluten zu falschen Maßnahmen, die das Leiden der Betroffenen nur noch schlimmer macht. So ist es vollkommen falsch, den Kopf nach hinten in den Nacken zu legen, denn dann wird das Blut verschluckt und das löst Übelkeit, Brechreiz und heftige Magenschmerzen aus. Auch flach hinlegen kann gefährlich sein, denn dann kann das Blut in die Atemwege gelangen, was schwere Konsequenzen nach sich zieht. Auf keinen Fall sollten die Nasenlöcher mittels Taschentüchern, Mullstreifen, Watte oder etwas Ähnlichem verstopft werden. Werden diese Stopfen wieder herausgenommen, dann besteht die große Gefahr, dass die Nase wieder anfängt zu bluten. Ist die Blutung zum Stillstand gekommen, dann ist es keine gute Idee, die Nase sofort wieder zu putzen, denn auch noch Stunden nach dem Nasenbluten kann immer noch Druck im Locus Kiesselbach aufgebaut werden und der Schorf aus getrocknetem Blut reißt wieder auf, die Nase beginnt erneut zu bluten.

    Sollte die Nase nach 20 Minuten nicht aufhören zu bluten, dann muss ein Arzt aufgesucht werden.

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  • Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Kopfläuse – lästige Plagegeister auf Kinderköpfen

    Immer dann, wenn Kinder aus der Schule oder dem Kindergarten nach Hause kommen und nicht aufhören können, sich am Kopf zu kratzen, dann steht meist sehr schnell fest: Das Kind hat Kopfläuse mit nach Hause gebracht. Wenn die Eltern erfahren, dass es in Schule oder der Kindertagesstätte Läuse gibt, dann wird es Zeit den Kopf des Kindes sehr genau zu untersuchen, denn es kann sein, dass sich die kleinen Blutsauger auch beim eigenen Kind eingenistet haben. Aber Kopfläuse bei Kindern sind kein Grund für Panik, denn man kann die lästigen Plagegeister schnell, sicher und effektiv wieder loswerden.

    Wo sitzen die Kopfläuse?

    Dass sich Kopfläuse auf der Kopfhaut eingenistet haben, das lässt sich am starken Juckreiz erkennen, denn immer wenn die Laus eine neue Mahlzeit braucht, dann beißt sie ihren Wirt und spritzt dabei eine kleine Menge Speichel in die Kopfhaut. Wenn ein Kind sich kratzt, dann entstehen auf dem Kopf kleine Wunden, die sich entzünden können. Wenn der Verdacht besteht, dann muss so schnell wie eben möglich, etwas unternommen werden. Um festzustellen, ob das Kind Läuse hat, müssen die Eltern die Kopfhaut akribisch untersuchen und dabei besonders auf die Stellen hinter den Ohren, an den Schläfen und am Nacken achten, denn dort finden die Läuseweibchen die idealen Bedingungen für die Ablage der Eier.

    Kopfläuse erkennen

    Sich nur die Haare anzusehen, bringt nicht allzu viel, denn bei einer bloßen Sichtkontrolle wird nur jede dritte oder vierte Laus entdeckt. Die Haare sollten angefeuchtet und anschließend mit eine Pflegespülung behandelt werden, damit sich die Haare leichter durchkämmen lassen. Das funktioniert am besten mit einem speziellen Läusekamm, den es in der Apotheke oder im Sanitätshaus gibt. Die Haare werden dann Strähne für Strähne gekämmt, und dabei sollte der Läusekamm fest von der Kopfhaut bis zu den Spitzen durch das Haar gezogen werden. Nach jeder Strähne muss der Kamm auf einem weißen Küchentuch abgestreift werden, um zu sehen, ob Läuse, Larven und Eier erfasst wurden.

    Die Läuse haben sechs Beine, sie sind maximal drei Millimeter groß und haben eine gräuliche Farbe. Nur wenn sie unmittelbar vorher Blut getrunken haben, dann schimmern sie leicht rötlich. Die Larven sind ein wenig kleiner als die ausgewachsenen Läuse und sie sind nicht mobil, das heißt, sie können den Kopf ihres Wirtes noch nicht verlassen. Es ist sehr wichtig, dass diese Larven schnell entfernt werden, denn sobald die Läuse erwachsen werden, dann legen sie Eier, und zwar mehrmals am Tag.

    Kopfläuse behandeln

    Um Kopfläuse wieder loszuwerden, ist mehr als nur eine Behandlung notwendig, denn die Läuse wie auch die Larven sind leider sehr hartnäckig. Das Läusemittel muss nach der ersten Behandlung nach acht bis zehn Tagen noch einmal aufgetragen werden, und alle vier Tage müssen die Haare gründlich ausgekämmt werden. Läusemittel sind in der Apotheke frei verkäuflich, aber der Kinderarzt kann das Mittel auch verschreiben und dann übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Der Erfolg der Behandlung hängt immer davon ab, dass die Gebrauchsanweisung genau eingehalten wird, denn wenn zum Beispiel die Einwirkzeit verkürzt wird, dann stellt sich der gewünschte Erfolg leider nicht ein.

    Wichtig ist es, dass nach dem Auftragen des Läusemittels ein Frotteehandtuch fest um den Kopf gewickelt wird, denn nur dann können die Läuse auch aufgesaugt werden. Wichtig ist es aber auch, dass tatsächlich der ganze Kopf behandelt wird, denn wenn Teile ausgespart werden, dann nützt die ganze Behandlung nichts. Die Haare dürfen zudem nicht allzu nass sein, denn sonst wird das Läusemittel zu sehr verdünnt. Die zweite Behandlung muss unbedingt erfolgen, denn wenn bei der ersten Behandlung die Läuse und ihre Larven getötet werden, können die Eier dennoch immer vorhanden sein, und aus diesen Eiern schlüpfen immer wieder neue Läuse.

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  • Herpangina – die unbekannte Kinderkrankheit

    Herpangina – die unbekannte Kinderkrankheit

    Wenn Kinder Fieber bekommen, über Bauchschmerzen und Schluckbeschwerden klagen, dann vermuten Eltern meist richtig, dass es sich um eine Kinderkrankheit handeln kann. Wenn sich zu diesen Symptomen dann auch noch Übelkeit und Bläschen im Mund gesellen, dann liegt der Verdacht nahe, dass sich das Kind mit Herpangina angesteckt haben könnte. Herpangina, die mit medizinischen Namen auch die Zahorsky-Krankheit genannt wird, ist eine meist harmlos verlaufende Virusinfektion. Sie verdankt ihren Namen den zwei bis drei Millimeter großen Bläschen, die das Aussehen von Lippenherpes haben, sich aber im hinteren Rachenraum befinden, wo sie für Probleme beim Schlucken sorgen und eine Mandelentzündung auslösen.

    Wie werden die Viren übertragen?

    Coxsackie-A-Viren – so heißen die Überträger der Herpangina, die vor allem im Trinkwasser, aber auch in verunreinigten Lebensmitteln zu finden sind. Die Viren suchen sich zunächst einen Ort im Körper, der drei Eigenschaften mitbringen muss, damit sich die Viren auch wirklich wohlfühlen: Er muss möglichst dunkel, feucht und dazu auch noch angenehm warm sein. Die besten Voraussetzungen bieten daher der Mund-Rachenraum und auch der Darm, und genau in diesen beiden Bereichen entsteht bedingt durch die Viren, die Herpangina. In sehr seltenen Fällen wandern die Viren auch durch den Körper und gelangen auf den Blutbahnen zu den Organen, wo sie dann Symptome hervorrufen. Gefährlich wird es, wenn das Virus zu den Hirnhäuten oder zum Gehirn selbst gelangt, denn das kann Entzündungen auslösen.

    Herpangina Symptome?

    Zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Herpangina vergehen in der Regel zwischen zwei und sechs Tage, und damit hat die Krankheit anders als viele andere Kinderkrankheiten, eine relativ kurze Inkubationszeit. Zu den ersten Symptomen gehören hohes Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden. Die kleinen Patienten haben das Gefühl, als wäre ihr hinterer Rachenraum mit Samt ausgeschlagen, was von der Entzündung herrührt. Die nächsten Symptome sind die charakteristischen Bläschen, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Bläschen, die schnell als störend empfunden werden, platzen nach wenigen Stunden auf und werden dann zu schmerzhaften Geschwüren. Jetzt kommen auch Übelkeit und starke Bauchschmerzen dazu und der Rachen schmerzt bei jedem Schlucken. Nach einer, aber spätestens nach zwei Wochen, klingt die Herpangina dann wieder ab.

    Welche Therapien gibt es?

    Wenn der Arzt anhand der Symptome seine Diagnose stellt, dann können nur die Beschwerden gelindert werden, eine Therapie gegen die Kinderkrankheit gibt es bis heute leider nicht. Um es den kleinen Patienten so einfach und erträglich wie möglich zu machen, helfen folgende Maßnahmen:

    • Keine sauren oder scharf gewürzten Speisen
    • Viel Flüssigkeit, am besten geeignet sind Milch, Trinkjoghurt, Suppe oder eine milde Brühe
    • Keine Fruchtsäfte, denn die Fruchtsäure verstärkt den Schmerz im Mund und im Rachen
    • Dreimal täglich mit Salbei- oder Malventee gurgeln
    • Bei starken Schmerzen kann der Arzt ein leichtes Narkotikum verschreiben, wie Paracetamol oder Ibuprofen

    Zum Gurgeln eigenen sich auch ätherische Öle, auch Honig ist ein gutes Mittel, um die Schmerzen zu lindern und die Entzündung zu hemmen. Wenn sich gelbliche Beläge auf der Zunge bilden, dann kann das ein Zeichen für eine zusätzliche Infektion mit Bakterien sein, in diesem Fall wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben.

    Sollte das Kind über starke Kopfschmerzen klagen, benommen wirken oder auch wenn der Nacken steif wird, dann muss sofort ein Krankenhaus aufgesucht werden, denn es besteht der Verdacht, dass es sich um eine Ausbreitung der Infektion und eventuell auch um eine Hirnhautentzündung handeln könnte.

    Varianten der Herpangina

    Nicht selten kommt es bei kleinen Kindern im Zusammenhang mit der Herpangina zur sogenannten Hand-Mund-Fuß-Krankheit, die durch eine Untergruppe der Herpangina Viren ausgelöst wird. Bei diese Variante der Kinderkrankheit zeigen sich die Bläschen auch an Händen und Füßen, sowie am oder im Mund. Dazu kommt leichtes Fieber, aber das Wohlbefinden wird kaum beeinträchtigt.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

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