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  • Alltagshilfen für Senioren

    Alltagshilfen für Senioren

    Der Alltag von Senioren hängt zum größten Teil davon ab, wie selbständig sie sind. Hier gibt es große Unterschiede. Die einen spielen mit 75 Jahren noch aktiv Tennis, andere benötigen einen Rollator als Gehhilfe. Was beide suchen, ist eine möglichst hohe Lebensqualität. Für Letzteren bedeutet dies vor allem, sich eigenständig zu versorgen und nicht auf die Hilfe von anderen angewiesen zu sein. Sich selbständig waschen, sich alleine anziehen sowie den Haushalt alleine oder mit dem Partner bestreiten zu können. Um diese alltäglichen Aktivitäten möglichst vielen Menschen zu ermöglichen, gibt es auf dem Markt eine breite Palette an „Hilfsmitteln für den Alltag“. Mit Helfern wie diesen können erstaunlich viele Dinge ohne fremde Hilfe im Alltag bewältigt werden, die davor unmöglich erschienen. Oft sind es nämlich leider die Kleinigkeiten, die auf einmal nicht mehr funktionieren und Senioren fühlen sich schlagartig unselbstständig. Das kann im schlimmsten Fall zu Depressionen führen, da man sich als Last bzw. Belastung für die Angehörigen ansieht.

    Weiterhin mobil bleiben

    Das muss aber nicht sein. Lieber sollte man die Möglichkeit schätzen, der Mobilität auf die Sprünge helfen zu können, wenn sie nicht mehr so gut funktioniert. Sind Sie nicht mehr so gut zu Fuß? Dann kann ein Rollator genau das Richtige für Sie sein. Er ist dann sinnvoll, wenn Sie nicht mehr eigenständig gehen können oder sich beim Gehen unsicher fühlen, wenn Sie sich zwischendurch mal setzen möchten oder Ihren Einkauf nicht mehr nach Hause tragen können. Ein Rollator ist damit eine sehr gute Unterstützung im Alltag. Die Mobilität kann weitestgehend erhalten bleiben und eine selbstständige Verrichtung des Haushalts ist möglich. Sie sollten den Rollator jedoch nicht ständig verwenden, sondern nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Durch diese Krücke baut die Muskulatur im Rückenbereich schneller ab, vor allem wenn er nicht korrekt eingestellt ist – was leider häufig der Fall ist.

    Neben dem Rollator sorgt auch der Gehstock für Sicherheit beim Gehen. Er eignet sich für Senioren, die noch nicht ganz so stark in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, kann aber auch zusätzlich zu diesem als Gehhilfe dienen. Er kann am Rollator angebracht werden und dient als Stütze, wenn der Griff am Rollator mal losgelassen werden muss. Das kann das kleine Stück vom Weg zu einer Bank sein, oder die Treppen hoch in einen Laden. Wo der Rollator keinen Dienst verrichten kann, ist der Einsatz des Gehstocks sinnvoll.

    Wenn mal was runter fällt

    Was für junge Menschen selbstverständlich ist, kann für alte Menschen zur Herausforderung werden. Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Sie kommen mit Ihrem Rollator nach einem Spaziergang nach Hause, stehen vor der Haustüre und Ihnen fällt vor dem Aufschließen der Haustürschlüssel runter. Der junge und gesunde Mensch bückt sich und hebt ihn auf. Was aber macht der gesundheitlich Eingeschränkte? Wenn die Beweglichkeit nachlässt und die Sicherheit, auf beiden Beinen stabil zu stehen, nicht mehr gegeben ist, ist das Aufheben eines Schlüssels ein Kraftakt. Das gleichzeitige Festhalten am Rollator und das Bücken, um den Schlüssel vom Boden aufzuheben, lässt manche Menschen an ihre Grenzen kommen. Für solche Situationen eignet sich eine Greifzange hervorragend. Sie ist einfach am Rollator untergebracht und hilft in unglücklichen Situationen prima aus.

    Wenn die Körperpflege schwierig wird

    Durch die nachlassende Beweglichkeit wird auch die Körperpflege im Alter zunehmend zu einer Herausforderung. Insbesondere wird es dadurch schwieriger beim Waschen, alle Körperregionen zu erreichen. Im Badbereich dient Ihnen eine ganze Reihe an Hilfsmitteln bei der Körperpflege. Für Ganzkörperwaschungen eignen sich eine Dusche mit niedrigem Einstieg sowie ein dort platzierter Duschhocker. An der Wand befinden sich zusätzliche Haltegriffe, die Ihnen Sicherheit geben. Der herkömmliche Waschlappen wird durch einen Schwamm mit Stil ersetzt, so ist es leichter, den Rücken zu waschen.

    Fazit
    Alt werden kommt oft mit eingeschränkter Beweglichkeit und dem Angewiesen sein auf andere einher. Wem es vergönnt ist, alt zu werden, hat heutzutage dennoch die Möglichkeit, auf einige nützliche Helfer zurückzugreifen und sich so den Alltag zu erleichtern.

    Bild: © Depositphotos.com / FamVeldman

  • Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Kuhmilcheiweißallergie bei Säuglingen – Eltern sollten wissen

    Allergien im Kindesalter sind keine Seltenheit. Zu den häufigsten Formen gehören Allergien gegen Hühnereier und Erdnüsse oder gegen das Eiweiß in der Kuhmilch. Eine Kuhmilcheiweißallergie kann schon neugeborene Säuglinge treffen, jedoch nehmen die Kinder bei 80 % aller Fälle diese Allergie nicht mit ins Erwachsenenleben. Wenn die Allergie nicht schon in der Klinik festgestellt wird, dann trifft sie die Eltern zu Hause völlig unvorbereitet und löst Panik aus. Das Kind schreit, es lässt sich nicht mehr beruhigen, und auf den ersten Blick ist keine Ursache zu erkennen. Die Bandbreite der Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie ist groß, und ob es sich wirklich um diese Form der kindlichen Allergie handelt, kann nur ein Arzt feststellen.

    Symptome einer Kuhmilcheiweißallergie auf der Haut

    Es gibt wie schon erwähnt, viele unterschiedliche Symptome für diese Allergie, sehr häufig ist die allergische Reaktion aber an der Haut des Kindes sichtbar. Es kommt zu einer Urtikaria, einer Nesselsucht, die am Körper und im Gesicht zu sehen ist. Je nach Ausprägung der Nesselsucht kann zum Beispiel das Gesicht anschwellen, es ist aber auch ein Hautausschlag mit kleinen rötlichen Blasen möglich. Zudem schwellen die Lippen und die Augenlider deutlich an, die Haut wird schuppig, sehr trocken und juckt, auch eine Neurodermitis ist bei einer Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch keine Seltenheit.

    Probleme im Magen-Darm-Trakt

    In 50 % bis 60 % aller Fälle von kindlicher Kuhmilcheiweißallergie haben die kleinen Allergiepatienten Probleme mit dem Magen- und Darmbereich. Sie erbrechen sich häufig, haben ein auffallendes und auch schmerzhaftes Aufstoßen sowie Sodbrennen, was kleinen Kindern große Schmerzen verursacht. Dazu kommen Koliken und Durchfall, der auch blutig sein kann, sowie Verstopfung und Bauchkrämpfe, ebenfalls gehören Schwierigkeiten beim Schlucken zu den Symptomen bei kleinen Kindern, die unter einer Kuhmilcheiweißallergie leiden.

    Wie erkennen Eltern eine Allergie gegen Kuhmilcheiweiß?

    Es sind nicht nur die deutlich sichtbaren Symptome wie eine Nesselsucht oder Magen-Darm-Probleme, die auf eine Kuhmilcheiweißallergie hindeuten, es treten auch andere, allgemeine Symptome auf, die darauf hinweisen. So sind die betroffenen Kinder schnell müde, sie wirken abgeschlagen, sie sind sehr unruhig und leiden nicht selten auch unter Schlafstörungen. Angst kann ein weiteres Symptom sein, und auch anhaltendes Schreien deutet darauf hin, dass es zu einer allergischen Reaktion gekommen ist. Bei einigen Kindern schlägt die Allergie außerdem auf die Atemwege. Die Nase läuft ständig, es kann zu einem anhaltenden quälenden Husten und auch zu einer schweren, pfeifenden Atmung kommen.

    Eine schwierige Diagnose

    Die Diagnose Milcheiweißallergie zu stellen, kann schwierig sein, denn viele der Symptome deuten auch auf andere Krankheiten hin. Falls die Kinder sich erbrechen müssen und Durchfall haben, dann denken die meisten Eltern spontan an einen Infekt. Wenn die Symptome, die für eine Milcheiweißallergie typisch sind, jedoch in Kombination auftreten, dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Auch wenn es bei den Kindern, nachdem sie die Flasche bekommen oder einen Milchbrei gegessen haben, zu Symptomen wie Erbrechen oder Durchfall kommt, dann liegt immer der Verdacht nahe, dass eine Allergie gegen das Eiweiß in der Kuhmilch die Ursache ist.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

    Handelt es sich tatsächlich um eine Milcheiweißallergie, dann dürfen die Kinder keine Kuhmilch mehr bekommen. Die speziellen Produkte von Nestlé sind hier eine sehr gute Alternative, denn auf diese Weise bekommen die Kinder alle wichtigen Nährstoffe, die sie benötigen, um gesund zu bleiben. Da auch Muttermilch keine Allergien auslöst, sollten die Kinder, die allergisch auf Kuhmilcheiweiß reagieren, so lange wie möglich gestillt werden. Auch wenn es um Nachfolgeprodukte wie zum Beispiel Brei in vielen Geschmacksrichtungen geht, dann bietet Nestlé hierzu ein großes Angebot. Nicht zu empfehlen sind hingegen Schaf- oder Ziegenmilch, da das Milcheiweiß mit dem der Kuhmilch zu 90 % übereinstimmt.

    Bild: © Depositphotos.com / Juan_G_Aunion

  • Kein Durchblick im Dschungel der Gesundheits-Apps

    Kein Durchblick im Dschungel der Gesundheits-Apps

    Praktisch im Stundentakt kommen neue Gesundheits-Apps auf den Markt und die Patienten fühlen sich zunehmend gestresst und bei der Auswahl überfordert. Welche App ist die richtige? Welche Apps sind auch wirklich seriös und welche sind besonders hilfreich? Helfen könnte so etwas wie ein Gütesiegel, aber davon ist man in Deutschland leider noch meilenweit entfernt.

    Das Smartphone als digitaler Arzt

    Die Zeiten, als Smartphones zum Telefonieren, zum Spielen oder Musik hören genutzt wurde, sind lange vorbei. Heute ist das Smartphone eine Art digitaler Arzt, bei dem sich alle, die krank sind, rund um die Uhr über alle möglichen medizinischen Themen informieren können. Der Service fängt beim Checken des Pulses an und hört beim Erfassen der Vitaldaten wieder auf. Auch wenn der Service kaum noch Wünsche offenlässt, die Anbieter der Apps haben bislang viele Probleme, wenn es um den Datenschutz geht.

    Zweifel und Skepsis

    Viele möchten gerne eine der vielen Gesundheits-Apps nutzen, aber es fehlt das nötige Hintergrundwissen. Bei ebenso vielen überwiegt die Skepsis, denn sie wissen nicht so genau, wer die Daten zu sehen bekommt und was damit geschieht. Immer noch herrscht ein großer Mangel an standardisierten Schnittstellen und welche der Bits und Bytes wo miteinander kooperieren. Der Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe weiß um diesen Mangel, deshalb hat er den Druck auf die Anbieter der Apps immer wieder erhöht. Aus seiner Sicht ist es jetzt die Aufgabe der Politik, einen Fahrplan für die Umsetzung des E-Health-Gesetzes zu verankern.

    Sind die Apps vertrauenswürdig?

    Ob es sich um eine einfache Frage zu Kopfschmerzen handelt oder um die richtige Dosierung eines bestimmten Medikaments – immer mehr Menschen befragen zuerst ihr Smartphone mit der entsprechenden App und wenden sich erst dann an einen Arzt. Aber wie vertrauenswürdig sind die Apps und wie zuverlässig sind die Antworten? Noch muss der Anwender diese Frage selbst beantworten.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Rauchen verboten – die neuen Gesetze

    Rauchen verboten – die neuen Gesetze

    110.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an den Folgen des Rauchens, und die Kosten für die Sozialkassen belaufen sich aufgrund des Tabakkonsums auf jährlich 25 Milliarden Euro. Insgesamt kosten Raucher den Staat 54 Milliarden Euro, aber damit soll jetzt Schluss sein, denn der Staat plant drastische Verbote für alle, die unbeirrt weiter qualmen.

    Die Quote drücken

    2014 wurde sehr mühsam eine neue EU-Tabakrichtlinie eingeführt, die den Konsum von Tabakwaren eindämmen und den Gesundheitsschutz erhöhen soll. Deutschland will dabei eine Art Vorreiterrolle spielen und die Quote der Raucher auf zwei Prozent reduzieren. Damit, so erhofft sich die Bundesregierung, werden 215 Milliarden Euro jährlich eingespart, auch wenn das Steuerverluste bedeutet.

    Schockbilder schon im Mai

    Ab dem 20. Mai 2016 werden sich alle Raucher an Schockbilder auf Zigarettenschachteln gewöhnen müssen, denn mit diesen Bildern soll die Lust auf die Zigarette endgültig vergehen. Raucherlungen werden die Schachteln ebenso zieren wie Raucherbeine und krankes Zahnfleisch. Ab 2020 wird die öffentliche Werbung für Zigaretten komplett verboten, erlaubt ist sie dann nur noch im Kino, aber nur bei Filmen, die ab 18 Jahren freigegeben sind, Zigaretten dürfen dann auch nicht mehr als Werbegeschenke verteilt werden. Zudem werden die Steuern auf Tabakwaren erhöht, ein Argument das immer zieht, denn viele haben mit dem Rauchen aufgehört, weil es ihnen zu teuer ist.

    Wie viele Deutsche rauchen noch?

    Nach Schätzung des Bundesgesundheitsministeriums raucht in Deutschland jeder Vierte, aber die Zahlen gehen mehr und mehr zurück. Vor allem die Jugend hat die Lust am qualmen verloren, denn nur 7,8 % der jungen Leute rauchen, im Vergleich dazu waren es vor 15 Jahren noch rund 28 %. Die meisten verzichten allerdings nicht aus gesundheitlichen Gründen auf die Zigarette, Rauchen ist ihnen einfach zu teuer geworden. Die Tabakindustrie kämpft mittlerweile um die noch verbliebenen Marktanteile und es wird vermutet, dass die Schockbilder einen neuen Preiskampf auslösen werden.

    Bild: © Depositphotos.com / hayatikayhan

  • Epilepsie im Kindesalter

    Epilepsie im Kindesalter

    Epilepsie, die im Kindesalter oder auch im Jugendalter auftritt, kann immer eine eigenständige Erkrankung sein. Allerdings kann es sich bei einer Epilepsie im Kindesalter ebenso um eine entzündliche oder genetisch bedingte Erkrankung handeln. Einer Epilepsie wird in aller Regel eine Erkrankung des zentralen Nervensystems verstanden.

    Warum tritt eine Epilepsie im Kindesalter auf?

    In einigen Fällen tritt eine Epilepsie im Kinderalter auf Grund von seltenen neurologischen Erkrankungen auf. Diese gehen mit epileptischen Anfällen einher und bedürfen einer vielschichtigen diagnostischen Abklärung. Bei denselben gilt es zu berücksichtigen, dass es eine große Anzahl an unterschiedlichen Arten von epileptischen Anfällen im Kinderalter gibt. Diese sind im Allgemeinen fast nicht wahrnehmbar, weshalb diese während der Diagnostik nicht selten übersehen werden. Kommt es im Kindesalter zum Eintreten von Epilepsie oder ähnlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, welche von epileptischen Anfällen gekennzeichnet sind, können die Folgen daraus in Entwicklungsstörungen bestehen. Dazu gehören unter anderem Beeinträchtigungen

    • der Aufmerksamkeit
    • der Gedächtnisleistung
    • des Reaktionsvermögens.

    Aus diesem Grunde ist es immer erforderlich, umfassende Tests psychologischer wie auch neurologischer Natur durchführen zu lassen. Nur so können eventuelle Verzögerungen im Bereich der Entwicklung festgestellt und therapiert werden.

    Häufigkeit einer Epilepsie im Kindesalter

    Rund ein halbes Prozent aller Kinder ist von einer Epilepsie im Kindesalter betroffen. Zwei Drittel aller hiervon betroffenen Kinder haben trotzdem eine völlig normale geistige Entwicklung. Dennoch muss des Öfteren bei einer Epilepsie, die im Kindesalter auftritt mit einer Intelligenzminderung eines IQs von unter 70 gerechnet werden. Für die Diagnostik einer Epilepsie im Kindesalter sind

    • eine vollständige neurologische, pädiatrische Untersuchung sowie
    • die Einbeziehung der Familienanamnese

    erforderlich.

    Unterschiedliche Formen einer Epilepsie im Kindesalter

    Tritt eine Epilepsie im Kindesalter oder im Jugendalter erstmalig auf, gibt es verschiedene Formen:

    • Kindliche Absence Epilepsie – CAE
    • Landau-Kleffner-Syndrom
    • Panayiotopoulos-Syndrom
    • Rolando-Epilepsie

    Kindliche Absence Epilepsie

    Die am häufigsten auftretende Form einer Epilepsie im Kindesalter ist die kindliche Absence Epilepsie. Diese nimmt in einem Alter zwischen fünf und sieben Jahren ihren Anfang. Als Ursache dieser Form der Epilepsie im Kindesalter spielen die Gene eine Rolle. Welche Gene hieran beteiligt sind, konnte bislang jedoch noch nicht geklärt werden. Charakteristisch für die Anfälle sind mit einem Schlag auftretende Aussetzer des Bewusstseins beim Kind, wobei die geöffneten Augen starr sind. Die Dauer der Anfälle hält für etwa vier bis 20 Sekunden an. Anfälle können jeden Tag und sehr häufig – zwischen zehn- und 100mal je Tag – auftreten. Dank der typischen Veränderungen des EEG gestaltet sich die Diagnostik relativ einfach. Die kindliche Absence Epilepsie hat eine recht gute Prognose, verschwindet sie doch für gewöhnlich spätestens mit Eintreten des zwölften Lebensjahres.

    Landau-Kleffner-Syndrom

    Bei dem Landau-Kleffner-Syndrom handelt es sich um eine Epilepsie, die im Kindesalter von fünf bis sieben Jahren auftritt. Diese Epilepsieform ist eher selten und geht mit einer Sprachstörung einher. Kinder, die vom Landau-Kleffner-Syndrom betroffen sind, reagieren in der Regel nicht auf Ansprache. Die Symptomatik beginnt schleichend und nimmt stetig zu. Die auftretenden Anfälle dieser Form der Epilepsie im Kindesalter treten gehäuft in der Nacht auf. Viele betroffene Kinder entwickeln zusätzlich Störungen im Verhalten und im Bereich der geistigen Entwicklung. Mit einem Verschwinden der Sprachstörungen und epileptischen Anfälle kann ab einem Alter von 15 Jahren gerechnet werden. Rund die Hälfte aller Betroffenen führt im Erwachsenenalter ein normales Leben.

    Panayiotopoulos-Syndrom

    Das Panayiotopoulos-Syndrom ist eine sehr oft anzutreffende Form der Epilepsie im Kindesalter. Die fokalen Anfälle betreffen zum größten Teil das vegetative Nervensystem. Rund drei Viertel der Kinder leiden unter

    • Blässe
    • Erbrechen
    • Übelkeit.

    Im Verlaufe eines epileptischen Anfalls bleibt zunächst das Bewusstsein erhalten, kann jedoch im weiteren Verlauf verloren gehen. Es ist ein Zur-Seite-Drehen der Augen mit erweiterten Pupillen feststellbar. Die Anfälle weisen eine relativ lange Dauer bis zu einigen Stunden auf. Die Prognose bei dieser speziellen Form der Epilepsie im Kindesalter ist relativ günstig. Etwa die Hälfte aller Kinder, die vom Panayiotopoulos-Symptom betroffen sind, haben nur zwischen einem und fünf Anfälle. Innerhalb von zwei Jahren ist mit einer Stabilisierung der Erkrankung zu rechnen.

    Rolando-Epilepsie

    Eine weitere Form der Epilepsie, die im Kindesalter auftreten kann, die die Rolando-Epilepsie. Hierbei handelt es sich um eine gutartige Form der Epilepsie, die zwischen dem dritten und dem 13. Lebensjahr in Erscheinung tritt. Bei der Rolando-Epilepsie handelt es sich um die am häufigsten auftretende Form einer Epilepsie im Kindesalter. Die fokalen Anfälle treten vorwiegend nachts auf und weisen keine Bewusstseinsstörung auf. Viele Kinder verspüren Missempfindungen im Bereich einer Gesichts- oder Mundhälfte. Die auftretenden Anfälle dieser Epilepsie im Kindesalter gehen in aller Regel bis zum 20. Lebensjahr wieder zurück. Mit bleibenden neurologischen Störungen muss nicht gerechnet werden. Im Allgemeinen ist die Rolando-Epilepsie vererbt. Rund 50 Prozent aller an dieser Form der Epilepsie im Kindesalter erkrankten Personen haben Verwandte, die ebenfalls an Epilepsie leiden.

    Bild: © Depositphotos.com / drnn

  • Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Vegane Kosmetik: Schön ohne schlechtes Gewissen

    Die Mehrheit der Menschen, die einen veganen Lebensstil führen, achten insbesondere im Bereich Ernährung darauf, nicht mit tierischen Produkten in Kontakt zu kommen. Andere machen auch bei ihrer Kleidungswahl Abstriche und verzichten auf Leder, Pelz und Co. Veganismus ist längst mehr als nur ein Trend. Es ist zu einer Lebenseinstellung geworden, die in immer mehr Bereichen des Alltags Einzug hält. So legen auch immer mehr Menschen großen Wert darauf, dass ihre Kosmetik vegan ist. Doch was genau versteht man eigentlich unter veganen Kosmetikprodukten?

    Ein hoher Preis für verträgliche Kosmetik

    Es ist der Alptraum eines jeden Kosmetik-Herstellers: Das neue Produkt, das frisch auf dem Markt ist und die Massen begeistern soll, löst bei etlichen Menschen allergische Reaktionen aus. Juckreiz, Rötungen und ein spannendes Gefühl sind alles andere als gute Werbung und so wird schon im Vorfeld genau überlegt, wie Szenarien wie diese vermieden werden können.

    Bevor ein Kosmetik- oder Pflegeprodukt auf den Markt kommt, werden die verschiedenen Inhaltsstoffe in der Regel Tierversuchen auf ihre Verträglichkeit getestet. Vom Duschgel über Make Up bis hin zum Lippenstift – die unterschiedlichsten Produkte werden zum Beispiel an Mäusen und Kaninchen getestet. Die Tiere leiden meist stark unter den Versuchen und sterben nicht selten auch dabei.

    Das erschüttert nicht nur Tierschützer, sondern ruft auch immer mehr überzeugte Veganer auf den Plan. Die Forderung ist klar: Stoppt Tierversuche und kauft vermehrt vegane Kosmetik.

    Wodurch zeichnet sich vegane Kosmetik aus?

    Damit Kosmetik als vegan bezeichnet werden kann, muss sie selbstverständlich verschiedene Kriterien erfüllen.

    • Frei von tierischen Produkten: Vegane Kosmetik kommt selbstverständlich ohne tierische Inhaltsstoffe aus. Was in unseren Breitengraden (zum Glück) als Selbstverständlichkeit gilt, ist in anderen Ländern Gang und Gäbe. Vor allem im asiatischen Raum sind tierische Produkte wie Hörner, Krallen oder Fell fester Bestandteil der Kosmetik.
    • Verzicht auf Tierversuche: Ein zweiter wichtiger Faktor, der vegane Kosmetik auszeichnet, ist der Verzicht auf die bereits angesprochenen Tierversuche. Wenn ein Kosmetikprodukt als vegan eingestuft werden soll, dürfen im Vorfeld keine Tiere dafür leiden müssen.

    Vegane Kosmetik im Laden erkennen

    Wenn Sie Ihre Pflegeprodukte auf vegane Kosmetik umstellen wollen, bedeutet das natürlich, beim nächsten Einkauf etwas mehr Zeit einzuplanen und wählerischer zu sein. Die meisten Kosmetikprodukte, die das Prädikat „vegan“ verdient haben, tragen dieses meist auch stolz und gut sichtbar auf der Verpackung. Wer dennoch auf Nummer Sicher gehen will, kann hierzu ein praktisches Hilfsmittel einsetzen.

    Die App barcoo ist ein Barcode-Scanner für das Smartphone. Wenn Sie ein Produkt mit der Anwendung scannen, spuckt diese anschließend zahlreiche interessante Infos aus. So wird unter anderem auch auf einen Blick klar, ob es sich hierbei um vegane Kosmetik handelt oder nicht.

    Sind Tierversuche in Deutschland noch erlaubt?

    Wenn die Rede von veganer Kosmetik und ethisch mehr als zweifelhaften Tierversuchen ist, dann stellen sich viele Menschen die gleiche Frage: Sind Tierversuche in Deutschland überhaupt noch erlaubt?

    Tatsächlich lautet die Antwort: Nein. Am 11. März 2013 entschied das Europäische Parlament, Kosmetikfirmen zu verbieten,

    • Tierversuche durchzuführen
    • Tierversuche in Auftrag zu geben
    • Tierversuch-Produkte innerhalb der EU zu vermarkten

    Auch wenn es sich hierbei um einen großen Erfolg für Tierschützer und einen Meilenstein in der Geschichte der veganen Kosmetik handelt, wird die Freude getrübt. Wie jedes Gesetz hat auch dieses typische Schlupflöcher, die natürlich von den Herstellern genutzt werden:

    • Das Gesetz gilt ausschließlich für neue Produkte, d.h. dass bereits getestete Produkte weiterhin verkauft werden dürfen
    • Das Verbot gilt nur für Inhaltsstoffe, die speziell für Kosmetika eingesetzt werden, d.h. andere Inhaltsstoffe – beispielsweise Duft- und Farbstoffe – dürfen weiterhin getestet werden

    Vegane Kosmetik ist auf dem Vormarsch. Der stark ausgeprägte und omnipräsente Aspekt des Tierschutzes sorgt dafür, dass auch Menschen, die eigentlich gar nicht vegan leben, auf diese Pflegeprodukte zurückgreifen – und dass, obwohl vegane Kosmetik häufig teurer als herkömmlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / annakhomulo