Schlagwort: Alkohol

  • Freizeitverhalten von Frauen und Männern am Wochenende

    Zwischen Fernsehcouch und Lesesessel

    Baierbrunn (ots) – Mehr Fernsehen, Fußball und Alkohol für die Männer; mehr Zeit für Kultur, Kochen und Lesen für die Frauen: Die gängigen Klischees über das geschlechtsspezifische Freizeitverhalten werden durch eine Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“ teilweise bestätigt. Demnach nimmt sich jeder dritte Mann (34,9 Prozent) am Wochenende unter anderem mehr Zeit zum ausgiebigen Fernsehschauen (Frauen: 24,7 Prozent), jeder Vierte nutzt die freien Tage (auch) zum Besuch von Sportveranstaltungen (24,9 Prozent, Frauen: 6,8 Prozent) oder um selbst Sport zu treiben oder ausgiebig spazieren zu gehen (Männer: 23,5 Prozent, Frauen: 15,8 Prozent). Jeder fünfte Mann (20,5 Prozent) – aber nur jede zehnte Frau (9,9 Prozent) – sieht am Wochenende die Gelegenheit, (mehr) Alkohol zu trinken. Von den Frauen nutzen dagegen 28,1 Prozent das Wochenende (auch) für kulturelle Unternehmungen wie Theater, Kino oder Konzert (Männer: 21,4 Prozent). 26,7 Prozent der Frauen kochen ausgiebig (Männer: 13,0 Prozent), 24,4 Prozent nehmen sich mehr Zeit, in Ruhe zu lesen (Männer: 13,0 Prozent). 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Apothekenmagazins „Baby und Familie“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.940 Personen ab 14 Jahren (989 Frauen und 951 Männern). 

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe „Baby und Familie“ zur Veröffentlichung frei. Die Inhalte weiterführender Links, auf die in dieser Pressemitteilung verwiesen wird, unterliegen dem Copyright des jeweiligen Anbieters der verlinkten Seite. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.baby-und-familie.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/54201/3318571
  • So gesund ist die Mittelmeerküche

    So gesund ist die Mittelmeerküche

    Es gibt eine neue internationale Studie, die sich mit den Lebensmitteln befasst hat, die effektiv das Herz schützen. Das Ergebnis der Untersuchungen ist wenig überraschend, denn die Küche rund um das Mittelmeer hat sich als besonders gesund erwiesen. Diese spezielle Küche hat alles, was gesund, nahrhaft und lecker ist: Gemüse, frisches Obst, Fisch und auch Alkohol.

    Eine gesunde Lebensweise

    Es klingt ein wenig komisch, dass sich Alkohol in einer Ernährungsstudie wiederfindet, aber für die Wissenschaftler ging es nicht nur ums gesunde Essen, es geht um eine gesunde Lebensweise und dazu gehört auch Alkohol. 15.500 Menschen aus 39 Ländern haben an der Studie teilgenommen und alle hatten entweder bereits einen Herzinfarkt oder eine andere Herz-/Kreislauferkrankung hinter sich. Zum Zeitpunkt der Studie lag das durchschnittliche Alter der Studienteilnehmer bei 67 Jahren und sie waren in einem gesundheitlich stabilen Zustand.

    Interessante Ergebnisse

    Die Studie hat die Essgewohnheiten der Studienteilnehmer in die „Westliche Diät“ und die „Mittelmeer Diät“ unterteilt und kam, was die Ernährungsgewohnheiten angeht, zu einem sehr interessanten Ergebnis. Die Menschen in Asien und Nordeuropa sind der „Mittelmeer Diät“ zuzuordnen, denn sie ernähren sich überwiegend von Nudeln, Gemüse, Vollkornbrot, Obst und Hülsenfrüchten. Die Menschen in Osteuropa und in Lateinamerika sind hingegen der „Westlichen Diät“ zuzuordnen, sie essen mehr Frittiertes, süße Speisen und Weißbrot.

    Das Fazit der Studie

    Vier Jahre nach der Befragung waren 623 Studienteilnehmer an einem Herzleiden gestorben, 698 erlitten einen weiteren Herzinfarkt und 267 einen Schlaganfall. Erstaunlich war, dass die Zahl der Todesfälle und auch der Herzinfarkte gleichmäßig auf die Studienteilnehmer beider Ernährungsweisen verteilt war, trotzdem bescheinigen die Wissenschaftler der „Mittelmeer Diät“ ein deutlich niedrigeres Risiko für Herzkrankheiten als der „Westlichen Diät“. Wer sich wie die Menschen in Spanien, Italien oder Griechenland ernährt, der ernährt sich auf jeden Fall sehr gesund und auch Alkohol in moderaten Mengen ist bei dieser Ernährung erlaubt.

    Bild: © Depositphotos.com / Piccia

  • Wann wird Alkohol zum Suchtproblem?

    Wann wird Alkohol zum Suchtproblem?

    Alkohol ist zwar eine legale, aber trotzdem eine sehr gefährliche Droge. Wo hört das gemütliche Bierchen zum Feierabend auf und wo fängt die Suche an? Die Grenzen verschwimmen sehr schnell, aber ein neuer Ratgeber der Deutschen Krebshilfe zeigt jetzt sehr genau auf, wer gefährdet ist in die Alkoholsucht abzurutschen und wer nicht.

    Zwei Tage ohne Alkohol

    Millionen Menschen trinken gerne mal ein Glas Bier oder Sekt, einen Wodka oder einen bunten Cocktail, und die meisten werden sich dabei keine Gedanken darüber machen, wie schnell das Genusstrinken zur Sucht führen kann. Der neue Ratgeber der Deutschen Krebshilfe „Riskante Partnerschaft. Mehr Gesundheit – Weniger Alkohol“ zeigt, wie einfach es ist festzustellen, ob eine Suchtgefahr vorliegt. Zunächst sollte man sich einen Überblick verschaffen, wie viel im Verlauf einer Woche an Alkohol getrunken wird. Wer es keine zwei Tage ohne einen Tropfen Alkohol aushält und während dieser 48 Stunden stark schwitzt und nervös wird, der sollte einen Arzt aufsuchen, denn in diesem Fall ist das Suchtrisiko sehr groß. Das Gleiche gilt auch dann, wenn die Gedanken ständig um Alkohol kreisen.

    Auf die Höchstmengen achten

    Neben wichtigen Informationen und vielen hilfreichen Tipps ist in der neuen Broschüre der Deutschen Krebshilfe, die übrigens auch als kostenlose App für Android und iOS zur Verfügung steht, eine Tabelle zu finden, in der die maximale Menge Alkohol pro Tag empfohlen wird. Für Frauen liegt die Grenze bei zwölf Gramm, das entspricht einem kleinen Glas Bier mit 0,3 Liter Füllmenge, beim Wein sind es nicht mehr als zehn Gramm oder 0,125 Liter, Männer sollten nicht mehr als 0,6 Liter Bier oder 0,25 Liter Wein pro Tag trinken.

    Alle, die feststellen, dass ihr Alkoholkonsum zu groß geworden ist, sollten eine Art Protokoll oder ein Tagebuch führen. Auf diese Weise lässt sich schnell ablesen, wie groß die Gefahr einer Alkoholsucht tatsächlich ist.

    Bild: © Depositphotos.com / Nomadsoul1

  • Morbus Meulengracht – unangenehm, aber ungefährlich

    Morbus Meulengracht – unangenehm, aber ungefährlich

    Diejenigen, die unter Morbus Meulengracht leiden, tragen keine Schuld an ihrem Schicksal, denn sie haben die Krankheit geerbt. Die angeborene Stoffwechselerkrankung ist harmlos, aber für die Betroffenen ist sie unangenehm, da sich die Symptome auch äußerlich zeigen. Ein einziges Enzym verursacht die Krankheit, die nach ihrem Entdecker Meulengracht benannt wurde, denn dieses Enzym ist nicht oder nur sehr unzureichend in der Lage, den roten Farbstoff im Blut abzubauen.

    Die Ursache für Morbus Meulengracht

    Der dänische Arzt Jens Einar Meulengracht war ein Spezialist auf dem Gebiet der Stoffwechselkrankheiten, die ihren Ursprung in der Leber haben. Im Rahmen seiner Forschungen fiel Doktor Meulengracht auf, dass es bei einigen Menschen zu einer Störung beim Abbau des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin kommt. Im Hämoglobin befinden sich die Erythrozyten, die roten Blutkörperchen, die, wenn sie 120 Tage alt sind, vom Körper aussortiert und dann abgebaut werden, um Platz für neue Blutkörperchen zu schaffen. Das bei diesem Prozess freigesetzte Hämoglobin wird von Milz, Knochenmark und Leber abgebaut. Vorher muss das Hämoglobin aber in das nicht wasserlösliche Bilirubin umgewandelt werden, bevor es in die Leber gelangt. In der Leber ist ein Enzym mit dem etwas komplizierten Namen UDP-Glucuronosyltransferase, was das Bilirubin dann wieder wasserlöslich macht. Dann geht es weiter in den Gallensaft, der dem Bilirubin eine gelbe Farbe verleiht. Dieser Prozess ist bei Morbus Meulengracht gestört und diejenigen, die an der Krankheit leiden, haben eine beträchtliche Menge von nicht wasserlöslichem Bilirubin in ihrem Blut.

    Welche Symptome gibt es?

    Morbus Meulengracht hat eine Reihe von Symptomen, besonders auffällig sind aber die gelb gefärbten Augäpfel. In einigen Fällen färbt sich zudem die Haut gelblich, aber im Unterschied zu vielen anderen Erkrankungen der Galle oder der Leber juckt die Haut bei Morbus Meulengracht nicht. Die ersten Symptome treten meist nach der Pubertät auf, bei anderen treten diese Symptome aber immer nur dann in Erscheinung, wenn sie sich körperlich angestrengt oder Alkohol getrunken haben. Die Gelbfärbung der Augäpfel ist nicht gefährlich, aber sie stellt ein kosmetisches Problem dar. Es gibt aber noch weitere Symptome wie Müdigkeit, Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Kopfschmerzen, bis hin zu Migräneanfällen.

    Wie wird die Krankheit diagnostiziert?

    In den meisten Fällen wird Morbus Meulengracht bei einer Routineuntersuchung des Blutes entdeckt, denn der Gehalt an Bilirubin ist stark erhöht. Bei gesunden Menschen liegt der Bilirubinwert im Blut bei weniger als 1,1 Milligramm pro Deziliter, bei Menschen, die an Morbus Meulengracht erkrankt sind, ist ein Wert von zwei bis fünf Milligramm Bilirubin pro Deziliter keine Seltenheit. Um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um die Stoffwechselkrankheit handelt, macht der Arzt einen sogenannten Fasten- und Nikotinsäuretest, bei dem geprüft wird, ob der Bilirubinwert im Blut auch dann konstant bleibt, wenn die Betroffenen einige Tage lang fasten. Auch wie sich der Wert nach der Einnahme von Nikotinsäure verändert, gibt Auskunft darüber, ob es sich tatsächlich um Morbus Meulengracht handelt.

    Welche Form der Behandlung gibt es?

    Da die Stoffwechselkrankheit in vielen Fällen überhaupt keine Beschwerden verursacht und auch keine Gefahr für die Gesundheit darstellt, ist keine Behandlung oder Therapie notwendig. Wenn die Betroffenen sich an einige Regeln halten, dann lässt sich auch der Bilirubinwert im Blut in Grenzen halten. Zu diesen Regeln gehört zum Beispiel die richtige Ernährung. Menschen, die einen erhöhten Bilirubinwert haben, sollten keine Fastenkuren machen, denn das lässt den Wert im Blut sprunghaft ansteigen. Das Gleiche gilt auch dann, wenn die Betroffenen eine fettarme Diät machen. Ein anderer Faktor, der das Bilirubin ansteigen lässt, ist der Alkohol, auf den ebenso verzichtet werden sollte wie auf Nikotin.

    Je älter die Patienten werden, umso weniger treten die Symptome auf, und im hohen Alter sind sie dann vollständig verschwunden.

    Bild: © Depositphotos.com / michaeljung

  • Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie – was können Betroffene tun?

    Das griechische Wort Ataxia bedeutet Unordnung und das trifft das Krankheitsbild, das bei Ataxie entsteht, recht gut, denn die Betroffenen leiden unter Bewegungsstörungen, die alle Körperteile betreffen können. So sind zum Beispiel normale Bewegungsabläufe nicht mehr möglich, aber auch das Sehen und das Sprechen kann betroffen sein. Bewegungsstörungen durch Ataxie sind vielfältig und für die Betroffenen immer mehr als nur unangenehm. Aber wie kommt es zu einer Ataxie und welche Möglichkeiten der Therapie gibt es?

    Die unterschiedlichen Formen der Ataxie

    Das Wort Ataxie ist ein Überbegriff für Bewegungsstörungen, die auch die kleinsten Muskelpartien betreffen kann. Bewegungsstörungen durch Ataxie, die nur das Gehen betreffen, werden Gangataxie genannt, die Betroffenen haben Probleme damit, aufrecht zu gehen und fallen entweder durch einen kleinschrittigen Gang oder durch einen sehr unsicheren, breitbeinigen Gang auf. Wenn das Stehen oder Sitzen betroffen ist, dann spricht die Medizin von einer Rumpfataxie, hier können die Betroffenen nur schlecht ohne Hilfe stehen und neigen dazu, zu fallen. Eine Gliedmaßenataxie liegt dann vor, wenn das Schreiben nicht mehr möglich ist und bei einer Dysarthrie ist es nicht mehr möglich, sich zu artikulieren, die Sprache wird undeutlich, die Sätze sind abgehakt und die Stimme klingt verschwommen. Bewegungsstörungen durch Ataxie können aber auch die Augen und die Hände betreffen. In diesem Fall spricht man von einer optischen Ataxie, denn die Betroffenen sind unfähig, mit Kontrolle durch die Augen, bestimmte Handbewegungen zu machen.

    Welche Ursachen haben die Bewegungsstörungen durch Ataxie?

    Wenn es zu Bewegungsstörungen durch Ataxie kommt, dann sind keine Feinabstimmungen der einzelnen Bewegungen mehr möglich, die vom Kleinhirn und dem Rückenmark gesteuert werden. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Kooperation zwischen den verantwortlichen Zentren verhindern können. Einige werden im Laufe des Lebens erworben, bei anderen Formen sind genetische Ursachen schuld. Besonders häufig werden die Bewegungsstörungen durch Ataxie im Laufe des Lebens erworben, aber auch entzündliche Erkrankungen können das Kleinhirn so schädigen, dass es die Koordination und das Zusammenspiel der Bewegungen nicht mehr planen und durchführen kann. Das ist beispielsweise bei der Nervenkrankheit Multiple Sklerose der Fall, aber auch ein Tumor kann Bewegungsstörungen durch Ataxie auslösen.

    Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

    Bewegungsstörungen durch Ataxie sind ein Symptom für viele neurologische Krankheiten, und immer wenn es zu solchen Störungen kommt, dann muss ein Arzt aufgesucht werden, der den möglichen Hintergrund abklärt. Wer sich im Sitzen oder beim Stehen unsicher fühlt oder merkt, dass der Gang nicht mehr sicher ist oder taumelnd wird, der muss zum Arzt. Auch wenn es plötzlich nicht mehr möglich ist, die Handfläche nach oben zu drehen oder wenn die Hände stark zittern, ist ein Arztbesuch unumgänglich, denn dann kann es sich um Ataxie handeln. Treten die Probleme urplötzlich auf, sind das möglicherweise erste Anzeichen für einen Schlaganfall.

    Wie wird Ataxie behandelt?

    Der richtige Ansprechpartner ist ein Neurologe, der sich zunächst mit gezielten Fragen einen ersten Überblick verschafft, was als Ursache infrage kommen kann. Anschließend werden die Funktionen des Gehirns, der Nerven und des Rückenmarks, aber auch die Reflexe überprüft. Ein MRT, also eine Magnetresonanztomografie kann für Klarheit sorgen, aber auch Blutuntersuchungen und eine Nervenwasseruntersuchung können Auskunft über die Ursache der Ataxie geben. In der Regel ist es schwierig, eine Ataxie zu behandeln, und es gibt auch sehr wenige spezielle Therapieformen. Eine regelmäßige Physiotherapie verspricht vielfach Erfolge, denn zusammen mit einem Therapeuten lernen die Betroffenen wieder, ihre Bewegungen zu steuern. Die Übungen können auch zu Hause gemacht werden, in besonders schweren Fällen ist eine Kur ebenfalls eine sehr gute Idee. Wichtig ist ein völliger Verzicht auf Alkohol, denn der Genuss von Alkohol kann die Bewegungsstörungen noch verstärken. Ein Ansprechpartner ist hier die Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft-Bundesverband e. V.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Warum eine Pankreatitis gefährlich ist

    Warum eine Pankreatitis gefährlich ist

    Sie kommt relativ selten vor, aber wer davon betroffen ist, der kann schnell in Lebensgefahr schweben – die Pankreatitis, besser bekannt unter dem Namen Bauchspeicheldrüsenentzündung. Eine Pankreatitis kann akut, aber auch chronisch auftreten, oftmals wird sie von Gallensteinen ausgelöst, und wenn andere Organe wie die Leber, der Darm, das Herz, die Lungen oder die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden, dann wird es sehr schnell sehr gefährlich. Aber was löst eine Bauchspeicheldrüsenentzündung aus und was macht eine Pankreatitis gefährlich?

    Die Bauchspeicheldrüse – ein erstaunliches Organ

    Die Bauchspeicheldrüse wiegt nur knapp 100 Gramm, sie ist 15 cm groß und liegt im oberen Bauchbereich gleich hinter der Bauchwand. Jeden Tag gibt die Bauchspeicheldrüse bis zu zwei Liter Verdauungssekret an den Dünndarm ab und in dieser Flüssigkeit sind Stoffe enthalten, die die Nahrung in ihre Bestandteile zerlegen, denn nur so können sie aus dem Dünndarm vom Blut aufgenommen werden. Um zu verhindern, dass sich die Bauchspeicheldrüse selbst verdaut, bilden einige Enzyme eine Art interaktive Vorstufe, sie werden erst dann richtig aktiv, wenn sie im Dünndarm gelandet sind. Die Bauchspeicheldrüse kann aber noch mehr, sie gibt wichtige Hormone wie zum Beispiel Insulin ins Blut ab, um den Blutzuckerspiegel zu senken, auch Glukagon wird abgegeben, was den Blutzuckerspiegel wieder steigen lässt.

    Was macht eine Pankreatitis gefährlich?

    Die Ursachen für eine Pankreatitis sind vielschichtig, in den meisten Fällen ist aber eine Erkrankung der Galle verantwortlich. Wenn ein Stein den Gallengang verstopft und damit einen Gallenstau auslöst, dann sammelt sich im Rückstau das Verdauungssekret in der Bauchspeicheldrüse, was wiederum eine Pankreatitis gefährlich macht. Das Gewebe wird gereizt, es wird geschädigt und schließlich entsteht eine Entzündung. Was eine Pankreatitis gefährlich macht, ist aber die nachfolgende Situation, denn die Drüse wird versuchen, sich selbst zu verdauen. Auch übermäßiger Alkohol- und Nikotingenuss machen eine Pankreatitis gefährlich, weil der Alkohol schnell zu einer Entzündung führen kann. Andere mögliche Ursachen für eine Bauchspeicheldrüsenentzündung sind eine Überfunktion der Nebenschilddrüse, Störungen im Stoffwechsel und bestimmte Medikamente wie beispielsweise Betablocker und ACE-Hemmer, aber auch einige Antibiotika können eine Pankreatitis gefährlich machen.

    Welche Symptome gibt es?

    Eine Pankreatitis tritt plötzlich und ohne jede Vorwarnung auf. Die Betroffenen fühlen heftige Schmerzen im oberen Bauchbereich, die schnell in den Rücken oder in die Brust ausstrahlen. Zusammen mit den starken Schmerzen kommt es zu Übelkeit, Blähungen und Erbrechen, auch Fieber kann bei einer akuten Entzündung auftreten. Die Bauchdecke ist gespannt, aber sie ist nicht hart, der Arzt spricht dann von einem sogenannten Gummibauch und schon der kleinste Druck löst in dieser Situation heftige Schmerzen aus. Ist der Gallengang an der Pankreatitis beteiligt, dann entwickelt sich zudem eine Gelbsucht, der Urin färbt sich dunkel und die Bindehäute in den Augen sind gelb. Kommt es zu einem Kreislaufschock, dann wird die Pankreatitis gefährlich und wenn sich Eiter im Bauchraum sammelt, dann besteht die Gefahr einer Blutvergiftung, in deren Verlauf das Herz, die Lunge oder auch die Nieren versagen können.

    Wie wird eine Pankreatitis behandelt?

    Kommt es zu einer akuten Pankreatitis, dann muss der Betroffene sofort ins Krankenhaus und je nach Schweregrad auch intensivmedizinisch betreut werden. Gegen die starken Schmerzen bekommt der Patient ein Schmerzmittel, zusätzlich wird ein Tropf angehängt, um den Körper mit Flüssigkeit zu versorgen und den Kreislauf aufrecht zu erhalten. Bei einer akuten Erkrankung darf nichts gegessen werden und selbstverständlich sind auch Nikotin und Alkohol tabu. Handelt es sich um eine besonders starke Entzündung, die lange andauert, dann muss der Patient über eine Magensonde mit flüssiger Nahrung versorgt werden. Klingt die Entzündung langsam ab, denn folgt ein vorsichtiger Aufbau mit Speisen, die leicht verdaulich sind.

    Auch wenn eine Pankreatitis gefährlich ist, wenn sie rechtzeitig behandelt wird, dann wird der Patient wieder vollständig gesund.

    Bild: © Depositphotos.com / Waldemarus