Schlagwort: Alkohol

  • Die vielfältigen Ursachen für Schlafstörungen

    Die vielfältigen Ursachen für Schlafstörungen

    Jeder hat schon einmal eine unruhige Nacht erlebt oder konnte schlecht einschlafen und hat sich dann schlaflos im Bett herum gewälzt. Auch mitten der Nacht oder viel zu früh am Morgen aufzuwachen, ist vielen nicht unbekannt. Wer nach den Ursachen für Schlafstörungen sucht, der muss Geduld mitbringen, denn es gibt sehr viele verschiedene Ursachen für schlechten Schlaf. Einige dieser Ursachen lassen sich mit einfachen Hausmitteln wirkungsvoll bekämpfen, einige Ursachen sind aber so schwerwiegend, dass sie von einem Arzt behandelt werden müssen.

    So wichtig ist ein gesunder Schlaf

    Wer schläft, der sündigt nicht, sagt der Volksmund, aber wer gut schläft, der tut auch sehr viel Gutes für seine Gesundheit. Wenn wir schlafen, dann räumt das Gehirn auf und schafft wieder Ordnung, zudem verarbeitet es das am Tag erlebte und sortiert alle frischen Eindrücke in die richtigen Bereiche. Schlafen ist aber auch ein bewährtes Schönheitsmittel, und wer ausreichend und tief schläft, der kann sogar leichter abnehmen. Das Immunsystem wird im Schlaf bestärkt, wir werden seelisch ausgeglichener, und die Organe sowie der Stoffwechsel funktionieren nach einer geruhsamen Nacht noch mal so gut. Ein Drittel der Deutschen sucht nach Ursachen für diese Schlafstörungen, denn sie kommen in der Nacht einfach nicht zur Ruhe.

    Schlechter Schlaf – wann sollte man zum Arzt gehen?

    Wer nicht nur gelegentlich, sondern permanent schlecht schläft, der sollte einen Arzt damit beauftragen, nach den Ursachen für Schlafstörungen zu suchen. Das gilt immer dann, wenn die Schlafstörungen über einen Monat anhalten und man eine Woche lang nicht mehr richtig durchschlafen konnte. Wer sich dann tagsüber schlecht fühlt, schnell gereizt ist und nervös wird, der muss der mit der Diagnose chronische Schlafstörung rechnen. Wer den Eindruck hat, in der Nacht tief und fest zu schlafen, sich aber am Morgen wie gerädert fühlt und ständig müde ist, der muss davon ausgehen, dass die Nacht doch nicht so entspannt war.

    Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es?

    Welche Ursachen für Schlafstörungen gibt es? Um das herauszufinden, wird der Arzt seinen Patienten zu dessen Schlafgewohnheiten befragen. Stress und Ärger können Ursachen für Schlafstörungen sein, auch ein zu hoher Blutdruck und depressive Verstimmungen sorgen für unruhige Nächte. Die Ursachen für Schlafstörungen können auch ernste gesundheitliche Probleme sein, wie Nierenerkrankungen, Krankheiten der Schilddrüse oder ein Burn-out-Syndrom. Menschen, die schnarchen, leiden nicht selten unter Schlafstörungen und auch das Restless-Legs-Syndrom ist eine der Ursachen, die den Schlaf in der Nacht dezimieren können.

    Narkolepsie und Hypersomnie

    Zwei Ursachen für Schlafstörungen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte, sind Narkolepsie und Hypersomnie. Anders als bei den klassischen Schlafstörungen, sind die Betroffenen bei diesen beiden Krankheiten ständig müde. Menschen, die unter Narkolepsie leiden, haben ein extrem großes Bedürfnis zu schlafen und müssen tagsüber mit unerwarteten Schlafattacken rechnen. Sie schlafen unterwegs und im Büro einfach ein und sind mitunter nur sehr schwer wieder aufzuwecken. Zur Narkolepsie gehört auch ein plötzliches Erschlaffen der Muskeln, und wenn die Krankheit besonders stark ausgeprägt ist, dann kann es sogar zu Halluzinationen kommen. Unter Hypersomnie versteht die Medizin ein erhöhtes Bedürfnis an Schlaf am Tag, in der Nacht schlafen die Patienten oft sehr schlecht und werden immer wieder wach.

    Tipps für einen besseren Schlaf

    Wer schlecht schläft, der muss nicht zwangsläufig zu einem Arzt gehen, manchmal helfen einfache, aber sehr effektive Hausmittel. So sollte das Schlafzimmer immer gut gelüftet und nicht zu warm sein. Schwere Bettdecken können ebenso für unruhige Nächte sorgen, wie auch zu viel Alkohol am Abend. Ein Glas warme Milch kann den Schlaf fördern, und wer vor dem Zubettgehen einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft macht, der wird tief und fest schlafen. Baldrian und Hopfen sind ebenfalls gute und sehr natürliche Einschlafhilfen.

    Bild: © Depositphotos.com / 9nong

  • Melioidose – eine Tropenkrankheit geht auf Reisen

    Melioidose – eine Tropenkrankheit geht auf Reisen

    Sie ist so gefährlich wie die Masern, sie ähnelt der Tuberkulose, sie kommt aus Südostasien und Australien, aber sie ist mittlerweile auch in Europa immer mehr auf dem Vormarsch – die Melioidose, auch Pseudo-Rotz genannt. In Deutschland ist die Krankheit bislang so gut wie unbekannt, aber sie ist schon da. Da Melioidose nicht meldepflichtig und zudem sehr schwer zu diagnostizieren ist, kann das Ausmaß nur geschätzt werden. Der stetig zunehmende Reiseverkehr bringt die Krankheit rund um die Welt und immer mehr Länder sind betroffen.

    Was genau ist Melioidose?

    Melioidose ist eine klassische Infektionskrankheit, die von einem bestimmten Bakterium, dem Burkholderia pseudomallei ausgelöst wird. Zunächst tauchte dieses Bakterium im Südosten von Asien und im Norden von Australien auf, infizierte Tiere haben aber dafür gesorgt, dass die Krankheit auch in andere Regionen gebracht wurde. In Indien ist Melioidose heute ebenso zu finden wie auch in Brasilien und in China. Aus den USA und aus Japan werden Fälle gemeldet, insgesamt sind es 45 Länder, die mit der Infektionskrankheit zu kämpfen haben, in weiteren 34 Staaten ist der Erreger heimisch, aber er konnte bislang noch nicht nachgewiesen werden.

    Welche Symptome gibt es?

    Was die Diagnose der Melioidose so schwer macht, das ist die lange Inkubationszeit, denn zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit können Monate, wenn nicht sogar Jahre vergehen. Dazu kommt, dass die meisten Ärzte nicht an eine Tropenkrankheit denken, wenn die Patienten mit typischen Symptomen zu ihnen kommen. In der Regel tritt die Melioidose wie eine Lungenentzündung oder wie Tuberkulose auf. Die Symptome sind sehr ähnlich und entsprechend wird die Tropenkrankheit dann auch behandelt. Unmittelbar nach der ersten Behandlung tritt eine leichte Besserung ein, aber dann verstärken sich die Symptome wieder und die Melioidose nimmt einen chronischen Verlauf. Später kommen Abszesse an der Lunge, aber auch an anderen Organen wie der Leber oder der Milz dazu.

    Wer ist besonders gefährdet?

    In ländlichen Regionen wird die Infektionskrankheit meist durch kleine Wunden übertragen. Bei Menschen, die auf dem Feld arbeiten, dringt der Bodenerreger durch die verletzte Haut ein und gelangt auf diesem Weg in die Blutbahn. Es gibt aber auch vermehrt Hinweise darauf, dass bei extremen Wetterlagen der Erreger auch über die Atemwege in den Körper gelangen kann, zum Beispiel bei starken, lang anhaltenden Regenfällen, auch kontaminiertes Wasser kann ein möglicher Übertragungsweg sein. Besonders gefährdet sind Menschen, die unter Diabetes und unter chronischen Erkrankungen der Nieren leiden, aber auch bei einem hohen Alkoholkonsum erhöht sich das Risiko, an Melioidose zu erkranken.

    Wie viele Menschen sterben weltweit an der Tropenkrankheit Melioidose?

    Jedes Jahr infizieren sich rund 165.000 Menschen mit Melioidose und fast 90.000 sterben daran. Die meisten Todesopfer sind in Ländern mit einer schwachen Infrastruktur zu beklagen, denn dort haben die Menschen vielfach keinen Zugang zu sauberem Wasser und es gibt nicht genug Ärzte, die sich um die Erkrankten kümmern. Nach Ansicht von Experten sterben an Melioidose pro Jahr mehr Menschen als an Masern oder am Dengue-Fieber. In Deutschland ist der Erreger zwar nach Ansicht des Robert-Koch-Instituts nicht heimisch, aber da Reisen in exotischen Länder immer beliebter werden, ist es nur eine Frage der Zeit, wann auch in Deutschland die ersten Patienten an der Krankheit sterben werden.

    Gibt es eine Impfung?

    Eine Behandlung gegen die Tropenkrankheit gibt es bislang nicht, denn der Erreger ist gegen die meisten bekannten Antibiotika resistent. Werden die Symptome mit einem Antibiotikum behandelt, dann tritt nur kurzfristig eine Besserung ein, die Todesrate liegt aber immer noch bei über 70 %. Auch wenn es um eine Schutzimpfung geht, sieht es nicht gut aus. In den USA wird zwar einem Impfstoff gesucht, aber bis heute gibt es keine Impfung, die auch zugelassen ist.

    Bild: © Depositphotos.com / bernardbodo

  • Wie lang sollte die Stillzeit dauern?

    Wie lang sollte die Stillzeit dauern?

    Muttermilch ist die gesündeste und natürlichste Nahrung, die es gibt und die meisten Frauen möchten ihr Kind gerne stillen. Immer wieder sehr kontrovers diskutiert wird aber die Frage, wie lange die Stillzeit sein soll? Wie lange soll das Kind an der Brust der Mutter trinken und wann ist der Zeitpunkt erreicht, wo die Muttermilch für das Kind keine positiven Effekte mehr hat? Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt eine Stillzeit von mindestens sechs Monaten, danach sollte das Kind zusätzlich zur Muttermilch mit dem ersten Brei Bekanntschaft machen, aber nicht alle Mütter sind mit der Empfehlung der WHO auch einverstanden.

    Vier Monate Stillzeit reichen aus

    Die Muttermilch liefert dem Kind alles, was es braucht, um gesund groß zu werden. Sie ist zudem leicht verdaulich und während des Stillens genießt das Baby die Nähe und die Geborgenheit der Mutter. Die Nationale Stillkommission bestärkt daher alle Mütter darin, ihre Kinder zu stillen, wie lange die Stillzeit aber dauern soll, darüber ist man sich uneinig. Während die WHO sechs Monate voll zu stillen und danach bis 2 Jahre oder länger unter Hinzunahme von Folgenahrung für optimal hält, empfehlen viele Kinderärzte, schon Kinder ab dem vierten Lebensmonat zusätzlich mit Brei zu füttern. Vier Monate ausschließlich Muttermilch reichen aus, um das kindliche Immunsystem perfekt zu stabilisieren und um einen effektiven Schutz vor möglichen Allergien aufzubauen. Wird das Kind länger als vier Monate gestillt, dann wird dieser Effekt nicht verbessert, sogar das Gegenteil kann der Fall sein. Einige Wissenschaftler sind der Meinung, dass Kinder, die länger als vier Monate voll gestillt werden, ein höheres Risiko haben, an einer Allergie zu erkranken, auch Eisenmangel kann die Folge einer zu langen Stillzeit sein.

    Frühe Beikost schützt das Immunsystem

    Um das Risiko einer späteren Allergie zu minimieren, hat Professor Klaus Vetter bei einem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe dazu geraten, Kinder ab dem vierten Monat mit fester Nahrung wie zum Beispiel Babybrei zu füttern. Damit folgt Professor Vetter einer Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie. Die Fütterung von Beikost ab dem vollendenden vierten Lebensmonat ist für das kindliche Immunsystem optimal, denn ob eine Stillzeit, die darüber hinaus geht, tatsächlich eine präventive Wirkung hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Diese Empfehlung gilt allerdings nur für die Kinder, die den westlichen Industriestaaten wie Deutschland geboren werden und nicht für Kinder aus Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen die Gesundheitsstandards und die hygienischen Verhältnisse nur unzureichend oder gar nicht vorhanden sind.

    Unverständnis für Frauen, die lange stillen

    Für Neugeborene, die gestillt werden, haben alle Verständnis, wenn das Kind aber bereits laufen kann, dann hört das Verständnis auf. Mütter, die ihre Kinder bis ins Kindergartenalter oder sogar darüber hinaus stillen, sind zwar außerhalb der empfohlenen Norm, aber die meisten stehen zu dieser langen Stillzeit. Sie sind davon überzeugt, dass ihre Kinder nicht so schnell krank werden wie die Kinder, die nach vier oder sechs Monaten abgestillt werden. Auch die innige Bindung zwischen Mutter und Kind spielt bei einer überlangen Stillzeit eine wichtige Rolle, obwohl Kinderpsychologen das etwas anders sehen. Sie sind der Meinung, dass übermäßig langes Stillen die Kinder unselbstständig macht und sie verweichlicht. Es gibt allerdings keine beweiskräftigen Studien zu dieser These, denn spätestens wenn das Kind in einem Kindergarten kommt, dann werden auch die starken Bindungen zur Mutter gelockert.

    Wenn die Stillzeit stressig wird

    Das Stillen von Neugeborenen ist für die Mütter eine große Erleichterung im Alltag. Sie müssen in der Nacht keine Fläschen warm machen und wenn es mit dem Baby auf Reisen geht, dann reist der Proviant einfach mit. Werden die Kinder aber älter, dann kann Stillen stressig sein, denn die Mutter muss für einen langen Zeitraum zum Beispiel auf Alkohol verzichten, und auch mit dem Beruf ist das Stillen nicht so einfach zu vereinbaren.

    Bild: © Depositphotos.com / chesterf

  • Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    Vom Kinderwunsch zum Wunschkind

    In Deutschland steigt die Geburtenrate, das heißt, immer mehr Paare entscheiden sich für Nachwuchs und wünschen sich ein Kind. Aber vom Kinderwunsch zum Wunschkind ist es oft ein schwieriger Weg, denn nicht immer klappt alles nach Plan. Die moderne Medizin kann es möglich machen, dass aus einem Paar eine Familie wird, denn die Methoden sind heute sehr effizient. Manchmal ist Geduld gefragt, denn nicht immer geht der Traum vom Wunschkind auch sofort in Erfüllung.

    So klappt es mit dem Wunschkind

    Frauen, die schwanger werden möchten, sollten während ihrer fruchtbaren Tage möglichst alle zwei Tage Sex haben, unter Zwang setzen sollte sich aber keiner. Um schwanger zu werden, ist es wichtig gesund zu sein, daher sollten die angehenden Mütter sich drei Monate vor der geplanten Empfängnis gründlich untersuchen lassen und auch sicherstellen, dass es eine Immunität gegen Röteln gibt. Gesund essen und Genussgifte wie Alkohol und Nikotin stark einschränken, das gehört ebenfalls zur Schwangerschaftsvorbereitung, ebenso wie der Besuch beim Zahnarzt. Frauen mit Amalgamplomben haben mitunter seltener einen Eisprung. Es sollte daher mit dem Zahnarzt abgeklärt werden, ob diese Plomben eventuell gegen Zahnfüllungen aus Kunststoff oder Keramik ausgetauscht werden können. Noch mehr Tipps rund ums Schwangerwerden findet man hier: http://www.folio-familie.de/kinderwunsch.html

    Eine neun Monate lange spannende Reise

    Wenn die Periode aussetzt, die Brüste spannen und Übelkeit am Morgen keine Seltenheit mehr ist, dann ist sehr wahrscheinlich ein Wunschkind auf dem Weg. Ein Schwangerschaftstest bringt in diesem Fall Gewissheit, und wenn das Schwangerschaftshormon HCG nachgewiesen wurde, dann steht eindeutig fest: Die Familie wird um ein Mitglied reicher. Vor allem das erste Trimester der Schwangerschaft empfinden viele Frauen als belastend. Der Körper stellt sich auf die Schwangerschaft ein und das geht leider nicht ganz ohne Beschwerden ab. Erst ab dem vierten Monat fühlen sich die meisten Frauen richtig wohl und können die Schwangerschaft genießen. Bis zur 32. Woche haben Schwangere alle vier Wochen einen Termin bei ihrem Arzt, ab der 33. Woche dann alle 14 Tage. Insgesamt sind es also zehn bis zwölf Untersuchungen, bei denen sich der Arzt davon überzeugt, dass es der Mutter und dem Wunschkind gut geht. Drei Ultraschalluntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt, werdende Eltern, die ihren Nachwuchs öfter sehen möchten, müssen diese Untersuchungen aus der eigenen Tasche bezahlen.

    Der Weg ins Leben

    Das Wunschkind kann entweder in einem Krankenhaus, in einem Geburtshaus oder auch zu Hause das Licht der Welt erblicken. Wenn der Bauch sich deutlich gesenkt hat und die Mutter die ersten Wehen spürt, dann will das Kind auf die Welt. Frauen, die zum ersten Mal ein Kind zur Welt bringen, müssen mit durchschnittlich zehn Stunden Wehen rechnen, beim zweiten Kind geht alles ein wenig schneller. Um die Wucht der Presswehen abzufangen, ist eine Periduralanästhesie, kurz auch PTA genannt, eine gute Sache, denn der natürliche Drang zu pressen bleibt, aber die Mutter verspürt keinerlei Schmerzen mehr. Auch gezielte Atemübungen, die im Rahmen der Schwangerschaftsgymnastik oder einem Geburtsvorbereitungskurs erlernt werden können, sind perfekt, um die Geburt entspannt zu gestalten.

    Stillen oder Flasche?

    Ist das Wunschkind auf der Welt, dann wird es der Mutter sofort an die Brust gelegt. Dort wird es die wertvolle und nahrhafte Vormilch (Kolostrum) trinken. Die eigentliche reife Muttermilch schießt erst nach ca. drei Tagen ein. Ob das Wunschkind gestillt werden soll, das bleibt jeder Mutter selbst überlassen. Muttermilch ist das Gesündeste, was es gibt, sie stärkt nicht nur das kindliche Immunsystem, durch das Stillen wird auch eine innige Beziehung zwischen Mutter und Kind aufgebaut und die Eltern müssen nicht mehrmals in der Nacht in die Küche laufen, um das Fläschchen zuzubereiten. Nicht immer klappt es mit dem Stillen wie gewünscht und wenn das der Fall ist, dann sollte sich die Mutter keine Sorgen machen, denn auch Flaschenkinder werden gesund groß.

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  • Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Hepatitis – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

    Viele kennen Hepatitis unter dem Namen Gelbsucht oder auch Gilb, aber gemeint ist eine Erkrankung der Leber, genauer gesagt, eine chronische Entzündung der Leber. Den Namen Gelbsucht bekam die Krankheit durch ihre auffälligen äußeren Symptome wie eine gelbliche Haut und eine Gelbfärbung des weißen Teils der Augäpfel. Hepatitis ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern und eben so vielen möglichen Ursachen. Da es kaum Symptome gibt, bleibt die Krankheit oft lange unerkannt, was unter Umständen sehr gefährlich werden kann.

    Welche Ursachen gibt es für Hepatitis?

    Die Palette der Ursachen für eine Hepatitis ist breit gefächert. Eine Virusinfektion kann ein Auslöser sein, aber auch Alkoholmissbrauch kann die Leber schädigen und eine Gelbsucht auslösen. Eine Fettleber ist ebenfalls eine der möglichen Verursacher, möglich sind zudem Autoimmunerkrankungen oder eine Störung im Immunsystem. Die häufigste Ursache ist aber eine virale Infektion, die sowohl Hepatitis A wie auch B, C, D und E auslöst. Wissenschaftler vermuten auch, dass die zunehmende Anzahl von Umweltgiften für eine Leberentzündung sorgen können, eher selten sind Pilze, Parasiten oder Bakterien die Ursache.

    Gibt es typische Symptome?

    Was die Diagnose Hepatitis so schwierig macht, ist das Fehlen von Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich müde, sie haben wenig Appetit und verspüren einen leichten Schmerz im Bereich des Oberbauches, der sich aber nicht genau lokalisieren lässt. Nicht immer kommt es zu den für Gelbsucht typischen Symptomen wie einer Gelbfärbung der Haut und der Augäpfel oder einem dunkel gefärbten Urin. Da bei Hepatitis die Funktion der Leber gestört ist, kommt es zu einem Stau der Gallenflüssigkeit, die für einen unangenehmen Juckreiz, aber auch für Verdauungsstörungen sorgen kann. Durchfall, Erbrechen und Übelkeit sind daher ebenfalls Symptome, die auf eine Hepatitis hinweisen.

    Die Diagnose Hepatitis

    Besteht der Verdacht auf Hepatitis, dann wird der Arzt zunächst einmal Blut abnehmen und den Wert der Leberenzyme bestimmen, die immer erhöht sind, wenn die Leber entzündet ist. Zudem wird der Wert des gelben Gallenfarbstoffs, des Bilirubins bestimmt. Wenn auch dieser Wert erhöht ist, dann spricht das ebenfalls für einen Leberschaden. Um die spezifische Form erkennen zu können, werden Antikörpertests gemacht. Komplettiert wird die Diagnose durch eine Ultraschalluntersuchung, denn durch eine gezielte Sonografie kann der Arzt mehr über die Struktur, die Größe und die Kontur der Leber erfahren. Leider lässt sich die eigentliche Ursache der Leberentzündung anhand einer Ultraschalluntersuchung nicht erkennen. Um den Schweregrad der Entzündung bestimmen zu können, muss deshalb im Rahmen einer Leberpunktion Gewebe entnommen werden.

    Wie sieht die Therapie aus?

    Welche Therapie infrage kommt, das richtet sich immer nach der Schwere der Entzündung. Bei den chronischen Formen wie B und C, ist eine Therapie mit entsprechenden Medikamenten möglich, die nicht nur eine Besserung einleiten, sondern auch eine komplette Ausheilung möglich machen. Neue Präparate, die in den letzten Jahren zugelassen worden sind, ermöglichen eine kurze Therapie und auch weniger Nebenwirkungen. Besonders bei Patienten, die bereits eine Leberzirrhose haben, zeigen sich schnelle und auch nachhaltige Erfolge. Eine Behandlung mit Interferon, die noch vor wenigen Jahren zur Standarttherapie gehörte, ist dann nicht mehr notwendig. Handelt es sich um eine Alkoholhepatitis, dann ist eine sofortige Abstinenz ein Muss, die eigentliche Behandlung richtet sich aber auch hier nach dem Schweregrad der Leberschädigung. Bei einer Autoimmunhepatitis kommt es immer dann zu einem chronischen Verlauf, wenn die Erkrankung zu spät festgestellt wurde, helfen können in diesem Fall spezielle Immunsuppressiva, wie zum Beispiel Cortison. Zwar verbessern sich dann die Symptome und die Laborwerte sind wieder in einem normalen Bereich, allerdings müssen die Betroffenen über einen sehr langen Zeitraum, wenn nicht sogar lebenslänglich behandelt werden, was zu starken Nebenwirkungen führen kann. Handelt es sich um eine Fettleber, dann hilft nur Abnehmen, um das Körperfett auf Dauer deutlich zu reduzieren.

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  • Die besten Mittel um den Kater zu zähmen

    Die besten Mittel um den Kater zu zähmen

    Nicht nur die Silvesterparty ist ein Anlass, um viel Alkohol zu trinken, auch die nächste Geburtstagsfete kann die Ursache für den berühmt-berüchtigten Kater sein. Ein Glas zu viel reicht schon aus, um am nächsten Morgen mit einem schmerzenden Schädel aufzuwachen, und dann ist guter Rat teuer. Wie kann der Kater gezähmt werden? Welche Mittel sind richtig, um nach einer durchfeierten Nacht wieder einen klaren Kopf zu bekommen? Viele alte Hausmittel sind heute kein Thema mehr, dafür gibt es einige neue Erkenntnisse, die dabei helfen, den fiesen Kater zu besiegen.

    Der Kater – mehr als ein Unwohlsein

    Streng genommen ist ein Kater eine leichte Alkoholvergiftung, die sowohl das Wohlbefinden als auch die Leistungsfähigkeit bis zu drei Tage sehr negativ beeinflussen kann. Ihren Namen verdankt diese Alkoholvergiftung den Studentenverbindungen des 19. Jahrhunderts. Sie nannten diese Symptome, die zwangsläufig nach einer durchzechten Nacht entstehen, Katarrh, obwohl die typischen Symptome eigentlich gar nichts mit einem klassischen Katarrh gemeinsam haben. Plastisch dargestellt wurden die Kopfschmerzen und das Unwohlsein aber als Katze, und so entstand im Laufe der Jahre der Begriff Kater oder auch Katzenjammer.

    Die typischen Symptome

    Die häufig genannten Symptome bei einem ausgewachsenen Kater sind pochende Kopfschmerzen, ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend, aber auch Appetitlosigkeit und Erbrechen. Wenn der Konsum an Alkohol groß war, dann können auch ein Zittern der Hände, Schwierigkeiten sich zu konzentrieren oder sogar ein Gedächtnisverlust, also ein Filmriss dazu kommen. Die Kopfschmerzen entstehen durch Dehydration, für die der Alkohol zuständig ist. Der Körper schafft es nicht, in einem relativ geringen Zeitraum alle Giftstoffe zu filtern, und das sorgt dann für Übelkeit und Erbrechen. Dazu kommt, dass der Körper Salz verliert, was für den berühmten „Nachdurst“ am nächsten Morgen sorgt.

    Wie sinnvoll ist ein Katerfrühstück?

    Um den Katzenjammer in den Griff zu bekommen, schwören viele auf ein entsprechendes Frühstück. Der Rollmops darf bei einem Katerfrühstück nicht fehlen, aber auch ein Bismarckhering und Sauerkraut sollen die Beschwerden lindern. Ob dieses eigenwillige Frühstück wirklich hilfreich ist, darüber gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Der leicht salzige Fisch sorgt für Durst und das hilft dem Körper, wieder Flüssigkeit zu tanken. Wer sich nicht für Fisch am Morgen erwärmen kann, der sollte Salzstangen oder ein anderes salziges Gebäck knabbern, denn so bekommt der Organismus das Salz zurück, das er so dringend braucht. Auch Oliven können dabei helfen, die lästigen Kopfschmerzen wieder loszuwerden. Wer eine Kopfschmerztablette nehmen möchte, der sollte zu Ibuprofen greifen, denn Aspirin macht das Blut zu dünnflüssig und Paracetamol hat eine lebertoxische Wirkung.

    Was hilft auf keinen Fall?

    Mineralwasser löscht zwar den Durst nach einer durchfeierten Nacht, aber die Kohlensäure ist nicht unbedingt die beste Lösung für den stark strapazierten Magen. Das Gleiche gilt für das traditionelle Hausmittel Kaffee, denn die Gelbsäure im Kaffee verstärkt die Kopfschmerzen und reizt zudem den Magen. Selbst wenn es immer wieder gerne behauptet wird, leider kann Koffein den Alkohol im Blut nicht abbauen, alles, was das Koffein kann, ist die Müdigkeit für einen kurzen Zeitraum zu vertreiben. Alkohol wird zwar sehr schnell vom Körper aufgenommen, aber nur sehr langsam wieder abgebaut. Ein Mann, der 80 Kilogramm wiegt und nur einen Viertelliter Wein oder einen halben Liter Bier trinkt, muss zweieinhalb Stunden warten, bis der Körper den Alkohol wieder abgebaut hat. Eine Frau braucht für die gleiche Menge übrigens vier Stunden.

    Effektiv vorbeugen

    Wer ohne Kopfschmerzen nach einer Party aufwachen will, der sollte während der Party immer mal ein Glas Wasser trinken. Auch ein fetthaltiges Abendessen kann helfen, obwohl Fett die Aufnahme von Alkohol nicht verhindern, aber immerhin verlangsamen kann. Hilfreich ist es zudem, in der Partynacht bei einem Getränk zu bleiben und nicht durcheinander zu trinken.

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