Schlagwort: Alkohol

  • Welche dieser Medizin-Mythen stimmen?

    Welche dieser Medizin-Mythen stimmen?

    Der medizinische Bereich ist riesengroß und es kommen jeden Tag neue Forschungsergebnisse hinzu. Manche helfen uns zukünftig und andere haben keinerlei Wirkung. Über die Jahre hinweg hat sich die Medizin extrem weiterentwickelt, viele Operationen waren früher undenkbar. Mit der Weiterentwicklung schlichen sich allerdings auch Mythen ein, die zum Teil gar nicht stimmen. Viele Eltern nutzen diese jedoch, um ihre Kinder „vernünftig“ zu erziehen. Nun ist jedoch Schluss damit, denn in den folgenden Absätzen werden die Mythen endgültig aufgeklärt.

    Fingerknacken ist gefährlich

    Im Alltag sieht man es oft, dass Menschen mit ihren Fingern ein Knacken verursachen. Das hört sich tatsächlich ein wenig unheimlich an und stellt manchen die Haare auf, doch gefährlich ist es nicht. Bislang konnte man keine negativen Auswirkungen feststellen und es verursacht auch keine Arthrose. Schlechte Nachrichten für alle, die so gar nicht darauf stehen.

    Bekommen Freundinnen immer gleichzeitig ihre Tage?

    Nein, die Zykluslänge unterscheidet von Frau zu Frau, sodass es niemals mit Absicht dazu kommt. Zufälle sind aber freilich nicht ausgeschlossen, denn Überschneidungen sind aufgrund der Umstände vorprogrammiert. Der ultimative Freundschaftsbeweis, für den man ihn oft hält, ist es demnach nicht.

    Mit Strohhalm wird man schneller betrunken

    Grundsätzlich stimmt dieser Mythos, doch der Effekt ist so gering, dass er quasi vernachlässigt werden kann. Durch den Strohhalm ist die Mundschleimhaut länger mit dem Alkohol in Berührung, was zu einer schnelleren Übertragung ins Blut führt. Die geringe Oberfläche (im Vergleich mit der Dünndarmschleimhaut) ist jedoch so gering, dass der Effekt nur ganz minimal auftritt.

    Konterbier macht den Kater weg

    Ein Konterbier zögert den Kater hinaus und macht ihn zumindest ein wenig unschädlich (durch das Methanol). Ganz abstreiten kann man den Mythos demnach nicht, allerdings ist auch hier der Effekt klein. Und mal ehrlich, Alkohol ist doch keine Lösung oder?

    Blasenentzündung durch Sitzen auf kaltem Boden

    Diese Aussage ist ein echter Klassiker, stimmt so aber nicht. Eine Blasenentzündung entsteht nämlich durch Bakterien, Kälte hat darauf keinen Einfluss. Anfällige Menschen sollten sich jedoch trotzdem nicht unbedingt auf einen kalten Boden setzen, dadurch wird nämlich das Immunsystem unnötig beansprucht.

    Bei Nasenbluten den Kopf nach hinten legen

    Dieser Mythos ist definitiv falsch. Durch diese Stellung läuft das Blut in den Rachen und kann sogar weitere Probleme verursachen. Richtig ist die Beugung nach vorne, sodass das Blut auslaufen kann. Tipp: Ein kalter Waschlappen, den man in den Nacken legt, kann zusätzlich helfen.

    [content-egg-block template=offers_list Kopie]

  • Restless Legs Syndrom – Grund für schlaflose Nächte

    Restless Legs Syndrom – Grund für schlaflose Nächte

    Rund jede zehnte Person ist vom so genannten Restless Legs Syndrom betroffen. Insbesondere nachts sorgen die zuckenden Beine oftmals für schlaflose Nächte. Neben den Zuckungen gesellen sich oftmals noch Schmerzen in den Beinen hinzu. Meistens haben die betroffenen Menschen das unmittelbare Bedürfnis, sich zu bewegen. Aus diesem Grund laufen zahlreiche vom Restless Legs Syndrom Betroffene jede Nacht etliche Kilometer. Ausschließlich so lassen sich die Missempfindungen und Schmerzen aushalten. Die daraus resultierenden Schlafstörungen können sich langfristig negativ auf die Gesundheit auswirken.

     

    Hauptsächlich Schwangere und ältere Menschen vom Restless Legs Syndrom betroffen

    Häufig sind Schwangere wie auch ältere Menschen von zuckenden, schmerzenden Beinen betroffen. Sehr oft findet sich das Rest Legs Syndrom auch in Kombination mit einer Polyneuropathie. Neueste Forschungen weisen auf eine Störung während der Übertragung von bestimmten Botenstoffen im Rückenmark wie auch im Gehirn hin. Dafür können genetische Ursachen verantwortlich zeichnen. Aber auch Funktionsstörungen im Bereich der Nieren, Eisenmangel und unterschiedliche Medikamente kommen als Auslöser in Betracht.

     

    Behandlungsmöglichkeiten

    Sofern die Ursachen des Syndroms in Medikamenten bedingt sind, geht dieses wieder zurück, sowie diese abgesetzt werden. Alle weiteren Ursachen lassen sich symptomatisch durch die Schulmedizin behandeln. Somit ist es ratsam, bei einer stark beeinträchtigten Lebensqualität durch auftretende Schlafstörungen eine professionelle Behandlung einzuleiten. Bislang existieren noch keine vollständigen Heilungsmöglichkeiten. Allerdings kann eine rechtzeitige Therapie zur wesentlichen Linderung der Symptomatik beitragen. Betroffene Personen können anschließend wieder ein nahezu normales Leben führen.

     

    Seitens der DGSM – Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin – werden Anstrengungen unternommen, stetig bessere Therapiemöglichkeiten zu finden. Dafür ist es notwendig, sämtliche symptomatische Ursachen auszuschließen, ehe mit einer medikamentösen Behandlung begonnen werden kann. Die neurologische Chefärztin Professor Svenja Happe – Klinik Maria Frieden Telgte – äußert sich hierzu insofern, dass es sich lohnt, auch bei keiner vorliegenden Eisenmangelanämie Eisenpräparate zu verabreichen. Denn im weiteren Verlauf von Behandlungen erhalten Patienten mit dem Restless Legs Syndrom den Tipp, auf Alkohol und Kaffee zu verzichten. Stattdessen sollten diese bestimmte Schlafregeln beachten. In Ausnahmefällen können auch Antidepressiva und Neuroleptika zum Einsatz kommen.

     

    [content-egg-block template=offers_list Kopie]

  • Alpakas können bei Burnout helfen

    Alpakas können bei Burnout helfen

    Arbeit, Familie und womöglich auch noch Stress. Der menschliche Körper kann viele Dinge über eine lange Zeit aushalten, doch irgendwann beginnt auch er zu streiken und es kommt zum Burnout. Der Mensch bricht quasi aufgrund der nicht mehr aushaltenden Belastung zusammen und ist für vieles nicht mehr einsatzfähig. Arbeiten gehen ist zum Beispiel unmöglich, der Betroffene braucht in so einer Phase vor allem Ruhe. Die therapeutischen Möglichkeiten bei Burnout sind relativ vielseitig, eher ungewöhnlich ist die Therapie mit Alpakas. Die Tiere sind aber weder speziell geschult noch handelt es sich um eine bestimmte Rasse. Sie haben einfach nur passende Eigenschaften, die Betroffenen helfen. In Österreich – besser gesagt in Niederösterreich – gibt es eine solche Einrichtung, bei der die Tiere eine entscheidende Rolle spielen.

    So funktioniert das Konzept

    In Großmotten (liegt in Niederösterreich) gibt es den Mediziner Wolfgang Schuhmayer, der mit seiner „tiergestützten Therapie“ Aufmerksamkeit erlangt. Die Besonderheit sind die Tiere (vor allem die Alpakas), die mit ihrer Art Burnout-Betroffenen helfen können. Sie sind nämlich nicht nur geduldig, sondern sie ordnen die Menschen auch nicht in ein Schubladensystem ein. Es werden alle gleich behandelt, zugleich ist ihnen auch ein gewisser Abstand wichtig. All diese Eigenschaften übertragen sich auf die zu therapierende Person, was in erster Linie für Ruhe und für wiedererlangtes Vertrauen sorgt. Den Tieren ist es also unterm Strich egal, ob vor ihnen ein erfolgreicher Unternehmer oder ein Lagerarbeiter steht.

    Medizinisch keine Erklärung

    Begonnen hat es mit den Alpakas, mittlerweile hat der Mediziner auch noch weitere Tiere wie ein Muli und Zwergziegen. Jedes Tier hat dabei andere Eigenschaften und ist für jeweils andere Patienten geeignet. Das heißt, dass man nicht nur gegen Burnout Hilfe anbietet. Auch bei Alkoholerkrankungen und Angststörungen können die Tiere helfen. Den Grund für die positiven Ergebnisse sind derzeit aus medizinischer Sicht nicht zu erklären, Einfluss hat aber sicherlich auch die Ruhe in Großmotten (die Einrichtung liegt von Wien rund 40 Minuten mit dem Auto entfernt). Der wichtigste Aspekt ist aber so oder so nicht die Erklärung, sondern es sind die positiven Ergebnisse. Die Vierbeiner können also bei Problemen durchaus eine effektive Hilfe sein.

  • Warum die Kindheit ausschlaggebend für die spätere Gesundheit ist

    Warum die Kindheit ausschlaggebend für die spätere Gesundheit ist

    Jeder Mensch erlebt eine andere Kindheit. Im besten Fall fällt die Zeit positiv aus und man kann auf glückliche Jahre zurückblicken. Über die zweite Lebenshälfte denkt man als Kind natürlich noch nicht nach, dabei soll diese aber durch die Kindheit geprägt sein. Dies betrifft den gesundheitlichen Aspekt und ist durch eine neue Studie belegbar. Genauer gesagt heißt es: Bei einer beschwerdefreien Zeit als Baby/Kind ist die Gesundheit später besser, bei Ungleichheiten wiederum fällt es auf die negative Seite. Die entsprechende Untersuchung fand an der Medizinischen Fakultät der Universität Genf statt, verantwortlich dafür waren in erster Linie Stephane Cullati und Boris Cheval.

    Landesweite Auswertung von Daten

    Die Studie fiel mit Daten von mehr als 24.000 Menschen sehr umfangreich aus. Sie stammen aus insgesamt 14 europäischen Ländern und waren zwischen 50 und 96 Jahre alt. Ausschlaggebend für die Messung des Gesundheitszustands ist die Muskelstärke gewesen (konkreter ausgedrückt dessen Greifstärke). Das Ergebnis hat man anschließend mit den verschiedensten sozio-ökonomischen Variablen verglichen (aus der Vergangenheit), so spielte unter anderem die Qualität und die Größe der Wohnung eine Rolle. Allerdings nicht in der sie aktuell lebten, sondern in welcher sie im Alter von zehn Jahren waren. Weitere Einflüsse waren der Beruf des Haupternährers und welche Anzahl an Büchern es zu Hause gab.

    Das Ergebnis

    Sind Personen unter schlechteren sozio-ökonomischen Bedingungen erwachsen geworden, dann wurde im Alter eine geringere Anzahl an Muskelstärke gemessen. Die Auswertung erfolgte freilich zu Menschen, die es in der Kindheit besser hatten. Eine Änderung am Ergebnis gab es auch dann nicht, wenn weitere gesundheitliche Einflüsse (wie sportliche Aktivitäten und der Konsum von Alkohol/Tabak) berücksichtigt worden sind. Der Effekt tritt vor allem bei Frauen auf, die auf der sozialen Leiter des Lebens nicht so weit gekommen sind (verglichen mit dem männlichen Geschlecht).

    Stress als Faktor

    Schuld an den negativen Folgen im Erwachsenenalter ist unter anderem Stress. Wer bereits früh damit in Berührung kommt, der muss mit einer schlechteren Gesundheit im höheren Alter rechnen. Sowohl das Immunsystem als auch der gesamte Gesundheitszustand sind davon betroffen. Aufgrund der Studie kann man also mit gutem Recht sagen, dass die Kindheit fürs spätere Leben eine entscheidende Rolle spielt. Da ist es dann auch egal, ob man später erfolgreich ist oder nicht.

  • Knochenschädigung durch Alkoholkonsum in jungen Jahren

    Knochenschädigung durch Alkoholkonsum in jungen Jahren

    Österreichische Forscher wiesen in einer Studie nach, dass Alkoholkonsum in jungen Jahren zur Knochenschädigung führen kann.

     

    Erheblicher Alkoholkonsum für Knochenschädigung verantwortlich

    Wenn Sie als junger Mensch in regelmäßigen Abständen Alkohol zu sich nehmen, seien Sie gewarnt. Denn dies kann neben einer Organ- und Nervenschädigung auch eine beeinträchtigte Muskelleistung herbeiführen. Ferner können Krebserkrankungen, psychische Krankheiten wie auch Adipositas entstehen. Ein Zuviel an Alkohol lässt außerdem die Gefahr an einer Gastritis wie Fettleber zu erkranken steigern. Zudem erhöht sich durch den Alkoholgenuss ein mögliches Auftreten von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Nicht selten tritt ein Herzinfarkt auf. Trinken Sie darüber hinaus über eine längere Zeitspanne Alkohol, so kann zusätzlich eine Knochenschädigung in Erscheinung treten.

     

    Dazu führt jugendliches Komasaufen

    Exzessiver Alkoholgenuss ist auch unter der Bezeichnung Komasaufen bekannt. Dieses, besonders bei Jugendlichen, auftretende Phänomen wirkt sich bereits in jungen Jahren negativ auf die Knochen aus. Demzufolge nimmt die Knochenmasse stetig ab. Zusätzlich verschlechtert sich der Knochenstoffwechsel. Wenn Sie nicht an Osteoporose erkranken wollen, ist es ratsam, auf Wein, Schnaps und Bier weitgehend zu verzichten.

     

    Langzeitfolgen vom Komatrinken

    Basierend auf den Resultaten der durchgeführten Studie aus Österreich liegt es nahe, davon auszugehen, dass Komatrinken beim Menschen auch langfristig sich negativ auf die Knochenfunktion auswirkt. Fachleuten zufolge ist hiermit besonders bei Jugendlichen unter 20 Jahren zu rechnen. Denn bei diesen jungen Menschen können sich die Knochen noch nicht vollständig entwickeln.

     

    Frühzeitiger Alkoholgenuss vermindert Knochenaufbau

    Als Kooperationspartner der Studie wurden an der Wiener Veterinärmedizinischen Universität junge Schweine über acht Wochen mit einer Alkohol-Apfelsaft-Mischung gefüttert. Wissenschaftler entnahmen von den Tieren Serumproben. Hiervon sind unterschiedliche Marker des Muskel- und Knochenstoffwechsels bestimmt worden. Ferner kam es zur Begutachtung der Knochen acht Wochen nach Studienende.

    Im Rahmen dieser Kontrolluntersuchungen stellten Wissenschaftler Knochenschädigungen fest. Neben Veränderungen in den Knochen ergaben sich aus den entnommenen Blutproben reduzierte Kalzium- wie auch Phosphorspiegel. Normalerweise ist dies auch bei Menschen ein typisches Kennzeichen, das auf Veränderungen durch den regelmäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen ist.

  • Wenn Shishas zur Lebensgefahr werden

    Wenn Shishas zur Lebensgefahr werden

    Shishas haben im Grunde genommen einen guten Ruf, schließlich schmecken sie besser als Zigaretten (zum Beispiel nach Minze, Apfel oder Kirsche) und sind bei der jungen Generation sehr beliebt. Auf Partys oder am Wochenende kommen sie oft zum Einsatz, doch die tatsächliche Gefahr wird meist unterschätzt. Schuld ist unter anderem der feine Duft, der die Folgen quasi auflöst. Beunruhigend ist auch, dass Kliniken immer öfters Betroffene behandeln müssen. Sie kommen mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen ins Spital und müssen dann in die Druckkammer. Der Prozess sorgt dafür, dass das gefährliche Kohlenmonoxid aus Organgeweben (beispielsweise dem Gehirn) verdrängt wird. Das Ganze erfolgt mittels Überdruck, der letztendlich 100 Prozent Sauerstoff abgibt. Die Dauer der Behandlung hängt von der Menge des Kohlenmonoxids ab, so sind zwischen 45 Minuten und sechs Stunden möglich.

    Die Zahl steigt

    2015 hatte es die Düsseldorfer Uniklinik mit einem Fall zu tun, 2016 stieg diese schon auf fünf an. Noch dramatischer war es 2017, es wurden bereits 40 Fälle registriert. Mit der gleichen Problematik hat auch die Schweiz zu kämpfen. Die letzten fünf Jahre waren 50 Shisha-Notfälle eingetroffen, bereits 18 waren es aber schon alleine 2016. Auch hier geht die Tendenz ganz klar nach oben. Die Zielgruppe sind in erster Linie Jugendliche ohne entsprechende Erfahrung und Nichtraucher. Sicher ist davor aber niemand, es kann auch jederzeit erfahrene Nikotinkonsumenten treffen.

    Erste Maßnahmen

    Die Probleme entstehen meist dann, wenn jemand zu schnell und ohne Frischluftzufuhr Shisha raucht. Der Verbrennungsprozess gibt Kohlenmonoxid frei und es kommt immer weniger Sauerstoff in den Körper. Irgendwann hat man dann Kopfschmerzen, neigt zu Übelkeit und wird müde. Die nächste Folge wäre die Bewusstlosigkeit. All diese Anzeichen sprechen für eine Vergiftung und man sollte schnellstmöglich reagieren. Das heißt Fenster öffnen, aus dem Raum gehen und einen Anruf bei der Feuerwehr absetzen. Viele wissen nämlich gar nicht, dass eine Kohlenmonoxidvergiftung tödlich sein kann.

    Mediziner geben der Shisha aber nicht von Haus aus schlechte Noten, man sollte es aber mit Bedacht angeben. Das bedeutet langsam konsumieren, bei der Masse nicht übertreiben, Rauchpausen einlegen, auf Frischluftzufuhr achten und keinen Mix mit Alkohol oder Drogen riskieren. Wer dies berücksichtigt, der kann die Shisha in vollen Zügen und ohne Krankenhausaufenthalt genießen.

     

    [content-egg-block template=offers_list Kopie]