Schlagwort: Alltag

  • Frühstücken und Faulenzen

    Umfrage: Die Deutschen genießen im Urlaub, was im Alltag zu kurz kommt

    Baierbrunn (ots) – Den Tag ganz entspannt, ohne Hektik und Stress zu beginnen, das machen die Deutschen in ihrem Urlaub am liebsten. Zwei Drittel (66,4 %) der Befragten einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“ geben an, sich in ihren Ferien vor allem Zeit für ein ausgiebiges Frühstück zu nehmen. Fast ebenso viele genießen es, morgens länger schlafen (63,8 %) und einfach mal faulenzen und sich ausruhen zu können (60,3 %). Jeder Zweite geht in seinem Urlaub öfter Essen als sonst (54,8 %), unternimmt Ausflüge (49,8 %) und geht abends länger aus – in Kneipen, Clubs oder Discos (46,0 %). Viele unternehmen auch vermehrt etwas in der Natur (43,8 %) oder nehmen kulturelle Angebote in Museen, Ausstellungen, Konzerten oder im Kino wahr (35,4 %). 

    Quelle: Eine repräsentative Umfrage des Gesundheitsmagazins „Apotheken Umschau“, durchgeführt von der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1.969 Frauen und Männern ab 14 Jahren. 

    Dieser Text ist nur mit Quellenangabe „Apotheken Umschau“ zur Veröffentlichung frei. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.apotheken-umschau.de

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52678/3212002
  • Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Orthorexie – der Zwang sich gesund ernähren zu müssen

    Jeder möchte so gesund wie eben möglich leben, und zu einem gesunden Leben gehört auch eine gesunde Ernährung. Noch nie war es so einfach, sich gesund und ausgewogen zu ernähren, und das ist vielleicht auch einer der Gründe, warum immer mehr Menschen an Orthorexie erkranken. Orthorexie ist mehr als der Wunsch nach einer gesunden Ernährung, es ist vielmehr der Zwang, nur das zu essen, was vermeintlich für den Körper nicht schädlich ist. Aber wo hört gesunde Ernährung auf und wo beginnt der Zwang? Die Grenzen sind fließend und das macht die Behandlung dieser Krankheit so schwierig.

    Orthorexie – eine Definition

    Wer unter Orthorexie leidet, der leidet unter einer Fixierung, die sich ausschließlich auf eine gesunde Ernährung beschränkt. Allerdings gibt es dabei ein großes Problem, denn die Definition, was gesund ist und was nicht, ist immer individuell verschieden. Daher besteht oft die Gefahr, dass die Ernährung nicht nur gesund, sondern irgendwann auch sehr einseitig ist. Veganer sind besonders gefährdet, an Orthorexie zu erkranken, aber auch Menschen, die sich ausschließlich von Lebensmitteln ernähren, die ohne Zusätze hergestellt werden. Die Paleo-Diät birgt die Gefahren der zwanghaft gesunden Ernährung, denn wer sich wie die Menschen in der Steinzeit ernährt, der wird früher oder später schwere Mangelerscheinungen bekommen.

    Ein Blog, der Angst macht

    Essstörungen bei jungen Frauen sind heute keine Seltenheit mehr, aber eine Essstörung, wie sie die US-Amerikanerin Jordan Younger auf ihrem Blog „The Balanced Blonde“ beschreibt, ist erschreckend. Jordan Younger war von einer veganen Lebensweise überzeugt und ernährte sich rein pflanzlich, später dann noch glutenfrei, zuckerfrei und mehlfrei. Sie nahm kaum noch Fett zu sich und verzichtete letztendlich auch darauf. Das komplette Leben war schließlich nur noch darauf ausgerichtet, was sie essen durfte und was nicht. Die bittere Erkenntnis der jungen Frau lautet heute, sie habe in einer „Blase aus Verzicht“ gelebt und ein Leben geführt, was eigentlich überhaupt nicht mehr lebenswert war. Jordan Younger ist nicht alleine, es gibt immer mehr Menschen, die sich zwanghaft gesund ernähren und dabei nicht nur ihr körperliches Wohlbefinden aufs Spiel setzen.

    Die Krankheit dominiert den Alltag

    Menschen, die unter Orthorexie leiden, verlieren immer mehr den sozialen Kontakt zu Freunden, Bekannten und Verwandten. Sie können kein Restaurant mehr besuchen, denn dort können sie nicht sicher sein, dass das Essen auch wirklich ihren Essgewohnheiten entspricht. Einkaufen wird zur Schwerstarbeit, weil auf jeder Packung zunächst einmal die Zutaten studiert werden müssen. Die psychische Störung dominiert schließlich den Alltag und lässt den Betroffenen keine Pause mehr. Neben den mentalen Problemen sorgt Orthorexie aber auch für schwerwiegende körperliche Probleme. Die einseitige Ernährung führt in den meisten Fällen zu Untergewicht, der Hormonhaushalt stellt sich komplett um und es kommt zu massiven Mangelerscheinungen und die Haut leidet ebenso wie die Haare, die Zähne und die inneren Organe.

    Orthorexie – Keine anerkannte Krankheit

    Noch ist Orthorexie keine anerkannte Krankheit, aber nach Ansicht von Experten kann diese Erkrankung der Anorexie zugeordnet werden. In beiden Fällen sind die Betroffenen nur noch damit beschäftigt, ihr Essen wieder und wieder zu selektieren. Sie streichen immer mehr Lebensmittel von ihrer Speisekarte und der Wunsch nach stetiger Kontrolle und Gesundheit bestimmt mehr und mehr das tägliche Leben. Psychologen sind der Meinung, dass der Wunsch nach dem perfekten Essen auch mit den zahlreichen Lebensmittelskandalen zusammenhängt. Aktuell sind ca. drei Prozent der Deutschen von Orthorexie betroffen, es sind vor allem junge Frauen, die mit dieser speziellen psychischen Erkrankung zu kämpfen haben. Rund ein Prozent verhält sich extrem und sollte daher psychologisch intensiv behandelt werden.

    Der überwiegende Teil der Deutschen nennt nach einer neuen Befragung die Gesundheit als das höchste Gut, und das gibt Auskunft darüber, wie wichtig vielen Menschen das Essen geworden ist.

    Bild: © Depositphotos.com / lightsource

  • So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    Die Nase trieft, der Hals schmerzt und der Husten will einfach nicht besser werden. Diese Symptome sind typisch für eine Erkältung, die für viele Menschen lediglich ein lästiges Übel, aber keine ernst zu nehmende Krankheit ist. Sie gehen weiter zur Arbeit, zum Sport und gönnen sich keine Ruhe, aber sie wissen vielfach nicht, was eine verschleppte Erkältung für Auswirkungen haben kann. Wer seine Erkältung nicht richtig und vor allem nicht gründlich auskuriert, der gefährdet unter anderem sein Herz, seine Lunge und sogar sein Gehirn.

    Wie lange dauert eine Erkältung?

    Der bekannte Spruch: „Eine Erkältung dauert mit Arzt eine Woche und sieben Tage ohne ihn“ gilt nicht mehr, denn von den ersten Symptomen bis zur vollständigen Genesung vergehen neun Tage. Die meisten Menschen, die einen Schnupfen haben, sind allerdings der Meinung, dass nach vier Tagen alles wieder im Lot ist. Eine verschleppte Erkältung kann die Folge sein, denn wer sich nicht auskuriert, sich zu schnell wieder körperlich anstrengt und den Stress wieder zum Teil des Alltags macht, der riskiert seine Gesundheit. Unmittelbar nach einer Erkältung sollten Sport und Treppensteigen kein Thema sein, denn das kann fatale Folgen haben.

    Eine verschleppte Erkältung schadet dem Herzen

    Eine verschleppte Erkältung kann eine Entzündung des Herzmuskels auslösen. Das Immunsystem ist noch schwach und das macht es dem Erreger, den sogenannten Coxsackie-Viren leicht, über das Blut bis zum Herzen zu gelangen und dort den Muskel zu beschädigen. Das Gefährliche an einer Herzmuskelentzündung ist, dass es keine eindeutigen Symptome gibt. Wer allerdings Probleme beim Treppensteigen hat, wer beim Spaziergang schnell aus der Puste kommt oder auch schon kleinste Anstrengungen als Belastung empfindet, der sollte einen Arzt aufsuchen. Viele, die eine Erkältung verschleppt haben, fühlen sich krank, sie haben Schmerzen in der Brust und in den Gliedern, der Herzschlag ist unregelmäßig und wenn die Betroffenen nicht rechtzeitig behandelt werden, dann kann ein entzündeter Herzmuskel zum Tod führen. Neben der Herzmuskelentzündung, der Myokarditis, stellt auch eine Endokarditis, eine bakterielle Entzündung der Aortenklappe eine große Gefahr dar, denn auch sie kann durch eine verschleppte Erkältung entstehen.

    Auch eine Lungenentzündung ist möglich

    Eine verschleppte Erkältung kann auch die Lunge angreifen, denn während einer Erkältung funktionieren die feinen Verästelungen der Lungen nicht mehr richtig. Das macht es dem Erreger sehr einfach, sich in der Lunge ungehindert auszubreiten. In der Folge kann es zu Entzündungen der Bronchien und der Lungenbläschen kommen, vielfach leiden die Betroffenen auch unter starken Bauchschmerzen. Wenn das der Fall ist, dann ist die Lungenentzündung meist schon relativ weit fortgeschritten. Starker Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber können die ersten Anzeichen dieser Erkrankung sein.

    So gefährlich ist eine verschleppte Erkältung für das Gehirn

    Eine verschleppte Erkältung birgt noch eine sehr große Gefahr. Wer nach einer Woche Erkältung plötzlich starke Kopfschmerzen bekommt, und wenn sich zudem auch noch der Nacken versteift, dann sollte ohne Umwege sofort ein Arzt ausgesucht werden, denn diese Symptome deuten auf eine Gehirnhautentzündung hin. Der Auslöser für eine Meningitis ist ein Bakterium, das durch die Nasennebenhöhlen in die Blutbahn gelangt und sich dann in der empfindlichen Hirnhaut festsetzt. Eine solche Hirnhautentzündung muss unverzüglich mit Antibiotika behandelt werden, denn wenn das nicht geschieht, dann führt eine Meningitis zum Tod. Vor allem bei Kindern ist eine Hirnhautentzündung lebensgefährlich, denn Kinder können Schmerzen nicht genau lokalisieren. Wenn ein Kind über Kopfschmerzen klagt, dann denken die wenigsten Eltern an eine Hirnhautentzündung.

    Wer sich erkältet hat, der sollte den vermeintlich harmlosen Schnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Erkältung gut auszukurieren, das Bett zu hüten und sich nicht anzustrengen, denn eine verschleppte Erkältung kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Neue Studien zeigen, wie der Herpesvirus funktioniert

    Neue Studien zeigen, wie der Herpesvirus funktioniert

    Sie sind für die Betroffenen nicht nur schmerzhaft, sondern auch peinlich – Herpesbläschen, die sich wie aus dem Nichts auf der Oberlippe bilden. Bislang wurde die Entstehung dieser Bläschen mit einer Störung im Immunsystem in Zusammenhang gebracht, jetzt konnten Wissenschaftler aus den USA den Herpesvirus entschlüsseln und zum ersten Mal erklären, welcher Mechanismus sich dahinter verbirgt. Das macht es einfacher, ein effektives Medikament zu finden, was den Herpesvirus auf Dauer ausschalten kann.

    Der Herpesvirus und sein rätselhaftes Auftreten

    In Deutschland leiden mehr als 80 % der Erwachsenen unter Herpesbläschen. Sie sind mit dem Herpesvirus infiziert, aber nicht bei allen bilden sich die juckenden unangenehmen kleinen Blasen am Mund. Wer aber anfällig ist, der muss immer wieder mit Schüben leben, die besonders dann auftreten, wenn der Alltag mal wieder hektisch und stressig wird. Der Herpesvirus nistet sich an den feinen Enden der Nerven unter der Haut an und ist dort latent zu finden. Wenn die T-Zellen, die ein Teil des Immunsystems sind, den Herpesvirus in Schach halten, dann haben die Bläschen keine Chancen, aber wenn es zu Stress kommt, dann wird der Virus aufgeweckt, er beginnt sich zu vermehren und schon entstehen die unschönen kleinen Blasen auf der Lippe. Warum das Immunsystem plötzlich unaufmerksam wird, das war lange Zeit ein Rätsel, jetzt aber sind die Forscher der University of North Carolina dem Geheimnis auf die Spur gekommen.

    Warum das Herpesvirus sich bei Stress vermehrt

    Die Wissenschaftler der Uni in North Carolina konnten an Tests mit Mäusen nachweisen, dass Stresshormone den Herpesvirus „aufwecken“ und ihn zur Vermehrung anregen. Für das Immunsystem passiert das offenbar so überraschend, dass es keine Möglichkeit mehr hat, sich dagegen zu wehren. Die Mäuse wurden vor den Versuchsreihen mit Stresshormonen behandelt und dann massiv unter Stress gesetzt. Alle behandelten Tiere reagierten gleich, das Virus wurde geweckt und die Tiere bekamen die typischen Herpesbläschen. Die Studie konnte erstmals zeigen, was genau sich während einer Stressphase in einer Nervenzelle abspielt. Die Wissenschaftler haben das Geschehen mit dem Umlegen eines Schalters verglichen, denn wenn der Schalter durch die Stresshormone umgelegt wird, dann ist das ein Signal für den Virus, sich explosionsartig zu vermehren.

    Gibt es bald ein wirksames Medikament?

    Gegen Herpes ist bislang noch kein Kraut gewachsen. Es gibt zwar Salben und Cremes, die dabei helfen die Bläschen auszutrocknen, aller leider immer noch kein Mittel, um die Entstehung der Bläschen zu verhindern. Die US-Forscher haben bei ihren Versuchsreihen einen Hemmstoff erarbeitet, denn sie auf die Nervenfasern gegeben haben. Das Ergebnis war erstaunlich, denn als Stresshormone dazugegeben wurden, konnten sich die Herpesviren nicht mehr vermehren und sie fielen wieder in ihre Ruhephase. Auch wenn die Mäuse anschließend wieder unter Stress gesetzt wurden, kam es zu keinem Ausbruch des Virus. Das ist für die Wissenschaftler der Beweis, dass es eine Möglichkeit gibt, die Viren dauerhaft in Schach zu halten. Die weitere Forschung muss nun zeigen, ob sich die Erfolge nur auf Mäuse beschränken, oder ob sich beim Menschen der gleiche positive Effekt auslösen lässt. Bis es allerdings ein wirksames Medikament gibt, werden wohl noch einige Jahre vergehen.

    Nicht nur für Menschen gefährlich

    Der römische Kaiser Tiberius hatte es nicht gerne, wenn bei offiziellen Zeremonien oder anderen Anlässe geküsst wurde, denn er wollte Herpesbläschen auf jeden Fall vermeiden. Die Bläschen sind zwar relativ harmlos, aber wer sie einmal hat, der wird sie sein Leben lang nicht mehr los. Gefährlich ist der Herpesvirus hingegen für ungeborene und neugeborene Kinder sowie für einige Tierarten. So ist das Virus zum Beispiel für die europäische Auster eine Gefahr, und französische Austernzüchter mussten in den vergangenen Jahren um ihren Bestand fürchten, weil viele der Muscheln mit dem Virus infiziert waren.

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  • Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Arteriosklerose besser erkennen und vorbeugen

    Eine echte Herzensangelegenheit

    Arteriosklerose beziehungsweise die Verkalkung der Arterien birgt nicht nur ein hohes Risiko für Herzkrankheiten, sondern bleibt in den meisten Fällen auch lange unerkannt. Genau das ist das Tückische. Es kann Jahre oder Jahrzehnte dauern, bis die Arterienverkalkung durch schwerwiegende Folgeerkrankungen erkannt wird. Man spricht hier auch von „der stillen Gefahr“, denn wer zu spät handelt, läuft Gefahr einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Betroffene sind lange vollkommen beschwerdefrei. Vorsichtsmassnahmen zu treffen sollte eine echte Herzensangelegenheit sein.

    Auslöser für Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten

    Das Herz des Menschen ist ein regelrechtes Hochleistungsorgan. Pro Jahr befördert es im Schnitt 2,6 Millionen Liter Blut durch den Körper und kümmert sich darum, dass alle Zellen und Organe ausreichend versorgt werden.

    Im Laufe der Jahre verlieren die Blutgefässe jedoch an Elastizität. Vor allem Männer ab dem 40. Lebensjahr sind besonders anfällig. Kommen Übergewicht, eine schlechte Ernährung oder ein ungesunder Lebensstil mit Zigarettenrauch und hohem Alkoholkonsum hinzu, verschlechtert sich der Zustand der Arterien massgeblich schneller. Ein hoher Cholesterinspiegel, Diabetes und natürlich auch eine genetische Veranlagung können ebenfalls enorm zur Verkalkung selbiger beitragen. Es kommt zu einer Verengung der Blutgefässe und chronisch entzündlichen Prozessen, der sogenannten Arteriosklerose. Dabei können die Zellen nicht mehr optimal versorgt werden – weder mit Sauerstoff noch mit den benötigten Nährstoffen. Die Folgen sind Taubheitsgefühle und Durchblutungsstörungen (periphere arterielle Verschlusskrankheit – pAVK), Bluthochdruck und im schlimmsten Fall – durch die Ablagerung von Kalk an den Wänden der Blutgefässe – Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch junge Menschen sind davor nicht gefeit.

    Symptome bei einer Arteriosklerose können sein:

    • Einschlafen / Kribbeln in Händen, Beinen und Füssen
    • Engegefühl / Beklemmung in der Brust (Angina pectoris)
    • Herzrhythmusstörungen
    • Herzschmerzen
    • Schwindel
    • Temporäres Verlieren des Bewusstseins

    Methoden, um eine Arteriosklerose rechtzeitig zu erkennen:

    • Ultraschalluntersuchung an der Halsschlagader
    • Pulswellendiagnostik
    • regelmässige Kontrolle von Blutdruck, Blutzucker und Gesamtcholesterin (LDL-Cholesterin-Werte)

    Arteriosklerose vorbeugen als echte Herzensangelegenheit

    Präventionsmassnahmen zum Vorbeugen einer Arteriosklerose gibt es viele. Sie sind weitaus leichter umzusetzen und in den Alltag zu integrieren als dauerhafte Rehabilitationsmassnahmen nach einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Wer auf Rauchen und einen häufigen Alkoholkonsum verzichtet, der hat schon viel getan. Eine gesunde, Omega-3-Fettsäuren-reiche Ernährung und viel Bewegung an der frischen Luft gelten ohnehin als Eckpfeiler für einen gesunden Körper im Gleichgewicht. Wassertreten ist besonders hilfreich, um Venen und Arterien gesund zu halten.

    Auch das Vermeiden von Stress ist ein wichtiger Faktor um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Pflanzliche Präparate – zum Beispiel aus der Tibetischen Medizin – können ebenfalls eine wirksame Unterstützung bei Durchblutungsstörungen bieten. Entzündungshemmende, durchblutungsfördernde und antioxidative Eigenschaften der Ingredienzien aus der Tibetischen Medizin wirken sanft im Körper und sind meist gut verträglich.

    Noch ein Tipp: In Cranberrys befindet sich sogenanntes Vitamin P. Dieses soll eine Art Schutzfilm auf die Gefässwände legen können, um diese vor Verkalkung zu schützen.

    Fazit: Ob pflanzliche Arzneimittel, eine gesunde Ernährung oder regelmässige Checks beim Arzt: Das Vorbeugen von Durchblutungsstörungen und Arteriosklerose sollte in jedem Fall eine echte Herzensangelegenheit für all diejenigen sein, die noch lange fit und gesund bleiben möchten.

    Bild: © Depositphotos.com / decade3d

  • Die 6. SSW – das Baby ist so groß wie ein Reiskorn

    Die 6. SSW – das Baby ist so groß wie ein Reiskorn

    Die 6. SSW ist für das Baby von entscheidender Bedeutung. Zum ersten Mal wird das Kind jetzt über die Plazenta und auch über die Nabelschnur mit allen Nährstoffen und vor allem auch mit Sauerstoff versorgt. Der Dottersack, der diese Funktion bis zur 6. SSW übernommen hat, wird auch weiterhin für einige Wochen für den Stoffwechsel zuständig sein, später wird seine Aufgabe aber die Leber übernehmen. Die Schwangerschaft in der 6. Woche ist aber nicht nur für das ungeborene Kind eine spannende Phase, auch die Mutter hat in der 6. SSW erste Beschwerden.

    Wie sieht das Baby in der 6. SSW aus?

    Vier Millimeter groß, also ungefähr so groß wie ein Reiskorn ist das Baby in der 6. SSW, aber es hat schon einen Kopf und auch einen Hals, sowie die Anlagen für die Ohren, die Augen und für das Gehirn. Da das Baby immer von oben nach unten wächst, sieht der Kopf in diesem Stadium der Schwangerschaft im Vergleich zum Körper sehr groß aus. In der sechsten Schwangerschaftswoche bildet sich der Rückenstrang, der Vorläufer der Wirbelsäule. Dieser Rückenstrang reicht vom Nacken bis zu den Anlagen der Beine, die jetzt noch ein flügelähnliches Aussehen haben. Noch endet der Rückenstrang mit einer Art Schwanz, ein letztes Überbleibsel aus der Evolution, aber dieser Schwanz wird in den nächsten Wochen vollständig verschwinden.

    In der 6. SSW entwickeln sich aus dem sogenannten mittleren Keimblatt die ersten Knospen, aus denen später das Skelett entsteht. In dieser Schwangerschaftswoche zeichnen sich schon die zwölf Brustwirbel und die Rippen ab, praktisch der gesamte Brustkorb des Kindes. Dort wo später die Arme und die Beine wachsen werden, sind in der 6. SSW nur kleine Knospen zu sehen, die Füße und die Hände haben noch das Aussehen von kleinen Paddeln mit Schwimmhäuten.

    Der Hormoncocktail in der 6. SSW

    Der Körper wird in dieser Schwangerschaftswoche mit Hormonen förmlich überflutet. Diese Hormone arbeiten so zusammen, dass sie eine perfekte Versorgung für die Mutter und das Kind sicher stellen. Der HCG-Wert ist in der 6. SSW von großer Bedeutung, denn dieses spezielle Hormon verhindert, dass es zu einem weiteren Eisprung kommt und unterdrückt zudem, dass die werdende Mutter weiter ihre Periode bekommt. Ein anderes Hormon, das Östrogen, bereitet in der 6. SSW die Brüste darauf vor, dass sie später Muttermilch produzieren werden.

    Eine wichtige Rolle spielt auch das Gelbkörperhormon Progesteron, denn dieses Hormon entspannt die Muskeln des Uterus und sorgt auf diese Weise dafür, dass das Baby in den kommenden Wochen und Monaten ohne Probleme wachsen kann. Relaxin ist für die Vorbereitung auf die Geburt zuständig, denn dieses Hormon macht das Gewebe im Beckenboden und auch den Muttermund elastisch, damit das Baby bei der Geburt gut durch den Geburtskanal rutschen kann.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 6. SSW?

    Wenn eine Frau in der 6. Woche schwanger ist, dann lassen die Symptome nicht lange auf sich warten. Es ist die Überflutung mit Hormonen, die bei der werdenden Mutter für einige Beschwerden sorgen, dazu gehört neben der morgendlichen Übelkeit auch das Gefühl von großer Müdigkeit. Viele Frauen leiden zudem unter Appetitlosigkeit und vieles, was sie früher vielleicht gerne gegessen haben, sorgt jetzt für einen unangenehmen Brechreiz.

    Dem Körper der Mutter wird in der 6. SSW sehr viel zugemutet, sie sollte sich daher viel Zeit nehmen, um sich auf die Veränderungen einzustellen. Wichtig ist es, immer wieder kleine Pausen in den Alltag einzubauen und sich ruhige Momente zu gönnen, um durchatmen zu können. Rein äußerlich ist die Schwangerschaft noch nicht zu sehen, denn in der 6. SSW ist der Bauch noch flach, aber die Brüste beginnen sich langsam zu verändern.

    Da die vielen unterschiedlichen Hormone das Immunsystem schwächen, sind die werdenden Mütter anfälliger für Infektionen, die negative Auswirkungen auf das Kind haben können. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist jetzt sehr wichtig, deshalb sollte die Mutter in der 6. SSW damit beginnen, Folsäure zu sich zu nehmen. Ärzte empfehlen als Tagesration 0,8 Milligramm während der ersten Schwangerschaftswochen, erst ab dem vierten Monat hat die Folsäure keinen Einfluss mehr auf die gesunde Entwicklung des Kindes.

    Die ersten Untersuchungen in der 6. SSW

    Viele Frauen wissen in der 6. SSW nicht, dass sie schwanger sind, aber spätestens wenn die ersten typischen Beschwerden auftreten, wie die Übelkeit am Morgen, dann wird klar, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Der Frauenarzt wird in der 6. SSW einen Ultraschall machen um festzustellen, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen, es wird ein Urintest gemacht und die Ergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen. Eine Schwangerschaft liegt übrigens immer dann vor, wenn auch das Schwangerschaftshormon HCG (Human-Choriongonadotropin) nachgewiesen werden kann.

    Neben dem Ultraschall wird der Arzt auch eine Tastuntersuchung machen, denn in der 6. SSW ist der Hals der Gebärmutter bereits sehr fest und unbeweglich. Durch die Schwangerschaft werden die Schleimhäute besser durchblutet und das kann in der 6. SSW für Ausfluss sorgen. Dieser Ausfluss ist weißlich bis hellgelb und sollte nicht riechen. Handelt es sich um grünlichen Ausfluss, der unangenehm riecht, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Mutter eine Infektion hat. In diesem Fall sollte die werdende Mutter sofort zu ihrem Arzt gehen.

    Wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt in der 6. SSW?

    Einer Fehlgeburt in der 6. SSW liegt in den meisten Fällen ein genetischer Defekt zugrunde. Der Körper erkennt, dass die befruchtete Eizelle nicht lebensfähig ist, und stößt sie daher wieder ab. Untersuchungen gehen davon aus, dass das bei 50 % aller Eizellen der Fall ist, aber nicht immer wird eine Abstoßung auch als Fehlgeburt erkannt. Viele Frauen, die in der 6. SSW nicht wissen, dass sie schwanger sind, halten die Fehlgeburt nicht selten für eine starke Monatsblutung.

    Ist die Schwangerschaft schon festgestellt worden, dann ist nach einer Fehlgeburt in der 6. Schwangerschaftswoche nur selten eine anschließende Ausschabung notwendig, der Körper wird mit einem Abort in dieser Phase der Schwangerschaft alleine fertig. Nach der 6. SSW sinkt das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, um rund zwölf Prozent, am Ende der 12. SSW sind es dann nur noch ganze vier Prozent.

    Bild: © Depositphotos.com / Kostia777