Schlagwort: Alltag

  • Schlafwandeln – das ungeklärte Phänomen

    Schlafwandeln – das ungeklärte Phänomen

    Wer kennt sie nicht, die Geschichten, in denen ein Schlafwandler mit ausgestreckten Armen seelenruhig auf einem schmalen Dachfirst balanciert. Zwar ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Mensch, der zum Schlafwandeln neigt, auf dem First seines Hausdaches im Mondschein spazieren geht, aber schlafwandeln kann die Betroffenen in ungewöhnliche und auch gefährliche Situationen bringen. Da gibt es den Schlafwandler, der am Morgen nicht mehr weiß, warum alle Schokoladenvorräte samt Verpackung verschwunden sind, und auch wer morgens mit schmerzhaften Schürfwunden aufwacht und nicht weiß, woher diese stammen, der kann davon ausgehen, dass das Schlafwandeln daran schuld ist.

    Schlafwandeln – bei Kinder besonders häufig

    Bis heute ist Somnambulismus, wie schlafwandeln medizinisch korrekt heißt, ein ungeklärtes Krankheitsbild, das bislang nur sehr wenig erforscht wurde. Was im Gehirn von Schlafwandlern vor sich geht, das weiß keiner so genau, fest steht aber, dass besonders häufig Kinder von diesem Phänomen betroffen sind. Geschätzt sind es 30 % der Kinder, die mindestens einmal Schlafwandeln und bei Jungen tritt das Phänomen häufiger auf als bei Mädchen. Rund drei Prozent der Erwachsenen, die nachts unerklärliche Dinge tun, haben in der Kindheit bereits Erfahrungen mit dem Schlafwandeln gemacht.

    Schlafen und Wachen

    Es muss im Gehirn eines Schlafwandlers irgendetwas geben, was normal Schlafende nicht haben, aber was das ist, darüber ist sich die Wissenschaft noch nicht ganz im Klaren. Schlafwandeln findet ausschließlich in der Tiefschlafphase statt und die meisten Betroffenen wandern besonders in der ersten Nachthälfte umher. Schlafwandler verhalten sich wie Menschen, die hellwach sind, aber das EEG zeigt eindeutig an, dass sie sich im Tiefschlaf befinden. Kinder schlafen meist tiefer als erwachsene Menschen und das kann ein Grund sein, warum schlafwandeln bei Kindern öfter vorkommt als bei Erwachsenen. Im Schlaflabor fanden Forscher heraus, dass beim Schlafwandeln die eine Hälfte des Gehirns tief und fest schläft, während die andere Hälfte aufgewacht ist. Dieses Phänomen nennt man partielles Erwachen, und in der Hälfte des Gehirns, die wach ist, befinden sich die Areale für die Muskelspannung und die Bewegung, was zu den ungewollten Aktivitäten in der Nacht führt.

    Komplexe Handlungen

    Schlafwandeln beginnt meist damit, dass sich die Betroffenen plötzlich in ihrem Bett aufrichten, anschließend aufstehen, das Bett verlassen und dann komplexe Handlungen verrichten. In der Regel dauert dieser Vorgang meist nur wenige Sekunden oder Minuten, manche Schlafwandler sind aber auch für Stunden umtriebig. Sie nehmen Handlungen vor, die sie aus dem Alltag kennen und die sie sehr routiniert beherrschen. Es gibt Frauen, die bereiten während einer Schlafwandelphase ein komplettes Essen zu und Schreiner setzen Schränke zusammen, obwohl sie eigentlich tief schlafen. Schlafwandler steigen Treppen hinauf und hinunter, sie schließen und öffnen Türen und sie können sich sogar unterhalten. In den USA sorgte der Film „Sleep driving“ für Aufsehen, in dem Schlafwandler ein Auto sicher durch den Straßenverkehr steuern.

    Warum Schlafwandeln gefährlich werden kann

    Schlafwandeln birgt viele unterschätzte Gefahren. So ist beim Schlafwandeln die Koordination nicht sehr gut, die Betroffenen stolpern leichter und wenn sie in der Nacht das Haus verlassen, dann wird es ebenso gefährlich wie der Versuch, aus dem Fenster zu steigen. Wer einen Schlafwandler in der Familie hat, der sollte Türen und auch Fenster verriegeln und scharfkantige Gegenstände wegschließen. Schlafwandeln ist keine psychische Störung, aber es gibt nach neusten Erkenntnissen wohl eine genetische Veranlagung. 80 % der Schlafwandler haben mindestens ein Familienmitglied, das ebenfalls nachts unterwegs und aktiv ist. Wer mit dem Schlafwandeln Probleme hat, der sollte in ein Schlaflabor gehen, um feststellen zu lassen, wie stark dieses Schlafwandeln ausgeprägt ist. Medikamente helfen den Betroffenen nicht, denn sie leiden ja nicht unter Schlafstörungen. In Schlaflaboren wurde zudem festgestellt, dass ein Schlafwandler, der ein Medikament bekommen hatte, ebenso nachts umher ging wie der Schlafwandler, der keine Tablette genommen hatte.

    Bild: © Depositphotos.com / ljsphotography

  • Was hilft gegen trockene Augen?

    Was hilft gegen trockene Augen?

    Das digitale Zeitalter hat viele Erleichterungen in den Alltag gebracht, aber es auch einiges, was in diesem Zusammenhang nicht so positiv ist. Immer mehr Menschen arbeiten heute am PC und sitzen nicht selten acht Stunden oder sogar mehr vor dem Computerbildschirm. Die meisten, die lange Zeit vor dem Computer verbringen, vergessen oftmals zu blinzeln, was aber sehr wichtig ist, damit die Augen nicht austrocknen. Augenärzte behandeln immer mehr Patienten, die trockene Augen haben, aber nicht nur der PC ist daran schuld, auch Zugluft und zu langes Fernsehen sorgt für trockene Augen.

    Das sind die Symptome

    Wenn die Buchstaben auf dem Bildschirm immer wieder verschwimmen und wenn die Augen anfangen zu brennen und zu jucken, dann sind das deutliche Zeichen für trockene Augen. Wer sich also nach einem langen Arbeitstag vor dem Computer öfter mal die Augen reiben muss, der sollte das nicht nur auf die Müdigkeit schieben, sondern darauf, dass die Augen zu trocken sind. Trockene Augen können auf Dauer auch zu unangenehmen Kopfschmerzen führen und da die Hornhaut unter der Augentrockenheit leidet, sollte man trockene Augen nie auf die leichte Schulter nehmen.

    Was verursacht trockene Augen?

    Immer wenn die Augen trocken werden, dann ist nicht ausreichend Tränenflüssigkeit vorhanden. Normalerweise blinzeln wir alle paar Sekunden ganz automatisch, auch ohne dass es uns bewusst ist. Auf diese Weise wird die Hornhaut ausreichend mit Flüssigkeit versorgt. Die Tränenflüssigkeit schützt die Hornhaut und wenn dieser Schutz fehlt, dann wird die Hornhaut trocken, sie fängt an zu brennen, zu jucken und kann sich unter Umständen auch rot färben. Vielfach stellt sich auch das Gefühl ein, als würde sich ein Fremdkörper im Auge befinden. Oft werden trockene Augen vom Pollenflug verursacht, und auch Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, haben oft Probleme mit trockenen Augen. Tabakqualm kann die Augen ebenso austrocknen, aber auch Autoabgase und einige Medikamente wie zum Beispiel Betablocker, sorgen für trockene Augen. Wer in einem gut klimatisierten Büro arbeitet, in dem die Fenster nicht geöffnet werden können, sollte sich nicht wundern, wenn die Augen austrocknen. Möglich ist ebenfalls eine Erkrankung der Tränendrüse, denn Menschen, die unter Diabetes, einer Erkrankung der Schilddrüse oder unter rheumatischer Arthritis leiden, haben als Folgeerkrankung oft mit trockenen Augen zu kämpfen.

    Was hilft gegen trockene Augen?

    Damit die Augen nicht noch mehr austrocknen können, muss ein Ersatzmittel für die Tränenflüssigkeit zum Einsatz kommen. Diese Ersatzflüssigkeit gibt es in unterschiedlichen Formen, beispielsweise als Tropfen oder auch als Salbe. In welcher Form und in welcher Dosierung diese Ersatzflüssigkeiten einsetzt werden, das wird immer individuell mit dem Augenarzt abgesprochen. Bei trockenen Augen kann es zudem sehr hilfreich sein, die Tränendrüsen anzuregen. Das passiert immer dann, wenn ausreichend getrunken wird, aber auch die Augen vor Zugluft und vor zu viel Sonnenlicht zu schützen, kann effektiv dabei helfen, dass die Augen nicht austrocknen.

    Was sollte beachtet werden?

    Wer häufig unter trockenen Augen leidet, der kann auch zu Hause vorbeugen. So sollten Luftbefeuchter in den Räumen aufgestellt werden, denn das erhöht die Feuchtigkeit im Raum und auch Schalen, die mit Wasser gefüllt werden, sorgen für Luftfeuchtigkeit. Im Winter ist es immer hilfreich, feuchte Tücher über die Heizkörper zu hängen, denn wenn die Feuchtigkeit nach und nach verdunstet, dann haben die Augen keine Chance mehr, auszutrocknen. Wer Kontaktlinsen trägt, der sollte das Pflegeprodukt für die Linsen öfter wechseln oder eine Zeit lang wieder eine Brille tragen, damit die Augen sich erholen können. Manchmal hilft es auch auf Make-up zu verzichten, denn besonders Wimperntusche und Eyeliner können die Augen austrocknen lassen.

    Mit den richtigen Mitteln gehören trockene Augen schnell der Vergangenheit an und die Augen werden wieder mit ausreichend Flüssigkeit versorgt.

    Bild: © Depositphotos.com / ia__64

  • 38. SSW – Die 38. Schwangerschaftswoche

    38. SSW – Die 38. Schwangerschaftswoche

    Ab der 38. SSW macht sich die bevorstehende Geburt körperlich bei der werdenden Mutter bemerkbar. Das Baby wird dann nicht mehr viel wachsen, wohl aber zwischen 20 und 30 Gramm pro Tag an Gewicht gewinnen. Der Bauch und der Kopf haben in der 38. SSW den gleichen Umfang. In den vergangenen Monaten hat die Plazenta das Kind mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Schon bald wird diese aber nicht mehr benötigt. Nach und nach verringert sie die Nährstoffzufuhr. In der 38. SSW sammelt sich im Darm des Babys der erste Stuhl (auch als Mekonium bezeichnet), den es kurz vor oder unmittelbar nach der Geburt ausscheidet. Einige Babys haben in der 38. SSW bereits eine richtige Haarpracht auf ihren Köpfen. Generell wird die Käseschmiere in dieser Zeit weniger.

    Brustveränderung durch Hormone in der 38. SSW

    In der 38. SSW wächst jedoch nicht nur der Bauch der Mutter noch einmal kräftig an. Auch bei den Brüsten ist in den letzten Wochen der Schwangerschaft eine Veränderung zu bemerken, weil diese sich auf das Stillen vorbereiten. In einigen Fällen treten in der 38. SSW aus den Brustwarzen bereits einzelne Tropfen der Vormilch aus. In dieser gelblichen Flüssigkeit sind alle Nährstoffe enthalten, die das Neugeborene in den ersten Tagen und Wochen benötigt. Hormone sind für die Umstellung der Brüste verantwortlich. Bei neugeborenen Mädchen sind durch dieselben Hormone die Brustwarzen nach der Geburt häufig etwas angeschwollen. Bei Jungen sind es die Hoden, die zum restlichen Körper dann recht groß ausfallen. Derartige Erscheinungen sind normal und bilden sich alsbald zurück.

    Erste Anzeichen für die bevorstehende Geburt

    Die ersten Anzeichen machen sich in der 38. SSW durch leichten Durchfall, innere Unruhe sowie Senkwehen bemerkbar. Die Unruhe gehört zu einem natürlichen Prozess; die Mutter entwickelt in der 38. SSW eine Art Nestbau-Trieb. Plötzlich sind noch unzählige Dinge zu erledigen. Schwangere sollten sich in dieser Zeit aber möglichst nicht überanstrengen und spätestens ab der 38. SSW den Kindesvater, Freunde und Familienmitglieder um Hilfe bei Alltagsarbeiten wie Einkaufen und Putzen bitten.

    Regelmäßige Kontrollen durch den Arzt

    Der Arzt wird nun verstärkt darauf achten, ob noch immer eine optimale Versorgung des Kindes über den Mutterkuchen stattfindet. Er prüft außerdem, ob das vorhandene Fruchtwasser in der 38. SSW ausreicht. Bei Auffälligkeiten wird die werdende Mutter häufiger von ihrem Frauenarzt/ihrer Frauenärztin untersucht. In einigen Fällen ist es sinnvoll, die Geburt vor dem errechneten Termin einzuleiten, damit es später nicht zu Komplikationen für das Baby und die Mutter kommt. Geplante Kaiserschnitte erfolgen in der Regel in der 38. SSW, damit das Kind dann nicht doch allein den Startschuss für die Geburt gibt. Denn die meisten Babys kommen zirka zehn Tage vor bis zehn Tage nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt.

    Das Baby gibt das Startsignal

    Die Hauptperson während der gesamten Schwangerschaft ist das Baby. Besonders deutlich wird dies, wenn die Geburt bevorsteht. Ab der 38. SSW heißt es warten, und zwar so lange, bis das Kleine sich dazu entschließt, auf die Welt zu kommen. Wie der Startschuss, den das Kind gibt, aussieht, konnte bis heute nicht gänzlich geklärt werden. Klar ist jedoch, dass Hormone an diesem Prozess beteiligt sind. Sie lösen ungefähr in der 38. SSW die Kontraktionen der Gebärmutter aus.

    In der 38. SSW ist das Baby bereits gut vorbereitet. Kommt es jetzt zur Welt, muss sich die angehende Mutter keine Sorgen machen. Die Schädelplatten sind bei Babys noch nicht verwachsen, damit der Kopf bei der Geburt durch den engen Geburtskanal passt. Beim Durchtritt durch den Kanal werden sie zusammengeschoben und können sich sogar etwas übereinander schieben. Die Schädelnähte verknöchern im Laufe des ersten Lebensjahres.

    Darüber hinaus gibt es die sogenannten Fontanellen. Dabei handelt es sich um bindegewebig überbrückte Knochenspalten, die sich im Kinderschädel zwischen den Schädelknochen und den schon verknöcherten „Ossa plana“ (abgeflachte, platte Knochen) befinden. Üblicherweise befinden sie sich dort, wo mehrere Knochenplatten aneinander stoßen. Es existieren sechs Fontanellen: Fonticulus posterior, Fonticulus anterior sowie jeweils beidseitig Fonticuli sphenoidales und Fonticuli mastoidei. Die größte Fontanelle, die mit zirka 1,5 Jahren geschlossen ist, befindet sich auf dem Schädel.

    38. SSW – Der Weg in die Klinik

    In der 38. SSW, wenn die Geburt des Kindes vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lässt, denken die angehenden Eltern darüber nach, wann sie am besten in die Klinik fahren sollten. Wer einen Geburtsvorbereitungskurs besucht, erfährt in der Regel, dass eine werdende Mutter ins Krankenhaus gebracht werden muss, wenn die Wehen in einem Abstand von fünf Minuten auftreten.

    Allerdings stimmt diese Angabe bei Erstgeburten nicht immer. Gerade Erstgebärenden und jungen Müttern fällt es schwer, körperliche Signale während der Schwangerschaft und auch die Wehen richtig einzuordnen. Denn obwohl Schwangere ausreichend darüber beraten werden, wie eine Schwangerschaft und die anschließende Geburt verlaufen werden, handelt es sich doch um ganz individuelle Erfahrungen.

    Jede angehende Mutter entwickelt einen eigenen Rhythmus. Bei auftretenden Fragen oder Problemen gilt daher grundsätzlich: Bei dem behandelnden Arzt, der Hebamme oder in der Klinik anrufen und die Angelegenheit schildern. Selbst wenn kein wirkliches Problem vorliegt, so wirken vorsorgliche Untersuchungen durch die Ärzte und Hebammen doch beruhigend. Nicht selten werden die angehenden Mütter in der 38. SSW noch einmal nach Hause geschickt, wenn sie tatsächlich zu früh in die Klinik gekommen sind. Das ist aber völlig normal und passiert vielen Schwangeren.

    Babys Erstausstattung

    Für die werdende Mutter ist es nun sinnvoll, sich mit der Erstausstattung ihres Babys zu beschäftigen. Im Krankenhaus wird in der Regel erste Babykleidung für das Kind zur Verfügung gestellt. Wenn die Eltern ihr Kleines endlich zu Hause haben, wollen sie ihm gewiss eigene Babywäsche anziehen.

    Für die ersten Tage sollte daher folgende Wäsche vorhanden sein:

    • zwei Langarmhemden
    • zwei Wickelbodys
    • zwei Strampelhosen
    • ein bis zwei Mützen
    • eine Jacke
    • ein bis zwei Paar Söckchen
    • genügend Mullwindeln
    • mehrere Windelhöschen
    • Frotteehöschen
    • eine Baumwolldecke

    Die tatsächliche Menge richtet sich nach den eigenen Erfahrungen und Wünschen. Neben der Zusammenstellung der ersten Babyausstattung ist es ratsam, auch die Schlafumgebung und das Babybett in der 38. SSW herzurichten. Ein geeigneter Schlafsack ist wichtig, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu minimieren. Bei einer Decke besteht die Gefahr, dass das Baby diese über den Kopf zieht oder unter der es überwärmt wird. Kinderärzte empfehlen übrigens, Kinder in ihren ersten beiden Lebensjahren mit den Eltern oder den Geschwistern gemeinsam im Zimmer schlafen zu lassen. Die Nähe und die Schlafgeräusche wirken schlaffördernd. Das Kind kann dabei ruhig im eigenen Kinderbett schlafen.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol erhöht das Risiko an Brustkrebs zu erkranken

    Alkohol in vernünftigen Mengen genossen, ist für den Körper nicht allzu schädlich, aber wenn die Menge steigt, dann wird es in jeder Hinsicht gefährlich. Dass Alkohol süchtig macht, das ist bekannt und auch die Folgen der Alkoholsucht sind hinreichend wissenschaftlich dokumentiert. Neu ist aber, dass Alkohol Brustkrebs auslösen kann, denn zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie der Universität von Murcia. Durchgeführt wurde die Studie von Wissenschaftlern aus zehn europäischen Ländern und das Ergebnis dieser Studie ist erschreckend.

    Nur zehn Gramm zu viel können Brustkrebs auslösen

    An der europäischen Studie haben 300.000 Frauen teilgenommen, die regelmäßig Alkohol trinken. Die Forscher fanden bei der Langzeitstudie heraus, dass wenn nur zehn Gramm Alkohol am Tag mehr konsumiert werden, das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, um vier Prozent ansteigt. Das heißt, dass Frauen Gefahr laufen an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie am Abend statt einem Glas Sekt, Wein oder Bier zwei Gläser trinken. Aber nicht nur die Menge ist entscheidend, ob das Risiko steigt an Brustkrebs zu erkranken, auch der Zeitraum, in dem der Alkohol getrunken wird, spielt eine wichtige Rolle. Eine weitere Studie der Universität von Seattle kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Die Wissenschaftler in den USA stellten in einer Langzeitstudie fest, dass schon kleine Mengen Alkohol die Gefahr Brustkrebs zu bekommen, stark erhöht. Schon ein Glas mehr pro Woche reicht aus, um das Brustkrebsrisiko zu verdoppeln. Das trifft allerdings nicht auf den Brustkrebs an den Milchdrüsen zu, denn dieser Brustkrebs ist zu 70 % der Auslöser für bösartige Tumore. Nur in zehn bis 15 % aller Brustkrebsfälle entsteht der Krebs an den sogenannten Drüsenläppchen, und bei dieser Form von Brustkrebs kann Alkohol der entscheidende Faktor sein.

    Ein großes Risiko für Brustkrebs

    Je länger Frauen regelmäßig Alkohol trinken, umso höher steigt das Brustkrebsrisiko – zu dieser Erkenntnis kommt das Journal of Cancer. Noch größer ist die Gefahr für Frauen, die auch in der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Zunächst wurde angenommen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Wirkung des Alkohols und den weiblichen Hormonen gibt, aber diese Vermutung konnte nicht bestätigt werden. Dass es aber einen Zusammenhang zwischen den sensiblen Hormonen und dem Risiko an Brustkrebs zu erkranken gibt, das ist unbestritten. Einige Forscher sind jetzt der Meinung, dass regelmäßiger Alkoholkonsum das Wachstum der Krebszellen beschleunigen kann, allerdings spielen auch andere Komponenten eine entscheidende Rolle. Besonders gefährdet sind Frauen, die eine genetische Veranlagung haben, aber auch Frauen, die schon in jungen Jahren zu viel Alkohol trinken, riskieren, dass sie in späteren Jahren an Brustkrebs erkranken.

    Keinen Alkohol trinken?

    Alkohol ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, für viele Menschen gehören das Glas Wein oder Bier am Abend einfach dazu. Gegen ein Glas Wein oder Sekt ist auch nichts einzuwenden, aber wenn die Dosis kontinuierlich ansteigt, dann besteht nicht nur das Risiko, süchtig zu werden, bei Frauen kann es zudem auch Brustkrebs auslösen. Ärzte raten vor allem Frauen, die in ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs hatten, den Alkoholkonsum drastisch einzuschränken oder noch besser, ganz auf Alkohol zu verzichten. Auch schwangere Frauen sollten keinen Alkohol trinken, denn das schadet nicht nur dem ungeborenen Kind, sondern erhöht ebenfalls das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

    Die Studie aus Seattle und auch die Studie, die zehn europäische Länder erstellt haben, sind in die Kritik geraten. Wissenschaftler kritisieren ihre Kollegen, dass sie die Teilnehmerinnen nur zu Beginn der Studien über ihren Alkoholkonsum befragt haben. Ob und wie sich der Alkoholkonsum im Verlauf der Studie bei jeder einzelnen Frau zum Positiven oder zum Negativem verändert hat, darüber geben beide Studien leider keine Auskunft. Insofern können die Studien auch nicht relevant sein.

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  • Aromatherapie – der heilende Duft für Körper und Seele

    Aromatherapie – der heilende Duft für Körper und Seele

    Wenn die Tage kürzer werden, dann steigt auch der Umsatz an Duftkerzen, Aromalampen und Räucherstäbchen, denn sie sind die Zutaten für eine romantische Stimmung in der dunklen Jahreszeit. Aber wenn die Düfte durch den Raum ziehen, dann sorgen sie nicht nur für eine angenehme Atmosphäre, sie können auch eine heilende Wirkung haben. Immer dann, wenn Düfte gezielt eingesetzt werden, dann spricht man von einer Aromatherapie, einer ganz besonderen Therapie, die auf den Körper, aber vor allen Dingen auf die Seele eine heilsame Wirkung hat.

    Die Aromatherapie – eine alte Naturmedizin

    Aromatische Düfte, die das Leben angenehmer machen, gibt es nicht erst seit gestern, schon in der Antike standen Kräuter und Essenzen aus Blumen hoch im Kurs. So wurde im alten Ägypten Weihrauch verbrannt, um dem Pharao zu huldigen und auch im antiken Rom gehörten aromatische Düfte zum Alltag, unter anderem um die oftmals schlechte Luft in der Millionenstadt Rom zu verbessern. Im Mittelalter wurden exotische Gewürze wie Zimt oder Koriander zu extrem hohen Preisen gehandelt und mit Gold aufgewogen. Im späten Mittelalter wurden aromatische Kräuter zum ersten Mal auch als Heilmittel eingesetzt, den Begriff Aromatherapie gibt es jedoch erst seit 1928. Die Aromatherapie war und ist bis heute ein wichtiger Teil der Naturmedizin. Es war ein französischer Chemiker, der die Heilmethode Aromatherapie „erfunden“ hat, das erste Standardwerk zum Thema Aromatherapie erschien 1964.

    Der Grundgedanke der Aromatherapie

    Schon Anfang der 1930er Jahre entdeckten Forscher, dass zwischen dem Geruchssinn und dem Bereich im Gehirn, der für die Gefühle zuständig ist, ein enger Zusammenhang besteht. Es ist zum Beispiel der Geruch, der darüber entscheidet, ob wir einen Menschen mögen. Ob Sympathie und Antipathie, das liegt nicht selten am Duft und der Spruch „ich kann dich nicht riechen“, bekommt in diesem Zusammenhang eine plausible Erklärung. Düfte können Erinnerungen wecken und ganz bestimmte Düfte haben die Gabe, die Seele zu streicheln und sie zu beruhigen. Auf diesem Wissen wurde die Aromatherapie aufgebaut, denn Wissenschaftler sind heute mehr denn je davon überzeugt, dass ätherische Öle das Wohlbefinden positiv beeinflussen können.

    Eine nachweisbare Wirkung

    Dass Blumen und Pflanzen eine heilsame Wirkung haben, das ist längst wissenschaftlich nachgewiesen worden. So zum Beispiel bei der Kamille, die nachweislich eine entzündungshemmende Wirkung hat, aber auch der Duft von Eukalyptus und Pfefferminze ist sehr hilfreich, wenn es darum geht, eine Erkältung oder einen grippalen Infekt zu bekämpfen. Eine Aromatherapie hilft dabei, geschwollene Schleimhäute in Nase und Rachen wieder abschwellen zu lassen, aber da die Wirkstoffe von ätherischen Ölen auch ins Blut gelangen, ist eine Aromatherapie für Kleinkinder nur sehr bedingt zu empfehlen. Thymian und Fenchel helfen dabei, den Husten zu besiegen und Rosmarin als Badezusatz kann die Durchblutung verbessern. Besonders wirksam ist auch der Lavendel mit seinen 160 verschiedenen Substanzen. Dass Lavendel eine heilende Wirkung hat, ist schon sehr lange bekannt, denn Lavendel beruhigt nachweislich und sorgt für ein ausgeglichenes Wesen. Aus der klassischen Aromatherapie ist der Lavendel daher nicht mehr wegzudenken.

    Aromatherapie und Wellness

    Wellness ist im Trend und schon lange wird eine Aromatherapie aktiv in diverse Wellness-Behandlungen eingebunden. Schon wenige Tropfen Zimt- oder Mandelöl sorgen für eine gelöste Stimmung, sehr beliebt ist auch Orangenöl, denn der Duft von frischen Orangen vermittelt ein herrliches mediterranes Feeling. Mittlerweile ist die Auswahl groß, wenn es um ätherische Öle und Aromastoffe geht und es lohnt es sich, nach dem persönlichen Lieblingsduft zu suchen. Wer frische Düfte mag, der sollte blumige und fruchtige Aromen aussuchen, alle, die den herben Duft von Kräutern lieben, werden ebenfalls den richtigen Duft für die ganz persönliche Aromatherapie finden. Aromen und Düfte während einer Wellness-Behandlung steigern das Wohlbefinden und sie runden den Effekt einer solchen Behandlung perfekt ab.

    Bild: © Depositphotos.com / luminastock

  • Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Immer mehr Deutsche sind psychisch krank

    Wenn es nach einer neuen Studie der DAK geht, dann sind Depressionen die neue Volkskrankheit, denn immer mehr Deutsche sind psychisch krank. Mittlerweile ist es jeder 20. Arbeitnehmer, der aufgrund eines psychischen Leidens krankgeschrieben wird und die Zahlen steigen weiter. Seit einigen Jahren steigen auch die Fehltage und es stellt sich die Frage, wie psychisch krank ist Deutschland? Wie viele Menschen leiden heute an Depressionen oder haben Panikattacken und warum werden immer mehr Deutsche psychisch krank?

    Psychisch krank – Die Zahl hat sich verdreifacht

    Nach der Studie der DAK sind heute knapp zwei Millionen berufstätige Deutsche psychisch krank und befinden sich in Behandlung. Seit 1997 haben sich die Zahlen verdreifacht, aber das hat nach Meinung von Experten nichts damit zu tun, dass immer mehr Menschen psychisch krank werden, es liegt vielmehr daran, dass Erkrankungen der Seele heute besser erkannt werden. Seit 2014 werden zwar immer mehr Ausfalltage aufgrund von psychischen Erkrankungen gezählt, dafür treten aber andere Erkrankungen in den Hintergrund. So ging zum Beispiel die Zahl der Krankschreibungen bei Erkältungskrankheiten zurück. Ein weiterer Grund für die außergewöhnlich hohe Zahl derjenigen, die heute als psychisch krank gelten, ist, dass die Krankheiten heute nicht mehr so stark wie früher stigmatisiert werden.

    Wer ist besonders betroffen?

    Wenn es um eine zuverlässige Statistik geht, dann gibt es immer häufiger Schwierigkeiten. So zählen die Krankenkassen nicht jeden einzelnen Patienten, sie zählen vielmehr nur die einzelnen Fälle. Patienten, die wiederholt psychisch krank werden, werden auf diese Weise mehrfach erfasst, was das Bild natürlich entsprechend verzerrt. Es sind aber insbesondere Frauen und vermehrt auch ältere Menschen, die psychisch krank werden. Alleine bei der DAK kommen auf 100 weibliche Versicherte, die über 60 Jahre alt sind, 435 Ausfalltage, bei den männlichen Versicherten sind dagegen nur 293 Ausfalltage. Auch bei der jungen Generation sind es die Frauen, die häufiger psychisch krank werden, denn in der Gruppe der 15- bis 19-jährigen fehlten die weiblichen DAK-Mitglieder 115 Tage, die männlichen Versicherten nur 57 Tage. Frauen sind allerdings nicht mehr oder weniger anfällig, wenn es um Angstzustände oder Depressionen geht, aber Männer haben nach wie vor Probleme damit, sich einer psychischen Erkrankung zu stellen und sie behandeln zu lassen.

    Der Wohnort ist entscheidend

    Es sind die Menschen, die in den großen Städten leben, die öfter psychisch krank werden, denn in den Städten wie Berlin, München oder Hamburg ist der Stresspegel um einiges höher als in den ländlich geprägten Regionen in Deutschland. In den großen Städten ist aber auch das gesundheitliche Bewusstsein höher und mentale Probleme werden dort schneller und besser erkannt. Die Menschen, die in kleinen Städten oder in Dorfgemeinschaften leben, sind hingegen deutlich weniger psychisch krank und leiden weniger unter depressiven Störungen.

    Welche Berufsgruppen sind besonders häufig psychisch krank?

    Auch wenn es vielleicht komisch klingt, aber es sind sehr oft Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, die psychisch krank werden. Die wenigsten Erkrankungen gibt es nach der DAK Studie im Baugewerbe. Dass es besonders viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen trifft, hat einen plausiblen Grund, denn wer im Gesundheitswesen arbeitet, der wird nicht nur physisch, sondern vor allem auch psychisch stark gefordert. Auch dass die Arbeitsbedingungen besonders in den Pflegeberufen nicht besser, sondern immer schlechter werden, trägt sehr viel dazu bei, dass sich in diesen Berufen immer mehr Menschen psychisch krank und chronisch überlastet fühlen. Neben beruflichen Belastungen sind es auch vermehrt familiäre und private Probleme, die viele Menschen so sehr belasten, dass sie psychisch krank werden. In der Hauptsache sind es Depressionen, aber auch Angst- und Anpassungsstörungen, die von den Ärzten immer wieder diagnostiziert werden, das Burnout-Syndrom, was noch vor zwei Jahren für viele psychische Erkrankungen verantwortlich war, tritt hingegen immer mehr in den Hintergrund.

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