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  • Zika-Virus greift auch Babygehirn an

    Zika-Virus greift auch Babygehirn an

    Forschern in Brasilien ist es gelungen, einen Nachweis zu erbringen, dass das gefürchtete Zika-Virus auch in die Gehirne von neugeborenen Kindern eindringt. Mit diesem Forschungsergebnis gibt es einen weiteren wichtigen Hinweis darauf, dass es einen Zusammenhang zwischen dem gefährlichen Erreger und einer Fehlbildung des Kopfes bei Kindern gibt. Wie genau sich der Erreger aber auswirkt, das steht immer noch nicht genau fest.

    Schäden im Gehirn

    Der Nachweis, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Zika-Virus und den Fehlbildungen des kindlichen Kopfes gibt, gelang den Ärzten und Forschern der Universität von Paraná. Sie haben die Plazenten und auch die Föten von schwangeren Frauen untersucht, die sich mit dem Zika-Virus angesteckt haben. Das Virus konnte zwar im Gewebe des Gehirns nachgewiesen werden, aber wie genau sich diese Schäden im Gehirn auf die sogenannte Mikrozephalie, die Fehlbildung des Kopfes tatsächlich auswirkt, das sollen jetzt weitere Untersuchungen zeigen.

    Erreger auch im Speichel

    Vor gut einer Woche haben die Ergebnisse des Forschungsinstituts Fiocruz in Rio de Janeiro weltweit für Aufsehen gesorgt, denn die Wissenschaftler dort haben das Zika-Virus auch im Urin und im Speichel von Patienten nachgewiesen. Bislang ist aber noch nicht klar, ob das Virus durch diese beiden Körperflüssigkeiten von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Die Wissenschaftler setzen aber auf Sicherheit und empfehlen allen schwangeren Frauen, vorsichtshalber nicht mehr zu küssen. Auch das Besteck oder die Tasse sollten die Schwangeren nicht mehr mit anderen Personen benutzen, denn so kann sicher gestellt werden, dass das Virus nicht weitergegeben wird.

    Die Zahl wächst

    Brasilien hat 204 Millionen Einwohner und geschätzt gibt es aktuell 1,5 Millionen Einwohner, die mit dem Zika-Virus infiziert sind. Bis heute sind 4000 Kinder mit dem Verdacht auf Mikrozephalie zur Welt gekommen, 462 Fälle wurden bestätigt. Seit einigen Tagen ist auch die brasilianische Armee am Kampf gegen das Virus beteiligt und unterstützt die 300.000 Gesundheitsmitarbeiter.

    Bild: © Depositphotos.com / airdone

  • Gegen den Hausärztemangel – Der Masterplan 2020

    Gegen den Hausärztemangel – Der Masterplan 2020

    Es mangelt an Hausärzten, vor allem in den ländlichen Regionen wird es immer schwerer, engagierte junge Mediziner zu finden, die dort eine Praxis eröffnen oder übernehmen wollen. Um diesen Mangel auf Dauer zu beheben, will die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD nicht nur das Medizinstudium grundlegend reformieren, sondern auch ein sogenanntes Versorgungsstärkungsgesetz auf den Weg bringen.

    Die Verteilung besser steuern

    Das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung wurde schon Mitte des vergangenen Jahres vom Bundestag verabschiedet. Dieses Gesetz sieht vor, die Verteilung der niedergelassenen Ärzte zu verändern. So soll eine Überversorgung in den Großstädten und Ballungsgebieten entzerrt werden, um damit die Unterversorgung in den ländlich strukturierten Regionen zu beheben. So werden den Ärzten attraktive finanzielle Angebote gemacht, wenn sie sich dafür entscheiden, eine Praxis in einer strukturschwachen Region zu eröffnen.

    Der Masterplan 2020

    In den nächsten Monaten werden die Wirtschafts- und Gesundheitsminister von Bund und Ländern den „Masterplan 2020“ erarbeiten, der sich um eine Reform des Medizinstudiums kümmert. Zu den angestrebten Zielen dieses Masterplans gehört unter anderem eine zielgerichtete Auswahl derjenigen, die sich um einen Studienplatz für Medizin bewerben. Auf der Agenda steht neben der Förderung der Praxisnähe auch eine stärke Präsenz der Allgemeinmedizin während des Studiums. Damit will die Politik erreichen, dass sich mehr junge Mediziner gegen eine Ausbildung zum Facharzt und für die Ausbildung zum Hausarzt entscheiden. Geplant ist zudem, dass die angehenden Allgemeinmediziner und Hausärzte das gleiche Geld bekommen wie ihre Kollegen, die eine Ausbildung zum Facharzt in einem Krankenhaus machen.

    Ob der „Masterplan 2020“ so in die Tat umgesetzt werden kann, wie es sich die Politik vorstellt, das ist fraglich. Der Hausarzt hat unter angehenden Medizinern ein eher schlechtes Image, dass aber besonders der Hausarzt nicht nur einen Patienten, sondern den ganzen Menschen behandelt, das wird dabei sehr gerne übersehen.

    Bild: © Depositphotos.com / Syda_Productions

  • Gesund durch den Büroalltag

    Gesund durch den Büroalltag

    Kleine Tipps, die sich problemlos in den Tagesablauf einbinden lassen

    Der Alltag im Beruf ist für viele eine stressige Angelegenheit. Dazu kommt, dass in der heutigen Zeit hauptsächlich sitzende Tätigkeiten ausgeführt werden. Kommen dann noch unregelmäßiges Essen und ungesunde Snacks zwischendurch dazu, so beginnt der Körper früher oder später zu rebellieren. Während die einen Fettpölsterchen ansetzen, fühlen sich andere zunehmend ausgelaugt oder antriebslos.

    Frühjahrsmüdigkeit auch im Herbst und Winter

    Die ungesunde Lebensweise, die so mancher im Büro betreibt, setzt sich nicht selten auch noch abends fort. Da werden schnell Fertiggerichte ohne viel Nährstoffgehalt zubereitet und dann auf der Couch relaxt. Die Folge sind die bekannte Frühjahrsmüdigkeit auch im Herbst und Winter, oder aber

    • Rückenprobleme
    • Kopfschmerzen
    • Übergewicht
    • Herz-Kreislaufprobleme
    • Zuckerkrankheit

    Dabei kann mit einfachen Tipps, die sich im Alltag bewähren, rasch und effektiv Abhilfe geschaffen werden.

    1. Bewegung ist das Maß der Dinge

    Die Aktivierung der Muskeln bei der Bewegung ist wichtig, um den Stoffwechsel auf Touren zu bringen und den Puls ansteigen zu lassen. Welche Form davon jemand bevorzugt, bleibt ihm überlassen. Die Bandbreite ist riesig und reicht von

    • Zügigem Gehen
    • Walken
    • Treppen steigen
    • Rad fahren

    Für den Alltag bedeutet dies, das Auto etwas weiter weg von der Firma zu parken und die letzten zehn Minuten zu Fuß zügig gehen. Dieser Gang macht nicht nur wach, sondern bringt auch den Kreislauf in Schwung.

    Auch für die Mittagspause heißt es, aktiv zu bleiben. Dies kann ein kurzer, aber intensiver Spaziergang sein oder aber der Gang ins nahegelegene Imbiss-Café. Damit verschwindet auch das Mittagstief, unter dem viele Büroangestellten leiden.

    1. Verspannungen vermeiden

    Gerade Verspannungen im Rücken- oder Nackenbereich machen vielen bei sitzender Tätigkeit zu schaffen. Diesen Beschwerden kann jedoch gut und effektiv vorgebeugt werden. Eine einfache Maßnahme ist, etwa jede Stunde mindestens einmal aufzustehen und die Arme nach oben zu strecken. Das dehnt den Rücken und bringt den Kreislauf in Schwung, ebenso sinnvoll ist es, den Drucker oder die Kaffeemaschine etwas weiter weg vom Schreibtisch zu platzieren. So muss jedes ausgedruckte Blatt oder jede frische Kaffeetasse mit wenigen Schritten abgeholt werden.

    1. Ausreichend Frischluft sorgt für einen wachen Geist

    Frische Luft, auch wenn sie im Winter kalt ist, tut Körper und Geist gleichermaßen gut und weckt die Lebensgeister an einem anstrengenden Arbeitstag. Am besten werden direkt beim Reinkommen ins Büro morgens die Fenster für einige Minuten geöffnet. Stoßlüften ist eine optimale Methode, um frische Luft in den Raum zu lassen. Auch im weiteren Tagesverlauf macht es Sinn, immer wieder die Fenster für kurze Zeit zu öffnen. Denn kühle Luft macht angenehm wach und das klare Denken fällt viel leichter.

    1. Gymnastikball statt Bürostuhl

    Auch wenn der Bürostuhl ergonomisch geformt ist und sowohl für den Rücken als auch für die Wirbelsäule perfekte Sitzbedingungen gegeben sind, sorgt der Tausch gegen einen Gymnastikball für einen gesunden Arbeitsplatz. Dieser hat nämlich viele positive Effekte wie etwa

    • Eine Stärkung der Körpermitte, da die Muskulatur in der Körpermitte aktiviert wird. Bauch, Hüfte, Brust und Bauch werden allein durch das aufrechte Sitzen in Form gebracht.
    • Eine Verbesserung der Balance, womit die Muskeln entsprechend zur Erhaltung dieser eingesetzt werden. Die Stabilität des gesamten Bewegungsapparates wird gefördert.
    • Auch die Haltung verbessert sich, denn ohne Rücken- und Armlehne, die normalerweise stützen, sitzt der Betroffene automatisch aufrechter und hält den Rücken gerade. Die Stärkung der Muskeln im Rumpfbereich fördert zudem die gerade Wirbelsäule.
    1. Ausreichend Trinken

    Gesund-durch-den-Büroalltag-2Dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr den Organismus in Schwung hält und den Kreislauf unterstützt, ist hinlänglich bekannt. Doch wer denkt bei all dem Stress im Alltag und den Bergen unerledigter Akten auf dem Schreibtisch an das regelmäßig zu konsumierende Getränk. Hier kann sich der Betroffene einfach austricksen und einen Krug mit Kräutertee oder Wasser auf den Arbeitsplatz stellen. Allein schon die Tatsache, dass die Flüssigkeit im Blickfeld ist, motiviert zum Glas zu greifen und regelmäßig zu trinken. Der Sozialverband VdK empfiehlt „schwierigen Trinkern“ außerdem, ein sogenanntes Trinktagebuch zu führen. So wird das regelmäßige Trinken unterstützt und kann auch im Nachhinein genau nachvollzogen werden.

    1. Gesunde Ernährung und Snacks für zwischendurch

    Gesund-durch-den-Büroalltag-3Ein nahrhaftes Frühstück ist ein perfekter Start in den Tag. Wer dazu keine Zeit hat oder morgens nichts essen mag, der sollte dennoch eine Zwischenmahlzeit vor dem Mittagessen konsumieren. Dazu genügt schon ein Stück Obst, je nach Saison passen beispielsweise:

    • Karotte
    • Kohlrüben
    • Paprika
    • Apfel
    • Birn

    Für etwas Abwechslung sorgen exotische Früchte wie Kiwi, Papaya oder Mango.

    Neben dem Aspekt, was als Mahlzeit dient, ist die Tatsache, dass ausreichend Zeit und Ruhe für das Essen geplant sein sollten, enorm wichtig. Fettarme Speisen mit Lebensmitteln, die reich an Kohlenhydrate sind wie etwa

    • Kartoffel
    • Teigwaren
    • Reis

    Auch Salate mit leichten fettarmen Saucen sind als Hauptmahlzeit gut geeignet. Diese Nahrungsmittel versorgen den Körper mit

    • Ballaststoffen
    • Vitaminen
    • Mineralstoffen
    • Spurenelementen

    und fördern so die ausgewogene Energieversorgung. Damit ist die Leistungsfähigkeit gewährleistet und der Betroffene wird nach der Mahlzeit nicht müde.

    Auch für den Rücken – ein typisches „Problemkind“ des Büroalltags – zahlt sich gesunde Ernährung aus. Damit dieser gesund bleibt, sollte bevorzugt zu Milch und Milchprodukten, Sonnenblumenkernen, Eiern oder grünem Gemüse gegriffen werden, denn diese Lebensmittel enthalten wertvolles Kalzium. Dieses dient den Knochen hingegen als Baustoff und hält damit auch den Rücken fit. Selbiges gilt außerdem für Vitamin D, das gerade in dunklen Monaten durch Seefische wie Lachs, Sardelle oder Hering zu sich genommen werden kann.

    1. Entspannungsübungen für Zwischendurch

    Einfache und effektive Entspannungsübungen für Zwischendurch sorgen für den kurzfristigen Stressabbau und gewährleisten, dass anschließend die volle Energie wieder für die Tätigkeit zur Verfügung steht. Eine bewährte Übung besteht darin, einfach die Hände vor das Gesicht zu halten und die Augen zu schließen. Dann konzentriert sich derjenige am besten auf eine schöne Erinnerung – egal ob es sich dabei um den letzten Urlaub oder aber ein schönes Ereignis mit der Familie handelt – und atmet dabei tief ein. Luft anhalten und dann wieder langsam ausatmen. Wer diese Übung etwa fünf  Mal durchführt, wird feststellen, dass er im Anschluss wieder ruhiger ist und sich sogar die im Stress verspannte Gesichtsmuskulatur lockert. Genau das bewirkt einen positiven Effekt auf den ganzen Körper. Wer zusätzlich etwas gegen Verspannungen im Nackenbereich machen möchte, der kann diesen Bereich kräftig mit den Fingern durch kneten.

    Die gesamte Übung dauert knapp zwei Minuten und kann perfekt in einen stressigen Arbeitsalltag eingebaut werden, ohne dass es dazu viel Aufwand braucht oder aber vor den Kollegen auffällig ist.
     
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    Eine zweite Entspannungsübung, die sehr effektiv ist, ist einfach im Sitzen oder Stehen durch zu führen. Dazu atmet der Betroffene einige Male tief durch und spannt dabei seinen gesamten Körper, alle Muskeln und sämtliche Partien, die er bewusst beeinflussen kann, an. Anschließend sollte die Spannung gesteigert und möglichst lange gehalten werden, bevor die Muskeln und andere Körperpartien wieder entspannt werden. Diese Vorgehensweise kann beliebt oft wiederholt werden, wobei jedes Mal bewusst tief ein- und ausgeatmet werden sollte.

    Die bewusste Abwechslung zwischen Spannung und Entspannung der Muskelpartien im Körper hat zur Folge, dass sich eine wohlige Wärme und eine durchaus angenehme Schwere ausbreiten. Dies ist einfach zu erklären, denn durch das Anspannen der Muskeln erweitern sich die Gefäße und diese füllen sich mit besser mit Blut. Wer diese Übung immer wieder mal durchführt, wird schnell feststellen, dass er innerhalb kürzester Zeit zur Ruhe kommt und neue Energien tanken kann. Damit lässt sich auch ohne viel Aufwand und ohne die Aufmerksamkeit der Kollegen auf sich zu ziehen, effektiv wieder Schwung in den stressigen Alltag bringen. Weitere Entspannungsübungen für den Büroalltag gibt es hier.

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  • Wie sicher sind Patientendaten?

    Wie sicher sind Patientendaten?

    Wer zum Arzt geht, der möchte neben einer effektiven Behandlung auch sicher sein, dass die persönlichen Daten und Diagnosen geschützt sind. Leider ist das nicht bei allen Ärzten der Fall, wie die Stiftung Warentest jetzt herausgefunden hat. Es wurden bei den Stichproben zum Teil eklatante Mängel festgestellt und sensible Daten der Patienten wurden einfach preisgegeben.

    Diskretion? Fehlanzeige!

    30 Arztpraxen hat die Stiftung Warentest auf den Prüfstand gestellt und bei der Hälfte der getesteten Arztpraxen gab es sehr große Lücken im Sicherheitssystem. So haben zum Beispiel Mitarbeiter der Ärzte ohne Weiteres am Telefon medizinische Daten über die Patienten verraten, und sensible Daten wie etwa Untersuchungsergebnisse, wurden unverschlüsselt per Mail verschickt. In drei von zehn Praxen konnten die Patienten im Wartezimmer mithören, was der Arzt mit einem anderen Patienten besprochen hat und telefonisch wurden Laborergebnisse mitgeteilt, ohne dass sich die Mitarbeiter überhaupt darüber informiert haben, wer am anderen Ende der Leitung ist.

    Verstöße sind strafbar

    Ärzte stehen unter Schweigepflicht und auch ihre Mitarbeiter haben sich verpflichtet, nichts über das, was sie tagsüber in der Praxis erleben, an andere weiter zu geben. Diese Schweigepflicht hat ihre Gründe, denn es könnten dem Patienten Nachteile entstehen, wenn der Arzt seine Diagnosen preisgibt. Nach dem Paragrafen 203 des Strafgesetzbuches kann ein Arzt, der sich nicht an die Schweigepflicht hält, zu einer Geldstrafe und in schweren Fällen auch zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden.

    Diskretion ist möglich

    Die Stiftung Warentest hat nicht nur Lücken im Sicherheitssystem vieler Arztpraxen entdeckt, sie zeigt auch, wie einfach Diskretion sein kann. So sollte, wenn die Räumlichkeiten es zulassen, der Anmeldungsbereich in einem separaten Raum sein, denn besonders bei der Anmeldung kann jeder mithören, wenn über andere Patienten gesprochen wird. Auch wenn die Patienten eine Nummer ziehen und nicht mit Namen aufgerufen werden, dann kann das zu mehr Diskretion in der Arztpraxis beitragen.

    Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

  • EU baut medizinische Korps auf

    EU baut medizinische Korps auf

    Die Ebola-Krise im vergangenen Jahr hat deutlich gemacht, dass es viel zu lange dauert, bis qualifizierte Hilfe vor Ort ist. Schon damals wurde der Ruf nach einer medizinischen Spezialeinheit laut und genau das will die EU jetzt in die Tat umsetzen. Die EU-Kommission plant eine „Weißhelm-Einheit“, so etwas wie eine schnelle Eingreiftruppe, die überall schnell vor Ort ist, wenn medizinische Hilfe gebraucht wird.

    Nicht nur Ärzte sind dabei

    Das neue Europäische Medizinische Korps, kurz EMK genannt, kann sowohl innerhalb Europas, aber auch auf anderen Kontinenten schnell vor Ort sein, um humanitäre Hilfe zu leisten. Neun Länder haben ihre Zusage für dieses medizinische Korps bereits gegeben, nämlich Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Deutschland, Frankreich, Tschechien, Finnland, Spanien und Schweden. Aus diesen Ländern werden dann die Teams gebildet, die im Notfall zum Einsatz kommen. In diesen Teams werden jedoch nicht nur Ärzte und Pflegepersonal zu finden sein, auch medizinische Koordinatoren, Logistiker, Laboranten, Pharmazeuten und Piloten werden dazu gehören. Alle Teams stehen unter dem Kommando des europäischen Katastrophenschutzes, an dem zur Zeit 33 Staaten beteiligt sind.

    Ein großes Vorbild

    Das Europäische Medizinische Korps arbeitet nach dem Vorbild der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“. Auch „Ärzte ohne Grenzen“ hat schnelle Eingreiftruppen, die immer zur Stelle sind, wenn sie irgendwo auf der Welt gebraucht werden. Anders als die internationale Organisation bleibt das EMK jedoch beweglich und baut keine festen Krankenstationen auf. Andere Länder, die sich dem Medizinischen Korps anschließen möchten, können das jederzeit tun, allerdings muss zunächst ein Zertifizierungsverfahren durchlaufen werden. Länder, die sich nicht aktiv beteiligen wollen, aber das Korps trotzdem unterstützen möchten, können das mit einer finanziellen Zuwendung tun.

    Wann das Europäische Medizinische Korps seinen Dienst antritt, ist noch nicht bekannt. Der zuständige Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Christos Stylianides, berät sich zurzeit noch mit anderen Hilfsorganisationen, wie zum Beispiel Oxfam International.

    Bild: © Depositphotos.com / andresr

  • Neue Studie – so gefährlich sind OP-Säle

    Neue Studie – so gefährlich sind OP-Säle

    Wer operiert werden muss, der möchte sich sicher fühlen. Wenn es allerdings nach einer neuen Studie geht, dann kann sich kein Patient mehr sicher fühlen, denn die Gefährdung in den deutschen OP-Sälen ist deutlich angestiegen. Es gibt Defizite bei der Hygiene, mangelhafte Organisation und zu wenig Personal.

    Kein gutes Zeugnis

    Laut der aktuellen Studie bekommen die OP-Säle in deutschen Krankenhäusern kein sonderlich gutes Zeugnis. Das OP-Personal ist unzufrieden, immer mehr Pfleger und Schwestern lassen sich krankschreiben, weil sie dem Stress nicht mehr gewachsen sind und nicht selten arbeitet in den OP-Sälen unqualifiziertes Personal. 61 % der OP-Pfleger und Schwestern beklagt zudem eine mangelnde Organisation und durch einen hohen Krankenstand ist das Personal nicht in jedem Krankenhaus ausreichend. Viele Pfleger und Schwestern haben das Gefühl, dass ihre Arbeit nicht mehr anerkannt wird und 43 % gaben bei der Studie an, sie würden ihren Beruf nicht noch einmal ergreifen.

    Hygiene – ein sensibles Thema

    Resistente Keime sind nicht erst seit heute in Thema, mit dem sich jedes Krankenhaus befassen muss. 34 % der für die Studie befragten Pfleger und Schwestern sind der Ansicht, dass sich die Hygienebedingungen deutlich verschlechtert haben. Das ist vielfach auch auf die zu dünne Personaldecke zurückzuführen. In diesem Zusammenhang und stellen auch nicht qualifizierte Mitarbeiter eine große Gefahr dar. In einigen Krankenhäusern gibt es außerdem einen großen Nachholbedarf bei der fachgerechten Hygiene im OP-Saal.

    Zu gewinnorientiert

    Es sind vor allem die Kliniken, die in privater Hand sind, bei denen die größten Mängel aufgetreten sind. Anders als Universitätskliniken arbeiten diese Krankenhäuser nur gewinnorientiert und die Patienten werden mehr als Kunden gesehen, die Geld einbringen. Teure Operationen ja, qualifiziertes Personal eher nein, denn gutes Personal kostet schließlich Geld und die Personalkosten schmälern die Gewinne. Solange dieses Denken vorherrscht, wird sich an den heiklen Themen so schnell nichts ändern.

    Bild: © Depositphotos.com / sudok1