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  • Gefährliche Blitzdiäten – schlank sein um jeden Preis?

    Gefährliche Blitzdiäten – schlank sein um jeden Preis?

    Zu wenig Bewegung und zu viel günstiges, ungesundes Essen sorgen dafür, dass Europas Bürger in den vergangenen Jahren stetig in die Breite gegangen sind. Selbst die WHO schlug im vergangenen Jahr Alarm und vermeldete für einige Länder, dass 2030 voraussichtlich kaum noch jemand normalgewichtig sein wird. Demnach werden fast die Hälfte aller Frauen und knapp zwei Drittel der Männer Übergewicht haben, besonders schlimm steht es dabei um Irland. Eine positive Entwicklung ist hingegen in den Niederlanden zu sehen. In Deutschland steigt die Anzahl der Übergewichtigen laut WHO ebenfalls, hierzulande sollen 2030 etwa 47 Prozent der Frauen (2010 waren es 44 Prozent) und 65 Prozent der Männer (2010 waren es 62 Prozent) übergewichtig sein. Weitere Details können beispielsweise bei der Wirtschaftswoche nachgelesen werden.

    Schnell und einfach – klappt das Abnehmen auf diesem Weg wirklich?

    Es überrascht bei diesen Zahlen kaum, dass viele Menschen sich um eine Gewichtsabnahme bemühen, nur selten wird dafür jedoch der gesunde und langfristige Weg gewählt. Viel verlockender sind hingegen die sogenannten Blitzdiäten, die mit schnellen Abnahmen locken und gleichzeitig eine Diät ohne Genusseinbußen versprechen. Wo eigentlich gesunde Ernährung und viel Bewegung auf dem Programm stehen sollten, wird das Essen stattdessen radikal gestrichen oder zu eher fragwürdigen Hilfsmitteln gegriffen. Vorbild sind hierbei oftmals die Hollywood-Stars, die nicht selten zwischen Über- und Untergewicht hin- und herpendeln, je nachdem, ob gerade ein Auftritt auf dem roten Teppich ansteht oder eben nicht. Auch der Einsatz verschreibungspflichtiger Medikamente oder sonstiger „Wunderpillen“, die sich auf dem Markt zahlreich tummeln, werden vielfach genutzt, um das Fett auf den Hüften schmelzen zu lassen.

    Die sogenannten Blitz- oder auch Crashdiäten sorgen in der Regel zwar tatsächlich für Erfolge, diese sind jedoch oft nur von kurzer Dauer und bringen zudem einige nicht zu unterschätzende Gefahren mit sich. Ernährungsberaterin Sonja Mannhard warnt, dass die Magerkuren den Körper unter Stress setzen und das System von Hunger und Sättigung durcheinander bringen. Dementsprechend sei es sehr viel besser, vor und während des Abnehmens seinen Körper und dessen Signale kennenzulernen.

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    Absurde und gefährliche Diäten im Trend

    Neben etlichen mehr oder weniger etablierten Diäten wie der Paleo- oder auch Steinzeit-Diät, der Low-Carb-Diät oder der Atkins-Diät, schaffen es Jahr für Jahr etliche neue Varianten auf den Markt. Viele von ihnen sind Modediäten und als solche nicht medizinisch untersucht. Sie versprechen meist eine ganz neue, bequeme oder besonders schnelle Art des Abnehmens, sind oftmals aber nicht ganz ungefährlich und schaden mehr als dass sie helfen. Der folgende Auszug zeigt, wie unterschiedlich es dabei zugehen kann – gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass im Grunde nahezu jede Crashdiät ihre Schattenseite hat.

    • Asthmaspray-Diät

    Angeblich soll Asthmaspray die Fettverbrennung anregen, indem es die Körpertemperatur erhöht. Tatsächlich gelten die enthaltenen Beta-2-Sympathomimetika als Anabolika und werden dementsprechend auch zum Doping genutzt, in hoher Dosierung wirken sie fettabbauend und muskelaufbauend. In den für Asthmatikern üblichen Dosen lässt sich dies in der Regel allerdings nicht erreichen, sodass sie zum Abnehmen nicht geeignet sind. Stattdessen haben sie insbesondere in hoher Dosierung massive Nebenwirkungen wie Muskelzittern und -krämpfe, Kopfschmerzen oder einen unregelmäßigen und schnelleren Herzschlag. Menschen, die ohnehin schon ein vorgeschädigtes Herz haben, begeben sich so mitunter sogar in Lebensgefahr.

    • Abführmittel-Diät

    Die Abführmittel-Diät funktioniert ganz einfach: Ein Mittel wie beispielsweise Glaubersalz wird eingenommen, nach dem automatisch ein abführender Effekt stattfindet. Danach fühlen sich die „Abnehmenden“ leichter und der Bauch ist flacher. Bei dieser Diät verlässt die Nahrung den Körper schneller, als dass dieser Energie herausziehen kann. Beliebt ist diese Form der Diät gerade bei jungen Mädchen, die sich über diese und weitere fragwürdige Tipps in Abnehm-Foren online austauschen. Wer seine Verdauung jedoch vorzeitig beschleunigt, kann auf diesem Weg nicht dauerhaft abnehmen. Allein schon deshalb, weil die betreffende Person nicht lernt, wie eine ausgewogene und richtige Ernährung funktioniert. Nach einem Absetzen des Abführmittels wird es daher schnell wieder zu dem bekannten Jojo-Effekt kommen. Wer darüber hinaus dauerhaft zu Abführmitteln greift, provoziert Störungen des Wasser- und Elektrolythaushalts, vor allem die großen Kaliumverluste sind hierbei zu nennen. Ebenso könnte der Körper früher oder später unter Nährstoffmangel leiden. Zwar wird die Waage zunächst tatsächlich weniger Körpergewicht anzeigen, dies wird aber vor allem am Wasserverlust liegen und spätestens am Ende der Kur folgt eine erneute Gewichtszunahme.

    • Rohkost-Diät

    Generell ist der Genuss von Rohkost nicht unbedingt negativ, immerhin ist rohes Gemüse gesund und sättigt meist besser als die gekochte Variante, da Gemüse viel Wasser enthält und es durch das Kochen viel Volumen einbüßt. Zudem muss rohes Gemüse länger gekaut werden, was ebenfalls für einen Sättigungseffekt sorgt.

    Quelle: Spiegel.de
    Quelle: Spiegel.de

    Dennoch gibt es auch Nachteile dieser Ernährungsform: Denn nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung leiden Rohköstler häufiger unter Nährstoffmangel, insbesondere Protein, Vitamin B12, D, B2, Kalzium und Zink sind davon betroffen. Grund dafür ist die Tatsache, dass auf Milchprodukte und Getreide verzichtet wird und auch kaum fettlösliche Vitamine zu sich genommen werden. Langfristig ist diese Ernährungsweise demnach nicht geeignet – an sich ist der Verzehr von Rohkost aber keineswegs schlimm und kann durchaus in den Alltag eingebaut werden, um hier und da eine Mahlzeit zu ersetzen oder täglich eine gewisse Menge gesundes Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.

    • Bockwurst-Wodka-Diät

    Diese absurd klingende Diätvariante war laut Zeitzeugen bereits in der DDR beliebt. Getrunken wird hierbei sowohl morgens als auch abends ein kleines Glas Wodka, mittags ein großes. Dazu wird mittags außerdem eine Bockwurst gegessen. Angeblich werden auf diese Weise weniger Kalorien zu sich genommen als verbraucht werden, dementsprechend entsteht ein Gewichtsverlust. Eine solch unausgewogene Ernährung macht jedoch nicht dauerhaft schlank und schadet zudem noch der Gesundheit, denn der regelmäßige Alkoholkonsum kann abhängig und sogar krank machen – schlimmstenfalls kann das Trinken zu Leberzirrhose und einer Fettleber führen, aber auch Organe wie Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel werden geschädigt. Nicht zuletzt könnte durch die einseitige Ernährung außerdem eine Mangelversorgung mit Nährstoffen entstehen.

    • Diäten der Hollywood-Stars

    Gefährliche-Blitzdiäten---schlank-sein-um-jeden-Preis4Gerade die Diven Hollywoods setzen so manches Mal auf gefährliche Diättrends, die zwar sehr effektiv, aber nur selten gesund sind. Laut Woman verlor Beyoncé beispielsweise innerhalb von wenigen Tagen vor dem Dreh des Films „Dreamgirls“ ganze neun Kilo. Dafür setzte sie auf das Master Cleanse System, bei dem 10 bis 45 Tage lang nur ein Getränk aus heißem Wasser mit etwas Zitronensaft, Ahornsirup und Cayennepfeffer getrunken wird. Die Methode ist durchaus gefährlich und provoziert regelrecht einen Jojo-Effekt, denn zwar ist die Flüssigkeitszufuhr hoch, doch der Körper hungert im Grunde. Gefährlich ist hierbei vor allem die Tatsache, dass die Stars als Vorbild herangezogen werden und insbesondere ihre jungen Fans beeinflussen.

    Crashdiät vs. gesunde Ernährung

    Gefährliche-Blitzdiäten---schlank-sein-um-jeden-Preis5Letztendlich ist festzuhalten, dass Crashdiäten zwar einen kurzfristigen Erfolg mit sich bringen, dauerhaft jedoch nur selten sinnvoll sind. Eine Veränderung der Gewohnheiten findet nicht statt, wenngleich eine Diät aber durchaus als kurzfristige Hilfestellung und Unterstützung in der Anfangsphase einer Ernährungsumstellung dienen kann. Hierbei sind es vor allem die schnellen Erfolge, die für Motivation und Durchhaltevermögen sorgen, langfristig betrachtet sollte im Anschluss jedoch eine echte Umstellung des Essverhaltens folgen. Eine solche nachhaltige Diät lebt laut des Fitnessexperten Peak.ag vor allem von drei Säulen – Motivation, Sport und Ernährung. Sie sind voneinander abhängig und bestimmen den Trainings- und Abnehmerfolg enorm. Wer Schwierigkeiten hat, einen ersten Einstieg in eine gesunde Diät zu finden, der kann sich außerdem an folgende Tipps halten:

    • Diättagebuch

    Viele Ernährungsexperten raten zu einem sogenannten Diättagebuch, in dem einfach alles aufgeschrieben wird, was konsumiert wird. So lässt sich die aktuelle Situation abschätzen und verbessern. Idealerweise werden die Aufzeichnungen von einem Experten analysiert, sodass die Basis für eine Ernährungsberatung geschaffen wird. Wichtig ist es im Anschluss, realistische Ziele zu setzen und sich auch über kleine Teilerfolge zu freuen. So steigt letztendlich auch die Motivation.

    • Diät in den Alltag integrieren

    Wer sich an einer Diät versucht, der sollte unbedingt darauf achten, dass sie sich in den Alltag einbinden lässt. Sind die Rezepte einfach umsetzbar? Lassen sich die Zutaten einfach besorgen? Welche Kosten bringt die Diät mit sich? Kann auf bestimmte Lebensmittel wirklich verzichtet werden? Auch hier sollte aber von Anfang an klar sein, dass kein Diätprogramm bei Gewichtsproblemen als dauerhafte Lösung zu betrachten ist. Sie können lediglich dabei helfen, die Ernährungsumstellung einzuleiten.

    • Stoffwechsel ankurbeln

    Nur selten reicht gesundes Essen für eine Abnahme aus, meist mangelt es auch an Bewegung. Hierbei ist aber nicht nur der gewählte Sport wichtig (der in erster Linie vor allem Spaß machen sollte), sondern auch eine gute Mischung aus Ausdauer und Krafttraining. Denn zwar sorgt Ausdauersport für einen besseren Stoffwechsel, ein trainierter Körper verbrennt jedoch mehr und tut dies vor allem auch im Ruhezustand.

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  • Seeding – ein neuer Geburtstrend aus Australien

    Seeding – ein neuer Geburtstrend aus Australien

    Wenn ein Kind geboren wird, dann ist das immer ein großer unvergesslicher Moment für alle, die an der Geburt beteiligt sind. Das gilt heute auch für Kaiserschnittgeburten, denn anders als früher bekommt die Mutter heute keine Vollnarkose mehr, es wird mithilfe einer periduralen Anästhesie, kurz PDA, nur der untere Teil des Körpers betäubt. Hat der Arzt das Kind aus der Gebärmutter gehoben, dann wird es der Mutter gezeigt oder gleich in den Arm gelegt. In Australien und den USA geschieht nach der Entbindung durch Kaiserschnitt aber noch etwas anderes, das sogenannte Seeding, was das kindliche Immunsystem stärken soll.

    Was genau ist Seeding?

    Seeding heißt aus dem Englischen übersetzt so viel wie verteilen oder auch säen. Bei dieser Methode wird das Kind ungefähr eine Stunde nach der Geburt von Kopf bis Fuß mit dem Scheidensekret der Mutter eingerieben. Eine Stunde vor der Kaiserschnittentbindung wird eine Mullbinde, die mit Salzwasser getränkt wurde, in die Vagina der Mutter gelegt. Unmittelbar vor dem Eingriff wird die Mullbinde, die sich mit dem Sekret vollgesogen hat, wieder entfernt und in einem luftdicht geschlossenen Behälter aufbewahrt. Ist das Kind geboren, dann werden sein Gesicht und sein Körper mit der Mullbinde abgerieben, zudem wird auch ein wenig der Sekretflüssigkeit in den Mund des Neugeborenen geträufelt. In einigen Kliniken werden die Kinder auch für kurze Zeit in die feuchte Mullbinde eingewickelt.

    Die Simulation der natürlichen Geburt

    Durch das Seeding sollen die Abwehrkräfte des Kindes gestärkt werden, die es bei einer vaginalen Geburt auf natürliche Art und Weise bekommt. Bei einer Kaiserschnittgeburt kommt das Kind nicht mit dem Scheidensekret der Mutter in Berührung, und da in Studien nachgewiesen wurde, dass Kaiserschnittkinder anfälliger für Infekte, aber auch für Allergien und Asthma sind, wird mit dem Seeding eine natürliche Geburt simuliert. Das mütterliche Scheidensekret enthält ca. 300 unterschiedliche Mikroorganismen, von denen die Mehrzahl für eine Stärkung des Immunsystems zuständig sind und diese Mikroorganismen werden durch das Seeding von der Mutter auf das Kind übertragen.

    Seeding in Deutschland noch kein Thema

    In Deutschland kommt mittlerweile jedes dritte Kind durch einen Kaiserschnitt zu Welt, Seeding ist aber in deutschen Operationssälen noch kein Thema. Viele Mediziner und auch viele Hebammen sind der neuen Methode aus Australien gegenüber skeptisch. Sie können zwar nachvollziehen, dass durch das Seeding die Immunabwehr des Kindes theoretisch gestärkt werden kann, aber es wird nach Meinung von deutschen Medizinexperten dazu mehr gebraucht, als nur die relativ kleine Menge an Sekret. Bei einer natürlichen Geburt kommt das Kind auf seinem Weg durch den Geburtskanal viel länger mit dem vaginalen Sekret der Mutter in Kontakt. Die wenigen Minuten, in denen das Kind mit der Mullbinde in Berührung kommt, reichen daher nicht aus, um einen kompakten und wirksamen Immunschutz aufzubauen.

    Wenig überzeugend und kaum erforscht

    Ob die neue Methode der Immunisierung tatsächlich funktioniert, darüber gibt es noch keine fundierten Berichte oder Studien. Die Universität New York hat 17 Kinder untersucht, von denen sechs natürlich und elf per Kaiserschnitt geboren wurden. Diese Studie ergab, dass die Kinder, die nach der Sectio mit dem Scheidensekret der Mutter abgerieben wurden, einen positiven Effekt mit ins erste Lebensjahr nehmen konnten. Aber selbst wenn die Studie positiv ausgefallen ist, für eine Langzeitstudie war die Zahl der Studienteilenehmer zu gering und die Studiendauer zu kurz. Um objektive und vor allem fundierte Ergebnisse erzielen zu können, muss die Zahl der Studienteilnehmer mindestens bei 1200 liegen und der Untersuchungszeitraum mehrere Jahre betragen. Kritiker sehen im Seeding jedoch noch einen negativen Aspekt, denn die Zahl der geplanten Kaiserschnittentbindungen könnte noch weiter steigen, weil sowohl die Mütter als auch die Mediziner und die Hebammen durch das Einreiben mit Scheidensekret darauf setzen, den Immunschutz der Kinder zu erhöhen.

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  • Mit Eukalyptusöl befreit durchatmen

    Mit Eukalyptusöl befreit durchatmen

    Wenn Kinder erkältet sind, dann können Eltern sie nur schwer aufheitern, eine Möglichkeit bieten Bonbons, die nach Eukalyptus schmecken. Das wohlschmeckende Eukalyptusöl ist perfekt, um die Atemwege zu befreien und die verstopfte Nase wieder zu öffnen, aber Eukalyptusöl kann nicht nur als Bonbon genascht werden, es ist auch ein gutes Mittel zum Inhalieren. Für alle, die erkältet sind, ist es zudem eine große Wohltat, wenn die Brust mit dem ätherischen Öl eingerieben wird. Eukalyptusöl hat jedoch noch andere Vorzüge, denn es kann unter anderem auch bei Verspannungen und bei rheumatischen Beschwerden helfen.

    Die Inhaltsstoffe von Eukalyptusöl

    In den Blättern des Eukalyptusbaumes, der unter anderem in Australien wächst, befinden sich 3,5 % ätherisches Öl. Dieses Öl besteht in der Hauptsache aus Cineol, aus Alpha-Pinen und aus Limonen, zusätzlich enthält Eukalyptusöl auch besondere Gerbstoffe und Eucalyptol. Der wichtigste Wirkstoff aber ist das Cineol, denn es wirkt unter anderem sehr entspannend und beruhigend auf die Muskulatur der Bronchien, auch die Oberflächenspannung der Lungenbläschen verändert sich und das sorgt für einen Gasaustausch, der sich wiederum beruhigend auf die Atemwege auswirkt.

    Perfekt für freie Atemwege

    Eukalyptusöl reizt die Nervenfasern und stimuliert die Flimmerhärchen, die sich in den Atemwegen befinden. Diese Flimmerhärchen sind schuld daran, dass sich Schleim festsetzen kann. Das Eukalyptusöl lockert die festsitzenden Sekrete auf und macht den Abtransport des Schleims aus den Bronchien und der Nasenschleimhaut einfacher und das Abhusten wird ohne Probleme möglich. Eukalyptusöl kann aber noch mehr, denn es stimuliert auch die Kälterezeptoren und bewirkt, dass die Nasenschleimhaut bei einer Erkältung abschwillt. Durch das Gefühl von Kälte in der Nase ist sie immer frei und man kann durchatmen. Eukalyptusöl ist auch deshalb ein hervorragendes Mittel bei Erkältungskrankheiten, da es die Fähigkeit besitzt, Keime abzutöten. Die Gerbstoffe töten die Viren und Bakterien und sorgen dafür, dass sich die empfindlichen Schleimhäute zusammenziehen und somit bietet die Oberfläche des Gewebes keine Angriffsfläche mehr für Krankheitserreger aller Art.

    Eukalyptusöl entspannt

    Auch wenn Eukalyptusöl die Haut im ersten Moment reizt, es fördert auch die Durchblutung der Haut und das trägt dazu bei, dass entzündliche Prozesse auf der Haut schneller abheilen können. Mit dieser Eigenschaft ist das Öl der Eukalyptusblätter ideal bei der Behandlung von rheumatischen Beschwerden, aber auch bei Verspannungen, wie sie zum Beispiel beim Sport entstehen.

    Viele verschiedene Anwendungsbereiche

    Eukalyptusöl kann auf vielfältige Weise verwendet werden. Es gibt das heilsame Öl in Form von Tabletten und Kapseln, es ist als Salbe erhältlich und auch als Tee und als Badezusatz sehr beliebt. Da Eukalyptus für unschönes Aufstoßen sorgen kann, sind magensaftresistente Kapseln zu empfehlen. Menschen, die mit der Leber Probleme haben, sollten jedoch vor der Einnahme der Kapseln mit ihrem Arzt sprechen.

    Die Diskussionen um das Eukalyptusöl

    Ätherische Öle, die wie das Eukalyptusöl Cineol, Alpha-Pine und Limonen enthalten, sind nicht erst seit heute in der Kritik. Schon seit längerer Zeit warnt unter anderem das Bundesumweltamt davor, mit Eukalyptusöl die Räume zu befeuchten. Das Bundesumweltamt muss aber auch einräumen, dass es nicht leicht ist, die gesundheitliche Wirkung richtig zu bewerten. Auf der anderen Seite hat die Stiftung Warentest keinerlei Bedenken, wenn es um Eukalyptusöl als ätherisches Öl für die Raumbefeuchtung geht.

    Vorsicht bei der Anwendung

    Bei der Anwendung von Eukalyptusöl sollten einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So sollten zum Beispiel Menschen, die unter Asthma oder unter einer chronischen Erkrankung der Atemwege leiden, da Öl nach Möglichkeit nicht einatmen, auch bei Erkrankungen der Galle und Leber sowie bei Entzündungen des Magens ist Eukalyptusöl gefährlich. Eukalyptusöl sollte zudem auf keinen Fall unverdünnt auf die Haut aufgetragen oder eingenommen werden. Kinder unter drei Jahren dürfen das Öl ebenfalls nicht einatmen, denn die Dämpfe können bei ihnen Atemnot verursachen.

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  • Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Akupunktur – wie Nadeln helfen können

    Kaum eine andere Heilmethode ist so alt wie die Akupunktur. In China haben Heiler Menschen schon vor 3000 Jahren mit Nadeln behandelt, aber erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam die traditionelle Akupunktur auch nach Europa. Heute findet diese sanfte Form der Schmerzbehandlung immer mehr Anhänger und wird immer öfter ergänzend zur Schulmedizin angewandt. Allerdings ist Akupunktur keine ganzheitliche Lösung für alle medizinischen Probleme, aber besonders in der Schmerztherapie werden mit den Nadeln beachtliche Erfolge erzielt.

    Was ist Akupunktur?

    Der Begriff Akupunktur kommt aus der lateinischen Sprache, acus bedeutet Nadel und punctio so viel wie stechen. Akupunktur basiert auf der traditionellen asiatischen Vorstellung, dass der Mensch von einer bestimmten Lebensenergie mit Namen Qi durchflossen wird. Diese Energie fließt über Leitbahnen, die sogenannten Meridiane und ist an 700 Punkten unter der Hautoberfläche erreichbar. 400 dieser Punkte können mit Akupunkturnadeln erreicht werden. In der chinesischen Medizin ist der Mensch nur dann wirklich gesund, wenn die Energieströme harmonisch fließen, aber wenn das Qi gestört ist, was bei Hitze, Kälte, bei falscher Ernährung oder auch bei seelischem Stress der Fall ist, dann kommt es zu Schmerzen und auch zu Krankheiten. Mithilfe von Akupunktur sollen die Blockaden im Fluss des Qi aufgehoben werden. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind die Organe keine festen anatomischen Einheiten, sie sind vielmehr eine Art Funktionskreise, die Zusammenhänge beschreiben. Ein Beispiel ist das Immunsystem, das keinem Organ zugeordnet werden kann.

    Was passiert bei einer Akupunkturbehandlung?

    Was genau im Körper passiert, wenn er mit Akupunkturnadeln behandelt wird, das konnte die Schulmedizin bis heute noch nicht feststellen. Aber es gibt einige interessante Studie, die herausgefunden hat, dass es beim Stich mit einer Akupunkturnadel im Gehirn zu einer größeren Ausschüttung von Substanzen kommt, die zum einen Schmerzen stillen und zum anderen die Stimmung aufhellen. Zu diesen als Glückshormone bekannten Substanzen gehören auch Serotonine und Endorphine.

    Die Behandlung mit Akupunktur

    Bei einer Behandlung mit Akupunkturnadeln werden dem Patienten je nach Bereich, kleine, sterile Einmal-Nadeln in die Haut gestochen. Diese Nadeln sind speziell geschliffen, damit der Patient keine Schmerzen verspürt. Möglich ist aber ein leichter Einstichschmerz, der aber schwächer ist als zum Beispiel der Einstich einer Spritze. Nach einer gewissen Zeit verspürt der Patient dann ein dumpfes Wärme- oder auch Schwergefühl rund um die Einstichstelle. Jede Nadel verbleibt in der Regel zwischen 20 und 30 Minuten in der Haut, und wenn es darum geht, bestimmte Reaktionen zu erzielen, dann werden besondere Techniken der Stimulierung vorgenommen. So können die Nadeln vor der Behandlung erwärmt werden, aber auch eine unterschwellige Stimulanz mit Reizstrom ist im Rahmen einer Akupunkturbehandlung möglich. Es gibt zudem auch erweiterte Verfahren wie die Akupressur, bei der die Akupunkturstellen mit den Fingern massiert werden. Bei der Laser-Akupunktur wird ein bestimmter Punkt nicht mit einer Nadel, sondern mit einem Laserimpuls behandelt.

    Bei welchen Beschwerden hilft Akupunktur?

    Laut der sogenannten Indikationsliste der Weltgesundheitsorganisation WHO kann Akupunktur nicht nur bei chronischen Schmerzen hilfreich sein, sondern auch bei Allergien, bei Problemen mit dem Magen-Darm-Trakt und bei Erkrankungen der Atemwege. In den letzten Wochen der Schwangerschaft können Akupunkturnadeln dafür sorgen, dass der Geburtsvorgang verkürzt wird und selbst bei Operationen sind die Nadeln schon als eine Art Betäubungsmittel zum Einsatz gekommen. Mehrere Studien haben zudem nachgewiesen, dass Akupunktur bei Übelkeit und Erbrechen zum Beispiel in den ersten Monaten einer Schwangerschaft hilft, und auch bei Arthrose in den Knie- und Ellbogengelenken hat sich Akupunktur bewährt. Kopf- und Rückenschmerzen können durch Akupunktur gelindert werden und auch bei Heuschnupfen sind die kleinen Nadeln eine große Hilfe. Allergisches Asthma, Tennisarm oder auch Menstruationsschmerzen – für alle diese Beschwerden ist Akupunktur eine sehr gute Alternative zur klassischen Schul- und Schmerzmedizin.

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  • Schwarzkümmelöl – gesund und immer noch geheimnisvoll

    Schwarzkümmelöl – gesund und immer noch geheimnisvoll

    Schwarzkümmel eilt der Ruf voraus, dass er alle Krankheiten besiegen kann, außer den Tod. Das scheint ein wenig übertrieben, aber selbst wenn es unwahrscheinlich klingt, Schwarzkümmelöl hat sehr viele sehr gute Eigenschaften. So soll Schwarzkümmelöl unter anderem gegen Geschwüre und gegen Diabetes, gegen Krebs und chronische Entzündungen sowie gegen Bakterien und Viren der unterschiedlichsten Art helfen. Der gute Ruf des Schwarzkümmels ist im Laufe der Zeit gewachsen, denn die kleinen schwarzen Körner, die dem Sesam sehr ähnlich sind, sind schon seit mehr als 2000 Jahren als Heilmittel populär.

    Ein guter Helfer seit langer Zeit

    Die wunderwirksamen Eigenschaften des Schwarzkümmels waren schon vor der neuen Zeitrechnung bekannt, aber nur in bestimmten Teilen dieser Welt. In Asien, in Afrika, in Nordamerika und auch im Vorderen Orient hat Schwarzkümmel schon immer einen guten Ruf gehabt, in der westlichen Welt ist der echte Schwarzkümmel, Nigella sativa, bis heute noch relativ unbekannt. Heute wenden sich immer mehr Menschen von Mitteln ab, die in den Labors der großen Pharmahersteller zusammen gemixt werden, sie vertrauen vielmehr der Heilkraft der Natur und damit auch dem Schwarzkümmel und dem Schwarzkümmelöl. Seit 1964 gibt es immer wieder Studien, die sich intensiv mit dem Thema Schwarzkümmelöl befassen und alle diese mittlerweile über hundert wissenschaftlichen Studien kommen zu dem Schluss, dass Schwarzkümmel sehr wirksam sein kann, wenn es um die Gesundheit geht.

    Welche Eigenschaften hat Schwarzkümmelöl?

    Die guten Eigenschaften, die dem Schwarzkümmel zugeschrieben werden, konnten in Studien nachgewiesen werden und diese Eigenschaften sind:

    • Entzündungshemmend
    • Antiviral
    • Antibakteriell
    • Blutdrucksenkend
    • Schmerzstillend
    • Entkrampfend
    • Antifungal
    • Antidiabetisch

    Darüber hinaus schützt Schwarzkümmelöl die Nieren und die Leber und es hilft bei Geschwüren. Schwarzkümmelöl wird bei der Langzeitbehandlung von Menschen eingesetzt, die vom Opium abhängig sind und es wird mit Erfolg gegen allergische Reaktionen eingesetzt, wie der Rhinitis, der Entzündung der Nasenschleimhaut. Schwarzkümmelöl lindert die schlimmsten Symptome bei Asthmaanfällen und kann den Blutdruck nicht nur senken, sondern auch dauerhaft regulieren. Nachgewiesen ist auch, dass Schwarzkümmel epileptischen Anfällen vorbeugen kann und auch bei Pilzbefall auf der Haut hat es sich auch bewährt.

    Hilft Schwarzkümmelöl auch gegen Krebs?

    Im Nahen Osten hat sich Schwarzkümmelöl im Laufe der Jahrhunderte einen guten Namen als natürliches Mittel gegen den Krebs gemacht. Moderne Untersuchungen haben jetzt den Beweis erbracht, dass bei Krebspatienten, die regelmäßig Schwarzkümmelöl eingenommen haben, das Wachstum der Tumore deutlich zurückgegangen ist. Besonders beim gefürchteten Darmkrebs kann Schwarzkümmelöl verhindern, dass sich die Krebszellen ausbreiten. Aber es gibt noch eine weitere Eigenschaft, die Schwarzkümmelöl als Mittel gegen Krebs so effektiv macht, denn das Öl aus dem echten Schwarzkümmel ist in der Lage, das Wachstum des Knochenmarks zu stimulieren. Bei anderen Krebsarten zerstört Schwarzkümmelöl die Tumorzellen und steigert dazu die Produktion der sogenannten B-Zellen, die für die Herstellung von Antikörpern zuständig sind.

    Wie kann Schwarzkümmelöl verwendet werden?

    Schwarzkümmel-Öl hat ein sehr würziges Aroma und einen angenehm leicht nussigen Geschmack. Schwarzkümmel wird aber nicht nur in Form von Öl, sondern auch gemahlen oder als ganzes Korn angeboten. In Salaten und auch vielen Fleischgerichten hat es einen verfeinernden Geschmack. Aber Schwarzkümmelöl kann auch mit Wasser verrührt und dann getrunken werden. Wer das Pulver verwenden möchte, der rührt den Schwarzkümmel ähnlich wie Chia-Samen an. Der Kümmel verwandelt sich dann in eine leicht klebrige Substanz, die ebenfalls getrunken werden kann. Alle, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, die können Schwarzkümmel als Ersatz für Eier zum Backen verwenden. Krebspatienten, die auf natürliche Mittel setzen, sollten dreimal am Tag einen Teelöffel Schwarzkümmelöl nehmen. Wer den Geschmack nicht mag, der darf einen Teelöffel Honig dazu geben, was das Ganze angenehm süß macht.

    Qualitativ besonders hochwertig ist wie beim Olivenöl auch, ein kalt gepresstes Schwarzkümmelöl das aus biologischen Anbau stammt, denn dieses Öl ist besonders wertvoll und gesund. Schwarzkümmelöl können Sie bequem online kaufen, zum Beispiel bei www.natrea.de.

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  • Natürlich heilen – wie wirksam ist Globuli?

    Natürlich heilen – wie wirksam ist Globuli?

    Schulmedizin oder Naturheilkunde? Für immer mehr Menschen stellt sich diese Frage nicht mehr, sie greifen gleich zu vermeintlich gesunden und sanften Naturheilmitteln. Homöopathie heißt das Zauberwort, denn nur was natürlich ist, das kann dem Körper auch nicht schaden. Vor allem Globuli, die kleinen Kügelchen aus Zucker erfreuen sich einer immer größeren Beliebtheit und das, obwohl nicht erst seit heute eine kontroverse Diskussion um Globuli entbrannt ist. Viele halten Globuli für das Allheilmittel schlechthin, für andere ist es schlicht Hokuspokus, um gutgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Was ist dran an den Kügelchen und haben sie überhaupt eine Wirkung?

    Was ist Globuli?

    Globuli hat weder einen Wirkstoff, noch ist es eine Arznei, es ist vielmehr eine Art Sammelbegriff für eine Form der Darreichung. In Globuli können Wirkstoffe enthalten sein, aber eben auch nicht. Aus dem Lateinischen übersetzt heißt Globuli Kügelchen, was sich auf die Größe von 0,5 bis 1,5 Millimetern bezieht, der Inhalt besteht in der Regel mehr oder weniger aus reinem Rohrzucker. Wenn sich in Globuli ein Wirkstoff befindet, dann ist er oftmals so verdünnt, dass er sich kaum noch nachweisen lässt. Für die Kritiker ist damit der Placebo-Effekt erfüllt, die Globuli Befürworter sehen darin die hohe Wirksamkeit der kleinen Kugeln, denn je geringer die Dosierung, desto höher die Wirkung. Das klingt ein bisschen verrückt, denn schließlich ist es die Dosierung eines Wirkstoffs, die die Heilung letztendlich ausmacht.

    Das Gedächtnis des Wassers

    Globuli kommt vor allem bei chronischen, aber auch bei psychosomatischen Erkrankungen zum Einsatz und wird gerne bei Schmerzen, Asthma, Allergien wie beispielsweise Heuschnupfen, aber auch bei Magenbeschwerden, Schlafstörungen, Depressionen und Angstzuständen eingenommen. Dabei vertrauen diejenigen, die Globuli einnehmen, dem Wasser, was angeblich ein gutes Gedächtnis hat und mit dessen Mitwirkung sich Globuli im Körper entfalten soll. Bei denjenigen, die Globuli für blanken Unsinn halten, sorgen diese verwirrenden Thesen für Kopfschütteln.

    Globuli wird immer beliebter

    Auch wenn bekannt ist, dass Globuli nur aus Zucker besteht, jeder vierte Deutsche nimmt die kleinen Kügelchen und ist von seiner Wirkung überzeugt. Mehr als die Hälfte der Deutschen gab im Rahmen einer Befragung an, schon einmal ein homöopathisches Mittel wie Globuli ausprobiert zu haben. Aus klinischer Sicht hat Globuli keinerlei Wirkung und trotzdem übernehmen mittlerweile sogar einige Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung mit Globuli. Wenn Globuli tatsächlich eine Wirkung hat, dann beruht diese lediglich auf dem Zufallsprinzip, auf Spontanheilung oder auf Geduld. Auch der Placebo-Effekt hilft dabei, das Phänomen Globuli zu erklären, denn ob eine Arznei wirkt oder nicht, das hängt auch mit der psychischen Verfassung des Kranken zusammen. Die Selbstheilungskräfte spielen ebenfalls eine große Rolle, denn wer fest an etwas glaubt, in diesem Fall an die Wirkung von Globuli, der wird keine Beschwerden mehr haben.

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