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  • Leukämie – Ursachen, Symptome, Behandlung

    Leukämie – Ursachen, Symptome, Behandlung

    Leukämie, umgangssprachlich auch Blutkrebs genannt, gehört zu den eher selten auftretenden Krebserkrankungen, das macht Leukämie aber nicht weniger gefährlich. Streng genommen handelt es sich bei Leukämie nicht nur um eine einzige Krankheit, sondern um verschiedene Krankheitsbilder, die eines gemeinsam haben, sie betreffen immer die blutbildenden Systeme im Körper. Welche Ursachen hat die Leukämie, welche Symptome treten auf und wie wird Leukämie behandelt?

    Die Ursachen für Leukämie

    Wird eine Leukämie diagnostiziert, dann findet im Körper ein Prozess statt, bei dem sich die weißen, noch unreifen Blutkörperchen, die sogenannten Leukozyten, unkontrolliert vermehren und die roten Blutkörperchen, die unter anderem den Sauerstoff durch den Körper transportieren, sowie die blutbildenden Stammzellen immer weiter verdrängen. Die Wissenschaft hat bis heute keine Erklärung dafür, warum die weißen Blutkörperchen außer Kontrolle geraten und so eine Leukämie auslösen. Chemikalien können eine auslösende Ursache sein, aber auch energiereiche Strahlung, wie sie zum Beispiel in der Nähe von Atomkraftwerken auftritt, steht im Verdacht, Leukämie auszulösen. Umstritten ist, ob auch das Rauchen einer der Verursacher sein kann.

    Die Symptome

    Müdigkeit, ein Gefühl der Abgespanntheit und auch verminderte Leistungsfähigkeit gehören zu den häufigsten Symptomen einer Leukämie. Es gibt aber auch unspezifische Symptome wie starker Nachtschweiß, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, die auf eine Leukämie hindeuten. Kommt es zu einem Mangel an roten Blutkörperchen, dann wird weniger Sauerstoff in die Organe transportiert und das hat Symptome wie Atemnot, Blässe und Schwindel zur Folge. Da auch das Immunsystem angegriffen wird, sind die Betroffenen anfälliger für Infekte aller Art und der Mangel an Blutplättchen macht sich durch Entzündungen des Zahnfleisches, blaue Flecken und durch häufiges Nasenbluten bemerkbar. Setzen sich die Leukozyten in den Organen fest, dann schwellen die Lymphdrüsen an, die Milz und die Leber sind vergrößert, was zu Schmerzen im Bauchbereich führt.

    Die Behandlung bei Leukämie

    Um die Diagnose Leukämie stellen zu können, muss der Arzt zunächst ein großes Blutbild machen. Sind die Symptome und das Blutbild nicht eindeutig, dann wird bei lokaler Betäubung eine Probe des Knochenmarks entnommen und untersucht, in der Regel aus dem Beckenknochen. Steht die Diagnose dann fest, werden die meisten Leukämie Formen mit einer zyklischen Chemotherapie behandelt. Die sehr aggressiven Medikamente, sogenannte Zytostatika, greifen die Zellen an, die sich sehr häufig teilen, wie das bei Leukämiezellen der Fall ist. Aber leider werden nicht nur die kranken, sondern auch die gesunden Zellen angegriffen und das führt zu den typischen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall. Auch wenn die Therapie viele Nachteile hat, sie ist nach wie vor das beste Mittel, um die Leukämie in den Griff zu bekommen.

    Auch die Stammzellentherapie ist eine Möglichkeit, um die Leukämie erfolgreich zu behandeln. Bei dieser Therapie werden dem Patienten gesunde Stammzellen übertragen, die entweder aus Knochenmark oder durch fremdes gewonnen werden Blut. Um Stammzellen übertragen zu können, muss zuvor das Immunsystem des Leukämiekranken komplett zerstört werden, was mit einer äußerst aggressiven Chemotherapie erreicht wird. Findet sich ein geeigneter Spender, dann bekommt der Kranke dessen Stammzellen in Form einer Bluttransfusion. War die Transfusion erfolgreich, dann beginnen die neuen gesunden Zellen, frische rote Blutkörperchen zu produzieren, ein Prozess, der ca. drei Wochen dauert.

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  • Lungenentzündung: Symptome der Erkrankung

    Lungenentzündung: Symptome der Erkrankung

    Eine Lungenentzündung klingt für viele Menschen eher harmlos und wird nicht selten von Patienten verschleppt, weil diese denken, unter einem einfachen Husten oder einer Grippe zu leiden. Tatsächlich aber ist die Lungenentzündung in vielen Industrieländern die Infektionskrankheit, die am häufigsten zum Tode führt. Die Symptome der Krankheit sind oft unterschiedlich und davon abhängig, welcher Erreger die Krankheit verursacht hat. Man spricht in diesem Zusammenhang von typischen und atypischen Krankheits-Symptomen.

    Eine klassische Lungenentzündung, von Medizinern auch als Pneumonie oder Bronchopneumonie bezeichnet, hat im Anfangsstadium meist grippeähnliche Symptome und wird deswegen nicht immer sofort als Infektion des Lungengewebes diagnostiziert.

    Die Anzeichen einer typischen Lungenentzündung, die meist durch Bakterien wie Pneumokokken und Streptokokken hervorgerufen wird, kommen in der Regel sehr plötzlich und treffen den Patienten mit voller Wucht.

    Die Symptome, die am häufigsten auftreten, sind:

    • Starkes Fieber bis zu 40°
    • Schüttelfrost
    • Husten
    • Pulsrasen
    • Eitriger, gelb-grünlicher Auswurf, der auch mit Blut vermischt sein kann
    • Atemnot
    • Schnelles, flaches Atmen
    • Schmerzen beim Atmen, die bis in den Unterbauch strahlen können

    Diese Symptome erinnern stark an eine Grippe. Aus diesem Grund wird eine Lungenentzündung häufig nicht erkannt. Das kann schwere Folgen haben, die im schlimmsten Fall zum Tod führen. Wenden Sie sich daher unbedingt an einen Arzt, wenn Sie die Vermutung haben, an einer Lungenentzündung zu leiden.

    Neben der typischen Lungenentzündung gibt es auch eine atypische, die durch ganz bestimmte Bakterien und Viren hervorgerufen wird. Diese Form der Lungenentzündung kann sogar noch gefährlicher sein, weil die Symptome noch schwieriger auf die Erkrankung hinweisen. Diese sind:

    • Leichte Erhöhung der Körpertemperatur
    • Trockener Husten

    Man spricht in diesem Fall häufig auch von einer „kalten“ Pneumonie, die nicht selten übersehen und nicht richtig auskuriert wird. Auch hier können sich schwere Folgeerscheinungen und Beschwerden einstellen. Im Falle dieses atypischen Krankheitsverlaufs, der häufig für eine harmlose Erkältung gehalten wird, ist es wichtig, dass sie darauf achten, wie lang Symptome wie Husten, Rückenschmerzen, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb und Schlappheitsgefühl anhalten. Erstrecken sich diese über einen längeren Zeitraum und lassen sich nicht mit herkömmlichen Erkältungsmedikamenten behandeln, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich untersuchen lassen.

    Lungenentzündung Symptome bei Kindern

    Bei Kindern entwickelt eine Lungenentzündung noch ganz andere Symptome als bei Erwachsenen. Die Kleinsten leiden häufig an einem stark aufgeblähtem Bauch sowie Kopf- und Gliederschmerzen, die das Krankheitsbild nochmals verschlimmern. Auch Trink- und Sprechunlust sind typische Anzeichen einer Lungenentzündung bei Kindern. Im Falle einer „kalten“ Pneumonie haben Kinder sehr häufig kalte Hände. Eltern müssen in diesem Fall besonders aufmerksam sein, da die Symptome nicht sofort auf eine Erkrankung der Atmungsorgane hinweisen.

    Risiko-Gruppen und die Gefahren einer verschleppten Lungenentzündung

    Einige Personen-Gruppen sind besonders stark von Lungenentzündungen und ihren Auswirkungen betroffen. Dazu gehören unter anderem:

    • Rentner
    • Menschen mit einer chronischen Lungen-Erkrankung
    • Menschen mit einer Immun-Abwehrschwäche

    Die Betroffenen leiden nicht nur noch mehr unter den Symptomen, sondern sind auch allgemein anfälliger für eine Lungenentzündung. Aus diesem Grund bezahlen die Krankenkassen in der Regel eine Impfung gegen die Infektionskrankheit, die für gesunde Menschen kostenpflichtig ist.

    Die Behandlung einer Lungenentzündung erfolgt in aller Regel durch Antibiotika, die Sie vom Haus- oder Lungenarzt verschrieben kriegen. Wir die Entzündung des Lungengewebes nicht behandelt, können sich andere Komplikationen und Krankheiten einstellen, da sich die Bakterien, die für die Infektion verantwortlich sind, ungestört im Körper ausbreiten können. Zu diesen gehören unter anderem:

    • Mittelohrentzündung
    • Hirnhautentzündung
    • Entzündung des Lungenfells
    • Entzündung des Herzmuskels -> lebensbedrohlich!
    • Wasseransammlung in der Lunge
    • Blutvergiftung
    • Lungenabszess

    Um den Folgen einer verschleppten Lungenentzündung zu entgehen, ist es besonders wichtig, dass Sie sich und Ihrem Körper ausreichend Ruhe gönnen. Der größte Fehler ist, zu früh wieder zur Arbeit zu gehen.

    Die Symptome einer Lungenentzündung sind oft schwer zu deuten. Besonders die atypische „kalte“ Pneumonie wird oft sehr spät erkannt und kann dann nur schwer behandelt werden. Achten Sie daher immer auf die Anzeichen – besonders, wenn Sie zu einer der Risiko-Gruppen gehören.

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  • Keuchhusten – Ursachen, Symptome und Behandlung

    Keuchhusten – Ursachen, Symptome und Behandlung

    Keuchhusten, im Fachjargon Pertussis genannt, galt sehr lange Zeit als klassische Kinderkrankheit. Der starke Husten, der mit schwerem Luftholen und einem rasselnden Atemgeräusch verbunden ist war gefürchtet, weil er bei Kindern unter sechs Monaten zum plötzlichen Tot durch Atemstillstand führen kann. Mittlerweile werden die meisten Kinder gegen Keuchhusten geimpft. Dafür ist die Krankheit bei Erwachsenen immer mehr auf dem Vormarsch. 92 % allen Erkrankten sind Erwachsene.

    Ursache Keuchhusten: Bakterien in den oberen Atemwegen

    Keuchhusten ist eine Erkrankung der oberen Atemwege. Die Ursache hierfür sind Bakterien, die über Nase und Mund in die Atemwege gelangen. Es ist wichtig, zu wissen, dass die Bakterien über Tröpfchen auf andere übertragen werden können. Dies erfolgt meist durch Husten, Niesen oder Sprechen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass Sie sich im Falle einer Keuchhusten-Erkrankung von großen Menschenansammlungen fern halten und sich regelmäßig die Hände waschen. Auch das Thema „hygienisches Husten“ spielt hierbei eine große Rolle. Halten Sie sich beim Husten niemals die Hand vor den Mund sondern nutzen Sie ein Taschentuch oder den Ellenbogen.

    Keuchhusten Symptome: Nicht nur starker Husten

    Keuchhusten hat mehrere Symptome. Diese sind:

    • Starker, anfallartiger Husten
    • Schweres Luftholen
    • Keuchendes Geräusch beim Atmen nach dem Husten
    • Übelkeit
    • Würgen
    • Erbrechen

    Die Krankheit kann sich über mehrere Wochen und gar Monate hinziehen und wird in drei Stadien unterteilt. Während Patienten in der Anfangszeit, die meist ein bis zwei Wochen andauert, unter mäßigem Husten in Kombination mit Schnupfen leiden, verschlimmert sich der Zustand im Laufe der Zeit immer mehr. Im zweiten Stadium, das wiederum vier bis sechs Wochen dauert, treten die typischen, sehr starken Hustenanfälle auf, die häufig von Übelkeit und Würgereiz bis hin zum Erbrechen gefolgt werden. Auch das keuchende Geräusch beim Atmen beginnt in dieser Phase. In der dritten Phase klingen die Symptome schließlich allmählich ab. Die Genesung kann bis zu weiteren zehn Wochen dauern.

    Bei Kindern kommen zu den normalen Symptomen häufig noch Fieber und andere alterstypische Beschwerden wie glasige Augen und Weinerlichkeit hinzu.

    Während der Keuchhusten bei den Kleinsten meist eindeutig klassifiziert werden kann, können Erwachsene die Erkrankung oft nicht von einem herkömmlichen Husten unterscheiden. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Wird eine Keuchhusten-Erkrankung nicht behandelt, können weitere Krankheiten und Komplikationen auftreten. Hierzu gehören unter anderem:

    • Lungenentzündung
    • Mittelohrentzündung
    • Hirnhautentzündung
    • Starke Gewichtsabnahme
    • Rippenbrüche
    • Vorübergehende Harninkontinenz

    Die verschiedenen Entzündungen treten auf, weil sich die Bakterien, die zunächst nur die oberen Atemorgane befallen haben, ungehindert auf die anderen Organe ausbreiten können. Aus diesem Grund ist eine ärztliche Behandlung im Falle von Keuchhusten unverzichtbar.

    Behandlungsmethoden: Antibiotika und Inhalation

    Hierbei wird unterschieden, ob die Krankheit frühzeitig oder zu spät diagnostiziert wurde. Im frühen Stadium, in dem der Husten noch verhältnismäßig schwach ist, kann Keuchhusten gut mit Antibiotika behandelt werden. Diese werden Ihnen von Ihrem Arzt verschrieben. Wurde die Krankheit jedoch erst später festgestellt, ist die Behandlung mit einem Antibiotikum zwecklos. Die Bakterien haben sich in diesem Fall schon zu stark vermehrt und können nicht mehr durch Medikamente bekämpft werden. In diesem Fall kann Keuchhusten nur noch dahingehend behandelt werden, die Symptome zu lindern. Patienten wird empfohlen, viel zu inhalieren und hustenstillende Medikamente einzunehmen. Außerdem hilft eine strickte Bettruhe dabei, möglichst bald wieder gesund zu werden.

    Wird eine Keuchhusten-Krankheit „verschleppt“, kann dies zu den weiter oben bereits genannten Komplikationen führen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihrem Körper genügend Ruhe gönnen und ihm Zeit geben, um sich ausreichend zu regenerieren.

    Auch wenn Keuchhusten noch bis vor einigen Jahren als eine klassische Kinderkrankheit galt, sind es heute besonders Erwachsene, die von dem schweren Husten betroffen sind. Grund hierfür ist, dass Kinder zwar meist gegen die Krankheit geimpft werden, dieser Impfschutz jedoch mit den Jahren verfliegt und nicht aufgefrischt wird. Achten Sie deswegen immer darauf, dass die letzte Impfung nicht allzu lange her ist. Das gilt besonders für Frauen im gebärfähigen Alter und Menschen, die viel Kontakt zu kleinen Kindern haben.

    Bild: © Depositphotos.com / SIphotography

  • Nachtschweiß ist nicht immer ungefährlich

    Nachtschweiß ist nicht immer ungefährlich

    Im Sommer kennen die Problematik viele: der Schlafanzug klebt am Körper, die Matratze ist manchmal sogar leicht feucht und man findet einfach keinen richtigen Schlaf. Neben den äußeren Bedingungen wie hohe Temperaturen, die auch in der Nacht nicht zurückgehen oder aber dicke Decken, kann auch eine harmlose Erkältung zu den unangenehmen schwitzigen Attacken führen. Trifft keine dieser Indizien zu und hält die übermäßige Schweißproduktion jedoch über einen längeren Zeitraum hat, sollte einen Arzt konsultieren, immerhin kann auch eine ernsthafte Erkrankung hinter dem Symptom verborgen sein.

    Alltags- und Schlafgewohnheiten spielen eine große Rolle

    Meist ist es nicht gerade eine Herausforderung, die Ursache zu finden, wenn man in der Nacht mehr schwitzt als normal und vielleicht dadurch sogar schlecht schläft. Neben den sommerheißen Nächten kann es im Winter auch der auf die Höchsttemperatur eingestellte Heizkörper im Schlafraum sein oder aber eine zu lange Partynacht. Übermäßiger Alkoholkonsum begünstigt Schwitzen ebenso wie zu scharfes Essen. Auch seelische Probleme wie Kummer, Ärger oder sogar Ängste bringen nachts den Körper in Wallung. Wichtig zu wissen ist, dass auch zu kalte Räume für übermäßige Schweißproduktion sorgen.

    Nachtschweiß im medizinischen Sinn ist klar definiert

    Wer an Nachtschweiß im medizinischen Sinn leidet, leidet unter so starkem Schwitzen, dass Pyjama und vielleicht sogar das Betttuch etwas durchnässt sind. Manche wachen dadurch auf und duschen in der Nacht und ziehen sich frische Wäsche an. Aufgrund der Schlafstörung sind sie morgens unausgeschlafen und erschöpft. Nächtliche Schwitzattacken unterscheiden sich ganz klar von anderen Störungen in der Schweißproduktion. Mediziner sprechen dann von sogenannter Hyperhidrose, also übermäßiger Schweißproduktion am ganzen Körper oder auch nur an bestimmten Körperstellen wie etwa den Händen oder Füßen. Schwitzt der Betroffene vor allem während der Nacht, spricht man von nächtlicher Hyperhidrose. Die Ursachen dafür können laut Experten entweder seelische Probleme, Stoffwechselerkrankungen oder aber Tumore sein.

    Übermäßiger Stress fördert Schwitzen in der Nacht

    Nachts fehlen die Ablenkungen des Alltags, weshalb nicht bewältigte Probleme, Stress oder aber auch individuelle Ängste sich gerade dann ihren Weg in den Vordergrund bahnen. Damit arbeitet das Unterbewusstsein auf Hochtouren. Auch Albträume lassen das Herz schneller schlagen und beschleunigen den Atem, womit der Betroffene in der Folge auch zu schwitzen beginnt. Auch Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Über- oder Unterfunktionen der Schilddrüse können zu feuchten Schlafanzügen führen, ebenso wie Diabetes und Gicht sowie Fettstoffwechselstörungen. Bei Frauen kommt die Option dazu, dass sie während der Wechseljahre immer wieder unter Schweißausbrüchen leiden können. Hier hilft eine Überprüfung des individuellen Hormonstatus. Eine dritte mögliche Ursache für Nachtschweiß kann auch eine Tumorbildung im Körper sein. Dies ist zwar verhältnismäßig selten, doch als Auslöser muss es während einer medizinischen Diagnose auch in Betracht gezogen werden. Meist treten die nächtlichen Schweißattacken in Kombination mit Fieberschüben, einer plötzlichen Gewichtsabnahme oder aber Appetitlosigkeit auf.

    Auch die Herzfunktion in Augenschein nehmen

    Kommen zum Nachtschweiß Symptome wie Herzrasen oder Atembeschwerden, ist dies ein absolutes Warnsignal. Dann kann nämlich eine gefährliche Herzinnenhautentzündung vorliegen. Deshalb ist hier der Gang zum Facharzt unbedingt notwendig, um Schlimmeres zu vermeiden. Schwitzen ältere Personen besonders während der Nacht sehr stark, sollte der behandelnde Mediziner immer auch eine Lungenentzündung ins Auge fassen. Denn gerade bei Menschen, die einer höheren Altersgruppe angehören, fällt Fieber oder erhöhte Temperatur als typisches Merkmal einer Lungenentzündung oft aus. Damit kann nächtliches Schwitzen ein diesbezügliches wichtiges Indiz darstellen. Vor allem dann, wenn es in Kombination mit Husten, Abgeschlagenheit und Schmerzen beim Atmen auftritt, sollte der Betroffene schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen und sich einer entsprechenden Behandlung unterziehen.

    Experten raten ohnehin, dass sich jeder, der – abgesehen von heißen Sommernächten – plötzlich stark und vermehrt schwitzt, dies ärztlich abklären lassen sollte. Meist ist dies nämlich ein Indiz dafür, dass eine ernsthafte Krankheit vorliegt, die untersucht bzw. in der Folge entsprechend behandelt werden sollte.

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  • Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Richtiges Verhalten bei Nasenbluten

    Wer schon einmal Nasenbluten gehabt hat, der weiß, dass es meist viel schlimmer aussieht als es eigentlich ist. Das ist auch der Grund, warum viele in Panik geraten, wenn die Nase blutet und zu Mitteln greifen, die nicht sonderlich geeignet sind, das Nasenbluten zu stoppen. Es sind meist nur Kleinigkeiten, die die Nase zum Bluten bringen, eine zu trockene Nase im Winter, heftiges Schneuzen, Niesen oder auch ein zu spitzer Fingernagel sorgt für blutende Nasen, und wenn es dazu kommt, dann ist das kein Grund, unüberlegt zu reagieren.

    Gut durchblutet

    Die Nase gehört zu den Körperteilen, die am meisten durchblutet werden. Der Grund für diese üppige Durchblutung ist ein dichtes Netz an Gefäßen, das auf der Nasenscheidewand liegt. Dieses Netz liegt vorne an der Nase und trägt den etwas seltsamen Namen Locus Kiesselbach, nach seinem Entdecker, einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt aus dem 19. Jahrhundert. Das Netz, das aus vielen feinen Adern und Venen besteht, ist eine Art Schwellkörper und für eine ausgeglichene Temperatur zuständig, die für die Atemluft sehr wichtig ist. Über das Netz spannt sich eine sehr dünne Schleimhaut und diese Schleimhaut ist sehr empfindlich.

    Wenn die Nase blutet, dann meist an dieser Stelle, und so schnell, wie das Nasenbluten begonnen hat, so schnell hört es auch wieder auf. Wenn aber die Nase ohne einen ersichtlichen Grund heftig blutet oder wenn sich das Nasenbluten in regelmäßigen Abständen wiederholt, dann steckt eventuell eine andere Ursache dahinter, und in diesem Fall sollte immer ein Arzt aufgesucht werden.

    Was tun bei Nasenbluten?

    Wenn die Nase blutet, dann heißt es Ruhe bewahren und nicht in Panik zu verfallen. Aufrechtes Sitzen ist sehr wichtig und wenn das nicht möglich ist, dann sollte man zumindest den Oberkörper hoch lagern. Der Kopf muss nach vorne gebeugt und die Stirn abgestützt werden, damit das Blut aus der Nase abfließen kann. Wenn möglich, sollte entweder ein Tuch oder aber ein Gefäß unter die Nase gehalten werden. Wichtig ist, dass der Betroffene ruhig und gleichmäßig durch den Mund atmet.

    Eine effektive Hilfe ist auch der sogenannte Nasenflügeldruck. Mit Daumen und Zeigefinger wird der blutende Nasenflügel für fünf bis zehn Minuten fest zusammengedrückt. Der Druck sollte erst dann gelöst werden, wenn die Nase nicht mehr blutet. Wenn die Nase aber nach einer Verletzung geschwollen oder verformt ist, dann ist der Nasenflügeldruck keine gute Idee, denn wenn die Nase gebrochen ist, dann wäre der Druck wenig hilfreich und dazu auch noch sehr schmerzhaft. Auch das Kühlen der Nase durch einen Eisbeutel oder ein feuchtes kaltes Handtuch ist eine gute Idee, denn durch die plötzliche Kälte ziehen sich die Blutgefäße wieder zusammen und die Blutung wird zum Stillstand gebracht.

    Welche Maßnahmen sind falsch?

    Immer wieder kommt es bei Nasenbluten zu falschen Maßnahmen, die das Leiden der Betroffenen nur noch schlimmer macht. So ist es vollkommen falsch, den Kopf nach hinten in den Nacken zu legen, denn dann wird das Blut verschluckt und das löst Übelkeit, Brechreiz und heftige Magenschmerzen aus. Auch flach hinlegen kann gefährlich sein, denn dann kann das Blut in die Atemwege gelangen, was schwere Konsequenzen nach sich zieht. Auf keinen Fall sollten die Nasenlöcher mittels Taschentüchern, Mullstreifen, Watte oder etwas Ähnlichem verstopft werden. Werden diese Stopfen wieder herausgenommen, dann besteht die große Gefahr, dass die Nase wieder anfängt zu bluten. Ist die Blutung zum Stillstand gekommen, dann ist es keine gute Idee, die Nase sofort wieder zu putzen, denn auch noch Stunden nach dem Nasenbluten kann immer noch Druck im Locus Kiesselbach aufgebaut werden und der Schorf aus getrocknetem Blut reißt wieder auf, die Nase beginnt erneut zu bluten.

    Sollte die Nase nach 20 Minuten nicht aufhören zu bluten, dann muss ein Arzt aufgesucht werden.

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  • Das gesundheitliche Risiko von Schimmel

    Das gesundheitliche Risiko von Schimmel

    Immer wieder klagen Immobilienbesitzer und Bewohner über Schimmelbefall an den Wänden. Konkret versteht man darunter eine Ausbreitun von Pilzen, die sich bei starkem Wachstum als weiße, aber auch bläulich oder grünlich gefärbte Beläge sichtbar machen. Grundsätzlich kommen Schimmelpilze als Mikroorganismen in der Umwelt ganz natürlich vor. Durch eine Übertragung der Sporen durch die Luft gelangen sie in Wohnungen und können sich dort fast überall niederlassen und einnisten.

    Ursachen sind klar definiert

    Wer Schimmel in der Wohnung hat, hat immer irgendwo einen überhöhten Feuchtigkeitsanteil an den betreffenden Oberflächen. Dies können normale Wasserschäden wie bei einem Rohrbruch im Keller oder eine undichte Wasserleitung in der Küche sein. Manchmal sind es aber auch ungünstige Lüftungs- und Heizungsbedingungen, die Schimmelbefall auslösen können. Vor allem während der warmen Jahreszeit kann es im Kellerbereich sowie während des Winters rund um die Fensterbereiche und an den Außenwänden kann es dazu kommen, dass sich Kondensfeuchte bildet. Deshalb ist ausreichendes Heizen bzw. regelmäßiges Lüften enorm wichtig, um die Ausbreitung der Sporen zu unterbinden und dem Schimmelpilz keine guten Lebensbedingungen zu bescheren. Immer wieder kommt es aber auch vor, dass baubedingte Mängel Schuld für Schimmelbefall. Die sogenannten Wärmebrücken, die sich aufgrund von fehlender oder schlechter Isolierung an den Außenwänden bilden kann, ist Ursache für den Pilz.

    Die gesundheitlichen Risiken bei Schimmel sind enorm

    Die harmloseste Form der Beeinträchtigung bei Schimmelbefall ist eine Geruchsbelästigung in den entsprechenden Räumen. Ist die Konzentration des Pilzes jedoch um einiges höher, kommt die giftige Wirkung zur Entfaltung. Diese löst vor allem allergische Reaktionen aus, die sich durchaus erheblich auf die Gesundheit auswirken können. Beginnend bei verstopfter Nase oder Schnupfen, kann es auch zu entzündeten Augen und zu Husten kommen. Wird der Ursache nicht auf den Grund gegangen und bleibt der Schimmel bestehen, kann Asthma eine Folgeerkrankung sein. Auch Probleme mit der Haut wie Neurodermitis oder Ekzeme werden durch den giftigen Pilzbefall ausgelöst. Ebenso wie starke Kopfschmerzen oder Migräne.

    Richtige Schimmelentfernung ist wichtig

    Eines soll hier gleich klargestellt werden: Schimmelbefall in den Wohnräumen ist ein lösbares Problem, vor allem wenn man sich professionelle Hilfe holt. Aber auch auf Onlineseiten wie www.schimmel-entfernen.org finden sich wertvolle Tipps zur Selbsthilfe, denn das richtige Vorgehen ist entscheidend. Entscheidend dafür, welche Maßnahmen zur Entfernung sinnvoll sind, ist unter anderem die Größe der befallenen Fläche sowie die Stärke und Tiefe des Befalls. Auch ob und wie die entsprechenden Räume genutzt werden, spielt beim Kampf gegen den Schimmel eine Rolle.

    Im Wesentlichen geht es um drei Schritte, die befolgt werden müssen:
    1. Schimmel abtöten
    2. Schimmel entfernen
    3. Ursachen bekämpfen

    Beim Abtöten des Schimmels geht es darum, dass die richtigen Mittel zum Einsatz kommen. Es gibt dabei unterschiedliche Substanzen, die jedoch keinesfalls Chlor-Derivate enthalten sollen. Diese können nämlich die Atemwege reizen. Wer nur kleine Flächen behandeln muss, kann dazu ohne weiteres 70 – 80 %ige Reinigungsalkohol verwenden. Wichtig ist auch, dass in den betroffenen Räumen eine gründliche Staubreinigung mit einem geeigneten Feinstaubfilter vorgenommen wird. Damit soll die Raumluft von der Sporenmenge des Schimmelpilzes gereinigt werden.

    Ursachen des Schimmelbefalls beseitigen

    Ausgehend davon, dass Schimmel überall dort auftritt, wo es eine überhöhte Feuchtigkeit gibt, sollte zur Bekämpfung natürlich auch die Ursache behoben werden. Liegt diese in einem Wasserschaden oder sind sie baulich bedingt, so sollte man sich an entsprechende Fachkräfte wenden. Bei Kondensfeuchte ist zu prüfen, ob die entsprechenden Flächen belüftet werden können. Das bedeutet, dass Möbel oder Einrichtungsgegenstände mindestens 10 Zentimeter davon entfernt aufgestellt werden sollten. Wichtig ist, dass in den Wohnräumen eine optimale Luftfeuchtigkeit zwischen 70% und 80% gegeben ist. Überprüfen lässt sich dies mit einem Hygrometer, das günstig in der Anschaffung ist und dennoch gerade zur Vorbeugung in Sachen Schimmelbefall eine wichtige Hilfestellung bieten kann.

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