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  • Coaching – die moderne Form der psychologischen Behandlung

    Coaching – die moderne Form der psychologischen Behandlung

    Das Arbeitsleben ist in der heutigen Zeit nicht immer einfach. Immer mehr Menschen stehen permanent unter Stress, sie haben Angst die Erwartungen nicht mehr zu erfüllen und fühlen sich ständig angespannt und unter Druck. Das gilt auch für diejenigen, die in den Führungsetagen arbeiten, denn auch hier steigen die Erwartungen und Druck stetig an. Bevor es zu einem Burn-out kommt, ist ein intensives Coaching eine gute Idee, denn Coaching wird mittlerweile als eine neue und sehr effektive Form der psychologischen Behandlung gesehen.

    Wie kann Coaching aussehen?

    Business Coaching oder Berufscoaching sind immer dann sinnvoll, wenn es um den Arbeitsplatz, die Karriere und den Beruf geht, oder anders ausgedrückt, Coaching kann dabei helfen, die Beziehungen zu den Kollegen und Vorgesetzten zu verbessern. Auch wenn es zu Spannungen und Krisen am Arbeitsplatz kommt, dann ist Coaching eine sehr gute Lösung. In jedes Coaching wird aber auch die private Situation mit einbezogen, denn wenn es am Arbeitsplatz nicht mehr wie gewünscht funktioniert, dann wirkt sich das auch auf das private Leben aus.

    Ein gutes Coaching eröffnet neue Perspektiven und dient der Neuorientierung bei einem beruflichen Wechsel. Coaching kann aber auch dabei helfen, die perfekte Balance zwischen Arbeit und privatem Leben zu finden, und es hilft auch beim sogenannten Downshifting, wenn man beruflich bewusst ein wenig kürzer treten möchte. Ängste können durch ein gezieltes Coaching behandelt werden und selbst bei so ernsten Themen wie Mobbing oder Stalking innerhalb eines Unternehmens hat sich Coaching schon als sehr hilfreich erwiesen. Aber für wen ist ein Coaching geeignet und wer kann davon am meisten profitieren?

    Coaching für Führungskräfte

    Fast jeder Chef in einem großen Unternehmen hat einen Vorgesetzten, der über ihm steht und diesem Vorgesetzten muss der Chef Rede und Antwort stehen, wenn es im Unternehmen nicht mehr so rund läuft. Eine Führungskraft sollte souverän sein, selbstbewusst auftreten, kreative Lösungen anbieten können und nach Möglichkeit nicht unsicher wirken. Das ist nicht immer so einfach, vor allem dann nicht, wenn der Druck von oben steigt. Coaching für Führungskräfte ist daher immer sinnvoll, denn mit einem gezielten Coaching wird die Sichtweise verändert und es werden Lösungsansätze besprochen, die im täglichen Arbeitsleben von großem Nutzen sein können.

    Wie werden Auseinandersetzungen innerhalb der Belegschaft am besten gelöst und wie kann Stress dabei vermieden werden? Auch das sind Punkte, die bei einem Coaching zur Sprache kommen. Das Durchsetzungsvermögen wird gestärkt und Führungskräften wird dabei geholfen, ihre Kompetenzen klar zu definieren.

    Coaching für die Motivation

    Nicht nur für Führungskräfte ist Coaching eine gute Wahl, auch alle, die beruflich voran kommen wollen, können bei einem Coaching viele Anregungen und Denkanstöße bekommen. Viele wollen beruflich weiterkommen, aber es fehlt an Perspektiven oder an Mut. Coaching ist effektiv, wenn es darum geht neues Selbstbewusstsein aufzubauen und mit Mut an eine neue Aufgabe zu gehen. Alle, die sich beruflich auf eigene Beine stellen wollen, aber noch zweifeln, ob dieser Weg überhaupt richtig ist, sollten darüber nachdenken, eventuell ein Coaching zu machen, um zu entscheiden, ob die Selbstständigkeit infrage kommt oder nicht.

    Coaching bietet aber auch die Möglichkeit, Überforderungen vorzubeugen und den Umgang mit den eigenen Gefühlen richtig zu deuten. Die viel beschworene Midlife-Crisis kann mit der Hilfe eines guten Coaches überwunden werden, und auch wer Gefahr läuft an einem Burn-out Syndrom zu leiden, der kann mit einem Coaching praktisch die Notbremse ziehen und seine Ziele für die Zukunft neu überdenken und definieren.

    Coach Dipl. Psychologe Werner Attinger
    Flurstrasse 4
    8048 Zürich, Schweiz
    http://coaching-psychologe.ch

    Bild: © Depositphotos.com / photousvp77

  • Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Chronische Nebenhöhlenentzündung

    Unter chronischer Nebenhöhlenentzündung, im Fachjargon chronische Sinusitis genannt, fallen je nach genauem Entzündungsort die Stirnhöhlen- oder Kiefernhöhlenentzündung. Bei der chronischen Nasennebenhöhlenentzündung, die oft einige Monate anhalten kann, treten meist Symptome wie Fieber und Druckgefühl, sowie Kopf-, Gesichts- und Zahnschmerzen auf.

    In allen Fällen – ob Stirn- oder Kieferhöhlen – handelt es sich stets um Hohlräume im Knochen des Gesichtes, die den an sich kompakten Schädelknochen leichter machen. Sie liegen über der Nase oberhalb der Augenbrauen, zwischen Nase und innerem Augenwinkel (Siebbeinhöhlen) und zu beiden Seiten der Nase. Alle sind mit Schleimhäuten ausgekleidet, deren Absonderungen und Sekrete im Normalfall dafür sorgen, dass sich die Nebenhöhlen in einem gesunden Zustand befinden. Wird der Sekret-Abfluss jedoch – etwa bei einem Schnupfen – gestört, weil etwa die Nasenschleimhäute angeschwollen sind, so können sich in dem sonst gut ‚belüfteten‘ System Bakterien ansiedeln, die die empfindlichen Flimmerzellen der Schleimhäute angreifen. Es kommt zu schmerzhaften Entzündungen.

    Ursachen und Symptome der Sinusitis

    Die Ursachen dafür können unterschiedlichster Art sein, meist gehen der chronischen mehrere akute, nicht ausreichend ausgeheilte Nebenhöhlenentzündung voraus. Die Auslöser sind zumeist andere Atemwegsinfekte wie Allergien (Heuschnupfen) oder eine Erkältung mit verstopfter Nase. Auch körperliche, bis zur chronischen Sinusitis meist unentdeckte Dysfunktionen können Nebenhöhlenentzündungen begünstigen. Dazu zählen etwa eine verkrümmte Nasenscheidewand oder die so genannten Rachenmandeln (Polypen). Auch von Natur aus verengte Ausgänge der Nebenhöhlen können das empfindliche Gleichgewicht der dortigen Schleimhäute beeinträchtigen. Es soll auch vorkommen, dass entzündete Zahnwurzeln Auslöser der Sinusitis sind.

    Eine chronische Sinusitis ist gegeben, wenn die Symptome bei Erwachsenen länger als acht, bei Kindern über zwölf Wochen beobachtet werden können. Dazu zählen im akuten Krankheitsverlauf zunächst eine verstopfte Nase und daraus resultierende Atemprobleme. Es kommt zu vermehrten Ausfluss von Nasensekret, anfangs meist wässrig, mit fortschreitender Entzündung immer dickflüssiger. Im hochinfektiösen Zustand ist das Sekret gelbgrün. Der Geruchssinn leidet, auch der Geschmackssinn ist oft eingeschränkt. Zudem kann Fieber auftreten, das das Krankheitsgefühl und die Abgeschlagenheit noch verstärkt.

    Hinzu kommt, dass je nach Lokalisierung der Nebenhöhlenentzündung ein schmerzhaftes Druckgefühl über den Augen oder an den Wangenknochen auftritt. Es verstärkt sich bei Bewegung, besonders, wenn der Kopf vorgebeugt wird. Im Akutfall spielt sich dies innerhalb von etwa drei Tagen ab. Hat die Sinusitis jedoch chronische Züge angenommen, heilen die Schwellungen nicht richtig ab. Die Betroffenen haben ständig mit zähem Schnupfen zu tun, neigen zu verstopfter Nase.

    Der Druck im Gesicht ist latent gegenwärtig. So setzt sich der Kreislauf der Nebenhöhlenentzündung fort, da der Schleim ein dauerhafter Nährboden für neue Bakterienangriffe (meist Pneumokokken oder Streptokokken) ist. Das kann im schlimmsten Fall sogar zu weiteren Komplikationen führen, z. B. Augenentzündungen.

    Diagnostik und Therapie

    Eine Untersuchung des Nasengangs bietet meist erste Erkenntnisse, auch können Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen den Umfang der Sinusitis gut darstellen – und Veränderungen im Laufe der Therapie aufzeigen.

    Während bei schweren akuten Fällen die Einnahme von Antibiotika oft unumgänglich ist, um die bakterielle Entzündung einzudämmen, sind bei einer chronifizierten Nebenhöhlenentzündung meist andere Ansätze sinnvoll. Hier wie dort sind abschwellende Nasentropfen nützlich, doch nur begrenzt einsetzbar. Zur Langzeittherapie empfehlen sich Meersalzsprays und Inhalationen mit Salzwasser.

    Auch regelmäßige Nasenduschen mit Kochsalzlösungen sind praktikabel. Kräutertees können chronischen Sinusitis-Patienten ebenfalls Linderung verschaffen, zumal, wenn deren warme Dämpfe eingeatmet werden. Ganz wichtig – die richtige Nasenputztechnik: Immer nur einseitig Schnauben.

    Man selbst kann neben der Einnahme von Medikamenten und den anderen beschriebenen Maßnahmen allerdings auch einiges tun, um die chronische Sinusitis zu behandeln oder ihr sogar vorzubeugen:

    • Viel Wasser und ungesüßten Kräutertee trinken. Dies hilft dabei, den Schleim abzulösen, der bei der Entzündung der Schleimhäute entsteht.
    • Auch Inhalieren mit ätherischen Ölen in ruhigen und langsamen Atemzügen wirkt beruhigend und befreiend auf die Nasennebenhöhlen.
    • Ein weiteres viel eingesetztes Hilfsmittel ist die Nasenspülung, bzw. Nasendusche. Diese kann man täglich und auch vorbeugend anwenden, damit die Entzündung gar nicht erst entstehen kann.
    • Zur Vorbeugung gilt es, dem Körper regelmäßig frische Luft zu gönnen und ihn mit Sport fit zu halten.

    Lediglich in Ausnahmefällen ist übrigens eine Operation die Lösung; etwa, wenn eine krumme Nasenscheidewand die Nebenhöhlenausgänge dauerhaft behindert. Dauert die chronische Nasennebenhöhlenentzündung bereits viele Monate an, ist eine Operation der Nasennebenhöhlen in einigen Fällen unumgänglich. Hierbei wird die Nasenscheidewand begradigt und der Schleim kann besser abfließen.

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  • Depressionen – Männer und Frauen leiden verschieden

    Depressionen – Männer und Frauen leiden verschieden

    Eine Depression weist im Anfangsstadium meist unterschiedliche psychische und körperliche Störungen auf. Antriebslosigkeit, Verdauungsstörungen oder Schlafstörungen sind die häufigsten Merkmale. Millionen Menschen leiden weltweit an Depressionen. Frauen leiden häufiger an dieser Krankheit als Männer. Leider erkranken auch immer mehr Kinder an Depressionen. Man geht derzeit davon aus, dass die Anlage zu dieser Krankheit erblich geschaffen wird.

    Das Risiko einer erneuten Erkrankung, nach einer Depression, ist sehr hoch.  Oftmals spielen auch Selbstmordgedanken eine große Rolle im Zusammenhang mit Depressionen.

    Jährlich sterben in Deutschland  zwischen 9.000 und 10.000 Menschen durch Suizid. Häufiger sind hier allerdings Männer betroffen. Doch auch Frauen unternehmen öfter einen Selbstmordversuch.
    Bei der Art des Suizid kann man Unterschiede erkennen. Männer wählen oftmals die härtere Methode, während sich die Frauen eher für die Überdosis Tabletten entscheiden.

    Arten der Depression

    Es gibt verschiedene Arten von Depressionen. Man unterscheidet hier zwischen den unipolaren, den bipolaren affektiven Depressionen, den Winterdepressionen, sowie der Dysthymie und der Zyklothymie.

    Unipolare Depression

    Die unipolare Depression, auch einpolige Depression genannt, ist die häufigste Erkrankung. Die Patienten leiden ausschließlich depressiv, weisen aber keine manische Krankheitsphase auf. Die typischen Zeichen für diese Art von Depressionen sind Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit, frühes Aufwachen und morgendliche Unruhe.

    Bipolare affektive Depression

    Bei der bipolaren affektiven Depression wechseln sich depressive und manische Lebensphasen ab. Befinden sich die Betroffenen in der Manie Phase, neigen sie dazu, sich selbst und ihre Fähigkeiten zu überschätzen. Sie erzeugen ein übertriebenes Selbstverständnis.  Es gibt Menschen, die in dieser Phase in der Lage sind mehrere Nächte hintereinander wach zu bleiben oder durchzuarbeiten, ohne dabei müde zu werden.

    Winterdepressionen

    Die Winterdepression ist  eine saisonale Depression, die vielen Menschen geläufig ist. Sie kann regelmäßig in den Herbst- und Wintermonaten auftreten. Im Frühling und im Sommer verschwinden diese Depressionen.  Hier ist weniger eine depressive Verstimmung zu spüren. Die Betroffenen fühlen sich im Winter energielos.

    Dysthymie

    Ähnlich wie die unipolare Depression zeigt sich das Erscheinungsbild der Dysthymie. Die depressiven Symptome sind allerdings nicht so stark ausgeprägt.  Die Dysthymie macht sich leider schon im Jugendalter bemerkbar und erstreckt sich chronisch über viele Lebensabschnitte.

    Zyklothymie

    Das bipolare Gegenstück zur einpoligen Dysthymie ist die Zyklothomie. In dieser leichten Form der Depression wechseln sich manische und depressive Phasen ab.

    Leiden Männer weniger unter Depressionen als Frauen?

    Männer schenken in erster Linie den körperlichen Symptomen Beachtung. Daher ist es schwieriger bei Männern Depressionen zu erkennen. Männern stellen Kummer und Selbstzweifel bewusst in den Hintergrund und reagieren in Problemsituationen schneller aggressiv. Frauen hingegen sind eher erschöpft und gedämpft und sprechen offener über ihre Probleme oder Stimmungsschwankungen.

    Da Frauen offenen sind, werden Depressionen bei Frauen öfter diagnostiziert.  Daher lässt sich gar nicht genau sagen, ob Männer weniger an Depressionen leiden als Frauen. Die Psychologie geht derzeit davon aus, dass bei Frauen ihr eher passives Verhalten schneller zu der Diagnose Depression führt.  Der Mann wird von klein auf eher dahinerzogen, Probleme aktiv zu klären.  Der Unterschied ist zwar zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr besonders groß, aber trotzdem neigen Frauen häufiger dazu, Probleme eher mit Schuldgefühlen und Depressionen zu klären, anstatt nach Lösungsansätzen zu suchen, die ggf. etwas ungemütlich sein könnten.

    Überforderung im Alltag

    Frauen sind in der heutigen Zeit eher Hausfrau, Mutter und Karrierefrau in einer Person. Durch diese moderne gesellschaftliche Stellung der Frau kommt es häufig zu vermehrtem Auftreten von Depressionen. Die Frau geht täglich zur Arbeit , führt den Haushalt und schafft es zu dem noch ihre Kinder zu erziehen. Da die Frau im Vergleich zum Mann nicht dieselben Karrierechancen hat und zu dem die Mehrfachbelastung auf ihren Schultern trägt, kommt es bei Frauen häufiger vor, dass sie an Depressionen leiden.

    Monatlich durchlebt jede Frau im gebärfähigen Alter (häufig auch schon vorher oder noch danach) ein hormonelles Durcheinander. Vor ihrer Periode verändert sich der gesamte  Hormonhaushalt der Frau. Dies kann häufig auch zu Depressionen führen.  Die Abkürzung „PMS“ steht für Prämenstruelles Syndrom. Dies bedeutet, dass die Frau in dieser Zeit anfälliger ist und durch das kurzzeitige Hormonchaos eine Depression ausgelöst werden kann.  Warum dies bei Frauen so ist, konnte bis heute nicht festgestellt werden.  Ärzte glauben, dass es sich um eine genetische Veranlagung handelt, wenn man durch Stress und diese hormonelle kurzfristige Veränderung an einer Depression leidet.

    Typisch weibliche Ursachen für Depressionen

    Depressionen nach der Menopause

    Die letzte spontane Menstruation der Frau wird auch als Menopause bezeichnet.  Nach der letzten Menstruation endet die Fruchtbarkeit der Frau und ihr Östrogenspiegel sinkt. Das Hormon Östrogen dient dazu, die Konzentration von unterschiedlichen Botenstoffen des Gehirns zu erhöhen. Botenstoffe sind beispielsweise Noradrenalin, Dopamin und Acetylcholin oder auch Serotin. Verringert sich der Östrogenspiegel, wird auch die Serotonin Wirkung verringert. Durch diese Veränderungen können Depressionen hervorgerufen werden. Oftmals handelt es sich hier um Stimmungsschwankungen, die durch Hormonpräparate behoben werden können.

    Wochenbettdepression

    Die Wochenbettdepressionen wird auch postnatale Depression genannt und tritt nach der Geburt auf. Sie führt zu leichten Verstimmungen, die bei vielen Frauen auftreten.  Viele Mütter fallen aufgrund der zahlreichen hormonellen Umstellungen und durch die neue Verantwortung, die ihnen auferlegt wird, in kurzzeitige Depressionen.  Eine Wochendepression wird erst dann bedenklich, wenn sie länger als zwei Wochen anhält.

    Depressionen bei Frauen therapieren

    Pflanzliche Mittel wie beispielsweise Johanniskraut lassen sich bei leichten Depressionen gut einsetzen. Handelt es sich aber um mittelschwere oder gar schwere Depressionen, sollte unbedingt mit Antidepressiva gearbeitet werden. Befindet sich die Frau in den Wechseljahren, kann das Antidepressivum auch mit zusätzlichen Hormonpräparaten kombiniert werden.  Zusätzlich werden auch Schlafmittel und Mittel die die Beruhigung fördern eingesetzt.  So findet der Betroffene schneller seine innere Ruhe. Dies ist besonders in der Anfangsphase der Therapie förderlich.  Die Medikamente sollten allerdings nicht länger als zwei bis drei Wochen genommen werden, da man sonst abhängig davon werden kann.

    Es kommt natürlich darauf an, welche Verordnungen der Arzt trifft. Nicht jede Tablette macht auch automatisch abhängig. Dabei sollte auf mögliche andere Erkrankungen, Vorerkrankungen, eventuelle bisherige Süchte und Probleme geachtet werden. Heutzutage gibt es zahlreiche moderne Medikamente, bei denen die Gefahr einer Abhängigkeit gering bis gar nicht gegeben ist. Dann können oder müssen manche Antidepressiva auch über einen längeren Zeitraum genommen werden, oft einige Monate oder sogar Jahre. Sind die Depressionen symptomatisch für eine andere Erkrankung, dann behandelt der erfahrene Facharzt diese Krankheit. Bei Schizophrenie oder Borderline etwa ist in den meisten Fällen eine lebenslange Einnahme von Medikamenten notwendig.

    Männer nehmen Depressionen anders wahr

    Depressionen zeigen sich bei Männern und Frauen in Regel immer durch Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, negative Gedanken und Niedergeschlagenheit.  Männer weisen allerdings, häufiger als Frauen, ein erhöhtes Potential an Aggressivität auf.  Sie sind in ihrem Handeln gereizt, rasten bei Kleinigkeiten aus oder neigen zu übertriebenem Handeln. Gleich nach ihrer Tat bereuen sie diese wieder. Beobachtet man an sich ein solches Verhalten, sollte man prüfen, ob es sich um eine schleichende Depression handelt.  Viele Männer neigen zu „Ärger – Attacken“. Diese Situation ist für Außenstehende und auch für die Betroffenen übertrieben und unpassend. Doch was passiert in diesen Momente? Der Herzschlag erhöht sich, teilweise tritt Herzrasen auf, man bekommt Atemnot oder Beklemmungsgefühle oder auch Körperregionen beginnen zu schmerzen.

    Lassen sich die Schmerzen nicht behandeln, ist die Diagnose „Depression“ naheliegend.  Schnelles Aufbrausen, Reizbarkeit, Neigung zu Vorwürfen oder auch Wutanfälle, Risikobereitschaft und schnelles Aufbrausen sind bei Männern mit Depressionen nicht selten. Männer mit Depressionen haben oftmals eine erhöhte Bereitschaft zu Straftaten, neigen zu übermäßigem Genuss an Alkohol, können ihr Sozialverhalten nicht anpassen, haben einen Zustand der allgemeinen Unzufriedenheit, konsumieren Nikotin und finden aus ihrer Traurigkeit nicht heraus. Durch den Verlust von Interessen, Schmerzen ohne körperliche Ursachen oder auch die Schuldgefühle und Versagensängste kommt es zum Suizidgedanken.

    Depressionen und Selbstmord

    Nicht jede Depression ist lebensbedrohlich, aber etwa 15 % der Betroffenen  nehmen sich das Leben. Es gibt zwischen den Geschlechtern keinen Unterschied, was den Gedanken angeht. Männern gelingt ein Selbstmordversuch allerdings häufiger. Grund hierfür ist, dass es Frauen leichter fällt über ihre Ängste und Probleme zu reden.  Männern fällt dies schwerer. Leiden sie unter psychischen Problemen, nutzen sie oftmals die Ausrede, dass sie an Müdigkeit oder Schlaflosigkeit leiden.  Sie sind beim Arzt nicht immer ehrlich. Ein Arzt kann die Depression dann nur durch gezieltes Fragen erkennen.

    Ein weiteres Problem ist, dass Männer eher dazu neigen, die Behandlungen vorzeitig abzubrechen. Der Grund hierfür liegt darin, dass Männer keine Schwäche zu lassen und sie die Erkrankung Depression nicht akzeptieren. Als Folge des Abbruchs ereignet sich ein heftiger Rückfall. Aber Männerdepressionen können auch mit Psychotherapie und mit Medikamenten behandelt werden.

  • Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Heuschnupfen – der ständige Kampf mit den Pollen

    Es ist Frühling und alles in uns schreit danach die Sonne und nicht zuletzt die frisch erwachte Natur zu genießen. Wenn der Schnee endgültig verschwindet, Schlitten und Ski ihr Sommerquartier in Garagen und Kellern einnehmen und wärmere Temperaturen zum Genießen der frischen Frühjahrsluft einladen, beginnt für eine nicht unwesentliche Gruppe Menschen auch die Zeit der triefenden Nasen, zugeschwollen Augen und der entzündeten Bindehäute. Die Beschwerden sind so facettenreich wie die Farbenpracht der Natur: Bis hin zu starken asthmatischen Problemen leiden Heuschnupfengeplagte mitunter an Symptomen, die den Alltag zur Qual machen können.

    Doch nicht nur mit dem Frühling und der ersten Blüten- und Gräserpracht des Jahres gehen die typischen Symptome einer saisonalen allergischen Rhinitis einher. Auch im Herbst quälen so manchen die Pollen der Saisongräser und –blüten.

    Die saisonale allergische Rhinitis – wenn die Blütenpracht zum Albtraum wird

    Die Medizin fasst unter der Bezeichnung Heuschnupfen (auch allergische Rhinitis) die überempfindliche Reaktion des Immunsystems zusammen, die durch die Eiweiße in verschiedenen Pflanzenpollen ausgelöst werden.

    Das empfindliche und komplexe System aus Zellen und Eiweißen des menschlichen Körpers ist in diesen Fällen gestört. Anstatt seiner eigentlichen Aufgabe, dem Bekämpfen schädlicher Krankheitserreger, nachzukommen, geht das Immunsystem bei Heuschnupfenpatienten auch gegen die Eiweiße der Blüten- und Gräserpollen vor. Diese sind zwar keineswegs als schädlich für den menschlichen Organismus einzustufen, doch durch eine Fehlfunktion des körpereigenen Abwehrsystems werden auch diese Eiweiße fälschlicherweise als gefährlich deklariert und dementsprechend bekämpft. Die Folge sind erkältungs- oder grippeartige Symptome.

    Einer von fünf Deutschen leidet unter einer derartigen Überempfindlichkeit. Damit zählt Heuschnupfen zu den statistisch gesehen häufigsten Allergien.

    Das Ausmaß der auftretenden Symptome ist dabei jedoch überaus unterschiedlich. Während mancher mit tränenden Augen und einer entzündeten Nasenschleimhaut zu kämpfen hat, müssen andere mit Medikamenten gegen asthmatische Anfälle vorgehen. Eine genauere Diagnose ist vor allem dann erforderlich, wenn der vermeintliche Heuschnupfen über das gesamte Jahr hinweg auftritt. Dann könnte statt der Allergie gegen Pollen beziehungsweise deren Eiweiße, auch eine allgemeinere Allergie, beispielsweise gegen Hausstaub oder Milben, die Ursache sein.

    Heuschnupfen – banales „Wehwehchen“ oder ernst zu nehmende Erkrankung?

    Der Heuschnupfen gehört zu den wohl am ehesten unterschätzten Erkrankungen unserer Zeit. Die Symptome jedoch können Betroffenen stark zusetzen, den Alltag enorm einschränken und sogar Depressionen auslösen. Hinzu kommt die wachsende Gefahr eines, wie er von Medizinern genannt wird, „Etagenwechsels“. Dabei klingen die typischen Symptome in den Nasennebenhöhlen und Schleimhäute meist ab – allerdings entwickelt sich in diesen Fällen häufig ein allergisches Asthma. Die Beschwerden verschwinden demnach nicht, sondern wechseln lediglich den Wirkungskreis, bis sie im schlimmsten Fall die Atemwege beeinträchtigen.

    Ursachen des Heuschnupfens – vererbt oder provoziert?

    Klare Fakten zur Ursache einer Heuschnupfenerkrankung gibt es bislang nicht. Allerdings werden anhand von Statistiken und medizinischen Beobachtungen Vermutungen angestellt.

    1. Theorie Vererbung:
    • Leidet kein Familienmitglied unter Heuschnupfen, wird eine 10 bis 15-prozentige Wahrscheinlichkeit angegeben, dass Kinder unter einer Pollen-Allergie leiden.
    • Sollte ein Elternteil oder eines der Geschwister unter Beschwerden leiden, steigt die Wahrscheinlichkeit auf 25 bis 30 Prozent.
    • Sind beide Eltern allergisch, steht die 40 bis 60-prozentige Wahrscheinlichkeit im Raum, dass auch das Kind allergisch reagiert.

     

    1. Theorie Hygienewahn als Auslöser:

    Bereits längere Zeit ist in Fachkreisen der ausgeprägte Hang zur übermäßigen Hygiene bei Säuglingen und Kleinkindern ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere bezüglich allergischer Reaktionen wird hier vermutet, dass die fehlende Forderung des Immunsystems in jungen Jahren die Wahrscheinlichkeit später Allergien zu entwickeln fördert. Fehlende Abwehrkräfte oder auch die falsche Konditionierung des Immunsystems kann, so die Expertenmeinungen, Allergien begünstigen.

    In welchen Fällen einer dieser beiden Auslöser in Frage kommt, ist schwer zu sagen. Die Forschung arbeitet jedoch daran herauszufinden, welche Auslöser Allergien im Allgemeinen auslösen, um auf diesem Wege eine noch effektivere Behandlung finden zu können. Die Pharmazie sowie die Naturheilkunde bieten bereits eine Palette wirkungsvoller Mittel zur Bekämpfung der typischen Symptome, so dass auch Heuschnupfengeplagte dem Frühling mehr oder weniger entspannt entgegentreten können.

  • Bronchitis – wenn der Husten etwas länger dauert

    Bronchitis – wenn der Husten etwas länger dauert

    Bronchitis – wenn der Husten etwas länger dauert

    Zu fast jeder Erkältung gehört auch immer ein Husten, und wenn dieser Husten hartnäckig wird, dann kann es sich um eine Bronchitis handeln. Eine Bronchitis ist eine Entzündung der Schleimhäute der Bronchien, die in den meisten Fällen nach drei bis maximal fünf Tagen wieder abklingt. Leider ist das beim Husten der jede Bronchitis begleitet, nicht der Fall, denn der kann deutlich länger anhalten und dafür gibt es viele verschiedene Gründe.

    Wenn die Bronchien empfindlich bleiben

    Auch wenn das Immunsystem die Infektion der Atemwege abwehren kann, die Bronchien können trotzdem auch über mehrere Wochen entzündet und damit auch sehr empfindlich bleiben. In der Folge bleibt auch der Husten, und da die Bronchien verengt sind, kommt es bei einigen Menschen auch zu einer starken Kurzatmigkeit, zu Müdigkeit oder zu einem Engegefühl in der Brust. Viele fühlen sich auch nach einer überstandenen Erkältung für einen längeren Zeitraum noch krank, und schuld an diesem Dilemma sind die entzündeten Bronchien.

    Für Abhilfe kann in diesem Fall ein spezielles Spray sorgen, das vom Arzt verschrieben wird und das die verengten Bronchien wieder weitet. Wenn dieses Spray nicht den gewünschten Erfolg hat, dann kann auch Kortison helfen, das inhaliert werden muss.

    Ursache: Nasennebenhöhlenentzündung

    Auch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann dafür verantwortlich sein, wenn der Husten einfach nicht weichen will. Schuld daran ist der Schleim, der bei einer Erkältung durch den Rachen in den hinteren Bereich des Halses läuft. Dort angekommen, reizt er die sensiblen Stellen und das führt dann zu einem starken Hustenreiz. Bei dieser Art von Reizhusten kann ein salzhaltiges Nasenspray aus der Apotheke helfen. Das Spray löst den Schleim auf und der Hustenreiz verschwindet.

    Festsitzender Schleim

    Wenn der Schleim fest in den Bronchien sitzt, dann kann das ebenfalls zu einem anhaltenden Husten führen. Helfen kann es, wenn man viel trinkt, denn die Flüssigkeit lockert den Schleim auf und er kann schneller und einfacher abgehustet werden. Aber auch warme und feuchte Luft löst den festsitzenden Schleim in den Bronchien auf, eine heiße Dusche kann hier Wunder wirken.

    Sollten Dusche und viel trinken nicht helfen, dann hilft der Gang in die Apotheke. Mittel wie Ambroxal oder auch ACC haben sich bewährt, wenn es darum geht, den festen Schleim zu lösen. Wer es natürlich mag, der sollte zu pflanzlichen Hustensäften zum Beispiel mit Thymian, Primelwurzel oder Efeu greifen. Auch ätherische Öle sind hilfreich, denn wenn diese Öle verdünnt mit Wasser eingeatmet werden, dann weiten sie die Bronchien, sie lösen den Schleim und sorgen dafür, dass der Hustenreiz verschwindet.

    Wann kommen Antibiotika zum Einsatz?

    Die meisten Erkrankungen der Atemwege wie eine Bronchitis, werden durch Viren verursacht, aber es können auch Bakterien die Übeltäter sein. Immer dann, wenn die Beschwerden besonders lange anhalten, dann kann es sein, dass sich zu den Viren auch Bakterien gesellt haben. Wenn eine solche bakterielle Infektion vorliegt, dann muss man einen Arzt aufsuchen, der Antibiotika verschreibt.

    Neben den vom Arzt verschriebenen Antibiotika gibt es aber noch einige Tipps, die jeder befolgen sollte, der einen hartnäckigen Husten loswerden will. Raucher sollten auf ihre Zigaretten verzichten, denn der inhalierte Rauch reizt die Schleimhäute zusätzlich. Auch regelmäßige Inhalation zum Beispiel mit Kamille ist hilfreich, ebenso wie das Trinken von Kamillen- oder Fencheltee mit Honig.

    Normalerweise ist der Auswurf bei einer Entzündung der Bronchien weißlich, wenn er sich aber grünlich oder gelblich verfärbt, dann muss ein Arzt aufgesucht werden. Die Verfärbung ist ein Zeichen dafür, dass es zu einer weiteren Entzündung gekommen ist, und zwar in der Lunge. Eine Lungenentzündung muss so schnell wie möglich behandelt werden, damit es keine bleibenden Schäden gibt. Auch in diesem Fall können Antibiotika helfen, die Entzündung zu bekämpfen.

  • Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Die Grippewelle rollt – wie kann man sich schützen?

    Über Deutschland rollt die Grippewelle hinweg und immer mehr Menschen liegen mit Fieber und Schüttelfrost im Bett. Auch die Krankenhäuser bekommen die Auswirkungen der Grippewelle zu spüren, denn viele kommen in die Notfallambulanzen und müssen dann stationär aufgenommen werden. Einige Kliniken stoßen schon jetzt an ihre Kapazitäten, und dabei ist der Höhepunkt der Grippewelle nach Ansicht von Experten noch nicht einmal erreicht. Bei welchen Symptomen sollte man zum Arzt gehen und was kann man tun, um erst gar nicht von der Grippewelle mitgerissen zu werden?

    Welche Symptome deuten auf eine Grippe hin?

    Eine Grippe ist nicht mit einem grippalen Infekt, also einer Erkältung zu vergleichen, eine Grippe ist eine Virusinfektion, die man immer ernst nehmen sollte. Eine Grippe hat keine Vorlaufzeit, sie tritt plötzlich und unvermittelt auf. Wer folgende Symptome verspürt, der sollte nicht zögern, sondern den Arzt aufsuchen:

    • Ein starkes Krankheitsgefühl, das sich plötzlich einstellt
    • Starke Kopf- und Gliederschmerzen
    • Hohes Fieber
    • Erkältungsähnliche Symptome wie Halsschmerzen
    • Schüttelfrost
    • Atemnot

    Vor allem wenn es zu Luftnot kommt, ist es wichtig, sofort zum Arzt zu gehen, denn das kann ein Hinweis auf eine Lungenentzündung sein. Besonders ältere Menschen, Schwangere und chronisch Kranke sind von der Grippewelle stark betroffen und sie schweben bei einer Grippe unter Umständen sogar in Lebensgefahr.

    Wie schützt man sich vor der Grippewelle?

    Der beste Schutz vor der Grippewelle ist die Grippe erst gar nicht zu bekommen. Es gibt viele effektive Schutzmaßnahmen, die jeder beachten sollte, der nicht von der Grippe erwischt werden will. Es sind die einfachen Maßnahmen, die vor der Grippe schützen. Oftmals am Tag die Hände waschen ist ein effektives Mittel, und das Waschen mit Wasser und Seife sollte mindestens 20 Sekunden dauern. Da sich Grippeviren sehr gerne an den Händen aufhalten, sollten die Hände nicht in die Nähe von Schleimhäuten an Mund oder Nase kommen.

    Jemandem die Hand zu schütteln, ist zwar ein Zeichen von Höflichkeit, aber wenn es um die Grippewelle geht, dann sollte auf das Händeschütteln verzichtet werden, ein Kopfnicken und ein freundliches Lächeln reicht auch aus. Auch große Menschenansammlungen sollten nach Möglichkeit gemieden werden, denn in großem Gedränge fühlen sich die Viren zu Hause, und es ist kein Wunder, wenn man sich ansteckt. Auch wenn Stofftaschentücher stilvoll sind, wenn die Grippewelle rollt, dann sollten es Papiertaschentücher sein, die nach dem Nase putzen schnell wieder entsorgt werden können.

    Wie sinnvoll ist eine Grippeimpfung?

    Ein Schutz vor der Grippewelle ist die Grippeschutzimpfung, aber viele Menschen stehen dieser Impfung eher skeptisch gegenüber. Um einen wirksamen Schutz vor den Influenzaviren aufbauen zu können, sollte man sich schon im Herbst impfen lassen, da eine Grippewelle meist zwischen Januar und März zu erwarten ist. Das Problem besteht aber darin, dass der Wirkstoff, der im letzten Jahr noch zum Einsatz gekommen ist, bei der diesjährigen Grippewelle nicht mehr zum Einsatz kommen kann, weil es sich um einen anderen Virusstamm handelt.

    Eine Grippeimpfung bietet auch keinen hundertprozentigen Schutz. Es kann sein, dass die Impfung zu spät kommt oder dass der Schutz nicht vollständig aufgebaut werden kann. Für die Risikogruppen wie Schwangere oder ältere Menschen sollte eine Grippeschutzimpfung aber Pflicht sein, denn in diesem Fall kann sie Leben retten.

    Bildquelle: Depositphotos.com // poznyakov