Schlagwort: Aufklärung

  • AIDS verhindern

    AIDS verhindern

    Trotz der hohen Aufklärungsrate gibt es auf der ganzen Welt etwa 33 Millionen Menschen, die sich mit dem HI-Virus infiziert haben. Die meisten davon leben in den armen Ländern, etwa 95 Prozent. Führend ist hier Afrika.

    Eine AIDS-Erkrankung vermeiden

    Dabei ist es so einfach, eine AIDS Erkrankung zu verhindern. Ganz wichtig ist in dem Zusammenhang, den Geschlechtsverkehr nur unter Benutzung eines Kondoms auszuüben. Vor allem, wenn die Sexualpartner öfters wechseln, ist dies sehr wichtig. Kondome dienen nicht nur der Verhütung ungewollter Schwangerschaften, sie sind auch gleichzeitig ein guter Garant, nicht an Geschlechtskrankheiten, zu denen AIDS gehört, zu erkranken.

    Bereits ein kleiner Riss im Bereich der Mund-, Genital- oder Afterschleimhäute kann ausreichen, das HI-Virus zu übertragen. Üblicherweise erfolgt eine Übertragung über die Körperflüssigkeiten, also Speichel, Sperma oder Blut. Deshalb sollte man AIDS vermeiden, indem man bestimmte Sexualpraktiken vorsichtig durchführt, damit keine Verletzungen auftreten können und vor allem für vaginalen und analen Geschlechtsverkehr unbedingt Kondome nutzt.

    Im Internet kann man anonym Kondome bestellen und auch in der Apotheke kann man welche kaufen. Selbst in den Toiletten finden sich Automaten für den Kauf von Präservativen. Verglichen mit der Gefahr, an AIDS zu erkranken, sollte man die Kosten für Kondome nicht scheuen. Kondome sind günstig und schützen vor allen Geschlechtskrankheiten, vor allem aber vor der gefährlichen unheilbaren Krankheit AIDS.

    Drei Monate nach einer möglichen Ansteckung kann man einen Aids-Test machen, denn so viel Zeit braucht der Körper, um nachweisbare Antikörper herzustellen. Übrigens kann man einen solchen Test auch anonym im Internet bestellen. Dort gibt es einen AIDS Test günstig zu kaufen. Das ist ideal für alle die Menschen, die sich nicht sofort ihrem Arzt anvertrauen wollen.

  • Die Sucht nach Glückspielen ist eine Krankheit

    Die Sucht nach Glückspielen ist eine Krankheit

    Die Gesundheitsministerin Diana Golze warnt vor Glücksspielen: „Glücksspiele sind gerade für jüngere Menschen leider viel zu leicht verfügbar. Was zu Beginn Freude macht, kann für Gesundheit und Existenz sehr schnell gefährlich werden. Wenn sich das Spiel als Sucht im Leben ausbreitet, sind Familie sowie das berufliche und soziale Umfeld in Gefahr. Glücksspielsucht ist eine Krankheit, die nicht nur das Alltagsleben der Betroffenen, sondern auch das ihrer Familien bestimmt.“ Der Anlass für diese Warnung war der bundesweite Aktionstag, der sich gegen Glücksspielsucht richtete. Golze ermutigte zudem Betroffene und Angehörigen keine Scheu davor zu haben, eine Beratungsstelle aufzusuchen.

     

    Wann wird ein Glücksspiel zur Sucht?

    Ist es schon eine Sucht, regelmäßig Lotto zu spielen? Die Frage ist, an welcher Stelle ist eine Sucht nach Glücksspielen erkennbar. Betroffene sollten ihre Sucht ab dem Zeitpunkt, bei dem das Glücksspiel keine reine Freizeitbeschäftigung mehr ist, eingestehen. Die Sucht ergreift das Kommando dann nicht mehr nur in freien Stunden, auch das Alltagsleben wird nachhaltig beeinträchtigt. Nicht selten gehen mit der regelmäßigen Durchführung von Glücksspielen auch finanzielle Probleme einher. Dauert dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, wird von einem problematischen Spielverhalten gesprochen.

     

    Wer ist von der Glücksspielsucht betroffen?

    Im Jahr 2015 hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung eine Studie durchgeführt, bei der sich die Hochrechnung der betroffenen Glücksspieler, die unter einer problematischen Sucht leiden, auf 241000 belief. Rund 215000 Menschen litten sogar an pathologischem Glücksspiel, welches eine psychische Erkrankung impliziert. Vor allem Männer zwischen 21 und 25 sowie 36 und 45 seien von der Glückspielsucht betroffen. Eine weitere Risikogruppe bestehe laut der Studie in Migrantinnen und Migranten, aber auch Menschen, die einen niedrigen Bildungsabschluss haben, würden vermehrt zum Glücksspiel neigen.

     

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    Foto: berwis  / pixelio.de

  • Neue Impfempfehlungen seitens der STIKO

    Neue Impfempfehlungen seitens der STIKO

    Die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut – kurz STIKO – veröffentlichte ihre neuen Impfempfehlungen. In diesen finden sich Hinweise, wie Reaktionen von Stress und Schmerzen beim Impfen reduziert werden können.

     

    Stress und Schmerzen beim Impfen nicht außergewöhnlich

     

    Laut den Impfempfehlungen der STIKO steht es keinesfalls außer Frage, dass im Rahmen einer Impfung Stress sowie Schmerzen auftreten. Die Furcht vor derartigen psychischen wie körperlichen Reaktionen kann

     

    • der Akzeptanz von notwendigen Impfungen
    • dem Impfen
    • die Einstellung einem Arztbesuch

     

    gegenüber das gesamte Leben lang negativ beeinflussen. Dies ist nicht nur bei Kindern so, sondern auch bei erwachsenen Personen.

     

    Den aktuellen Impfempfehlungen der STIKO können hilfreiche Hinweise entnommen werden, wie derartige Reaktionen vermindert werden können. Ärzte und sonstiges Personal, das Impfungen durchführt, können zum Beispiel vermehrt auf ihre Wortwahl achten. Damit kann eine Verstärkung von Misstrauen und Ängsten vermieden werden. Auf unehrliches Gerede vieler Ärzte oder medizinischem Personal, wie beispielsweise „Das tut gar nicht weh!“ ist zu verzichten.

     

    Ausschließlich lokale Schmerzstillung

     

    Zur Minimierung von Schmerzen lassen sich auch verschiedene Arzneimittel einsetzen. Unter anderem sind Cremes oder Schmerzpflaster mit einem Lidocain-Gehalt für Kinder ab vier Jahren geeignet.

     

    Jugendliche wie auch Erwachsene, die unter einer starken Angst vor dem Impfen leiden, können mittels Schmerzpflaster Linderung erfahren. Zu beachten ist hierbei jedoch, dass ein Schmerzpflaster eine Einwirkzeit von wenigstens einer halben bis einer ganzen Stunde hat.

     

    Die Kosten für Schmerzpflaster müssen die Eltern oder Jugendlichen im Großen und Ganzen selbst tragen. Eine Alternative hierzu besteht in der Verwendung von Eis Spray. Dieses wird für eine Zeit von zwei bis acht Sekunden aufgetragen. Anschließend kann unmittelbar mit der Desinfektion und Impfung begonnen werden.

     

    Weitere Empfehlungen

     

    Ferner finden sich Empfehlungen zu den Techniken der Injektion, den unterstützenden Verfahren sowie zur Körperposition während der Impfung. Zu den unterstützenden Verfahren gehört unter anderem auch eine Aufklärung über sämtliche anstehende Impfungen sowie die damit gegebenenfalls auftretenden Schmerzen.

     

    Analgetika sollen vor der Impfung nicht gegeben werden. Ebenso sollte die Injektionsstelle vorher nicht gerieben werden.

  • Rufen Flüchtlinge zu schnell den Rettungsdienst?

    Rufen Flüchtlinge zu schnell den Rettungsdienst?

    Die Rettungsdienste in Deutschland sind im Dauereinsatz, denn die Flüchtlinge rufen bei allen möglichen Beschwerden sofort nach einem Krankenwagen oder Notarzt. Ob Atemwegsbeschwerden, Bauch- oder Kopfschmerzen, der Rettungsdienst wird angerufen und muss ausrücken. Jetzt setzen die Feuerwehren auf Prävention und Aufklärung, damit die Rettungswagen nicht bei jeder Kleinigkeit alarmiert werden. Aber die Häufigkeit der Anrufe ist nicht das Einzige, was den Rettungsdiensten zu schaffen macht.

    Neue Rettungswagen

    Besonders im Landkreis Göttingen, in dem sich das Aufnahmelager Friedland befindet, stiegen die Einsätze der Rettungsdienste dermaßen stark an, dass der Landrat einen weiteren Rettungswagen beim Land Niedersachsen angefordert hat. Das Land bewilligte den Wagen, allerdings nicht nur für die Flüchtlinge, sondern auch um die medizinische Versorgung der anderen Einwohner sicher zu stellen. Zusätzlich wurde Sanitätspersonal eingestellt, um die Versorgung zu sichern. Auch in Hessen musste man sich etwas einfallen lassen, denn alleine im Landkreis Gießen musste der Rettungsdienst über 5700 Mal ausrücken, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jetzt betreibt der Johanniter-Unfall-Dienst eine Ambulanz auf dem Gelände der Notunterkunft, außerdem gibt es eine Arztpraxis, die an Werktagen geöffnet ist.

    Probleme mit den Helfern

    Neben der stark gestiegenen Zahl der Einsätze im Rettungsdienst macht den Feuerwehren noch ein anderes Problem zu schaffen, denn nicht immer verlaufen die Einsätze friedlich. Immer wieder kommt es auch zu körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den Flüchtlingen und den Rettungsdiensten, zudem müssen die Besatzungen der Rettungswagen Streitigkeiten zwischen den Bewohnern schlichten. Ein weiteres Problem stellen die ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer da, die oft übereilt den Rettungsdienst anrufen, denn sie haben nur geringe medizinische Kenntnisse und handeln daher übervorsichtig und übereilt.

    Um der Flut der Notrufe Herr zu werden, gibt es jetzt in den Aufnahmelagern eine Art Unterricht, in dem die Bewohner darüber aufgeklärt werden, wozu ein Rettungsdienst da ist und wann er gerufen werden muss.

    Bild: © Depositphotos.com / bitpics

  • Fieber – Alles über Fieber

    Fieber – Alles über Fieber

    Fieber- eine natürliche Abwehrreaktion des Körpers

    Der Ursprung des Begriffs Fieber ist im Lateinischen zu suchen. Dort steht „febris“ für Hitze. Fieber entwickeln die meisten lebenden Organismen als Mechanismus zur Abwehr von eingedrungenen Keimen. Es ist also ein Hilfsmittel des Immunsystems.

    Welcher Temperaturbereich als Fieber bezeichnet wird, hängt direkt von der normalen Basaltemperatur der einzelnen Organismen ab. Beim Menschen spricht man dann von Fieber, wenn die Kerntemperatur des Körpers höher als 38 Grad Celsius oder nach dem angloamerikanischen Maßsystem von 100,4 Grad Fahrenheit ist. Beim Schwein beispielsweise liegt die normale Körpertemperatur zwischen 39 und knapp 40 Grad Celsius. Deshalb beginnt dort das Fieber erst ab 40,5 Grad Celsius.

    Durch Fieber wird die Aktivität einiger Neuronen im Hypothalamus gesteigert, von denen ein knappes Drittel empfänglich für Wärme ist. Sie steuern dann die Wärmeabgabe des Körpers, über die eine Regulation der Körpertemperatur erzielt wird. Sie werden in ihrer Tätigkeit durch Pyrogene gehemmt. Zur Zirkulation von Pyrogenen im Körper kommt es dann, wenn an irgendeiner Stelle entzündliche Prozesse ablaufen. Dabei werden so genannte Akute-Phase-Proteine frei gesetzt, die zur Gruppe der Pyrogene gehören.

    Bleibt die Frage, wie es der menschliche Körper schafft, das Fieber auf einen Wert zu begrenzen, der ihm selbst nicht gefährlich werden kann. Diese Reaktion erfolgt üblicherweise, wenn eine Kerntemperatur von 41 Grad Celsius oder 105,8 Grad Fahrenheit erreicht ist. Dafür sind einerseits zwei Interleukine und andererseits Prostaglandin-Derivate sowie Epoxyeicosatriensäuren verantwortlich. Ein Zusammenspiel mit Hormonen wie Vasopressin, Melanocortin und Glukokortoide mit diversen Neurotransmittern ist bei der natürlichen Begrenzung von Fieber ebenfalls zu beobachten.

    Klinische Studien haben belegt, dass es nicht immer Sinn macht, das Fieber rigoros zu bekämpfen. Vor allem bei Infektionen mit Viren, Bakterien und anderen Parasiten ist das Phänomen zu beobachten, dass die Krankheitsverläufe unter Fieber verkürzt und abgeschwächt werden können. Auch die Überlebensrate kann durch einen Verzicht auf die künstliche Senkung von Fieber beispielsweise bei einer von Bakterien oder Pilzen verursachten Sepsis erhöht werden.

    Wichtiges über Fieber:

    Fieber ist kein Symptom, vor dem man sich fürchten müsste. Es ist eine ganz normale Abwehrreaktion des Körpers, die dazu dient, die Aktionsfähigkeit des Immunsystems zu steigern. Bevor lebensgefährliche Kerntemperaturen erreicht werden, setzen normalerweise körpereigene Regelprozesse ein, die eine Selbstschädigung verhindern. Damit kann Fieber nicht zu den Ursachen von Krankheiten gerechnet werden, sondern stellt immer ein Begleitsymptom dar, das von den Abwehrmechanismen des Körpers verursacht und deshalb auch nicht unterdrückt werden sollte. Doch dazu ist eine umfangreiche Aufklärung wichtig, da vor allem von den Angehörigen kranker Menschen Fieber als zusätzliche Gefahr betrachtet wird. Wir geben Ihnen ein paar nützliche Informationen, die es Ihnen leichter machen, das Symptom Fieber als natürliche Antwort des Körpers auf Eindringlinge zu betrachten.

    Kinder und Fieber – Was ist zu beachten?

    Vor allem kleine Kinder sind noch nicht in der Lage, genau angeben zu können, wo ihnen etwas weh tut. Ihnen fehlen auch noch die sprachlichen Fähigkeiten, um andere Begleitsymptome zu schildern. Deshalb gehören Kinder mit Fieber immer zur Kontrolle zum Arzt. Hinzu kommt, dass Kinder mit Fieber bis zum sechsten Lebensjahr auch zu Fieberkrämpfen neigen, die sogar lebensbedrohliche Zustände auslösen können. Deshalb ist hier seitens der Eltern eine engmaschige Überwachung der Kinder selbst und der Entwicklung ihrer Körpertemperatur notwendig.

    Oftmals tritt das Fieber bei Kindern auch unterwegs auf, wenn man gerade kein Thermometer zur Hand hat. Dann hat man einerseits die Möglichkeit, sich an die nächste Apotheke zu wenden. Andererseits sollte man die Begleitsymptome von Fieber bei Kindern kennen. Die Stirn und der Nacken können schon heiß sein, während das Kind noch kalte Hände und Füße hat. Auch ein Anstieg der Atemfrequenz und der Pulsfrequenz deuten auf Fieber bei Kindern hin. Nach der „Liebermeister-Regel“ kann man davon ausgehen, dass die einem um zehn Schläge pro Minute erhöhtem Puls eine Erhöhung der Körpertemperatur um etwa ein Grad Celsius vorliegt.

    Spröde Lippen, eine trockene Zunge und eine rapide Gewichtsabnahme zeigen an, dass dem Körper der Kinder bei Fieber zu wenig Flüssigkeit zugeführt wird. Das ist insbesondere dann gefährlich, wenn das Fieber bei Kindern im Zusammenhang mit Durchfall auftritt, da dieser zu einer zusätzlichen Austrocknung des Körpers führt. Das kann man auch mit einem einfachen Test heraus finden, indem man kurz auf den Handrücken drückt oder die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger leicht zusammen kneift. Bleiben die Delle auf dem Handrücken oder die Falte länger als zwei Sekunden, hat die Austrocknung bereits begonnen.

    Schüttelfrost als Begleiterscheinung bei Fieber

    Der Schüttelfrost wird vom Mediziner als Febris undularis bezeichnet und kann sowohl bei Zuständen mit als auch ohne Fieber auftreten. Beim Schüttelfrost findet eine kurztaktige Anspannung und Erschlaffung der Muskeln statt. In der Hauptsache sind davon die Rückenmuskulatur, die Oberschenkenmuskulatur oder die Kaumuskeln betroffen.

    Der Schüttelfrost ist ein Bestandteil der möglichen Reaktionen des menschlichen Immunsystems auf diverse Infektionen und Entzündungen. Durch die in kurzen Intervallen stattfindende Muskelkontraktion werden der Stoffwechsel des Körpers und dort insbesondere die Energiegewinnung angeregt. Dabei besteht die Zielstellung des Immunsystems darin, die Körpertemperatur zu steigern. Die stattfindenden Abläufe sind mit denen vergleichbar, die dann auftreten, wenn es zu einem Muskelzittern bei einer beginnenden Unterkühlung kommt.

    Ausgelöst wird der Schüttelfrost durch die Pyrogene. Im menschlichen Körper sind gramnegative und grampositive Pyrogene zu finden, die durch bakterielle Infektionen dorthin gelangen. Myxoviren dagegen sorgen für die Zirkulation von Viruspyrogenen. Eine dritte Gruppe stellen die Pyrogene dar, die durch Infektionen mit Pilzen in den Körper gelangen. Über Laboruntersuchungen muss zuerst einmal abgeklärt werden, um welche Art von Pyrogenen es sich handelt, bevor gegen den Schüttelfrost eine Therapie gestartet werden kann.

    Doch für Schüttelfrost kann es auch andere Ursachen geben. Er kann durch Entzugserscheinungen bei einer stofflichen Abhängigkeit begründet sein. Auch auf Erregungszustände reagiert der Körper häufig mit Schüttelfrost. Hinzu kommen Fehlfunktionen der Schilddrüse, die für das Auftreten von Schüttelfrost verantwortlich sein können. Die Zufuhr von Wärme ist das einfachste Mittel, einen Anfall von Schüttelfrost zu beenden. Ist er besonders stark, kann unter klinischen Bedingungen auch ein schnell wirkendes Muskelrelaxan verabreicht werden.

    Richtig Fieber messen

    Zum Fieber Messen können verschiedene Stellen des menschlichen Körpers verwendet werden. Bevorzugt erfolgt die Messung in Körperhöhlen und –zugängen wie dem Ohr, dem Mund, dem After oder bei den Mädchen in der Scheide. Dort können die genauesten Messwerte erreicht werden. Aber auch die Leistenbeuge und die Achselhöhle werden zum Fieber Messen genutzt, weil sie am leichtesten zugänglich sind.

    Je nach dem Ort der Messung müssen auf die ermittelten Werte unterschiedliche Differenzen aufgeschlagen werden. So beträgt die Differenz zwischen dem Messwert in der Achselhöhle und der tatsächlichen Kerntemperatur etwa ein halbes Grad Celsius, was zum Messwert hinzu gerechnet werden muss. Erfolgt die Messung von Fieber unter der Zunge, sollte man von Minus-Differenzen zwischen 0,3 und 0,5 Grad Celsius ausgehen. Bei der Messung im Ohr sind es in der Regel Fehler in der Handhabung, die zu Differenzen führen.

    Beim Fieber Messen gibt es mehrere Techniken. Das gläserne Thermometer mit Quecksilberfüllung hat auf Grund der davon ausgehenden Gefahren inzwischen ausgedient. Sie dürfen auf Grund der aktuellen Gesetzgebung in Europa nur noch für wissenschaftliche und medizinische Zwecke verkauft werden. Statt des Quecksilbers verwenden moderne Thermometer das als nicht giftig eingestufte Gallium oder eingefärbten Alkohol. Gallium-Thermometer haben dabei den Vorteil, dass der Höchstwert bis zum Herunterschütteln erhalten bleibt.

    Auf dem Vormarsch ist das Fieber Messen mit digitalen Thermometern. Hier schlägt der Vorteil zu Buche, dass die Messwerte schneller zur Verfügung stehen. Sie sind bruchfest und signalisieren das Ende des Messvorgangs. Außerdem bieten viele Modelle die Möglichkeit, Messergebnisse zum Verfolgen des Verlaufs auch speichern zu können. Die neueste Errungenschaft beim Fieber Messen sind Infrarotthermometer, die vor allem für die Messung der Körpertemperatur im Ohr zur Anwendung kommen.

    Bild: © Depositphotos.com / luckybusiness

  • Social Freezing – ein neuer Trend?

    Social Freezing – ein neuer Trend?

    Viele Frauen wünschen sich ein Baby, doch oftmals ist der richtige Zeitpunkt noch nicht erreicht. Sei es aus persönlichen oder beruflichen Gründen – daher schieben einige Frauen ihren Kinderwunsch bisweilen auf unbestimmte Zeit nach hinten. Wer hier jedoch nicht aufpasst, kann den „richtigen Zeitpunkt“ ganz einfach verpassen und hat mit Anfang 40 schließlich kein Glück, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. Denn mit zunehmendem Alter nimmt einerseits die Fruchtbarkeit bei Frauen rapide ab und andererseits die Häufigkeit von Fehlern im Erbgut, die zu Krankheiten und Behinderungen des Kindes oder aber einem natürlichen Abgang zu Beginn einer Schwangerschaft führen können, zu.

    Als neuer Trend scheint daher Social Freezing für Frauen, die entweder zunächst Karriere machen möchten oder die einfach nicht den passenden Partner gefunden haben, eine optimale Lösung zu sein, um trotzdem nicht auf Nachwuchs verzichten zu müssen. Erst kürzlich sorgten sowohl Facebook als auch Apple für Aufsehen, als sie verkündeten, ihren Mitarbeiterinnen eine solche Behandlung zu finanzieren. Doch wie genau funktioniert Social Freezing eigentlich und wer ist die Zielgruppe dieser Methode?

    Auf Eis gelegt – die moderne Familienplanung?

    Das sogenannte Social Freezing bietet vor allem Frauen zwischen 35 und 40 Jahren mittlerweile auch in Deutschland die Möglichkeit, unbefruchtete Eizellen für einen späteren Kinderwunsch einfrieren zu lassen. Jedoch ist die Entnahme reifer Eizellen bei Weitem nicht so einfach wie die Samenspende für Männer.

    Beim Social Freezing wird zunächst ähnlich wie bei der künstlichen Befruchtung vorgegangen. Über zehn Tage hinweg werden der Frau Hormone gespritzt, die die Eizellreifung anregen – im Anschluss daran findet die Entnahme der gebildeten Eizellen über die Vagina statt. Durch die vorangehende Hormonbehandlung kann es bei den Frauen in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen wie starken Stimmungsschwankungen oder auch Übelkeit kommen.

    Nun findet im Anschluss an die Entnahme der Eizellen allerdings keine Befruchtung dieser Zellen statt (wie bei der künstlichen Befruchtung), stattdessen werden die Eizellen bei minus 180 Grad Celsius schockgefroren und in speziellen Kyrotanks durch den Einsatz von flüssigem Stickstoff gelagert. Hierfür gibt es in Deutschland private Anbieter, wie z.B. die Eizellbank Seracell Freezing aus Rostock, die die Zellen gegen eine monatliche Gebühr beliebig lange lagern. Die Spende von Eizellen ist hingegen zumindest in Deutschland gesetzlich verboten, aus diesem Grund haben Frauen lediglich die Möglichkeit, ihre Eizellen für den eigenen Gebrauch einfrieren zu lassen.

    Wer entscheidet sich für Social Freezing?

    Die Methode des Eizelleneinfrierens war zumindest in Deutschland zunächst Frauen vorbehalten, die sich aufgrund einer Krebserkrankung einer Chemotherapie unterziehen mussten – denn auf diese Weise konnten die entnommenen Zellen vor den zerstörenden Chemikalien geschützt werden, sodass ein Kinderwunsch nach überstandener Krankheit mit besseren Chancen erfüllt werden konnte. Doch mittlerweile ist das Einfrieren von Eizellen auch aus den bereits genannten sozialen Gründen möglich – damit steht es der modernen Frau vollkommen frei, sich für eine neue Art der Familienplanung zu entscheiden.

    Aktuell ist das Social Freezing in Deutschland allerdings noch wenig verbreitet; das liegt zum einen wohl daran, dass dieser Trend erst vor nicht allzu langer Zeit auch hier angekommen ist. Zum anderen fehlt bisher eine grundlegende Aufklärung über die Möglichkeiten dieser Art der Familienplanung. Generell scheint jedoch ein Großteil der deutschen Frauen dem Social Freezing gegenüber offen eingestellt zu sein.

    So äußerten sich laut einer Umfrage von Seracell über die Hälfte der 1400 befragten Mütter in der „Family & Life“ Studie positiv gegenüber Social Freezing. Nur etwa 14 Prozent der Frauen lehnten das Einfrieren von Eizellen generell ab, knapp drei Prozent würden sich ein Verbot wünschen.

    Bild: © Depositphotos.com / Rohappy