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  • Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Wie in den vorangegangen Wochen, so steht auch in der 7. SSW die Entwicklung des Kindes im Vordergrund, denn in dieser Phase der Schwangerschaft wird aus dem sogenannten Zell-Cluster langsam aber sicher ein Embryo, der menschliche Züge bekommt. Es geschieht einiges in der 7. SSW, denn das Baby ist schon recht weit in seiner Entwicklung, und wenn der Arzt ein Ultraschallbild in der 7. SSW macht, dann kann er einen winzig kleinen Menschen sehen, der sich zum Beispiel erstmals eigenständig bewegen kann. Die SSW 7. Woche ist für die Mutter allerdings eine anstrengende Woche, denn durch die verstärkte Wirkung des Schwangerschaftshormons Progesteron hat sie mit allerlei Beschwerden zu kämpfen.

    Wie entwickelt sich der Embryo in der 7. SSW?

    Wenn der Arzt die Größe des Embryos in der 7. SSW bestimmt, dann misst er zum ersten Mal die Scheitel-Steiß-Länge. In der 7. SSW beträgt diese Länge rund fünf Millimeter und ab der 7. SSW wird das Baby jeden Tag um einen weiteren Millimeter wachsen. Die ersten Muskelstränge werden in dieser Schwangerschaftswoche ausgebildet und wenn in der 7. SSW ein Video gemacht wird, dann sind die ersten Bewegungen sichtbar, die aber noch eher an ein Zucken erinnern.

    Das Herz des Embryos pumpt in der 7. SSW mit ungefähr 150 Schlägen pro Minute Sauerstoff und vor allem Blut durch den winzigen Körper. Interessant ist in diesem Stadium der Schwangerschaft aber auch, dass die Anlagen für das Gehirn, die Augen, die Nasenlöcher und die Extremitäten schon sehr deutlich und klar zu erkennen sind. Die Wirbelsäule des Embryos stabilisiert schon den Körper und die Ausbildung des Nervensystems schreitet kontinuierlich voran. Die Auswüchse zwischen der Öffnung des Mundes und des Herzsackes erinnern noch an die Kiemen eines Fisches, erst zu einem späteren Zeitpunkt werden sich an dieser Stelle das Gesicht, der Unterkiefer und der Hals des Kindes bilden.

    Die Augen des Embryos liegen in der 7. SSW noch an den Schläfen und das verleiht dem Baby in dieser Phase das Aussehen eines Fisches. Die kleinen Füße erinnern an Paddel und sind von den Beinen noch nicht zu unterscheiden.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 7. SSW?

    In der 7. SSW ist noch keine Bauchwölbung zu sehen, aber die Mutter hat mit einigen Beschwerden zu tun. Die meisten Frauen werden schnell müde und möchten am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Schuld an dieser großen Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das sich beruhigend auf den Organismus auswirkt, aber eben auch schläfrig macht. Schwangere sollte daher öfter mal eine kleine Pause einlegen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

    Es ist ein wenig paradox, denn auch wenn sich die werdenden Mütter müde fühlen, können dennoch Probleme auftreten, wenn es ums Durchschlafen geht. Das liegt unter anderem an den Mutterbändern, die Bänder, an denen die Gebärmutter hängt, denn diese dehnen sich, was wiederum ein unangenehmes Ziehen zur Folge hat. Da die Gebärmutter stetig wächst, drückt sie immer mehr auf die Blase und der Harndrang treibt die Schwangeren auch in der Nacht auf die Toilette.

    Ob Heißhungerattacken in der 7. SSW eine Last sind, das sieht jede schwangere Frau anders, aber in dieser Phase der Schwangerschaft wünschen sich einige Frauen, dass der Kühlschrank neben dem Bett stehen würde. Der plötzliche Heißhunger tritt auch gerne in der Nacht auf und sorgt damit ebenfalls für eine gestörte Nachtruhe. Einige Frauen haben in der 7. SSW mit Blutdruckproblemen zu kämpfen, der entweder zu hoch oder aber zu niedrig ist. Ist der Blutdruck zu niedrig, dann führt das zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, ist er aber zu hoch, dann löst das bei vielen Frauen ungewohnte Hitzewellen aus. Die Ursache für diese Kreislaufprobleme liegt beim Blutvolumen, was in der Schwangerschaft um bis zu 50 % zunimmt. Dazu kommt, dass das Blut immer dünner wird, damit es problemlos zur Gebärmutter gelangen kann. Das Herz muss in der Folge mehr leisten und Schwierigkeiten mit dem Kreislauf sind somit vorprogrammiert.

    Sind Zwillinge schon in der 7. SSW sichtbar?

    Frauen, die den Verdacht haben, dass sie in anderen Umständen sind, sollten so schnell wie möglich einen Gynäkologen aufsuchen. Der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen um festzustellen, ob in der 7. SSW nur eine Fruchthöhle oder aber schon ein winziger Embryo zu sehen ist. Eine leere Fruchthöhle ist keine Seltenheit, aber wenn eine Frucht vorhanden ist, dann kann der Arzt das in der Regel schon ab der 5. Schwangerschaftswoche erkennen.

    Wenn der Bauch in der 7. SSW schon deutlich zu sehen ist und die werdende Mutter sehr deutlich an Gewicht zulegt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich vielleicht um mehr als ein Kind handelt. Der Arzt kann in der 7. SSW Zwillinge auf dem Ultraschall erkennen und auch zwei Herztöne können in dieser Schwangerschaftswoche nicht überhört werden. Wenn sich die Zwillinge eine Fruchtblase teilen, nennt der Arzt das monoamnial, hat jedes Kind eine eigene Fruchtblase, dann spricht der Arzt von diamnial. Er achtet zudem darauf, ob sich die Babys eine Plazenta teilen oder ob jeder der Embryos einen Mutterkuchen für sich alleine hat.

    Die meisten Eltern wollen so früh wie möglich wissen, ob es eineiige oder zweieiige Zwillinge werden. Der Ultraschall gibt darüber schon in der 7. SSW Auskunft. Werden die Babys von ein und derselben Plazenta ernährt, dann sind sie eindeutig eineiig, sieht der Arzt aber zwei Fruchtblasen, dann werden die Prognosen wage, denn dann kann es sich sowohl um eineiige als auch um zweieiige Zwillinge handeln.

    Die erste Untersuchung in der 7. SSW

    Zeigt der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis, dann wird der Arzt die erste Vorsorgeuntersuchung vornehmen. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen und es wird ein Urintest gemacht, zudem testet der Frauenarzt auf eine eventuelle Rhesusunverträglichkeit. Außerdem wird Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen informieren.

    Alle Testergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen, den die Mutter in den folgenden Monaten immer bei sich tragen muss. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche bezahlen die Krankenkassen alle vier Wochen eine Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW muss die Mutter dann alle zwei Wochen zum Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / ginosphotos1

  • Die 8. SSW – das Baby bekommt Konturen

    Die 8. SSW – das Baby bekommt Konturen

    Die 8. SSW ist für viele Mütter eine anstrengende Woche, für das Baby ist es hingegen eine spannende Woche, denn zum ersten Mal in der noch frühen Schwangerschaft ist auf dem Ultraschallbild in der 8. SSW ein kleiner Mensch zu sehen. Die Entwicklung in der 8. SSW ist beeindruckend, denn in dieser Schwangerschaftswoche unterscheidet sich das Baby erstmals von einem Embryo anderer Säugetiere, es bekommt menschliche Züge. Viele Frauen wissen in der achten Schwangerschaftswoche noch nicht, dass sie schwanger sind, aber sie wundern sich vielleicht, warum ihnen morgens übel ist oder warum sie schnell müde werden.

    So entwickelt sich das Baby in der 8. SSW

    Wenn der Arzt in der 8. SSW Bilder vom Baby macht, dann sieht er einen Embryo, der 15 Millimeter groß ist. Auf dem Ultraschall in der 8. SSW sind neben menschlichen Zügen auch schon die Ansätze der Zehen und Finger gut sichtbar. Der Kopf des Kindes besteht aber noch nicht aus Knochen, sondern aus transparentem Knorpel, durch den die ersten Anlagen des Gehirns zu sehen sind. Diese Anlagen für das Gehirn bestehen in der 8. SSW noch aus Blasen, aus denen sich in den kommenden Schwangerschaftswochen die einzelnen Bereiche des Gehirns entwickeln werden.

    Über den Augen des Babys zeigt sich jetzt die Anlage des Augenlids in Form einer dünnen, durchsichtigen Haut, auch die ersten Anlagen für die Lippen und die Zunge sind schon vorhanden. Mit Beginn der 8. SSW fangen die Knorpel an, sich in stabile Knochen zu verwandeln und auch die Arbeit an den Extremitäten geht zügig voran. So bilden sich die Ellenbogen und die Knie aus und das Baby fängt sehr langsam, aber immer sicherer an, sich zu bewegen.

    Das Baby kann in der 8. SSW bereits den Kopf heben, und wenn es den Körper ein wenig strecken will, dann ist das in der achten Schwangerschaftswoche auch kein Problem mehr. Einige der inneren Organe sind jetzt schon vorhanden und zum Teil aktiv. Zum Beispiel haben der Magen und auch die Nieren schon ihre Tätigkeit aufgenommen.

    Die 8. SSW – eine schwierige Phase für die Mutter

    Während das Baby fleißig wächst, muss sich die werdende Mutter mit allerlei Beschwerden plagen. Der Bauch in der 8. SSW ist noch flach, aber die meisten Frauen sind besonders in der 8. SSW sehr schnell müde und fühlen sich erschöpft, schon geringe Anstrengungen führen zu Kurzatmigkeit. Der Grund für diese Kurzatmigkeit liegt im Sauerstoffmangel, denn einen großen Teil der eingeatmeten Luft bekommt der Embryo und deshalb kommt die Mutter schneller aus der Puste.

    Ein weiteres Problem in der 8. SSW ist die Übelkeit, unter der sehr viele Frauen besonders am Morgen leiden. Meist reicht es aus, die Beine aus dem Bett zu schwingen, und schon ist die Übelkeit wieder da. Einen Keks im Liegen zu essen oder auch ein Teelöffel Honig sind in dieser Situation hilfreich, um die unangenehme Übelkeit am frühen Morgen effektiv zu bekämpfen.

    Auch die Psyche macht vielen Frauen in dieser Phase der Schwangerschaft zu schaffen. Es sind die Schwangerschaftshormone, die jetzt durcheinander wirbeln und für starke Stimmungsschwankungen sorgen. Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, machen sich in der Phase viele Sorgen, sie fürchten eine Fehlgeburt in der 8. SSW und sie geraten schnell aus der Fassung. Plötzliche Gefühlsausbrüche sind jetzt an der Tagesordnung und auch bei Frauen, die normalerweise nicht „so nah am Wasser gebaut“ haben, fließen schon aus nichtigen Anlässen die Tränen. Allerdings stabilisiert sich die Gefühlslage schnell wieder und mit Beginn des vierten Monats gehören die Stimmungsschwankungen der Vergangenheit an.

    Die ersten Vorsorgeuntersuchungen in der 8. SSW

    Wenn die Schwangerschaft diagnostiziert wird oder die Vermutung besteht, dass eine Schwangerschaft möglich ist, dann wird es Zeit für die erste umfassende Untersuchung. Im Rahmen dieser Untersuchung wird der Arzt eine Anamnese machen und die werdende Mutter auch zu Krankheiten in der Familie befragen. Das soziale Umfeld spielt im Gespräch ebenso eine Rolle, denn der Arzt möchte sich ein vollständiges Bild machen. Dann folgt die erste gynäkologische Untersuchung und es wird ein Ultraschall gemacht um zu sehen, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist.

    Zudem gibt es eine genaue Urin- und Blutuntersuchung der werdenden Mutter und auch eine eventuelle Unverträglichkeit des Rhesusfaktors wird untersucht. Der Arzt informiert die Frau darüber, wie eine medizinische Begleitung während der Schwangerschaft aussieht und gibt ihr zudem einen Überblick über die Möglichkeiten der Diagnostik. Viele Frauen wollen sich über zusätzliche Untersuchungen und deren Kosten informieren, denn nicht alle pränatalen Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen bezahlt.

    Alle Untersuchungsergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen und auch alle weiteren Termine im Mutterpass notiert. Bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft werden Mutter und Kind alle vier Wochen untersucht, ab der 32. SSW dann alle 14 Tage. Pro Trimester ist eine Untersuchung mit dem Ultraschallgerät vorgesehen, die Mutter und auch der werdende Vater können also alle drei Monate ihren Nachwuchs auf dem Bildschirm betrachten und dem Herzschlag des Babys lauschen.

    Wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt in der 8. SSW?

    Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft sinkt auch das Risiko einer Fehlgeburt. Das Fehlgeburtsrisiko in der 8. SSW liegt bei rund 18 %, im Vergleich dazu liegt das Risiko in der 17. SSW nur noch bei 3 %. Die größte Gefahr bestehen in den ersten 12. SSW, in diesen 12 Wochen passieren rund 80 % aller Fehlgeburten.

    Eine Fehlgeburt ist so etwas wie ein Schutzmechanismus des Körpers, denn die Ursache für den vorzeitigen Abbruch der Schwangerschaft liegt darin, dass das Kind nicht lebensfähig wäre. Auch das Alter der Mutter spielt im Zusammenhang mit einer Fehlgeburt eine entscheidende Rolle. Bei Frauen zwischen 20 und 30 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem frühzeitigen Abort kommt, zwischen 9 und 17 %. Bei Frauen, die zwischen 30 und 35 Jahren alt sind, steigt das Risiko auf 23 %, und rund 45 % der Frauen, die zwischen 35 und 40 Jahren schwanger werden, müssen mit einer Fehlgeburt rechnen. Bei Frauen, die 42 Jahre alt sind, erleiden 54 % eine Fehlgeburt und ab dem 48. Lebensjahr werden rund 80 % der Schwangerschaften durch einen Abort beendet.

    Bild: © Depositphotos.com / bartoshd

  • Die 11. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    Die 11. SSW – die Feinarbeiten beginnen

    In der 11. SSW haben Mutter und Kind die ersten nicht selten schwierigen Wochen der Schwangerschaft hinter sich gelassen und befinden sich jetzt in der Mitte des dritten Monats. Für das Baby ist die 11. Schwangerschaftswoche eine bedeutende Zeit, denn es lässt die embryonale Phase hinter sich, und wenn ein Ultraschallbild in der 11. SSW gemacht wird, dann sind bereits deutliche Konturen zu erkennen. Die Mutter kann in der 11. SSW aufatmen, denn die Beschwerden und auch die Belastungen, die die ersten zweieinhalb Monate mit sich bringen, sind vorbei und das Fehlgeburtsrisiko in der 11. SSW ist deutlich kleiner als in den vergangenen Wochen.

    Wie sieht das Baby in der 11. SSW aus?

    Ungefähr vier bis sechs cm ist das Baby jetzt groß und es bringt zwischen elf und 15 Gramm auf die Waage. Die Gesichtskonturen des Kindes werden in der 11. SSW immer menschlicher, aber immer noch ist der Kopf deutlich größer als der Körper. Arme und Beine sind jetzt auch auf dem Ultraschall in ihren Ansätzen zu sehen und so ganz allmählich werden die Proportionen immer deutlicher. Jeder Mensch hat aus der Evolution die Anlage eines Schwanzes „mitgenommen“, aber diese Anlage verschwindet in der 11. SSW komplett.

    Das Kind erlebt in der 11. Schwangerschaftswoche eine sehr intensive Phase des Wachstums und wird in den kommenden drei Wochen seine Körpergröße verdoppeln. Die wichtigen Organe sind bereits angelegt worden und auch die Zehen und Finger sind in der 11. SSW schon sehr klar voneinander getrennt. Die sogenannten Zahnknospen und auch die Anlagen für die Geschlechtsorgane sind schon vorhanden. Die 11. SSW gehört der Feinarbeit, denn die Ohren bekommen nun ihren endgültigen Platz und an den Zehen sowie den Fingern beginnen die Nägel zu wachsen. Die ersten Milchzähnchen sind schon unter dem Zahnfleisch vorhanden, der kindliche Brustkorb schließt sich in der 11. SSW und aus der knorpeligen Struktur des Skeletts werden langsam Knochen.

    Da sich neue Hautschichten gebildet haben, wirkt das Baby in der 11. SSW nicht mehr ganz so durchsichtig wie in den Wochen zuvor. Die ersten feinen Härchen zeigen sich und es dauert nicht mehr lange, und der ganze Körper des Kindes wird mit einem weichen Flaum bedeckt sein. Die Lider der Augen sind voll ausgebildet und noch geschlossen, öffnen wird das Baby seine Augen erst im sechsten Monat der Schwangerschaft.

    Wichtige Entwicklungsschritte in der 11. SSW

    Zwar bildet sich bei Jungen in der 11. SSW schon der Penis aus, aber eine genaue Bestimmung des Geschlechts mittels Ultraschall ist erst in den nächsten Wochen möglich. In der 11. SSW wächst aber das Darmsystem, das in dieser Phase der Schwangerschaft noch bis zur Nabelschnur reichen kann, in den nächsten zwei Wochen finden die Därme jedoch ihre richtige Position. Das Rückenmark und das Gehirn haben sich in der 11. SSW aus dem sogenannten embryonalen Neuralrohr gebildet und damit besteht auch keine Gefahr mehr, dass es durch einen Mangel an Folsäure zu einer Spina bifida, zu einem offenen Rücken kommen kann. Trotzdem sollte die Mutter bis zum Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels weiter Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu sich nehmen.

    Auch wenn das Baby noch sehr klein ist, es ist in der 11. SSW schon sehr aktiv. Zielgerecht kann das Kind schon seine Bewegungen steuern, es ist in der Lage zu schlucken und es kann die Hand bereits zu einer Faust ballen. Spüren kann die Mutter ihr Baby aber noch nicht, die ersten deutlichen Kindsbewegungen sind erst zwischen der 16. und der 20. SSW möglich.

    So fühlt sich die Mutter in der 11. SSW

    Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und das unangenehme morgendliche Erbrechen – diese Beschwerden haben die Mutter in den ersten Wochen der Schwangerschaft begleitet. In der 11. SSW gehören diese Beschwerden der Vergangenheit an. In der 11. SSW wird der Bauch vor allem bei sehr schlanken Frauen sichtbar, aber in der 11. SSW ist die Gewichtszunahme nicht allzu groß. Einige Frauen leiden in dieser Phase unter Kreislaufproblemen und auch unter einem erhöhten Puls.

    Der Körper beginnt in der 11. SSW mehr und mehr Blut zu produzieren, um das Baby und die Gebärmutter mit allem zu versorgen, was sie brauchen. Wenn die Schwangerschaft zu Ende geht, dann wird die Mutter ihr Blutvolumen fast verdoppelt haben. Die Probleme mit dem Kreislauf lassen in der Regel nach kurzer Zeit wieder nach, sollte das nicht der Fall sein, dann muss die Mutter unbedingt einen Arzt aufsuchen. Das vergrößerte Blutvolumen hat aber auch einen Vorteil, vor allem für Frauen, die oft kalte Hände und Füße haben, denn die vermehrte Blutmenge sorgt für eine sehr gute Durchblutung in den Extremitäten und das sorgt für wohlige Wärme in den Füßen und Händen.

    Viel Blut heißt auch viel trinken und am Tag dürfen es in der 11. SSW schon mal bis zu drei Litern sein. Viel trinken ist aber nicht nur in der 11. Schwangerschaftswochen wichtig, in der gesamten Schwangerschaft ist ein ausreichendes Flüssigkeitsvolumen unbedingt erforderlich. In den ersten Schwangerschaftswochen leiden viele Frauen bedingt durch die hormonellen Veränderungen unter Verstopfung, in der 11. SSW klingt auch dieses Problem ab. Auch wenn es in der 11. SSW zu einem Ziehen im Unterleib kommt, dann ist das kein Warnzeichen, es zeigt vielmehr, dass die Mutterbänder zunehmend durch die immer größer werdende Gebärmutter beansprucht werden.

    Die Risiken in der 11. SSW

    Bei Frauen, die 35 oder älter sind, wenn sie ihr erstes Kind zur Welt bringen, handelt es sich nicht selten um eine Risikoschwangerschaft. Zu den Risiken einer späten Erstgebärenden gehört auch eine Plazenta praevia, eine Fehllage des Mutterkuchens. Wenn der Arzt eine Plazenta praevia in der ersten Hälfte der Schwangerschaft feststellt, dann ist das kein Grund zur Besorgnis, denn zu diesem Zeitpunkt kann die Plazenta noch nach oben und weg vom Muttermund wandern. Wenn das allerdings nicht passiert, dann muss das Kind mit einem Kaiserschnitt entbunden werden, da durch die viel zu tief liegende Plazenta keine natürliche Geburt mehr möglich ist.

    Sollten in der 11. SSW Blutungen auftreten, dann kann eine Plazenta praevia die Ursache sein. In diesem Fall muss die Mutter auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus gebracht werden.

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  • Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    Die 12. SSW – die Frühschwangerschaft geht zu Ende

    In der 12. SSW endet der dritte Schwangerschaftsmonat und damit liegt das erste Drittel der Schwangerschaft schon hinter der Mutter. Die Umstellung der Hormone, die vielen Frauen besonders am Anfang dieses ersten Drittels zu schaffen gemacht hat, gehört ab jetzt der Vergangenheit an und die werdenden Mütter fühlen sich sowohl körperlich als auch mental sehr wohl. Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, sehen besonders in der 12. SSW, wie der Bauch wächst. Das Kind ist in dieser Phase der Schwangerschaft recht aktiv, was jedes Ultraschallbild in der 12. SSW eindrucksvoll beweist. Was die 12. SSW so entspannt macht, ist auch die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt auf ein Minimum zurückgeht.

    So entwickelt sich das Baby in der 12. SSW

    Fünf bis sechs Zentimeter ist das Baby in der 12. SSW groß und es wiegt ca. 16 Gramm. Organe wie die Leber, die Nieren und auch der Magen haben ihre Arbeit bereits aufgenommen und da sich gleichzeitig auch das Gehirn weiter entwickelt, ist es dem Kind möglich, seine Bewegungen immer besser zu koordinieren. Wenn der Arzt in der 12. SSW einen Ultraschall macht, dann können die Eltern schon sehen, wie aktiv ihr Baby ist, denn es ist permanent in Bewegung und macht die ersten Purzelbäume. Eltern, die in der 12. SSW Bilder sehen, können auch entdecken, wie das Baby seine Reflexe trainiert, es kann nämlich schon am Daumen lutschen und Fruchtwasser trinken. Sollte der Arzt in der 12. SSW ein Video machen, dann ist ebenfalls zu sehen, wie das Kind die Augenlider bewegt und den Mund auf und zu macht.

    In der 12. SSW stellt der Embryo seine Ernährung um. Hat er sich in den ersten Wochen der Schwangerschaft fast ausschließlich vom Dottersack der Eizelle ernährt und damit praktisch von seinen eigenen Vorräten gelebt, kann er sich jetzt von der bereits voll entwickelten Plazenta ernähren, die bis zur Geburt alles bietet, was das Baby für ein gesundes Wachstum braucht. Über die Blase wird in der 12. SSW schon der erste Urin ausgeschieden und mit der Fähigkeit zu trinken bekommt das Baby jetzt auch schon mal den ersten Schluckauf. Da die Blase entleert wird, muss das Fruchtwasser ab der 12. SSW ständig ausgetauscht werden, und für die Mutter heißt das, sie muss viel trinken, damit es nicht zu „Engpässen“ bei der Menge des Fruchtwassers kommt.

    Die 12. SSW – eine Erholungspause für die Mutter

    In der 12. SSW werden die meisten Frauen merken, dass ihre normale Kleidung langsam, aber sicher anfängt zu spannen und deshalb müssen sie schon die ersten Umstandshosen kaufen. Übelkeit, Erbrechen und andere Beschwerden, die viele Frauen durch die ersten Schwangerschaftswochen begleitet haben, sind verschwunden, und die werdenden Mütter freuen sich, dass sie endlich wieder richtig Appetit haben. Da nicht nur das Kind, sondern auch die Gebärmutter stetig wächst, nimmt der Druck auf die Organe immer mehr zu und das kann zu leichtem Sodbrennen führen. In diesem Fall hilft es, die Ernährung entsprechend umzustellen und nur wenig, dafür aber öfter mal eine Kleinigkeit zu essen. Da sich das Sodbrennen vor allem in der Nacht bemerkbar macht, ist ein zweites Kissen eine gute Idee. Die höhere Lage im Bett verhindert, dass die Magensäure durch die Speiseröhre nach oben steigen kann.

    Der Bedarf an Nährstoffen steigt ab der 12. SSW kontinuierlich an und für das Baby ist es sehr wichtig, dass die Mutter viel jodreiche Nahrung zu sich nimmt. Frauen, die gerne Fisch und Meeresfrüchte essen, werden die 12. SSW besonders genießen, denn das Spurenelement Jod ist vor allem in Fisch und Meeresfrüchten zu finden und für die Mutter ist Schlemmen angesagt. Wer in der 12. SSW ein Ziehen im Unterleib verspürt, sollte sich keine Sorgen machen, denn mit dem stetigen Wachstum von Gebärmutter und Kind werden die sogenannten Mutterbänder immer mehr belastet, was ein leichtes Ziehen zur Folge hat.

    Viele Frauen bekommen in der 12. SSW Komplimente für ihr gutes Aussehen und das nicht ohne Grund. Die Haare werden voller und glänzender, und da die Haut immer besser durchblutet wird, sorgt das für einen rosigen gesunden Teint. Allerdings beginnt in der 12. SSW auch eine Veränderung der Hautpigmentierung. Sommersprossen sind jetzt deutlicher sichtbar, es können sich hellbraune Flecken auf der Haut bilden und die Brustwarzen wie auch die Warzenhöfe färben sich dunkler.

    Welche Vorsorgeuntersuchung ist in der 12. SSW wichtig?

    In der 12. SSW steht die Erste der großen Vorsorgeuntersuchungen auf dem Programm. Der Arzt schaut auf dem Ultraschall, wie es dem Kind geht und es wird ein großes Blutbild gemacht. Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt, dann wird der Arzt über die normalen Vorsorgeuntersuchungen hinaus noch andere Diagnostikverfahren anwenden. Eines dieser Verfahren ist die Vermessung der Nackenfalte.

    Zwischen der 11. und der 14. SSW bildet sich im Nackenbereich des Babys eine natürliche Ansammlung von Flüssigkeit. Ärzte nennen das eine Nackentransparenz und wie diese Ansammlung von Flüssigkeit beschaffen ist, gibt dem Arzt Auskunft darüber, ob sich das Kind normal entwickelt oder nicht. Wenn in der 12. SSW bei der Nackenmessung Bilder gemacht werden, dann kann der Arzt sehen, ob das Kind vielleicht Fehlbildungen hat. Wenn die Messwerte zwischen einem und zweieinhalb Millimeter liegen, dann ist alles in Ordnung, ab drei Millimeter sprechen die Ärzte von einer deutlichen und ab sechs Millimeter von einer starken Veränderung.

    Bei deutlichen oder sogar starken Abweichungen von der Norm kann unter anderem eine Fehlbildung von Lunge, Herz oder Skelett vorliegen, aber auch das Turner-Syndrom oder das Down-Syndrom sind dann möglich. Eine größere Nackentransparenz kann aber auch der Auslöser für einen Bruch des Zwerchfells oder des Nabels sein.

    Wenn sich durch die Nackenmessung eine Abweichung der Norm zeigen sollte, dann ist das allein kein Grund, um die Schwangerschaft abzubrechen. Die Vermessung der Nackentransparenz dient lediglich als eine Art Softmarker in der pränatalen Diagnostik und sollte nie die alleinige Grundlage für eine so schwerwiegende Entscheidung wie ein Abbruch sein. Wenn es Auffälligkeiten gibt, dann sollten die Eltern mit dem Arzt über weitere Untersuchungen wie zum Beispiel eine Fruchtwasserpunktion sprechen, und sich beraten lassen, welche Untersuchung ein endgültiges Ergebnis bringt.

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  • Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    Die 13. SSW – eine ruhige Phase der Schwangerschaft

    In der 13. SSW beginnt der vierte Schwangerschaftsmonat und für die Mutter damit eine ruhige Phase der Schwangerschaft. Das Kind ist jetzt elf Wochen alt und es ist in der 13. SSW überwiegend mit Wachsen beschäftigt, aber auch die inneren Organe entwickeln sich nach und nach. Die meisten Mütter genießen die Schwangerschaft zu dieser Zeit, denn in der SSW 13 gehören Beschwerden wie ständige Müdigkeit, morgendliches Erbrechen, starker Harndruck und Übelkeit der Vergangenheit an. In der 13. Schwangerschaftswoche ist der Bauch als Bäuchlein erkennbar und deshalb nutzen viele Frauen diese Phase der Schwangerschaft, um noch einmal einen Strandurlaub zu genießen.

    Was macht das Baby in der 13. SSW?

    In der 13. SSW liegt die Größe des Babys zwischen sechs und sieben Zentimetern und es wiegt zwischen 18 und 23 Gramm. Was macht das Baby in der 13. SSW? Die Antwort ist einfach und lautet wachsen, wachsen und noch einmal wachsen. Aber auch das Skelett, die Muskeln und die Organe reifen und das Kind bekommt zum ersten Mal so etwas wie Proportionen. Die Ultraschallbilder in der 13. SSW zeigen ganz deutlich, dass sich der Körper und der Kopf immer mehr angleichen und Eltern, die eine Video Entwicklung in der 13. SSW sehen, können schon einen kleinen Menschen erkennen.

    Der Darm des Babys nimmt in der 13. SSW seine Arbeit auf und das Kind hat zum ersten Mal Stuhlgang. Auch die Bauchspeicheldrüse hat ihre Tätigkeit schon aufgenommen und produziert Insulin. In der 13. SSW verwandeln sich die Skelett-Knorpel langsam in Knochen, aber die eigentliche Verknöcherung des kompletten Skeletts wird erst weit nach der Geburt des Kindes im Teenageralter abgeschlossen sein. Vor allem bei den langen Röhrenknochen der unteren und der oberen Extremitäten beginnt das Wachstum in der Mitte des Knochens und setzt sich dann zu den Knochenenden fort. Erst wenn dieser so wichtige Prozess beendet ist, dann ist das Längenwachstum eines Menschen vollständig abgeschlossen.

    Der Schädelknochen ist in der 13. SSW zwar schon vorhanden, zusammenwachsen wird dieser Knochen aber erst im ersten Lebensjahr. Einer der Gründe liegt im Gehirn, das jetzt noch sehr viel Platz zum Wachsen braucht, ein anderer Grund ist, dass eine natürliche Geburt überhaupt nicht möglich wäre, wenn die Struktur des Schädels nicht flexibel ist. In der 13. SSW verknöchern aber bereits die empfindlichen Gehörknöchelchen des Kindes und das macht es möglich, dass das Baby zum ersten Mal Geräusche wahrnehmen kann. Selbst wenn die Augen jetzt noch geschlossen sind und sich erst in der 26. Schwangerschaftswoche öffnen, kann das Baby schon hell von dunkel unterscheiden. Die Helligkeit nimmt das Kind allerdings nur gedämpft und wie durch einen roten Schleier wahr.

    Wie sieht das Baby in der 13. SSW aus?

    Viele Eltern wollen möglichst früh wissen, ob es ein Sohn oder eine Tochter wird. Ist in der 13. SSW ein Junge oder ein Mädchen unterwegs? Mit ein bisschen Glück ist auf dem Ultraschall ein Mädchen in der 13. SSW zu erkennen. Wenn das Baby gerade in diesem Moment richtig liegt, dann ist entweder eine Klitoris oder aber ein Penis sichtbar. Bei einem Mädchen sind in der 13. SSW schon zwei Millionen Eizellen in den Eierstöcken zu finden, wenn das kleine Mädchen auf die Welt kommt, dann wird sich diese Zahl aber halbiert haben. Ist das Mädchen 17 Jahre alt, dann wird sie nur noch 200.000 Eizellen haben. In der 13. SSW entwickeln sich die Stimmbänder und über der Oberlippe und den Augenbrauen wachsen kleine feine Härchen.

    Noch bedeckt die sogenannte Lanugobehaarung den ganzen Körper des Kindes und in den Talgdrüsen wird die Käseschmiere produziert, die die Haut des Kindes davor schützt, im Fruchtwasser aufzuweichen. Unmittelbar nach der Geburt stößt der Körper die Behaarung wie auch die Augenbrauen und die Kopfbehaarung vollständig ab, bei einigen Kindern bleibt aber meist auf dem Rücken ein weicher Flaum zurück, der in den ersten Lebenstagen jedoch wieder verschwindet.

    Das Baby hat in der 13. SSW schon Rillen in den Fingerkuppen, es kann jetzt schon gähnen, die Stirn runzeln und auch am Finger saugen. Auf einen sanften Stupser reagiert es mit dem sogenannten Root-Reflex, den es später noch einmal benutzen wird, um nach der Brust der Mutter und damit nach der Nahrungsquelle zu suchen.

    Wie fühlt sich die werdende Mutter in der 13. SSW?

    Bei schlanken Frauen macht sich die Schwangerschaft in der 13. Woche auch äußerlich bemerkbar, denn die Gebärmutter wächst zu diesem Zeitpunkt aus dem Becken in den Bauch. Diese Entwicklung hat auch einen positiven Effekt, denn der ständige Harndrang lässt etwas nach. Nicht selten diagnostiziert der Arzt in der 13. SSW eine tief liegende Plazenta, das ist allerdings kein Grund zur Sorge, denn bei einigen Frauen bewegt sich die Plazenta erst während es vierten Monats in die perfekte Lage.

    Die Brüste beginnen in der 13. SSW die Vormilch, das Kolostrum zu produzieren, die nach der Entbindung die erste Nahrung darstellt, bevor die eigentliche Muttermilch einschießt. Am Bauch und an den Beinen können sich jetzt auch die ersten Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen zeigen und in der 13. SSW ist auch die Linea Negra, eine dünne Linie zwischen dem Nabel und dem Schambein bei vielen Frauen schon sichtbar. Dehnungsstreifen lassen sich leider nicht vermeiden, aber mit Zupfmassage und milden Massageölen bleibt die Haut elastisch und die Streifen sind nicht allzu stark.

    Die Gewichtszunahme hält sich in der 13. SSW in Grenzen, die meisten Frauen nehmen nur zwischen anderthalb und zwei Kilo in dieser Woche zu. Der Kalorienbedarf liegt in der 13. SSW bei rund 2.200 Kalorien, er wird aber zum Ende der Schwangerschaft auf 2.500 Kalorien täglich anwachsen. Viel Obst sollte jetzt auf dem Speiseplan stehen, aber auch frisches Gemüse, Fisch und knackige Salate bekommen dem Baby sehr gut. Wenn der Heißhunger kommt, dann darf die werdende Mutter auch mal nachgeben und Schokolade, Kuchen oder ein Eis mit Sahne essen.

    Für die gesunde Entwicklung des Babys ist Folsäure sehr wichtig und eine ausgewogene Ernährung versorgt das Baby auch mit der ausreichenden Menge. Sollte die Menge aber nicht ausreichen, dann wird der Arzt ein Folsäurepräparat verordnen, das die Mutter in Form von Nahrungsergänzungsmittel einnehmen kann.

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  • Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wie schädlich ist Elektrosmog im Schlafzimmer?

    Wir verbringen zwölf Jahre unseres Lebens vor dem Fernseher, spielen neun Monate mit unseren Kindern und wir verschlafen ganze 24 Jahre. Diese 24 Jahre die wir schlafen und träumen, sollten so angenehm wie möglich sein, denn gesunder Schlaf ist wichtig für Körper und Seele. Im Schlaf regeneriert sich der Körper und die Psyche versucht, die komplexen Zusammenhänge des vergangenen Tages aufzuarbeiten. Damit wir gesund und tief schlafen können, brauchen wir die richtige Matratze, frische Luft und ein angenehmes Raumklima. Dieses Raumklima kann allerdings empfindlich gestört werden, wenn zum Beispiel Elektrosmog ins Spiel kommt.

    Was ist eigentlich Elektrosmog?

    Thomas Edison hätte es sich 1879 wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass seine Erfindung die ganze Welt für immer verändern würde. Als er die Glühbirne erfand, erstrahlte alles in einem neuen, hellen Licht und ein modernes Zeitalter war angebrochen. Heute können wir uns nicht mehr vorstellen, wie die Welt ohne diese saubere Energiequelle aussehen würde, aber das Elektrizität krankmachen kann, das können sich nur die wenigsten vorstellen. Handysendemasten, Stromleitungen, Kabel und vor allem elektrische Geräte wie Fernseher und Smartphones erzeugen unsichtbare, magnetische Kraftfelder – die Sie sich bewusst auch mitten ins Schlafzimmer, oft ausgehend von der kuscheligen Matratze, aufbauen. So sorgen Sie allein für den Elektrosmog. Wie stark diese besondere Art von Smog ist, das wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass die elektromagnetische Strahlung heute bis zu 200 Millionen Mal intensiver ist als noch vor 100 Jahren.

    Elektrosmog – gefährlich oder unbedenklich?

    Unsere Welt wird zunehmend technisiert und diese Entwicklung macht auch vor den Schlafzimmertüren nicht halt. Während früher nur eine Lampe auf dem Nachttisch zu finden war, haben dort heute das Smartphone, ein Tablet oder ein Laptop ihren Platz. Auch ein moderner Fernseher hat längst seinen Weg in viele deutsche Schlafzimmer gefunden und er sorgt wie alle anderen Geräte auch, für Elektrosmog. Es gibt eine Reihe von Studien zum Thema Elektrosmog, aber ob er wirklich zellschädigend ist, das konnten die Studien nicht einwandfrei nachweisen. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Krebserkrankungen im näheren Umfeld von Funkmasten. Ob es aber tatsächlich einen direkten Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und dem Elektrosmog gibt, das wird aus wissenschaftlicher Sicht nach wie vor kontrovers diskutiert.

    Ausschalten ist besser

    Da der Zusammenhang zwischen einer erhöhten Krebsgefahr und Elektrosmog umstritten ist, raten Experten dazu, lieber auf Nummer sicher zu gehen und elektrische Geräte besonders im Schlafzimmer entweder auszuschalten oder gleich ganz zu verbannen. Die Internationale Gesellschaft für Elektrosmog-Forschung kurz IGEF, hat eine Art Leitfaden veröffentlicht, wie Elektrosmog im Schlafzimmer vermieden werden kann. So sollte man zum Beispiel nicht über das öffentliche W-Lan ins Internet gehen, sondern Geräte nutzen, die an ein Kabel gebunden sind und Smartphones wie auch Tablets und Laptops nicht in der Reichweite des Bettes platzieren. Aber auch eine Leselampe, die ein Netzteil hat, eine elektrische Heizdecke oder auch ein Radiowecker und ein vermeintlich harmloses Babyfone sorgen für Elektrosmog und damit für eine hohe Strahlenbelastung, wenn sie die ganze Nacht eingeschaltet sind. Was Sie noch alles tun können, um Elektrosmog auf einem möglichst geringen Niveau zu halten, finden Sie zum Beispiel auf dem Blog von matrazzo.

    Auf eine gute Qualität achten

    Wenn es um den gesunden Schlaf geht, dann lohnt es sich, in jeder Hinsicht auf eine gute Qualität zu achten. Das fängt bei der Matratze an und hört beim Fernseher, der im Schlafzimmer stehen soll, wieder auf. Die passende Matratze zu finden, ist bei dem heutigen sehr großen Angebot nicht allzu schwer und wer sich eine neue Matratze zulegen will, der findet besonders im Internet eine große Auswahl. Wurde die richtige Matratze gefunden, dann muss das Schlafzimmer nur noch gut belüftet sein und der Fernseher sollte nicht die ganze Nacht im Stand-by-Modus verbringen. Beim Kauf von Elektrogeräten lohnt es sich besonders in Hinsicht auf den Smog, auf Gütesiegel wie das Prüfsiegel der IGEF oder „Blauer Engel“ zu achten.

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