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  • Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Die 14. SSW – das Baby lutscht am Daumen

    Das Baby ist in der 14. SSW zwölf Wochen alt und die Mutter befindet sich im ersten Trimester der Schwangerschaft. Die unterschiedlichen Zeitangaben ergeben sich aus den verschiedenen Berechnungen im Bezug auf die Dauer der Schwangerschaft. Gerechnet wird einmal ab dem ersten Tag der letzten Monatsblutung, zum anderen aber auch ab dem Zeitpunkt des Eisprungs etwa zwei Wochen später. Für die meisten Frauen beginnt in der 14. SSW die vielleicht schönste Zeit der Schwangerschaft. Gesundheitliche Beschwerden oder gravierende Beeinträchtigungen gibt es noch nicht, der Babybauch in der 14. SSW lässt sich nur erahnen und der kräftige Schub an Schwangerschaftshormonen sorgt bei den werdenden Müttern für einen rosigen Teint, dichtes glänzendes Haar und eine gesunde Haut. Aber das Baby ist in der 14. SSW nicht untätig, im Gegenteil, es macht große Fortschritte.

    Was macht das Baby in der 14. SSW?

    Die Gewichtszunahme in der 14. SSW kann sich sehen lassen, denn das Baby wiegt jetzt zwischen 25 und 30 Gramm und misst sieben bis acht Zentimeter. In der 14. SSW spielt die Größe aber eine eher untergeordnete Rolle, denn der Fötus konzentriert sich mehr auf andere Aufgaben. Wenn die Eltern von ihrem Baby Ultraschallbilder in der 14. Woche sehen, dann können sie ganz deutlich das Gesicht erkennen. Kopf und Nacken sind in dieser Phase der Schwangerschaft schon sehr deutlich abgegrenzt, das Baby hat bereits Augen, Lippen und eine Nase, auch das Kinn ist auf den Bildern zu sehen. Das Baby kann jetzt seine Stirn runzeln, allerlei Grimassen schneiden und es trainiert seinen Saugreflex, in dem es am Daumen nuckelt.

    Greifen ist in der 14. SSW auch kein Problem mehr und das erste Spielzeug, nach dem das Baby greift, ist die Nabelschnur, die es auf direktem Weg mit der Mutter verbindet. Eltern die wissen möchten, ob sie einen Sohn oder eine Tochter erwarten, können das in der 14. SSW erfahren, denn das Geschlecht ist deutlich sichtbar. Das Baby ist in der 14. SSW noch behaart und mit der sogenannten Käseschmiere bedeckt. Durch die Käseschmiere und die Lanugobehaarung wird der kleine Körper vor der Aufweichung durch das Fruchtwasser, aber auch vor Vibrationen, Druck und Schall geschützt.

    In der 14. SSW wird das Fruchtwasser durch die Mutter alle drei Stunden einmal komplett ausgetauscht, denn das Baby trinkt das Fruchtwasser und scheidet es dann auch wieder aus. In diesem Stadium stehen dem Kind nur 100 Milliliter zur Verfügung, wenn sich die Schwangerschaft ihrem Ende zuneigt, dann wird es ein Liter sein. Noch schlägt das Herz des Babys doppelt so schnell wie das Herz der Mutter, was sich beim Ultraschall immer ein wenig wie ein galoppierendes Pferd anhört.

    Wie geht es der Mutter in der 14. SSW?

    Ab der 14. SSW fühlt sich die Mehrzahl der Frauen zufrieden und wohl, aber zu Beschwerden kann es trotzdem kommen. Der Körper bekommt in der 14. Schwangerschaftswoche einen deutlich höheren Östrogenspiegel und das kann innere Unruhe, schlaflose Nächte und Reizbarkeit zur Folge haben. Die hormonelle Umstellung macht auch dem Immunsystem zu schaffen und damit wächst die Gefahr, an einer Erkältung oder einer Blasenentzündung zu erkranken. Der Hormonschub wird jedoch in der Regel schnell bewältigt und im großen und ganzen fühlen sich die meisten Frauen in der 14. SSW sehr gut.

    Die 14. SSW ist für die werdenden Eltern der optimale Zeitpunkt um eine Reise zu unternehmen, denn noch sind auch lange Flüge kein Problem. Wer eine längere Flugreise plant, sollte sich aber im Vorfeld beim Arzt über die möglichen Risiken einer Thrombose informieren. Frauen, die in der 14. SSW nach Australien oder in die USA fliegen wollen, sollten sich während des Flugs immer mal wieder bewegen und auch Kompressionsstrümpfe sind eine gute Wahl. Reiseziele mit unzureichenden oder schlechten hygienischen Verhältnissen sollten allerdings nicht besucht werden und auch Länder, die keine gesicherte medizinische Infrastruktur haben, sollten von der Liste der Traumziele gestrichen werden.

    Worauf sollten Mütter in der 14. SSW achten?

    Mundhygiene sollte zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft ein Thema sein, aber besonders in der 14. SSW ist sie sehr wichtig. Der Körper des Kindes braucht für das Wachstum der Knochen dringend Kalzium und da der größte Teil des Kalziums, das die Mutter durch die Nahrung zu sich nimmt, vom Baby beansprucht wird, leiden die Zähne der Schwangeren. Besonders gefährlich sind Entzündungen des Zahnfleisches und wenn eine Entzündung nicht rechtzeitig und gründlich behandelt wird, dann ist in der 14. SSW das Risiko einer Fehlgeburt sehr groß.

    Aus ärztlicher Sicht sollte die Menge an Kalzium täglich zwischen 1.000 und 1.300 Milligramm liegen, eine Menge, die mit der Nahrung abgedeckt werden kann. Die werdende Mutter sollte vor allem Milch trinken und Milchprodukte wie Käse, Joghurt und Quark in die Nahrung einbauen. Wichtig ist auch das Zähneputzen, am besten nach jedem Essen sowie die tägliche Reinigung der Zähne mit Zahnseide, denn auf diese Weise kann Schwangerschaftskaries optimal vorgebeugt werden. Sollte es zu Zahnfleischbluten kommen, dann ist das kein Grund zur Beunruhigung, denn auch das Zahnfleisch wird in der Schwangerschaft besser als sonst durchblutet.

    Vorsorgeuntersuchungen in der 14. SSW

    Wenn es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt oder auch wenn die Mutter eine späte Erstgebärende ist, die das 35. Lebensjahr schon überschritten hat, dann sollte zwischen der elften und der 14. Schwangerschaftswoche ein sogenanntes Erst-Trimester-Screening gemacht werden. Bei dieser speziellen Untersuchungen sucht der Arzt gezielt nach Fehlbildungen oder genetisch bedingten Mutationen, wie etwa dem Down-Syndrom.

    Die Nackenfalte des Kindes wird mit einem Ultraschallgerät untersucht, es werden Bluttests gemacht und auch eine Chorionzottenbiopsie ist möglich. Bei dieser Untersuchung werden entweder aus der Scheide oder aus der Bauchdecke der Mutter Plazentazellen entnommen, in denen eine Veränderung der Chromosomen erkennbar ist. Die 14. SSW ist der letzte Termin während der Schwangerschaft, wo dieses Screening möglich ist.

    Der Triple-Test und auch die Vermessung der Nackenfalte sind Suchtests. Das heißt, der Arzt kann nur über die Wahrscheinlichkeit einer genetischen Schädigung oder einer Missbildung eine Auskunft geben. Eltern, die Sicherheit möchten, müssen eine Chorionzottenbiopsie oder eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen. Auf jeden Fall ist es wichtig, mit Arzt über diese Tests und ihre möglichen negativen Ergebnisse ausführlich zu sprechen.

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  • Die Interior-Diät – mit der richtigen Einrichtung abnehmen

    Die Interior-Diät – mit der richtigen Einrichtung abnehmen

    Wer sich fragt, was die Einrichtung mit dem Abnehmen zu tun hat, der hat wahrscheinlich noch nie etwas von der Interior-Diät gehört. In den USA, dem Mutterland aller verrückten Diäten, gibt es bereits mehrere Studien zu dieser neuen Diät, bei der die Einrichtung der Küche eine ganz entscheidende Rolle spielt. Aber keine Angst, für die Interior-Diät muss sich keiner eine neue Küche zulegen, wenn er abnehmen will, es kommt bei dieser Diät vielmehr darauf an, was in der Küche wo platziert wird.

    Die Studie zur Interior-Diät

    Wie viel Einfluss hat die Einrichtung der Küche auf das Essverhalten der Bewohner? Dieser Frage sind die Wissenschaftler und Studenten der Cornell Universität in Ithaca im Staat New York nachgegangen. Für die Langzeitstudie wurden 500 Frauen und ihr Essverhalten im Bezug auf die Einrichtung ihrer Küchen beobachtet. Die Forscher wollten herausfinden, wie sich die Gestaltung der Küche auf das Gewicht auswirkt und haben die Probandinnen gefragt, welche Lebensmittel sie wo in der Küche platziert haben. Die Ergebnisse waren überraschend. Alle Frauen, in deren Küche auf der Arbeitsplatte oder auf dem Esstisch frisches Obst stand, wogen im Schnitt sechs Kilogramm weniger als die Frauen, bei denen das nicht der Fall war. Die Frauen, die in ihrer Küche Kalorienbomben wie stark zuckerhaltige Softgetränke griffbereit auf der Arbeitsplatte stehen hatten, brachten durchschnittlich elf Kilogramm mehr auf die Waage als die Frauen, bei denen am gleichen Platz Mineralwasser stand.

    Was ist bei der Interior-Diät wichtig?

    Im Grunde funktioniert die Interior-Diät sehr einfach und niemand muss seine Küche neu einrichten, wenn er mit der Interior-Diät abnehmen will. Der Trick ist simpel, denn alles, was dick macht, sollte nach Möglichkeit in den Schränken verschwinden, alles, was zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung gehört, sollte gut sichtbar und in Augenhöhe platziert werden. Die Forscher aus New York sind zu dem Ergebnis gekommen, dass derjenige, der Appetit verspürt, eher zu Lebensmitteln greift, die in seiner Reichweite liegen und nicht einen Schrank öffnet, um sich einen Snack zu holen. Wichtig ist bei der Interior-Diät aber auch, dass die Arbeitsflächen gut aufgeräumt und sauber sind, denn das macht Lust aufs Kochen, und wer selbst kocht, der greift im Supermarkt automatisch weniger zu Fertiggerichten, die nicht gerade als Schlankmacher bekannt sind.

    Die Küche gründlich aufräumen

    Auch wenn es eine Studie zur Interior-Diät gibt, wissenschaftlich erwiesen ist es nicht, inwiefern sich die Gestaltung der Küche auf das Gewicht auswirkt. Trotzdem kann es hilfreich sein, die Küche einmal gründlich aufzuräumen und auszumisten. In den meisten Küchen schlummern viele Lebensmittel, die irgendwann einmal gekauft und dann vergessen wurden. Wer ganz bewusst seine Schränke inspiziert, der wird mit Erstaunen feststellen, was im Laufe der Zeit alles eingekauft wurde. Vor allem Süßigkeiten sind in den meisten Küchen in großen Mengen zu finden und diese Süßigkeiten sollten gesammelt und dann an einem Platz im Schrank verstaut werden, der beim Öffnen der Schranktür nicht direkt ins Auge fällt. Alles, was gesund ist, sollte hingegen offen in der Küche stehen.

    Einfrieren statt aufessen

    Ein weiterer Punkt, der bei der Interior-Diät eine Rolle spielt, ist das Einfrieren von Lebensmitteln. Es kann immer mal vorkommen, dass zu viel gekocht wurde. Es ist ein Fehler, das, was bei Mittagessen übrig geblieben ist, am Abend noch zu essen. Sinnvoller ist es, die Reste einfach einzufrieren, denn so verschwindet das Essen aus dem Blickfeld und man hat immer eine Portion in Reserve, die aufgetaut werden kann, wenn mal keine Zeit fürs Kochen bleibt. Auch vermeintlich gesunde Nahrungsmittel wie Cornflakes oder Müsli sollten nicht offen in der Küche stehen, sondern in einem Schrank verschwinden, denn dann fällt es leichter, sich für ein wirklich gesundes Frühstück zu entscheiden.

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  • Die 16. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    Die 16. SSW – die Schwangerschaft wird sichtbar

    In der 16. SSW wird der Bauch sichtbar und die Schwangerschaft wird für alle Außenstehenden sichtbar. Die Figur der meisten Frauen verändert sich deutlich, die Brüste werden größer, denn am Ende des vierten Schwangerschaftsmonats beginnt die Produktion der sogenannten Vormilch. Die Beschwerden und Anstrengungen in der frühen Phase der Schwangerschaft sind vergessen und die Mehrzahl der werdenden Mütter fühlt sich in der 16. SSW sehr wohl und zufrieden. Die Gewichtszunahme ist in der 16. SSW noch kein großes Thema, denn das Wachstum des Kindes und die Größe der Gebärmutter in der 16. SSW machen sich noch nicht bemerkbar.

    Welche Fortschritte macht das Baby in der 16. SSW?

    Die Größe des Fötus liegt in der 16. SSW bei rund zehn Zentimetern und das Baby wiegt ca. 90 Gramm. Die Proportionen sind jetzt weitgehend stimmig und in der 16. SSW wird das Kind seinen Körper weiter strecken. In den kommenden Wochen wird es einen richtigen Wachstumsschub bekommen und sein Gewicht mehr als verdoppeln. Die Organe sind fast fertig, und um seine Lungen- und Atemfunktion zu verbessern, wird es ab jetzt immer wieder Fruchtwasser einatmen und wieder ausspucken. Der Fötus ist sehr beweglich, er dreht sich von links nach rechts, macht auch gerne mal einen Salto und übt sich im Greifen. Hochauflösende Ultraschallbilder in der 16. SSW zeigen diese Aktivitäten sehr deutlich. Wenn in der 16. SSW Bilder gemacht werden, dann können die Eltern sehen, wie ihr Baby die Nabelschnur fest umklammert und bei diesem Training kräftig ins Schwitzen kommt, denn die Schweißdrüsen arbeiten bereits.

    Das Harnsystem und auch der Kreislauf haben in der 16. SSW ebenfalls ihre Tätigkeit aufgenommen, und auch die Schilddrüse wird in dieser Woche aktiv und beginnt damit, die ersten Hormone zu produzieren. In der 16. SSW ist sichtbar, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird, denn das Geschlecht ist klar zu erkennen. An den Kuppen der Finger zeigen sich die ersten Rillen, und das Baby hat damit es etwas Einzigartiges, nämlich seinen Fingerabdruck. Die Jodversorgung spielt in dieser Phase der Schwangerschaft eine sehr wichtige Rolle, deshalb sollte die Mutter über eine ausgewogene Ernährung so viel wie möglich Jod zu sich nehmen.

    Was kann das Baby in der 16. SSW noch?

    Wenn das Baby sein „Sportprogramm“ absolviert, dann trainiert es besonders die Muskulatur des Rückens und des Nackens und das aus gutem Grund. Mit gezielten Bewegungen bereitet sich das Kind auf den aufrechten Gang vor und übt schon mal wie es ist, später zu laufen. Die Augen sind in der 16. SSW noch geschlossen und da das Gesicht noch sehr klein und schmal ist, wirken die Augen besonders groß. Die Mimik ist schon ausgeprägt und mit ein wenig Glück können die Eltern bei der Ultraschalluntersuchung sehen, wie ihr Kind Grimassen schneidet.

    Die Fähigkeit zu hören entwickelt sich in der 16. SSW weiter, allerdings kann vom Hören im eigentlichen Sinn noch keine Rede sein. Das Baby kann aber Geräusche aus seiner unmittelbaren Nähe hören, wie den Herzschlag oder die Magen- und Darmgeräusche der Mutter. Vor allem der regelmäßige Herzschlag vermittelt dem Baby ein sicheres Gefühl von Geborgenheit.

    So fühlt sich die Mutter in der 16. SSW

    Viele Frauen führen über ihre Schwangerschaft ein Tagebuch und fragen sich in der 16. SSW, welcher Monat bislang der angenehmste war. Sie werden feststellen, dass es der vierte Monat ist. Im vierten Monat, also in der 16. SSW fühlen sich die meisten Frauen rundherum wohl, sie sehen gesund aus, die vermehrte Durchblutung sorgt für einen rosigen Teint, kraftvolles glänzendes Haar und eine straffe Haut. Die Gebärmutter ist in der 16. SSW ungefähr so groß wie ein Handball und hat jetzt eine feste Konsistenz angenommen, damit das Baby optimal geschützt werden kann. Bei schlanken Frauen zeichnet sich jetzt zunehmend eine kleine Kugel ab, bei Frauen, die ein wenig mehr auf die Waage bringen, ist die Schwangerschaft noch nicht so deutlich zu sehen.

    Da die Gebärmutter stetig wächst, sind leicht ziehende Schmerzen im Unterleib nichts Besorgniserregendes. Die Mutterbänder, die mehr und mehr belastet werden, machen sich auf diese Weise bemerkbar. Wenn die Schmerzen sich jedoch verstärken oder über einen Zeitraum von mehreren Tagen anhalten, dann sollte auf jeden Fall ein Arzt oder eine Hebamme aufgesucht werden, um mögliche Komplikationen ausschließen zu können.

    In der 16. Woche der Schwangerschaft entsteht ein erhöhter Bedarf an Mineralstoffen und das macht Frauen anfälliger für Probleme mit den Zähnen und dem Zahnfleisch. Die alte Hebammenweisheit, jede Schwangerschaft kostet die Mutter einen Zahn, ist zwar theoretisch immer noch richtig, aber eine gute Zahnprofilaxe kann heute Probleme mit den Zähnen und dem Zahnfleisch verhindern. Vor allem Entzündungen des Zahnfleisches sollte die werdende Mutter nicht ignorieren, denn diese Entzündungen können böse Folgen haben und im schlimmsten Fall sogar zu einer Fehlgeburt führen.

    Vorsorge und Schmetterlinge im Bauch

    Auch wenn die 16. SSW so manche Beschwerden mit sich bringt, zum Beispiel im Magen- und Darmtrakt, für die meisten Frauen ist es eine unbeschwerte Zeit. Frauen, die nicht zum ersten Mal schwanger sind, fühlen zum ersten Mal, wie ihr Kind sich bewegt, Frauen, die noch kein Kind zur Welt gebracht haben, nehmen die Kindsbewegungen eher wie Schmetterlinge im Bauch wahr.

    In der 16. SSW stehen eine Reihe von pränatalen Untersuchungen und Tests an, wie zum Beispiel der Triple-Test. Mit diesem Test stellt der Arzt die Konzentration von drei unterschiedlichen Proteinen sowie die Anzahl der Hormone im Blut der Mutter fest. Diese Tests geben Auskunft darüber, ob das Kind mit einer Störung der Chromosomen und damit mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Frauen, die zu den sogenannten Risikoschwangeren gehören, sollten in der 16. SSW eine Amniozentese, eine Untersuchung des Fruchtwassers machen lassen. Die Untersuchung des Fruchtwassers liefert deutliche Hinweise, ob das Kind eine genetische Störung hat, und auch das Down-Syndrom kann mit dieser Vorsorgeuntersuchung mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 % nachgewiesen werden.

    Die Fruchtwasseruntersuchung ist vor allem Frauen zu empfehlen, die mit 40 Jahren oder älter schwanger werden. Auch wenn es in der Familie Erbkrankheiten gibt, dann bietet die Untersuchung des Fruchtwassers genaue Ergebnisse, ob das Kind gesund zu Welt kommen kann.

    Bild: © Depositphotos.com / julief514

  • 17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    17. SSW – erholsame und ruhige Phase der Schwangerschaft

    Frauen, die noch kein Kind geboren haben, fragen sich in der 17. SSW vielleicht, welcher Monat jetzt angebrochen ist. Die Antwort lautet: Die 17. SSW ist der Beginn des fünften Monats. Die Mehrzahl der Frauen hat sich zu diesem Zeitpunkt mit der Schwangerschaft arrangiert und auf die körperlichen Veränderungen eingestellt. Da in der 17. SSW der Bauch noch nicht allzu rund ist, sind die meisten Frauen noch sehr aktiv, sie arbeiten, treiben Sport und haben Spaß am gesellschaftlichen Leben. Auch das Kind empfindet diese Zeit als ruhig und sehr erholsam, es fängt an seine Fettschichten aufzubauen und kann jetzt zum ersten Mal seine Bewegungen gut koordinieren.

    Das Baby in der 17. SSW

    In der 17. SSW beobachtet der Arzt das Baby sehr genau, und nicht selten wird bei der Untersuchung der bisher errechnete Geburtstermin noch einmal korrigiert. Der Arzt berechnet die Größe in der 17. SSW und wenn alles nach Plan verläuft, dann misst das Baby jetzt zwischen elf und 13 Zentimetern. Da das Baby in den vergangenen Wochen kräftig zugelegt hat, wiegt es nun zwischen 100 und 140 Gramm. Auch der Umfang der Brust und des Kopfes, aber auch die Länge des Oberschenkels spielt jetzt eine wichtige Rolle, denn sie geben verlässliche Informationen über den Stand der Schwangerschaft.

    Auf die Eltern wartet in dieser Woche der Schwangerschaft erstmals ein besonders schönes Erlebnis, denn sie können durch das Ultraschallgerät die Herztöne des Babys hören, auch die Ultraschallbilder in der 17. SSW machen den Eltern klar, dass sie in Zukunft nicht mehr nur zu zweit, sondern zu dritt sein werden. Das Baby beschäftigt sich derweil mit seinem Wachstum, denn in der 17. SSW wächst das Baby nicht nur in der Länge, aus einer knorpelartigen Substanz bilden sich in dieser Phase der Schwangerschaft auch langsam die Skelettknochen. Auch die Nägel an den Fingern und Zehen prägen sich nun aus und um das Rückenmark und die Nervenzellen legt sich eine schützende Hülle.

    Die Reizleitungen, die sich durch die Nervenbahnen ziehen, nehmen jetzt Gestalt an, und in der 17. SSW wird das sogenannte Myelin gebildet, was in der Zukunft wichtige Aufgaben übernimmt. Besonders spannend ist aber, dass sich in der 17. SSW die Gesichtszüge des Kindes bilden. Die Augen sind jetzt nicht mehr an der Seite, sondern vorne und auch die Ohren haben ihre Position gefunden. Wenn in der 17. SSW die Bewegungen des Kindes sehr lebhaft sind, dann ist das vollkommen in Ordnung, denn das Baby freut sich über seine Beweglichkeit und trainiert seine Reflexe und auch seine Muskeln. Die immer besser funktionierende Koordination der Bewegungen zeigt deutlich, dass das Gehirn und die Nervenbahnen jetzt schon aktiv arbeiten.

    Gut ausgeprägt ist in der 17. SSW bereits das Gehör, wenn es zum Beispiel zu einem lauten Geräusch wie einem plötzlichen Knall kommt, dann zuckt das Baby zusammen. Es kann jetzt auch Berührungen wahrnehmen und freut sich, wenn die Mutter den Bauch sanft streichelt. Dieses Streicheln beruhigt das Baby und es trainiert gleichzeitig auch seinen Gleichgewichtssinn. Die Mutter sollte daher jeden Tag mit ihrem Kind eine kleine Kuschelstunde einlegen.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 17. SSW?

    Die meisten werdenden Mütter fühlen sich in dieser Schwangerschaftswoche sehr wohl. Frauen, die schon ein Baby geboren haben, fühlen in der 17. SSW die ersten Bewegungen und da die Gebärmutter kontinuierlich an Größe zunimmt, machen sich die Mutterbänder erstmals bemerkbar. Schwanger in der 17. Woche heißt aber auch, dass sich jetzt äußerlich ebenfalls einiges verändert. So färben sich die Brustwarzen und die Warzenhöfe dunkelbraun und auf der Mitte des Bauches zeigt sich die sogenannte Linea Negra, eine dunkle schmale Linie, die ungefähr vom Nabel bis hin zum Schambein reicht. Auch an anderen Stellen des Körpers sind Pigmentierungen zu erkennen, die aber nach der Entbindung immer blasser werden und dann irgendwann ganz verschwinden werden.

    Der Ischias-Nerv, der genau unter der Gebärmutter verläuft, kann sich in der 17. SSW schmerzhaft bemerkbar machen. Vor allem bei einseitigen Bewegungen kommt es nicht selten zu sehr heftigen Schmerzen, daher sollten langes Stehen und Laufen nach Möglichkeit vermieden werden. Um nachts besser und erholsamer schlafen zu können, ist es eine gute Idee, ein Stillkissen mit ins Bett zu nehmen, denn dieses speziell geformte Kissen sorgt für eine spürbare Entlastung.

    Die meisten Frauen verzeichnen in der 17. SSW keine große Gewichtszunahme, aber sie kommen deutlich schneller ins Schwitzen als sonst. Das liegt an der permanent größer werdenden Blutmenge, die die Körpertemperatur nach oben steigen lässt. Eine gesunde und vor allem ausgewogene, vollwertige Ernährung ist ab jetzt ein Muss für die Mutter, denn das Baby braucht vor allem reichlich Jod, Eisen und Kalzium. Frisches Blattgemüse wie beispielsweise Spinat, aber auch Fleisch, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte sollten in der 17. SSW auf dem Speiseplan stehen. Wenn die Versorgung mit Eisen durch die Ernährung nicht ausreichen sollte, dann wird der Arzt ein entsprechendes Präparat verschreiben.

    So wichtig ist die Pflege der Venen in der 17. SSW

    Da die Gebärmutter und das Kind tüchtig wachsen, muss der Kreislauf der Mutter in den kommenden Wochen und Monaten wahre Höchstleistungen vollbringen. Das führt wiederum zu einem verstärkten Druck auf die Venen und rund die Hälfte der Schwangeren leidet unter Varizen, einer Erweiterung der Venen. Vor allem Frauen, die Zwillinge erwarten oder die vielleicht durch ihren Beruf bedingt, lange stehen müssen, die können Krampfadern oder Hämorrhoiden bekommen. Auch Krampfadern im Schambereich sind möglich, die aber nach der Entbindung recht schnell wieder verschwunden sind. Bilden sich in den Beinen Krampfadern, dann haben die betroffenen Frauen leider noch länger damit zu tun. Eine Erweiterung der Venen kann unangenehm und auch schmerzhaft sein, eine regelmäßige Pflege der Venen ist daher unerlässlich.

    Sport ist eine gute Möglichkeit, um das Venenleiden zu bekämpfen, aber es sollte sich um einen sanften Sport handeln. Vitamin C hat die Fähigkeit, die Venen elastisch zu erhalten und auch Beckenbodengymnastik stärkt die Venen und bereitet zudem den Körper auf die kommenden Belastungen durch die Schwangerschaft optimal vor. Salben auf Kräuterbasis sind perfekt für die Pflege der Venen, und auch Stützstrümpfe leisten in der Schwangerschaft gute Dienste.

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  • Gift mit Gift bekämpfen – wie funktioniert Atropin?

    Gift mit Gift bekämpfen – wie funktioniert Atropin?

    Die Terroranschläge von Paris haben nicht nur Frankreich in einen akuten Alarmzustand versetzt, in ganz Europa steigt auch die Gefahr, dass es weitere Anschläge geben könnte. Nach internationalen Geheimdienstberichten fürchtet Frankreich, dass es auch zu Anschlägen mit chemischen und biologischen Waffen kommen kann. Deshalb hat die französische Regierung angeordnet, um für alle Gefahrenfälle gerüstet zu sein, dass die nationalen Vorräte an Atropinsulfat aufgefüllt werden. Atropin ist ein hochwirksames Gift, und auch Atropinsulfat ist giftig, aber es wirkt als Gegengift und kann Leben retten.

    Atropin – Gift und Gegengift

    Gelangt Atropin in einer höheren Dosis in die Blutbahn, dann führt es zum Tode. Die ersten Anzeichen für eine Vergiftung durch Atropin sind Herzrasen, Schweißausbrüche, ein Erschlaffen der Muskulatur und schwere Sehstörungen. Das Gift aus der Tollkirsche greift das Nervensystem an und versetzt den Organismus in einen Ausnahmezustand. Bei einer zu hohen Dosis Atropin werden extrem viele Stresshormone ausgeschüttet, die schnell zum Tode führen, wenn sie in die Blutbahn geraten. Seltsam ist in diesem Zusammenhang, dass das französische Gesundheitsministerium jetzt große Mengen Atropinsulfat ankauft und an Krankenhäuser und Arztpraxen verteilen lässt. Als Grund nennt die französische Regierung, dass das Atropinsulfat angesichts der drohenden Anschlagsgefahr als Medikament für den Notfall gebraucht wird. Es kann nämlich bei einem Attentat, bei dem chemische Waffen zum Einsatz kommen, Menschenleben retten. Wenn chemische Kampfstoffe ins Spiel kommen, gibt es kein anderes Gegengift, nur Atropinsulfat stellt eine wirksame Gegenmaßnahme dar, das schreibt der „Figaro“ unter Berufung auf die Regierung.

    Tödliches Nervengift

    Wie kann ein Mittel, das eigentlich eine tödliche Wirkung hat, als Medikament eingesetzt werden, um ein anderes Gift effektiv bekämpfen? Um die Funktionalität von Atropin zu verstehen, muss man sich mit den chemischen Giften im menschlichen Körper befassen. Sollte zum Beispiel das Nervengift Sarin als Waffe eingesetzt werden, dann wird ein körpereigenes Enzym außer Gefecht gesetzt, die Acetylcholin-Esterase. Dieses Enzym ist eigentlich dafür zuständig, den Botenstoff Acetylcholin abzubauen. Geschieht das nicht, weil der Körper ein Nervengift wie Sarin aufgenommen hat, dann kann sich dieses Gift sehr schnell in einer sehr hohen Konzentration in den Nervenzellen sammeln. Die Nervenzellen reagieren, in dem sie zur Hochform auflaufen, die Betroffenen bekommen heftiges Nasenbluten, Augenschmerzen, sie geraten in Atemnot, es kommt zu Krämpfen und Erbrechen bis zur Bewusstlosigkeit, und schließlich zum Tod durch Atemstillstand.

    Atropin hebt die toxische Wirkung auf

    Wenn die Nervenzellen mit einem Nervengift gefüllt werden, wird Atropinsulfat eingesetzt, denn dieses Gift hebt die Wirkung des Nervengiftes wieder auf. Es blockiert die Rezeptoren, die das Acetylcholin normalerweise braucht, um andocken zu können. Auf diese Weise wird das Gift schnell unwirksam, ganz gleich, wie hoch die Dosis des Giftes in den Nervenzellen auch sein mag. Diese Besonderheit, die Atropin eigentlich so gefährlich macht, rettet im Ernstfall das Leben. Die Wirkung kann nur deshalb entstehen, weil das Gift in Anwesenheit eines anderen Giftes seine tödliche Kraft nicht mehr entfalten kann. Kommt es zum Beispiel zu einem Angriff mit Sarin, dann müssten alle, die das Gift eingeatmet haben, so schnell wie möglich zwei Milligramm Atropinsulfat bekommen, und zwar per Infektion direkt in die Blutbahn. Wie gut die Wirkung ist oder ob es zu bleibenden Schäden im Nervensystem kommt, das hängt immer davon ab, wie schnell das Atropinsulfat verabreicht wird.

    Frankreich will offenbar nichts mehr dem Zufall überlassen und gerüstet sein, falls es zu einer Attacke mit Nervengift kommt. Besonders groß ist die Angst vor Sarin, denn das Nervengift ist heimtückisch. Sarin ist unsichtbar, man kann es nicht riechen und auch nicht schmecken, aber schon wenige Tropfen reichen aus, um viele Menschen zu töten. Was es so gefährlich macht, ist aber die Tatsache, dass es auch über die Haut aufgenommen wird.

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  • Die 20. SSW – die Schwangerschaft geht in die Halbzeit

    Die 20. SSW – die Schwangerschaft geht in die Halbzeit

    Wäre die Schwangerschaft ein Fußballspiel, dann wäre die 20. SSW die Halbzeit. Am Ende der 20. SSW ist der fünfte Monat vorbei und in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft wird für die werdenden Mütter Umstandskleidung ein Muss. Die Gewichtszunahme in der 20. SSW gilt für Mutter und Kind, aber vor allem das Baby legt ab jetzt richtig zu. In der 20. SSW werden die Bewegungen des Kindes stärker, es macht sich durch Tritte und kräftige Boxhiebe immer mehr bemerkbar und die Mutter kann diese Bewegungen durch die Bauchdecke spüren. In der 20. SSW ist ein harter Bauch nicht ungewöhnlich oder besorgniserregend, denn der Bauch wird immer dann härter, wenn das Kind ganz besonders viel turnt.

    So entwickelt sich das Baby in der 20. SSW

    Wenn die Eltern sich Ultraschallbilder in der 20. SSW anschauen, dann sehen sie ihr Kind, wie es mit gekreuzten Beinen sitzt, sich ausgiebig streckt oder mit ein bisschen Glück, wie es gerade einen Purzelbaum schlägt. In der 20. SSW ist die zweite große Vorsorge beim Arzt an der Reihe, und die Krankenkassen übernehmen im Rahmen dieser Vorsorge auch die ersten Ultraschallbilder. Wenn die Eltern in der 20. SSW noch mehr Bauchbilder haben möchten, dann müssen sie die Kosten selbst übernehmen.

    Das Gewicht des Babys in der 20. SSW liegt bei ca. 300 Gramm und es misst jetzt zwischen 25 und 28 cm. Wenn das Kind wach ist, dann nuckelt es am Daumen, es bewegt die Arme hin und her, strampelt mit den Beinen oder spielt auch mal mit der Nabelschnur. Diese Aktivitäten macht das Baby nicht nur zum Spaß, es folgt vielmehr einem Reflex aus der Urzeit. Mit den Bewegungen trainiert das Baby, damit es nach der Geburt vom Bauch der Mutter zur Brust und damit zur Nahrungsquelle kriechen kann. Heute legen der Arzt oder die Hebamme das Baby in den Arm, aber der Reflex ist noch immer da und er spielt bei einigen Naturvölkern nach wie vor eine wichtige Rolle.

    Die Organe sind in der 20. SSW schon weit entwickelt, die Nervenzellen werden in der 20. SSW vervollständigt und erreichen eine Zahl zwischen zwölf und 14 Millionen. Das Gehirn entwickelt sich weiter und die Sinneswahrnehmungen sind bereits gut ausgeprägt. Das Baby kann in der 20. SSW riechen, fühlen, es kann schmecken, sehen und hören, wenn auch nur gedämpft. Die ersten Ansätze für die Augenbrauen sind jetzt schon zu erkennen und das Baby beginnt, kleine Mengen des Fruchtwassers zu trinken. Da der Stoffwechsel bereits funktioniert, geht ein Teil des Fruchtwassers in die Blase und ein anderer Teil in den Darm.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 20. SSW?

    Für die werdende Mutter beginnt in der 20. SSW eine aufregende Zeit, denn sie kann ihr Kind deutlicher fühlen als in den Wochen zuvor und es wird langsam Zeit, sich nach schicker Umstandsmode umzusehen. Die Feindiagnostik in der 20. SSW gehört zur zweiten umfassenden Vorsorgeuntersuchung und der Arzt wird einige Tests machen. So wird unter anderem der Urin auf Zucker, Eiweiß und vor allem auf mögliche Keime untersucht. Um eine Hb-Messung durchführen zu können, wird der Mutter Blut abgenommen, und auch ein großes Blutbild kann zu den Routinetests gehören, um den Sauerstoffgehalt im Blut messen zu können. Der Arzt achtet aber auch darauf, dass Mutter und Kind keine Mangelerscheinungen bei den Vitaminen und den Spurenelementen haben.

    Der Arzt testet die Mutter in der 20. SSW auch auf Diabetes und ob die Gefahr einer Präeklampsie besteht. Der Diabetes-Test ist besonders bei sehr jungen und bei älteren Frauen von Bedeutung, weil hier öfter die Gefahr besteht, dass es zu Schwangerschaftszucker kommt. Natürlich untersucht der Arzt auch das Baby in der 20. SSW sehr genau. Er überprüft das Wachstum an der Länge des kindlichen Oberarms, zudem wird der Umfang des kindlichen Kopfes vermessen und der Arzt schaut in der 20. SSW sehr genau nach, ob es sich vielleicht um eine Mehrlingsschwangerschaft handelt.

    Wenn die Eltern vor der Geburt des Kindes noch einmal verreisen wollen, dann bietet die 20. SSW dazu die beste Gelegenheit. Vor der 20. SSW haben viele Frauen noch mit morgendlicher Übelkeit zu kämpfen und nach der 20. SSW rundet sich der Bauch immer mehr, die werdende Mutter muss mehr und mehr mit den Problemen und Beschwerden der Schwangerschaft leben.

    Für den Vater und auch für die Geschwister ist die 20. SSW eine spannende Zeit, denn sie können das Baby durch seine Bewegungen plastisch sehen und den Kontakt zum Kind intensivieren.

    Geburten in der 20. SSW

    Von 1.000 Schwangerschaften kommt es zu ungefähr vier sogenannten stillen Geburten. So nennen Hebammen und Ärzte Geburten, bei denen das Kind entweder tot zur Welt kommt, oder kurze Zeit nach der Geburt stirbt. Ein Kind, das in der 20. SSW geboren wird, ist aus medizinische Sicht keine Frühgeburt, sondern eine Fehlgeburt. Wenn in der 20. SSW keine Bewegungen mehr zu spüren sind, dann werden der Arzt oder die Hebamme zunächst einen Weckruf starten. Am Bauch der Mutter wird ein Geräusch erzeugt, zum Beispiel ein Klingeln, immer in der Hoffnung, dass das Baby nur schläft und durch das Geräusch aufwacht. Ist das nicht der Fall, dann muss man davon ausgehen, dass das Kind gestorben ist.

    Auch wenn das Kind im Mutterleib gestorben ist, muss es zur Welt kommen, und deshalb wird in der Klinik die Geburt eingeleitet. Im Krankenhaus wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung gemacht und wenn aus der Vermutung traurige Gewissheit wird, dann bekommt die Mutter einen Tropf mit einem Medikament, das die Wehen forciert. Außerdem bekommt sie in regelmäßigen Abständen ein Zäpfchen, das den Muttermund öffnen soll. Bei einer Geburt in der 20. SSW muss der Muttermund nicht vollständig geöffnet sein, meist reichen fünf bis sechs Zentimeter, da der Kopfumfang des Kindes noch sehr klein ist.

    In vielen Kliniken und Geburtshäusern wird eine angenehme Atmosphäre mit gedämpftem Licht und Kerzen geschaffen und wenn das Kind dann geboren wird, dann betten es die Hebammen in ein sogenanntes Moseskörbchen. Die Eltern und auf Wunsch auch die Großeltern und die Geschwister haben dann Zeit, um in aller Ruhe Abschied zu nehmen.

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