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  • 25. SSW – das Baby wird aktiver

    25. SSW – das Baby wird aktiver

    In der 25. SSW wächst der Bauch und das Baby wird immer munterer und aktiver. Die Mutter fühlt sehr intensive Kindesbewegungen in der 25. SSW und allmählich machen sich einige Beschwerden bemerkbar. Da in der 25. SSW die Gewichtszunahme des Babys groß ist, verspürt die Mutter unter anderem einen starken Harndrang und auch schwere Beine und Krampfadern werden in der 25. SSW zunehmend zu einem Problem. Das Baby, das in der 25. SSW die Größe eines Fußballs hat, wächst rasant, es legt Fettreserven an und seine Organe bilden sich weiter aus.

    Das Baby in der 25. SSW – es wächst und wächst

    In der 25. SSW wird das Gewicht des Babys in der Tabelle mit rund 800 Gramm angegeben. Vom Scheitel bis zur Sohle misst das Baby jetzt 33 cm und es verfügt schon über einige Fähigkeiten. In der Phase der Schwangerschaft sitzt das Baby mit angezogenen Knien und verschränkten Armen in der Gebärmutter und in den Stunden, in denen es wach ist, turnt es auch gerne herum und versetzt der Mutter einen Tritt oder einen schmerzhaften Boxhieb. In der 25. SSW entwickelt das Baby einen Gleichgewichtssinn und in der unteren Hautschicht sind jetzt auch die Kapillargefäße zu finden. Durch eine bessere Durchblutung bekommt die Haut des Babys einen rosigen Schimmer und die Falten in der Haut bekommen ein Polster aus Muskeln und Fettgewebe. Pro Woche wird das Kind ab jetzt rund 85 Gramm zunehmen.

    Einen gewaltigen Sprung machen in der 25. SSW das kindliche Nervensystem und die Sinne. Es reagiert jetzt auf Berührungen, und wenn die Mutter hellem Licht, zum Beispiel durch die Sonne ausgesetzt ist, dann dreht das Kind den Kopf automatisch zur Seite. Auch das Gehirn entwickelt sich in der 25. SSW weiter. Der Cortex, also die Großhirnrinde teilt sich in verschiedene Schichten, aber die meisten Funktionen des Körpers werden nach wie vor von anderen Regionen im Gehirn gesteuert. Ab der 25. SSW verlagern sich die sensorischen und motorischen Fähigkeiten aber immer mehr in den Cortex. Die Lungen des Kindes reifen und damit steigen auch die Überlebenschancen des Kindes, wenn es in der 25. SSW zu einer Frühgeburt kommen sollte.

    Was passiert, wenn die Wehen in der 25. SSW einsetzen?

    Bekommt die Mutter in der 25. SSW Wehen, dann werden die Ärzte nach Möglichkeit verhindern, dass das Kind zur Welt kommt. Die Mutter bekommt Wehenhemmer, sogenannte Tokolytika, aber auch Glukokortikoide, ein Mittel, das die Reifung der kindlichen Lungen beschleunigen soll. Lässt sich die Geburt nicht mehr aufhalten, dann besteht eine Chance von 82 %, dass das Baby überlebt. In der 25. SSW sind die Ärzte verpflichtet, alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um das Baby zu retten, zur Not müssen sie auch gegen den Willen der Eltern aktiv werden.

    Kommt das Baby in der 25. SSW zur Welt, dann muss es noch künstlich beatmet werden, da die Lungenkapazität nicht für eine selbstständige Atmung ausreicht. Zudem wird das Baby permanent an einen Monitor angeschlossen, da sein Herzschlag noch keinen festen Rhythmus hat. Da auch das Immunsystem noch nicht ausreichend funktioniert, muss das Baby in der 25. SSW in die keimfreie Umgebung eines Inkubators. Babys, die in der 25. SSW geboren werden, sind noch nicht in der Lage selbstständig zu trinken, und deshalb werden sie intravenös über einen Schlauch in der Vene mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

    Wenn der Verdauungsapparat funktioniert, dann legen die Ärzte in der Regel eine Magensonde, über die das Baby Muttermilch bekommt. Diese Ernährung über die Sonde wird so lange beibehalten, bis das Frühchen sicher atmen, saugen und auch schlucken kann.

    Ab der 25. SSW wird es für die Mutter mühsam

    Die 25. SSW war welcher Monat? Wenn die Mutter sich später an die Schwangerschaft erinnert oder wenn sie ein Tagebuch geführt hat, dann wird die 25. SSW die Woche sein, in der die Schwangerschaft langsam, aber sicher mühsam wurde. Das Gewicht der Gebärmutter und des Kindes belastet jetzt zunehmend die Bänder, das Skelett und den Rücken. Da in der 25. SSW immer mehr Fruchtwasser gebildet und alle zwei Stunden komplett ausgetauscht wird, muss die werdende Mutter möglichst viel trinken. Die Gewichtszunahme ist in der 25. SSW besonders stark, denn der Körper beginnt damit, Fettreserven anzulegen, um sich auf die Stillzeit vorzubereiten.

    Der Schwerpunkt des Körpers verlagert sich in der 25. SSW nach vorne und das sorgt bei den meisten Müttern für ein ausgeprägtes Hohlkreuz. Damit das nicht zu belastend wird, hat die Natur vorgesorgt. Bei Frauen sind die Wirbelsäule und der Bereich der Lenden deutlich stärker und biegsamer, als das bei Männern der Fall ist. Die unteren drei Lendenwirbel sind miteinander verzahnt und stärker nach hinten ausgerichtet als alle anderen Wirbel und das stützt den Rücken perfekt.

    Eine bequeme Schlafhaltung zu finden, wird für die Mutter in der 25. SSW immer schwieriger. Die linke Körperseite bietet in den kommenden Wochen die beste Möglichkeit für eine gesunde und weniger anstrengende Schlafposition, und um den Druck von den Gelenken und Bändern zu nehmen, ist ein Seitenschläferkissen eine gute Wahl. Um die stärker werdenden Brüste zu entlasten, kann es hilfreich sein, auch in der Nacht einen BH zu tragen.

    Vorsicht vor Infektionen

    Als besonders unangenehm empfinden die meisten Frauen in der 25. SSW den zunehmenden Harndrang. Da das Gewebe des Harnsystems in der 25. SSW aufgelockert wird, kann es schneller zu Harnwegsinfekten kommen. Wichtig ist es, die Blase bei jedem Gang zur Toilette vollständig zu entleeren, wenn es trotzdem zu Schmerzen kommt, dann sind das Anzeichen für eine Infektion und die werdende Mutter muss sofort zum Arzt. Eine Entzündung der Harnwege ist zwar leicht zu behandeln, aber wenn die Infektion verschleppt wird, dann kann das schwerwiegende Folgen haben und sogar in einer Frühgeburt enden.

    Zu den typischen Symptomen gehören brennende Schmerzen beim Wasserlassen und ein starker Harndrang. Auf der Toilette werden aber nur wenige Tropfen Urin ausgeschieden und der Urin hat einen stechenden, unangenehmen Geruch. Wenn sich in den Urin kleine Mengen Blut mischen oder wenn Fieber auftritt, dann sollte die Mutter sofort einen Arzt aufsuchen, der eine Blutuntersuchung macht und die entsprechenden Maßnahmen einleitet.

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  • Die 26. SSW – das Baby macht die Augen auf

    Die 26. SSW – das Baby macht die Augen auf

    In der 26. SSW geht das zweite Trimester zu Ende und die Mutter ist jetzt in der Mitte des siebten Schwangerschaftsmonats. Frauen, die bisher noch keine Beschwerden verspürt haben, werden in der 26. SSW die Erfahrung machen, dass eine Schwangerschaft durchaus beschwerlich sein kann. Da Baby und Gebärmutter in dieser Phase schnell wachsen, werden die Organe der Mutter verschoben und das macht sich mit Rückenschmerzen, Atemnot und vor allen Dingen mit unangenehmem Sodbrennen bemerkbar. Das Baby ist in seiner Entwicklung weit voran gekommen und die 26. SSW wird von den meisten Babys dazu genutzt, um ausgiebig zu spielen.

    Wie geht es dem Baby in der 26. SSW?

    Wie sieht in der 26. SSW das Gewicht des Babys aus? Es wiegt jetzt rund 900 Gramm und misst zwischen 34 und 36 cm. Die 26. SSW war welcher Monat? Wenn die Mutter sich später an diese Phase der Schwangerschaft erinnert, dann wird sie sagen, es war der Monat, in dem das Baby besonders aktiv war. Die Gründe für diese Aktivitäten heißen Reflexe, denn in der 26. SSW bildet das Baby seine Reflexe weiter aus. Auf dem Ultraschallbild zeigt es sich gerne mit dem Daumen im Mund, weil es jetzt weiß, was ein Saugreflex ist und auch der Schluckreflex wird in der 26. SSW trainiert, wenn das Baby Fruchtwasser trinkt. Ausgeprägt ist jetzt auch der Greifreflex, außerdem spielt das Kind mit seinen Fingern, seinen Zehen und auch mit der Nabelschnur. Nach der Geburt wird das Baby über mehr als angeborene 70 Reflexe verfügen.

    Die Funktionen von Blase und Darm werden verfeinert und in der 26. SSW kann das Kind bereits Schmerzen empfinden. Die Nasenflügel öffnen sich in der 26. SSW und die Atemfunktion lässt es jetzt zu, dass das Baby Fruchtwasser einatmen kann. Die Augen öffnen sich und wenn das Kind geboren wird, dann sind seine Augen zunächst einmal blau. Die individuelle Färbung der Iris entsteht erst nach der Geburt. Da die entsprechenden Nervenbahnen zwischen den Augen und der Großhirnrinde bereits sehr gut miteinander vernetzt sind, kann das Baby nicht nur sehen, es ist auch in der Lage, einen Wechsel von Farben und Formen zu unterscheiden.

    Auch die Verbindung zwischen den Ohren und dem Gehirn funktioniert schon, was es dem Baby in der 26. SSW möglich macht, Geräusche und sogar Stimmen voneinander zu unterscheiden. So reagiert es auf die Stimmen der Eltern und hört auch gerne Musik. Berührungen von außen, wie zum Beispiel ein sanftes Streicheln über den Bauch der Mutter, nimmt das Kind nicht nur wahr, es reagiert ab der 26. SSW darauf auch immer stärker. Manchmal macht es sich mit einem kleinen Boxhieb bemerkbar oder tritt mit dem Fuß von innen gegen den Bauch.

    Die Sorgen der Mutter in der 26. SSW

    Die Nachtruhe der Mutter wird in der 26. SSW empfindlich gestört, denn das Baby ist vor allem in der Nacht sehr aktiv, denn nachts werden im Körper der Mutter besonders viele Wehen-Hormone ausgeschüttet. Diese Hormone sollen den Uterus auf die Geburt vorbereiten, die Hormone „beflügeln“ aber auch das Baby, was zu großer Aktivität und einem vermehrten Bewegungsdrang führt. Wenn sich in der 26. SSW ein harter Bauch bemerkbar macht, dann hat das etwas mit den Bewegungen des Babys zu tun, denn noch reicht der Platz in der Gebärmutter aus, um ausgiebige Streck- und Dehnübungen zu machen.

    Auch Übungswehen in der 26. SSW sind keine Seltenheit. Die werdende Mutter nimmt diese Wehen als ein leichtes Ziehen im Bauch oder im Rücken wahr, allerdings sind diese Schmerzen nicht von langer Dauer. Viele Frauen machen sich aber auch Sorgen, wenn ihr aktives Baby plötzlich eine längere Ruhepause einlegt. In diesem Fall sollte die Mutter 24 Stunden abwarten, bevor sie einen Arzt oder eine Hebamme aufsucht. Der Arzt macht dann einen Ultraschall und misst die Herzfrequenz des Kindes. In der Regel sind solchen Phasen der Ruhe jedoch kein Grund, sich Sorgen zu machen, denn vor allem aktive Babys brauchen längere Ruhepausen, um wieder Kraft zu sammeln.

    Welche Gefahren gibt es in der 26. SSW?

    In der 26. SSW ist die Gewichtszunahme des Babys groß und damit nimmt der Druck auf die inneren Organe der Mutter immer weiter zu. Die körperliche Belastung durch die Schwangerschaft sorgt bei der werdenden Mutter für ein erhöhtes Aufkommen von Blut und das kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Das ist nicht weiter schlimm, aber wenn der Blutdruck plötzlich sehr stark ansteigt oder wenn es zu Sehstörungen kommt, dann wird es gefährlich. Auch wenn sich im Urin der Mutter mehr Eiweiß als gewöhnlich befindet oder wenn die Hände und Füße sehr stark anschwellen, dann besteht die akute Gefahr einer Präeklampsie, einer Schwangerschaftsvergiftung.

    Eine Präeklampsie tritt erst nach der 20. Schwangerschaftswoche auf, besonders groß ist die Gefahr in der 26. SSW. Der Arzt untersucht Frauen, die in der 26. SSW sind, gezielt auf Anzeichen einer Schwangerschaftsvergiftung und auch eine Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes steht in der 26. SSW auf dem Programm. Der Test wird im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung beim Arzt durchgeführt und von den Krankenkassen bezahlen diesen Diabetestest. Eine Präeklampsie kann wie die Diabetes auch, aus medizinischer Sicht sehr gut behandelt werden.

    Frühgeburt in der 26. SSW – wie hoch sind die Überlebenschancen?

    Auch wenn die 26. SSW für eine Frühgeburt ein kritischer Zeitpunkt ist, rund 85 % der Babys, die in dieser Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, überleben und wachsen auch gesund auf. Die Frühchen, die in der 26. SSW geboren werden, müssen in sogenannten Perinatalzentren betreut werden, die es mittlerweile in fast allen Krankenhäusern gibt. Probleme machen vor allem das geringe Gewicht des Kindes und die noch nicht vollständig ausgereiften Organe. Babys, die in der 26. SSW geboren werden, müssen künstlich beatmet werden, da sich seine Lungen noch nicht entfaltet haben, zudem muss der Kreislauf permanent überwacht werden und auch eine künstliche Ernährung durch eine Nasensonde ist in der Phase unverzichtbar. Das Risiko, dass ein Baby neurologische Schäden wie Hör- und Sehprobleme hat, ist bei einer Geburt in der 26. SSW hoch, aber auch Kinder, die anfänglich Probleme hatten, holen Defizite in der Entwicklung schnell wieder auf.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Die 27. SSW – wichtige Entwicklungssprünge

    Die 27. SSW – wichtige Entwicklungssprünge

    Die 27. SSW ist welcher Monat? In der 27. SSW endet das zweite Trimester der Schwangerschaft und damit auch der siebte Monat. In der 27. SSW spielen die Gewichtszunahme des Babys und der Gebärmutter eine große Rolle, denn sie sorgen bei der Mutter zunehmend für Beschwerden der unterschiedlichsten Art. Diese Beschwerden sind aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Mutter in den kommenden drei Monaten der Schwangerschaft erwartet. Das Baby macht in der 27. SSW einen großen Sprung in seiner Entwicklung und das gilt vor allem für sein Gehirn, aber auch für die Lungen.

    Die Entwicklung des Babys in der 27. SSW

    Wenn der Arzt Bilder in der 27. SSW macht, dann kann die Mutter erkennen, dass sich die Proportionen des Babys verändert haben. Das Wachstum des Kopfes hat sich im Vergleich zum Rumpf verlangsamt und die körperlichen Proportionen ergeben jetzt ein einheitliches Bild. In der 27. SSW wiegt das Baby etwa 1.000 Gramm und es hat eine Körperlänge von durchschnittlich von 36 cm. Zwar ist die Haut noch ein wenig runzelig, aber die Fettreserven, die das Kind in den noch verbleibenden Wochen ansammelt, werden die Haut glätten.

    Das Baby hat in der 27. SSW einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus, leider stimmt er aber nicht immer mit dem der Mutter überein. Da das Kind noch relativ viel Platz in der Gebärmutter hat, können seine Turnübungen die Mutter nachts wachhalten, während es am Tag gerne mal eine Ruhepause einlegt. Schuld an den nächtlichen Aktivitäten sind die Wehen-Hormone, die der Körper der Mutter jetzt vermehrt und vor allem in der Nacht ausschüttet. Zwar wird der Platz in der Gebärmutter immer kleiner, aber es reicht immer noch, um Purzelbäume zu machen. Da das Baby erst später die Geburtsposition, die Beckenendlage einnimmt, dreht es sich in der 27. SSW mal nach oben und mal nach unten.

    Die Ausbildung der Gehirnstruktur ist in der 27. SSW die wichtigste Entwicklung. Bis zur 27. SSW hat die Oberfläche des Gehirns eine glatte Struktur, in der 27. SSW bilden sich jetzt die Furchen, und das Gehirn des Kindes ähnelt dem eines erwachsenen Menschen. Dieser Prozess wird von sehr intensiven Gehirnaktivitäten des Babys begleitet und Wissenschaftler vermuten, dass das Baby in dieser Schwangerschaftswoche auch zum ersten Mal träumt. Die Sinneswahrnehmungen werden in der 27. SSW immer stärker ausgeprägt. Das Baby nimmt grelles Licht ebenso wahr wie laute Geräusche und es ist in der Lage, zu tasten. Wenn die Mutter sehr hellem Licht ausgesetzt ist, zum Beispiel, wenn sie ihr Gesicht in die Sonne hält, dann wird das Baby die Hand vor die Augen legen oder sich einfach wegdrehen. Zwar wird das Licht gefiltert und das Baby sieht nur einen sanften Rot-Ton, aber das Kind empfindet das trotzdem als störend.

    Wenn sich die Mutter bewegt, dann wird das Baby durch das Fruchtwasser sanft hin und her geschaukelt. Viele werdende Eltern empfinden es als sehr berührend, wenn sie sanft über den Bauch der Mutter streicheln, denn dann passiert es nicht selten, dass das Baby sich in Richtung der streichelnden Hand bewegt.

    Wie gefährlich ist eine Geburt in der 27. SSW?

    In der 27. SSW wird das Blut des Kindes direkt aus dem Knochenmark gebildet und das Baby ist jetzt in der Lage, seine Körpertemperatur selbstständig zu steuern. Eine Frühgeburt in der 27. SSW kann kritisch werden, denn es gibt zu diesem Zeitpunkt der Schwangerschaft noch eine Schwachstelle, und zwar die Lungen. Die organische Entwicklung ist in der 27. SSW zwar schon fast abgeschlossen, aber es fehlt das sogenannte Surfactant, ein Oberflächenprotein, das die Bronchien schützt und reinigt, aber auch dafür sorgt, dass sich Lungenbläschen beim Atmen nicht verkleben können. Kommt es zu einer Geburt in der 27. SSW, dann muss das Baby nicht nur in den Brutkasten, es wird auch an die künstliche Beatmung angeschlossen. Erst wenn ausreichend Surfactant produziert wird, dann ist das Baby auch in der Lage, selbstständig zu atmen. Um die selbsttätige Atmung und die Produktion des Proteins anzuregen, bekommen Kinder in der 27. SSW ein Medikament.

    Wenn in der 27. SSW Schmerzen auftreten, dann müssen das nicht zwingend auch Wehen sein. Wenn es aber Wehen sind, dann werden die Ärzte versuchen, diese frühen Wehen mit den entsprechenden Medikamenten zu hemmen. So kann unter anderem auch Cortison gespritzt werden, denn das umstrittene Medikament regt das Wachstum der Lungen des Babys an.

    Warum Mütter in der 27. SSW so intensiv träumen

    Frauen, die in der 27. SSW schwanger sind, erleben in dieser Phase der Schwangerschaft einige merkwürdige Dinge und haben zudem mit vielen körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Der obere Rand der Gebärmutter ist in der 27. SSW oberhalb des Bauchnabels ertastbar und da die Organe jetzt vom Bauch aus in Richtung Brust geschoben werden, fühlen sich viele Frauen zunehmend unwohl. Auch Beinkrämpfe, Hämorrhoiden und Krampfadern treten in der 27. SSW häufig auf. Um die beanspruchten Beine zu entlasten, kann es helfen, Kompressionsstrümpfe zu tragen. Wenn sich die Krampfadern aber im Schambereich bilden, dann sind Kompressionsstrümpfe nicht zu empfehlen, denn sie können die Beschwerden noch schlimmer machen.

    In der 27. SSW tritt ein Phänomen auf, für das Wissenschaftler bis heute keine schlüssige Erklärung haben: Die werdenden Mütter träumen sehr intensiv. Diese Träume in der 27. SSW sind sehr plastisch, oftmals auch dramatisch und nicht selten sogar bizarr. Es wird vermutet, dass diese lebhaften Träume etwas mit den hormonellen Einflüssen in der 27. Schwangerschaftswoche zu tun haben und dass sich die werdenden Mütter auf diese Weise mit der Schwangerschaft und der Geburt auseinandersetzen.

    Das Gewicht des Kindes drückt in der 27. SSW mehr und mehr auf die Vena Cava, und das macht den Rückfluss des Blutes durch die größte Vene des Körpers immer schwerer. Viele Schwangere müssen dann die Erfahrung machen, dass sie nicht mehr auf dem Rücken liegen können, weil ihnen sonst übel wird. Gesünder und bequemer für Mutter und Kind ist es, ab der 27. SSW vermehrt auf der linken Körperseite zu liegen, denn dann werden die Organe entlastet.

    Um Wassereinlagerungen vorzubeugen, hilft es, sich eiweißreich zu ernähren. Fisch, Fleisch, Milch und Milchprodukte sollten in der 27. SSW auf der Speisekarte stehen.

    Bild: © Depositphotos.com / michaeljung

  • Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Die 28. SSW – die Vorfreude wächst

    Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, fragen sich in der 28. SSW, welcher Monat der Schwangerschaft jetzt anbricht. Es ist der siebte Monat oder das zweite Trimester und bei den Müttern machen sich jetzt zwiespältige Gefühle breit. Auf der einen Seite steigt die Vorfreude auf das Kind und auf der anderen Seite plagen viele Mütter Zweifel, wie sie die Geburt schaffen sollen und ob sie der Mutterrolle auch wirklich gerecht werden. Das Baby sorgt in der 28. SSW für eine weitere Gewichtszunahme und die Bilder der 28. SSW zeigen einen schon fast perfekten Säugling. Das Baby legt weiter Fettreserven an, die Lungen sind beinahe schon fertig und das Gehirn sowie das Immunsystem machen weitere Fortschritte.

    Die 28. SSW – ein fast fertiger Mensch

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt durchschnittlich bei 1.100 Gramm und es misst vom Scheitel bis zur Sohle rund 37 cm. Seine Organe sind jetzt schon fast ausgereift und bis es zur Welt kommt, wird es sich hauptsächlich um sein Wachstum und um sein Gewicht kümmern. Die Entwicklung es Gehirns steht in der 28. SSW im Vordergrund. Die Furchungen des Hirns hat vor wenigen Tagen begonnen, das was jetzt folgt, sind die filigranen Feinarbeiten. Auch die Aktivität des Gehirns geht weiter voran, und wenn der Arzt jetzt beim Baby ein EEG machen würde, dann zeigt diese Messung in der 28. SSW schon Sinneswahrnehmungen.

    In der 28. SSW macht aber auch das Immunsystem einen gewaltigen Schritt nach vorne. Das Baby nimmt durch das Blut der Mutter über die Plazenta Antikörper auf und das macht es möglich, dass das Immunsystem eigenständig funktioniert. Das bronchiale System verzweigt sich weiter und die Blutgefäße in der Lunge bilden sich weiter aus. In der 28. SSW wird das sogenannte Surfactant vermehrt produziert, ein Protein, was dabei hilft, dass die Lungenbläschen nicht verkleben, und das Baby trainiert durch das Einatmen und Ausatmen von Fruchtwasser seine Atmung. Dabei kommt es häufig zu einem Schluckauf, den die Mutter in der 28. SSW als Kindsbewegungen wahrnimmt. Neben dem Schluckauf macht sich das Kind in der 28. SSW aber auch mit zappeln und zarten Tritten bemerkbar.

    In der 28. SSW hat das Kind noch ausreichend Platz in der Gebärmutter, aber die Tritte sind auch von außen zu sehen und die Mutter kann immer erkennen, wo das Baby gerade liegt, je nachdem, wo ein Fuß gerade „auftaucht“. Das Baby hat jetzt beim Schlafen die Augen geschlossen und wenn es in einer Wachphase ist, dann sind die Augen weit geöffnet. Es kann in der 28. SSW aber noch nicht scharf sehen, sondern nur hell von dunkel und einen Wechsel der Formen und Farben unterscheiden.

    Die Mutter in der 28. SSW

    Die Schwangerschaft macht sich in der 28. SSW immer deutlicher bemerkbar. So zeigt sich jetzt die Wirkung der Schwangerschaftshormone, die die Gelenke langsam, aber sicher auflockern, was zu Schmerzen in der Beckenregion führen kann. In den verbleibenden Wochen vor der Entbindung nehmen die meisten Frauen ab der 28. SSW noch einmal rund fünf Kilogramm zu. Auch die Gebärmutter verändert in der 28. SSW langsam ihre Form. Im oberen Bereich der Gebärmutter liegt das Baby, das immer weniger Platz hat, im unteren Teil hingegen wird das Platzangebot immer größer. Diese Platzverteilung ist gewollt, denn sie soll das Kind aktiv dabei unterstützen, die richtige Lage für die Geburt einnehmen zu können. Ideal ist eine Position, bei der der Kopf nach unten zeigt, die sogenannte Endlage. Die meisten Babys drehen sich aber nicht in der 28. SSW, sondern erst in der 36. Schwangerschaftswoche, manche sogar erst fünf Minuten vor der Geburt. Damit es nicht zur Steißlage kommt, können Ärzte und Hebammen auch ein wenig nachhelfen, dass das Baby die richtige Position findet, um gesund zur Welt zu kommen.

    Für die werdenden Eltern bietet die 28. SSW noch einmal die Möglichkeit, durchzuatmen und vielleicht einen kleinen Urlaub zu machen. Fliegen in der 28. SSW ist kein Problem, wenn die Mutter sich fit und gesund fühlt. Es sollten aber keine extremen Langstreckenflüge wie zum Beispiel nach Australien sein, denn 22 Stunden im Flugzeug sind für die Mutter doch recht anstrengend. Viele Frauen beginnen in der 28. SSW mit Geburtsvorbereitungskursen, bei denen übrigens auch die werdenden Väter gern gesehene Gäste sind.

    In den Vorbereitungskursen lernen die Männer, ihre Frauen bei der Geburt aktiv zu unterstützen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, der Hebamme Fragen zu stellen und sich ein Video von der Geburt anzusehen. Auch die Vorbereitung auf das Stillen ist Teil eines Geburtsvorbereitungskurses in der 28. SSW. Muttermilch ist nicht nur die natürlichste Nahrung für das neugeborene Kind, sie ist auch die gesündeste Nahrung. Frauen, die nicht stillen können oder nicht stillen wollen, müssen allerdings kein schlechtes Gewissen haben, denn eine enge Beziehung zwischen Mutter und Kind entsteht auch dann, wenn das Baby mit der Flasche ernährt wird. Zudem haben die modernen Milchpulver alles, was das Baby braucht.

    Wie riskant ist eine Geburt in der 28. SSW?

    Das Gewicht des Babys in der 28. SSW liegt bei durchschnittlich 1.100 Gramm und wenn es in der 28. SSW zur Frühgeburt kommt, dann stehen die Chancen, dass das Baby überlebt, bei rund 96 %. Das Risiko steigt aber bei Babys, die noch keine 1.000 Gramm wiegen, denn dann können Komplikationen und gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden. Kommt ein Frühchen in der 28. SSW zur Welt, dann muss es in den Brutkasten und da das Wachstum der Lunge noch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann es sein, dass das Baby mittels eines Nasenschlauches künstlich beatmet werden muss.

    Die Nieren haben in der 28. SSW ihre Arbeit bereits aufgenommen und das heißt, die Gefahr von Nierenproblemen oder sogar Nierenversagen ist sehr klein. Das Baby braucht nach einer Geburt in der 28. SSW vor allen Dingen viel Ruhe und noch mehr Schlaf. In vielen Kliniken wird das sogenannte „Känguruing“ angeboten, bei dem die Mutter oder auch der Vater das Kind auf dem Arm oder auf dem Bauch haben. Für das Kind ist es sehr wichtig, dass es neben der Körperwärme auch den gewohnten Herzschlag fühlen kann.

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  • Wie viel Wert sollte auf Kosmetik gelegt werden?

    Wie viel Wert sollte auf Kosmetik gelegt werden?

    Das Wort Kosmetik kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt so viel wie schmücken. Und tatsächlich ist Kosmetik etwas, was das Äußere schmückt und das Aussehen zum Positiven verändert. Den Überbegriff Kosmetik gibt es jedoch erst seit dem 18. Jahrhundert, in Deutschland wurden kosmetische Artikel bis 1850 als Schönheitsmittel bezeichnet, erst dann setzte sich der Begriff Kosmetik durch. Kosmetik spielt in jeder Kultur dieser Welt eine wichtige Rolle, aber jeder sieht in der Kosmetik etwas anderes. Kosmetik kann reinigen und pflegen, schützen und natürlich auch verschönern.

    Kosmetik im Wandel der Zeit

    Schon in prähistorischer Zeit legten die Damen viel Wert auf ein gutes Aussehen. Sie bemalten sich ihre Gesichter mit roter Farbe, um attraktiver zu wirken, aber erst die Frauen der Assyrer und der Babylonier schminken sich gezielt die Lippen, die Augenbrauen und die Wangen mit Henna und Indigo. Im alten Ägypten gab es einen regelrechten Kult um die Schönheit und den Damen stand eine Vielzahl von Schönheitsmitteln zur Verfügung. Roter Ocker wurde für das Schminken der Wangen und der Lippen benutzt, Henna für die Haare und den Teint. Malachit war ein beliebtes Färbemittel für die Augenlider und mit Kajal gab es bereits die Möglichkeit, den Augen einen dramatischen Ausdruck zu verleihen. Im antiken Griechenland schminkte sich nur die Oberschicht und im alten Rom wurde Rosenwasser als Badezusatz sowie Bienenwachs für die Entfernung der Körperhaare teuer gehandelt. Heute ist das Angebot an kosmetischen Artikeln mehr als groß, und wer einen neuen Lippenstift oder einen Lidschatten kaufen möchte, der hat die berühmte Qual der Wahl.

    Die richtige Kosmetik finden

    Es ist gar nicht so leicht, die passende Kosmetik zu finden, denn die Regale in den Parfümerien wie z.B. Douglas und Drogeriemärkten wie Rossmann sind übervoll. Auch das Internet bietet eine riesige Auswahl für alle, die mit der richtigen Kosmetik mehr aus ihrem Typ machen wollen. Aber welcher Lippenstift ist der beste? Welche Hautcreme pflegt besonders gut und welche Mascara hat in welchem Test besonders gut abgeschnitten? Auf den entsprechenden Seiten finden interessierte Damen und Herren unter anderem eine Übersicht an Produkten und sie können sich über die Hersteller und die einzelnen Wirkstoffe informieren. Nicht immer sind Designerprodukte die beste Wahl, auch preiswerte Artikel von weniger namhaften Herstellern haben in unterschiedlichen Tests mit gut oder sogar mit sehr gut abgeschnitten.

    Es kommt auf die Aufmachung an

    Neuste Untersuchungen haben gezeigt, dass sich viele, die regelmäßig Kosmetik benutzen, viel Wert auf die Aufmachung legen. Eine schöne Verpackung, ein schicker Flakon oder ein aufwendig gearbeitetes Etui machen kosmetische Artikel zu Lifestyle Artikeln, auf die Inhaltsstoffe wird weniger geachtet. Das ist mit ein Grund, warum Naturkosmetik in den vergangenen Jahren einen eher schweren Stand hatte. Mittlerweile hat sich das Bild aber verändert, denn Kosmetik aus natürlichen Bestandteilen genießt einen immer besseren Ruf. Naturkosmetik ist kein geschützter Begriff, aber Kosmetik, die auf natürlicher Basis hergestellt wurde, sollte umweltverträglich sein, ohne Tierversuche auskommen und natürlich die Haut schonen.

    Kosmetik in der Werbung

    Auch die Werbebranche hat den immer größer werdenden Markt mit Kosmetik für sich entdeckt. Zwar dürfen die Hersteller von Kosmetika nicht mit irreführenden Bezeichnungen bewerben, aber die Werbeindustrie lässt sich einiges einfallen, um dieses Gesetz elegant zu umgehen. So ist zum Beispiel der Begriff Nährcreme weit dehnbar, der Kunde assoziiert damit aber automatisch, dass es sich dabei um eine Creme handeln muss, die gut für Haut ist und sie mit vielen Pflegestoffen versorgt. Dasselbe gilt auch für das Cremebad oder die Hautpflege mit Aufbaustoffen. Die Werbung und die Hersteller drücken sich sehr bewusst sehr vage aus, es ist der Kunde, der interpretiert, denn er sieht die aufwendige Werbung, liest die Slogans und kauft schließlich die Produkte.

    Bild: © Depositphotos.com / mindof

  • 30. SSW – das Baby wächst fleißig

    30. SSW – das Baby wächst fleißig

    In der 30. SSW sind Mutter und Kind in der Mitte des achten Schwangerschaftsmonats und für die Mutter wird das rasante Wachstum des Kindes immer deutlicher spürbar. Viele Frauen empfinden in der 30. SSW ihre Schwangerschaft zum ersten Mal bewusst als körperlich belastend, sie ermüden schneller und haben immer öfter das Bedürfnis, sich auszuruhen. In der 30. SSW ist die Entwicklung des Babys besonders intensiv, denn es wächst schnell und seine organischen Funktionen sind in dieser Phase der Schwangerschaft fast schon vollständig abgeschlossen. Mutter und Kind werden in der 30. SSW in einem Rhythmus von zwei Wochen untersucht und wenn der Arzt in der 30. SSW Bilder vom Baby macht, dann kann die Mutter ihr Kind in ganzer Schönheit sehen.

    Die Entwicklung des Babys in der 30. SSW

    In der 30. SSW beträgt das Gewicht des Babys im Schnitt 1.400 Gramm und es misst rund 40 cm. Seine Organe sind gut ausgebildet und schon fast voll funktionsfähig. Vor allem die Lungen und die Verdauungsorgane sind ausgebildet und auch die Funktionen und die Strukturen des Gehirns sind schon weit fortgeschritten. Da immer mehr Fettreserven angelegt werden, ist die Haut jetzt glatt und da die Kapillargefäße in der 30. SSW gut durchblutet werden, bekommt die Haut eine rosige und gesunde Farbe. Auch seinen Wärmehaushalt kann das Baby in der 30. SSW bereits selbstständig regulieren.

    Da in der 30. SSW die Gewichtszunahme flott vorangeht, kann das Baby kaum noch ausladende Bewegungen machen und nimmt meist die typische Fötus-Stellung mit angezogenen Knien und vor der Brust verschränkten Armen ein. Das Baby liegt praktisch eingerollt wie ein Igel in der Gebärmutter. Für ein ausgiebiges Bewegungsprogramm ist jetzt kaum noch Platz vorhanden und wenn der Platz immer enger wird, dann sinkt auch allmählich die Menge des Fruchtwassers.

    Die sogenannte Lanugo-Behaarung verschwindet in der 30. SSW fast ganz, bei einigen Kindern ist aber sogar nach der Geburt noch ein leichter zarter Flaum am Rücken und auf den Schultern zu sehen. Das Baby reagiert ab der 30. SSW mehr und mehr auf Geräusche und Berührungen. So sollte sich die Mutter in dieser Phase viel Zeit nehmen, um dem Baby etwas vorzulesen, den Bauch zu streicheln und für den Nachwuchs zu singen. Zum ersten Mal kann das Baby in der 30. SSW auch Schmerzen bewusst wahrnehmen. Noch in den 1970er Jahren sind Mediziner davon ausgegangen, dass Kinder bis zu einem bestimmten Stadium der Schwangerschaft keine Schmerzen empfinden können, die heutige Kinderheilkunde ist allerdings der Meinung, dass das Kind sehr wohl Schmerzen empfinden kann, die es stark belasten können.

    Das Baby in der 30. SSW hat schon seine Augenbrauen und auch seine Wimpern, und wenn der Arzt beim Ultraschall nachsieht, wie es dem Baby geht, dann kann er mit etwas Glück sogar erkennen, ob das Kind ein Rechts- oder ein Linkshänder wird. Möglich ist das aber nur dann, wenn das Baby bei der Aufnahme gerade den rechten oder den linken Daumen im Mund hat.

    Wie geht es der Mutter in der 30. SSW?

    Wenn die 30. SSW beginnt, dann hat sich die Gebärmutter schon bis zum Zwerchfell ausgedehnt und das kann bei vielen werdenden Müttern für Kurzatmigkeit, aber auch zu Problemen mit dem Kreislauf sorgen. Sollte es in der 30. SSW zu Beschwerden kommen, dann spürt die Mutter diese Beschwerden intensiver als in den Monaten zuvor. Rückenschmerzen können jetzt sehr belastend sein und wenn Probleme mit dem Magen-Darmtrakt auftreten, dann kann das zusätzlich belasten. Die meisten Frauen nehmen in der 30. SSW zwischen 400 und 500 Gramm zu, und Heißhungerattacken sind keine Seltenheit mehr. Frauen, die in dieser Schwangerschaftswoche einen guten Appetit entwickeln, sollten auf eine immer ausgewogene und vor allem auf eine nährstoffreiche Ernährung achten. Das Kind sammelt diese Nährstoffe, die Vitamine, die wertvollen Spurenelemente und auch die Mineralstoffe, denn sie geben ihm die nötige Kraft, die es für die Geburt dringend braucht.

    Besonders Milch und Milchprodukte spielen in der 30. SSW bei der Ernährung der Mutter eine entscheidende Rolle, denn das Kalzium in der Milch geht ohne Umwege direkt in den Aufbau des kindlichen Skeletts. Außerdem sollte die Mutter in der 30. SSW für eine ausreichende Zufuhr an Proteinen sorgen, denn die Proteine sind für die Entwicklung der kindlichen Zellen wichtig. Um das Blut des Babys mit Eisen zu versorgen, müssen viele Frauen in der 30. SSW zusätzliche Eisenpräparate einnehmen. Weniger Probleme machen in der 30. SSW die Kindsbewegungen, denn das Kind hat zum einen weniger Platz und zum anderen werden seine Schlafphasen immer länger.

    Warum spielt die Gebärmutter in der 30. SSW eine wichtige Rolle?

    In der 30. SSW findet die letzte umfassende Vorsorgeuntersuchung statt. Der Arzt schaut sich nicht nur das Baby sehr genau an, auch die Gebärmutter steht bei dieser Untersuchung im Fokus. Wird eine Plazenta praevia festgestellt, dann muss in der 30. SSW die Geburt mithilfe eines Kaiserschnitts eingeleitet werden. Eine Plazenta praevia ist keine Seltenheit und sie kommt in vier verschiedenen Formen vor:

    • Der Mutterkuchen liegt im unteren Teil der Gebärmutter, aber er berührt den Muttermund nicht. In diesem Fall kann das Baby auf natürliche Weise geboren werden.
    • Die Plazenta berührt mit ihrem unteren Rand den Muttermund, aber sie verdeckt ihn nicht. Auch in diesem Fall ist eine vaginale Geburt möglich.
    • Die Plazenta verdeckt den Muttermund zum Teil. Wenn das der Fall ist, dann handelt es sich um eine Plazenta praevia partialis und es muss ein Kaiserschnitt gemacht werden.
    • Handelt es sich um eine Plazenta praevia totalis, dann verschließt der Mutterkuchen den Muttermund komplett und auch hier ist ein Kaiserschnitt notwendig.

    In nur sechs von 1.000 schwangeren Frauen kommt es zu einer Plazenta praevia. Das Gefährliche daran ist, dass die Diagnose erst relativ spät, also in der 30. SSW diagnostiziert werden kann. Zwar können moderne Ultraschallgeräte eine Plazenta praevia schon eher erkennen, aber der Arzt kann nicht wissen, ob sich die Plazenta noch verschieben wird, wenn sich die Gebärmutter ausdehnt. Aus medizinischer Sicht ist es daher besser, wenn es in der 30. SSW zu einer Frühgeburt kommt als das Risiko einzugehen, dass sich die Plazenta noch weiter über den Muttermund schiebt, was Lebensgefahr für Mutter und Kind bedeuten kann.

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