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  • Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Was passiert eigentlich während einer Operation?

    Die meisten Menschen beschleicht ein ungutes Gefühl, wenn es um Operationen geht. Sie haben Angst vor der Narkose, Angst davor die Kontrolle zu verlieren und ihr Leben komplett in die Hände der Ärzte zu legen. Der Verlust vor Kontrolle ist eine Urangst, denn dieser Verlust bedeutete für unsere Vorfahren den sicheren Tod. Wer sich aber über die einzelnen Vorgänge vor, während und nach einer Operation informiert, der verliert diese Angst sehr schnell, denn kaum ein anderer Vorgang wird so akribisch geplant und ausgeführt wie ein operativer Eingriff.

    Die Vorbereitungen einer Operation

    Während die OP-Pfleger den Operationssaal für den Eingriff vorbereiten, bekommt der Patient noch in seinem Zimmer ein leichtes Beruhigungsmittel. Dann wird er in den sogenannten Vorbereitungsraum gebracht, wo ein Pfleger den Puls, die Herztöne, den Blutdruck und die Sauerstoffsättigung im Blut misst. Anschließend injiziert der Narkosearzt über eine Vene im Unterarm oder in der Hand das Narkosemittel und führt dann, wenn der Patient tief schläft, einen Schlauch in die Luftröhre ein. Erst wenn der Patient auf dem OP-Tisch die richtige Position hat und alles bereit liegt, was während der Operation gebraucht wird, kommen die Chirurgen in den Operationssaal. So nehmen zum Beispiel an einer Blinddarmoperation bis zu vier Chirurgen, ein Anästhesist, ein Narkosepfleger, eine OP-Schwester und ein Springer teil. Der Springer ist der Mann im Hintergrund, der das benötigte Material holt, die OP dokumentiert und die verschiedenen Geräte wie das Ultraschallgerät bedient.

    Die Aufgaben der Chirurgen und Narkoseärzte

    Um beispielsweise den Blinddarm zu entfernen, öffnet der Chirurg zunächst die Bauchdecke und der Assistenzarzt hält mithilfe von Haken die Muskulatur und die Haut auseinander, damit der ausführende Operateur eine gute Sicht hat. Mit dem Skalpell und einer sehr feinen Zange wird dann der Blinddarm vorsichtig entfernt, ohne das umliegende Gewebe zu beschädigen. Während des Eingriffs sitzt der Narkosearzt am Kopfende des OP-Tischs und überwacht auf einem Monitor den Blutdruck, den Puls, die Sauerstoffsättigung des Blutes und den Kreislauf des Patienten. Der Anästhesist informiert sich aber immer über den jeweiligen Stand der Operation, um die Narkose perfekt steuern zu können.

    Nach der Operation

    Nach dem Gesetz muss bei jedem operativen Eingriff mindestens ein erfahrener Chirurg anwesend sein, meist ist es aber die Aufgabe des Assistenzarztes, die Wunde wieder zu schließen. Zuvor haben sich der Chirurg, die OP-Schwester und auch der Springer davon überzeugt, dass alles, was während des Eingriffs gebraucht wurde, auch wieder an seinem Platz ist und nichts in der OP-Wunde vergessen wurde. Der Chirurg gibt dem Narkosearzt dann das Zeichen, die Schlaf- und Schmerzmittel langsam zurückzufahren. Wenn alles nach Wunsch verläuft, dann wacht der Patient nach wenigen Minuten auf und der Narkosearzt entfernt den Tubus aus der Luftröhre, er spricht den Patienten an und überzeugt sich, dass alles in Ordnung ist. Die meisten Patienten können sich später nicht mehr daran erinnern, dass sie im OP-Saal wach geworden sind, die Erinnerung setzt meist erst im Aufwachraum wieder ein. Nicht selten wird dann die Frage gestellt, wann es endlich losgeht. Für diese Erinnerungslücken sorgen spezielle Medikamente, wie zum Beispiel das Mittel Midazolam. Wenn der Patient wieder komplett bei sich ist, dann wird er wieder in sein Zimmer verlegt und kann dann den Rest der Narkose in aller Ruhe ausschlafen.

    Ein eingespieltes Team

    Jeder operative Eingriff ist so etwas wie ein Gesamtpaket, bei dem jeder auch noch so kleine Handgriff perfekt sitzen muss. Die Teams, die jeden Tag im OP miteinander arbeiten, sind aufeinander eingespielt, und oftmals muss der Chirurg nicht einmal mehr ein bestimmtes Instrument verlangen, es wird ihm unaufgefordert von der OP-Schwester gereicht. Bei jeder OP gilt: Der Patient muss optimal versorgt werden, er darf aber nie übermäßig belastet werden.

    Bild: © Depositphotos.com / poznyakov

  • So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    So gefährlich kann eine verschleppte Erkältung werden

    Die Nase trieft, der Hals schmerzt und der Husten will einfach nicht besser werden. Diese Symptome sind typisch für eine Erkältung, die für viele Menschen lediglich ein lästiges Übel, aber keine ernst zu nehmende Krankheit ist. Sie gehen weiter zur Arbeit, zum Sport und gönnen sich keine Ruhe, aber sie wissen vielfach nicht, was eine verschleppte Erkältung für Auswirkungen haben kann. Wer seine Erkältung nicht richtig und vor allem nicht gründlich auskuriert, der gefährdet unter anderem sein Herz, seine Lunge und sogar sein Gehirn.

    Wie lange dauert eine Erkältung?

    Der bekannte Spruch: „Eine Erkältung dauert mit Arzt eine Woche und sieben Tage ohne ihn“ gilt nicht mehr, denn von den ersten Symptomen bis zur vollständigen Genesung vergehen neun Tage. Die meisten Menschen, die einen Schnupfen haben, sind allerdings der Meinung, dass nach vier Tagen alles wieder im Lot ist. Eine verschleppte Erkältung kann die Folge sein, denn wer sich nicht auskuriert, sich zu schnell wieder körperlich anstrengt und den Stress wieder zum Teil des Alltags macht, der riskiert seine Gesundheit. Unmittelbar nach einer Erkältung sollten Sport und Treppensteigen kein Thema sein, denn das kann fatale Folgen haben.

    Eine verschleppte Erkältung schadet dem Herzen

    Eine verschleppte Erkältung kann eine Entzündung des Herzmuskels auslösen. Das Immunsystem ist noch schwach und das macht es dem Erreger, den sogenannten Coxsackie-Viren leicht, über das Blut bis zum Herzen zu gelangen und dort den Muskel zu beschädigen. Das Gefährliche an einer Herzmuskelentzündung ist, dass es keine eindeutigen Symptome gibt. Wer allerdings Probleme beim Treppensteigen hat, wer beim Spaziergang schnell aus der Puste kommt oder auch schon kleinste Anstrengungen als Belastung empfindet, der sollte einen Arzt aufsuchen. Viele, die eine Erkältung verschleppt haben, fühlen sich krank, sie haben Schmerzen in der Brust und in den Gliedern, der Herzschlag ist unregelmäßig und wenn die Betroffenen nicht rechtzeitig behandelt werden, dann kann ein entzündeter Herzmuskel zum Tod führen. Neben der Herzmuskelentzündung, der Myokarditis, stellt auch eine Endokarditis, eine bakterielle Entzündung der Aortenklappe eine große Gefahr dar, denn auch sie kann durch eine verschleppte Erkältung entstehen.

    Auch eine Lungenentzündung ist möglich

    Eine verschleppte Erkältung kann auch die Lunge angreifen, denn während einer Erkältung funktionieren die feinen Verästelungen der Lungen nicht mehr richtig. Das macht es dem Erreger sehr einfach, sich in der Lunge ungehindert auszubreiten. In der Folge kann es zu Entzündungen der Bronchien und der Lungenbläschen kommen, vielfach leiden die Betroffenen auch unter starken Bauchschmerzen. Wenn das der Fall ist, dann ist die Lungenentzündung meist schon relativ weit fortgeschritten. Starker Husten, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber können die ersten Anzeichen dieser Erkrankung sein.

    So gefährlich ist eine verschleppte Erkältung für das Gehirn

    Eine verschleppte Erkältung birgt noch eine sehr große Gefahr. Wer nach einer Woche Erkältung plötzlich starke Kopfschmerzen bekommt, und wenn sich zudem auch noch der Nacken versteift, dann sollte ohne Umwege sofort ein Arzt ausgesucht werden, denn diese Symptome deuten auf eine Gehirnhautentzündung hin. Der Auslöser für eine Meningitis ist ein Bakterium, das durch die Nasennebenhöhlen in die Blutbahn gelangt und sich dann in der empfindlichen Hirnhaut festsetzt. Eine solche Hirnhautentzündung muss unverzüglich mit Antibiotika behandelt werden, denn wenn das nicht geschieht, dann führt eine Meningitis zum Tod. Vor allem bei Kindern ist eine Hirnhautentzündung lebensgefährlich, denn Kinder können Schmerzen nicht genau lokalisieren. Wenn ein Kind über Kopfschmerzen klagt, dann denken die wenigsten Eltern an eine Hirnhautentzündung.

    Wer sich erkältet hat, der sollte den vermeintlich harmlosen Schnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die Erkältung gut auszukurieren, das Bett zu hüten und sich nicht anzustrengen, denn eine verschleppte Erkältung kann gravierende Folgen für die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths

  • Abnehmen ohne Stress – diese Fehler vermeiden

    Abnehmen ohne Stress – diese Fehler vermeiden

    Weihnachten gehört der Vergangenheit an, aktuell sind nur die Pfunde, die viele jetzt auf den Hüften, am Bauch oder am Po haben. Gänsebraten mit Rotkohl, Plätzchen, Marzipan, Stollen, Lebkuchen und jede Menge Alkohol fordern ihren Tribut und bei den meisten Deutschen macht sich Frust breit. Wie die Feiertagspfunde wieder loswerden? Die einen setzen auf Sport, schwingen sich aufs Rad oder schnüren die Laufschuhe, die anderen setzen auf eine strenge Diät. Gemeinsam haben alle nur ein Ziel – möglichst schnell, möglichst viel abnehmen. Aber immer wenn es schnell gehen soll, werden viele Fehler gemacht und das ist beim Abnehmen nicht anders.

    Die Ernährung muss nicht gesund sein

    Ernährungssünden waren gestern, ab heute wird nur noch gesund gegessen, denn schließlich ist nur gesundes Essen der Schlüssel zum Erfolg. Es klingt vielleicht komisch, aber wer nach der Weihnachtsvöllerei jetzt nur noch an Salat knabbert, der wird beim Abnehmen kaum Erfolge erzielen, denn der Körper ist schnell gelangweilt, er kann mit der kalorienarmen Kost nicht viel anfangen, schaltet auf stur und verbrennt keine Energiereserven mehr. Das Fett bleibt so wie es ist und der Abnehmerfolg ist gleich Null.

    Einfach weniger essen

    Das FdH-Prinzip klingt verlockend einfach, ist aber ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Bekommt der Stoffwechsel weniger als 1000 Kalorien am Tag, dann geht der Organismus davon aus, dass eine Hungersnot ausgebrochen ist, und er wird versuchen, seine Reserven zu schützen. Die Fettdepots werden nicht angerührt, stattdessen verbrennt der Körper lieber wichtiges Eiweiß mit dem zweifelhaften Erfolg, dass Muskelmasse verloren geht. Es sollten schon mindestens 1200 Kalorien am Tag sein, um den Körper vor einer Unterzuckerung zu schützen und Heißhungerattacken zu vermeiden.

    Bitte keine Crash-Diäten

    In einer Crash-Diät sehen viele den Schlüssel zum Erfolg, wenn sie abnehmen wollen, aber leider ist das Gegenteil der Fall. Dem Körper werden bei dieser einseitigen Diät viele wichtige Nährstoffe entzogen und der Jo-Jo-Effekt lässt nicht lange auf sich warten. Der Körper schaltet einfach in den Ruhemodus und irgendwann sind die Abnehmwilligen so erschöpft, dass sie nur noch eins wollen, nämlich endlich mal wieder etwas Vernünftiges essen.

    Den Gewöhnungseffekt vermeiden

    Der Mensch ist bekanntlich ein Gewohnheitstier und der Körper hat die lästige Fähigkeit, alles was oft passiert, zur Routine werden zu lassen. Das gilt bei einer einseitigen Mono-Diät ebenso wie bei einem immer wiederkehrenden Sportprogramm. Wer sich jeden Tag durch das gleiche langweilige Work-out-Programm quält, der sollte sich nicht wundern, wenn die Waage sich nicht mehr bewegt. Das gilt zum Beispiel für eine Diät, die nur aus Kohl, aus Ananas oder aus hart gekochten Eiern besteht. Der Körper gewöhnt sich schnell an die immer gleiche Nahrung und denkt überhaupt nicht daran, nennenswert abzunehmen.

    Stress ist schädlich

    Abnehmen kann Stress pur bedeuten, und immer wenn der Körper unter Stress kommt, dann beginnt er damit, viel Cortisol zu produzieren, sein Allheilmittel gegen stressige Situationen. Zudem liefert Cortisol viel Energie, der Nachteil bei diesem Hormon ist allerdings, dass in den Depots noch mehr Fett eingelagert wird. Während das Fett bleibt, wo es ist, schwinden die Reserven an Eiweiß und die Muskelmasse schmilzt wie Eis in der heißen Mittagssonne. Wer sich selbst unter Stress setzt, der wird scheitern und sich zudem auch noch krank, müde und erschöpft fühlen.

    Einfach entspannt abnehmen

    Alle, die die Feiertagspfunde wieder loswerden möchten, sollten entspannt abnehmen, viel Wasser trinken, es mit dem Sport nicht übertreiben und die Ernährung ausgewogen gestalten. Zwei Liter Wasser am Tag sollte es sein, um den Stoffwechsel anzukurbeln und den Körper von den vielen Ernährungssünden der Weihnachtsfeier zu entgiften. Zweimal die Woche Sport treiben, mit Yoga zur Ruhe kommen und zuversichtlich in die Zukunft schauen, das sind bewährte Mittel, um abzunehmen.

    Bild: © Depositphotos.com / viperagp

  • Geburtsvorbereitungskurse sind diese sinnvoll?

    Geburtsvorbereitungskurse sind diese sinnvoll?

    Geburtsvorbereitungskurse: Was ist das eigentlich?

    In der Schwangerschaft wird man nicht selten gefragt wann und ob man denn einen Geburtsvorbereitungskurs macht. Insbesondere junge Mütter wissen häufig gar nicht was in einem Geburtsvorbereitungskurs geschieht und wo solche Kurse stattfinden. Grundsätzlich lässt sich erst einmal sagen, dass es heutzutage eine Vielzahl unterschiedlicher Geburtsvorbereitungskurse gibt. Sie alle haben jedoch ein gemeinsames Zielt, nämlich die werdende Mama auf die Wehen, die Geburt selbst und auf die erste Zeit mit dem Baby vorzubereiten. Geburtsvorbereitungskurse werden zum Großteil von Hebammen geleitet und beginnen etwa in der 25. SSW.

    Warum ist die Teilnahme an einem Vorbereitungskurs empfehlenswert?

    Wie der Name schon vermuten lässt, bereiten Geburtsvorbereitungskurse Sie auf die Wehen und die Geburt vor. Gerade wenn es das erste Baby ist, werden viele Frauen von Ängsten und Fragen geplagt. Ein Geburtsvorbereitungskurs kann helfen Antworten zu finden, Ängste abzulegen und sich mit anderen Schwangeren auszutauschen. Die Kursinhalte können selbstverständlich variieren, doch wenn Sie Ihr erstes Kind erwarten, dann werden Sie in einem Geburtsvorbereitungskurs vor allem folgende Dinge lernen:

    • Informatives rund um die Schwangerschaft, der Ablauf einer normalen Geburt und was Sie im Wochenbett erwartet
    • Sie bekommen Entspannungstechniken, Atemübungen und Massagetechniken an die Hand, die Ihnen bei den Wehen und durch die Geburt helfen sollen
    • Sie bekommen verschiedene Geburtspositionen gezeigt die, die Geburt erleichtern sollen
    • Sie erfahren welche Wahlmöglichkeiten Sie in punkto medizinischer Vorsorge und bezüglich der Schmerzlinderung, vor und nach der Geburt haben
    • Sie bekommen Tipps und Hilfestellungen an die Hand, wie Sie mit der Veränderung die eine Schwangerschaft und später auch das Baby, für eine Partnerschaft mit sich bringt, besser umgehen können
    • Außerdem bekommen Sie in einem Geburtsvorbereitungskurs erste Informationen zum Stillen und der Säuglingspflege

    Die Kosten für einen Hebammenkurs von maximal 14 Stunden oder bis zu einem Betrag von circa 76 Euro werden von der Krankenkasse, für gewöhnlich, erstattet. Weitere Stunden müssen meist selbst getragen werden. Auch die Teilnahme des Partners wird nicht pauschal von der Krankenkasse übernommen. Vorab ist es also ratsam sich zu erkundigen, welche Kosten von der Kasse getragen werden.

    Welche Geburtsvorbereitungskurse gibt es?

    Die Angebote können ganz unterschiedlich sein. In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen die drei bekanntesten Hebammenkurse vorstellen:

    • Paar-Kurse: Diese Kurse werden in der Regel von Paaren besucht, die zum ersten Mal Eltern werden. Im Rahmen eines solchen Vorbereitungskurses können sich beide auf die Wehen und die Geburt vorbereiten.
    • Kurse ausschließlich für Schwangere: Diese Art von Vorbereitungskurs ist ideal, wenn Sie den Partner nicht mitnehmen können oder auch wollen. Diese Kurse eigenen sich besonders gut für alleinstehende Schwangere oder aber für Frauen deren Partner viel unterwegs ist. In manchen Kursen kann es aber dennoch vorkommen, dass eine Einheit gemeinsam mit dem Partner absolviert wird.
    • Auffrischungskurse: Diese Kurse sind perfekt für alle „Wiederholungstäter“, sprich für diejenigen die schon ein oder mehrere Kinder haben. Hier kann man sich über die Erfahrungen vorangegangener Geburten austauschen und darüber sprechen was es seitdem an Veränderungen in der Vorsorge und der Medizin gibt.

    Welche zusätzlichen Kurse machen Sinn?

    Vielleicht möchten Sie parallel zu einem herkömmlichen Geburtsvorbereitungskurs noch einen anderen Kurs besuchen, wissen aber nicht so ganz genau was Sinn machen könnte. Dann haben wir hier einige Vorschläge für Sie aufgelistet:

    • Geburtsvorbereitung im Wasser: Schwimmkurse speziell für Schwangere werden in den letzten Jahren immer beliebter. Wenn auch Sie trotz Schwangerschaft aktiv bleiben möchten und Interesse an einem solchen Kurs haben, dann sollten Sie aber darauf achten, dass der Dozentin/die Dozentin entsprechend qualifiziert ist.
    • Aktiv-Kurse: Ziel dieser Kurse ist es die Muskulatur für die bevorstehende Geburt zu stärken und trotz Schwangerschaft fit und aktiv zu bleiben. Geeignet hierfür sind beispielsweise Yoga Kurse speziell für Schwangere. Die Kosten hierfür werden häufig auch von den Krankenkassen übernommen. Auch ein Bauchtanzkurs kann in der Schwangerschaft Sinn machen, da hier spielerisch die Beckenmuskulatur gelockert wird, was wiederrum die Geburt erleichtern kann.
    • Akupunktur: Auch Schwangere setzen mittlerweile auf Akupunktur. Daher wird seit geraumer Zeit auch Akupunktur zur Geburtsvorbereitung Der Effekt der Akupunktur ist, dass der Gebärmutterhals schneller reift und die Wehentätigkeit in der Eröffnungsphase angeregt wird. Bei der Akupunktur zur Geburtsvorbereitung handelt es sich meist um drei bis vier Sitzungen, mit denen etwa in der 35. SSW begonnen wird.

    Geburtsvorbereitungskurs: Wann macht eine Anmeldung Sinn?
    Hier gilt wirklich so früh wie möglich. Da die Kurse oft lange schon im Voraus ausgebucht sind, sollten Sie sich zwischen der 10. SSW und 20. SSW bei einem Vorbereitungskurs Ihrer Wahl anmelden. Zusätzliche Kurse, insbesondere Aktiv-Kurse, sind vor allem bei berufstätigen Schwangeren sehr empfehlenswert.

    Bild: © Depositphotos.com / Dejan.Ristovski

  • Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Eierstockkrebs – Diagnose, Behandlung, Prognose

    Nach dem Brustkrebs ist der Eierstockkrebs die am meisten gefürchtete Krebsart bei Frauen. Anders als beim Brustkrebs, der auch in einem frühen Stadium erkannt wird, ist der Krebs der Eierstöcke tückisch, denn es gibt lange Zeit keine sichtbaren und spürbaren Symptome. In 90 % aller Eierstockkrebsdiagnosen handelt es sich um ein sogenanntes Ovarialkarzinom, das über einen langen Zeitraum keine Symptome auslöst. Der Tumor wird deshalb oftmals zu spät erkannt, was den Eierstockkrebs zu einer der gefährlichsten Krebsarten macht. Wie erfolgreich eine Behandlung ist, hängt immer davon ab, wie zeitig der Krebs entdeckt wird.

    Eierstockkrebs – die Symptome

    Immer dann, wenn der Tumor schon weit fortgeschritten ist, zeigen sich die ersten Symptome. Die betroffenen Frauen bluten außerhalb der monatlichen Regel oder es treten Blutungen auch noch nach den Wechseljahren auf. Starke Blähungen und eine Gewichtsabnahme, für die es keine logische Erklärung gibt, kann ebenfalls ein Anzeichen für Eierstockkrebs sein. Frauen, die sich ohne einen ersichtlichen Grund über einen längeren Zeitraum erschöpft, schlecht und krank fühlen, sollten ihren Frauenarzt aufsuchen und sich untersuchen lassen. Vor allem für Frauen, die bereits in der Menopause sind und im Rahmen der Wechseljahre eine Hormonersatztherapie machen, sollten sich regelmäßig auf diesen speziellen Krebs untersuchen lassen, das Gleiche gilt für Frauen mit starkem Übergewicht. Auch wenn es eine genetische Veranlagung und bereits Fälle von Eierstockkrebs in der Familie gibt, dann ist die jährliche Vorsorgeuntersuchung Pflicht.

    Die Diagnose

    Vielfach wird ein Tumor an den Eierstöcken durch Zufall entdeckt, und wenn der Verdacht besteht, dann wird der Arzt eine gründliche, weitergehende Untersuchung machen. So reicht zum Beispiel eine vaginale Ultraschalluntersuchung nicht immer aus, um einen bösartigen Tumor zu erkennen, eine Kernspintomografie ist hier die bessere Wahl. Ein CT, also eine Computertomografie, hat sich bei der Diagnosefindung ebenfalls bewährt, denn sowohl mit dem CT als auch mit einem MRT kann erkannt werden, ob der Krebs bereits in die Beckenregion gestreut hat. Eine Untersuchung des Blutes gibt darüber Auskunft, ob sich im Blut sogenannte Tumormarker befinden. Gibt es einen Nachweis über das Protein CA 125, kann das ein sicheres Anzeichen für ein Ovarialkarzinom sein.

    Wie wird Eierstockkrebs behandelt?

    Die Therapie bei Eierstockkrebs richtet sich immer danach, wie weit der Krebs fortgeschritten ist. In den meisten Fällen ist aber eine Operation notwendig, bei der der Tumor und auch die Eierstöcke sowie die Gebärmutter entfernt werden. Ist der Krebs weit fortgeschritten, dann entfernt der Chirurg auch die Lymphknoten im gesamten Becken- und Bauchbereich. Handelt es sich um eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs, dann wird der Arzt auch befallenes Gewebe aus dem Bauchraum und eventuell auch Darmabschnitte entfernen. An die Operation schließt sich eine Chemotherapie und wenn notwendig auch eine Strahlentherapie an.

    Wie gut sind die Prognosen?

    Krebs an den Eierstöcken wird in vier verschiedene Stadien unterteilt:

    • Stadium I: An beiden Eierstöcken haben sich Tumore gebildet.
    • Stadium II: Der Krebs hat sich im Beckenraum ausgebreitet.
    • Stadium III: Die Krebszellen sind bereits außerhalb des Beckens in der Bauchhöhle und in den Lymphknoten zu finden.
    • Stadium IV: Die Krebszellen haben sich in anderen Regionen auch außerhalb der Bauchhöhle angesiedelt, es gibt sogenannte Fernmetastasen.

    Wird der Krebs in den ersten beiden Stadien erkannt und rechtzeitig behandelt, dann sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Hat der Krebs aber bereits das dritte und vierte Stadium erreicht, dann sind die Prognosen leider nicht mehr so günstig. Wenn der Krebs der Eierstöcke so weit fortgeschritten ist, dass keine Chancen auf Heilung bestehen, dann ist eine palliative Therapie die beste Wahl, denn sie steigert die Lebensqualität. Diese Therapie kommt immer dann zur Anwendung, wenn der Tumor massiv in die Bauchregion gestreut hat und weder eine Operation oder eine Chemotherapie helfen können.

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  • Reizdarm – die Betroffenen müssen ihr Leben ändern

    Reizdarm – die Betroffenen müssen ihr Leben ändern

    Reizdarm – was ist das eigentlich? Eine Krankheit, ein Symptom oder einfach nur ein eingebildetes Leiden? In Deutschland leiden rund 30 % der Bevölkerung unter einem Reizdarm, dauerhafte Hilfe in Form von Medikamenten finden sie aber nicht. Nur eine ganz besondere Diät kann hilfreich sein, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um ein Reizdarmsyndrom handelt. Alle, die sich nicht länger mit einem gereizten Darm herumplagen wollen, müssen nach neusten Untersuchungen ihr Leben grundlegend ändern.

    Symptome für einen Reizdarm

    Für das Reizdarmsyndrom gibt es kein Schema und auch keine logische Erklärung. Die Betroffenen bekommen Bauchschmerzen, sie leiden unter Blähungen, der Bauch fühlt sich geschwollen an und es kommt zu Verstopfung und Durchfall. Wenn diese Symptome auftauchen, dann nehmen die meisten ein rezeptfreies Medikament aus der Apotheke, aber sie sollten lieber zu einem Arzt gehen, der eine ernsthafte Erkrankung wie eine Infektion oder Darmkrebs ausschließen kann. Wenn nichts gefunden wird, dann lautet die Diagnose Reizdarm, und damit hat der Patient eine Krankheit, die nach wie vor viele Rätsel aufgibt. Ansteckend ist diese Krankheit nicht, ebenso wenig wie gefährlich, aber für die Betroffenen ist sie sehr belastend, denn sie schränkt das alltägliche Leben stark ein.

    Frauen sind öfter betroffen

    Frauen leiden deutlich öfter unter einem Reizdarmsyndrom als Männer, aber warum das so ist, weiß bis jetzt keiner. Anhaltspunkte, dass die Psyche in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen könnte, konnten bisher weder bestätigt noch widerlegt werden. Was dafür spricht ist, dass der Darm von einem Geflecht aus Nerven durchzogen wird, die wiederum in einem sehr engen Kontakt zum Gehirn stehen. Kommt es zu Ärger, Stress oder Trauer, dann macht sich das im Verdauungssystem durch die typischen Reizdarmsymptome bemerkbar, auch die Ernährung kann nach Ansicht von Experten eine Rolle spielen. Um herauszufinden, ob es sich tatsächlich um einen Reizdarm handelt, ist es hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen.

    Dem Reizdarm auf der Spur

    In einem Ernährungstagebuch wird akribisch festgehalten, was gegessen wurde und ob nach einer bestimmten Speise Probleme mit dem Darm auftreten. Kommt es bei einem bestimmten Lebensmittel zu wiederholten Beschwerden, dann kann man davon ausgehen, dass diese Lebensmittel die Probleme mit dem Darm auslösen. Bei einigen Betroffenen sind es bestimmte Gewürze, bei anderen Zwiebeln und wieder andere können keine Milchprodukte vertragen. Wenn eine Laktoseintoleranz ausgeschlossen werden kann, dann handelt es sich meist um ein Reizdarmsyndrom. Werden diese Lebensmittel weggelassen, dann verschwinden in der Regel auch die Probleme. Ist das aber nicht der Fall, dann kann eine ganz besondere Diät hilfreich sein.

    Die FODMAP-Diät

    Die FODMAP-Diät ist nach neusten Erkenntnissen eine wirkungsvolle Diät, um die Darmprobleme verschwinden zu lassen. Im Rahmen dieser Diät müssen die Patienten auf fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie auf Polyole, also auf Zuckeralkohole verzichten. Das klingt auf den ersten Blick ein wenig verwirrend, ist es aber im Grunde nicht, denn die Betroffenen müssen auf Steinobst wie Kirschen oder Pfirsiche, auf Kohlgemüse, Hülsenfrüchte und auch Milchprodukte verzichten oder diese Lebensmittel zumindest zeitweise von ihrer Speisekarte streichen. Mit der FODMAP-Diät wurden bisher große Erfolge erzielt, denn bei vielen Patienten reichte ein Verzicht von zwei Monaten aus, und die Symptome eines Reizdarms waren komplett verschwunden. Nach der Diät beginnt dann eine Versuchsphase, bei der der Arzt feststellen will, welche der Lebensmittel, die weggelassen wurden, von den Patienten doch und in welchen Mengen vertragen werden. Auf dieser Basis wird schließlich ein immer individueller Ernährungsplan zusammengestellt, mit dem die Betroffenen beschwerdefrei leben können. Wer unter einem Reizdarm leidet und die neue Diät ausprobieren möchte, der sollte das nur unter ärztlicher Anleitung tun. Einen Selbstversuch zu starten, ergibt wenig Sinn, denn die FODMAP-Diät fordert den kompletten Verzicht und das kann zu schweren Mangelerscheinungen führen.

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