Schlagwort: bauch

  • Hypochonder – wie gesund sind die eingebildeten Kranken?

    Hypochonder – wie gesund sind die eingebildeten Kranken?

    Was ist der Unterschied zwischen einem Simulanten und einem Hypochonder? Während der Simulant eine Krankheit nur vortäuscht, ist der Hypochonder felsenfest davon überzeugt, tatsächlich krank zu sein. Wer unter Hypochondrie leidet, der lebt mit der ständigen Angst, todkrank zu sein, selbst dann, wenn der behandelnde Arzt dem Patienten versichert, dass er vollkommen gesund ist. Einen Hypochonder als einen Spinner und einen eingebildeten Kranken zu bezeichnen, wäre falsch, denn Hypochonder sind wirklich krank, wenn auch nicht körperlich.

    Die Angst vor der Krankheit

    In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit Hypochondrie. Diese Menschen leben in einem permanenten Angstzustand und 80 % sind sich sicher, an Krebs zu leiden. Besonders häufig glauben Hypochonder, dass sie einen Gehirntumor, Haut- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs haben. Die restlichen 20 % sind davon überzeugt, ein neurologisches Leiden wie zum Beispiel ALS zu haben. Herzinfarkte oder Schlaganfälle sind auf der Skala der eingebildeten Krankheiten erst sehr weit unten zu finden. Die Gedanken derjenigen, die an Hypochondrie leiden, kreisen Tag und Nacht um die Krankheit. Alles, was nicht „normal“ aussieht oder sich anders als sonst anfühlt, wird sofort als Symptom für eine schwere oder sogar tödliche Krankheit bewertet, es muss beobachtet und schließlich von einem Arzt abgeklärt werden.

    Hypochonder ticken anders

    Jeder Mensch kennt das Gefühl, dass körperlich irgendetwas nicht stimmt, man wacht am Morgen auf und der Hals oder der Kopf schmerzen ohne ersichtlichen Grund. Die meisten Menschen gehen mit diesen Schmerzen rational um, sie überlegen, ob eine Erkältung vielleicht der Grund sein kann und nehmen ein Mittel ein, wenn die Schmerzen unangenehm sind. Im Laufe des Tages verschwinden die Beschwerden entweder komplett oder es zeigt sich, dass tatsächlich eine Erkältung der Grund war. Die Erkältung wird dann entsprechend behandelt und nach einer Woche ist alles vergessen. Bei einem Hypochonder sieht das alles ein wenig anders aus, denn sein erster Gedanke ist nicht etwa eine harmlose Erkältung, er geht davon aus, dass Krebs an seinen Schmerzen schuld ist. Die belegte Zunge deutet auf Krebs in der Mundhöhle hin und hinter den Halsschmerzen steckt ein bösartiger Tumor im Kehlkopf. Kopfschmerzen werden mit Hirntumoren in Zusammenhang gebracht und ein Erkältungshusten ist für einen Menschen, der unter Hypochondrie leidet, ein Anzeichen für Lungenkrebs.

    Die Ursachen für Hypochondrie

    Wie werden Menschen zu Hypochondern? Die meisten Menschen, die an Hypochondrie leiden, hatten schon in der Kindheit diffuse Ängste vor Krankheiten. Häufig sind diese einbildenden Kranken in ihrem Elternhaus überbehütet und auch der Tod eines geliebten Menschen kann die Krankheit auslösen. Ausgelöst wird Hypochondrie dann in späteren Jahren durch einen sogenannten Trigger, wie zum Beispiel einen zu hohen Stresspegel. Bei einigen kann auch eine Routineuntersuchung beim Arzt die Krankheit Hypochondrie auslösen. Wenn der Arzt beispielsweise geschwollene Lymphdrüsen diagnostiziert, dann kann das ein Zeichen für Krebs sein, sich aber ebenso gut als vollkommen harmlos erweisen. Menschen, die unter Hypochondrie leiden, bekommen in dieser Situation Todesangst, denn für sie gibt es keine andere Diagnose als Krebs. Die Angst bleibt, selbst wenn das Untersuchungsergebnis etwas ganz anderes sagt und der Patient nachweislich völlig gesund ist.

    Hypochondrie ist heilbar

    Lange Zeit galten Menschen, die unter Hypochondrie leiden, als nicht behandelbar, heute gibt es die Konfrontationstherapie und die kognitive Verhaltenstherapie, mit denen gute Erfolge erzielt werden. Die meisten eingebildeten Kranken sprechen sehr gut auf diese Therapien an, aber es gibt natürlich auch hier sogenannte Non-Responder, Patienten, die auf die Therapien nicht ansprechen. Vor allem mit der Konfrontationstherapie, bei der sich die Patienten mit ihrer Angst und ihrem irrationalen Verhalten direkt auseinandersetzen müssen, werden große Erfolge erzielt. Sie lernen in der Therapie ihre Risiken besser einzuschätzen und die Signale, die ihr Körper aussendet, besser zu bewerten.

    Bild: © Depositphotos.com / andras_csontos

  • DeepWork – mehr Power für mehr Fitness

    DeepWork – mehr Power für mehr Fitness

    Die Fitnessidee ist nicht neu, aber immer noch aktuell. Alle, die ihrem Körper, abgesehen von gelegentlichen sportlichen Aktivitäten, etwas Gutes tun möchten, die können mit den richtigen Fitnessübungen viel für sich tun. In den 1970er Jahren war es der Trimm-dich-Pfad, der die Nation sportlich auf Trab bringen sollte, Aerobic gehörte in den 1980er Jahren zu den heißesten Fitnesstrends, später kamen Powerwalking und viele andere Fitnessformen dazu. Mit deepWork gibt es jetzt eine Art Fitness, die vor allem diejenigen ansprechen wird, die nach einem stressigen Tag im Büro ein Work-out machen möchten.

    Was genau ist deepWork?

    DeepWork ist ein brandneues, funktionelles Konzept aus ganz unterschiedlichen Übungen, die auch für Anfänger im Fitnessbereich schnell erlernbar sind. Alle deepWork Übungen basieren auf den fünf Elementen, Feuer, Wasser, Holz und Metall, die jedes für sich, für eine besondere Form der Energie steht. Wer sich mit den Übungen von deepWork fit hält, der spricht sowohl seine Psyche als auch seinen Körper an, denn das Ziel der Übungen besteht darin, Körper und Seele auf eine Wellenlänge zu bringen. Was die Übungen so besonders macht, dann sind die Kontraste, denn deepWork setzt immer im Wechsel auf Anspannung und dann wieder auf Entspannung. Komplettiert werden die einzelnen Elemente des Trainings durch gezielte Atemübungen.

    Alle Muskeln werden gefordert

    Fitness sollte nicht nur für ein besseres Körpergefühl sorgen, sondern auch Muskeln aufbauen. In der Regel sind es die äußeren Muskeln, die aufgebaut werden, denn muskulöse Oberarme und auch ein gut trainierter „Waschbrettbauch“ sehen immer besonders gut aus. Ein gutes Fitnesstraining sollte sich aber nicht nur auf einzelne Muskelpartien beschränken, sondern die Muskeln im ganzen Körper ansprechen. Das geschieht mit deepWork, denn dieses neue Trainingskonzept kümmert sich auch um die Muskeln, die tiefer liegen und es kurbelt auf diese Weise auch die Fettverbrennung an. Wer von einem „Waschbrettbauch“ träumt, der kann mit deepWork diesem Traum nicht nur näher kommen, sondern ihn eines Tages auch verwirklichen.

    Welche Vorteile bietet deepWork?

    Muskelaufbau, die Verbrennung von unnötigem Körperfett und Übungen, die Körper und Seele in Einklang bringen – das sind nur drei Vorteile, die deepWork zu bieten hat. Da die ganze Muskulatur des Körpers angesprochen wird, kurbelt das Training auch das Herz-Kreislaufsystem an. Wer nach einem anstrengenden Tag im Büro ausspannen und relaxen möchte, kann das ebenfalls mit deepWork, denn die vielseitigen und schnell zu erlernenden Übungen bauen Stress optimal ab. Auch wer bisher mit Fitness nicht viel zu tun hatte, kann die Übungen des neuen Trainingskonzepts schnell erlernen. Da das „learning by doing“ Prinzip auch für die Fitness gilt, ist es keine schlechte Idee, einen der deepWork Kurse München zu buchen und sich das neue, mitreißende Trainingsprogramm einmal aus der Nähe anzusehen.

    DeepWork – ein Gesamtkonzept

    Jeder, der schon einmal ein Fitnesstraining gemacht hat, der weiß, dass dabei immer nur einzelne Muskelpartien beansprucht werden. Das sorgt natürlich für einen Muskelkater, den vor allem Ungeübte schmerzhaft zu spüren bekommen. DeepWork ist ein ganzheitliches Fitnessprogramm, das jeden Muskel des Körpers beansprucht, aber nie über Gebühr. Das bedeutet: Der unangenehme Muskelkater gehört der Vergangenheit an. DeepWork hat viel Power, es ist ein athletisches Training, das auch eine Herausforderung ist und mit dem es gelingt, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Alle, die abschalten und den Kopf wieder freibekommen möchten, sollten deepWork versuchen und so einen stressigen Tag ausklingen lassen.

    Wer einen anstrengenden Job hat und sich nach Feierabend ein wenig Fitness gönnen möchten, aber vielleicht nicht so genau weiß, welches Konzept infrage kommt, der sollte es mit deepWork versuchen. Dieses Fitnesskonzept steht für Abwechslung und ein immer wieder kontrastreiches Training mit vielen neuen Ideen.

    Bild: © Depositphotos.com / Maridav

  • Die 4. SSW – die Eizelle nistet sich ein

    Die 4. SSW – die Eizelle nistet sich ein

    In der SSW4 ist die Schwangerschaft ein rein biologischer Vorgang, und alles läuft praktisch nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip ab. Eine Woche nach der Befruchtung, zum Anfang der 4. SSW, findet die Eizelle ihren Platz in der Gebärmutter. Dann entscheidet sich, ob es zu einer Schwangerschaft kommt oder nicht, denn unmittelbar, nachdem sich die Eizelle eingenistet hat, kann es passieren, dass der Embryo von außen beschädigt wird. Zwar wird der Organismus der Mutter versuchen, diese Schädigung irgendwie zu kompensieren, aber wenn das nicht gelingt, dann stoppt der Körper die Entwicklung und die Keimblase wird bei der nächsten Monatsblutung einfach ausgespült.

    In der 4. SSW „schlüpft“ das Baby

    Kurz bevor es zur Einnistung der Eizelle kommt, „schlüpft“ der Embryo aus der Hülle, die ihn umgibt und bohrt sich dann energisch in die Schleimhaut des Uterus ein, bis er komplett von dieser schützenden Hülle überzogen ist. Im nächsten Schritt bildet sich zwischen dem Embryoblasten und dem Trophoblasten nicht nur die sogenannte Fruchthöhle, sondern auch der Dottersack, der in den nächsten Wochen die Versorgung des Embryos mit allen nötigen Nährstoffen übernimmt. Rund um das Ei entsteht die Plazenta.

    Der Embryo ist in der 4. SSW ungefähr einen halben Millimeter groß, und wenn in der 4. SSW ein Ultraschallbild gemacht wird, dann ist lediglich ein winziger schwarzer Punkt zu sehen. In den nächsten 36 Wochen wird aus dem winzigen schwarzen Punkt ein kleiner Mensch, der bei seiner Geburt durchschnittlich 52 cm groß und 3.200 Gramm schwer sein wird.

    Die Rolle der Keimblätter in der 4. SSW

    In den ersten drei Wochen der Schwangerschaft sind die Eizellen pluripotent, das heißt, aus jeder der Zellen kann sich ein beliebiges Organ entwickeln, erst in der SSW 4+1 kommt es zur sogenannten zellulären Spezialisierung. Aus dem Embryoblasten entsteht jetzt die Keimscheibe, aus der sich wiederum zunächst zwei und dann schließlich drei Keimblätter entwickeln werden. Aus jedem dieser drei Keimblätter bilden sich dann die einzelnen Organe aus.

    Die meisten Organe wie die Lunge, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Harnröhre, die Harnblase und auch der Verdauungstrakt entstehen aus dem inneren Keimblatt, dem Entoderm. Das Herz, die Blutgefäße, das Bindegewebe, das Skelett sowie die Muskulatur der Organe, die Milz, das Lymphsystem, die Nieren, die Keimdrüsen, die Blutkörperchen und auch die Geschlechtsorgane werden aus dem mittleren Keimblatt, dem Mesoderm gebildet.

    Das äußere Keimblatt, dass Ektoderm, ist schließlich für die Haut, die Sinnesorgane und für das komplette Nervensystem zuständig.

    Die ersten Anzeichen der Schwangerschaft in der 4. SSW

    Gibt es schon Schwangerschaftssymptome in der 4. Woche? Die gibt es, vor allem Frauen, die bereits ein Kind zur Welt gebracht haben, fühlen in der 4. SSW typische Symptome. Wenn sich der Embryo in der Gebärmutter eingenistet hat, dann kann es zu sogenannten Nidationsblutungen, zu Einnistungsblutungen kommen. Die Schwangerschaftsanzeichen in der 4. SSW sind leichte, harmlose Schmierblutungen, die viele Frauen mit einer Periodenblutung verwechseln, und dann oft enttäuscht sind, dass es mit einer erwünschten Schwangerschaft doch nicht geklappt hat.

    Wenn es aber in der 4. SSW zu einem Ziehen im Unterleib kommt, sich die Haut der Brustwarzenhöfe dunkel färbt oder die Brüste unangenehm spannen, dann wird es Zeit, einen Frauenarzt aufzusuchen. Der Arzt wird dann einen Urintest machen, um einen HCG-Wert in der 4. SSW zu bekommen. Wenn das der Fall ist, dann steht die Schwangerschaft definitiv fest.

    Neben dem HCG-Wert wird ab der 4. SSW auch das Schwangerschaftshormon Progesteron produziert, was die Aufgabe hat, alle Vorgänge im Körper zu verlangsamen. Die werdende Mutter ist durch diese Verlangsamung ständig müde und sie fühlt sich schnell erschöpft. Viele haben in dieser frühen Phase der Schwangerschaft auch mit Verstopfung zu kämpfen und auch andere Beschwerden stellen sich jetzt langsam ein. Frauen erleben in der 4. SSW eine emotionale Berg-und-Talfahrt, sie sind in der einen Minute himmelhochjauchzend und in der nächsten Minute buchstäblich zu Tode betrübt, auch die morgendliche Übelkeit gehört dazu, sowie ein vermehrter Speichelfluss.

    Ist Sport in der 4. SSW erlaubt?

    Wenn sich die ersten Anzeichen der Schwangerschaft in der 4. SSW zeigen, dann starten viele Frauen ein Sport- und Fitnessprogramm, um sich von den Beschwerden abzulenken. Ärzte befürworten dieses Fitnessprogramm, denn das erste Trimester der Schwangerschaft ist hervorragend für sportliche Aktivitäten geeignet. Der Sport hilft dabei, Muskeln aufzubauen, die Ausdauer zu steigern und Kraft für die nächsten anstrengenden Monate zu sammeln. Sport macht es einfacher, das zusätzliche Gewicht zu kompensieren und verhindert, dass die Waage allzu steil nach oben zeigt.

    Auch Sport und regelmäßige Bewegung bereiten die Mutter optimal auf die bevorstehende Geburt vor. Frauen, die schon zu Beginn der Schwangerschaft Sport treiben, haben nach der Entbindung weniger Probleme damit, die zusätzlichen Kilos wieder loszuwerden. Zu anstrengend sollte die Sportart aber nicht sein, denn das Risiko einer Fehlgeburt ist besonders zwischen der vierten und der siebten Schwangerschaftswoche relativ hoch. Wenn jedoch der Arzt nichts dagegen hat und wenn die werdende Mutter sich gesund und wohlfühlt, dann steht den sportlichen Aktivitäten nichts mehr im Wege.

    Welche Sportarten sind besonders geeignet?

    Nordic Walking und Schwimmen – diese beiden Sportarten machen nicht nur viel Spaß, sie sind auch ideal für schwangere Frauen in der 4. SSW. Wer es ruhiger mag, der sollte einen Yogakurs besuchen, denn einfache Yogaübungen sind perfekt für die Fitness der Mutter. Wichtig ist aber, dass der Yogalehrer spezielle Kurse für Schwangere anbietet. Yoga hilft dabei, gelenkig zu bleiben und ist besonders für den Beckenboden eine tolle Sache. Übungen, die sich ganz gezielt mit dem Beckenboden beschäftigen, können so verhindern, dass es zu einer Inkontinenz während der Schwangerschaft kommt.

    Zudem können Frauen mit Yoga auch für die Geburt trainieren und die richtige Atemtechnik lernen, die vor allem wichtig ist, wenn es in die Presswehen geht. Wer Sport treiben will, der sollte an die richtige Bekleidung denken. Shirts und Hosen sollten weit und damit bequem geschnitten sein und ein Sport-BH ist sehr angenehm, wenn die Brüste in der 4. SSW schon spannen sollten.

    Körperlich anstrengende Sportarten, wie zum Beispiel Tennis spielen, lange Radtouren und auch Reiten, sind in der 4. SSW keine geeigneten Sportarten, denn sie können im schlimmsten Fall eine Fehlgeburt auslösen.

    Bild: © Depositphotos.com / ikostudio

  • Die 6. SSW – das Baby ist so groß wie ein Reiskorn

    Die 6. SSW – das Baby ist so groß wie ein Reiskorn

    Die 6. SSW ist für das Baby von entscheidender Bedeutung. Zum ersten Mal wird das Kind jetzt über die Plazenta und auch über die Nabelschnur mit allen Nährstoffen und vor allem auch mit Sauerstoff versorgt. Der Dottersack, der diese Funktion bis zur 6. SSW übernommen hat, wird auch weiterhin für einige Wochen für den Stoffwechsel zuständig sein, später wird seine Aufgabe aber die Leber übernehmen. Die Schwangerschaft in der 6. Woche ist aber nicht nur für das ungeborene Kind eine spannende Phase, auch die Mutter hat in der 6. SSW erste Beschwerden.

    Wie sieht das Baby in der 6. SSW aus?

    Vier Millimeter groß, also ungefähr so groß wie ein Reiskorn ist das Baby in der 6. SSW, aber es hat schon einen Kopf und auch einen Hals, sowie die Anlagen für die Ohren, die Augen und für das Gehirn. Da das Baby immer von oben nach unten wächst, sieht der Kopf in diesem Stadium der Schwangerschaft im Vergleich zum Körper sehr groß aus. In der sechsten Schwangerschaftswoche bildet sich der Rückenstrang, der Vorläufer der Wirbelsäule. Dieser Rückenstrang reicht vom Nacken bis zu den Anlagen der Beine, die jetzt noch ein flügelähnliches Aussehen haben. Noch endet der Rückenstrang mit einer Art Schwanz, ein letztes Überbleibsel aus der Evolution, aber dieser Schwanz wird in den nächsten Wochen vollständig verschwinden.

    In der 6. SSW entwickeln sich aus dem sogenannten mittleren Keimblatt die ersten Knospen, aus denen später das Skelett entsteht. In dieser Schwangerschaftswoche zeichnen sich schon die zwölf Brustwirbel und die Rippen ab, praktisch der gesamte Brustkorb des Kindes. Dort wo später die Arme und die Beine wachsen werden, sind in der 6. SSW nur kleine Knospen zu sehen, die Füße und die Hände haben noch das Aussehen von kleinen Paddeln mit Schwimmhäuten.

    Der Hormoncocktail in der 6. SSW

    Der Körper wird in dieser Schwangerschaftswoche mit Hormonen förmlich überflutet. Diese Hormone arbeiten so zusammen, dass sie eine perfekte Versorgung für die Mutter und das Kind sicher stellen. Der HCG-Wert ist in der 6. SSW von großer Bedeutung, denn dieses spezielle Hormon verhindert, dass es zu einem weiteren Eisprung kommt und unterdrückt zudem, dass die werdende Mutter weiter ihre Periode bekommt. Ein anderes Hormon, das Östrogen, bereitet in der 6. SSW die Brüste darauf vor, dass sie später Muttermilch produzieren werden.

    Eine wichtige Rolle spielt auch das Gelbkörperhormon Progesteron, denn dieses Hormon entspannt die Muskeln des Uterus und sorgt auf diese Weise dafür, dass das Baby in den kommenden Wochen und Monaten ohne Probleme wachsen kann. Relaxin ist für die Vorbereitung auf die Geburt zuständig, denn dieses Hormon macht das Gewebe im Beckenboden und auch den Muttermund elastisch, damit das Baby bei der Geburt gut durch den Geburtskanal rutschen kann.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 6. SSW?

    Wenn eine Frau in der 6. Woche schwanger ist, dann lassen die Symptome nicht lange auf sich warten. Es ist die Überflutung mit Hormonen, die bei der werdenden Mutter für einige Beschwerden sorgen, dazu gehört neben der morgendlichen Übelkeit auch das Gefühl von großer Müdigkeit. Viele Frauen leiden zudem unter Appetitlosigkeit und vieles, was sie früher vielleicht gerne gegessen haben, sorgt jetzt für einen unangenehmen Brechreiz.

    Dem Körper der Mutter wird in der 6. SSW sehr viel zugemutet, sie sollte sich daher viel Zeit nehmen, um sich auf die Veränderungen einzustellen. Wichtig ist es, immer wieder kleine Pausen in den Alltag einzubauen und sich ruhige Momente zu gönnen, um durchatmen zu können. Rein äußerlich ist die Schwangerschaft noch nicht zu sehen, denn in der 6. SSW ist der Bauch noch flach, aber die Brüste beginnen sich langsam zu verändern.

    Da die vielen unterschiedlichen Hormone das Immunsystem schwächen, sind die werdenden Mütter anfälliger für Infektionen, die negative Auswirkungen auf das Kind haben können. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist jetzt sehr wichtig, deshalb sollte die Mutter in der 6. SSW damit beginnen, Folsäure zu sich zu nehmen. Ärzte empfehlen als Tagesration 0,8 Milligramm während der ersten Schwangerschaftswochen, erst ab dem vierten Monat hat die Folsäure keinen Einfluss mehr auf die gesunde Entwicklung des Kindes.

    Die ersten Untersuchungen in der 6. SSW

    Viele Frauen wissen in der 6. SSW nicht, dass sie schwanger sind, aber spätestens wenn die ersten typischen Beschwerden auftreten, wie die Übelkeit am Morgen, dann wird klar, dass eine Schwangerschaft vorliegt. Der Frauenarzt wird in der 6. SSW einen Ultraschall machen um festzustellen, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen, es wird ein Urintest gemacht und die Ergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen. Eine Schwangerschaft liegt übrigens immer dann vor, wenn auch das Schwangerschaftshormon HCG (Human-Choriongonadotropin) nachgewiesen werden kann.

    Neben dem Ultraschall wird der Arzt auch eine Tastuntersuchung machen, denn in der 6. SSW ist der Hals der Gebärmutter bereits sehr fest und unbeweglich. Durch die Schwangerschaft werden die Schleimhäute besser durchblutet und das kann in der 6. SSW für Ausfluss sorgen. Dieser Ausfluss ist weißlich bis hellgelb und sollte nicht riechen. Handelt es sich um grünlichen Ausfluss, der unangenehm riecht, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Mutter eine Infektion hat. In diesem Fall sollte die werdende Mutter sofort zu ihrem Arzt gehen.

    Wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt in der 6. SSW?

    Einer Fehlgeburt in der 6. SSW liegt in den meisten Fällen ein genetischer Defekt zugrunde. Der Körper erkennt, dass die befruchtete Eizelle nicht lebensfähig ist, und stößt sie daher wieder ab. Untersuchungen gehen davon aus, dass das bei 50 % aller Eizellen der Fall ist, aber nicht immer wird eine Abstoßung auch als Fehlgeburt erkannt. Viele Frauen, die in der 6. SSW nicht wissen, dass sie schwanger sind, halten die Fehlgeburt nicht selten für eine starke Monatsblutung.

    Ist die Schwangerschaft schon festgestellt worden, dann ist nach einer Fehlgeburt in der 6. Schwangerschaftswoche nur selten eine anschließende Ausschabung notwendig, der Körper wird mit einem Abort in dieser Phase der Schwangerschaft alleine fertig. Nach der 6. SSW sinkt das Risiko eine Fehlgeburt zu erleiden, um rund zwölf Prozent, am Ende der 12. SSW sind es dann nur noch ganze vier Prozent.

    Bild: © Depositphotos.com / Kostia777

  • Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Die 7. SSW – aus dem Zell-Cluster wird ein Embryo

    Wie in den vorangegangen Wochen, so steht auch in der 7. SSW die Entwicklung des Kindes im Vordergrund, denn in dieser Phase der Schwangerschaft wird aus dem sogenannten Zell-Cluster langsam aber sicher ein Embryo, der menschliche Züge bekommt. Es geschieht einiges in der 7. SSW, denn das Baby ist schon recht weit in seiner Entwicklung, und wenn der Arzt ein Ultraschallbild in der 7. SSW macht, dann kann er einen winzig kleinen Menschen sehen, der sich zum Beispiel erstmals eigenständig bewegen kann. Die SSW 7. Woche ist für die Mutter allerdings eine anstrengende Woche, denn durch die verstärkte Wirkung des Schwangerschaftshormons Progesteron hat sie mit allerlei Beschwerden zu kämpfen.

    Wie entwickelt sich der Embryo in der 7. SSW?

    Wenn der Arzt die Größe des Embryos in der 7. SSW bestimmt, dann misst er zum ersten Mal die Scheitel-Steiß-Länge. In der 7. SSW beträgt diese Länge rund fünf Millimeter und ab der 7. SSW wird das Baby jeden Tag um einen weiteren Millimeter wachsen. Die ersten Muskelstränge werden in dieser Schwangerschaftswoche ausgebildet und wenn in der 7. SSW ein Video gemacht wird, dann sind die ersten Bewegungen sichtbar, die aber noch eher an ein Zucken erinnern.

    Das Herz des Embryos pumpt in der 7. SSW mit ungefähr 150 Schlägen pro Minute Sauerstoff und vor allem Blut durch den winzigen Körper. Interessant ist in diesem Stadium der Schwangerschaft aber auch, dass die Anlagen für das Gehirn, die Augen, die Nasenlöcher und die Extremitäten schon sehr deutlich und klar zu erkennen sind. Die Wirbelsäule des Embryos stabilisiert schon den Körper und die Ausbildung des Nervensystems schreitet kontinuierlich voran. Die Auswüchse zwischen der Öffnung des Mundes und des Herzsackes erinnern noch an die Kiemen eines Fisches, erst zu einem späteren Zeitpunkt werden sich an dieser Stelle das Gesicht, der Unterkiefer und der Hals des Kindes bilden.

    Die Augen des Embryos liegen in der 7. SSW noch an den Schläfen und das verleiht dem Baby in dieser Phase das Aussehen eines Fisches. Die kleinen Füße erinnern an Paddel und sind von den Beinen noch nicht zu unterscheiden.

    Wie fühlt sich die Mutter in der 7. SSW?

    In der 7. SSW ist noch keine Bauchwölbung zu sehen, aber die Mutter hat mit einigen Beschwerden zu tun. Die meisten Frauen werden schnell müde und möchten am liebsten den ganzen Tag im Bett bleiben. Schuld an dieser großen Müdigkeit ist das Gelbkörperhormon Progesteron, das sich beruhigend auf den Organismus auswirkt, aber eben auch schläfrig macht. Schwangere sollte daher öfter mal eine kleine Pause einlegen, um wieder neue Kräfte zu sammeln.

    Es ist ein wenig paradox, denn auch wenn sich die werdenden Mütter müde fühlen, können dennoch Probleme auftreten, wenn es ums Durchschlafen geht. Das liegt unter anderem an den Mutterbändern, die Bänder, an denen die Gebärmutter hängt, denn diese dehnen sich, was wiederum ein unangenehmes Ziehen zur Folge hat. Da die Gebärmutter stetig wächst, drückt sie immer mehr auf die Blase und der Harndrang treibt die Schwangeren auch in der Nacht auf die Toilette.

    Ob Heißhungerattacken in der 7. SSW eine Last sind, das sieht jede schwangere Frau anders, aber in dieser Phase der Schwangerschaft wünschen sich einige Frauen, dass der Kühlschrank neben dem Bett stehen würde. Der plötzliche Heißhunger tritt auch gerne in der Nacht auf und sorgt damit ebenfalls für eine gestörte Nachtruhe. Einige Frauen haben in der 7. SSW mit Blutdruckproblemen zu kämpfen, der entweder zu hoch oder aber zu niedrig ist. Ist der Blutdruck zu niedrig, dann führt das zu Schwierigkeiten mit dem Kreislauf, ist er aber zu hoch, dann löst das bei vielen Frauen ungewohnte Hitzewellen aus. Die Ursache für diese Kreislaufprobleme liegt beim Blutvolumen, was in der Schwangerschaft um bis zu 50 % zunimmt. Dazu kommt, dass das Blut immer dünner wird, damit es problemlos zur Gebärmutter gelangen kann. Das Herz muss in der Folge mehr leisten und Schwierigkeiten mit dem Kreislauf sind somit vorprogrammiert.

    Sind Zwillinge schon in der 7. SSW sichtbar?

    Frauen, die den Verdacht haben, dass sie in anderen Umständen sind, sollten so schnell wie möglich einen Gynäkologen aufsuchen. Der Arzt wird eine erste Ultraschalluntersuchung machen um festzustellen, ob in der 7. SSW nur eine Fruchthöhle oder aber schon ein winziger Embryo zu sehen ist. Eine leere Fruchthöhle ist keine Seltenheit, aber wenn eine Frucht vorhanden ist, dann kann der Arzt das in der Regel schon ab der 5. Schwangerschaftswoche erkennen.

    Wenn der Bauch in der 7. SSW schon deutlich zu sehen ist und die werdende Mutter sehr deutlich an Gewicht zulegt, dann liegt der Verdacht nahe, dass es sich vielleicht um mehr als ein Kind handelt. Der Arzt kann in der 7. SSW Zwillinge auf dem Ultraschall erkennen und auch zwei Herztöne können in dieser Schwangerschaftswoche nicht überhört werden. Wenn sich die Zwillinge eine Fruchtblase teilen, nennt der Arzt das monoamnial, hat jedes Kind eine eigene Fruchtblase, dann spricht der Arzt von diamnial. Er achtet zudem darauf, ob sich die Babys eine Plazenta teilen oder ob jeder der Embryos einen Mutterkuchen für sich alleine hat.

    Die meisten Eltern wollen so früh wie möglich wissen, ob es eineiige oder zweieiige Zwillinge werden. Der Ultraschall gibt darüber schon in der 7. SSW Auskunft. Werden die Babys von ein und derselben Plazenta ernährt, dann sind sie eindeutig eineiig, sieht der Arzt aber zwei Fruchtblasen, dann werden die Prognosen wage, denn dann kann es sich sowohl um eineiige als auch um zweieiige Zwillinge handeln.

    Die erste Untersuchung in der 7. SSW

    Zeigt der Schwangerschaftstest ein positives Ergebnis, dann wird der Arzt die erste Vorsorgeuntersuchung vornehmen. Der werdenden Mutter wird Blut abgenommen und es wird ein Urintest gemacht, zudem testet der Frauenarzt auf eine eventuelle Rhesusunverträglichkeit. Außerdem wird Arzt die Patientin über den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und über die anstehenden Vorsorgeuntersuchungen informieren.

    Alle Testergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen, den die Mutter in den folgenden Monaten immer bei sich tragen muss. Bis zur 32. Schwangerschaftswoche bezahlen die Krankenkassen alle vier Wochen eine Vorsorgeuntersuchung, ab der 32. SSW muss die Mutter dann alle zwei Wochen zum Arzt.

    Bild: © Depositphotos.com / ginosphotos1

  • Die 8. SSW – das Baby bekommt Konturen

    Die 8. SSW – das Baby bekommt Konturen

    Die 8. SSW ist für viele Mütter eine anstrengende Woche, für das Baby ist es hingegen eine spannende Woche, denn zum ersten Mal in der noch frühen Schwangerschaft ist auf dem Ultraschallbild in der 8. SSW ein kleiner Mensch zu sehen. Die Entwicklung in der 8. SSW ist beeindruckend, denn in dieser Schwangerschaftswoche unterscheidet sich das Baby erstmals von einem Embryo anderer Säugetiere, es bekommt menschliche Züge. Viele Frauen wissen in der achten Schwangerschaftswoche noch nicht, dass sie schwanger sind, aber sie wundern sich vielleicht, warum ihnen morgens übel ist oder warum sie schnell müde werden.

    So entwickelt sich das Baby in der 8. SSW

    Wenn der Arzt in der 8. SSW Bilder vom Baby macht, dann sieht er einen Embryo, der 15 Millimeter groß ist. Auf dem Ultraschall in der 8. SSW sind neben menschlichen Zügen auch schon die Ansätze der Zehen und Finger gut sichtbar. Der Kopf des Kindes besteht aber noch nicht aus Knochen, sondern aus transparentem Knorpel, durch den die ersten Anlagen des Gehirns zu sehen sind. Diese Anlagen für das Gehirn bestehen in der 8. SSW noch aus Blasen, aus denen sich in den kommenden Schwangerschaftswochen die einzelnen Bereiche des Gehirns entwickeln werden.

    Über den Augen des Babys zeigt sich jetzt die Anlage des Augenlids in Form einer dünnen, durchsichtigen Haut, auch die ersten Anlagen für die Lippen und die Zunge sind schon vorhanden. Mit Beginn der 8. SSW fangen die Knorpel an, sich in stabile Knochen zu verwandeln und auch die Arbeit an den Extremitäten geht zügig voran. So bilden sich die Ellenbogen und die Knie aus und das Baby fängt sehr langsam, aber immer sicherer an, sich zu bewegen.

    Das Baby kann in der 8. SSW bereits den Kopf heben, und wenn es den Körper ein wenig strecken will, dann ist das in der achten Schwangerschaftswoche auch kein Problem mehr. Einige der inneren Organe sind jetzt schon vorhanden und zum Teil aktiv. Zum Beispiel haben der Magen und auch die Nieren schon ihre Tätigkeit aufgenommen.

    Die 8. SSW – eine schwierige Phase für die Mutter

    Während das Baby fleißig wächst, muss sich die werdende Mutter mit allerlei Beschwerden plagen. Der Bauch in der 8. SSW ist noch flach, aber die meisten Frauen sind besonders in der 8. SSW sehr schnell müde und fühlen sich erschöpft, schon geringe Anstrengungen führen zu Kurzatmigkeit. Der Grund für diese Kurzatmigkeit liegt im Sauerstoffmangel, denn einen großen Teil der eingeatmeten Luft bekommt der Embryo und deshalb kommt die Mutter schneller aus der Puste.

    Ein weiteres Problem in der 8. SSW ist die Übelkeit, unter der sehr viele Frauen besonders am Morgen leiden. Meist reicht es aus, die Beine aus dem Bett zu schwingen, und schon ist die Übelkeit wieder da. Einen Keks im Liegen zu essen oder auch ein Teelöffel Honig sind in dieser Situation hilfreich, um die unangenehme Übelkeit am frühen Morgen effektiv zu bekämpfen.

    Auch die Psyche macht vielen Frauen in dieser Phase der Schwangerschaft zu schaffen. Es sind die Schwangerschaftshormone, die jetzt durcheinander wirbeln und für starke Stimmungsschwankungen sorgen. Vor allem Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind, machen sich in der Phase viele Sorgen, sie fürchten eine Fehlgeburt in der 8. SSW und sie geraten schnell aus der Fassung. Plötzliche Gefühlsausbrüche sind jetzt an der Tagesordnung und auch bei Frauen, die normalerweise nicht „so nah am Wasser gebaut“ haben, fließen schon aus nichtigen Anlässen die Tränen. Allerdings stabilisiert sich die Gefühlslage schnell wieder und mit Beginn des vierten Monats gehören die Stimmungsschwankungen der Vergangenheit an.

    Die ersten Vorsorgeuntersuchungen in der 8. SSW

    Wenn die Schwangerschaft diagnostiziert wird oder die Vermutung besteht, dass eine Schwangerschaft möglich ist, dann wird es Zeit für die erste umfassende Untersuchung. Im Rahmen dieser Untersuchung wird der Arzt eine Anamnese machen und die werdende Mutter auch zu Krankheiten in der Familie befragen. Das soziale Umfeld spielt im Gespräch ebenso eine Rolle, denn der Arzt möchte sich ein vollständiges Bild machen. Dann folgt die erste gynäkologische Untersuchung und es wird ein Ultraschall gemacht um zu sehen, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist.

    Zudem gibt es eine genaue Urin- und Blutuntersuchung der werdenden Mutter und auch eine eventuelle Unverträglichkeit des Rhesusfaktors wird untersucht. Der Arzt informiert die Frau darüber, wie eine medizinische Begleitung während der Schwangerschaft aussieht und gibt ihr zudem einen Überblick über die Möglichkeiten der Diagnostik. Viele Frauen wollen sich über zusätzliche Untersuchungen und deren Kosten informieren, denn nicht alle pränatalen Vorsorgeuntersuchungen werden von den Krankenkassen bezahlt.

    Alle Untersuchungsergebnisse werden dann in den Mutterpass eingetragen und auch alle weiteren Termine im Mutterpass notiert. Bei einem normalen Verlauf der Schwangerschaft werden Mutter und Kind alle vier Wochen untersucht, ab der 32. SSW dann alle 14 Tage. Pro Trimester ist eine Untersuchung mit dem Ultraschallgerät vorgesehen, die Mutter und auch der werdende Vater können also alle drei Monate ihren Nachwuchs auf dem Bildschirm betrachten und dem Herzschlag des Babys lauschen.

    Wie hoch ist das Risiko einer Fehlgeburt in der 8. SSW?

    Mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft sinkt auch das Risiko einer Fehlgeburt. Das Fehlgeburtsrisiko in der 8. SSW liegt bei rund 18 %, im Vergleich dazu liegt das Risiko in der 17. SSW nur noch bei 3 %. Die größte Gefahr bestehen in den ersten 12. SSW, in diesen 12 Wochen passieren rund 80 % aller Fehlgeburten.

    Eine Fehlgeburt ist so etwas wie ein Schutzmechanismus des Körpers, denn die Ursache für den vorzeitigen Abbruch der Schwangerschaft liegt darin, dass das Kind nicht lebensfähig wäre. Auch das Alter der Mutter spielt im Zusammenhang mit einer Fehlgeburt eine entscheidende Rolle. Bei Frauen zwischen 20 und 30 Jahren liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem frühzeitigen Abort kommt, zwischen 9 und 17 %. Bei Frauen, die zwischen 30 und 35 Jahren alt sind, steigt das Risiko auf 23 %, und rund 45 % der Frauen, die zwischen 35 und 40 Jahren schwanger werden, müssen mit einer Fehlgeburt rechnen. Bei Frauen, die 42 Jahre alt sind, erleiden 54 % eine Fehlgeburt und ab dem 48. Lebensjahr werden rund 80 % der Schwangerschaften durch einen Abort beendet.

    Bild: © Depositphotos.com / bartoshd