Schlagwort: Behandlung

  • Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Angina tonsillaris – die schmerzhafte Mandelentzündung

    Nase und Mund sind beliebte Ziele für Krankheitserreger aller Art, die ihren Weg in den menschlichen Körper suchen. Bevor sie aber in den Körper gelangen können, müssen sie an den Mandeln vorbei, die hinten im Rachenraum an den seitlichen Gaumenbögen liegen. Die Mandel sind so etwas wie Torwächter, die die Aufgabe haben, die oberen Atemwege vor Viren und Bakterien zu schützen, aber wenn das Immunsystem nicht mehr richtig funktioniert oder geschwächt ist, dann kommt es zu einer Angina tonsillaris, zu einer schmerzhaften Mandelentzündung.

    Was löst eine Angina tonsillaris aus?

    Wenn das Immunsystem nicht mehr seiner Funktion nachkommen kann, dann setzen sich die Krankheitserreger einfach an den Rachenmandeln fest und vermehren sich dort explosionsartig. In der Folge schwillt das Gewebe der Mandeln stark an, es beginnt zu schmerzen und das löst schließlich massive Schluckbeschwerden aus. Aus diesem Prozess erklärt sich auch das lateinische Wort Angina, das so viel wie Beklemmung oder auch Enge bedeutet. Ist die Mandelentzündung hingegen akut, dann spricht der Arzt von einer sogenannten Tonsillitis acuta. Die meisten Mandelentzündungen werden von Bakterien ausgelöst, und wenn das der Fall ist, dann gibt es verschiedene Krankheitsbilder. Es gibt die Scharlach-Angina, die Diphtherie-Angina und auch die Seitenstrang-Angina. Beim Pfeifferschen Drüsenfieber und bei der Herpangina sind die Auslöser jedoch keine Bakterien, sondern Viren.

    Welche Beschwerden verursacht eine Angina?

    Es sind vor allem die Schmerzen und die Schluckbeschwerden, die eine Angina tonsillaris so unangenehm machen. In der akuten Phase kann auch Fieber dazu kommen und die Betroffenen fühlen sich krank. Ist eine Mandelentzündung chronisch, dann sind die Beschwerden nicht so stark wie bei der akuten Variante, dafür gibt es hier die Gefahr, dass die ständige Entzündung der Mandeln Folgen haben kann. Zu diesen Folgen können eine Herzmuskelentzündung und ein Herzklappenfehler gehören, aber auch eine Nierenentzündung ist keine Seltenheit, wenn die Angina einen chronischen Verlauf nimmt. Besonders bei Kindern zwischen fünf und 15 Jahren ist das Risiko besonders groß, eine Angina tonsillaris zu bekommen.

    Wie wird eine Angina behandelt?

    Um festzustellen, welche Art der Angina vorliegt, untersucht der Arzt den Rachen- und Nasenraum sowie den Zungengrund mit der Hilfe eines Endoskops. Häufig tritt bei Kindern im Zuge einer Angina tonsillaris auch eine ebenso schmerzhafte Mittelohrentzündung auf. Um den Erreger bestimmen zu können, wird eine Blutuntersuchung gemacht. Steht fest, um welche Angina es sich handelt, dann wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet. Bei einer leichten Angina tonsillaris helfen in der Regel schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel wie spezielle Lutschtabletten. Gesellt sich Fieber zur Angina, dann ist Paracetamol eine gute Wahl, denn das lindert die Entzündung, senkt das Fieber und nimmt die Schmerzen. Sollten die Beschwerden nicht abklingen oder wenn sie sich noch verstärken, dann wird ein Breitbandantibiotikum zum Einsatz kommen, ein Mittel, das auch dann hilft, wenn die Angina tonsillaris durch Viren ausgelöst wurde.

    Welche Hausmittel gibt es?

    Nicht jeder möchte ein Mittel aus der Apotheke einnehmen, wenn der Hals schmerzt, und vertraut lieber auf bewährte Hausmittel. Zu diesen Hausmitteln gehört der Salbeitee, der bei einer Mandelentzündung aber nicht getrunken werden sollte, hier reicht es aus, damit zu gurgeln. Auch ein Tee aus Pfefferminze, aus Rosmarin, Kamille oder Ringelblume, der Schluck für Schluck kalt getrunken wird, kann helfen, die Schmerzen zu verringern. Bienenhonig ist ebenfalls ein bekanntes Hausmittel, wenn es um eine leichte Angina geht. Der Honig hat eine antibakterielle Wirkung und kommt, weil er süß schmeckt, vor allem bei Kindern gut an. Bei Kindern ebenfalls ein Renner ist Eis, denn das kalte Eis lässt die angeschwollenen Rachenmandeln schnell wieder abschwellen. Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihre Kinder Wassereis mit Fruchtgeschmack lutschen, denn Milchspeiseeis sorgt dafür, dass die oberen Atemwege verschleimen können.

    Bild: © Depositphotos.com / Jim_Filim

  • Die Psychoanalyse feiert ein Comeback

    Die Psychoanalyse feiert ein Comeback

    Zu unwissenschaftlich, zu altmodisch, zu langwierig und vor allem viel zu teuer – die klassische Psychoanalyse war lange Zeit weg vom Fenster. Es fehlte an Beweisen für die heilende Kraft, aber jetzt zeigen neuen Studien, dass die Psychoanalyse deutlich nachhaltiger wirkt als manche der modernen Therapien.

    Ab auf die Couch

    Die Psychoanalyse ist untrennbar mit Sigmund Freud verbunden, und die Couch wurde zu einem Symbol dieser besonderen Form der Therapie. 1890 rief Sigmund Freud die Psychoanalyse ins Leben, denn er war der Ansicht, dass jeder Mensch sich selbst nicht sonderlich gut kennt. Menschen haben, laut Freud, keine Ahnung, warum sie so und nicht anders handeln, sie wissen nicht, was die tun, was sie denken und was sie fühlen. Der Mensch ist nur sehr selten der Herr im eigenen Haus, es sind seine unbewussten und triebhaften Anteile, die immer wieder mit den verinnerlichten sozialen Normen in Streit geraten, und das führt schließlich zu Konflikten.

    Eine Art Sammeltopf

    Das Unbewusste, sagt Freud, ist eine Art Sammelbecken für alle Erfahrungen, die Menschen verdrängen, und das Unbewusste ist sehr mächtig. Es entscheidet darüber, welches Selbstbild Menschen haben, ob man eine gute oder eine schlechte Beziehung führen wird, ob man scheitert oder ob man sehr erfolgreich durchs Leben geht. Alle, die viel verdrängen, werden sich irgendwann destruktiv verhalten und Probleme mit Beziehungen haben. Bei der Behandlung von seelischen Leiden, bei Depressionen sowie Zwangs- und Angststörungen war die Psychoanalyse sehr lange das Nonplusultra, dann kamen neue Therapieformen und die Couch hatte ausgedient.

    Wieder modern

    In keinem Land der Erde außer in Deutschland, wird die Psychoanalyse von den Krankenkassen bezahlt und das aus gutem Grund. Patienten, die mit der Psychoanalyse nach Freud behandelt werden, müssen seltener stationär behandelt werden und sie besiegen ihre Ängste deutlich schneller. Genau diese Erkenntnisse sorgten für das Comeback dieser speziellen Therapie.

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  • Wann ist ein Abszess gefährlich?

    Wann ist ein Abszess gefährlich?

    Die Schmerzen treten plötzlich und unvermittelt auf, es schmerzt beim Stehen, beim Gehen, beim Sitzen, die betroffene Stelle reagiert sehr empfindlich auf Druck, sie ist stark angeschwollen und pocht – das alles ist bei einem Abszess möglich. Viele kennen einen Abszess noch unter seinem alten Namen Furunkel oder Karbunkel, gemeint ist aber immer dasselbe, nämlich eine Art Geschwür, mit Eiter gefüllt und entzündet. Ob ein Abszess gefährlich ist, das kommt immer auf die Körperstelle an, wo sich der Abszess bildet.

    Was genau ist ein Abszess?

    Ein Abszess ist im Grunde nichts anderes als eine Ansammlung von Eiter, der sich in einem Hohlraum im Gewebe bildet. Dieser Eiter besteht aus Bakterien und Immunzellen, also Krankheitserregern, die in den Körper eingedrungen sind und sich dann vermehren. Das Immunsystem bekämpft diese Eindringlinge und löst damit eine Kettenreaktion von Entzündungen aus. Bildet sich dann ein Hohlraum im Gewebe unter der Haut, dann sprechen Ärzte von einem Abszess. Abszesse können sich praktisch überall am Körper bilden, sie können im Gehirn sein, in der Leber, an der Hüfte, am Kiefer oder auch am Po, und ob ein Abszess gefährlich ist, das kommt immer auf die jeweilige Körperregion an. Besonders oft ist aber die Haut betroffen, denn sie kommt als Erste mit den Krankheitserregern in Kontakt. Wenn mehrere Abszesse gleichzeitig auftreten, dann nennt man sie Karbunkel und wenn sie an den Haarwurzeln auftreten, dann sind es Furunkel.

    Ab wann wird ein Abszess gefährlich?

    Nicht immer ist ein Abszess gefährlich, trotzdem sollte sich ein Arzt das Eitergeschwür ansehen. Vor allem die Abszesse, die sehr klein sind und nur als ein rotes Knötchen auf der Haut wahrgenommen werden, halten viele für harmlos, erst wenn die Flächen größer werden, dann gehen die Betroffenen zum Arzt. Bildet sich ein mit Eiter gefülltes Geschwür im Gesicht, in der Nähe der Augen, des Mundes oder der Nase, dann wird ein Abszess gefährlich, denn dann besteht das Risiko, dass in der Folge ein Abszess im Gehirn entsteht. Ist das der Fall, dann wird eine Behandlung im Krankenhaus notwendig.

    Mögliche Alarmzeichen

    Wenn ein Abszess gefährlich wird, dann gibt es alarmierende Anzeichen. Fieber und Schüttelfrost sind ein Zeichen, dass der Körper mit der Entzündung nicht alleine fertig wird. Auch wenn die Eiteransammlungen Organe betreffen, dann ist ein Abszess gefährlich und muss medizinisch behandelt werden. Wer einen Abszess am Kiefer hat, sollte sofort einen Zahnarzt aufsuchen, denn wenn ein solcher Abszess aufplatzt und der Eiter sich in die Mundhöhle ergießt, dann besteht die Gefahr einer Blutvergiftung. Das ist auch dann der Fall, wenn sich ein rötlicher Streifen auf der Haut in der Nähe des Geschwürs zeigt, denn das deutet ebenfalls auf eine Blutvergiftung hin.

    Wie wird ein Abszess behandelt?

    Welche Behandlung infrage kommt, das hängt von der Stelle ab, wo der Abszess auftritt. Grundsätzlich gilt aber, ist der Abszess noch unreif, also noch nicht vollständig mit Eiter gefüllt, dann wartet der Arzt zunächst noch ab. Erst wenn der Abszess „reif“ ist, dann wird er unter örtlicher Betäubung aufgeschnitten. Der Eiter kann kontrolliert abfließen und in der Regel heilt die Wunde dann gut ab. Tritt ein Abszess an einer besonders sensiblen Körperstelle auf, wie zum Beispiel am Anus, dann wird der Arzt die Reifung mit einem Zugsalbenverband beschleunigen. Die Wirkstoffe in der Salbe regen die Durchblutung an und die Zellen des Immunsystems kommen schneller an ihr Ziel. So wird die Eiterbildung gefördert, der Arzt kann schneller zum Skalpell greifen und der Patient muss nicht länger mit den Schmerzen leben. Zugsalbe ist in der Apotheke ohne Rezept erhältlich, aber Ärzte raten dringend von einer Selbstbehandlung und einer Öffnung des Eitergeschwürs ab, denn dann kann ein Abszess gefährlich werden.

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  • Wie sicher sind Patientendaten?

    Wie sicher sind Patientendaten?

    Wer zum Arzt geht, der möchte neben einer effektiven Behandlung auch sicher sein, dass die persönlichen Daten und Diagnosen geschützt sind. Leider ist das nicht bei allen Ärzten der Fall, wie die Stiftung Warentest jetzt herausgefunden hat. Es wurden bei den Stichproben zum Teil eklatante Mängel festgestellt und sensible Daten der Patienten wurden einfach preisgegeben.

    Diskretion? Fehlanzeige!

    30 Arztpraxen hat die Stiftung Warentest auf den Prüfstand gestellt und bei der Hälfte der getesteten Arztpraxen gab es sehr große Lücken im Sicherheitssystem. So haben zum Beispiel Mitarbeiter der Ärzte ohne Weiteres am Telefon medizinische Daten über die Patienten verraten, und sensible Daten wie etwa Untersuchungsergebnisse, wurden unverschlüsselt per Mail verschickt. In drei von zehn Praxen konnten die Patienten im Wartezimmer mithören, was der Arzt mit einem anderen Patienten besprochen hat und telefonisch wurden Laborergebnisse mitgeteilt, ohne dass sich die Mitarbeiter überhaupt darüber informiert haben, wer am anderen Ende der Leitung ist.

    Verstöße sind strafbar

    Ärzte stehen unter Schweigepflicht und auch ihre Mitarbeiter haben sich verpflichtet, nichts über das, was sie tagsüber in der Praxis erleben, an andere weiter zu geben. Diese Schweigepflicht hat ihre Gründe, denn es könnten dem Patienten Nachteile entstehen, wenn der Arzt seine Diagnosen preisgibt. Nach dem Paragrafen 203 des Strafgesetzbuches kann ein Arzt, der sich nicht an die Schweigepflicht hält, zu einer Geldstrafe und in schweren Fällen auch zu einer Freiheitsstrafe verurteilt werden.

    Diskretion ist möglich

    Die Stiftung Warentest hat nicht nur Lücken im Sicherheitssystem vieler Arztpraxen entdeckt, sie zeigt auch, wie einfach Diskretion sein kann. So sollte, wenn die Räumlichkeiten es zulassen, der Anmeldungsbereich in einem separaten Raum sein, denn besonders bei der Anmeldung kann jeder mithören, wenn über andere Patienten gesprochen wird. Auch wenn die Patienten eine Nummer ziehen und nicht mit Namen aufgerufen werden, dann kann das zu mehr Diskretion in der Arztpraxis beitragen.

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  • Wie gefährlich sind Red-Rice-Kapseln?

    Wie gefährlich sind Red-Rice-Kapseln?

    Rotschimmelreis, besser bekannt unter dem Namen Red-Rice, hat sich als Nahrungsergänzungsmittel einen Namen gemacht. Viele sehen im Rotschimmelreis, der über das Internet in Form von Kapseln angeboten wird, ein gutes Mittel, um zum Beispiel den Cholesterinspiegel zu senken und den Fettstoffwechsel zu stabilisieren. Ärzte warnen aber vor der Einnahme der Kapseln, denn sie können sehr gefährliche Nebenwirkungen haben.

    Wie entsteht Rotschimmel?

    Rotschimmel ist ein Produkt, das durch Fermentierung von normalem Reis und einem bestimmten Schimmelpilz entsteht. Durch die Fermentierung bekommt der Reis eine rote Farbe und entwickelt einen Wirkstoff, der aus pharmakologischer toxisch, also giftig ist. In Asien genießt der rote Reis einen sehr guten Ruf und wird vor allem zur Behandlung von Krankheiten des Magen-Darm-Trakts und bei Herz-Kreislauf Beschwerden genutzt. Ebenfalls werden viele Lebensmittel in Asien mit dem Farbstoff aus dem roten Reis gefärbt.

    Der gefährliche Wirkstoff

    Der wohl wichtigste Inhaltsstoff von Red-Rice-Kapseln ist Monacolin K und dieser Wirkstoff ist, was die chemische Zusammensetzung angeht, mit dem Wirkstoff Lovastatin identisch. Lovastatin ist alles andere als harmlos, sondern ein Arzneistoff, der von den jeweiligen Behörden zugelassen werden muss. Medikamente, die den Wirkstoff enthalten, sind zudem verschreibungspflichtig, ohne das passende Rezept von einem Arzt ist Lovastatin in Deutschland also nicht erhältlich.

    Schon bei niedrigen Dosierungen riskant

    Wie gefährlich Red-Rice für die Gesundheit ist, das zeigt sich schon in der Dosierung. Schon ab einer Menge von fünf Milligramm am Tag entfaltet der Wirkstoff Monacolin K seine Wirkung, die Red-Rice-Kapseln, die im Internet als Nahrungsergänzungsmittel angeboten werden, haben die 66-fache Wirkung und das ist auf Dauer für die Gesundheit mehr als riskant. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte warnt jetzt ausdrücklich vor den Kapseln, die die Muskeln wie auch die Leber schädigen können. Besonders kritisch wird es jedoch immer dann, wenn die Reis-Kapsel zusammen mit einem Medikament gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel eingenommen werden.

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  • Präzisionsmedizin – neue Hoffnung für Krebspatienten

    Präzisionsmedizin – neue Hoffnung für Krebspatienten

    In der Krebsbehandlung können die Ärzte heute nicht mehr länger nur auf Chemotherapie, Operation oder Strahlentherapie setzen, die genetische Forschung macht es heute möglich, dass jeder Patient eine individuelle Behandlung bekommt. Präzisionsmedizin nennen Forscher diese Art von Behandlung, und mithilfe dieser Medizin gehen die Krebsärzte und die Patienten neue Wege.

    Die Genetik in der Früherkennung

    Wenn es um die Früherkennung von Krebs geht, spielt die Genetik eine immer wichtigere Rolle. Aktuell sind 120 Gene bekannt, die Krebs verursachen können und die Forschung nimmt an, dass es zwischen drei und fünf Prozent aller Tumorerkrankungen sind, die vererbt werden. Liegt eine bestimmte Krebsart in der Familie vor, dann wird es in Zukunft möglich sein, das Gen zu eliminieren, was den Krebs auslöst. Brustkrebs ist nur ein Beispiel für die Veranlagung von Krebs und hier setzt die Präzisionsmedizin an.

    Der Tumor entscheidet

    In der Zukunft wird Krebs nach Ansicht von führenden Wissenschaftlern nicht mehr nach bestimmten Organen klassifiziert, vielmehr sind es die molekularen Mechanismen, die über die Bildung eines Tumors entscheiden. So gibt es bereits heute ein Medikament, das gezielt den schwarzen Hautkrebs bekämpfen kann und in Studien wurde nachgewiesen, dass bei den meisten Patienten der Tumor deutlich geschrumpft ist, wenn sie mit dem Medikament behandelt wurden. In diesem Fall sind keine Cocktails aus hochgiftigen Medikamenten mehr notwendig, um den Krebs zu besiegen, denn der genetische Code konnte erfolgreich geknackt werden.

    Die Entschlüsselung der Gene

    Wann Chemotherapie und Strahlentherapie der Vergangenheit angehören werden, das ist heute noch nicht abschätzbar. Experten wie der amerikanische Forscher Todd Golub sind aber davon überzeugt, dass die Entschlüsselung der Gene die Präzisionsmedizin voranbringen wird. Wenn die Gene bekannt sind, die den Krebs auslösen, dann kann diese Krebsart nicht nur rechtzeitig erkannt werden, es kann auch viele Menschen davor bewahren, überhaupt an dieser Krebsform zu erkranken.

    Bild: © Depositphotos.com / alexraths