Schlagwort: Behandlung

  • Mit Sport den Krebs bekämpfen

    Mit Sport den Krebs bekämpfen

    Sport ist für die Gesundheit immer förderlich, aber für Menschen, die an Krebs erkrankt sind, kann Sport noch viel mehr sein. Wer sich trotz einer Krebserkrankung regelmäßig bewegt, der kann das Wachstum der Tumorzellen bremsen. Eine neue, von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegebene Studie will jetzt erstmals beweisen, wie positiv sich Sport auf die gefürchtete Krankheit auswirken kann.

    Den Schock überwinden

    Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock und viele Betroffene fühlen sich dann wie erstarrt. Sie haben große Angst, sind mutlos und fühlen sich am Boden zerstört. Mediziner sind davon überzeugt, dass es sich positiv auswirken kann, wenn die Patienten schon unmittelbar nachdem sie die Diagnose Krebs bekommen haben, mit einem Sportprogramm beginnen. Es müssen keine sportlichen Höchstleistungen erbracht werden, jeder Patient sollte nach einer speziell für ihn passenden Sportart suchen und mit dem Training beginnen. Dass Sport eine heilende Wirkung hat, ist bekannt, für Krebspatienten hat Sport aber auch einen psychologischen Effekt, denn durch die sportlichen Aktivitäten bekommen Patienten das Gefühl, selbst etwas gegen ihre Krankheit unternehmen zu können.

    Sport auf Rezept

    In einigen deutschen Krankenhäusern wie zum Beispiel im Klinikum rechts der Isar in München, gibt es für drei Krebsarten bereits Sport auf Rezept. Patienten, die unter Prostata, Lungen- und Darmkrebs leiden, suchen gemeinsam mit ihren behandelnden Ärzten das passende Sportprogramm für sich aus und trainieren nicht erst in der Reha, sondern schon während der Behandlung im Rehazentrum der Klinik. Die Techniker Krankenkassen will dieses Programm jetzt auch bundesweit anbieten, damit Krebspatienten überall im Land davon profitieren können.

    Die Krebszellen werden mobilisiert

    Durch ein intensives Bewegungsprogramm wird Adrenalin freigesetzt und das mobilisiert die Immunzellen, die den Krebs bekämpfen. Durch den Sport wird der Blutstrom an die Stellen im Körper gelenkt, wo ein Tumor wächst und durch die sehr aktiven Immunzellen wird der Tumor daran gehindert, weiter zu wachsen.

    Bild: © Depositphotos.com / Maridav

  • Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Was noch vor 50 Jahren unmöglich schien, ist heute keine Seltenheit mehr – eine späte Schwangerschaft. Als Spätgebärende gelten alle Frauen, die 40 Jahre oder älter sind und ein Kind erwarten. Auch wenn es heute aus medizinischer Sicht kaum noch ein Problem darstellt, die Risiken einer späten Schwangerschaft sind deutlich größer als bei einer Frau, die mit Mitte 20 ein Kind bekommt. Schwanger mit 40 – immer mehr Frauen entscheiden sich erst spät für ein Kind und das aus unterschiedlichen Gründen. Was spricht für eine späte Schwangerschaft und was dagegen?

    Zuerst die Karriere

    Anders als in früheren Zeiten sind viele Frauen nicht mehr nur Hausfrau, sie entscheiden sich für die Karriere und verschieben den Kinderwunsch nach hinten. Auch wenn der richtige Mann noch nicht gefunden wurde, dann muss das Wunschkind warten. Die biologische Uhr tickt jedoch unbeirrt weiter und mit dem Wissen, dass die Chancen, schwanger zu werden, immer weiter sinken, fällt dann die Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Schwanger mit 40 – das ist nach Ansicht von Experten heute kein Problem mehr, aber 40 ist so etwas wie eine Grenze, denn nach dem 45. Lebensjahr ist es kaum noch möglich, mit den eigenen Eizellen schwanger zu werden. Viele Frauen, die zu diesem Zeitpunkt schwanger werden möchten, müssen sich einer Hormonbehandlung unterziehen, bei anderen klappt es aber auch auf natürlichem Weg.

    Schwanger mit 40 – was spricht dafür?

    Schwanger mit 40, das bedeutet, die Mutter ist reifer, sie ist abgeklärter, sie hatte Zeit sich zu entwickeln und sie ist in der Regel auch finanziell abgesichert. Die meisten Frauen, die in diesem Alter Mutter werden, leben schon lange mit einem Partner zusammen, das Paar kennt seine Schwächen, seine Stärken und bildet ein gutes Team als Grundlage für eine Familie. Studien haben gezeigt, dass Frauen, die mit 40 schwanger werden, gebildeter sind als sehr junge Mütter, sie entscheiden sich sehr bewusst für ein Kind und kennen die Risiken.

    Schwanger mit 40 heißt für Paare, sie konzentrieren sich mehr auf ihr Kind als jüngere Eltern das tun, denn sie hatten bereits die Zeit zu reisen, Partys zu feiern, das Leben zu genießen, sich weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Frauen, die mit Mitte 20 schwanger werden, setzen sich zudem unter Druck, sie wollen alles richtig machen, sie wollen perfekt sein und stehen häufig stark unter Stress. Eine Frau von 40 ist gelassener, ruhiger, sie weiß die wichtigen von den unwichtigen Dingen zu unterscheiden, und diese Gelassenheit überträgt sich auch auf das Kind. Kinder von älteren Müttern wachsen deutlich entspannter auf und sie sind in vielen Dingen weiter als andere Kinder in ihrem Alter.

    Was spricht gegen Schwanger mit 40?

    Schwanger mit 40 – der größte Nachteil ist hier die medizinische Komponente, denn ab dem 35. Lebensjahr nimmt die Chance auf natürlichem Weg schwanger zu werden, immer weiter ab. Rein theoretisch ist eine Frau, die mit 40 schwanger wird, nur noch 15 Jahre von den Wechseljahren entfernt und die Anzahl der Eizellen sinkt von Jahr zu Jahr. Ein großes Risiko besteht darin, dass die Eizellen, die dann noch zur Verfügung stehen, nicht selten Chromosomendefekte haben und so die Gefahr stetig ansteigt, eine Fehlgeburt zu erleiden.

    Ist das 40. Lebensjahr erreicht, dann geht es mit der Fruchtbarkeit rapide bergab. Schwanger mit 40 heißt: Die Chance, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen, liegt bei rund 25 %, ist die Frau 43 Jahre alt, dann liegt die Chance bei zehn Prozent, mit 46 nur noch bei 1,6 %. Auch die Zahl der Fehlgeburten steigt an. So verlieren rund 24 % der Frauen, die mit 40 Jahren schwanger werden, ihr Kind in den ersten drei Monaten, bei Frauen, die 43 sind, liegt die Gefahr bei 38 % und schon ein Jahr später ist das Risiko einer Fehlgeburt bei 54 %.

    Schwanger mit 40 ist ein bisschen wie Lotto spielen, man hofft auf einen Treffer und wird meist enttäuscht. Das gilt auch dann, wenn sich die Frau einer Hormonbehandlung unterzieht, denn es gibt keine Garantie, dass es mit der Schwangerschaft klappt. Schwanger mit 40 ist doppelt riskant, wenn auch der Partner schon älter ist. Zwar sind Männer auch mit 70 Jahren physisch noch in der Lage, ein Kind zu zeugen, aber mit zunehmendem Alter lässt die Qualität der Spermien nach und es gibt ein höheres Risiko für genetische Defekte beim Kind.

    Was bedeutet die späte Schwangerschaft fürs Kind?

    Schwanger mit 40 lässt die Gefahr für einen zu hohen Blutdruck und Diabetes um das Doppelte ansteigen, als bei Frauen der Fall ist, die mit 20 schwanger werden. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Gendefekts steigt, und zwar auf 1 : 110, dass das Kind mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Deshalb gehören Untersuchungen wie eine Amniozentese und eine Chorionbiopsie bei älteren Frauen mittlerweile fast schon zum Standard. Schwanger mit 40 heißt auch, dass das Kind wird mit großer Wahrscheinlichkeit mittels eines Kaiserschnitts zur Welt kommen, zudem haben viele Babys ein zu kleines Geburtsgewicht und leider steigt auch das Risiko einer Totgeburt.

    Nicht immer bedeutet schwanger mit 40 auch Risiko und Gefahr, die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne Probleme und die späten Mütter bringen ein gesundes und normalgewichtiges Kind ohne Schwierigkeiten zur Welt. Das Problem ist aber, dass schwanger mit 40 für die meisten Ärzte eine Risikoschwangerschaft ist und die Mütter auch entsprechend behandelt werden. Es steht außer Frage, dass eine Frau, die spät Mutter wird, sehr genau beobachtet werden muss, aber schwanger mit 40 heißt nicht, die Mütter wie rohe Eier zu behandeln. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwanger mit 40 eine schöne Zeit sein kann, wenn alles wie gewohnt weiter geht.

    Viele Kinder, die ältere Mütter haben, sind Überraschungskinder, vor allem dann, wenn die Mutter eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet hat, schwanger zu werden. In diesen Fällen bedeutet schwanger mit 40: Es gab einen Glückstreffer, und die Schwangerschaften sind nicht selten sehr entspannt und glücklich.

    Schwanger mit 40 – das ist wie jede andere Schwangerschaft auch, eine Reise, die spannende 40 Wochen dauert. Schwanger mit 40 – das heißt, eine Herausforderung anzunehmen, und sich auf das Kind zu freuen, denn schwanger mit 40 bedeutet, dass aus einem Paar endlich eine Familie wird.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova

  • Chronisches Erschöpfungssyndrom – Krankheit und viele Rätsel

    Chronisches Erschöpfungssyndrom – Krankheit und viele Rätsel

    Bleierne Müdigkeit schon am frühen Morgen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Probleme mit der Konzentration, zuweilen sogar Gedächtnislücken – bei diesen Symptomen handelt es sich meist um ein chronisches Erschöpfungssyndrom oder um ein chronisches Fatigue-Syndrom, kurz CFS genannt. CFS ist eine rätselhafte Krankheit, die sich nicht richtig zuordnen lässt, sie kann den Betroffenen aber so sehr zusetzen, dass sie kein normales Leben mehr führen können. Was aber hinter dieser Krankheit steckt, darüber sind sich Mediziner bis heute nicht einig, fest steht bislang nur, dass davon rund eine Viertelmillion Deutsche betroffen sind.

    Chronisches Erschöpfungssyndrom – ist ein Infekt schuld?

    Auch wenn noch nicht restlos geklärt ist, was dieses Syndrom auslöst, es tritt sehr häufig nach einer Infektionskrankheit wie zum Beispiel dem Pfeifferschen Drüsenfieber auf. Die eigentliche Krankheit geht, was aber bleibt, das ist eine schwere Erschöpfung, die schon leichte Dinge wie das Aufstehen am Morgen, fast unmöglich macht. Die Betroffenen fühlen sich ständig müde und ganz gleich, wie viele Pausen auch eingelegt werden, die Müdigkeit und die Erschöpfung wollen einfach nicht mehr weichen. Dazu kommen noch Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, auch das Gedächtnis lässt nach und viele fühlen undefinierbare Glieder- und Muskelschmerzen, die Lymphdrüsen schwellen an, zudem kommt es zu Appetitlosigkeit und Schwindelanfällen. Nicht selten dauern diese Symptome mehrere Monate an, bei einigen führen sie sogar zu Invalidität.

    Andere mögliche Auslöser

    Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein chronisches Erschöpfungssyndrom eine Autoimmunerkrankung ist. Bei dieser Art von Erkrankung geht das körpereigene Immunsystem gegen das Körpergewebe vor und versucht, es zu zerstören. Ganz bestimmte Erreger, wie zum Beispiel das Epstein-Barr-Virus, geben dem Körper den Befehl, ständig Krankheitssymptome zu zeigen, wie das bei einem chronischen Erschöpfungssyndrom der Fall ist. Da jeder, der von CFS betroffen ist, ein anderes Krankheitsbild hat, ist es unmöglich, ein einheitliches Konzept zu finden. Vor allem wenn es keinen eindeutigen organischen Befund gibt, dann liegt häufig die Diagnose Depression nahe, da sich die Symptome ähneln. Um die Diagnose differenzieren zu können, versuchen die Mediziner etwas über den psychischen Antrieb des Patienten zu erfahren, denn anhand des psychischen Antriebs lässt sich die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom ausschließen oder bestätigen. Es besteht aber immer die große Gefahr, dass Patienten, bei denen die Diagnose CFS gestellt wird, auch depressiv werden.

    Wie stellt der Arzt seine Diagnose?

    Ein chronisches Erschöpfungssyndrom wird in der Regel durch eine sogenannte Ausschlussdiagnose festgestellt. Der Arzt muss alle anderen Ursachen ausschließen können, die infrage kommen könnten. Erst wenn das der Fall ist, dann kann die Diagnose chronisches Erschöpfungssyndrom gestellt werden. Die Ausschlussdiagnose hat zwei Gründe, denn zum einen wird so verhindert, dass mögliche andere Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs, eine Depression oder auch Hepatitis übersehen werden, und zum anderen gibt es bis heute keine Befunde wie beispielsweise Blutwerte, die auf ein chronisches Erschöpfungssyndrom hinweisen. Ärzte, die sich mit der Krankheit befasst haben, können aber die typischen Symptome erkennen.

    Wie wird CFS behandelt?

    Da die genauen Ursachen für ein chronisches Erschöpfungssyndrom nach wie vor noch nicht bekannt sind, gibt es auch keine wirksame Therapie. Was es allerdings gibt, das sind Behandlungsansätze. So werden zum Beispiel einige Patienten mit Immunglobulinen behandelt, aber auch künstliche Antikörper und spezielle Krebsmedikamente sind im Gespräch und werden zum Teil versuchsweise auch schon eingesetzt. Zwar kommt es bei diesen Therapien zu einer deutlichen Verbesserung der Symptome, einige Medikamente sind jedoch nicht in Deutschland zugelassen, da sie gravierende Nebenwirkungen haben. Was den Betroffenen bleibt, das sind im Grunde nur Verhaltenstherapien wie das Führen eines Tagebuchs, in dem festgehalten wird, wann die Symptome besonders stark sind. Aufgrund dieser Tagebuchaufzeichnungen kann der Arzt dann erkennen, wie und bei welchen Gelegenheiten der Patient mit seinen Kräften besonders schonend umgehen muss.

    Bild: © Depositphotos.com / tashatuvango

  • Schwanger trotz Krebs – wie gut sind die Chancen?

    Schwanger trotz Krebs – wie gut sind die Chancen?

    Wenn junge Menschen an Krebs erkranken, dann ist das immer eine Katastrophe. Besonders schlimm ist es aber, wenn die Betroffenen schwanger sind oder für die Zukunft die Gründung einer Familie planen. Schwanger trotz Krebs – geht das überhaupt? Wie können eine aggressive Chemotherapie, eine Strahlentherapie oder Medikamente mit einer Schwangerschaft oder einer Familienplanung vereinbart werden? Grundsätzlich gilt, wenn Krebs diagnostiziert wird, dann führt das nicht zwangsläufig zu Unfruchtbarkeit und nicht in jedem Fall muss eine Schwangerschaft abgebrochen werden.

    Schwanger trotz Krebs – die Therapie steht im Vordergrund

    Wird Krebs festgestellt, dann steht immer die Therapie im Vordergrund, denn je eher eine bestimmte Therapie eingeleitet wird, umso höher sind die Chancen, den Krebs erfolgreich zu bekämpfen. Schwanger trotz Krebs heißt in der akuten Situation, die Behandlung hat Vorrang, aber jeder Fall ist anders gelagert und nicht in jedem Fall muss die Schwangerschaft abgebrochen werden. Es kommt auch darauf an, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten ist. Steht der Geburtstermin kurz bevor, dann entscheiden sich die oft für einen Kaiserschnitt, um zeitnah mit der Chemo- oder Strahlentherapie beginnen zu können. Ist die Schwangerschaft allerdings noch in einem frühen Stadium, dann wird in der Regel zu einem Abbruch geraten, um mit der Therapie beginnen zu können.

    Chancen für die Familienplanung

    Schwanger trotz Krebs betrifft auch Menschen, die eine Familie planen. Auch in diesem Fall gibt es verschiedene Verfahren und Möglichkeiten, den Traum vom Kind doch noch zu verwirklichen. So können Männer, bei denen Krebs festgestellt wird, entweder ihr Sperma oder ihr Hodengewebe einfrieren lassen. Möglich wird das durch reproduktionsmedizinische Zentren, wo das Sperma gespendet und anschließend eingefroren wird. Um Hodengewebe zu entnehmen, müssen sich die betroffenen Männer einer Operation unterziehen, anschließend wird das Gewebe eingefroren und kann dann zu einem späteren Zeitpunkt aufgetaut und für eine künstliche Befruchtung genutzt werden.

    Die Möglichkeiten für Frauen

    Auch Frauen haben die Möglichkeit, sich den Kinderwunsch zu erfüllen, so einfach wie bei den Herren ist es hier allerdings nicht. Schwanger trotz Krebs heißt für Frauen, sie können ihre Eizellen einfrieren und die Eierstöcke verpflanzen lassen, beide Methoden sind aber sehr aufwendig. Bevor die Eizellen eingefroren werden können, muss sich die betroffene Frau zunächst einer Hormonbehandlung unterziehen, um die Eizellen reifen zu lassen. Die Behandlung, bei der zwei Wochen lang Hormone gespritzt werden müssen, sind jedoch kein Garant, dass es mit der Schwangerschaft auch wirklich klappt, die Rate liegt zwischen 40 und 60 %. Die Eierstöcke zu verpflanzen, ist kein Routineverfahren und bei dieser Methode wird nach jetziger Erkenntnis nur jede fünfte Frau schwanger. Bei Frauen, die älter als 35 Jahre sind, liegt die Quote deutlich tiefer. Eine weitere Methode ist die Gabe von bestimmten Hormonen, die für die Zeit der Krebserkrankung die Funktion der Eierstöcke unterbrechen.

    Was kostet die Fruchtbarkeit?

    Schwanger trotz Krebs – das ist auch immer eine Preisfrage, denn die Krankenkassen kommen in der Regel nicht für die Kosten auf. So kostet das Einfrieren von befruchteten oder unbefruchteten Eizellen ca. 4000 Euro, pro Jahr kommen dann noch einmal rund 250,- Euro für die Lagerung dazu. Wird Gewebe aus den Eierstöcken entnommen, dann kostet das ca. 550,- Euro plus Lagerkosten und die Kosten für die Operation. Spermien werden für rund 350,- Euro eingefroren, und die gleiche Summe muss für die Lagerung gezahlt werden. Trotzdem lohnt es sich, mit der Kasse über das Einfrieren von Eizellen, Gewebe und Spermien zu sprechen, denn einige Kassen übernehmen die Kosten für das Einfrieren, nicht aber die Kosten für die Lagerung. Frauen, die schwanger trotz Krebs sind und die Schwangerschaft abbrechen möchten, müssen sich um die Kosten für den Abbruch keine Sorgen machen, denn die werden von den Krankenkassen bezahlt.

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  • Welt-Lepra-Tag – Erinnerung an eine vergessene Krankheit

    Am 31. Januar ist der Welt-Lepra-Tag, ein Tag, der an eine Krankheit erinnern soll, die zwar uralt ist, aber noch nichts von ihrem Schrecken verloren hat. Jedes Jahr infizieren sich weltweit noch immer 200.000 Menschen mit Lepra, eine Zahl die zeigt, dass man Lepra nicht aus dem Gedächtnis streichen sollte. Obwohl Lepra nur sehr schwach ansteckend ist, sind es die Ärmsten der Armen, die immer noch an Lepra erkranken und vor allem ihnen ist der Welt-Lepra-Tag gewidmet.

    Welt-Lepra-Tag – der Tag der Aussätzigen

    Das Wort Lepra kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet so viel wie aussätzig. Bis heute müssen die Menschen, die sich mit Lepra infiziert haben, wie Aussätzige leben und sind kein Teil der menschlichen Gemeinschaft mehr. Lepra ist eine Krankheit mit einer sehr langen Geschichte, die schon in der Bibel erwähnt wird und in ägyptischen Mumien nachgewiesen wurde. Erst 1873 wurde vom norwegischen Arzt Armauer Hansen die Ursache der Krankheit entdeckt, und zwar das Bakterium, das die Krankheit auslöst. Im Mittelalter wütete die Lepra auch in Deutschland und die Erkrankten mussten in über 1000 sogenannten Leprosenhäusern leben, die über das ganze Land verteilt waren. Einen an Lepra erkrankten Menschen zu berühren, galt damals als todbringend und die Menschen glaubten, dass man dafür von Gott in Form von Geschwüren bestraft wird.

    Wie wird Lepra übertragen?

    Wie bei vielen anderen Infektionen, so wird auch Lepra durch Tröpfchen übertragen und ist bis heute immer dort zu finden, wo die hygienischen Bedingungen mehr als schlecht sind. Am Welt-Lepra-Tag will die WHO auf die geschätzt 126.000 Kranken in Indien ebenso aufmerksam machen, wie auch auf die 30.000 Leprakranken, die heute in Brasilien leben. Das sind allerdings nur die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer dürfte nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation deutlich höher liegen. Mit dem Welt-Lepra-Tag will die WHO die Leprakranken aus dem Schatten holen und die Aufmerksamkeit auf die Menschen richten, die immer noch von der Gesellschaft ausgeschlossen werden.

    Keiner will darüber reden

    Es scheint, als sei die Lepra eine Krankheit, die zwar existiert, aber von der keiner etwas wissen möchte. Mit dem Welt-Lepra-Tag sollen die Regierungen der betroffenen Länder aufgefordert werden, die Zahl der Kranken nicht weiter zu beschönigen, sondern offen zu diesem Problem zu stehen. Um die Lepra wirklich ausrotten zu können, müssen Ärzte in den Ländern, in denen die Krankheit noch immer grassiert, deutlich besser ausgebildet werden, denn in vielen Fällen wird die Krankheit immer noch nicht richtig diagnostiziert. Der Welt-Lepra-Tag soll das Schweigen brechen und die Welt auf die Krankheit aufmerksam machen.

    In Afrika funktioniert es

    Der Welt-Lepra-Tag zeigt aber auch, dass der Kampf gegen die Krankheit durchaus erfolgreich sein kann. In vielen afrikanischen Ländern, wie zum Beispiel in Nigeria, dem Senegal, in Tansania und auch in Uganda ist Lepra immer noch ein Thema. Im Gegensatz zu den Staaten in Asien und Südamerika wird in Afrika das medizinische Personal im Gesundheitswesen jedoch besser und intensiver geschult, um Lepra schneller und besser diagnostizieren zu können. Entsprechend gut ist die Therapie, denn die Patienten werden vor, während und vor allen Dingen auch nach der Behandlung immer wieder untersucht und kontrolliert. Es gibt keine Leprahäuser oder Leprainseln, auf denen die Kranken wie Aussätzige leben müssen, die Pfleger, Ärzte und viele freiwillige Helfer sind im ganzen Land ständig unterwegs und besuchen die Kranken zu Hause. In Afrika gibt es heute weniger als einen Leprakranken auf 10.000 Einwohner und damit gilt die Krankheit aus Sicht der WHO als ausgerottet. Gemessen an der Einwohnerzahl wäre Deutschland mit 8000 Kranken offiziell ein leprafreies Land, in den letzten drei Jahren wurden aber insgesamt nur sechs Fälle gemeldet. Alle Infizierten hatten einen Migrationshintergrund und hatten sich schon in ihrer Heimat angesteckt.

  • Lasern gegen Kurzsichtigkeit – moderne Alternative zur Brille

    Lasern gegen Kurzsichtigkeit – moderne Alternative zur Brille

    Die Myopie, besser bekannt unter dem Namen Kurzsichtigkeit, ist die am häufigsten auftretende Sehschwäche. Anders als bei der Weitsichtigkeit, die meist erst im Alter auftritt, werden junge Menschen schon im Teenageralter kurzsichtig oder erben diese Sehschwäche. Selbst wenn es ein wenig paradox klingt, aber wer kurzsichtig ist, der kann Objekte in der Ferne nicht mehr klar erkennen, nur auf kurze Distanz funktionieren die Augen noch einwandfrei. Normalerweise tragen Menschen, die kurzsichtig sind, entweder eine Brille oder Kontaktlinsen, es gibt aber eine gute Alternative zu diesen klassischen Sehhilfen – den Laserstrahl.

    Wie entsteht Kurzsichtigkeit?

    Bei Menschen, die unter Kurzsichtigkeit leiden, ist entweder der Augapfel zu lang geraten oder die Linse bricht das Licht nicht richtig, was zur Folge hat, dass es vor der Netzhaut zusammengefasst wird. Ganz gleich, um welche Form es sich handelt, das Zentrum des gebrochenen Lichts, das durch die Pupille in das Auge fällt, wird nicht perfekt auf die Netzhaut, sondern davor fokussiert. Auf diese Weise wird alles, was weiter entfernt ist, nur noch verschwommen gesehen. Kurzsichtigkeit ist zu rund 80 % vererblich, in vielen Fällen wird die Fehlsichtigkeit schon ab dem zehnten Lebensjahr festgestellt und bis zum 25. Lebensjahr verstärkt sich die Kurzsichtigkeit dann noch.

    Welche Symptome gibt es?

    Da Kurzsichtigkeit schon in jungen Jahren auftritt, merken die Betroffenen schon in der Schule, dass mit ihrem Sehen etwas nicht stimmt. Wer in der Klasse weiter hinten sitzt und das, was auf der Tafel steht, nur noch verschwommen erkennen kann, der ist in der Regel kurzsichtig. Auch beim Autofahren macht sich die Kurzsichtigkeit schnell bemerkbar, wenn zum Beispiel die Straßenschilder in der Entfernung nicht mehr entziffert werden können. Ein Sehtest beim Optiker oder bei einem Augenarzt kann schnell für Gewissheit sorgen, und zwar durch ein sogenanntes Refraktionsmessgerät, mit dem die Brechkraft des Auges gemessen wird. Auf diese Weise wird auch der Dioptrienwert festgestellt, und so kann anschließend eine Brille mit der passenden Sehschärfe angefertigt werden.

    Die Behandlungsmethoden?

    Die Ursache der Kurzsichtigkeit kann nicht behandelt werden, aber es gibt Möglichkeiten, die Sehschwäche zu korrigieren. Das kann durch eine Brille passieren, durch Kontaktlinsen oder durch einen Eingriff mit dem Laserstrahl. Die Brille ist die bekannteste Therapieform bei Kurzsichtigkeit, aber nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, ständig eine Brille tragen zu müssen und auch die Handhabung von Kontaktlinsen ist nicht jedermanns Sache. Wer trotz seiner Sehschwäche auf die klassischen Sehhilfen verzichten will, der wird nach einer Laser-OP nie wieder eine Brille oder Kontaktlinsen tragen müssen.

    Welche Laser-OP Methoden werden angeboten?

    Für eine Augen-OP mittels Laser gibt es in Deutschland zwei verschiedene Möglichkeiten, das Femto LASIK-Verfahren und das Lasek/PRK-Verfahren. Das Lasek/PRK-Verfahren ist das Verfahren mit der längeren Geschichte, es gilt aber bis heute als eine sehr zuverlässige Methode, die besonders schonend ist. Moderner ist das Femto LASIK-Verfahren, das für seine große Präzision, seine hohe Genauigkeit und seine Flexibilität bekannt ist.

    Was passiert bei einer Laser-OP?

    Die meisten Menschen, die ihre Kurzsichtigkeit durch eine Laser-OP beheben lassen, möchten eine möglichst schonende Behandlung. Zu empfehlen ist hier die Laser/PRK-Operation, denn bei diesem innovativen Eingriff wird es möglich, auch die Patienten zu behandeln, deren Hornhautdicke eher gering ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch Patienten mit einem hohen Dioptrienwert ohne Probleme behandelt werden können. Besonders präzise ist die Femto Lasik-Behandlung, ein kleiner Eingriff, der kurzsichtigen Menschen wieder zu gutem Sehen verhilft. Bei dieser Behandlung wird die Hornhaut nicht mehr manuell abgetragen, die Hornhautschichten werden vielmehr mit einem Femtosekundenlaser entfernt. Das ist für das Auge besonders schonend und die Patienten können schon unmittelbar nach dem Eingriff wieder klar in die Ferne sehen und brauchen keine Brille mehr.

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