Schlagwort: Beschwerden

  • Zeckenbiss – Wie gefährlich ist der Bourbon-Erreger?

    Zeckenbiss – Wie gefährlich ist der Bourbon-Erreger?

    Sommerzeit ist Zeckenzeit und wer von einer Zecke befallen wird, der macht sich natürlich auch Gedanken darüber, ob die Zecke nicht vielleicht eine gefährliche Krankheit übertragen hat. Borreliose und auch Gehirnhautentzündung heißen die Gefahren, die ein Zeckenbiss mit sich bringt. In den USA wurde jetzt ein weiterer Erreger gefunden, der für Aufsehen sorgt und den Zeckenbiss noch gefährlicher macht. Der sogenannten Bourbon-Erreger hat einem Mann im US-Bundesstaat Kansas das Leben gekostet und erst die US-Seuchenbehörde ist diesem Erreger nach langen Untersuchungen auf die Spur gekommen.

    Gefahren bei der Gartenarbeit

    Der 50 Jahre alte Mann aus Kansas arbeitete wie so oft in seinem Garten und fing sich gleich mehrere Zecken ein. Er entdeckte einen der kleinen Parasiten aber erst, als dieser an seiner Schulter deutlich sichtbar Blut gesaugt hatte. Einige Tage später fühlte sich der Mann krank, er bekam Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und auch Fieber. Als sich Schüttelfrost dazu gesellte, suchte er einen Arzt auf. Dieser verschrieb die bei Zeckenbissen häufig verwendeten Antibiotika, denn er vermutete, dass es sich um eine der typischen Infektionen handelt, die durch den Biss einer Zecke entstehen.

    Doch das Antibiotikum braucht keine Linderung, im Gegenteil, der Patient war am vierten Tag der Behandlung nicht mehr ansprechbar und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort stellten die Ärzte einen seltsamen Ausschlag im Bereich des Rumpfes fest und bei einer Blutuntersuchung wurde festgestellt, dass sich die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen drastisch verringert hatte.

    Keine Besserung

    Die Ärzte waren ratlos und setzten die Therapie mit Antibiotika fort, allerdings ohne dass sich der Zustand des Patienten verbesserte. Das Fieber stieg, er fühlte sich nach wie vor krank und verlor seinen Appetit. Alle Tests, die normalerweise auf eine durch Zeckenbisse ausgelöste Infektionskrankheit hinweisen, waren negativ. Der Patient litt weder unter dem Rocky-Mountain-Fleckfieber oder unter Lyme-Borreliose und auch auf Ehrlichiose gab es keine Hinweise. Q-Fieber kam nicht infrage und auch Brucellose und Tularämie wurden mit negativem Ergebnis getestet.

    Am achten Tag der Erkrankung stieg das Fieber auf beinahe 40° Grad an und der Patient musste in eine Spezialklinik verlegt werden. Der Ausschlag hatte sich mittlerweile ausgebreitet und war neben dem Rumpf auch am Bauch, auf dem Rücken und auf der Brust sichtbar. An den Armen und Beinen sowie im Rachenraum stellten die Ärzte sogenannte Petechien fest, kleine rote Punkte, die auf eine Blutung in den kleinen Gefäßen hindeuten. Der Patient hatte Schwierigkeiten zu atmen und in beiden Lungenflügeln waren Rasselgeräusche zu hören.

    Keine Hilfe

    Einen Tag später wurden die Atembeschwerden so dramatisch, dass der Patient künstlich beatmet werden musste und in der Lunge hatte sich Flüssigkeit gesammelt. In der Folge versagten schließlich das Herz und die Nieren. Nach mehreren vergeblichen Reanimationen verstarb der Mann aus Kansas, elf Tage nachdem die ersten Symptome aufgetreten waren.

    Die Ärzte der Klinik wollten nun wissen, was für den rasanten und tödlichen Verlauf der Krankheit zuständig war und schickten eine Blutprobe an die US-Seuchenbehörde CDC. Die Wissenschaftler dort befassen sich schon lange mit den von Zecken übertragenen Krankheitserregern und ihr erster Verdacht, dass es sich vielleicht um den Heartland-Virus handeln könnte, wurde nicht bestätigt. Stattdessen fanden sie etwas ganz anders, nämlich ein Virus-Erbgut, das zu keinem der bisher bekannten Erreger passte.

    Um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, züchteten die Wissenschaftler im Labor Viren und glichen sie dann mit dem Erbgut von anderen Viren ab. So kamen sie auch zur Gruppe der sogenannten Thogotoviren, sie wurden fündig und benannten den neuen Virus nach dem County in Kansas, wo er zum ersten Mal aufgetreten war – Bourbon-Virus. Mit diesem Virus gibt es jetzt eine neue Gefahr, die durch den Biss einer winzigen Zecke entsteht.

    Bild: © Depositphotos.com / Erik_Karits

  • TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    TCM – Warum die traditionelle chinesische Medizin heute noch wirksam ist

    Immer mehr Menschen suchen nach einer Alternative zur modernen, technisch hochgerüsteten Apparatemedizin und immer öfter fällt dabei die Wahl auf die traditionelle chinesische Medizin, kurz auch TCM genannt. Auch wenn es den Begriff traditionelle chinesische Medizin erst seit dem 20. Jahrhundert gibt, die Verfahren, Behandlungen und Therapien gibt es bereits seit Jahrhunderten. Die Chinesen nennen die TCM auch die Fünf-Elemente-Lehre und sie begründet sich auf die Lehren des Konfuzius. Heute ist TCM auch im Westen sehr populär, zu den bekanntesten Behandlungsformen gehört die Akupunktur. Die traditionelle chinesische Medizin hat aber noch mehr zu bieten.

    Was beinhaltet die traditionelle chinesische Medizin?

    TCM ist ein eigenständiges und sehr komplexes medizinisches System mit Diagnose- und mit Therapieverfahren. Die klassische Schulmedizin und TCM müssen sich nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Schwere chronische Erkrankungen und auch Krankheiten wie Krebs müssen mithilfe der modernen Schulmedizin behandelt werden, aber wenn es zum Beispiel darum geht, die Nebenwirkungen einer Chemotherapie zu minimieren, dann ist die traditionelle chinesische Medizin eine große Hilfe. Auch von vielen Ärzten wird TCM heute als eine sinnvolle Ergänzung betrachtet, die bei vielen Leiden helfen kann. Zum Einsatz kommt TCM unter anderem bei:

    • Rheumatischen Beschwerden
    • Kopfschmerzen und Migräne
    • Schmerzen nach Amputationen
    • Ischias und Hexenschuss
    • Muskelverspannungen
    • Erkältungen, Bronchitis und Asthma
    • Magenschleimhautentzündung
    • Niedrigem Blutdruck
    • Menstruationsbeschwerden
    • Allergien wie Heuschnupfen
    • Schlafstörungen
    • Blasenentzündungen

    Selbst Unfruchtbarkeit, Schuppenflechte oder Neurodermitis können mit den Methoden der traditionellen chinesischen Medizin erfolgreich behandelt werden.

    Wie funktioniert TCM?

    Die traditionelle chinesische Medizin funktioniert im Grunde nach einem sehr einfachen Prinzip: Sie hilft dem Körper dabei, sich selbst zu heilen. Durch gezielte Reize werden die natürlichen Heilkräfte praktisch geweckt und dann gestärkt. Von der klassischen Schulmedizin unterschiedet sich TCM in einigen Punkten. So wird immer der Körper als Ganzes gesehen und die Therapien zielen darauf ab, Körper und Seele wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das passiert zum Beispiel durch Yin und Yang, aber auch durch Qi, die Lebensenergie. Wenn eine der Kräfte ungleich stärker oder schwächer wird, dann kann durch TCM das Gleichgewicht wieder hergestellt werden.

    Die Diagnose wird in der traditionellen chinesischen Medizin mit der Hilfe von vier Methoden gestellt.

    1. Die Befragung
    2. Die Betrachtung
    3. Das Hören und Riechen
    4. Das Betasten

    Wie in der Schulmedizin, so beruht auch die traditionelle chinesische Medizin auf einer gründlichen Anamnese und wenn es sich nicht um schwerwiegende Erkrankungen handelt, dann kann auch die Behandlung mit TCM durchgeführt werden.

    Die Medizin der Gegensätze

    Balance und Ausgeglichenheit sind die Eckpfeiler der traditionellen chinesischen Medizin. Wer friert, der wird mit Wärme behandelt, wer schwitzt, mit Kälte. Ist der Körper schwach, dann wird er angeregt, ist er aber überaktiv, dann wird er beruhigt. Eine wichtige Rolle nimmt die Therapie mit traditionellen Arzneimittel ein. Die Grundlagen dieser Arzneimittel sind immer natürlichen Ursprungs und können sowohl tierisch als auch pflanzlich sein. Verschiedene Stoffe, die sich aber ergänzen, werden gemischt und dann zum Beispiel als Tee aufgebrüht und getrunken. Alle Tees, die Verwendung finden, werden zunächst in kaltes klares Wasser gegeben, dann zweimal aufgekocht und schließlich abgegossen.

    Auch die äußere Anwendung von Hilfsmitteln ist in der TCM ein wichtiger Bestandteil. Akupunktur ist eine der bekanntesten Therapieformen, die auch in der Schulmedizin ihren Platz gefunden hat. Jeder Mensch hat bestimmte Akupunkturpunkte und über diese Punkte können mit der Hilfe von Nadeln der Organismus, aber auch einzelne Organe beeinflusst werden. Verstärkt wird die Akupunktur durch das Abbrennen der sogenannten Moxa-Wolle, die an den Nadeln abgebrannt wird. Die erhitzten Nadeln werden unter anderem bei kalten Füßen oder Händen eingesetzt. Auch wenn es um eine Narkose geht, dann ist Akupunktur heute ein bewährtes Mittel und macht so manches Narkotikum überflüssig.

    Bild: © Depositphotos.com / jochenschneider

  • Tinnitus – wenn der Stress auf die Ohren schlägt

    Tinnitus – wenn der Stress auf die Ohren schlägt

    Ein Piepen, Summen oder auch ein permanentes Rauschen im Ohr ist nicht nur störend, es kann für die Betroffenen auch zur Qual werden. Tinnitus heißen diese Symptome, die auch unter dem Oberbegriff Ohrensausen zusammen gefasst werden. Ein Tinnitus ist wie ein Schmerz, er tritt plötzlich und wie aus dem Nichts auf und er kann viele verschiedene Ursachen haben. Tinnitus ist keine Krankheit, sondern lediglich ein Symptom, aber es kann sehr schnell sehr lästig werden und ist in den meisten Fällen das erste Anzeichen für eine Erkrankung.

    Immer wieder anders

    Ein Tinnitus wird von jedem Betroffenen auf eine andere Art wahrgenommen. Für die einen klingt es wie das stetige Surren einer Mücke, andere vergleichen ihre Ohrgeräusche mit dem Rattern eines Zuges und wieder andere fühlen sich an das Kreischen eines Zahnarztbohrers erinnert. Ein Tinnitus kann gleichmäßig und intensiv sein, aber auch in einem bestimmten Rhythmus an- wieder abschwellen. Nervig ist ein Tinnitus aber immer und fast jeder hat diese Geräusche, die aus dem Inneren des Ohres kommen, schon einmal vernommen. Meist bleibt das Ohrensausen nicht lange und verschwindet wieder, bei einigen Betroffenen wird es aber zum Dauerzustand. Immer wenn das der Fall ist, dann kann sich hinter dem an sich harmlosen Tinnitus eine Krankheit verbergen.

    Wenn das Hörvermögen gestört ist

    Der Ohrenarzt versteht unter einem Tinnitus ein gestörtes Hörvermögen und spricht in diesem Zusammenhang von einem subjektiven Tinnitus. Das Piepen und Surren im Ohr ist keine Einbildung, aber das man die Töne hören kann, das liegt an einer Täuschung des Ohrs. Anders sieht das bei einem objektiven Tinnitus aus, denn in diesem Fall lassen sich die Geräusche im Ohr mit einem speziellen Untersuchungsgerät feststellen. Bei einem subjektiven Tinnitus ist das Innenohr für die Geräusche verantwortlich, und die Ursache kann unter anderem eine Gefäßveränderung sein.

    Neben dem subjektiven und dem objektiven Tinnitus gibt es noch zwei weitere Formen, den akuten und den chronischen Tinnitus. Akut ist der Tinnitus immer dann, wenn er weniger als drei Monate anhält, in der chronischen Form ist er länger als drei Monate vorhanden. Ein akuter Tinnitus verschwindet meistens spontan wieder, was bei einem chronischen Verlauf gar nicht oder nur sehr selten der Fall ist.

    Die Schweregrade des Tinnitus

    Ohrenärzte teilen den Tinnitus in unterschiedliche Schweregrade ein. Beim ersten Grad ist der Tinnitus gut kompensiert und wird vom Betroffenen nicht als Störung wahrgenommen. Beim zweiten Grad ist der Tinnitus weitgehend kompensiert und wird nur bei Stille wahrgenommen. Kommt der Betroffene unter Stress oder befindet sich in einer belastenden Situation, dann ist der Tinnitus störend. Ein Tinnitus des dritten Grades stellt eine Belastung dar, und zwar im beruflichen wie auch im privaten Leben und das Ohrgeräusch hat emotionale wie auch körperliche Beschwerden zur Folge. Die Patienten leiden zum Beispiel unter massiven Schlafstörungen, sie haben Muskelverspannungen, Kopfschmerzen und sie fühlen sich hilflos. In der Folge kann es zu Ängsten und auch zu Depressionen kommen.

    Die Lebensqualität ist gestört

    Betroffene, die unter einem Grad drei oder vier des Tinnitus leiden, haben nicht selten einen hohen Leidensdruck und fühlen sich in ihrer Lebensqualität stark eingeschränkt. Wenn das der Fall ist, dann wird aus den Symptomen des Tinnitus eine Krankheit, mit Folgen für den Körper und auch für die Seele. Zu den körperlichen Beschwerden gehören eine latente Müdigkeit, Herz- und Kreislaufbeschwerden, sexuelle Störungen, Beschwerden im Magen- und Darmbereich, auch Schmerzen und Erschöpfungszustände sind keine Seltenheit.

    Dazu kommen emotionale Störungen wie Konzentrationsschwäche und das Gefühl, langsam aber sicher die Kontrolle zu verlieren sowie ein Gefühl der Hilflosigkeit, und auch depressive Stimmungen und der Verlust des Selbstwertgefühls können die Folgen eines Tinnitus sein. Aus medizinischer Sicht gibt es keine Hilfe, aber eine Psychotherapie kann Linderung bringen.

    Bild: © Depositphotos.com / imagepointfr

  • Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Wurmbefall im Darm – Hilfe gegen Parasiten

    Allein die Vorstellung, dass sich im Darm Würmer aufhalten könnten, verursacht bei den meisten Menschen ein Ekelgefühl. Aber so schrecklich das auch klingen mag, Gesundheitsexperten vermuten, dass jeder Mensch im Verlauf seiner Kindheit schon einmal Würmer im Darm hatte. Wurmbefall im Darm ist unangenehm und kann gefährlich werden, je nachdem, welcher Wurm sich im Darm befindet. In der Regel werden Menschen von drei verschiedenen Wurmarten aufgesucht, dem Spulwurm, dem Madenwurm und dem bekannten Bandwurm. Alle diese Helminthen, wie die Würmer mit medizinischem Namen heißen, leben als Parasiten, also als Schmarotzer, die im Verlauf ihres Lebens immer mal wieder den Wirt oder den Zwischenwirt wechseln.

    Wie kommen die Würmer in den Darm?

    Verunreinigte Speisen oder auch der direkte Kontakt mit Tieren verursachen einen Wurmbefall im Darm. Sind die Würmer dann im Darm angekommen, dann vermehren sie sich und legen Eier, aus denen dann später Larven werden. Es gibt aber auch Wurmarten, die von Mücken oder Fliegen übertragen werden und durch den Hautkontakt in den Darm gelangen. Diese Würmer sind allerdings nicht in Europa zu finden, sie können aber ein unschönes Mitbringsel aus dem Urlaub in den Tropen sein.

    Welche Symptome sind für einen Wurmbefall typisch?

    Ist der Wurm im Darm, dann stellen sich auch schnell die ersten Symptome ein. Die Betroffenen verspüren besonders am Abend und in der Nacht einen starken Juckreiz am After, denn die Würmer legen ihre Eier am liebsten in den Falten des Afters ab. In diesem Stadium sind die weißen, ca. einen Zentimeter langen Würmer dann auch im Kot sichtbar. Neben dem Juckreiz, der nach relativ kurzer Zeit wieder abklingt, gibt es kaum Beschwerden und viele, die Würmer haben, nehmen die Symptome nicht sonderlich ernst.

    Wenn der After aber stark juckt, dann kann es durch das Kratzen zu Rissen kommen und wenn diese Risse sich entzünden, dann wird es für die Betroffenen unangenehm. Helfen kann in diesen Fällen oft ein Sitzbad mit Kamillenblüten, die die Entzündung abklingen lassen. Kommt es zu einem starken Befall durch Würmer, dann verlieren die Betroffenen häufig an Gewicht, es kommt zu Durchfall, zu Bauchschmerzen und auch rektale Blutungen sind keine Seltenheit.

    Befall durch Band- und Spulwürmer

    Im Gegensatz zu den Madenwürmern, die lediglich einen starken Juckreiz auslösen, kann ein Befall mit Spul- und Bandwürmern schon einen größeren Schaden anrichten. Spulwürmer sind rosa und können, wenn sie ausgewachsen sind, bis zu 45 Zentimeter lang werden. Die Larven des Schmarotzers können schwere allergische Reaktionen auslösen und da die Würmer sehr groß werden, gelangen sie auch ohne Probleme in die Gänge der Bauchspeicheldrüse und in die Galle, wo sie Koliken auslösen können. Bei einem starken Befall kann es sogar zu einem Darmverschluss oder zu einer Darmlähmung kommen. Wenn es den Würmern gelingt, in die Blutbahn zu kommen, dann dringen sie nicht selten bis zur Lunge vor und das führt zu Atembeschwerden, Fieber, Husten und in Einzelfällen auch zu asthmatischen Anfällen.

    Bandwürmer gehören zur Familie der Plattwürmer und sie können je nach Art, zwischen drei Millimetern und 20 m lang werden. Ist ein Bandwurm im Darm, dann kommt es zu heftigen Bauchschmerzen, zu einem starken Gewichtsverlust und häufig auch zu migräneartigen Kopfschmerzen.

    Wie wird Wurmbefall behandelt?

    Anders als in früheren Zeiten können Würmer im Darm heute gezielt und auch sehr effektiv behandelt werden. Die Patienten müssen eine Wurmkur machen, das heißt, sie müssen je nach Stärke des Wurmbefalls eine entsprechend lange Kur mit verschiedenen Medikamenten machen. Zu 90 % sind die Würmer dann verschwunden. Damit sich aber erst gar keine Würmer im Darm ansiedeln können, sollte man auf den Verzehr von rohem Fleisch wie zum Beispiel Tatar verzichten, denn im rohen Hackfleisch können sich Eier oder Larven der Würmer befinden.

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  • Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Gürtelrose – schmerzhaft aber behandelbar

    Mit einem Gürtel und einer Rose hat die Gürtelrose nur sehr entfernt zu tun. Ihren Namen verdankt die Virusinfektion den Anzeichen auf der Haut, und zwar auf der Körperpartie, wo normalerweise der Gürtel sitzt, und weil der Ausschlag mit ein wenig Fantasie an eine Rose erinnert. Eine Gürtelrose wird durch ein Virus, das sogenannte Varizella-Zoster-Virus ausgelöst, sie ist sehr schmerzhaft, aber sie lässt sich heute gut behandeln. Es gibt einige Therapien, die dafür sorgen, dass die Beschwerden gelindert werden und die Heilung beschleunigt wird.

    Welche Symptome hat eine Gürtelrose?

    Ärzte nennen die Gürtelrose etwas salopp auch Herpes Zoster. Zu den ersten Symptomen gehört ein Hautausschlag, auf dem sich kleine Bläschen bilden und der sich zunächst streifenförmig in Höhe der Hüfte zeigt. Der Grund für den Ausschlag ist in den Nervenbahnen zu finden, in die sich der Virus einnistet, und nicht selten ist es der gleiche Virus, der auch die Windpocken auslöst. Wer als Kind die Windpocken hatte, der wird die äußeren Symptome schnell wieder los, aber der Virus bleibt im Körper. Im Alter, wenn das Immunsystem nicht mehr so sicher und gut funktioniert, dann kann es ein, dass der Virus wieder zum Leben erwacht und dann eine Gürtelrose auslöst.

    Trifft die Gürtelrose einen älteren Menschen, dann löst sie in der Regel starke Schmerzen aus und die Beschwerden können lange andauern. Für die Heilung ist es von entscheidender Bedeutung, wie früh die Gürtelrose erkannt wird. Wird sie früh diagnostiziert, dann kann die entsprechende Behandlung schnell eingeleitet werden und die Krankheit ebenso schnell auch ausheilen.

    Welche Therapien gibt es?

    Treten die typischen Symptome auf, dann sollte man keine Zeit verlieren und sofort einen Arzt aufsuchen. In den meisten Fällen bekommen die Patienten dann Medikamente, die die Schmerzen lindern und eine Creme, die verhindert, dass sich die Viren weiter ausbreiten können. Mit der richtigen Therapie verschwinden die Bläschen, die die Schmerzen verursachen, recht schnell wieder und der Ausbruch der Gürtelrose wird abgebremst.

    Wichtig ist aber, dass die Betroffenen spätestens zwei bis maximal drei Tage, nachdem die ersten Symptome aufgetreten sind, zu einem Arzt gehen. Patienten, die noch keine 50 Jahre alt sind, bekommen in der Regel eine leichte Form der Gürtelrose, die sehr gut mit einer antiviralen Therapie behandelt werden kann. Bei älteren Menschen reicht diese Therapie oftmals nicht aus, und der Arzt wird versuchen, mit Infusionen zu helfen.

    Wie gefährlich ist eine Gürtelrose?

    In sehr seltenen Fällen entwickelt sich eine Gürtelrose zu einer schwerwiegenden Erkrankung. Immer dann, wenn die Nerven im Gehirn betroffen sind, dann kann es passieren, dass das Auge oder das Ohr betroffen sind. Wenn die Regenbogenhaut oder die Hornhaut des Auges betroffen sind, dann kann es zu Sehstörung und im schlimmsten Fall sogar zur Erblindung kommen. Eine Gürtelrose, die aufs Ohr schlägt, kann eine Gesichtslähmung zur Folge haben.

    Bei Menschen, die unter einer ausgeprägten Immunschwäche leiden, wie das zum Beispiel bei HIV Patienten der Fall ist, betrifft die Gürtelrose nicht nur die Haut, sie kann auch die inneren Organe angreifen und dann wird die Krankheit lebensbedrohlich. Sehr selten kann sich aus einer Gürtelrose auch eine Hirnhautentzündung entwickeln. Eine Gürtelrose tritt meist nur einmalig auf und ist, wenn die Behandlung anschlägt, nach vier Wochen ausgeheilt.

    Kann man vorbeugen?

    Um erst gar nicht an einer Gürtelrose zu erkranken, gibt es einige präventive Maßnahmen. Dazu gehört das Vermeiden von Stress und auch zu viele Sonnenbäder sind schädlich, denn die Wärme auf der Haut kann den Virus aktivieren und die Gürtelrose bricht aus. Wer als Kind gegen die Windpocken geimpft wurde, ist leider nicht immun, aber wenn es zu einer Gürtelrose kommt, dann ist ein Ausbruch seltener und weniger schwer als bei denjenigen, die nicht geimpft wurden.

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  • Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Wie harmlos ist ein Schleudertrauma?

    Ein kleiner, scheinbar harmloser Auffahrunfall reicht aus, damit es zu einem Schleudertrauma kommt. Viele Autofahrer die in einen Auffahrunfall verwickelt waren, erleiden ein solches Trauma, das die Ärzte als HWS-Syndrom, also als eine Verletzung der Halswirbelsäule bezeichnen. In der Regel müssen die Betroffenen nach einem Unfall und der Diagnose Schleudertrauma eine Art Halskrause tragen, die den oberen Halswirbelsäulenbereich schützen und stützen soll. Für die meisten Unfallopfer ist nach ein paar Wochen alles vergessen, einige leiden aber deutlich länger unter einem Schleudertrauma, und auch ein chronischer Verlauf ist bei dieser Art von Verletzung nicht auszuschließen.

    Die Schweregrade des Schleudertraumas

    Der Arzt teilt ein Schleudertrauma in verschiedene Schweregrade ein. Bei einem Auffahrunfall mit einer eher geringen Geschwindigkeit handelt es sich meist um ein Schleudertrauma mit dem Schweregrad eins oder zwei. Bei diesem Schweregrad verschwinden die Symptome meist nach einer Woche und die Patienten sind wieder komplett beschwerdefrei.

    Anders sieht es bei einem Schweregrad drei aus, denn hier zeigen sich verminderte Reflexe der Muskeln und die Halswirbelsäule ist in ihrem Bewegungsradius eingeschränkt. Es kann zu Fehlstellungen und auch zu Frakturen kommen und die Betroffenen sind nicht selten für einen kurzen Zeitraum ohne Bewusstsein. Bei einem Schwergrad vier kommt es zu Frakturen, die nach dem Unfall zum Tod führen können, aber auch Querschnittslähmungen vom Hals abwärts können die Folgen dieses sehr schweren Schleudertraumas sein.

    Die Symptome eines Schleudertraumas

    Wer nach einem Autounfall Kopf- oder Nackenschmerzen bekommt und das Gefühl hat, den Hals nicht mehr richtig drehen zu können, der kann davon ausgehen, ein Schleudertrauma erlitten zu haben. Übelkeit und Schwindel unmittelbar nach einem Unfall gehören ebenfalls zu den Symptomen eines Schleudertraumas. Aber nicht immer macht sich ein Schleudertrauma direkt nach einem Unfall bemerkbar, einige Symptome treten erst Stunden oder sogar Tage nach dem Unfall auf. Es kann zu Konzentrationsstörungen kommen, aber auch zu Problemen mit der Gedächtnisleistung. Schlafstörungen gehören zu den Spätfolgen und auch wenn es zu Beeinträchtigungen beim Seh- und Hörvermögen kommt, dann kann das zu den Symptomen eines erlittenen Schleudertraumas gehören.

    Aber nicht nur körperlich kann sich ein Schleudertrauma bemerkbar machen, die Verletzung zieht auch seelische Folgen wie zum Beispiel Depressionen nach sich.

    Wie wird ein Schleudertrauma behandelt?

    Die berühmte Halskrause ist nur eine Sofortmaßnahme, wenn es zu einem Schleudertrauma gekommen ist. Besteht der Verdacht Schleudertrauma, dann werden die Betroffenen im Krankenhaus zunächst einmal geröntgt. Wenn die Aufnahme keine eindeutige Diagnose zulässt, dann wird entweder ein CT, also eine Computertomografie oder ein MRT, eine Magnetresonanztomographie angeordnet, um schwerere Verletzungen ausschließen zu können. Handelt es sich um ein Schleudertrauma ersten oder zweiten Grades, dann wird die Halswirbelsäule stabilisiert und der Patient bekommt Schmerzmittel verordnet.

    Sind die Beschwerden aber hartnäckig, dann kann der Arzt Krankengymnastik verordnen und auch Chiropraktik ist in diesem Fall sinnvoll. Wenn die Verletzungen ernst sind, die Zerrung stärker ausfällt oder wenn es vielleicht sogar zu einer Fraktur gekommen ist, dann muss eine spezielle Stütze für die Halswirbelsäule getragen werden. So wird der Nacken ruhig gestellt und die Verletzung kann komplett ausheilen. Im schlimmsten Fall muss der Patient aber operiert werden, um die Schäden beheben zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem solch schweren Schleudertrauma kommt, ist jedoch sehr gering.

    Kann es zu Spätfolgen kommen?

    Spätfolgen sind bei einem Schleudertrauma nicht auszuschließen, aber sie sind eher selten. Laut einer Statistik ist das nur bei knapp 3 % der Betroffenen der Fall, die zwei Jahre nach dem Unfall immer noch unter den Folgen des Schleudertraumas zu leiden haben. Einige Unfallopfer klagen auch längere Zeit über Kopfschmerzen und steife Muskeln, selten kommt es aber zu chronischen Kopfschmerzen oder Verspannungen, die länger als ein Jahr nach der Diagnose Schleudertrauma andauern.

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