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  • Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Tränensäcke wirksam bekämpfen und vorbeugen

    Fast jeder war mit diesem Problem schon einmal konfrontiert: Tränensäcke, die die Augen verquollen und müde wirken lassen. Es gibt verschiedene Gründe warum sie auftreten und viele kleine Tipps, um sie zu kaschieren oder gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nicht immer ist es im Übrigen ein unsteter Lebenswandel, der zu dieser beeinträchtigenden Optik führt, manchmal ist es auch einfach Veranlagung.

    Die Haut um die Augenpartie ist sehr dünn, ja fast durchscheinend. Damit ist sie besonders empfindlich und auch nicht fest mit der Unterhaut verwachsen. So kann sich gerade hier gut sichtbar Flüssigkeit ansammeln. Es gibt unterschiedliche Ursachen, warum sich Tränensäcke bilden. Eines ist jedoch klar, mit ungeweinten Tränen haben die Ausbuchtungen unter dem Auge nichts zu tun.

    Ursachen für Tränensäcke sind vielfältig

    Vor allem, wenn der Lymphfluss nicht richtig funktioniert oder einfach aus seinem normalen Rhythmus kommt, entstehen Tränensäcke. Die Flüssigkeit sammelt sich unter dem Auge, wobei sich quasi im Laufe des Tages die dabei entstandene Schwellung wieder zurück bildet. Auslöser können zum Beispiel Allergien oder zu wenig Schlaf sein, aber auch individuelle Entzündungen am Auge oder aber Flüssigkeitsmangel und in der Folge trockene Augen, Es spielt aber auch das Alter eine Rolle, vor allem dann, wenn etwa die Schwellung nicht mehr ganz so leicht und rasch verschwindet. Liegt zudem eine erbliche Belastung vor, verliert das Bindegewebe an Straffheit und das Fettgewebe rund um das Auge sackt ab. Diese „hängenden Unterlider“ werden ebenfalls oft als Tränensäcke bezeichnet.

    Auf der Liste der gewünschten Schönheitsoperationen steht das Entfernen dieser Augenfalten für viele Betroffene ganz oben. Doch eigentlich muss man nicht gleich das Skalpell zum Einsatz kommen lassen, mit einfachen Tricks und einem gesunden Lebensstil lassen sich die Schwellungen unter dem Auge, die erhebliche optische Auswirkungen haben und damit auch das Selbstwertgefühl des Betroffenen beeinträchtigen, korrigieren.

    Tränensäcke können auch auf Krankheiten hinweisen. Wer also bemerkt, dass sich die Schwellungen, die meist prall und voll mit Flüssigkeit sind, nicht zurück bilden, sollte einen Arzt aufsuchen. Denn eine mögliche Ursache könnte in diesem Fall dann eine Herz- oder Nierenschwäche sein.

    Tränensäcke und Augenringe beeinträchtigen das Lebensgefühl

    Neben den Tränensäcken sind es aber auch Augenringe, die so manchen alt und gestresst aussehen lassen. Bläuliche Schatten bilden sich dann an und um die Augen, diese können entweder durch eine starke Pigmentierung der Haut entstehen. In diesem Fall wäre es schlicht und einfach Veranlagung. Doch die Ursache dafür kann auch anatomisch bedingt sein. Denn es ist eigentlich klar und bestens bekannt, dass Nikotin, Alkohol sowie Schlaf- und Flüssigkeitsmangel die Konsistenz des Blutes verändern können. Damit kann die Region um die Augen dunkler erscheinen, wogegen am besten ein im Hautton abgestimmter Concealer, also ein Abdeckstift, helfen kann.

    Tipps, die noch helfen oder vorbeugend wirken:

    • ausgiebige Nachtruhe von knapp 6 Stunden in einem nicht zu warm temperierten Raum
    • richtige Liegeposition, bei der der Kopf nicht zu hoch auf einem Polster gebettet ist; eine waagrechte Lage verhindert den Lymphfluss
    • bei Frauen, die Make-up nutzen: immer abschminken
    • aufs Rauchen verzichten, denn Nikotin schwächt die Kollagenbildung in der Haut
    • ausgiebige Feuchtigkeitspflege mit einer entsprechenden Creme, die morgens und abends aufgetragen wird. Inhaltsstoffe wie Koffein, grüner Tee oder chinesische Süßholzwurzel sind perfekt geeignet
    • eine leichte Massage der Augen regt die Mikrozirkulation an und sorgt für Entschlackung
    • Gurkenmasken hin und wieder auflegen, denn die verschaffen den Augen Kühlung und wirken entzündungshemmend
    • wer gerade keine Gurken im Kühlschrank hat, kann auch kleine kalte Metalllöffel oder eine Kühlbrille aus der Apotheke auf die Augen legen
    • Lauwarme Teebeutel mit Schwarztee wirken beruhigend auf geschwollene Augen

    Wer diese Tipps beherzigt, und zugleich darauf achtet, dass er gerade an heißen Tagen genügend Flüssigkeit zu sich nimmt, der tut genau das Richtige für schön glänzende Augen und einen klaren Blick.

    Bild: © Depositphotos.com / nelka7812

  • Amaxophobie – die Angst vor dem Autofahren

    Amaxophobie – die Angst vor dem Autofahren

    Für viele ist das Auto einfach ein Transportmittel, das den Alltag ins Büro, zum Einkaufen oder zu Urlaubsreisen flexibler macht. Und dann gibt es die Personengruppe, die Angst vor dem Auto bzw. dem Autofahren hat. Diese Krankheit wird in der Medizin auch als Amaxophobie bezeichnet und sollte in jedem Fall behandelt werden.

    Unterschiedliche Formen der Angst vor dem Autofahren

    Meist empfinden die betroffenen Personen einfach Angst vor dem Auto oder aber dem Autofahren direkt. Sie tritt in erster Linie bei Fahrern auf, kann bisweilen aber auch den Beifahrer betreffen. Ein typisches Symptom ist, dass sich Betroffene vor allen möglichen bedrohlichen Szenarien im Straßenverkehr ängstigen. Sie fürchten sich zum Beispiel vor fremden Strecken oder aber vor dem Befahren der Autobahn. Viele, die unter Amaxophobie leiden, haben auch Angst, Schuld an einem Verkehrsunfall zu sein, bei dem es Verletzte oder sogar Tote gibt. Nicht selten ist das Krankheitsbild dabei so stark ausgeprägt, dass der Betroffene unter physischen Symptomen leidet, die am Ende dazu führen, dass er gar nicht mehr ins Auto einsteigt.

    Unterschiedliche Ausprägungen der Fahrangst

    Nach Schätzungen von Experten sind in Deutschland knapp eine Million Menschen von dieser Krankheit betroffen, hauptsächlich Frauen. Dabei gibt es unterschiedliche Ausprägungsformen, wobei eine schwere Form auch als Fahrphobie bezeichnet wird und unbedingt behandlungsbedürftig ist. Neben der Angst vor dem Autofahren gibt es auch die Angst vor dem Auto an sich. Betroffene empfinden dabei das Fahrzeug als eine Art unheimliche Maschine, die sich nicht kontrollieren lässt. Sie haben Angst, dass das Auto sie kontrolliert und nicht umgekehrt. In den meisten Fällen leiden Amaxophobisten allerdings an einer Angst vor dem Verkehr, am meisten denjenigen auf städtischen Autobahnen oder aber generell den Verkehr in der Großstadt und viel befahrene Straßen. Die Betroffenen fühlen sich derart überfordert, dass sie sich physisch schlecht, bedrückt oder sogar hilflos fühlen. Damit kommt es in der Folge zu falschen Entscheidungen, die dann tatsächlich einen Unfall auslösen können.

    Symptome sind eindeutig

    Viele Amaxophobiker leiden darunter, dass sie Angst haben, einen Verkehrsunfall zu verursachen. Das kann ein Zusammenstoß mit einem Radfahrer, mit einem Fußgänger oder aber auch mit einem Tier sein. Oder aber sie befürchten, dass die Bremsen versagen oder aber ein geplatzter Reifen einen Unfall auslöst. Körperliche Beschwerden dafür sind Schweißausbrüche und Zittern, aber auch Konzentrationsstörungen, Schlafprobleme oder generelle Schreckhaftigkeit. In Extremfällen kann es auch zu Panikattacken kommen. In der Folge kommt es dazu, dass der Betroffene das Fahren immer weiter einschränkt und am Ende überhaupt nicht mehr in ein Auto einsteigt. Das ist ein beträchtlicher Verlust an Lebensqualität und schränkt ihn natürlich auch in seiner Mobilität ein.

    Behandlung durch entsprechende Verhaltenstherapie

    Eine Person, die an Amaxophobie leidet, findet in der Gesellschaft meist nur Unverständnis, womit sie sich weiter zurück zieht und sozial isoliert. Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, die Angst vor dem Autofahren in den Griff zu bekommen. Am besten geschieht dies durch eine entsprechende Verhaltenstherapie. Einige Fahrschulen haben sich auch auf die Behandlung von Personen, die unter Fahrangst leiden, spezialisiert und bieten entsprechende Gruppengesprächstherapien an. Es gibt auch die Option, dass der Therapeut zusammen mit dem Betroffenen in einem Auto fährt, um quasi eine Art Konfrontationsübung durchzuführen. Im Idealfall ist dann der Fahrlehrer gleich auch der ausgebildete Therapeut, der sowohl die Ängste als auch die Angstbewältigung seines Patienten bzw. Fahrschülers richtig einschätzen kann. Fährt ein Amaxophobiker immer wieder genau auf der Strecke mit dem Auto, die er im Grunde genommen fürchtet, kann er im Laufe der Zeit desensibilisiert werden. Damit hat er irgendwann einmal weniger Angst beim Autofahren.

    Dauer der Therapie

    Während eine leichte Amaxophobie mit nur wenigen Fahrstunden in entsprechender Begleitung in den Griff zu bekommen ist, benötigt ein Betroffener, der unter einer maximalen Phobie leidet, wesentlich mehr Stunden und Aufwand. Unterstützend kann hier Hypnose, Autosuggestion oder aber Selbsthypnose wirken.

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  • Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Welches Hausmittel hilft bei Nesselsucht?

    Kaum eine andere Hautkrankheit kommt weltweit so häufig vor, wie die Nesselsucht. Experten schätzen, dass jeder Vierte mindestens einmal in seinem Leben an Urtikaria erkranken wird. Immer dann, wenn sich auf der Haut leicht rötliche Quaddeln bilden, die unangenehm jucken, dann handelt es sich in den meisten Fällen um Nesselsucht. Die akute spontane Nesselsucht tritt besonders häufig auf und sie wird durch einen Vireninfekt ausgelöst. Seltener ist die chronische Form der Nesselsucht, der in den meisten Fällen ein bakterieller Infekt voraus geht. Auch bestimmte Zusätze in Lebensmitteln wie Aroma- und Farbstoffe können eine Nesselsucht auslösen, mit den richtigen Hausmitteln lässt sich die Hautkrankheit jedoch einfach behandeln.

    Backpulver und Essig gegen den Juckreiz

    Nesselsucht ist relativ harmlos und kann mit Cremes und Lotionen, die entweder frei in der Apotheke verkauft oder aber vom Arzt verschrieben werden, erfolgreich behandelt werden. Wer nicht zur „chemischen Keule“ greifen will, der sollte die Nesselsucht mit Backpulver bekämpfen. Nesselsucht schmerzt nicht, aber die oft handtellergroßen Quaddeln können unerträglich jucken. Backpulver enthält natürliches Natron und das hilft nicht nur dabei den Juckreiz zu lindern, durch das Backpulver können die Hautausschläge auch ganz verschwinden. Das Backpulver wird mit ein wenig Wasser zu einer dicken Paste verrührt, dann auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen und muss dort einwirken.

    Ein weiteres sehr effektives Mittel gegen den Juckreiz bei Nesselsucht ist Essig. Der Essig wird mit Wasser in einem Verhältnis von 1 : 2 gemischt, dann wird ein sauberes Tuch, am besten aus reinem Leinen, in die Mischung getaucht und das Tuch dann auf die Haut gelegt. Der Essig kühlt nicht nur sehr angenehm, er ist auch entzündungshemmend.

    Kräuter, die helfen können

    Es gibt zwei Sorten Kräuter, die sich ebenfalls als gutes Hausmittel gegen Nesselsucht bewährt haben. Eines dieser Kräuter ist die als Zaubernuss bekannte Pflanze Hamamelis, die entzündungshemmende Wirkstoffe hat und auch den quälenden Juckreiz lindern kann. Die Ringelblume ist das zweite Mittel aus der Natur, das im Kampf gegen die Nesselsucht große Erfolge erzielen kann. Die Ringelblume wird als Creme auf die Haut aufgetragen und damit sie wirksam ist, sollte die Creme einen hohen Anteil an Ringelblumen haben. Viele Apotheker stellen Ringelblumensalbe auch selbst her, und daher sind diese Salben besonders zu empfehlen.

    Mit Kälte und Ingwer gegen Nesselsucht

    Auch Kälte hat sich einen guten Namen gemacht, wenn es darum geht, die Nesselsucht zu besiegen. Die betroffenen Hautstellen werden entweder mit einer kalten Kompresse oder mit einem Kühlpack aus dem Gefrierfach behandelt, das mit einem Geschirrhandtuch umwickelt wurde. Schon nach 20 Minuten stellt sich eine Linderung ein und das Jucken lässt nach. Ein kurzes kaltes Bad oder eine regelmäßig kalte Dusche ist ebenfalls erfolgversprechend, um den Juckreiz zu besiegen, und auch ein altes Hausmittel aus China kann die Nesselsucht erträglicher machen. Dazu werden 200 ml Essig, 60 g brauner Zucker und 30 g geriebener Ingwer fünf Minuten gekocht. Anschließend werden 150 ml Wasser dazugegeben, das Ganze muss abkühlen und wird dann mit einem sauberen Tuch auf die Hautstellen aufgetupft, die ganz besonders jucken. Helfen können auch Brennnesselkapseln in einer Dosierung von 400 mg täglich.

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  • Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Haut im Ausnahmezustand – Nesselsucht

    Die Nesselsucht, man nennt sie auch Urtikaria, ist eine in Deutschland weitverbreitete Erkrankung der Haut. Mehr als 800.000 Menschen sind in unserem Land an einer chronischen Nesselsucht erkrankt. Ihre Leitsymptome sind Hautrötungen, Quaddeln und ein starker Juckreiz. Ausgelöst werden kann sie zum Beispiel durch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente, aber auch durch physikalische Reize wie Kälte, Wärme oder Reibung. Die Suche nach einer Ursache steht immer an erster Stelle einer Nesselsuchtbehandlung – bis diese bekannt ist, geht es dabei um die Linderung der Symptome.

    Ein Leiden und viele mögliche Auslöser

    Ihren Namen hat die Nesselsucht vom lateinischen Wort für Brennnessel (Urtica) – tatsächlich ähneln ihre Symptome den Hautreaktionen, die sich nach einem Kontakt mit der Pflanze zeigen. Diese werden durch den körpereigenen Botenstoff Histamin verursacht, der als fehlerhafte Reaktion des Immunsystems in großen Mengen freigesetzt wird. Histamin sorgt dafür, dass die Blutgefäße durchlässiger werden und es so zu Wassereinlagerungen in der Lederhaut, den Quaddeln, kommt. Bei etwa zehn Prozent aller Betroffenen ist eine Allergie die Ursache des Leidens – diese kann zum Beispiel gegen bestimmte Medikamente oder Lebensmittel bestehen. Häufig sind jedoch auch Infektionen, Viruserkrankungen, Autoimmunerkrankungen oder äußere Reize wie Hitze, Kälte, Reibung oder Licht die Auslöser einer Urtikaria. Psychische Faktoren können bei der Entstehung der Nesselsucht ebenfalls eine Rolle spielen. Als sicher gilt, dass sich Stress negativ auf den Verlauf einer Urtikaria auswirken kann. Weitere Informationen über die möglichen Ursachen einer Nesselsucht finden sich auf www.nesselsuchtinfo.de.

    Unverwechselbar: die Symptome

    Plötzliche Entstehung von Quaddeln und ein Juckreiz, der sich vor allem nachts bis ins Unerträgliche steigern kann: Eine Nesselsucht erzeugt echten Leidensdruck. Die Quaddeln können sowohl am gesamten Körper als auch nur an bestimmten Stellen auftreten – ein besonders typisches Zeichen einer Urtikaria ist es auch, dass die Quaddeln an einer Stelle plötzlich verschwinden, um an einer anderen wieder aufzutauchen. Häufig kommt es zusätzlich zu sogenannten Angioödemen, Schwellungen im Unterhautgewebe, die auch Mund, Rachen und Kehlkopf betreffen können. In diesem Fall können lebensbedrohliche Situationen eintreten, die umgehend den Einsatz eines Notarztes erforderlich machen. Nesselsuchtsymptome klingen in der Regel nach spätestens 24 Stunden wieder ab, manchmal sind sie auch nur eine halbe Stunde lang vorhanden, können aber immer wieder auftreten. Ein ganzer Nesselsucht-Schub kann sich über mehrere Tage oder sogar Wochen erstrecken.

    Verschiedene Unterformen der Erkrankung

    Man unterscheidet verschiedene Unterformen der Nesselsucht:

    • Die spontane Nesselsucht, deren Symptome ganz plötzlich und ohne einen erkennbaren Auslöser auftauchen.
    • Die cholinergische Nesselsucht, die durch einen Anstieg der Körpertemperatur ausgelöst wird und vor allem bei jüngeren Menschen auftritt.
    • Die physikalische Nesselsucht, die durch äußere Reize wie Wärme, Druck, Kälte, Licht oder Reibung ausgelöst wird.
    • Kontakt-Nesselsucht, die ihre Symptome genau an der Stelle zeigt, die mit dem Auslöser direkt in Berührung gekommen ist.

    Nesselsucht behandeln – die Ursache ist entscheidend

    Als erster Schritt zur Behandlung einer Urtikaria sollte versucht werden, ihre Auslöser zu vermeiden. Sind diese nicht zu ermitteln, werden bei chronischen Verlaufsformen Antihistaminika oder Glucocorticoide wie Cortison verabreicht. Beide unterdrücken vorübergehend die Nesselsucht-Symptome, sollten aber wegen ihrer Nebenwirkungen nur über kürzere Zeiträume eingenommen werden. Eine sehr gute Wirkung zeigt auch der Wirkstoff Omalizumab, der normalerweise in der Asthma-Therapie eingesetzt wird.

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  • Sonnenstich – die unterschätzte Lebensgefahr

    Sonnenstich – die unterschätzte Lebensgefahr

    Sommer, Sonne, Hitze – was für viele vor allem im Urlaub perfekt erscheint, kann bei Temperaturen über 30 Grad schnell zur Belastung werden. Viele Menschen leiden dann unter Kopfschmerzen und Kreislaufproblemen. Nicht immer ist das harmlos, manchmal kann ein Hitzeschlag oder Sonnenstich dahinter stehen. Erste Anzeichen erkennen bzw. sich richtig schützen, kann Schlimmeres verhindern.

    Hohe Temperatur ist gefährlich

    Es sind nicht die UV-Strahlen, die die unangenehmen Beschwerden auslösen, sondern die hohen Temperaturen. Diese kann der Körper zwar anfangs noch durch Schwitzen ausgleichen, doch ist man zu lange starker Hitze ausgesetzt, gerät das biologische Kühlsystem außer Takt. Abgesehen davon führt eine lange und direkt auf den Kopf gerichtete Sonneneinstrahlung dazu, dass die Hirnhaut gereizt wird. Deshalb sind Säuglinge, Kleinkinder, deren Kopf wenig oder gar nicht behaart ist, extrem gefährdet. Die meist noch offene Fontanelle, also die Knochenlücke am Kinderschädel und die dünne Schädeldecke verstärken die Gefahr ebenso. Auch Erwachsene mit Glatze oder geringem Haarwuchs reagieren auf direkte Sonneneinstrahlung am Kopf besonders empfindlich. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass dichtes Haar vor Sonnenstich und Hitzschlag schützen kann.

    Symptome meist erst spät erkennbar

    Erleidet jemand einen Sonnenstich, sind Kopf und Nacken deutlich gerötet. Der übrige Körper ist hingegen unauffällig. Schwindel und Kreislaufprobleme sind typische Begleiterscheinungen ebenso wie Nacken- und Kopfschmerzen. Der Betroffene klagt über Übelkeit, Erschöpfung und Kreislaufprobleme. Die Körpertemperatur selbst bleibt meist anfangs noch unauffällig, erst wenn man aus der Sonne draußen ist, kann Fieber auftreten. Im Unterschied zum Sonnenstich ist der Hitzschlag lebensbedrohlich, da der damit verbundene Kreislaufkollaps vor allem Nieren und Gehirn schädigt. Die Symptome treten plötzlich auf und äußern sich in Kopfschmerzen, Erbrechen und geröteter, trockener Haut. Innerhalb kürzester Zeit kann die Körpertemperatur auf 40 Grad ansteigen, was vor allem für den schwachen Kreislauf von Kindern, Babys und älteren Menschen zur Gefahr wird. Zu hoher Puls und niedriger Blutdruck sind typische Begleiterscheinungen, die sich mit Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen und Krämpfen äußern.

    Was tun bei Hitzschlag?

    Klar ist, dass Kühlung als erste und wichtigste Maßnahme gefragt ist. Dennoch ist eine eiskalte Dusche nicht das richtige Mittel, besser ist es da, ein Bettlaken in kaltes Wasser einzutauchen und den Körper darin einzuwickeln. Auch Zufächeln von Luft und das Lagern des Betroffenen im Schatten hilft im ersten Moment, wobei Kopf und Oberkörper leicht erhöht sein sollten. Natürlich ist es auch wichtig, genügend Flüssigkeit zu verabreichen. Ist eine apathische oder gar bewusstlose Wirkung festzustellen, muss umgehend der Notarzt verständigt werden.
    Abgesehen davon, dass man bei ersten Symptomen des Hitzschlags für genügend Flüssigkeitszufuhr sorgen sollte, gilt überhaupt, dass man bei heißen Temperaturen ausreichend trinken sollte. Richtlinien sprechen hier von zwei bis drei Litern pro Tag, besser ist noch etwas mehr. So gut es auch tut, eiskalte Getränke durch die Kehle rinnen zu lassen, so wenig trägt es zum Wohlbefinden bei heißen Temperaturen bei. Denn um den Temperaturausgleich zwischen der kalten Flüssigkeit und dem heißen Körper auszugleichen, produziert dieser noch mehr Wärme. Endergebnis dann: man schwitzt noch mehr. Auch stark gesüßte Getränke sowie Koffein tragen nichts zur Abkühlung bei, am besten greift man zu normal temperierten Mineralwasser oder ungesüßten Tees. Auch verdünnte Säfte oder Limos sind brauchbar und liefern Flüssigkeit.

    Lange Sonneneinstrahlung und Mittagshitze meiden

    Gerade Kinder und Babys, aber auch empfindliche Erwachsene sollten in der Sonne immer den Kopf bedecken. Ideal sind dazu Sonnenhüte aus hellem Material. Auch ein Sonnenschirm spendet Schatten. Wer unbedingt direkte Sonnenstrahlen genießen möchte, der sollte dies nur über einen kurzen Zeitraum tun, unterbrochen von regelmäßigen Pausen im Schatten und nicht unbedingt zur Mittagszeit. Denn dann steht die Sonne am höchsten und die Hitze trifft direkt auf den Kopf. Für alle, die auf ihre tägliche Bewegung nicht verzichten möchten, gilt, dass sie sportliche Aktivitäten am besten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen sollten.

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  • Sommersport: Vorbeugen und richtig behandeln

    Sommersport: Vorbeugen und richtig behandeln

    Mit einem Ball im Freien spielen, am Sandstrand den einen oder anderen Bagger beim Volleyball machen – gewisse Sportarten haben im Sommer Hochsaison. Doch damit steigt auch die Verletzungsgefahr, was die Statistik von insgesamt knapp 200.000 verletzten Menschen während der warmen Jahreszeit beweist. Spitzenreiter der Sportarten, bei denen Unfälle passieren, sind Fußball, Rad fahren und Volleyball.

    Knieverletzungen am häufigsten

    Betroffen und anfällig für Verletzungen beim Sommersport ist die Altersgruppe der 16- bis 45-jährigen. Am häufigsten treten dabei Knieverletzungen auf, und zwar wenn Sportarten ausgeübt werden, bei denen ein plötzlicher Richtungswechsel oder aber abruptes Abstoppen. Auch unkontrollierte Drehbewegungen führen zu Verletzungen, vor allem des Knies. Die Folge sind dann Kreuzband- oder Meniskusrisse im Knie. Nicht immer erkennen die Betroffenen dabei, dass ein Band im Gelenk gerissen ist. Gerade bei einem Kreuzbandriss ist der Schmerz sehr kurz, auch das oft damit in Verbindung stehende schnalzende Geräusch, das hör- und fühlbar ist, kommt nur in knapp der Hälfte der Fälle vor. Sichtbares Zeichen für eine Bänderverletzung ist eine starke Schwellung, die für einige Tage anhält und unbedingt von einem Unfallchirurgen abgeklärt werden sollte. Ist tatsächlich das Kreuzband gerissen, führt kaum ein Weg an einer Operation vorbei, da sonst das Kniegelenk instabil ist und auch bleibt. Nach dem operativen Eingriff gibt es für den Betroffenen sechs Wochen Physiotherapie und Bewegungstraining. Tatsächlich Sport zu machen, ist allerdings erst nach sechs bis neun Monaten wieder möglich und fordert damit nicht nur die Konsequenz beim Training, sondern auch Geduld.

    Meniskusriss ist schneller behandelbar

    Etwas rascher mit der Genesung und dem Wiedereinstieg in die sportliche Betätigung, geht es beim Meniskusriss. Je nachdem wie stark der Riss ist, kann diese mittels einer entsprechenden Physiotherapie oder aber eines operativen Eingriffs behandelt werden. Bereits 14 Tage danach ist Sport wieder möglich. Bei Muskelfaserrissen oder aber Zerrungen reicht oft eine individuelle Physiotherapie und eine Sportpause von bis zu sechs Wochen. Klar ist aber, dass dieser raschen Genesung unbedingt eine fachliche Diagnose vorausgehen muss. Wer infolge einer Sportverletzung leichte Schmerzen verspürt oder aber eine Schwellung an der betroffenen Stelle feststellt, die länger als zwei Tage anhält, der sollte sich in ärztliche Behandlung begeben.

    Die PECH-Regel beachten

    Ist man beim Sport umgeknickt oder gestürzt, gilt es eventuelle Verletzungen wie Zerrungen, Prellungen oder Bänderrisse rasch zu diagnostizieren. Dazu kann die sogenannte PECH-Regel zur Anwendung kommen. Diese lautet wie folgt:

    P: also Pause, die verletzte Körperstelle sollte nicht mehr bewegt werden um Blutungen und Schwellungen zu vermeiden bzw. möglichst gering zu halten.
    E: steht für Eis, das bedeutet, die betroffene Stelle mit Eis oder kaltem Wasser kühlen. Damit kommt es zum Verengen der Blutgefäße, was Blutungen und Schwellungen vermindert.
    C: steht für Kompression und heißt nichts anderes, als dass ein Druckverband mit mäßiger Spannung auf der verletzten Stelle angebracht werden sollte. Das drückt das Gewebe zusammen und verhindert ebenfalls Blutungen. Am besten verbindet man das Kühlen mit der Kompression.
    H: stehlt für Hochlagern. Der verletzte Körperteil sollte immer höher liegen als das Herz, damit das Blut aus der verletzten Stelle über die Venen zum Herzen fließen kann und damit Schwellungen geringer werden.

    Vorbeugen ist besser als nachher behandeln

    Klar ist, dass Verletzungen am besten verhindert werden, was durch entsprechende Vorbeugung geschieht. Damit kommt dem Warm-up eine wichtige Bedeutung zu, da sich dabei Körpertemperatur und Puls entsprechend erhöhen und der Körper auf das Training bzw. die Bewegung vorbereitet wird. Es genügt vollkommen, zum Beispiel zehn bis fünfzehn Minuten langsam laufen oder am Stand zu marschieren bzw. die Knie im Stand anzuheben. Kaltstarts sollten hingegen vermieden werden. Zugleich gilt, dass der Sport natürlich nicht nur auf den Sommer beschränkt sein sollte, wer sich das ganze Jahr regelmäßig bewegt, hat gute Chancen, die warme Jahreszeit unverletzt zu überstehen.

    Bild: © Depositphotos.com / diego_cervo