Schlagwort: Blut

  • Sport in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

    Sport in der Schwangerschaft – was ist erlaubt?

    Eine Schwangerschaft ist bekanntlich keine Krankheit und daher ist auch Sport in der Schwangerschaft erlaubt. Die sportlichen Aktivitäten müssen sich allerdings in bestimmten Grenzen halten, besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft, aber alle Frauen, die sich fit und gesund fühlen, sind gut beraten sich während der Schwangerschaft sportlich zu betätigen.

    Sport in der Schwangerschaft hat viele Vorteile und nicht nur Frauen, die nach der Geburt schnell wieder schlank sein wollen, sollten sich eine Sportart suchen, die ihnen zusagt, auch wenn es um die Fitness für die Geburt geht, dann bietet Sport dazu die beste Gelegenheit.

    Warum ist Sport in der Schwangerschaft so sinnvoll?

    Sport und Bewegung sind perfekt für den Aufbau der Muskeln und sorgen zudem für mehr Ausdauer und mehr Kraft. Frauen, die sportlich sind, haben leichter am zunehmenden Gewicht zu tragen und sie bereiten sich optimal auf die Anstrengungen der Geburt vor. Mit Sport in der Schwangerschaft fällt es nach der Entbindung leichter, wieder zur alten Figur zurückzufinden, aber das ist noch nicht alles, was Sport in der Schwangerschaft so positiv macht.

    Mit den richtigen Übungen können die körperlichen Probleme, die bei einer Schwangerschaft auftreten, effektiv gelindert werden. Rückenschmerzen und Verstopfung, geschwollene Beine und Füße sowie Müdigkeit lassen sich mit Sport sehr gut vertreiben. Auch wer in der Schwangerschaft nicht mehr so gut schläft, der kann mit Sport für einen gesunden Schlaf sorgen.

    Welche Sportarten sind besonders geeignet?

    Walken und joggen, schwimmen und auch Radfahren sind Sportarten, die für schwangere Frauen besonders gut geeignet sind. Auch das Training auf dem Hometrainer ist zu empfehlen. Sport in der Schwangerschaft kann aber auch Tennis sein, und wer im Winter schwanger ist, der darf sich auf die Langlaufskier stellen. Allerdings sollte im letzten Drittel der Schwangerschaft auf Tennis und Skilanglauf verzichtet werden, denn das könnte dem Kind schaden.

    Pilates und Yoga sind nicht nur für die Gelenkigkeit zu empfehlen, sie können auch effektiv dabei helfen, sich auf die Geburt vorzubereiten. Wer schon mal Pilates und Yoga gemacht hat, der kann zu Hause seine Übungen machen, alle, die aber noch keine Erfahrungen haben, sollten nach einem Kurs suchen, der speziell für Schwangere angeboten wird.

    Welche Sportarten sind nicht zu empfehlen?

    Es gibt einige Sportarten, die in der Schwangerschaft verboten sind. Dazu gehört unter anderem das Reiten, denn die Erschütterungen können im schlimmsten Fall eine Fehl- oder Frühgeburt auslösen. Auch Inlineskaten sollte ein Tabu sein, ebenso wie Ski alpin und Wasserskilaufen. Hochschwangere sollten sich auch nicht mehr auf ein Fahrrad setzen, denn die Unfallgefahr ist zu hoch.

    Wann ist Sport in der Schwangerschaft verboten?

    Nicht für alle Frauen kommt Sport in der Schwangerschaft infrage und nicht immer ist Sport in der Schwangerschaft auch erlaubt. Nicht erlaubt sind sportliche Aktivitäten bei Frauen:

    • Die schon mal eine Frühgeburt hatten
    • Bei denen es zu einer Fehlgeburt gekommen ist
    • Wenn die Plazenta zu tief liegt
    • Wenn das Risiko für verfrühte Wehen besteht
    • Wenn es zu Schmierblutungen gekommen ist
    • Bei Schmerzen oder Problemen mit der Wirbelsäule
    • Wenn eine Krankheit vorliegt
    • Bei einem zu hohen Blutdruck
    • Wenn eine Mehrlingsgeburt erwartet wird

    Nach der Geburt können Frauen langsam wieder mit dem Sport beginnen, aber erst, wenn sie sich komplett von der anstrengenden Geburt erholt haben und wieder zu Kräften gekommen sind.

  • Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Weniger Deutsche versterben an Herzkrankheiten

    Herzkrankheiten gehören zu den modernen Zivilisationskrankheiten. Fettleibigkeit, Rauchen und ein Mangel an Bewegung verursachen Herzkrankheiten unterschiedlicher Art. Dabei versterben viele Patienten aufgrund von Herzkrankheiten. Nun hat die Deutsche Herzstiftung einen Bericht herausgegeben, indem angegeben wird, dass die Zahl der Personen die an einer Herzkrankheit versterben zurückgegangen ist.

    Bessere Behandlungsmethoden sind ausschlaggebend

    In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Zahl der Todesfälle im Bereich der Herzgefäßerkrankungen um 28 % gesenkt. Zusätzlich ist ein starker Rückgang bei akuten Herzinfarkten zu verzeichnen. Im Jahr 2012 waren es 65,2 Todesfälle auf 100.000 Einwohner, im Jahr 1992 lag diese Zahl bei 108,9. Insgesamt sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland. Im Jahr 2013 erlagen etwa 354.500 Personen den Folgen. Das macht ein Drittel aller Todesfälle in der Bundesrepublik aus. Dabei sterben die meisten von ihnen durch Herzschwäche und koronare Herzkrankheiten. 128.171 Personen starben 2012 an einer koronaren Herzgefäßerkrankung und 46.410 an einer Herzschwäche.

    Dabei ist der Hauptgrund für den Rückgang der Todesfälle eine Verbesserung der Behandlungsmethoden. Sowohl neue Erkenntnisse im Bereich der medikamentösen Behandlung als auch bessere Operationsmethoden, sowie Nachbehandlungen erhöhen den Behandlungserfolg. Hinzu kommt, dass sich das Notarzt- und Rettungssystem in den vergangenen 20 Jahren stark zum Positiven verändert hat. Mehr Einsatzfahrzeuge, eine bessere Erreichbarkeit und die höhere Anzahl an medizinischen Einrichtungen machen einen echten Unterschied.

    Bundesländer weisen Unterschiede auf

    Die deutsche Herzstiftung gibt in ihrem Herzbericht auch an, dass die einzelnen Bundesländer ganz verschiedene Sterberaten aufweisen. Im Osten gibt es demnach wesentlich mehr Todesfälle auf 100.000 Einwohner als im Rest des Landes. Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen führen die Statistik mit je 105, bzw. 103 und 94 Todesfällen an. Am anderen Ende des Spektrums finden sich Schleswig-Holstein mit 46, Hessen mit 54 und Berlin mit 56 Todesfällen. Diese Kluft besteht bereits seit langen. In den vergangenen Jahren ist sie allerdings ein wenig kleiner geworden. Der Herzinfarkt ist das Krankheitsbild, an dem mehr Männer versterben. Alle anderen Herz-Kreislauf-Krankheiten werden zum Großteil nicht von Frauen überlebt. So sind zum Beispiel im Jahr 2012 etwa doppelt so viele Frauen an Vorhofflimmern verstorben wie Männer. Ein Grund dafür ist, dass das Herz-Kreislauf-System von Männern und Frauen verschieden aufgebaut ist. Die Herzgefäße von Frauen sind generell feiner als die von Männern. Dies bedeutet, dass Operationen schwieriger sind und dass Medikamente mit mehr Vorsicht dosiert werden müssen.

    Ein ungesunder Lebensstil ist nicht immer der Auslöser für die Herzkrankheiten. Es gibt eine Vielzahl von Herzfehlern, die angeboren sind. Dabei ist etwa jedes 100. Kind betroffen. Damit ist ein angeborener Herzfehler die am häufigsten auftretende Fehlbildung in Neugeborenen. Auch hier ist die Sterberate in den vergangenen 20 Jahren zurückgegangen. Von 21.600 Kindern, die im Jahr 2012 in Deutschland mit einem Herzfehler zur Welt kamen, kam es zu lediglich 423 Todesfällen. Der Bericht verzeichnet über die letzten 20 Jahre einen Rückgang von 65 Prozent.

    Welche Herzkrankheiten gibt es?

    Die Zahl der Herzkrankheiten ist groß. Die bekanntesten sind wohl koronare Herzkrankheiten, Arrhythmien, Perikarditis, Kardiomyopathie und angeborenen Herzfehler.

    Koronare Herzkrankheiten

    Es handelt sich um eine Verstopfung der Arterien. Der Blutfluss ist stark beeinträchtigt und dies kann zur Entstehung eines Herzinfarktes führen. Die Verstopfung wird durch falsche Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung hervorgerufen. Neben einer Umstellung der Lebensgewohnheiten gibt es diverse Medikamente die helfen. Aber auch chirurgische Eingriffe wie ein Beipass oder eine Gefäßerweiterung sind möglich.

    Arrhythmie

    Eine Arrhythmie wird häufig durch eine Verstopfung der Arterien verursacht. Dies führt zu einem unregelmäßigen Herzschlag. Aber auch ein beeinträchtigter Herzmuskel, Herzverletzungen durch einen Infarkt oder ungleichmäßiges Erregungsleitersystem können der Auslöser sein. In diesem Fall kommen die bekannten Blutverdünner und Beta-Blocker zum Einsatz. Ist die medikamentöse Behandlung nicht ausreichen, kommt ein Herzschrittmacher infrage.

    Perikarditis

    Der Herzmuskel ist von einem Sack umschlossen, der von einem Krankheitserreger befallen werden kann. Ist dies der Fall, gibt es diverse Arzneimittel, die sehr gute Ergebnisse zeigen. Darüber hinaus ist auch eine Operation eine mögliche Behandlung.

    Kardiomyopathie

    Diese Krankheit ist fortschreitend und wenn sie unbehandelt bleibt, kann es zu diversen Symptomen kommen. Neben Herzschlagaussetzern und Arrhythmie kommt es häufig zu einer Verdickung des Herzmuskels sowie zu einer Verhärtung und Vergrößerung. Je nachdem welche Symptome der Patient zeigt, gibt es unterschiedliche Behandlungsmethoden.

    Herzfehler

    Herzfehler sind angeboren und entwickeln sich nicht im Laufe der Zeit. Personen mit dieser Krankheit werden fortwährend mit Medikamenten behandelt und müssen ihren Lebensstil dieser besonderen Situation anpassen.

  • Pränatest schon bald eine Kassenleistung?

    Pränatest schon bald eine Kassenleistung?

    Werdende Eltern stellen sich früher oder später ganz unweigerlich die Frage „Was, wenn mein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommt?“. Die meisten schütteln diesen Gedanken schnell ab und hoffen einfach auf das Beste. Aber Viele wollen diese Antwort nicht dem Zufall überlassen und entscheiden sich dazu einen sogenannten Pränatest durchzuführen. Dabei handelt sich um einen einfachen Bluttest der Auskunft darüber geben kann, ob ein Kind mit einer Behinderung auf die Welt kommen wird oder ob es vollkommen gesund ist. Bisher werden diese Teste in den meisten Fällen nicht von Krankenkassen übernommen und die Eltern müssen dafür bezahlen, ihre Neugierde zu stillen. Nun gibt es Berichte darüber, dass der Test schon bald eine Kassenleistung sein wird. Für wen käme diese Leistung in Frage und welche Folgen kann eine solche Entscheidung für unsere Gesellschaft haben?

    Was ist ein Pränatest?

    In der Vergangenheit konnten Genmutationen lediglich über eine Fruchtwasseruntersuchung festgestellt werden. Dafür muss natürlich das Fruchtwasser der Fruchtblase entnommen werden, was ein hohes Risiko in sich birgt. Eine von 100 Frauen erlitt während einer solchen Behandlung eine Komplikation, die zu einer Fehlgeburt führte. Das neue Verfahren, der Pränatest ist sicher, einfach und akkurat. Der Schwangeren wird Blut entnommen, welches das Erbmaterial des Embryos enthält. Dies kann in einem einfachen Labortest auf die drei häufigsten Trisomien getestet werden. Die bekannteste ist wohl Trisomie 21, sie verursacht das Downsyndrom. Aber auch die Genmutationen Trisomie 18 und 13 führen zu schweren Behinderungen.

    Der Test ist seit 2012 auch in Deutschland durchführbar und wird im Normalfall nicht von der Krankenkasse übernommen. Obwohl es immer wieder Ausnahmen gibt. Er kann bereits ab der 9. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden und gibt akkurate Ergebnisse. Bisher kostet der Test knapp 800 €. Weltweit haben bereits mehrere Hunderttausende den Test durchgeführt.

    Für wen übernimmt die Kasse die Kosten fürden  Pränatest?

    Einem aktuellen Bericht zufolge werden die Krankenkassen in Zukunft den Test für bestimmte Personengruppen übernehmen:

    • Frauen, die bereits eine Fehlgeburt erlitten haben und somit in eine Risikogruppe fallen.

    • Frauen, die älter als 35 Jahre sind und einen besorgniserregenden Ultraschallbefund nachweisen können.

    • Frauen, die über 35 Jahre alt sind und ungewöhnliche Laborwerte vorliegen.

    • Frauen, in deren Familie eine Generkrankung bekannt ist.

    Momentan ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung dazu gefallen, ob der Test tatsächlich in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen wird. Fest steht aber, dass man darüber diskutiert und dass es in naher Zukunft eine Entscheidung geben wird.

    Downsyndrom Pränatest

    Es handelt sich bei diesem Test darum, Trisomien herauszufiltern. Wie bereits erwähnt, ist die Trisomie 21 dabei die bekannteste Form. Eine gesunde Zelle hat 46 Chromosomen, eine Trisomie-Zelle hat hingegen 47. Chromosomen kommen immer in Paaren vor. Ist es aber dreifach vorhanden, kann dies zu schweren körperlichen und geistigen Behinderungen führen. Auch wenn moderne Behandlungsmethoden und Therapien den Betroffenen das Leben erheblich erleichtern und verlängern können, so ist es dennoch eine Krankheit, welche einen großen Effekt auf das Umfeld des Erkrankten hat. Von 700 Kindern wird laut Statistik eines mit Downsyndrom geboren. Momentan leben in Deutschland etwa 50.000 Menschen mit der Krankheit.

    Wird bei einer Schwangeren festgestellt, dass ihr ungeborenes Kind eine Chromosomenstörung aufweist, so wird ihr die Wahl gestellt, einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen. Gesetzlich darf eine Schwangerschaft nicht nach der 12. Schwangerschaftswoche abgebrochen werden. Dennoch gibt es Ausnahmefälle, wie zum Beispiel eine solche Diagnose, die einen Abbruch auch zu einem späteren Zeitpunkt erlauben.

    Eine Frage der Ethik

    Es ist bereits jetzt ein Streitpunkt, der den Ethikrat und verschiedene Organisationen wie auch Kirchen stark beschäftigt. Ist es richtig eine Schwangerschaft abzubrechen, weil das geborene Kind eine Behinderung haben wird. Mit einer möglichen Kostenübernahme durch die Krankenkassen wird der Pränatest erneut in das Zentrum dieser Frage rücken. Wenn plötzlich Tausende von Frauen Zugriff auf diesen Test haben, haben im Ernstfall auch Tausende von Frauen eine Entscheidung über Leben und Tod zu treffen.

    Was Krankenkassen bisher übernehmen

    Werden bestimmte Kriterien erfüllt, so kann eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft werden. Eine Infektion, vorhergehende Fehlgeburten oder auch eine chronische Krankheit können solche Kriterien sein. Hinzu kommen bedenkliche Testergebnisse im Bereich der Blutabnahme und des Ultraschalls. Sobald der Arzt eine Risikoschwangerschaft angibt, werden von der Kasse Behandlungen und Untersuchungen übernommen, die das erhöhte Risiko absichern. Dabei ist der Leistungskatalog bei gesetzlichen Krankenversicherungen festgelegt. Besteht eine Zusatzversicherung, kann es eventuell zu weiteren Kostenübernahmen kommen.

  • Studie: Sitzen macht uns krank

    Studie: Sitzen macht uns krank

    Wer in Deutschland zwischen 18 und 29 Jahren alt ist, der sitzt im Schnitt neun Stunden am Tag. Dies hat eine Umfrage ergeben, welche die DKV – Deutsche Krankenversicherung im vergangenen Jahr durchgeführt hat. Dabei wurden insgesamt über 300 Bundesbürger von der privaten Krankenkasse befragt. Die Umfrage beschäftigt sich nicht nur mit der Dauer des Sitzens, sondern auch mit den Gründen und mit den möglichen Folgen. Es stellt sich heraus, die Jugend sitzt am meisten und sitzen macht uns krank.

    Im Büro, auf der Couch und im Auto

    Wir sitzen, was das Zeug hält. Die Altersgruppe bis 29 verbringt also knapp neun Stunden täglich im Sitzen, bis zum Alter von 65 sind es dann nur noch 7,5 Stunden und darüber wird die aktivste Gruppe verzeichnet, hier kommt man auf einen Schnitt von 6,5 Stunden.

    Es ist vor allem die Zeit um Büro und zu Hause vor dem Rechner oder Fernseher, die wir mit sitzen verbringen. Aber auch im Auto oder der Bahn setzen wir uns hin. An der Universität, in Cafés, im Kino und in der Bücherei. Männer verbringen mehr Zeit vor dem TV und dem Computer als das es Frauen tun. Dafür sitzen Frauen öfter mit Freunden beim Kaffeeklatsch zusammen oder gehen ins Kino. Die Gruppe über 65 hat vor allem deshalb weniger Sitzstunden, weil die Arbeitszeiten wegfallen, die man täglich an einem Schreibtisch verbringt.

    Es wurden auch knapp 300 Eltern zum Verhalten ihrer Kinder befragt. Hier sieht es nicht viel besser aus. Bis zu vier Stunden verbringen die Kinder sitzend, und das ohne die Schulzeit. Nur 25% der Kinder zwischen 6 und 12 Jahren schaut weniger als eine Stunde am Tag Fernsehen. Hinzu kommt, dass etwa 72 % der Befragten angaben, dass die Kinder ein eigenes TV-Gerät in ihrem Zimmer haben. Auch einen eigenen Computer mit Internetanschluss kann man immerhin in 50 % der Kinderzimmer finden. Ebenfalls ersichtlich ist, dass Kinder von Eltern die viel sitzen, auch selber viel sitzen. Aktive Eltern unternehmen viel mit den Kindern und diese kopieren das Verhalten auch, ohne dass die Eltern anwesend sind.

    Weitere Studien belegen schwerwiegende Folge des Sitzens

    Die Universität Regensburg hat im vergangenen Jahr in einer Studie herausgefunden, dass häufiges Sitzen das Risiko auf bestimmte Erkrankungen wie Darmkrebs und Lungenkrebs erhöht. Der Grund dafür besteht darin, dass die Vorgänge im Körper sich negativ auf Zellen und Gewebe auswirken. So verlangsamt sich der Blutfluss, was zu einer geringeren Sauerstoffzufuhr führt. Dies wiederum lahmt den Zellstoffwechsel und Muskeln verlieren an Kraft. Der Körper ist auf eine regelmäßige Bewegung angewiesen.

    Sport gleicht das Sitzen nicht aus

    Wer nun denkt eine langer Spaziergang am Abend und viel Aktivitäten am Wochenende ist ein Ausgleich, der irrt leider. Sportwissenschaftler haben herausgefunden, dass es nur schwer ist, die Schäden des Dauersitzens zu kompensieren. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man einfach auf Sport und Bewegung verzichten kann, wenn man eh viel Sitzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt an, dass eine erwachsene Person in der Woche mindestens 150 Minuten moderater Arbeit und 75 Minuten intensiver körperlicher Arbeit betreiben sollte. Man vermutet, dass die Sitzdauer ab acht Stunden täglich zu einem ernsthaften gesundheitlichen Problem wird.

    Hinzu kommt, dass ein Großteil der Vielsitzer auch weitere Dinge tun, die äußerst ungesund sind. Neben dem Mangel an Bewegung sind es vor allem eine schlechte Ernährung, Tabakkonsum und Alkoholgenuss, die sich schlecht auf die Gesundheit auswirken. Ein weiterer wichtiger Faktor ist Stress. In der Studie der DKV stellt sich heraus, dass nur elf Prozent der Teilnehmer einen gesunden Lebensstil pflegen. Dabei hat die DVK bestimmt Parameter festgelegt, durch welche die einzelnen Personen in Risikogruppen eingeteilt werden konnten.

    Mecklenburg-Vorpommern geht mit gutem Beispiel voran

    Die Hauptstadt steht in der Studie ganz schlecht da. Hier trinken die Befragten wesentlich mehr als in anderen Teilen Deutschlands und sie rauchen, was das Zeug hält. In Sachen Ernährung finden Sie sich ebenfalls am unteren Ende der Skala. Viele von ihnen verbringen wesentlich mehr Zeit im Sitzen als das es gesund ist und der Bewegungsmangel ist in der Hauptstadt ist ebenfalls ein großes Problem. In Mecklenburg-Vorpommern fand die Umfrage die gesündesten Menschen. Hier liegen fast alle Werte über dem Schnitt.

  • Borretschöl zur Linderung von Hauterkrankungen

    Borretschöl zur Linderung von Hauterkrankungen

    Viele kennen Borretsch, auch Gurkenkraut genannt, als Gewürzkraut aus dem heimischen Garten. Die Raublattpflanze ist leicht an ihren behaarten Blättern und Stängeln zu erkennen. Charakteristisch für das Heilkraut sind auch die kleinen blauen Blüten die sich nach und nach dunkelblau färben. Die Borretsch Blätter werden wegen ihres Gurkenartigen Geschmacks gerne klein geschnitten und als Gewürz in Salaten oder Suppen verwendet. Den wenigsten Menschen ist jedoch die heilende Wirkung vom Borretschöl, das aus dem Samen des Borretschs hergestellt wird, bekannt. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen den Wirkstoffen im Borretsch und denen im Borretschöl. Auf keinen Fall sollte man versuchen sich selbst mit Borretsch zu kurieren und die ganze Pflanze essen.

    Stängel und Blätter enthalten nämlich Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen können und zu den krebserregenden Stoffen gezählt werden. Es macht also keinen Sinn Borretsch im Garten anzubauen. Anders ist das dagegen beim Borretschöl. Da das Öl nur aus dem Samen gewonnen wird sind keine der schädigenden Stoffe darin enthalten. Das Borretschöl ist bekannt für seine Heilkräfte bei Hauterkrankungen und ist in mehreren Darreichungsformen zu erhalten. Von der Kapsel zur inneren Anwendung bis hin zum Massageöl zur äußeren Anwendung gibt es viele Möglichkeiten sich die natürlichen Inhaltsstoffe vom Borretschöl zuzuführen.

    Wie wird Borretschöl hergestellt?

    Das Borretschöl wird auch Borretschsamenöl genannt, da bei der Herstellung nur die Samen der Pflanze verwendet werden. Die bevorzugte Herstellungsart für Borretschöl ist die Kaltpressung da hierbei die Wirkstoffe am besten erhalten bleiben. Durch das reine Pressen der Samen ohne Hitzeeinfluss oder chemische Zusätze handelt es sich beim kaltgepressten Borretschöl um ein reines Naturprodukt, das vor allem wegen seines hohen Anteils an Omega-6-Fettsäuren, Gamma-Linolensäure und Linolsäure Verwendung findet. Das Borretschöl ist ein gelbes Öl, das in purer Form an den Geschmack von Gurken erinnert. Da bei der Herstellung vom Borretschöl nur der Samen verwendet wird enthält das Borretschöl keine der schädigenden Stoffe aus den haarigen Stängeln und Blättern. Es ist jedoch nicht möglich Borretschöl selbst herzustellen. Das pure Öl ist jedoch schon fast überall erhältlich oder ist Hauptbestandteil von pflanzlichen Mitteln zur Behandlung von Ekzemen oder sogar Neurodermitis.

    Borretschöl und seine Wirkung

    Der menschliche Körper sollte an und für sich selbst die Gamma Linolsäure produzieren, die ein wesentlicher Bestandteil der Haut ist. Durch seinen hohen Anteil an Gamma Linolsäure findet das Borretschöl vor allem bei spröder und trockener Haut oder bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Ekzemen Anwendung.

    Bei Verabreichung von Borretschöl wird das Hautbild eindeutig verbessert. Da der Körper im Alter oder bei Rauchern immer weniger dieser wichtigen Gamma Linolsäuren produziert, ist eine präventive Verabreichung von Borretschöl möglich um Hautschädigungen vorzubeugen. Sogar wenn ein Enzymdefekt vorliegt, der zu juckenden Hautpartien, schuppiger Haut oder Rötungen der Haut führt, kann die Verwendung von Borretschöl wieder für ein gleichmäßiges Hautbild sorgen.

    Wirkung von Borretschöl bei Neurodermitis

    Bei Neurodermitis Patienten kann die Verwendung von Borretschöl für eine deutliche Linderung an den befallenen Hautpartien sorgen. Bricht Neurodermitis (auch atopisches Ekzem genannt) aus dann erfüllt die Haut ihre Schutzfunktion nicht mehr richtig. Schlimm juckende Ekzeme und Entzündungen sind die Folge. Patienten sprechen von einem quälenden Juckreiz und gerade Kinder kratzen sich die befallenen Stelen oft blutig. Die Wirksamkeit vom Borretschöl bei Neurodermitis liegt an den fetten Ölen, die darin enthalten sind. Linolsäure, Gamma Linolensäure sind entscheidend für die lindernde Wirkung vom Borretschöl bei Neurodermitis.

    Linolsäure und Gamma Linolensäure verhindern im Körper die Bildung von Enzymen, die Hautentzündungen auslösen. Anstelle dieser Enzyme bilden sich Substanzen im Körper, die entzündungshemmend wirken und das Immunsystem unterstützen. Fehlen diese Stoffe im Körper dann kann es zu den entzündeten Hautstellen kommen. Führt man die Stoffe durch das Borretschöl innerlich oder äußerlich zu dann kann die Enzymbildung jedoch verhindert werden.

    Die Folge davon ist eine deutlich sichtbare Verbesserung an den befallenen Hautpartien sowie ein Nachlassen des Juckreizes. Neurodermitis kann jedoch auch aufgrund eines Enzymdefekts vorliegen. Doch auch beim Desaturase Defekt kann das Borretschöl seine Wirksamkeit zeigen. Bei diesem Defekt fehlt dem Körper ein Enzym zur Herstellung essentieller Fettsäuren, die entzündungshemmend wirken. Die im Borretschöl enthaltene Gamma Linolensäure, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann, kann als Ausgleich und Entzündungshemmer dienen und somit die Neurodermitis durchaus verbessern.

    Verwendung von Borretschöl

    Borretschöl kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Das reine Borretschöl kann zum Beispiel in Salatdressings verwendet werden. Durch den Anteil an Linolsäure eignet es sich durchaus auch als Zusatz in Massageölen. Gerade Patienten mit Hauterkrankungen berichten von einer deutlichen Linderung ihrer Symptome nach einer Massage mit Borretschöl. Es sind auch Cremes und Lotionen zum Auftragen auf die Haut im Handel erhältlich. Bei innerer Anwendung sollte man auf das Borretschöl zurückgreifen, das in Kapseln erhältlich ist.

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    Wie bei vielen pflanzlichen Produkten ist auch bei der Verwendung von Borretschöl Geduld gefragt. Eine deutliche Verbesserung der Hautleiden tritt meist erst nach 4 – 12 Wochen auf. Wer auf Naturheilkunde und pflanzliche Mittel baut, der geduldet sich gerne. Wechselwirkungen mit anderen Mitteln oder Nebenwirkungen sind vom Borretschöl nicht bekannt.

    Das Borretschöl ist als rein pflanzliches Mittel frei verkäuflich erhältlich. Viele Shops bieten reines Borretschöl oder Mittel, die Borretschöl enthalten an. Man sollte beim Erwerb der Mittel jedoch immer darauf achten, dass es sich um kaltgepresstes Borretschöl handelt da dies die einzige Herstellungsmethode ist bei der wirklich alle Wirkstoffe im Öl erhalten bleiben. Fehler bei der Anwendung kann man keine machen. Es empfiehlt sich aber wie immer sich an die Packungsbeilage zu halten.

    Lange war Borretsch wegen der enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide in Verruf. Es ist Tatsache, dass Borretsch in purer Form genossen schädlich sein kann. Doch seit die heilende Wirkung von Borretsch bei Hauterkrankungen nachgewiesen wurde, erfreut sich Borretsch auch hierzulande wachsender Beliebtheit. Doch den gravierenden Unterschied zwischen Öl und Pflanze sollte man niemals vergessen. Das rein pflanzliche Öl enthält heilende Inhaltsstoffe, die Pflanze jedoch nicht. Auf keinen Fall sollte man Unmengen der Pflanze essen um vielleicht doch noch in den Genuss der heilenden Wirkung zu gelangen. Dies würde den Körper mehr schädigen als ihm helfen. Wer sich und seiner Haut Gutes tun will, der greift daher lieber auf das Borretschöl zurück, das in so vielen Formen angeboten wird, dass für jeden garantiert das Richtige dabei ist!

  • Kürbiskernöl bietet besondere Mineralstoffe

    Kürbiskernöl bietet besondere Mineralstoffe

    Kürbiskernöl ist nicht nur schmackhaft und kann so manchem Salat eine würzige Note verleihen – dieses braune Öl ist zudem auch sehr gesund. 17 lebenswichtige Mineralstoffe und Vitamine sind im Kürbiskernöl enthalten, welche die Funktionen des Organismus unterstützen können. Obwohl Oliven- und Nussöl bereits als sehr gesund erachtet werden, können diese beiden Öle mit dem Kürbiskernöl nicht mithalten. Es kommt nicht nur dick und grünlich aus der Kaltpressung, sondern versprüht zudem den einzigartigen Geruch, welche auf die Röstung der Kerne zurückzuführen ist. Zahlreiche Studien haben bereits belegt, dass Kürbiskernöl weitaus mehr leisten kann als dem Salat oder anderen Speisen einen guten Geschmack zu verleihen.

     

    Welche Mineralstoffe machen das Kürbiskernöl so gesund?

    Das Kürbiskernöl ist reich an Vitaminen. Vor allem das Provitamin A und die Vitamine B, C und D sind in großen Mengen enthalten. Zusätzlich weist das Kürbiskernöl auch noch Selen, Eisen, Magnesium und Kalzium auf, welche für die organismischen Funktionen einen wichtigen Bestandteil liefern. Das Kürbiskernöl trägt aber auch einen wichtigen Beitrag bei, wenn es um Linolsäure und mehrfach ungesättigte Fettsäuren geht. Zudem unterstützt das Kürbiskernöl aufgrund dieser Bestandteile auch die Regulation wichtiger Funktionen.

     

    Welche positiven Wirkungen weist das Kürbiskernöl auf?

    Ein Großteil des Kürbiskernöls besteht aus ungesättigten Fettsäuren. Diese machen rund 80 Prozent des Öls aus. Hierbei besteht die Wirkung vor allem darin, dass der Cholesterinspiegel positiv beeinträchtigt und zum Sinken gebracht wird. So kann die regelmäßige Zufuhr von Kürbiskernöl einen positiven Effekt auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich bringen. Dieses grünliche Öl hilft nicht nur beim Kampf gegen Arteriosklerose, sondern kann zudem das Risiko bezüglich Schlaganfällen und Herzinfarkten reduzieren. Auch bei einer Schwäche der Blase bringt dieses Öl gute Effekte mit sich. Nebenbei stärkt es bei Männern auch die Prostata. Es gibt zahlreiche Medikamente im Kampf gegen eine Prostataschwäche, die Anteile von Kürbiskernöl enthalten. Ebenso weist dieses Öl einen hohen Anteil an Antioxidantien auf, welche für die Stärkung des Immunsystems zuständig sind und dieses im Kampf gegen Erreger und freie Radikale unterstützen. Die Inhaltsstoffe des Kürbiskernöls kämpfen zudem gegen aggressive Sauerstoffmoleküle, wodurch die Wände der Zellen geschützt werden. Auch bei anderen Erkrankungen im Bereich des Herz-Kreislaufsystems zeigt das Kürbiskernöl seine Effektivität. Aufgrund der ungesättigten Fettsäuren wird zudem den Blutfetten entgegengewirkt.

     

    Welche Wirkstoffe sind im Kürbiskernöl enthalten?

    Der Großteil des Kürbiskernöls besteht aus leicht verdaulichen Fetten. Bis zu 65 Prozent der Inhaltsstoffe werden durch diese leicht verdaulichen Fette gebildet. Den Rest – explizit 35 Prozent – bilden sogenannte leicht verdauliche Eiweiße. Neben diesen beiden großen Bestandteilen weist das Kürbiskernöl aber auch noch wichtige Vitamine und Mineralstoffe auf.

     

    Vitamine:

    • Provitamin A
    • B1 und B2
    • Vitamin C
    • Vitamin D
    • Niacin
    • Biotin
    • Pyroxin

     

    Mineralstoffe:

    • Chlor
    • Eisen
    • Fluor
    • Kalzium
    • Kalium
    • Magnesium
    • Mangan

     

    Vor allem das Vitamin A nimmt beim Kürbiskernöl eine wichtige Rolle ein. Hierbei handelt es sich um ein Vitamin, das nur geringe Zeit im Organismus verweilt und danach ausgeschieden wird. Deswegen ist eine stetige Zufuhr des Vitamin A´s unerlässlich. Wer regelmäßig Kürbiskernöl verwendet, kann hiermit bereits einen Großteil des Vitamin A Bedarfes abdecken.

     

    Wie ist die Zusammensetzung der Fettsäuren beim Kürbiskernöl?

    Das Kürbiskernöl zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nur einen geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren aufweist, welche generell als nicht sonderlich förderlich eingestuft werden. Gerade mal 9 Prozent nehmen hierbei die gesättigten Fettsäuren ein. Dafür weist das Kürbiskernöl aber große Mengen an ungesättigten Fettsäuren auf. 34 Prozent machen hierbei die einfach ungesättigten Fettsäuren aus. Mit 55 Prozent belegen die zweifach gesättigten Fettsäuren sogar den ersten Platz im Ranking. Und selbst dreifach ungesättigte Fettsäuren sind im Kürbiskernöl zu finden, wobei diese allerdings lediglich 2 Prozent aufweisen.

    Wie sollte Kürbiskernöl eingenommen werden?

    Das Kürbiskernöl sollte vor allem kalt eingesetzt werden, da durch kochen und garen wichtige Inhaltsstoffe verloren gehen. Zudem sollte das Kürbiskernöl nicht der Sonne oder einer direkten Lichtquelle ausgesetzt werden, da hierbei die Gefahr besteht, dass es einen bitteren Geschmack erhält. Inhaltsstoffe und Wirkung werden zwar nicht beeinträchtigt, aber der typische Geschmack wird bei Sonneneinstrahlung in Mitleidenschaft gezogen. Auch bei der Lagerung von Kürbiskernöl gilt es einiges zu beachten. Wird das Kürbiskernöl bei Temperaturen von unter 20 Grad Celsius und in Dunkelheit gelagert, so kann dieses auch bei geöffneter Flasche bis zu 12 Monaten verwendet werden. Wenn das Kürbiskernöl älter ist, oder nicht ideal gelagert wird, dann kann es nicht nur den typischen Geschmack verlieren, sondern auch Vitamine gehen weitgehend verloren. Vor allem im Kühlschrank zeigt sich ein idealer Lagerplatz für bereits geöffnete Flaschen. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Glasflaschen auf jeden Fall dunkel sind. Das ist auch der Grund weswegen Kürbiskernöl generell in dunklen Flaschen verkauft wird.

     

    Wie kann qualitatives Kürbiskernöl erkannt werden?

    Kürbiskernöl ist nicht gleich Kürbiskernöl, denn auch hier gibt es einiges zu beachten. Vor allem beim Preis kann bereits ein erster Rückschluss auf die Qualität des Öls gezogen werden. Kürbiskernöl zeichnet sich dadurch aus, dass es in Form einer Kaltpressung gewonnen wird. Zudem sind für einen Liter Kürbiskernöl rund 30 Kürbisse notwendig, was sich natürlich auch am Preis bemerkbar macht. Sollte das Kürbiskernöl einen sehr geringen Anschaffungspreis aufweisen, so kann davon ausgegangen werden, dass es mit anderen Zusätzen ergänzt wurde. Vor allem wenn das Öl sehr rasch zerfließt, kann davon ausgegangen werden, dass minderwertige Zusatzstoffe beigemengt wurden. Vor allem die Dickflüssigkeit stellt ein Erkennungsmerkmal für die hochwertige Qualität von Kürbiskernöl dar. Beim Öffnen der Flasche sollte zudem auf den Geruch geachtet werden. Kürbiskernöl hat einen sehr typischen Geruch. Sollte das Öl ranzig und nicht nussig riechen, so kann davon ausgegangen werden, dass das Kürbiskernöl nicht entsprechend gelagert wurde. Das Chlorophyll, welches sich in den Schalen der Kürbiskerne befindet, verleiht dem Kürbiskernöl zudem die typische grüne Farbe. Sollte sich beim Verzehr ein bitterer Geschmack zeigen, so kann ebenfalls davon ausgegangen werden, dass es sich um eine mindere Qualität handelt. Vor allem das Kürbiskernöl aus der österreichischen Steiermark ist besonders reich an Qualität, weil in diesem Gebiet strenge Richtlinien bezüglich der Herstellung gelten. In der Steiermark gibt es zahlreiche kleine Betriebe, die das Kürbiskernöl immer noch nach alter Tradition herstellen. Für gute Qualität muss auch immer ein entsprechender Preis gezahlt werden, der bei rund 12 Euro liegt.