Schlagwort: Blut

  • So gesundheitsfördernd ist ein Waldspaziergang wirklich

    So gesundheitsfördernd ist ein Waldspaziergang wirklich

    Viele Menschen müssen ihren Tag – zum Beispiel aus beruflichen Gründen – drinnen verbringen. Dies ist allerdings nur bedingt positiv, wenn es um den gesundheitlichen Aspekt geht. Aber auch draußen gibt es viele Unterschiede, denn mitten in der Stadt ist die Luft beispielsweise anders als im Wald. Geht es außerdem nach Clemens Arvay (ein Biologe), dann wird das Immunsystem durch die Bäume so richtig aufgepeppt. Dieser Meinung ist aber nicht nur er, auch Studien beweisen die positive Wirkung. Doch was steckt dahinter und wie gesund ist der Wald wirklich?

    Der Wald als kommunizierender Organismus

    Man muss sich den Wald als einen kommunizierenden Organismus vorstellen. Die Pflanzen tauschen sich gegenseitig aus und informieren sich zum Beispiel über Angreifer (unter anderem Insekten). Der Austausch erfolgt dabei anhand von chemischen Substanzen, sie nennt man in der Fachsprache auch Terpene. Nun gibt es mehrere Studien, die die positive Wirkung der Terpene durch das Einatmen beweisen. So steigt die Anzahl der natürlichen Killerzellen im Körper, die unter anderem Viren und Krebszellen (allerdings in einer Frühform) vernichten. Der Biologe Clemens Arvay hat also recht, die Waldluft ist wie Doping für unser Immunsystem.

    Fakten zur Waldluft

    Mithilfe von Satellitenbildern von Toronto hat man den Zusammenhang zwischen den Bäumen und der Gesundheit der Bewohner erforscht. Am Ende waren die Bewohner gesünder, die mehr Bäume in ihrem Viertel hatten. Es gab weniger eingenommene Medikamente und weniger Zivilisationskrankheiten. Je mehr davon vorhanden waren, umso gesünder waren die Menschen.

    Untersuchungen zufolge sind im Monat rund drei volle Tage nötig, um sein Immunsystem auf lange Sicht zu stärken. Zu dieser Erkenntnis kam eine japanische Analyse.

    Bereits ein Tag im Wald fördert die Produktion der natürlichen Killerzellen. Angesichts von Versuchsteilnehmern wurde ein Anstieg von 40 Prozent registriert.

    Für Diabetiker gibt es ebenfalls gute Nachrichten, Waldspaziergänge senken nämlich den Blutzuckerspiegel. Bei Spaziergängen in Städten ist es nicht der Fall.

    Erstaunlicherweise reicht auch schon der Anblick einer verholzten Pflanze (eine andere Bezeichnung für Baum), um eine heilende Wirkung zu erzielen. Ein Forscher hat bewiesen, dass Patienten nach einer Operation früher das Krankenhaus verlassen konnten, wenn sie ein Zimmer hatten, welches über einen Baumblick verfügte. War die Aussicht eine Hausmauer, dann mussten die Patienten länger drinnen bleiben.

  • Im Winter sind warme Bäder mit Vorsicht zu genießen

    Im Winter sind warme Bäder mit Vorsicht zu genießen

    Im Winter ist man ständig auf der Suche nach Wärme. Zu den beliebtesten Lösungen zählen warme Bäder und Thermalbäder, sie sind in der kalten Jahreszeit eine Wohltat und man möchte am liebsten Stunden darin verbringen. Ist das Wasser zusätzlich mit Radon, Schwefel oder Sole ausgestattet, dann spricht man sogar von einer heilenden Wirkung. Leider sind die Wünsche unseres Körpers aber nicht immer richtig, zu lange sollte man nämlich nicht im warmen Wasser sein. Zwar ist der Wille da, doch im Fall der Fälle kann es das Herz überfordern. Die meisten Menschen zieht es in die Becken, weil die Schwerkraft weniger wirkt und es zu einer Erwärmung der Gelenke kommt (sie werden beweglicher). Außerdem geht der Blutdruck nach unten und das Gefühl an sich ist einfach wunderbar. Trotzdem sollte man sich davon nicht verleiten lassen und den Rat von Medizinern befolgen.

    Ein Chefarzt spricht

    Die Anforderungen für den Körper sind höher als man denkt. Prof. Andreas Michalsen (Chefarzt im Immanuel Krankenhaus in Berlin) vergleicht es mit einem Fahrradergometer, welches auf 75 Watt eingestellt ist. Ein weiterer Hinweis auf die „Gefahr“ sind Schilder, die es in den meisten Thermalbädern gibt. Sie weisen darauf hin, dass man nicht zu lange im Becken sein sollte. Aus medizinischer Sicht sind zwischen 20 und 30 Minuten gesunde Richtwerte. Personen mit einer Herzschwäche müssen sogar noch vorsichtiger sein, Wärme und Druck (beides kommt vom Wasser) haben nämlich Einflüsse auf die Blutgefäße. Das heißt, dass es dadurch zu einer zusätzlichen Belastung des Herzens kommt. Wer sich unsicher ist und grundsätzlich Schwierigkeiten mit seinem Herz-Kreislauf-System hat, der geht vor dem Besuchsantritt in einer Therme zu seinem Arzt des Vertrauens.

    Zertifizierte Heilbäder

    Es ist von Bad zu Bad unterschiedlich, welche Versprechen diese ausgeben. Viele geben zum Beispiel gesundheitliche Effekte aus, dies ist allerdings nicht für alle Quellen bewiesen. Auf der sicheren Seite ist man nur dann, wenn das Wasser Radon, Schwefel oder Sole enthält. Die Eigenschaften dieser ist freilich nicht immer gleich, so hilft Schwefel beispielsweise bei Arthritis oder Rheuma. Bei Gelenkschmerzen wiederum ist Radon sehr effektiv. Des Weiteren sind viele Heilbäder zertifiziert, dessen Wirkung ist also bestätigt. Bei einem Aufenthalt sollte man wenn möglich solch ein Bad bevorzugen.

    Unterm Strich sind Thermalbäder im Winter nicht schlecht, man darf lediglich die Zeit nicht übersehen. Maximal 30 Minuten sind gesund, im Zweifel ist medizinischer Rat einzuholen.

  • Darum tun die Gelenke im Winter mehr weh

    Darum tun die Gelenke im Winter mehr weh

    Im Winter müssen wir uns auf Regen, Schnee und Kälte einstellen. Es kommen dicke Jacken, Schals und Handschuhe zum Einsatz. Durch das dicke Gewand halten wir unseren Körper warm, doch besonders schlimm ist die Jahreszeit für Menschen, die an einer entzündlichen Gelenkerkrankung leiden. In diese Sparte fallen unter anderem Rheuma und Arthrose. Für sie bedeutet der Winter verstärkte Schmerzen, welche in den meisten Fällen von den Betroffenen auch „falsch“ behandelt werden. Dazu zählt in erster Linie eine vermeintlich gut gemeinte Schonung, doch in Wahrheit ist das der falsche Weg. Ein Orthopäde (Manfred Kuschnig) rät genau zum Gegenteil, und das aus gutem Grund. Man muss wissen, dass die Gelenke und Muskeln die Bewegung zum Leben brauchen. Geschieht dies in einem zu geringen Ausmaß, dann kommt weniger Gelenkflüssigkeit zustande und die Schmerzen fallen noch intensiver aus. Außerdem fördern körperliche Aktivitäten die Durchblutung, dies reduziert den Reibungsschmerz ebenfalls.

    Darum entsteht der Schmerz im Winter überhaupt

    Schuld an den Gelenkschmerzen ist unsere Bewegung. Das hat den einfachen Grund, weil man sich in der kalten Jahreszeit nicht entspannt bewegt. Die Folgen sind eine angespannte Muskulatur und eine verminderte Durchblutung. Beide Faktoren sorgen für einen verstärkten Druck auf die Gelenke, sodass dumpfe Schmerzen entstehen. Ein weiterer negativer Effekt der Verspannungen sind Rückenschmerzen, welche im Winter ebenfalls verstärkt auftreten. Auch das hat seinen Grund, denn wenn wir frieren, dann ziehen wir unsere Schultern zusammen. So wird der Rücken leicht buckelig und irgendwann reagieren die Muskeln darauf.

    Beide Faktoren sorgen anschließend dafür, dass sich der Betroffene schonen möchte. Wie aber bereits oben erwähnt, sollte man dies keinesfalls machen.

    Winterspaziergänge sind ein Muss

    Wer zum Beispiel Arthrose hat, der profitiert von einer durchtrainierten Muskulatur. Sie alleine reicht aber nicht, Fachärzte raten zusätzlich zu Winterspaziergängen. Natürlich sollten diese nur auf sicheren Straßen erfolgen. Außerdem ist die richtige Kleidung wichtig, Gelenke fühlen sich nämlich bei Wärme deutlich wohler.

    Unterm Strich sollte man also auch im Winter spazieren gehen und betroffene Stellen in Bewegung halten. Des Weiteren sind Sonnenstrahlen und eine warme Bekleidung Pflicht (so wird eine Unterkühlung vermieden). Kommt dann noch genug Flüssigkeit hinzu, dann ist man auch für die kalte Jahreszeit bestens gerüstet.

  • Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

    Zecken übertragen gefährliche Krankheiten

    Gesundheitsexperten zufolge ist ein effektiver Schutz vor Zecken wichtiger denn je. Denn Zecken sind bekannte Krankheitsüberträger.

    Zecken sind gefährliche Krankheitsüberträger

    Zecken saugen menschliches Blut. Dabei können sie äußerst gefährliche Infektionskrankheiten übertragen. Zu diesen gehören die Frühsommer-Meningoenzephalitis – FSME – sowie Borreliose. Während Erstere in den letzten Jahren hauptsächlich in vereinzelten Arealen von Süddeutschland auftraten, weisen Experten darauf hin, dass neuerdings in Norddeutschland FSME vermehrt auftritt.

     

    Neue Arten von Zecken in Deutschland

    Welche Gefahren von den neuen Zeckenarten ausgehen, können Forscher bislang kaum einschätzen. Virologen vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr, der Universität Leipzig sowie Parasitologen von der Universität Hohenheim haben erstmalig 2016 eine vermehrte Einwanderung von der Auwaldzecke wahrgenommen. Diese überträgt das FSME-Virus.

    Zeitgleich stellte Dr. Chitimia-Dobler, Zeckenforscherin des Instituts für Mikrobiologie München, eine weitere Zeckenart in Deutschland fest. Bei dieser neuen Art handelt es sich um eine offensichtlich aus dem Raum des Mittelmeeres eingewanderte Zecke.

     

    Vermutlich Wetter verantwortlich für hohe Zahl an Erkrankungen

    Ferner gehen Forscher von einer Mitverantwortung des Wetters 2017 aus. Denn der Sommer 2017 war relativ kalt. Nachdem zwei Wochen später eine größere Wärme eintrat, nahmen die Krankheitsfälle zu. Die Wissenschaftler sind sich einig. Dies kann daran gelegen haben, dass alle Menschen nun die warmen Tage im Freien genießen wollten. Für die Zecken begann eine wahre Schlaraffenzeit.

     

    Zuverlässiger Schutz vor FSME ausschließlich durch Impfung möglich

    Laut der Ständigen Impfkommission – STIKO – sowie weiteren Gesundheitsexperten ist es ratsam, sich rechtzeitig gegen FSME impfen zu lassen. Insbesondere für Menschen, die sich sehr oft im Freien in FSME-Risikogebieten aufhalten, sollen von diesem Schutz Gebrauch machen.

    Nicht nur Landwirte und Fortarbeiter, die häufig im Freien arbeiten, sollen sich impfen lassen. Auch für Urlauber, die eine Auslandsreise in entsprechende Risikogebiete planen, macht die Impfung Sinn. Experten warnen vor einer Unterschätzung der Krankheit. Denn jene kann einen schweren Krankheitsverlauf nehmen. Defektheilungen, Koma, Krampfanfälle und Lähmungserscheinungen sind nicht selten. Schlimmstenfalls müssen Sie sogar mit dem Tod rechnen.

     

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  • Darum sind Fastenzeiten so wichtig

    Darum sind Fastenzeiten so wichtig

    Sobald wir Hunger haben, greifen wir zum Kühlschrank oder gehen Essen. Wir können aber auch in den Supermarkt gehen oder uns an Automaten bedienen. Es gibt heute fast keine Grenzen mehr, die Lebensmittel stehen uns quasi jederzeit zur Verfügung. Dieser Luxus ist einerseits gut, auf der anderen Seite macht er aber auch Probleme. Wir kennen so nämlich keinen „richtigen“ Hunger mehr, außerdem ist der Mensch gar nicht auf ein solch riesiges Angebot ausgelegt. Evolutionsbiologisch betrachtet wurden wir so programmiert, dass es während den Mahlzeiten Essenspausen geben sollte. In der Praxis sieht es jedoch völlig anders aus, regelmäßige Mahlzeiten inklusive Zwischensnacks stehen an der Tagesordnung. Vor allem Letzteres ist verlockend, hat aber negative Einflüsse auf die Figur und auf die Gesundheit.

    16 Stunden kein Essen

    Diätexperten geben folgenden Rat: 16 Stunden am Tag Essenspausen einlegen. Mit dieser Strategie soll nicht nur Übergewicht vermieden werden, sondern der Körper profitiert auch vom Effekt namens Autophagie. Klingt auf den ersten Blick kompliziert, in Wahrheit ist es aber „nur“ die Selbstreinigung der Zelle. Sie führt quasi einen Frühjahrsputz durch und schleust Abfall heraus. Die Arbeit der Müllabfuhr ist jedoch nicht stets auf Hochtouren, dies ist nur der Fall, wenn man nicht ständig isst. So muss der Körper auch weniger verdauen, außerdem hat Insulin einen hemmenden Einfluss auf diesen Vorgang.

    Studien vorhanden

    Tierexperimente beweisen es schon lange, ein stundenlanger Verzicht auf Nahrung ist gesund. Dies ist aber nicht nur auf die Zellenreinigung bezogen, auch chronische Krankheiten waren seltener beziehungsweise hatten bei einem Ausbruch schwächere Folgen. Dies trifft unter anderem auf Bluthochdruck und auf Diabetes Typ 2 zu, in der Regel zwei Folgen von Übergewicht. Des Weiteren hat Fasten wohl auch Vorteile bei chronischen Schmerzen und bei Demenz. Das Ergebnis der Mäusestudie lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf den Menschen übertragen, sie ähneln sich nämlich in vielen Bereichen (zum Beispiel in der Genetik und beim Glukosestoffwechsel).

    Unterm Strich sollte man für die Zukunft sein Essverhalten genauer beobachten. Greift man tatsächlich sehr oft zu Zwischensnacks, dann gilt es, diese Gewohnheit abzustellen. Am Ende freut sich nicht nur die Waage, sondern auch der Körper über diese Pausen.

  • Blaue Farbe könnte gegen Malaria helfen

    Blaue Farbe könnte gegen Malaria helfen

    Die Infektionskrankheit Malaria ist erschreckend weit verbreitet. So gab es 2017 212 Millionen Menschen, die weltweit den Erreger in sich hatten. Leider kommt es in diesem Zusammenhang auch zu Todesfällen, besser gesagt sind es jedes Jahr 429.000. Schuld an der Übertragung an den Menschen sind einzellige Parasiten, welche der Plasmodium-Familie angehören. Ist eine weibliche Anopheles-Mücke damit infiziert und sticht zu (was vor allem am Abend und in der Nacht passiert), dann kommt es zur Übertragung und der Mensch ist infiziert. Die Behandlungsmethoden sind zwar relativ gut, doch es gibt einen Nachteil, welcher einen Teufelskreis auslöst. Mit dem neuen Durchbruch wäre dies Vergangenheit und den Betroffenen könnte man noch besser helfen.

    Bisher nicht sofort geheilt

    Traditionelle Behandlungsmethoden funktionieren, doch sie kommen auch mit einer Schwäche daher. Wurde nämlich jemand erfolgreich behandelt, dann war die Person zwar fit, doch der Parasit blieb noch für rund eine Woche im Blut. Sind sie also genau in diesem Zeitraum nochmals gestochen worden, so übertrugen sich die Parasiten wieder auf die Mücke. Sie wies somit eine erneute Infektion auf und konnte diese ein weiteres Mal abgeben. Ein Teufelskreis, welcher die Zahl der Erkrankten nicht schrumpfen lässt.

    So gut arbeitet die blaue Farbe

    Methylenblau: Der Farbstoff wird sehr wahrscheinlich zum wohl effektivsten Malariamittel aufsteigen. Die Erfolge sind dank eines internationalen Forschungsteams auch unumstritten, sie haben Malariapatienten mit der neuen Methode behandelt. Es kam neben einem traditionellen Medikament auch Methylenblau zum Einsatz, die Ergebnisse sprechen für sich. Zwei Tage nach der Behandlung konnte man die Patienten als geheilt klassifizieren, außerdem war der Parasit nicht mehr im Blut. Die Personen waren also „richtig“ geheilt und es bestand keine Gefahr mehr.

    Nur eine einzige Nebenwirkung

    Der neue Erfolg hat bislang nur einen einzigen Haken, und zwar hat man eine Blaufärbung des Urins beobachtet. Dieser war freilich völlig ungefährlich, allerdings könnten viele Menschen genau aus diesem Grund eine Therapie mit Methylenblau ablehnen. Natürlich versuchen die Wissenschaftler diese Schwäche noch auszubügeln, sollte dies aber nicht klappen, dann wären die behandelnden Ärzte in der Pflicht. Sie müssten Überzeugungsarbeit absolvieren und Patienten die Angst nehmen. Wie gesagt, es ist völlig ungefährlich und in erster Linie eine Kopfsache.