Schlagwort: Blutzuckerwerte

  • Tattoos auch mit Diabetes möglich

    Tipps, mit denen sich Komplikationen vermeiden lassen
    Baierbrunn (ots) – Mit Diabetes zum Tätowierer? Grundsätzlich spricht nichts dagegen, doch wer Diabetes hat, sollte ein paar Dinge beachten. Zum Beispiel dafür sorgen, dass die Blutzuckerwerte gut behandelt sind. „Bei schlechten Werten kann es leichter zu einer Infektion kommen“, erklärt Professor Dirk Müller-Wieland, Pressesprecher der Deutschen Diabetes-Gesellschaft, im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“. Piercings sollten nicht an Körperstellen gesetzt werden, die weniger gut durchblutet sind, wie etwa Sprunggelenk oder Gesäß. Und natürlich sollte man nicht gerade die Hautregionen mit einem Tattoo verzieren lassen, in die man sein Insulin spritzt. 

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. 

    Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 8/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben. 

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.diabetes-ratgeber.net

    Quelle: http://www.presseportal.de/pm/52279/3105880
  • Was ist ein Schlaganfall?

    Was ist ein Schlaganfall?

    Ein Schlaganfall, oftmals auch Gehirnschlag genannt, ist kurz gesagt, entweder eine Minderdurchblutung z. B. durch einen Gefäßverschluss (ischämischer Infarkt) oder aber eine Blutung (hämorrhagischer Infarkt) im Gehirn. Manchmal verstopft ein Blutpfropf die Hirn versorgenden Arterien.

    Durch eine Mangelversorgung von Sauerstoff und Blut ist eine anhaltende Störung des Nervenzentralsystems die Folge. Möglich sind auch irreparable Schäden. Bei Anzeichen eines Schlaganfalls ist daher sofortige Hilfe notwendig, um Schlimmeres zu verhindern Idealerweise trifft die Unterstützung innerhalb der ersten 30 bis 60 Minuten ein. Der Patient sollte dann so schnell wie möglich auf eine Schlaganfall-Station bzw. Stroke Unit, die viele größeren Krankenhäuser vorhalten. Das Team dort ist auf die speziellen Erfordernisse im Rahmen des Schlaganfalls bestens vorbereitet.

    Medizinisch wird ein Schlaganfall übrigens als Apoplex bezeichnet. Aber auch die Begriffe apoplektischer Insult oder Ischämie (Vorstufe zum Schlaganfall) sind gebräuchlich.

    Anzeichen für einen Schlaganfall:

    • Orientierungsstörungen
    • Schluckstörungen
    • Kopfschmerzen
    • Taubheitsgefühl
    • Sehstörungen
    • fehlende Wahrnehmung von Umwelt und Körper
    • Schwindel, Übelkeit bis hin zum Erbrechen
    • Gangstörung sowie Gleichgewichts- oder Koordinationsstörungen
    • Verwirrtheit
    • Wortfindungsstörungen
    • Sprach-, Schrift- oder Verständnisstörung
    • Lähmung oder Schwäche im Gesicht, in einem Arm, Bein oder in einer ganzen Körperhälfte
    • hängender Mundwinkel

    Ursachen für einen Schlaganfall

    Die Ursachen sind, wie die Symptome, sehr vielfältig und können beispielsweise folgende sein:

    • arterielle Embolien (z. B. durch ein Blutgerinnsel)
    • Subarachnoidalblutung, sub- und/oder epidurale Hämatome (Einblutungen im Gehirn, „blaue Flecken“)
    • Thrombosen der venösen Abflussgefäße (Gefäßverschlüsse mit Gerinnselgefahr)
    • Spontanblutungen (z. B. durch gestörte Blutgerinnung)
    • Gefäßverengung (z. B. durch Gefäßverkrampfungen)
    • Arteriosklerose (Gefäßverkalkung)

    Was tun bei einem akuten Schlaganfall

    Bei einem nur geringsten Anzeichen das auf einen Schlaganfall deutet, ist unverzüglich ein Arzt hinzuzuziehen. Am besten wird gleich der Rettungswagen unter 112 angerufen. Beim Hinweis auf einen Insult wird wahrscheinlich gleich der Notarzt mit anreisen. Die Zeitspanne, auch „Time-to-needle“ genannt, beträgt 4,5 Stunden, um mit der Behandlung zu beginnen und um Schlimmeres verhindern zu können.

    Bis der Arzt eintrifft, sollte der Erkrankte definitiv keiner körperlichen Belastung ausgesetzt werden und zudem sollte der Oberkörper hoch gelagert sein. Der Erkrankte sollte zudem auch nichts trinken und auch nichts essen, da die Gefahr besteht, dass das Gehirn den Schluckvorgang nicht mehr richtig steuern kann und somit Erstickungsgefahr droht.

    Im Krankenhaus werden dann verschiedene Untersuchungen durchgeführt um die Diagnostik korrekt abzuschließen und es wird auch sofort mit einer medikamentösen Therapie begonnen.

    Vorbeugung

    Wie bei jeder Krankheit kann man natürlich auch einen Schlaganfall vorbeugen. Hierbei ist eine gesunde Lebensweise ausschlaggebend. Ein normaler Blutdruck sollte gehalten werden und stets ist Obacht auf die Blutzuckerwerte zu geben. Zudem ist es ratsam auf Nikotin zu verzichten. Übergewicht spielt für einen Schlaganfall ebenso eine große Rolle wie auch der Cholesterinhaushalt. Es gilt also Übergewicht zu vermeiden und den Cholesterinhaushalt ausgeglichen zu halten. Natürlich ist auch körperliche Aktivität ratsam, denn Bewegung wirkt sich positiv auf den Insulinwert und den Kreislauf aus. Mit Nordic Walking und anderen Sportarten im moderaten Ausdauerbereich werden Herz und Blutkreislauf sowie das Immunsystem gestärkt. Der Stoffwechsel wird ebenfalls positiv beeinflusst. Viel trinken (Tee, Mineralwasser, Saft) hilft dabei, das Blut dünnflüssig zu halten, was nicht nur optimal für den Blutdruck ist, sondern auch ein Verklumpen verhindert. Alleine ein geregelter Blutdruck senkt das Schlaganfallrisiko um rund 60 %.

    Rehabilitation

    Nach einem Schlaganfall ist oftmals nichts mehr, wie es zuvor war. Vieles muss neu erlernt werden, sodass es meist nach dem Krankenhausaufenthalt zur Reha geht. Hier wird vor allem die Körperwahrnehmung gefördert und im besten Falle vollständig rehabilitiert.

    Bild: © Depositphotos.com / Wavebreakmedia

  • Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsdiabetes?

    Wie gefährlich ist eine Schwangerschaftsdiabetes?

    Viele schwangere Frauen leiden unter Schwangerschaftsdiabetes, einer Form der Zuckerkrankheit, die besonders im letzten Drittel der Schwangerschaft häufig auftritt und die nach der Entbindung wieder verschwindet. Die Schwangerschaftsdiabetes ist die am häufigsten auftretende Erkrankung während der Schwangerschaft und wird bei rund 3 % aller Frauen nach der Geburt nachgewiesen.

    Vielfach sind Frauen mit Übergewicht von einer Schwangerschaftsdiabetes betroffen und bei vielen dieser Frauen wird nach der Geburt auch eine Typ-2 Diabetes diagnostiziert.

    Was sind die Ursachen für Schwangerschaftsdiabetes?

    Während der Schwangerschaft produziert der Körper bestimmte Hormone, die unter anderem die Eigenschaft haben, den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Auf der anderen Seite ist da aber das Hormon Insulin, das den Blutzuckerspiegel senkt. So wird in der Schwangerschaft die Balance zwischen den Hormonen gestört und die Bauchspeicheldrüse muss immer mehr Mengen Insulin produzieren. Wenn der erhöhte Bedarf an Insulin in der Schwangerschaft nicht mehr von der Bauchspeicheldrüse ausgeglichen werden kann, dann kommt es zu einer Schwangerschaftsdiabetes. Nach der Entbindung wird nicht mehr so viel Insulin gebraucht, und die Schwangerschaftsdiabetes verschwindet wieder.

    Welche Symptome deuten auf eine Schwangerschaftsdiabetes hin?

    In der Regel verläuft eine Schwangerschaftsdiabetes ohne große Probleme und viele Frauen erfahren erst bei einem routinemäßigen Bluttest, dass sie an dieser speziellen Form der Diabetes erkrankt sind. Aber nicht nur das Blut gibt Auskunft darüber, ob eine Schwangerschaftsdiabetes vorliegt, auch die Fruchtwassermenge steigt an und das Wachstum des Fötus kann abnormal sein. Nur in sehr seltenen Fällen treten Symptome auf, wie sie für einen Diabetes Typ-1 charakteristisch sind.

    Welche Therapien kommen bei Schwangerschaftsdiabetes infrage?

    Die medizinische Behandlung von schwangeren Frauen ist immer etwas problematisch und das ist im Fall einer Schwangerschaftsdiabetes nicht anders. Zunächst versucht der Arzt die erhöhten Blutzuckerwerte zu senken, was vielfach schon mit einer Umstellung der Ernährung erreicht werden kann. Optimal sind Werte von 95 mg/dl bei einer nüchternen Messung und 120 mg/dl, wenn die Schwangere gegessen hat.

    Um die Schwangerschaftsdiabetes in den Griff zu bekommen, sollten Frauen während der neun Monate nicht mehr als 12 bis 16 Kilogramm zunehmen. Deshalb sollte die Zahl der Kalorien eine Zahl von 1.800 am Tag nicht überschreiten. Es ist falsch, „für zwei“ zu essen, denn das Kind holt sich alle Nährwerte, die es braucht und eine wichtige Ernährung liefert auch die richtigen Nährstoffe. Frisches Obst und Gemüse sind ideal, um eine Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern, Fett und Zucker sollte dagegen nur selten auf dem Speiseplan stehen. Fettarme Milchprodukte sind eine gute Wahl, denn Milch und Milchprodukte sorgen für eine ausgeglichene Versorgung mit Kalzium. Mehr Fisch und weniger Fleisch zu essen ist ebenfalls eine gute Maßnahme, um eine Schwangerschaftsdiabetes zu verhindern.

    Sehr wichtig ist es auch viel zu trinken, am besten eignen sich Mineralwasser und ungesüßte Fruchtsäfte, aber auch aromatische Tees sind eine gute Idee, um den Durst zu stillen. Wenn die Insulinwerte aber weiterhin hoch sind, dann kann der Arzt im Notfall mit Medikamenten helfen, die für Mutter und Kind unbedenklich sind. Jede werdende Mutter kann aber auch selbst etwas dafür tun, um die Blutzuckerwerte in vernünftigen Grenzen zu halten. Viel Bewegung wie lange Spaziergänge, aber auch Yoga und Schwangerschaftsgymnastik sind eine gute Idee für alle werdenden Mütter, die gesund bleiben wollen.