Schlagwort: Der Zucker

  • Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    Gesundheitsbericht 2015 – wie krank ist Deutschland?

    War früher nicht alles besser? Der Gesundheitsbericht 2015, den das Robert-Koch-Institut jetzt herausgegeben hat, sagt eindeutig ja. Die Menschen in Deutschland fühlen sich heute besser und gesünder als das noch vor 20 Jahren der Fall war. Drei Viertel der Deutschen gab für den Gesundheitsbericht 2015 an, sie fühlen sich gut oder sogar sehr gut und das hat vielleicht auch etwas damit zu tun, dass die Lebenserwartung deutlich gestiegen ist. Aber das ist nicht die einzige positive Nachricht aus dem Gesundheitsbericht 2015, auch die Zahl der Neuerkrankungen an Krebs ist weniger geworden.

    Gesundheitsbericht 2015 – die häufigste Todesursache

    Auch im Gesundheitsbericht 2015 stehen Herzinfarkte und Schlaganfälle an erster Stelle, wenn es um die Todesursachen geht. Rund 40 % der Deutschen sterben an einer Herzerkrankung oder an einem Schlaganfall, seit 1998 hat sich die Zahl jedoch erheblich reduziert. Eine bessere Früherkennung und moderne Möglichkeiten der Therapie sorgen dafür, so der Gesundheitsbericht 2015, dass immer mehr Menschen einen Infarkt oder einen Schlaganfall überleben.

    Der Kampf gegen den Krebs

    Die gute Nachricht zuerst: Die Zahl der Krebsneuerkrankungen ist in einem Zeitraum von 20 Jahren immer weiter zurückgegangen. Die schlechte Nachricht: Da die Gesellschaft immer älter wird, ist die Zahl derjenigen, die unter Krebs leiden, weiter gestiegen. Im Jahr 2011 war eine halbe Million Menschen in Deutschland an Krebs erkrankt, 65.000 mehr als noch zur Jahrtausendwende. Sehr deutlich zugenommen hat die Zahl der Brustkrebserkrankungen, in nur zehn Jahren wurden neun Prozent mehr Erkrankungen diagnostiziert. Beim Lungenkrebs sind die Zahlen vor allem bei den Frauen nicht rückläufig, hier gab es einen Anstieg von 38 %. Die Männer liegen beim Lungenkrebs zwar leicht vorn, aber die Erkrankungsrate sank um 15 %. Der Grund ist einfach, denn in Deutschland rauchen mehr Frauen als Männer. Die Zahl der Kinder, die an Krebs erkranken, lag laut Gesundheitsbericht 2015 bei 1.800 Fällen, aber die Sterblichkeit hat in den letzten 30 Jahren stark abgenommen.

    Diabetes – laut Gesundheitsbericht 2015 die neue Volkskrankheit

    Der Gesundheitsbericht 2015 schlägt beim Thema Diabetes Alarm, denn in Deutschland leben mittlerweile 4,6 Millionen Menschen mit der Zuckerkrankheit. Das sind 7,2 % der erwachsenen Menschen im Alter zwischen 18 und 79 Jahren. Was Diabetes aber zunehmend zu einer großen Gefahr macht, ist die Tatsache, dass die Zahl der Neuerkrankungen jedes Jahr weiter ansteigt. Schuld daran ist unter anderem auch der demografische Wandel. Bei 30 % der Erkrankten ist eine falsche Ernährung schuld an Diabetes, denn ein Viertel der Deutschen ist zu dick, bei Kindern liegt die Quote schon bei sechs Prozent. Vor allem bei Menschen mit einem schlechten sozialen Hintergrund ist Übergewicht ein immer größer werdendes Problem.

    Die sozialen Unterschiede

    Der Gesundheitsbericht 2015 hat sich auch mit den sozialen Unterschieden in Deutschland in Hinsicht auf Gesundheit und Krankheit in Deutschland beschäftigt. Menschen, die einen schlechten sozialen Stand haben, werden häufiger krank und haben zudem eine niedrigere Lebenserwartung. Frauen sterben nach dem Gesundheitsbericht acht Jahre und Männer sogar elf Jahre früher als diejenigen, die einen hohen sozialen Standard haben. Die Ursache führt der Gesundheitsbericht vor allem auf mangelnde Bildung zurück. Menschen, die nur eine geringe Bildung haben, interessieren sich weniger für präventive medizinische Maßnahmen und sie haben deutliche Defizite bei der gesundheitlichen Aufklärung. Auch die finanzielle Lage spielt in diesen Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Immer mehr Menschen können sich Untersuchungen nicht mehr leisten, deren Kosten nicht von den Krankenkassen übernommen werden. So wird zum Beispiel die lokale Narkose bei der Zahnbehandlung von Kindern, wenn die älter als zwölf Jahre sind, nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt. Viele Familien schicken ihre Kinder deswegen nicht mehr zum Zahnarzt, als Folge werden die Zähne krank und das kann sich auf Dauer auf die Gesundheit auswirken.

    Bild: © Depositphotos.com / nanka-photo

  • Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    Immer mehr Kinder leiden unter Diabetes Typ 1

    In Deutschland leiden immer mehr Kinder unter Diabetes Typ 1 und die Zahl der Neuerkrankungen nimmt stetig zu. Bis jetzt sind rund 30.000 Kinder von Diabetes Typ 1 betroffen, aber welche Ursache die Krankheit hat, darüber gibt es bis heute keine gesicherten Erkenntnisse. Wenn Diabetes Typ 1 diagnostiziert wird, dann besteht für das betroffene Kind immer die akute Gefahr einer Unterzuckerung, weil der Blutzuckerspiegel zu niedrig ist.

    Was genau ist Diabetes Typ 1?

    Diabetes ist heute zu einer Art Volkskrankheit geworden, an der bundesweit geschätzt sechs Millionen Menschen leiden. Die Zahl der Neuerkrankungen nimmt drastisch zu, denn das Bundesgesundheitsministerium schätzt, dass es zu den sechs Millionen Menschen, die bereits erkrankt sind, noch einmal ein bis zwei Millionen Fälle gibt, in denen Diabetes noch nicht erkannt wurde und damit auch nicht behandelt wird. Die häufigste Form ist die Diabetes Typ 2 und hier ist es in den meisten Fällen eine falsche und ungesunde Ernährung, die die Krankheit auslöst. Anders sieht es bei der Diabetes Typ 1 aus, einer Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse nicht mehr in der Lage ist, das notwendige Insulin zu produzieren. Fehlt das Hormon Insulin, dann ist es dem Körper nicht mehr möglich, Zucker aufzunehmen und zu verarbeiten. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Kinder, die an Diabetes Typ 1 leiden, um zwei Prozent angestiegen, aber warum immer mehr Kinder krank werden, das ist noch immer unklar.

    Diabetes Typ 1 und die gefährlichen Folgen

    Die meisten Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, erkranken zwischen dem dritten und dem vierten Lebensjahr. Für Kinder ist Diabetes Typ 1 besonders hart, denn sie dürfen nicht mehr alles essen, außerdem muss ihr Blutzuckerspiegel permanent überwacht werden. Viele Kinder bekommen nach der Diagnose Diabetes Typ 1 ein kleines Kästchen, das an der Bauchdecke befestigt wird. Von diesem Kästchen aus führt eine Nadel in die Bauchdecke und es wird kontinuierlich eine kleine Menge des sogenannten Basal-Insulins in den Körper abgegeben. Damit wird verhindert, dass es zu einer gefährlichen Unterzuckerung kommt. Diabetes kann dramatische Folgen haben, denn Schlaganfälle, Herzinfarkte, Nierenversagen, Amputationen der Füße und auch Erblindungen können zu den Spätfolgen dieser Krankheit gehören.

    Wie kann Diabetes Typ 1 behandelt werden?

    Noch vor 100 Jahren führte Diabetes Typ 1 oftmals zum Tode, heute ist die Wissenschaft so weit, dass auch diese Form der Zuckerkrankheit gut zu handhaben ist. Es gibt ein modernes Insulin, das besonders schnell wirkt und eine Unterzuckerung effektiv vermeiden kann. Noch recht neu sind die tragbaren Minigeräte, die mit einem CGM-Sensor und einer feinen Nadel ausgestattet sind. Der Sensor misst automatisch alle drei Minuten den Zuckergehalt im Blut und schlägt immer dann Alarm, wenn der Zuckerspiegel sinken sollte. Aktuell arbeiten Wissenschaftler daran ein Gerät zu entwickeln, bei dem der Sensor und die Insulinpumpe miteinander verbunden sind, denn das würde es möglich machen, dass die Versorgung mit Insulin auch ohne das Zutun des Patienten immer zeitnah geschehen kann. Noch wird der Sensor, der am Bauch angebracht wird, nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Experten vermuten aber, dass die Kassen die Kosten übernehmen werden, wenn die Zahl der Kinder, die unter Diabetes Typ 1 leiden, weiter ansteigt.

    Ein unterschätztes Problem

    2013 starben in Deutschland rund 25.000 Menschen an den Folgen von Diabetes. Während aber von Diabetes Typ 2 überwiegend ältere Menschen betroffen sind, erkranken an Diabetes Typ 1 viele junge Menschen. 32.000 Jugendliche unter 19 Jahren sind in Deutschland von Diabetes Typ 1 betroffen und jedes Jahr kommen rund 200 neue Fälle dazu. Aber das Problem wird häufig auch unterschätzt, denn viele Eltern machen sich keine Gedanken darüber ob ihr Kind an Diabetes Typ 1 erkranken könnte.

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  • Voll verzuckert – ein Film, der Gefahren aufdeckt

    Voll verzuckert – ein Film, der Gefahren aufdeckt

    Wer den Dokumentarfilm „Super Size Me“ kennt, der weiß wie gefährlich es sein kann, sich von Fast Food zu ernähren. Jetzt hat der Filmemacher Damon Gameau seinen neuen Film vorgestellt, der in Deutschland unter dem Titel „Voll verzuckert“ in die Kinos kommt. Wie bei „Super Size Me“, so ist auch in „Voll verzuckert“ Damon Gameau Hauptdarsteller und Regisseur in einer Person und er zeigt auch in „Voll verzuckert“, wie gefährlich es sein kann, sich falsch zu ernähren.

    Voll verzuckert – ein Experiment

    Damon Gameau hat für seinen neuen Film „Voll verzuckert“ jeden Tag 160 Gramm Zucker in unterschiedlichster Form zu sich genommen. In der Folge hatte er denkbar schlechte Leberwerte, er nahm massiv zu und das alles, ohne dass er seine Kalorienzufuhr geändert hat. Wie kann das sein und wie gefährlich ist Zucker eigentlich? Schokolade, Gummibärchen und auch süße Limonaden sind bekannt dafür, dass sie mehr als nötig Zucker enthalten, aber wie sieht es eigentlich mit dem vermeintlich gesunden Müsli zum Frühstück aus? Der australische Filmemacher hat die Erfahrung gemacht, dass er alleine mit Joghurt und Müsli zum Frühstück schon 50 Gramm Zucker zu sich genommen hat. Im Verlauf des Films „Voll verzuckert“ versucht Damon Gameau mit 160 Gramm Zucker auszukommen, was ungefähr 40 Teelöffeln entspricht, und das ist nach seiner Ansicht so gut wie unmöglich.

    Keine klassischen Süßigkeiten

    Drei Jahre bevor Damon Gameau mit den Dreharbeiten für seinen Film „Voll verzuckert“ begann, verzichtete er komplett auf Industriezucker und nahm Zucker nur in Gemüse, in Früchten oder in Milchprodukten zu sich. Als „Voll verzuckert“ dann gedreht wurde, orientierte sich Gameau an dem Zuckerverbrauch, der für viele Jugendliche und Kinder in Australien normal ist. Er verzichtete während der Arbeiten an seinem Film aber auf die klassischen Süßigkeiten und auch auf Softdrinks und konzentrierte sich dafür auf die vielen versteckten Zuckeranteile in ganz normalen Lebensmitteln. Nach 60 Tagen und 2.400 Teelöffeln Zucker hatte Damon Gameau knapp neun Kilogramm zugenommen, der Umfang seines Bauches war um zehn Zentimeter gewachsen und sein Anteil an Körperfett war um satte sieben Prozent angestiegen. Seine Blut- und auch seine Leberwerte hatten sich drastisch verschlechtert und wenn der Dokumentarfilmer noch zwei Monate so weiter gemacht hätte, dann hätte er sehr wahrscheinlich eine Fettleber, eine Diabetes oder eine Resistenz gegen Insulin bekommen.

    Voll verzuckert – ein Film der Angst macht

    Ernährungswissenschaftler sehen den Film „Voll verzuckert“ mit einiger Skepsis. Dass die Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums sich tatsächlich so negativ auf die Gesundheit auswirken können, das halten viele Experten für eher unwahrscheinlich. Damon Gameau ist nach ihrer Ansicht ein krasser Einzelfall, und ob sich das Experiment tatsächlich so eindeutig ausgefallen ist, dafür fehlen wissenschaftlich fundierte Beweise. Zudem ist nicht ganz genau bekannt, was der Australier tatsächlich alles auf dem Teller hatte und inwiefern sich seine bisherige Ernährung und sein persönlicher Lebensstil auf die Ergebnisse seines Experiments ausgewirkt haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht den Film „Voll verzuckert“ allerdings als realistisch an und empfiehlt den Zuckerkonsum auf maximal 25 Gramm pro Tag zu begrenzen.

    Warum hat Damon Gameau zugenommen?

    Besonders erstaunlich ist, dass der Filmemacher auch während des Zuckerexperiments jeden Tag 2.300 Kalorien zu sich genommen hat und das bei immer gleichen körperlichen Aktivitäten. Für den Australier liegt diese Tatsache an der Herkunft der Kalorien. Sein Fazit ist, dass die Zunahme an Gewicht und auch sein schlechter körperlicher Zustand nichts mit der Zusammenstellung der Nahrung zu tun hat, sondern dass der Ursprung der Kalorien verändert wurde. In einer aktuellen Studie der Universität von San Francisco kommt man zum gleichen Fazit. So wurde bei 43 fettleibigen Kindern der Zucker durch Kohlehydrate ersetzt, und alle Probanden verloren sofort an Gewicht und hatten bessere gesundheitliche Werte.

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  • Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Food-Porn Bilder erhöhen Risiko dick zu werden

    Nach einer Studie der Universität Oxford können so genannte Food-Porn Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Whatsapp ein Hungergefühl auslösen und zu einer Gewichtszunahme führen. Das Betrachten solcher Bilder würde den Forschern zufolge dazu verleiten mehr zu essen als angebracht sei. Das Studienergebnis wurde im Fachmagazin »Brain and Cognition« veröffentlicht.

    Food-Porn vermindert Widerstand

    Das Betrachten von Food-Porn Bildern vermindert der Studie nach den Widerstand leckere Gerichte zu essen, wenn zum Beispiel auf einem Foto ein Schokoladenkuchen oder Steak zu sehen ist. Die Lebensmittelindustrie stand bislang im Mittelpunkt als Auslöser von Übergewicht und Fettleibigkeit. Das Forscherteam wollte daher ergründen welche anderen Faktoren für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein könnten. Im Rahmen ihrer Studie stellten sie fest wie sich der Konsum von Food-Porn oder Bildern mit köstlichem Essen auf das Hungergefühl auswirken könnte. Den Bilderkonsum beschreiben die Studienautoren als visuellen Hunger. In ihrer Schlussfolgerung berichten die Forscher, dass schöne Fotos von Lebensmitteln nachteilige Konsequenzen für den Betrachter haben könnte.

    Das Essen würde auf den Status der Herrlichkeit gehoben und dafür seien nach Ansicht der Wissenschaftler vor allem die beliebten Kochsendungen verantwortlich. Jedoch betonen die Studienautoren, dass die öffentliche Darstellung von Speisen nicht generell negativ sein muss. Zum Beispiel könnten schön gestaltete Bilder von Gemüse junge Menschen dazu motivieren sich gesünder zu ernähren.

    Präsentation von Food-Porn in sozialen Netzwerken

    Die Präsentation von Essen auf Facebook, Instagram, Twitter oder Whatsapp hat einen speziellen Hintergrund. Die Professorin Eva Brösius von der Universität Hannover fand heraus, dass die Food-Porn Bilder den Lebensstil ihrer Nutzer darstellen würden.

    Sie würden damit quasi ihren Status zeigen und sie vermitteln sich gute Lebensmittel leisten zu können, wie die Zeitung »Die Welt« berichtete. Eine kanadische Forscherin vertritt die Ansicht, dass Food-Porn Bilder eventuell Menschen dazu veranlassen könnte ihr Leben fast nur auf Essen auszurichten. Der Konsumverzicht auf Food-Porn verhindert das Gefühl unbedingt mehr zu essen, wodurch eine Gewichtszunahme verhindert wird.

    Gesundes Essen muss nicht teuer sein

    Der eigene Lebensstil spiegelt sich in Food-Porn Bildern wieder und dabei werden von den Usern vor allem kalorienreiche, fetthaltige oder zuckerhaltige Speisen stolz präsentiert. Die Speisen werden wunderschön dargestellt, können Neid auslösen und dazu verleiten mehr zu essen als gut für einen ist. Gesunde Lebensmittel werden nur selten gezeigt, weil sie bisweilen als zu teuer empfunden werden. Beim Lebensmitteleinkauf spart der Verzicht auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und fettreiche zuckerhaltige kalorienreiche Nahrungsmittel ordentlich Geld. Wer zum Beispiel statt ein Glas Nutella für 2,49 Euro zum gleichen Preis sechs Äpfel kauft, der investiert sein Geld sinnvoll in die eigene Gesundheit. Generell empfehlenswert ist die Erstellung eines Einkaufszettels auf dem vorwiegend gesunde Lebensmittel und nur sehr wenige Genussmittel stehen sollte.

    Auf keinen Fall sollte man mit einem Hungergefühl einkaufen gehen, weil dies zum Kauf unnötiger Lebensmittel wie etwa Schokolade, Kekse oder Fertigsuppen führen kann. Die Fertigsuppen besonders die so genannten »Minutensuppen« gelten wegen ihrer Geschmacksverstärker als sehr ungesund. Statt Fertigsuppen oder Fertiggerichte zu kaufen rechnet es sich für die Gesundheit besser, wenn Suppen und Gerichte selbst zubereitet werden.

    Jeweils zu Wochenbeginn wird ein Speiseplan erstellt, die Lebensmittel eingekauft und daraus dann jeweils am Vorabend des kommenden Tages das gewünschte Gericht zubereitet. Die Zubereitung am Abend des Vortages spart Zeit. Sollte dennoch Zeitmangel herrschen ist es sinnvoll zur Mittagszeit sich nicht für die Currywurst, sondern für einen Gemüseburger oder Salat zu entscheiden. Viele Restaurants, Pommesbuden und Dönerläden bieten auch gesunde Speisen ein, die eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben.

    Bild: © Depositphotos.com / kingkonglive

  • Neuer Wirkstoff aus den USA soll Übergewicht purzeln lassen

    Neuer Wirkstoff aus den USA soll Übergewicht purzeln lassen

    In den USA hat der Internist und Nierenspezialist Joseph Shapiro von der Marshal Universität einen neuen Wirkstoff entwickelt mit dem Fettpolster auf direkte Art abgebaut werden können. Das Körperfett besteht aus Fettzellen, die mit Fett gefüllt sind und sich wieder abbauen lassen. Die Fettzellen erzeugen Botenstoffe, die für ein Gleichgewicht des Stoffwechsels im Körper sorgen. Nach Angaben von Shapiro sind aggressive Sauerstoffradikale in den Fettzellen ein entscheidender Faktor, der Übergewicht und Fettleibigkeit auslösen kann.

    Übergewicht – Schädliche Sauerstoffradikale

    Die Gesundheit von Menschen mit Übergewicht kann durch einen überforderten Stoffwechsel negativ beeinflusst werden. Der Stoffwechsel generiert in diesem Fall gefährliche Sauerstoffradikale, welche den Arbeitsablauf in den Zellen stören und Schäden an Fettzellen verursachen können. Die Entschärfung der Sauerstoffradikale kann unter anderem mit Vitaminen erfolgen. In Tierversuchen und im Labor funktioniert diese Methode. Joseph Shapiro und sein Team wurden zufällig auf eine Pumpe in einer Zellmembran aufmerksam. Die Pumpe habe nicht nur eine Pumpfunktion, sondern agiere auch als Signalverstärker. Der Signalverstärker wird aktiv, sobald er sich von der Pumpe löst und verändert den Stoffwechsel, wodurch jede Menge Sauerstoffradikale erzeugt werden.

    Das Forscherteam um Shapiro hat ein Eiweiß entwickelt, welches mittels der Pumpe als Vorlage aufgebaut wurde. Das Eiweiß setzt sich aus einer Kopie des Ankerpunktes zusammen und wird fest mit dem Signalverstärker verbunden. Als Folge wird der Signalverstärker nicht aktiv und keine Sauerstoffradikale erzeugt. In einer Petrischale wurden Fettzellen übergewichtig und generierten Sauerstoffradikale. Die Beigabe des speziellen Eiweiß führte zu einer Herabsenkung des Sauerstoffradikalen-Niveaus. Die Fettzellen wurden als positiver Nebeneffekt kleiner bzw. verschwanden sogar völlig.

    Die Hormonproduktion fiel wieder auf ein normales Level. Bei einem Versuch mit Mäusen im Labor wurden die kleinen Nager mit fetthaltiger Nahrung gefüttert in deren Folge sie Übergewicht hatten oder fettleibig waren. Eine hohe Dosis des Eiweiß sorgte für ein sinkendes Körpergewicht, wodurch die Fettdepots schmolzen und die Mäuse ihr Übergewicht wieder verloren. Sie wurden schlank. Vor allem innere Fettreserven sind von der Forschung als eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit eingestuft worden. Den Mäusen wurde der Eiweiß-Wirkstoff mitten in den Bauchraum injiziert, wo sich die inneren Fettzellen befinden.

    Kein Übergewicht dank Eiweiß-Spritze

    In Zukunft könnten Menschen mit Übergewicht von einer neuen Behandlungsmethode profitieren, in deren Rahmen ein Arzt regelmäßig den Eiweiß-Wirkstoff spritzt. Als Folge würde das Fett geschmolzen, das Übergewicht gesenkt und der Patient wieder schlank werden. Das Eiweiß von Joseph Shapiro muss erst klinische Tests durchlaufen, bevor es an Menschen ausprobiert und eine Medizin daraus entwickelt werden kann.

    Das Übergewicht und Fettleibigkeit zählen zu den größten Problemen unserer modernen Gesellschaft. Sie gelten als Ursache für Krankheiten wie Diabetes Typ-2, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Knochenprobleme. Eine gesunde Ernährung und ausreichende regelmäßige Bewegung steigert nicht nur das körperliche wie geistige Wohlbefinden, sondern sorgt langfristig für eine Gewichtsreduktion. Der Verzicht auf zuckerreiche und fetthaltige Nahrung steuert erheblich zu einem gesunden Lebensstil bei.

    In Verbindung mit regelmäßiger Bewegung egal ob Spaziergänge, Radtouren, Joggingläufe, Zumba oder Schwimmen kann Übergewicht oder Fettleibigkeit in einer gewissen Zeit abgebaut werden. Beim Lebensmitteleinkauf empfiehlt es sich gezielt auf Süßigkeiten, Fertiggerichte und sonstige köstliche Verlockungen der Lebensmittelindustrie zu verzichten. Allein der Zuckerverzicht kann sich schon nach einem Monat sehr positiv auf die Gesundheit auswirken. Der Zuckerverzicht ist für viele Menschen ein schwerer Schritt, weil Zucker eine Sucht auslösen kann und es bis zu drei Monate oder länger dauern kann bis diese Zuckersucht bekämpft wurde. Als Belohnung einer gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung winkt eine gute Gesundheit ohne Übergewicht.

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  • Ein Monat ohne Zucker – was passiert im Körper?

    Ein Monat ohne Zucker – was passiert im Körper?

    Zucker ist ein Geschmacksträger, wie Fett auch, und das macht Zucker so gefährlich. Da es kaum noch Lebensmittel gibt, die auf Zucker verzichten können, leiden immer mehr Menschen an Übergewicht, unter Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder unter einer Herz-Kreislauferkrankung. Die meisten Menschen essen gerne süß, wobei besonders Schokolade den Ruf hat, glücklich zu machen. Das ist übrigens kein Mythos, denn immer dann, wenn Schokolade gegessen wird, dann schüttet der Körper Glückshormone aus, und diese Hormone sorgen schließlich dafür, dass es zur Sucht nach Zucker kommt. Ein Mann aus den Niederlanden wollte es genauer wissen, was mit seinem Körper passiert, wenn er einen Monat lang keinen Zucker mehr zu sich nimmt.

    Zucker schmeckt gut

    Im Obst, im Joghurt, im Kuchen und sogar im Brot ist Zucker zu finden und da die meisten Menschen den süßen Geschmack mögen, lässt sich die Nahrungsmittelindustrie immer wieder etwas Neues einfallen, um den Appetit auf Süßes nicht versiegen zu lassen. So kann man zum Beispiel in einem Becher Fruchtjoghurt umgerechnet bis zu zehn Stücke Würfelzucker finden und in Erfrischungsgetränken wie Cola oder Limonade kommen sogar 80 Stück Würfelzucker auf einen Liter. Der Körper braucht Zucker, um fit zu bleiben, aber es kommt auf die Menge an. Zu viel Zucker ist in vielfacher Hinsicht ungesund, denn Zucker sorgt für schlechte Zähne, er macht dick und auf Dauer sogar krank. Aber Zucker macht auch süchtig, denn wenn Zucker gegessen wird, dann setzt sich eine Maschinerie im Körper in Gang, die so schnell nicht mehr zu stoppen ist.

    Das Belohnungssystem

    Immer dann, wenn Zucker gegessen wird, dann signalisiert das dem Gehirn, dass der Körper belohnt wird, der Mensch fühlt sich wohl. Damit dieses Wohlgefühl möglichst lange bleibt, wird mehr Zucker gegessen, damit sich der Prozess immer und immer wieder wiederholt. Das führt aber leider nach kurzer Zeit zu einer Belastung des Belohnungssystems, und in der Folge kommt es zu Essattacken, zu Nervosität, zu einer erhöhten Toleranz gegenüber Zucker und schließlich zu Kontrollverlust und damit zur Sucht nach Süßigkeiten aller Art. In einer 2012 durchgeführten Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass eine Ernährung, die zu viel Zucker enthält, die Synapsen beschädigt und die Leistung des Gehirns verlangsamt. Zudem unterliegt der Blutzuckerspiegel ständigen Schwankungen, und das kann im schlimmsten Fall zu Diabetes führen.

    Ein mutiger Selbstversuch

    Der Niederländer Sacha Harland war neugierig und wollte wissen, wie es ist, einen Monat lang komplett auf Zucker zu verzichten. Vier Wochen lang ernährte sich Sacha Harland bewusst ohne Zucker und verzichtete auf Süßigkeiten ebenso wie auch auf zuckerhaltige Lebensmittel. Für ihn war der Verzicht auf Zucker besonders schwer, denn der junge Mann aus Holland war nach eigenen Angaben zuckersüchtig. Nach den vier zuckerfreien Wochen ging Harland zu einem Arzt und ließ sich gründlich untersuchen. Die Ergebnisse der Tests sorgten für Erstaunen und für einige Überraschungen, denn Sacha Harland hatte zum einen deutlich weniger Kilos auf den Rippen, zum anderen waren seine Blutwerte fantastisch. Außerdem hatte sich der Anteil an Fett in seinem Körper deutlich reduziert, sein Blutdruck war nach langer Zeit wieder im normalen Bereich und auch die Cholesterinwerte waren perfekt.

    Zucker reduzieren, aber nicht verzichten

    Das Experiment von Sacha Harland hat gezeigt, dass es sehr viel bringt, wenn der Zuckerkonsum reduziert wird. Alle, die mit Übergewicht zu kämpfen haben, sollten sich ein Beispiel an dem Niederländer nehmen und auf süße Dickmacher verzichten. Gegen Zucker ist im vernünftigen Maße nichts einzuwenden, dennoch lohnt es sich, vor dem Einkauf im Supermarkt Informationen zu sammeln, welche Lebensmittel wie viel Zucker haben. Zucker kann sehr bewusst reduziert werden, ohne dass es zu Entzugserscheinungen kommt, es ist nämlich immer die Frage, in welcher Form der Zucker gegessen wird.

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