Schlagwort: Der Zucker

  • Zuckersenker fürs Gehirn?

    Diabetes-Tabletten senken womöglich das Demenzrisiko

    Baierbrunn (ots) – Diabetes erhöht das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Umso interessanter ist eine Entdeckung, über die das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ berichtet: Bonner Forscher fanden heraus, dass blutzuckersenkende Tabletten, die die Wirkstoffe Pioglitazon oder Metformin enthalten, das Demenzrisiko offenbar sogar unter das von Nicht-Diabetikern senken können. Die Forscher vermuten als Ursache eine direkte Wirkung der Zuckersenker im Gehirn.

    Dieser Beitrag ist nur mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

    Das Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“ 9/2015 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

     

    Pressekontakt: Ruth Pirhalla Tel. 089 / 744 33 123 Fax 089 / 744 33 459 E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de www.wortundbildverlag.de www.diabetes-ratgeber.net

    Quelle: www.presseportal.de/pm/52279/3115129
  • Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Light-Produkte – die Lügen der Lebensmittelindustrie

    Die Deutschen werden immer dicker, aktuell hat über die Hälfte der Bürger Übergewicht. Schuld an diesem Dilemma sind auch die sogenannten Light-Produkte, denn sie versprechen etwas, das sie nicht halten können. Weniger Zucker, weniger Fett und damit auch weniger Kalorien sollen Light-Produkte enthalten, aber in den meisten Fällen handelt es sich um Mogelpackungen. Es sind vor allen die Ersatzstoffe, die den Zucker und das Fett ersetzen sollen, die massiv dafür sorgen, dass die Zeiger auf der Waage steigen, anstatt zu sinken.

    Wie light sind Light-Produkte?

    Vor allem die vermeintlichen Dickmacher wie zum Beispiel Butter, Mayonnaise oder auch Getränke, stehen bei den Light-Produkten im Fokus. Die Hersteller gaukeln den Verbrauchern vor, dass sie auf nichts verzichten müssen, denn es gibt schließlich alles auch in Light. Voller Geschmack, aber weniger Kalorien, das verspricht die Lebensmittelindustrie und lügt dabei, dass sich die Balken biegen. Am Beispiel der Leichtmargarine lassen sich diese Light-Versprechen schnell als Lüge entlarven, denn wer meint, mit einer leichten Margarine abzunehmen, der wird enttäuscht werden. Die Hersteller ersetzen bei der vermeintlich schlanken Margarine das Fett einfach durch Wasser, da aber Wasser nicht bissfest ist, muss es mit Bindemittel vermischt werden. Das wäre nicht weiter schlimm, nur dass die Bindemittel aus dem Chemielabor stammen, und auf der Basis von reinen Kohlehydraten hergestellt werden, die bekanntlich dick machen.

    Die Zuckerlüge der Light-Produkte

    Neben Fett spielt der Zucker bei den meisten Light-Produkten eine wichtige Rolle. Wer abnehmen will, der darf nicht zu süß essen. Die Lebensmittelindustrie reagiert auch hier nach Wunsch und bringt Light-Produkte auf den Markt, in denen jede Menge Zusatzstoffe zu finden sind. So findet sich Stevia anstatt Zucker im Erfrischungsgetränk, denn Stevia hat keine Kalorien, ist aber schädlich für die Gesundheit, wenn es überdosiert wird. Mediziner raten dazu, nicht mehr als vier Milligramm Stevia pro Kilogramm Körpergewicht zu sich zu nehmen, alles, was darüber hinaus geht, ist bedenklich. Für die Gesundheit schädlich sind aber auch Zuckeralkohole wie Xylit, Lactit oder Maltit. Diese sind ebenfalls in großen Mengen vor allem in Getränken, Eis oder Süßspeisen zu finden, die als Light-Produkte angeboten werden. Zuckeralkohole können zu massiven Magen- und Darmproblemen führen und die Hersteller müssten eigentlich Warnhinweise auf diesen Light-Produkten anbringen.

    Das Problem mit den Gutachten

    Es gibt zahlreiche Gutachten zu vielen Light-Produkten, die meist den Tenor haben, dass diese Produkte dabei helfen, abzunehmen und dass sie in keinem Fall schädlich für die Gesundheit sind. Viele Verbraucher orientieren sich an diesen Gutachten und kaufen mit ruhigem Gewissen Light-Produkte und sind überzeugt, sich auf diese Weise gesund zu ernähren. Oftmals ist jedoch das Gegenteil der Fall, denn was die meisten Verbraucher nicht wissen, ist, dass nur wenige Gutachten wirklich neutral sind, die Mehrzahl wird von den jeweiligen Herstellern in Auftrag gegeben. Ein Gutachter, der von einem Lebensmittelhersteller beauftragt und auch bezahlt wird, kann also kaum objektiv sein und wird immer so bewerten, wie der Auftraggeber es gerne haben möchte.

    Alle, die erfolgreich abnehmen wollen, sollten mit einem Ernährungsberater sprechen und einen gezielten und individuellen Ernährungsplan aufstellen lassen. Abnehmen mit Light-Produkten funktioniert leider nicht.

    Bild: © Depositphotos.com / Taden1

  • 5 gesunde Alternativen zum Zucker

    5 gesunde Alternativen zum Zucker

    Es ist ein angeborenes Verhaltensmuster: Was süß ist, schmeckt uns. Grund hierfür: Süße Nahrungsmittel sind in der Regel nicht giftig und können bedenkenlos verzehrt werden. Es ist also evolutionär bedingt, dass wir süße Speisen bevorzugen, da sie uns suggerieren, ungefährlich und gesund zu sein. Auf viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte, trifft dies auch zu. Süß bedeutet jedoch nicht in jedem Fall gesund. Ein Beispiel hierfür ist Einfachzucker, den wir vorrangig als weißen Haushaltszucker zu uns nehmen. Er ist Bestandteil unzähliger Lebensmittel und verursacht unter anderem Diabetes, Übergewicht und Karies. Glücklicherweise gibt es verschiedene Alternativen zum ungesunden Zucker. Fünf davon sollen hier vorgestellt werden.

    #1: Honig – Das Produkt der Bienen

    Denkt man an Alternativen zum Zucker, fällt den meisten Menschen als erstes Honig ein. Das Naturprodukt schmeckt herrlich süß und ist in der Tat auch sehr gesund. Es wirkt antibakteriell und wird deswegen gern als Hausmittel bei Erkältungen eingesetzt. Doch auch gesunde Menschen profitieren vom Honig-Konsum. Antioxidantien und Nährstoffe wie Vitamine, Kalzium, Eisen und Magnesium liefern dem Körper alles, was er braucht.

    Honig wird besonders gern zum Süßen von Tee, Kuchen und Desserts verwendet. Doch Vorsicht: Die gesunde Alternative zum Zucker enthält ebenfalls viele Kalorien und steigert leider auch den Blutzuckerspiegel. Daher sollte Honig immer in Maßen verzehrt werden.

    #2: Ahornsirup – Die Leckerei aus Nordamerika

    Weniger kalorienhaltig, dafür genauso süß wie Honig ist Ahornsirup. Aus diesem Grund gilt auch er als eine Alternative zum Zucker. Das wohl traditionellste Einsatzgebiet des dickflüssigen Sirups, der aus Nordamerika stammt: Die Verfeinerung von Pfannkuchen. Doch auch andere Speisen vom Herd und aus dem Backofen lassen sich mit der Zucker-Alternative Ahornsirup verfeinern. Einen weiteren Pluspunkt erhält Ahornsirup, weil er sehr mineralstoffreich ist und damit sogar Honig übertrifft.

    Dennoch gilt auch hier: Ahornsirup ist nicht frei von Zucker und sollte daher nie in übermäßigen Mengen gegessen werden.

    #3: Xylit – Der Birkenzucker

    Xylit ist vielen Menschen noch kein Begriff. Daher soll diese Alternative zum Zucker hier etwas genauer beschrieben werden. Es handelt sich bei dem Stoff um ein natürliches Süßungsmittel, das aus Birkenholz und Maiskolben gewonnen wird. Da die Herstellung des „Birkenzuckers“ sehr aufwendig ist, ist dieses Süßungsmittel etwa zehnmal teurer als herkömmlicher Haushaltszucker. Außerdem ist Xylit nur in Apotheken und Online-Shops erhältlich.

    Dem gegenüber stehen jedoch auch einige Vorteile. So verursacht die Zuckeralternative beispielsweise kein Karies und besitzt rund 40 % weniger Kalorien als raffinierter Haushaltszucker.

    #4: Stevia – Unschädlich für die Zähne

    Auch Stevia ist noch recht neu auf dem Speiseplan vieler Deutscher. Das Süßungsmittel, das eigentlich eine Pflanze aus Paraguay ist, ist bereits in vielen fertigen Produkten enthalten und ersetzt dort den Einfach-Zucker. Außerdem kann Stevia auch rein gekauft und zum Backen und Kochen verwendet werden.

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    Die Pflanze wird aus verschiedenen Gründen als Alternative zum Zucker gefeiert: Sie ist günstiger als Xylit, süßer als einfacher Zucker und obendrauf auch noch frei von Kalorien. Darüber hinaus ist Stevia unschädlich für die Zähne und hat auch keinen Einfluss auf den Insulinspiegel. Einzig der Geschmack, der ein wenig bitter ist, stört manche Konsumenten. Trotzdem ist Stevia eine echte Zuckeralternative.

    #5: Agavensirup – Vorsicht bei Diabetes

    Die Agave ist eine Pflanze, die den meisten aufgrund ihrer stacheligen Blätterenden bekannt ist. Die Pflanze stammt aus Mexiko. Dort haben die Einwohner den Sirup beziehungsweise Saft der Pflanze als Süßungs- und auch Heilmittel genutzt. Agavensirup lässt sich gut einsetzen, um damit Joghurt, Müslis, Marmeladen und Getränke zu süßen.

    Da dieses Süßungsmittel sehr viel Fruchtzucker enthält, sollten Diabetiker eher sparsam damit umgehen. Ein regelmäßiger Konsum führt zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

    Letztendlich gilt für alle gesunden Alternativen zum Zucker: Immer in Maßen und nicht in Massen konsumieren – denn Zucker bleibt nun mal Zucker. Auch wenn Stevia, Honig und Co. gesünder als reiner Haushaltszucker sind, bringen Sie keinesfalls nur Vorzüge mit sich.

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  • Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Mundtrockenheit – eine unangenehme Erkrankung

    Jeder hat schon einmal die eine oder andere Situation erlebt, in der der Mund vermeintlich austrocknet und ein pelziges Gefühl am Gaumen bleibt. Der Mediziner spricht in diesem Fall von der sogenannten Mundtrockenheit, auch Xerostomie, genannt. Die Ursachen sind vielfältig, meist aber rasch wieder zu beheben.

    Hauptursache Flüssigkeitsmangel

    Meistens entsteht die Mundtrockenheit, wenn jemand zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt. Damit ist auch klar, dass bei Zufuhr von Wasser oder anderen Getränken das Gefühl schnell wieder vergeht und die Trockenheit behoben ist. Wer bei sportlicher Betätigung über das pelzige Gefühl im Mund klagt, der sollte sich selbst genau beobachten. Eventuell atmet er während der Belastung durch den Mund und nicht durch die Nase, womit eine Erklärung gefunden ist. Natürlich kann auch hier Flüssigkeitsmangel als Ursache vorliegen, womit auch in diesem Fall mit Trinken das Problem gelöst ist und die Speicheldrüsen wieder genügend Speichel produzieren.

    Altersbedingte unterschiedliche Ursachen als Auslöser

    Auch bei einer starken Erkältung kann es zu einer Xerostomie kommen. Ursache ist auch hier meist das Verhalten, dass man nicht durch die Nase, sondern den Mund atmet. Viele ältere Menschen klagen ebenfalls über die Trockenheit im Mundbereich, wobei hier nur selten eine Ursache wie ein schlecht sitzender Zahnersatz oder aber mangelnde Mundhygiene vorliegen. Denn es ist einfach die Natur der Sache, dass im Alter weniger Speichel hergestellt wird und es damit zu dieser unangenehmen Begleiterscheinung kommt. Meist hilft auch hier, wenn die Trinkmenge entsprechend erhöht und damit das Flüssigkeitsdefizit ausgeglichen wird.

    Der Gang zum Arzt ist nicht zwingend notwendig

    Die Mundtrockenheit an sich ist kein Grund, einen Arzt aufzusuchen. Erst wenn sie gemeinsam mit Sprachschwierigkeiten, Kauproblemen oder Schluckbeschwerden auftritt, ist eine medizinische Diagnose notwendig. Auch das Auftreten mit weiteren Symptomen wie häufigem Harndrang oder starkem Durst und Gliederschmerzen, sind Gründe, sich medizinischen Rat zu holen. Ansonsten kann man der Mundtrockenheit auf unterschiedliche Weise selbst entgegen wirken. Wichtig ist in jedem Fall, die Speichelbildung zu fördern, was am besten durch Lutschen eines sauren Drops oder aber Kauen von Kaugummi geschieht.

    Ausreichend Trinken sorgt für notwendige Befeuchtung

    Wichtig ist natürlich, dass der Mundraum gut befeuchtet ist. Das kann man am besten durch Trinken von Mineralwasser, Wasser oder zuckerfreiem Tee bewerkstelligen. Kaffee und koffeinhaltige Getränke sind in sparsamer Menge zu konsumieren, da sie aufgrund der Säure die Trockenheit im Mundbereich eher fördern. Wer raucht, sollte den Tabakkonsum besser einstellen, da dadurch die Mundhöhle noch trockener wird. Wer zu Hausmitteln greifen möchte, der sollte Speisen mit scharfen Gewürzen wie Cayennepfeffer essen. Dieses Gewürz hat die Eigenschaft, die Speichelbildung anzuregen. Während der Nacht kann es auch unterstützend wirken, wenn der Betroffene ein feuchtes Tuch auf die Heizung legt. Auch das wirkt einem stärkeren Austrocknen des Mundes entgegen. Wer aufgrund der Einnahme von Medikamenten die Mundtrockenheit entwickelt, kann mit seinem Arzt entsprechende Rücksprache halten und sollte auf ein anderes Präparat mit dem gleichen Wirkstoff umsteigen. Xerostomie infolge einer Grippeerkrankung oder eines grippalen Infektes sollte während des Krankheitsverlaufs einfach mit viel Trinken behandelt werden. Normalerweise verschwindet mit dem Schnupfen, Husten und der Heiserkeit auch das trockene Gefühl im Mund wieder.

    Selbstgemachte Mundspülung hilft

    Ein probates Mittel, um gegen die Mundtrockenheit vorzugehen, ist das regelmäßige Gurgeln mit einer Mundspülung. Die kann ohne weiteres selbst hergestellt werden. Man nimmt dazu einfach eine Tasse mit lauwarmen Wasser und gibt einen halben Teelöffel Bikarbonat und einen halben Teelöffel Salz dazu. Morgens und abends sollte man damit vor dem Zähneputzen gurgeln. Die Spülung neutralisiert nämlich die Säuren im Mundraum und bekämpft gleichzeitig schädliche Keime. Klar ist auch, dass eine konsequente Mundhygiene eine wichtige Rolle spielt. Denn da es dabei an Speichel weitgehend mangelt, sind die Zähne höherer Gefahr durch Bakterienbefall ausgesetzt. Neben dem zweimal täglichen Zähneputzen sollte auch Zahnseide zur Reinigung der Zwischenräume zur Anwendung kommen.

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  • Gesund grillen – mit der richtigen Marinade zum Fleisch

    Gesund grillen – mit der richtigen Marinade zum Fleisch

    Grillen gehört für viele einfach zum sommerlichen Feeling dazu. An lauen Sommerabenden mit Freunden und Nachbarn auf der Terrasse oder im Garten gemütlich zusammenzusitzen, während das Fleisch und die Würstchen auf dem Grill brutzeln, macht einfach Spaß. Leider ist es nicht immer auch ganz so gesund, denn beim Grillen können Substanzen entstehen, die Krebs auslösen können. Das lässt sich leider nicht komplett verhindern, aber es gibt Möglichkeiten, um das Risiko zu minimieren, zum Beispiel durch die richtigen Marinaden. Die Universität Hohenheim hat jetzt erforscht, was Grillfans tun müssen, um gesund zu bleiben.

    Drei gefährliche Stoffe

    Es sind drei Stoffe, die das Grillvergnügen trüben können: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, heterozyklische aromatische Amine (HAA) und Nitrosamine. Diese drei sind immer im Spiel, wenn gegrillt wird, aber wie stark sie bei jedem Grillvorgang freigesetzt werden, das haben diejenigen, die grillen, selbst in der Hand. Beim Grillen und auch bei der Zubereitung der Marinaden sollten einige Dinge beachtet werden.

    Was ist für gesundes Grillen wichtig?

    Kommt das Fleisch auf den Grill, dann ist es wichtig, dass kein Fett in die Glut tropft, denn der Qualm der sich dann bildet, enthält PAK. Nach Möglichkeit sollte das Fett, das vom Grillgut tropft, in einer Schale aus Aluminium aufgefangen werden, zudem sollte alles, was auf den Grill kommt, nach Möglichkeit sehr langsam garen. Es reicht, wenn das Fleisch kurz, scharf und vor allem heiß angebraten wird und dann am etwas kühleren Rand oder in einer Aluschale fertig gart. Die Kohle muss gut durchglühen, aber sie sollte nicht brennen. Papier und auch Holz, das mit viel Harz behaftet ist, gehört nicht ins Feuer, am besten sind Holzkohle und Briketts aus Holzkohle.

    Perfekt sind Grills, die mit Strom oder mit Gas betrieben werden, denn sie belasten die Gesundheit weniger, da sich kaum PAK bilden kann.

    Die optimale Marinade

    Eine leckere Marinade ist das A und O beim Grillen, aber nicht selten ist die köstliche Marinade nicht gut für die Gesundheit. Experten empfehlen, Zucker in jede Marinade zu geben, denn Fleisch hat von Natur aus sehr wenig Zucker. Der Zucker beschleunigt die Bräunung und verhindert, dass sich ungesundes HAA bilden kann. Vor allem, wenn Geflügel auf den Grill kommt, dann ist eine Prise Zucker eine sehr gute Idee, und der Zucker verleiht der Marinade dazu auch noch einen gewissen Pep.

    Auch antioxidative Gewürze können effektiv verhindern, das sich schädliches HAA bilden kann. Zwiebeln gehören dazu, aber auch Knoblauch, Rosmarin und Extrakte aus Traubenkernen. Perfekt ist nach Ansicht der Wissenschaftler von der Uni Hohenheim eine Marinade, die sowohl Cayenne-Pfeffer, Thymian, Knoblauch, Ingwer und Rosmarin enthält. Damit das Fleisch noch zarter wird, empfehlen die Forscher, es vor dem Grillen mit Traubenkernöl zu bestreichen, denn das verhindert die Bildung von HAA und macht das Fleisch sehr pikant, zart und saftig.

    Eine gesunde Marinade senkt die Bildung von HAA um 74 %. Jeder, der sein Fleisch, sein Gemüse oder auch den Fisch vom Grill genießen will, der verleiht der Marinade zum einen Geschmack und isst zum anderen auch noch gesund.

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  • Essen wie in der Steinzeit – wie effektiv ist die Paleo-Diät?

    Essen wie in der Steinzeit – wie effektiv ist die Paleo-Diät?

    Wie haben sich die Menschen in der Steinzeit ernährt? Sehr gesund und vor allen Dingen sehr ausgewogen. Sie haben alles das gegessen, was heute auf dem Speiseplan von gesundheitsbewussten Menschen stehen sollte, denn Fisch, mageres Fleisch, Obst, frisches Gemüse, Pilze und Beeren sind Dinge, die auch heute noch zu einer gesunden Ernährung gehören. Vor 100.000 Jahren gab es nicht viel mehr als diese Nahrungsmittel, und heute ist die steinzeitliche Ernährung wieder im Trend, und zwar unter dem Namen Paleo-Diät. Wie sinnvoll ist diese Diät? Kann man damit wirklich gesund abnehmen und für wen ist die Steinzeitdiät geeignet?

    Die Paleo-Diät – Eine natürliche Diät

    Die Menschen der Steinzeit hatten eine deutlich geringere Lebenserwartung als die Menschen von heute, aber das hat weniger etwas mit ihrer Ernährung zu tun, sondern mit der Tatsache, dass die medizinische Versorgung nicht vorhanden war und die Menschen damals jede Menge Feinde hatten. Ihre Ernährung war vorbildlich, denn sie haben sich auf das beschränkt, was die Natur ihnen geboten hat. Getreide und Produkte aus Milch kamen erst sehr viel später auf den Speiseplan, und erst seit rund 250 Jahren essen wir Aromen und Zusatzstoffe. Zucker galt lange Zeit als eine Art Luxusartikel, der nur dem Adel und den reichen Bürgern vorbehalten war, das einfache Volk süßte seine Speisen mit Honig oder mit dem Saft der Zuckerrübe.

    Unser Körper hat sich sehr schnell den neuen Nahrungsmitteln angepasst und die ersten ernährungsbedingten Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes, ließen nicht lange auf sich warten. Heute besinnt man sich wieder auf eine Ernährung, die alles enthält, was der Mensch zum Leben braucht und die Steinzeitdiät wurde zu einer Trenddiät.

    Ein echtes Meisterwerk

    Der menschliche Körper ist ein echtes Meisterwerk, denn seit der Steinzeit hat sich der Organismus kaum verändert und weiterentwickelt. Da ist es nur logisch, dass er mit den Anforderungen der modernen Lebensmittelindustrie so seine Probleme hat und entsprechend gereizt reagiert. Im Grunde gehorcht der Körper seit der Steinzeit nur zwei Grundsätzen und diese lauten: Wenn etwas zu essen vorhanden ist, dann sollte möglichst viel gegessen werden und man sollte sich immer nur so viel bewegen, wie nötig ist. Ressourcen müssen gespart werden, denn wenn es zu einer Nahrungsmittelknappheit kommt, dann muss der Körper frisch und ausgeruht sein.

    In der Steinzeit hat das wunderbar geklappt, denn die Menschen aßen praktisch auf Vorrat und wenn die Nahrungsmittel zu Ende gingen, dann wurde es Zeit für die Jagd. Nach diesem Prinzip funktionieren wir noch heute, nur dass Lebensmittel heute nicht mehr knapp sind und wir nicht mehr auf die Jagd gehen müssen. Damit kommt es zu einem echten Dilemma, denn Überfluss, ungesunde Lebensmittel und Bewegungsmangel machen krank.

    Wie gesund ist die Paleo-Diät?

    Die Steinzeitdiät ist eine sehr einfache Diät, die ohne großen Aufwand und auch ohne komplizierte Rezepte auskommt. Im Grunde muss man nur auf die sogenannten modernen Lebensmittel verzichten, zu denen natürlich auch Milch, Milchprodukte und alles das gehört, was aus Getreide hergestellt wird. Was viele aber während der Steinzeitdiät essen, das sind Kartoffeln, die es in der Steinzeit aber noch nicht gab. Zucker ist ebenfalls verboten, wenn gesüßt wird, dann mit Honig. Gemüse aller Art gewürzt mit Kräutern, ist bei einer Paleo-Diät erlaubt, ebenso wie Fleisch und natürlich auch jede Menge frisches Obst und Beeren, Pilze können auf der Speisekarte stehen, ebenso wie Fisch und Nüsse. Selbst wenn es vielleicht ein bisschen schwerfällt, die Nahrungsmittel schmackhaft miteinander zu kombinieren, die Diät kann gelingen und dafür sorgen, dass man sich nicht nur gesund und ausgewogen ernährt, sondern auch noch Pfunde verliert.

    Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, sollte man vor dem Start der Diät allerdings immer mit einem Arzt sprechen.

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