Schlagwort: Diabetes

  • Fördert die Stadtluft Diabetes?

    Fördert die Stadtluft Diabetes?

    Dass Menschen, die an einer viel befahrenen Straße wohnen, häufiger gestresst und anfälliger für Herz- und Kreislauferkrankungen sind, ist hinlänglich bekannt. Wer jedoch mitten in der Stadt wohnt, der lebt mit einer weiteren Gefahr, denn neue Studien zeigen, dass Feinstaub einige Bereiche des Stoffwechsels stark belastet und unter anderem auch Diabetes auslösen kann.

    Die Luft ist schuld

    Wer an Diabetes erkrankt, ist selbst schuld an seinem Schicksal, Zuckerkranke essen zu viel und bewegen sich zu wenig – so weit die landläufige Meinung. Bekannt ist, dass eine falsche Ernährung und wenig Sport Diabetes begünstigen, aber es gibt noch weitere Faktoren, die möglicherweise Diabetes auslösen können. Der Feinstaub in der Luft kann dafür sorgen, dass der Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht gerät, er kann zu erhöhtem Appetit und zu Fettleibigkeit führen. Wissenschaftler sind der Ansicht, dass zudem das Hormon Insulin, das den Blutzuckerspiegel senkt, bedingt durch zu viel Feinstaub unwirksam wird.

    Eine interessante Studie

    Aufschlussreich ist eine Studie der Universität Düsseldorf, an der 3607 Menschen im Ruhrgebiet teilnahmen. Im Rahmen der über fünf Jahre dauernden Studie stellten die Mediziner bei 331 Studienteilnehmern Diabetes fest, und alle diese Menschen wohnen an Hauptverkehrsstraßen und atmen Tag für Tag eine Menge Feinstaub ein. Berücksichtigt wurden bei der Auswertung, wie viel Übergewicht die Studienteilnehmer zu Beginn der Studie hatten und ob sie Sport getrieben haben oder nicht. Mit eingerechnet wurde auch der soziale Status und dass ältere Menschen und Frauen eher an einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes erkranken.

    Ein eindeutiges Ergebnis

    Das Ergebnis der Studie war eindeutig und die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Menschen, die mit viel Feinstaub an ihrem Wohnort belastet sind, ein deutlich höheres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken als diejenigen, die außerhalb der Stadt wohnen. Wer an einer Hauptverkehrsachse mitten im Ruhrgebiet lebt, der muss sogar mit einem 30 % höheren Risiko leben.

    Bild: © Depositphotos.com / teamtime

  • Gerste – ein altes Getreide wird neu entdeckt

    Gerste – ein altes Getreide wird neu entdeckt

    Gerste ist eine sehr alte Getreidesorte, die in der heutigen Küche kaum noch eine Rolle spielt. In früheren Zeiten war Gerste ein beliebtes Getreide, das vor allem für Suppen und Grütze verwendet wurde, im Laufe der Jahre verlor die Gerste aber mehr und mehr an Bedeutung. Heute steht Gerste vor einem Comeback, denn schwedische Forscher haben in einer Studie belegt, wie vielseitig und gesund die kleinen Körner der Gerste sind.

    Gerste senkt den Blutzuckerspiegel

    Aus der schwedischen Studie geht hervor, dass Gerste den Blutzuckerspiegel und damit auch das Risiko für Diabetes senken kann. Bei allen Studienteilnehmer, die drei Tage lang zu allen Mahlzeiten Brot aus Gerste gegessen haben, wurde der Blutzuckerspiegel deutlich gesenkt, der Insulinpegel ging zurück und die Sensibilität für Insulin nahm zu. Die Gerste kann aber auch mit gesunden Ballaststoffen punkten, denn wenn das Getreide den Darm erreicht, dann fördert es die gesunden Darmbakterien und setzt sehr wichtige Hormone frei. Gleichzeitig wird das Wachstum der ungesunden Bakterien im Darm gehemmt.

    Mit Gerste abnehmen

    Gerste kann laut der Studie aus Schweden aber noch viel mehr, denn das Getreide ist ein Appetitzügler. Da Gerste reich an Ballaststoffen ist, wird der Magen gut gefüllt, das Sättigungsgefühl hält lange an und das führt schließlich dazu, dass man einige Kilos verlieren kann. Die Teilnehmer an der schwedischen Studie hatten ihren Appetit deutlich besser unter Kontrolle und nahmen während der Studie im Schnitt bis zu zwei Kilogramm ab. Gerste kann eine gute Alternative zu Kartoffeln, Reis und Nudeln sein, und die Wissenschaftler der Universität Lund sind davon überzeugt, dass in Zukunft vermehrt Produkte aus Gerste in den Regalen der Supermärkte zu finden sein werden. Im Salat, als Risotto und auch als Suppe schmeckt Gerste köstlich, sie ist gesund und was für viele sehr wichtig ist, Gerstenkörner machen rundherum satt.

    Bild: © Depositphotos.com / angelsimon

  • Wie kann akuter Heißhunger erfolgreich bekämpft werden?

    Wie kann akuter Heißhunger erfolgreich bekämpft werden?

    Jeder, der schon einmal eine Diät gemacht hat, der kennt auch die Heißhungerattacken, die es immer wieder schwierig machen, die Diät auch durchzuhalten. Tagsüber ist es nicht ganz so schwer, den akuten Heißhunger zu bekämpfen, aber am Abend, wenn der Stress des Alltags vorbei ist, dann wächst die Sehnsucht nach einem Stück Torte, nach einer Tafel Schokolade oder nach richtig fettigem und kalorienreichem Essen. Heißhunger entsteht immer dann, wenn es zu einem Leerlauf kommt, es langweilig ist oder wenn Frust entsteht. Aber nicht nur während einer Diät kann akuter Heißhunger zu einem Problem werden, auch Menschen, die unter Essstörungen leiden, kennen das Gefühl.

    Wie akuter Heißhunger entsteht

    Immer wenn wir Hunger haben, dann signalisiert der Körper, dass er Nachschub an Energie und Nährstoffen braucht. Mit dem Hungergefühl bewegt sich aber auch der Insulinspiegel, besonders wenn etwas Süßes gegessen wird, dann steigt der Blutzuckerspiegel sehr schnell an, um kurze Zeit später wieder in den Keller zu rauschen. In der Folge steigt der Drang, wieder etwas zu essen, und das macht Menschen, die unter Diabetes oder unter Adipositas leiden, anfällig für Heißhungerattacken. Akuter Heißhunger kann schnell zur Gewohnheit werden, vor allem dann, wenn es ums Abnehmen geht. Während einer Diät wird der Körper praktisch nur mit dem Nötigsten an Nährstoffen versorgt, er kocht sozusagen auf Sparflamme. In dieser Situation wächst der Wunsch nach Essen, wobei besonders süßes, salziges oder fettiges Essen dabei im Mittelpunkt stehen.

    Den Heißhunger bekämpfen

    Akuter Heißhunger ist lästig und es fällt schwer, dem Drang etwas zu essen, nicht nachzugeben. Aber genau das sollten die Betroffenen tun, denn selbst wenn es Disziplin verlangt, wer dem Heißhunger nicht nachgibt, der ist auf dem richtigen Weg. Damit akuter Heißhunger wieder verschwindet, sollte man etwas Eiweißhaltiges oder etwas mit leicht verdaulichen Kohlehydraten essen, denn das macht für einen längeren Zeitraum angenehm satt. Akuter Heißhunger kann auch erfolgreich bekämpft werden, wenn man sich auf das Essen konzentriert, sehr bewusst jeden Bissen kaut und langsam isst, denn auf diese Weise wird das Sättigungsgefühl gefördert. Akuter Heißhunger hält rund eine Viertelstunde an und mit ein wenig Selbstdisziplin ist es möglich, diese 15 Minuten durchzuhalten und standhaft zu bleiben.

    Tipps und Tricks

    Es gibt einige wirkungsvolle Tipps und Tricks, damit akuter Heißhunger nicht zu einem Problem wird. Wenn die Lust auf Schokolade übermächtig wird, dann sollte man sich ein Stückchen von der Tafel abbrechen und den Rest ganz tief im Schrank verstecken. Versteckt werden sollte die Tafel aber immer bevor das Stückchen gegessen wird, denn dann ist die Gefahr nicht so groß, die restliche Tafel auch noch zu essen. Wenn der Heißhunger kommt, ist es auch eine gute Idee sich abzulenken, bis die kritischen Minuten vorbei sind, oder der Hunger mit dem richtigen Essen gestillt wurde. Um dem Heißhunger ein Schnippchen zu schlagen, kann auch hilfreich sein, die Zähne zu putzen oder einen Kaugummi zu kauen.

    So wichtig ist die richtige Ernährung

    Wer sportlich aktiv ist, der leidet seltener unter Heißhunger, denn Sport lenkt ab und gibt das Gefühl, für den Körper etwas Gutes zu tun. Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle, wenn um die Bekämpfung des Heißhungers geht. So ist es zum Beispiel wichtig, keine der täglichen Mahlzeiten auszulassen, denn nur dann kann der Blutzuckerspiegel ein gleichmäßiges Niveau halten und der Heißhunger stellt sich erst gar nicht ein. Viel zu trinken ist ebenfalls wichtig, 1,5 bis zwei Liter Wasser, ungesüßter Tee oder Fruchtschorle sollten es am Tag schon sein. So wird der Appetit gezügelt und der Stoffwechsel gefördert, der Heißhunger hat keine Chance mehr. Besonders wichtig ist es jedoch, immer gut zu frühstücken, denn das bremst den Heißhunger am Vormittag.

    Bild: © Depositphotos.com / runzelkorn

  • Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Schwanger mit 40 – Chance oder Risiko?

    Was noch vor 50 Jahren unmöglich schien, ist heute keine Seltenheit mehr – eine späte Schwangerschaft. Als Spätgebärende gelten alle Frauen, die 40 Jahre oder älter sind und ein Kind erwarten. Auch wenn es heute aus medizinischer Sicht kaum noch ein Problem darstellt, die Risiken einer späten Schwangerschaft sind deutlich größer als bei einer Frau, die mit Mitte 20 ein Kind bekommt. Schwanger mit 40 – immer mehr Frauen entscheiden sich erst spät für ein Kind und das aus unterschiedlichen Gründen. Was spricht für eine späte Schwangerschaft und was dagegen?

    Zuerst die Karriere

    Anders als in früheren Zeiten sind viele Frauen nicht mehr nur Hausfrau, sie entscheiden sich für die Karriere und verschieben den Kinderwunsch nach hinten. Auch wenn der richtige Mann noch nicht gefunden wurde, dann muss das Wunschkind warten. Die biologische Uhr tickt jedoch unbeirrt weiter und mit dem Wissen, dass die Chancen, schwanger zu werden, immer weiter sinken, fällt dann die Entscheidung, ein Kind zu bekommen. Schwanger mit 40 – das ist nach Ansicht von Experten heute kein Problem mehr, aber 40 ist so etwas wie eine Grenze, denn nach dem 45. Lebensjahr ist es kaum noch möglich, mit den eigenen Eizellen schwanger zu werden. Viele Frauen, die zu diesem Zeitpunkt schwanger werden möchten, müssen sich einer Hormonbehandlung unterziehen, bei anderen klappt es aber auch auf natürlichem Weg.

    Schwanger mit 40 – was spricht dafür?

    Schwanger mit 40, das bedeutet, die Mutter ist reifer, sie ist abgeklärter, sie hatte Zeit sich zu entwickeln und sie ist in der Regel auch finanziell abgesichert. Die meisten Frauen, die in diesem Alter Mutter werden, leben schon lange mit einem Partner zusammen, das Paar kennt seine Schwächen, seine Stärken und bildet ein gutes Team als Grundlage für eine Familie. Studien haben gezeigt, dass Frauen, die mit 40 schwanger werden, gebildeter sind als sehr junge Mütter, sie entscheiden sich sehr bewusst für ein Kind und kennen die Risiken.

    Schwanger mit 40 heißt für Paare, sie konzentrieren sich mehr auf ihr Kind als jüngere Eltern das tun, denn sie hatten bereits die Zeit zu reisen, Partys zu feiern, das Leben zu genießen, sich weiterzubilden und Erfahrungen zu sammeln. Frauen, die mit Mitte 20 schwanger werden, setzen sich zudem unter Druck, sie wollen alles richtig machen, sie wollen perfekt sein und stehen häufig stark unter Stress. Eine Frau von 40 ist gelassener, ruhiger, sie weiß die wichtigen von den unwichtigen Dingen zu unterscheiden, und diese Gelassenheit überträgt sich auch auf das Kind. Kinder von älteren Müttern wachsen deutlich entspannter auf und sie sind in vielen Dingen weiter als andere Kinder in ihrem Alter.

    Was spricht gegen Schwanger mit 40?

    Schwanger mit 40 – der größte Nachteil ist hier die medizinische Komponente, denn ab dem 35. Lebensjahr nimmt die Chance auf natürlichem Weg schwanger zu werden, immer weiter ab. Rein theoretisch ist eine Frau, die mit 40 schwanger wird, nur noch 15 Jahre von den Wechseljahren entfernt und die Anzahl der Eizellen sinkt von Jahr zu Jahr. Ein großes Risiko besteht darin, dass die Eizellen, die dann noch zur Verfügung stehen, nicht selten Chromosomendefekte haben und so die Gefahr stetig ansteigt, eine Fehlgeburt zu erleiden.

    Ist das 40. Lebensjahr erreicht, dann geht es mit der Fruchtbarkeit rapide bergab. Schwanger mit 40 heißt: Die Chance, auf natürlichem Weg ein Kind zu empfangen, liegt bei rund 25 %, ist die Frau 43 Jahre alt, dann liegt die Chance bei zehn Prozent, mit 46 nur noch bei 1,6 %. Auch die Zahl der Fehlgeburten steigt an. So verlieren rund 24 % der Frauen, die mit 40 Jahren schwanger werden, ihr Kind in den ersten drei Monaten, bei Frauen, die 43 sind, liegt die Gefahr bei 38 % und schon ein Jahr später ist das Risiko einer Fehlgeburt bei 54 %.

    Schwanger mit 40 ist ein bisschen wie Lotto spielen, man hofft auf einen Treffer und wird meist enttäuscht. Das gilt auch dann, wenn sich die Frau einer Hormonbehandlung unterzieht, denn es gibt keine Garantie, dass es mit der Schwangerschaft klappt. Schwanger mit 40 ist doppelt riskant, wenn auch der Partner schon älter ist. Zwar sind Männer auch mit 70 Jahren physisch noch in der Lage, ein Kind zu zeugen, aber mit zunehmendem Alter lässt die Qualität der Spermien nach und es gibt ein höheres Risiko für genetische Defekte beim Kind.

    Was bedeutet die späte Schwangerschaft fürs Kind?

    Schwanger mit 40 lässt die Gefahr für einen zu hohen Blutdruck und Diabetes um das Doppelte ansteigen, als bei Frauen der Fall ist, die mit 20 schwanger werden. Auch die Wahrscheinlichkeit eines Gendefekts steigt, und zwar auf 1 : 110, dass das Kind mit einem Down-Syndrom zur Welt kommt. Deshalb gehören Untersuchungen wie eine Amniozentese und eine Chorionbiopsie bei älteren Frauen mittlerweile fast schon zum Standard. Schwanger mit 40 heißt auch, dass das Kind wird mit großer Wahrscheinlichkeit mittels eines Kaiserschnitts zur Welt kommen, zudem haben viele Babys ein zu kleines Geburtsgewicht und leider steigt auch das Risiko einer Totgeburt.

    Nicht immer bedeutet schwanger mit 40 auch Risiko und Gefahr, die meisten Schwangerschaften verlaufen ohne Probleme und die späten Mütter bringen ein gesundes und normalgewichtiges Kind ohne Schwierigkeiten zur Welt. Das Problem ist aber, dass schwanger mit 40 für die meisten Ärzte eine Risikoschwangerschaft ist und die Mütter auch entsprechend behandelt werden. Es steht außer Frage, dass eine Frau, die spät Mutter wird, sehr genau beobachtet werden muss, aber schwanger mit 40 heißt nicht, die Mütter wie rohe Eier zu behandeln. Untersuchungen haben gezeigt, dass schwanger mit 40 eine schöne Zeit sein kann, wenn alles wie gewohnt weiter geht.

    Viele Kinder, die ältere Mütter haben, sind Überraschungskinder, vor allem dann, wenn die Mutter eigentlich gar nicht mehr damit gerechnet hat, schwanger zu werden. In diesen Fällen bedeutet schwanger mit 40: Es gab einen Glückstreffer, und die Schwangerschaften sind nicht selten sehr entspannt und glücklich.

    Schwanger mit 40 – das ist wie jede andere Schwangerschaft auch, eine Reise, die spannende 40 Wochen dauert. Schwanger mit 40 – das heißt, eine Herausforderung anzunehmen, und sich auf das Kind zu freuen, denn schwanger mit 40 bedeutet, dass aus einem Paar endlich eine Familie wird.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova

  • Problemzone Bauch – warum Rettungsringe so gefährlich sind

    Problemzone Bauch – warum Rettungsringe so gefährlich sind

    Bei jedem Menschen ist das unliebsame Körperfett anders verteilt. Die einen merken es am Po, wenn sie zugenommen haben, bei anderen sind es die Oberschenkel, wo sich ein paar Kilogramm zu viel bemerkbar machen. Die meisten klagen aber über die Problemzone Bauch, denn ein zu dicker Bauch ist nicht nur unansehnlich, er kann auch für die Gesundheit gefährlich werden. Mit dem Bauchumfang steigt zum Beispiel die Gefahr einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, auch Diabetes kann die Folge sein, wenn der Bauch zu umfangreich wird.

    Die Problemzone Bauch und ihre Gefahren

    Das Fett am Bauch wird auch Viszeralfett genannt. Es sammelt sich am Bauchraum und schließt dann die inneren Organe wie die Leber, die Milz, den Magen und auch den Darm ein. Während das Bauchfett die Organe einhüllt, gibt es gleichzeitig Botenstoffe ab, die eine Entzündung fördern, aber auch Hormone, die den Blutdruck, die Blutfettwerte und den Blutzucker erhöhen, werden zu einer großen Gefahr. Mit zunehmenden Bauchfett ändert sich langsam aber sicher auch der Stoffwechsel und das fördert unter anderem die Zuckerkrankheit. Die Problemzone Bauch birgt jedoch noch eine weitere Gefahr, die alle kennen sollten, die rund um den Bauch abnehmen wollen.

    Ein Hormon, das ständig hungrig macht

    Wenn die Problemzone Bauch immer größere Ausmaße annimmt, dann spielt auch das Hormon Leptin eine entscheidende Rolle. Dieses Hormon ist für die Sättigung zuständig und wenn es unkontrolliert ausgeschüttet wird, dann sorgt das für ständigen Hunger und damit auch für eine Gewichtszunahme. Immer dann, wenn der Körper mehr und mehr fettreiche Nahrung bekommt, dann entwickelt er eine Resistenz gegen das Hormon Leptin, und in der Folge steigt das Hungergefühl immer weiter an. Auf diese Weise beginnt eine Art Teufelskreis, aus dem die Betroffenen irgendwann nicht mehr aussteigen können.

    Pölsterchen und Bierbauch

    Während Frauen ihre Problemzone Bauch gerne etwas kokett Pölsterchen nennen, haben die Herren der Schöpfung mit dem ausgewachsenen Bierbauch ein ganz anderes Problem. Bei den Herren zeigt sich der typische Bierbauch, der nach vorne wächst und eines Tages unschön überlappt, bei den Damen siedeln sich hingegen die Pölsterchen nicht nur direkt am Bauch, sondern vielfach an den angrenzenden Hüften an. Diese Fettpolster sehen zwar nicht sonderlich gut aus, aber sie sind längst nicht so bedenklich wie der Bierbauch bei den Männern. Ob und wann die Problemzone Bauch aber ein kritisches Maß erreicht hat, das lässt sich sehr einfach bei einer Messung des Bauchumfangs feststellen.

    Ab wann wird es kritisch?

    Für die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) stellt sich ein Bauchumfang von 88 cm bei den Damen und 102 cm bei den Herren als sehr bedenklich dar, denn ab diesen Maßen steigt das Risiko für Stoffwechselerkrankungen und für Krankheiten, die das Herz und den Kreislauf betreffen. Gemessen wird der Umfang der Taille immer vor dem Essen, im Stehen und mit freiem Oberkörper. Dabei wird das Maßband an der Mitte des Beckenkamms und am unteren Rand der Rippen angelegt, denn so wird die Messung besonders exakt.

    Mit dem Alter steigt der Bauchumfang

    Bei älteren Menschen bildet sich die Problemzone Bauch praktisch von alleine und das hat hormonelle Ursachen. Mit zunehmendem Alter wird auch der Bauch markanter, denn ungefähr ab Mitte 50 nimmt die Muskelmasse langsam aber stetig ab. Gleichzeitig bildet der Körper Fettdepots und der Grundumsatz sinkt immer weiter ab. Das heißt, auch wer sich immer gleichbleibend ernährt und viel bewegt, braucht im Alter immer weniger Kalorien. Wer die Problemzone Bauch erfolgreich bekämpfen möchte, der muss in Bewegung bleiben und sich möglichst fettarm ernähren, denn das hilft dabei, das Bauchfett in den Griff zu bekommen. Wer schon mit der Problemzone Bauch zu kämpfen hat, der wird den Bauch durch eine Mischung aus Ausdauer- und Kraftsport wieder los.

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  • Sind späte Mütter bessere Mütter?

    Sind späte Mütter bessere Mütter?

    Erst die Karriere und dann das Kind – bei immer mehr Frauen in Deutschland sieht so die Zukunftsplanung aus. Jedes vierte Kind, das heute in Deutschland geboren wird, hat eine späte Mutter, also eine Mutter, die bei der Geburt 40 Jahre oder noch älter war. Späte Mütter sind im Trend, da immer weniger Frauen auf das Ticken der biologischen Uhr achten. Was bedeutet eine späte Schwangerschaft für die Mutter und wie ist es eigentlich für das Kind, „alte“ Eltern zu haben?

    Später Mütter gehen ein Risiko ein

    Schon ab Mitte 30 nimmt die Fruchtbarkeit deutlich ab und die Chancen, mit über 40 schwanger zu werden, erfordert von vielen Frauen viel Geduld. Nur ein Drittel der Frauen zwischen 38 und 42 hat das Glück innerhalb eines Jahres schwanger zu werden, zwei Drittel müssen sich auf eine längere Wartezeit einstellen. Späte Mütter werden immer als Risikoschwangere eingestuft, denn mit dem Alter steigt auch die Gefahr, dass es zu einer Fehlgeburt kommt, oder dass das Kind behindert geboren wird. Besonders hoch ist die Gefahr einer Chromosomenstörung, bei der der Embryo entweder zu wenig oder zu viel Erbinformationen bekommt. Das Risiko für späte Mütter liegt bei einem Prozent, dass das Kind zum Beispiel mit dem Down-Syndrom zur Welt kommt. Eine weitere Gefahr für späte Mütter besteht darin, dass sie während der Schwangerschaft zuckerkrank werden. Meist wird die Schwangerschaftsdiabetes gar nicht oder sehr spät erkannt und damit steigt die Gefahr einer Fehlgeburt.

    Der Trend hält an

    Wenn es nach der Statistik geht, dann liegt das durchschnittliche Alter der erstgebärenden Frauen bei 31 Jahren. Im Vergleich dazu, noch vor 35 Jahren waren die Frauen, die ihr erstes Kind erwartet haben, 27 Jahre alt. Seit den 1990er Jahren steigt aber die Zahl der Frauen an, die mit 35 oder älter zum ersten Mal gebären, stetig an und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Späte Mütter finden sich vor allem in der Altersgruppe ab 40. Waren es 1991 nur 0,8 %, stieg die Zahl zwölf Jahre später schon auf 3,9 % an. Heute kommt jedes vierte Kind zur Welt, dessen Mutter mit 40 oder älter schwanger geworden ist.

    Vielfältige Gründe

    Warum gibt es heute so viele späte Mütter? Die Gründe sind vielschichtig, die einen wollen in einer festen Partnerschaft leben, bevor sie ein Kind bekommen, bei anderen Frauen spielt die Karriere eine wichtige Rolle. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sich unter den späten Müttern auffallend viele Akademikerinnen zu finden sind. Diese Frauen studieren, etablieren sich im Beruf und nehmen sich erst dann Zeit für den Nachwuchs. Aber auch die Männer sind nicht ganz unschuldig am Trend der späten Mütter, denn es ist heute keine Seltenheit mehr, dass Männer zum ersten Mal Vater werden möchten, wenn andere Männer in ihrem Alter bereits Großväter sind. Auch der medizinische Fortschritt macht es Paaren heute einfacher, erst im fortgeschrittenen Alter eine Familie zu gründen.

    Meistens Einzelkinder

    Viele Argumente sprechen für die späte Mutterschaft, aber es gibt auch Einiges, was dagegen spricht. Späte Mütter bekommen meist nur ein Kind und die Kinder wachsen als Einzelkinder auf. Die Kinder haben rein statistisch gesehen nicht mehr viel von ihren Großeltern, und wenn die Mutter auf dem Spielplatz für die Großmutter des Kindes gehalten wird, dann ist das peinlich. Späte Mütter haben oftmals auch mit den Folgen der Schwangerschaft zu kämpfen. So kann es durch die strapaziösen 40 Wochen zu einer Arthrose kommen und auch chronische Rückenschmerzen können die Folge einer späten Schwangerschaft sein. Dafür erleben späte Mütter die ersten Jahre mit ihrem Kind intensiver, sie sind gelassener und vielfach ist das Kind so etwas wie ein Jungbrunnen für seine nicht mehr ganz so jungen Eltern.

    Bild: © Depositphotos.com / ElizavetaLarionova